Hundepubertät ist anstrengend – warum diese Phase auch dich als Halter herausfordert
Gerade dachtest du noch, ihr wärt als Team richtig gut zusammengewachsen – und plötzlich scheint dein Junghund alles infrage zu stellen. Der Rückruf funktioniert schlechter, an der Leine wird wieder gezogen, Hundebegegnungen werden anstrengender und selbst einfache Alltagssituationen können plötzlich viel mehr Energie kosten als noch vor einigen Wochen.
Willkommen in der Pubertät beim Hund . Eine Entwicklungsphase, die nicht nur deinen Hund fordert – sondern häufig auch dich.
Viele Hundehalter erleben jetzt ganz unterschiedliche Gefühle: Frustration, Unsicherheit, Erschöpfung, Selbstzweifel und manchmal sogar die Frage, ob man bei der Erziehung grundsätzlich etwas falsch gemacht hat.
Dazu kommt der Druck von außen. Andere Hunde laufen scheinbar perfekt an der Leine, während dein eigener Junghund gerade lautstark den Gehweg umgestaltet. Andere Menschen geben ungefragt Ratschläge, kommentieren dein Training oder schauen dich kritisch an, wenn dein Hund bellt oder nicht sofort reagiert.
Doch die Hundepubertät ist keine Prüfung, bei der du jeden Tag eine perfekte Leistung abliefern musst. Sie ist eine Entwicklungsphase, in der Hund und Mensch lernen, mit neuen Anforderungen, Rückschritten und Veränderungen umzugehen.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum die Hundepubertät für Halter so anstrengend sein kann, weshalb Selbstzweifel jetzt häufig auftreten, warum dein Junghund sich zeitweise fremd anfühlen kann, wie du mit Frust und Überforderung umgehst und was euch hilft, als Team durch diese intensive Zeit zu kommen.
Kurze Antwort: Die Hundepubertät kann für Halter besonders anstrengend sein, weil bereits sicher geglaubte Fähigkeiten plötzlich schwanken, der Hund stärker auf Umweltreize reagiert und im Alltag mehr Management erforderlich wird. Dadurch entstehen schnell Frustration und Selbstzweifel. Wichtig ist, Rückschritte nicht automatisch als Erziehungsversagen zu betrachten. Dein Junghund befindet sich in Entwicklung – und auch eure Beziehung entwickelt sich weiter.
Warum ist die Hundepubertät für Halter so anstrengend?
Die ersten Monate mit einem jungen Hund verlaufen häufig vergleichsweise vorhersehbar. Du baust Grundlagen auf, übst den Rückruf, arbeitest an der Leinenführung und entwickelst langsam gemeinsame Routinen.
Irgendwann entsteht das Gefühl: Wir haben das im Griff.
Und genau dann verändert sich häufig etwas.
Während der Pubertät verändern sich Motivation, soziale Interessen, körperliche Entwicklung, Umweltwahrnehmung und emotionale Reaktionen. Das kann dazu führen, dass bekannte Fähigkeiten unter Ablenkung weniger zuverlässig funktionieren.
Die Verhaltensveränderungen bei Hunden in der Pubertät können deshalb nicht nur deinen Hund, sondern auch dich verunsichern.
„So habe ich meinen Hund doch gar nicht erzogen“ – woher die Enttäuschung kommt
Einer der schwierigsten Aspekte der Pubertät ist die Diskrepanz zwischen dem Hund, den du bereits kanntest, und dem Verhalten, das du plötzlich siehst.
Vielleicht hattest du einen Welpen, der aufmerksam, kooperativ und stark auf dich orientiert war. Jetzt entscheidet derselbe Hund scheinbar, dass ein Geruch am Wegesrand wichtiger ist als dein Rückruf.
Das kann sich emotional erstaunlich persönlich anfühlen. Doch dein Hund hat nicht beschlossen, eure bisherige Arbeit zu ignorieren.
Ein Signal, das unter einfachen Bedingungen funktioniert hat, kann unter stärkerer Ablenkung plötzlich deutlich schwieriger sein.
Das bedeutet nicht automatisch, dass das bisherige Training verloren ist.
Habe ich meinen Hund falsch erzogen?
Diese Frage stellen sich während der Pubertät erstaunlich viele Hundehalter.
Wenn Rückruf, Ruhe, Leinenführung oder Hundebegegnungen plötzlich schlechter funktionieren, ist die Schlussfolgerung schnell: Ich habe etwas falsch gemacht.
Doch Entwicklung verläuft nicht geradlinig. Ein Rückschritt zeigt häufig zunächst nur, dass eine Fähigkeit unter den aktuellen Bedingungen noch nicht ausreichend stabil ist.
Dann darfst du das Training wieder vereinfachen, Ablenkung reduzieren und bekannte Grundlagen erneut festigen.
Das ist kein Neubeginn bei null. Es ist ein normaler Teil von Lernen und Entwicklung.
Warum sich die Pubertät wie Kontrollverlust anfühlen kann
Besonders anstrengend wird es, wenn dein Hund im öffentlichen Raum plötzlich weniger vorhersehbar wirkt.
Du fragst dich vor jedem Freilauf, ob der Rückruf heute funktioniert. Bei jeder Hundebegegnung überlegst du, ob dein Junghund ruhig bleiben wird. Beim Spaziergang beobachtest du, ob irgendwo ein Auslöser auftaucht.
Diese ständige Aufmerksamkeit kostet Energie.
Gleichzeitig kann Frustration während der Pubertät auf beiden Seiten entstehen: Dein Hund bekommt nicht immer das, was er möchte – und du bekommst nicht immer das Verhalten, das du erwartet hast.
Warum der Alltag mit einem Junghund mental so anstrengend sein kann
Mit einem pubertierenden Hund musst du häufig viel vorausschauender handeln.
Du entscheidest ständig:
- Kann mein Hund hier frei laufen?
- Brauche ich heute mehr Abstand zu anderen Hunden?
- Ist diese Situation noch trainierbar?
- Soll ich einen Hundekontakt zulassen?
- Ist mein Hund gerade überfordert?
- Braucht er Training oder eher Ruhe?
- Soll ich eingreifen oder noch beobachten?
- Kann er das gerade überhaupt leisten?
Diese permanente Entscheidungsarbeit kann ermüdend sein. Genau deshalb lohnt es sich, den Alltag nicht unnötig kompliziert zu machen.
Warum du nicht jede Situation trainieren musst
Gerade engagierte Hundehalter geraten schnell in die Falle, jede Schwierigkeit sofort lösen zu wollen.
Der Hund reagiert auf einen Artgenossen? Training. Er zieht an der Leine? Training. Er kann nicht warten? Training. Er ist unruhig? Noch eine Übung.
Dabei darf es Situationen geben, die du schlicht managst.
Du darfst die Straßenseite wechseln. Du darfst einen Hundekontakt auslassen. Du darfst die Schleppleine benutzen. Und du darfst nach einem schwierigen Tag einen ruhigen Spaziergang machen, ohne daraus eine Trainingsstunde zu bauen.
Management ist kein Scheitern. Es verhindert Situationen, in denen dein Hund und du unnötig überfordert werdet.
Warum andere Menschen die Hundepubertät noch anstrengender machen können
Ein großer Teil des Stresses entsteht manchmal gar nicht durch den Hund, sondern durch die Reaktionen der Umgebung.
Ein fremder Hundehalter sagt: „Der muss da jetzt durch.“ Ein Nachbar meint: „Sie müssen strenger sein.“ Jemand anderes erklärt dir, dein Hund sei dominant, nicht ausgelastet oder schlecht erzogen.
Besonders wenn du ohnehin gerade unsicher bist, können solche Kommentare zusätzlichen Druck erzeugen.
Dabei sieht ein Außenstehender meist nur wenige Sekunden eures Alltags. Du kennst deinen Hund, seine Geschichte, seine Entwicklung und euren Trainingsstand wesentlich besser.
Warum du deinen Junghund nicht ständig mit anderen Hunden vergleichen solltest
Der Hund deiner Bekannten läuft mit zehn Monaten schon frei durch den Park. Ein anderer Junghund schläft entspannt im Café. Und deiner braucht bei Hundebegegnungen wieder mehr Abstand.
Solche Vergleiche können schnell das Gefühl erzeugen, ihr wärt „hinterher“.
Doch Hunde entwickeln sich unterschiedlich. Rasse, Größe, Temperament, Lernerfahrungen, Umwelt, genetische Voraussetzungen und individuelle Reifung spielen eine Rolle.
Der passende Maßstab ist nicht der Hund neben euch – sondern die Entwicklung deines eigenen Hundes.
Verändert sich eure Beziehung während der Hundepubertät?
Manche Hunde wirken während der Pubertät plötzlich selbstständiger. Sie entfernen sich auf Spaziergängen weiter, beschäftigen sich stärker mit ihrer Umwelt oder suchen weniger ständig die Nähe ihrer Bezugsperson.
Andere Junghunde werden dagegen phasenweise anhänglicher oder suchen bei Unsicherheit wieder besonders viel Nähe.
Beides kann Hundehalter irritieren.
Daraus sollte jedoch nicht die Schlussfolgerung entstehen, dass die Beziehung plötzlich verschwunden ist. Dein Hund entwickelt sich weiter und damit verändert sich auch die Art, wie ihr euren gemeinsamen Alltag gestaltet.
Jetzt wird Bindung durch Klarheit und Orientierung besonders wichtig.
Testet dein Hund in der Pubertät wirklich dich und eure Beziehung?
Der Gedanke, der Hund „teste seine Grenzen“, ist besonders in der Pubertät weit verbreitet.
Natürlich lernt dein Hund weiterhin, welche Verhaltensweisen zu welchem Ergebnis führen. Regeln müssen verlässlich bleiben und bekannte Abläufe werden weiter gefestigt.
Daraus sollte jedoch kein persönlicher Machtkampf entstehen.
Viele Situationen, die wie bewusstes Provozieren wirken, können ebenso mit hoher Ablenkung, Frustration, Unsicherheit, Motivation oder Entwicklungsprozessen zusammenhängen.
Warum der Anspruch, alles richtig machen zu müssen, zusätzlichen Stress erzeugt
Besonders engagierte Hundehalter setzen sich häufig selbst stark unter Druck.
Kein Signal soll zweimal gegeben werden. Keine Hundebegegnung soll schiefgehen. Der Rückruf muss funktionieren. Die Leine soll immer locker sein. Der Hund soll genug ausgelastet, aber nicht überfordert sein.
Das klingt theoretisch gut – ist im echten Leben aber kaum dauerhaft perfekt umzusetzen.
Auch dein Hund wird schlechte Tage haben. Und auch du wirst Situationen erleben, die du im Nachhinein anders lösen würdest.
Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern ein grundsätzlich verständlicher und verlässlicher Umgang.
Wie bleibst du souverän, wenn dein Junghund dich an deine Grenzen bringt?
Souveränität bedeutet nicht, niemals genervt oder frustriert zu sein.
Sie bedeutet vielmehr, auch in schwierigen Situationen möglichst handlungsfähig zu bleiben und nicht jede Emotion unmittelbar am Hund auszulassen.
Hilfreich kann sein:
- schwierige Situationen frühzeitig erkennen
- Distanz vergrößern, bevor dein Hund eskaliert
- Trainingsziele kleiner machen
- nicht jeden Tag alles üben
- Management bewusst einsetzen
- Fortschritte wahrnehmen
- Ruhephasen für Hund und Mensch einplanen
- bei Bedarf Unterstützung holen
Mehr dazu findest du auch im Beitrag Souverän bleiben während der Hundepubertät .
Auch du darfst während der Hundepubertät Pausen brauchen
Beim Thema Pubertät sprechen wir viel darüber, wie viel Ruhe ein Junghund braucht. Aber auch für den Menschen kann diese Phase anstrengend sein.
Wenn jeder Spaziergang Aufmerksamkeit verlangt und dein Hund zu Hause ebenfalls viel Management benötigt, fehlt schnell die eigene Erholung.
Deshalb darfst auch du den Alltag vereinfachen. Nicht jeder Spaziergang muss besonders sein. Nicht jede Übung muss heute erledigt werden. Und nicht jeder Tag muss ein Trainingserfolg werden.
Ein ruhiger Alltag kann manchmal für euch beide wertvoller sein als ein voller Stundenplan.
Warum Ruhe Hund und Halter durch schwierige Pubertätstage helfen kann
Wenn Schwierigkeiten auftreten, lautet die spontane Reaktion häufig: mehr trainieren.
Doch ein bereits hoch erregter Junghund braucht nicht automatisch noch mehr Input.
Ausreichende Ruhephasen während der Pubertät können dabei helfen, Reize zu verarbeiten und nach aufregenden Situationen wieder herunterzufahren.
Gleichzeitig geben ruhigere Tage auch dir Gelegenheit, aus dem permanenten Trainingsmodus herauszukommen.
Warum Rückschritte nicht bedeuten, dass eure Erziehung gescheitert ist
Vielleicht funktioniert der Rückruf plötzlich schlechter. Dein Hund zieht wieder stärker an der Leine oder braucht bei bestimmten Situationen erneut mehr Unterstützung.
Ein solcher Rückfall ins scheinbare Welpenverhalten kann frustrierend sein.
Doch Rückschritte gehören zu vielen Lernprozessen. Sie zeigen dir häufig, dass dein Hund eine Fähigkeit unter den aktuellen Bedingungen noch nicht sicher genug beherrscht.
Dann darfst du wieder einen Schritt zurückgehen, ohne das als Niederlage zu betrachten.
Warum du während der Pubertät mit dem Training nicht komplett aufhören solltest
Auf der anderen Seite kann die Frustration so groß werden, dass Hundehalter denken: Dann trainiere ich eben gar nichts mehr, bis die Pubertät vorbei ist.
Auch das ist meist nicht die beste Lösung.
Bekannte Grundlagen, Orientierung und alltagstaugliche Regeln sollten weiter gepflegt werden – allerdings angepasst an das, was dein Hund momentan leisten kann.
Mehr dazu findest du im Beitrag Warum du während der Pubertät mit dem Training nicht aufhören solltest .
Wann solltest du dir Unterstützung mit deinem Junghund holen?
Unterstützung zu suchen bedeutet nicht, dass du versagt hast. Manchmal ist ein neutraler Blick von außen genau das, was Mensch und Hund wieder mehr Klarheit gibt.
Besonders sinnvoll kann Unterstützung sein, wenn:
- du Spaziergänge zunehmend vermeidest
- Hundebegegnungen regelmäßig eskalieren
- du dich mit deinem Hund körperlich nicht mehr sicher fühlst
- dein Hund starkes Angst- oder Aggressionsverhalten zeigt
- du nicht mehr weißt, welche Regeln sinnvoll sind
- Training zunehmend nur noch aus Konflikten besteht
- dein Hund kaum noch zur Ruhe kommt
- du selbst dauerhaft frustriert oder erschöpft bist
Manchmal reichen schon wenige gezielte Veränderungen, um den Alltag wieder deutlich überschaubarer zu machen.
Was hilft Hund und Halter während der Pubertät wirklich?
- realistische Erwartungen
- klare Kommunikation
- verlässliche Regeln
- weniger Vergleiche mit anderen Hunden
- kleinschrittiges Training
- vorausschauendes Management
- ausreichende Ruhe
- weniger unnötige Reizüberflutung
- Fortschritte bewusst wahrnehmen
- schwierige Tage akzeptieren
- nicht jede Situation persönlich nehmen
- bei Bedarf Unterstützung suchen
Junghundetraining im Alltag – wenn die Pubertät Mensch und Hund fordert
Gerade in einem städtischen Umfeld ist der Alltag mit einem pubertierenden Hund oft besonders anspruchsvoll. Andere Hunde, Jogger, Fahrräder, Straßenverkehr, Menschen, öffentliche Verkehrsmittel und enge Wege sorgen für viele Situationen, in denen Orientierung und Selbstregulation gefragt sind.
Auch in unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir immer wieder Hundehalter, die während der Pubertät ihres Hundes verunsichert sind. Plötzlich funktionieren Dinge nicht mehr so zuverlässig, die wenige Wochen vorher problemlos wirkten.
Gerade beim Junghundetraining in Stuttgart und Stuttgart-Ost schauen wir deshalb nicht nur darauf, welches Verhalten der Hund zeigt. Wir betrachten auch Körpersprache, Entwicklungsstand, Erregungsniveau, Distanz, Ruhe, Trainingsbedingungen und die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier ist uns dabei besonders wichtig, dass Führung nicht aus permanentem Druck entsteht, sondern aus verständlicher Kommunikation, Orientierung und einer tragfähigen Mensch-Hund-Beziehung.
Checkliste: Wenn dich die Hundepubertät gerade überfordert
- Erwarte keine lineare Entwicklung.
- Vergleiche deinen Hund nicht ständig mit anderen.
- Reduziere die Schwierigkeit, wenn etwas nicht funktioniert.
- Nutze Management, statt jeden Konflikt auszutrainieren.
- Plane ruhigere Tage ein.
- Halte Training kurz und überschaubar.
- Wiederhole bekannte Grundlagen.
- Nimm Rückschritte nicht persönlich.
- Beachte auch deine eigene Belastungsgrenze.
- Hole dir Unterstützung, bevor der Alltag vollständig eskaliert.
- Behalte kleine Fortschritte im Blick.
- Erinnere dich daran: Pubertät ist eine Entwicklungsphase.
FAQ – wenn die Hundepubertät für Halter anstrengend wird
Warum ist die Pubertät beim Hund so anstrengend?
Während der Pubertät verändern sich Motivation, soziale Interessen, Verhalten und die Reaktion auf Umweltreize. Dadurch können bereits bekannte Fähigkeiten zeitweise weniger zuverlässig funktionieren und der Alltag braucht mehr Aufmerksamkeit und Management.
Ist es normal, dass mich mein pubertierender Hund überfordert?
Viele Hundehalter erleben diese Entwicklungsphase als anspruchsvoll. Besonders wechselhaftes Verhalten, Rückschritte und die Notwendigkeit, ständig Situationen einzuschätzen, können mental anstrengend sein.
Habe ich meinen Hund falsch erzogen, wenn er in der Pubertät nicht mehr hört?
Nicht automatisch. Bekannte Signale können unter stärkerer Ablenkung oder höherem Erregungsniveau schlechter funktionieren. Häufig hilft es, die Anforderungen wieder anzupassen und Grundlagen weiter zu festigen.
Warum ist mein Junghund plötzlich wie ausgewechselt?
Während der Pubertät verändern sich unter anderem körperliche Entwicklung, Motivation, soziale Interessen und emotionale Reaktionen. Dadurch kann dein Hund zeitweise deutlich anders wirken als zuvor.
Ist es normal, dass ich von meinem Hund genervt bin?
Frustration kann in einer anstrengenden Entwicklungsphase auftreten. Entscheidend ist, wie du damit umgehst. Wenn du merkst, dass deine eigene Belastungsgrenze dauerhaft erreicht ist, kann es sinnvoll sein, den Alltag zu vereinfachen und Unterstützung zu suchen.
Warum funktioniert der Rückruf in der Pubertät plötzlich schlechter?
Andere Hunde, Gerüche, Wildspuren und Umweltreize können für deinen Junghund deutlich wichtiger werden. Dadurch wird der Rückruf unter Ablenkung anspruchsvoller.
Wie lange dauert die anstrengende Phase der Hundepubertät?
Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Rasse, Größe, Geschlecht und individuelle Entwicklung beeinflussen den Verlauf. Auch innerhalb der Pubertät können ruhige und schwierigere Phasen wechseln.
Wird mein Hund nach der Pubertät wieder ruhiger?
Mit zunehmender Reife kann Verhalten stabiler werden. Gleichzeitig beeinflussen Training, Erfahrungen, Alltag und individuelle Persönlichkeit die weitere Entwicklung.
Soll ich in der Pubertät strenger mit meinem Hund werden?
Dein Hund braucht klare Regeln und verlässliche Orientierung. Härte ist dafür jedoch nicht notwendig. Verständliche und konsequente Kommunikation ist wichtiger als immer stärkerer Druck.
Muss ich mit meinem Junghund jeden Tag trainieren?
Nicht jeder Tag braucht ein umfangreiches Trainingsprogramm. Kurze Alltagseinheiten, bekannte Grundlagen und ausreichend Ruhe können völlig ausreichend sein.
Darf ich schwierige Situationen einfach vermeiden?
Bewusstes Management kann sehr sinnvoll sein. Distanz, Schleppleine, ruhigere Wege oder das Auslassen eines Hundekontakts können verhindern, dass Hund und Mensch regelmäßig überfordert werden.
Warum stresst mich das Verhalten anderer Hundehalter so sehr?
Ungefragte Ratschläge, Bewertungen und Vergleiche können bestehende Unsicherheit verstärken. Dabei sehen Außenstehende meist nur einen kleinen Ausschnitt aus eurem gemeinsamen Alltag.
Ist unsere Bindung schlechter, wenn mein Junghund selbstständiger wird?
Nicht automatisch. Zunehmende Selbstständigkeit kann Teil der Entwicklung sein. Eure Beziehung verschwindet dadurch nicht, sondern entwickelt sich gemeinsam mit deinem Hund weiter.
Was mache ich, wenn ich keine Freude mehr am Training habe?
Reduziere zunächst den Druck. Vereinfachte Übungen, ruhigere Spaziergänge und weniger Trainingsziele können helfen. Wenn die Belastung bestehen bleibt, kann individuelle Unterstützung sinnvoll sein.
Wann sollte ich mir mit meinem pubertierenden Hund Hilfe holen?
Wenn der Alltag dauerhaft belastend wird, Hundebegegnungen eskalieren, Angst oder Aggressionsverhalten zunimmt, du dich nicht mehr sicher fühlst oder nicht mehr weißt, wie du sinnvoll weitertrainieren kannst, lohnt sich professionelle Unterstützung.
Fazit: Die Hundepubertät fordert nicht nur deinen Hund – sondern auch dich
Wenn du deinen pubertierenden Hund manchmal kaum wiedererkennst und diese Phase anstrengend findest, bedeutet das nicht automatisch, dass eure bisherige Arbeit gescheitert ist.
Entwicklung verläuft nicht geradlinig. Rückruf, Leinenführung, Ruhe, Hundebegegnungen und Orientierung können zeitweise wieder schwieriger werden. Gleichzeitig musst auch du dich auf deinen sich verändernden Hund neu einstellen.
Deshalb braucht diese Phase nicht Perfektion, sondern Geduld, Klarheit, realistische Erwartungen, verlässliche Regeln und den Mut, Anforderungen auch einmal wieder kleiner zu machen.
Deine Beziehung wird während der Pubertät nicht einfach „neu verhandelt“ oder auf die Probe gestellt. Sie entwickelt sich weiter, weil auch dein Hund sich weiterentwickelt.
Und manchmal ist der wichtigste Fortschritt nicht, dass heute jedes Signal perfekt funktioniert – sondern dass ihr gelernt habt, auch einen schwierigen Tag gemeinsam gut zu bewältigen.
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Die Pubertät deines Hundes bringt auch dich gerade an deine Grenzen?
Wenn Spaziergänge immer anstrengender werden, Rückruf oder Leinenführung plötzlich nicht mehr zuverlässig funktionieren oder du nicht mehr weißt, welche Anforderungen dein Junghund gerade wirklich bewältigen kann, lohnt sich ein genauer Blick auf euren Alltag.
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