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Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Ruhephasen in der Pubertät

  • Isabel Scheu
  • 14.10.2025
  • Pubertät

Ruhe in der Hundepubertät – warum weniger Training manchmal mehr bewirkt

Dein pubertierender Hund ist ständig aufgedreht, kommt kaum zur Ruhe, reagiert plötzlich stärker auf Reize oder scheint nach einem aufregenden Spaziergang erst recht unter Strom zu stehen? Viele Hundehalter reagieren darauf intuitiv mit noch mehr Beschäftigung: längere Spaziergänge, zusätzliche Trainingseinheiten, mehr Hundekontakte, Suchspiele und immer neue Übungen.

Schließlich soll der junge Hund ausgelastet sein. Doch gerade während der Hundepubertät kann genau dieses gut gemeinte Mehr zum Problem werden. Ein Junghund, der ohnehin viele körperliche, hormonelle und emotionale Veränderungen verarbeitet, braucht nicht ständig zusätzliche Reize. Er braucht auch Zeiten, in denen nichts passiert.

Ruhe ist keine verlorene Trainingszeit. Schlaf, Entspannung und reizärmere Phasen gehören zu einer gesunden Entwicklung dazu. Sie geben deinem Hund Gelegenheit, Erlebtes zu verarbeiten und nach aufregenden Situationen wieder herunterzufahren.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum Ruhe in der Pubertät so wichtig ist, woran du einen überreizten Junghund erkennst, wie du Ruhe im Alltag fördern kannst und warum mehr Beschäftigung nicht automatisch zu einem entspannteren Hund führt.

Kurze Antwort: Pubertierende Hunde verarbeiten zahlreiche neue körperliche, hormonelle, soziale und emotionale Eindrücke. Deshalb brauchen sie neben angemessener Bewegung und Training ausreichend Schlaf, Ruhe und reizärmere Phasen. Ist dein Junghund ständig überdreht, unkonzentriert oder schnell gereizt, kann die Lösung deshalb manchmal nicht mehr Beschäftigung, sondern weniger Input sein.

Warum ist Ruhe in der Hundepubertät so wichtig?

Die Pubertät ist weit mehr als eine Phase, in der dein Hund plötzlich schlechter hört oder scheinbar seine Grenzen neu entdeckt. Körper und Verhalten befinden sich in einer intensiven Entwicklung.

Hormonelle Veränderungen treffen auf zunehmende Selbstständigkeit, neue soziale Interessen und eine Umwelt, die für den Junghund plötzlich noch spannender erscheinen kann.

Andere Hunde werden interessanter. Gerüche gewinnen an Bedeutung. Wildspuren werden spannend. Begegnungen werden emotionaler. Gleichzeitig soll dein Hund weiterhin an lockerer Leine laufen, zurückkommen, warten und sich an dir orientieren.

Das ist viel. Deshalb gehört zur Entwicklung nicht nur Aktivität, sondern ebenso die Möglichkeit, nach aufregenden Situationen wieder in einen ruhigeren Zustand zu finden.

Warum Schlaf und Ruhe für Lernen und Entwicklung wichtig sind

Training endet nicht in dem Moment, in dem du die letzte Übung beendest. Auch danach verarbeitet dein Hund Erfahrungen und Eindrücke. Ruhe und Schlaf spielen bei Lern- und Gedächtnisprozessen eine wichtige Rolle.

Deshalb solltest du Training nicht ausschließlich danach beurteilen, wie viele Übungen dein Hund innerhalb eines Tages absolviert hat. Entscheidend ist auch, ob zwischen diesen Erfahrungen ausreichend Zeit für Erholung bleibt.

Mehr Training bedeutet nicht automatisch mehr Lernen. Ist dein Hund erschöpft, stark erregt oder mit Reizen überladen, kann es ihm zunehmend schwerfallen, konzentriert und ansprechbar zu bleiben.

Woran erkenne ich einen überreizten Junghund?

Überforderung sieht beim Hund nicht immer nach Müdigkeit aus. Genau das führt häufig zu Missverständnissen. Ein Hund kann erschöpft sein und gleichzeitig immer weiter aufdrehen.

Statt sich hinzulegen und einzuschlafen, wird er möglicherweise hektischer, lauter und impulsiver.

  • dein Hund kommt nach Spaziergängen kaum zur Ruhe
  • er läuft unruhig durch die Wohnung
  • er reagiert auf kleine Geräusche oder Bewegungen
  • er bellt häufiger oder wirkt schnell gereizt
  • er springt Menschen hektisch an
  • er beginnt wild herumzulaufen
  • er kann sich schlecht konzentrieren
  • bekannte Signale funktionieren zunehmend schlechter
  • er reagiert bei Hundebegegnungen schneller und heftiger
  • er findet trotz sichtbarer Müdigkeit nicht in den Schlaf

Einzelne dieser Verhaltensweisen bedeuten nicht automatisch, dass dein Hund überreizt ist. Treten mehrere davon regelmäßig nach besonders ereignisreichen Tagen auf, lohnt es sich jedoch, den Tagesablauf genauer anzuschauen.

Warum ist mein Hund abends plötzlich völlig überdreht?

Gerade am Abend berichten viele Hundehalter von einem scheinbaren Energieschub ihres Junghundes: Er rast durch die Wohnung, schnappt nach Gegenständen, fordert Aufmerksamkeit, bellt oder findet überhaupt keine Ruhe.

Die naheliegende Vermutung lautet: „Der Hund ist noch nicht ausgelastet.“

Das kann vorkommen. Genauso kann jedoch das Gegenteil dahinterstecken: Der Tag war bereits zu voll.

Noch eine große Spielrunde oder ein weiterer aufregender Spaziergang kann dann zusätzliche Aktivierung bedeuten, obwohl dein Hund eigentlich Unterstützung beim Herunterfahren bräuchte.

Kann man einen Junghund zu viel beschäftigen?

Ja – zumindest kann ein Alltag so reizreich gestaltet sein, dass für echte Ruhe kaum noch Platz bleibt.

Morgens eine große Runde, danach Beschäftigung, mittags Hundekontakte, am Nachmittag Training, anschließend Besuch und abends noch eine ausgedehnte Runde: Was für uns nach einem abwechslungsreichen Hundetag klingt, kann für einen jungen Hund sehr viel Input bedeuten.

Besonders problematisch wird es, wenn der Hund sich an eine permanente Erwartungshaltung gewöhnt: Es muss ständig etwas passieren.

Dann kann aus gut gemeinter Auslastung ein Kreislauf entstehen. Der Hund wirkt unruhig, bekommt deshalb mehr Beschäftigung, wird dadurch erneut aktiviert und fordert anschließend noch mehr.

Wie viel Ruhe braucht ein pubertierender Hund?

Dafür gibt es keine einzelne Stundenangabe, die für jeden Junghund gleichermaßen gilt. Schlaf- und Ruhebedarf unterscheiden sich unter anderem nach Alter, Entwicklungsstand, Aktivität, individuellen Voraussetzungen und Tagesablauf.

Wichtig ist deshalb weniger, eine bestimmte Zahl auf die Minute zu erreichen, sondern den gesamten Tagesablauf deines Hundes zu betrachten.

Kann dein Hund nach Aktivität abschalten? Schläft er tagsüber? Hat er längere ungestörte Ruhephasen? Oder steht er praktisch den gesamten Tag unter Erwartung?

Ruhe bedeutet dabei mehr als nur körperliche Inaktivität. Ein Hund, der am Fenster liegt und jede Bewegung auf der Straße beobachtet, kann körperlich still sein und trotzdem permanent mit Umweltreizen beschäftigt sein.

Muss ein Junghund Ruhe erst lernen?

Manche Hunde legen sich nach Aktivität von selbst hin und schlafen. Andere finden deutlich schwerer aus der Erregung heraus.

Besonders Hunde, die von klein auf sehr viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit bekommen haben, können schnell lernen: Wenn ich aktiv werde, passiert etwas.

Dann kann es hilfreich sein, Ruhe bewusst in den Alltag zu integrieren, statt den Hund bei jeder Kontaktaufnahme erneut zu beschäftigen.

Ruhelernen bedeutet dabei nicht, einen aufgeregten Hund einfach irgendwo festzuhalten und darauf zu warten, dass er aufgibt. Ziel ist vielmehr, einen Alltag zu schaffen, in dem Entspannung selbstverständlich werden darf.

Ein fester Ruheplatz kann deinem Hund Orientierung geben

Ein klar definierter Ruhebereich kann deinem Junghund helfen, zwischen Aktivität und Entspannung zu unterscheiden.

Das kann beispielsweise ein Körbchen, eine Decke oder ein anderer geschützter Liegeplatz sein. Entscheidend ist weniger das Möbelstück als die Bedeutung, die dieser Ort für deinen Hund bekommt.

Der Ruheplatz sollte möglichst nicht mitten in einem Bereich liegen, in dem permanent Menschen vorbeilaufen, Türen geöffnet werden oder dein Hund ständig beobachten muss, was gerade geschieht.

Gleichzeitig sollte dein Hund dort möglichst nicht ständig angesprochen, gestreichelt oder zum Spielen aufgefordert werden. Ein Rückzugsort funktioniert nur, wenn Rückzug tatsächlich respektiert wird.

Warum dein Hund nach dem Spaziergang nicht sofort wieder Action braucht

Ein Spaziergang besteht für deinen Hund aus weit mehr als Bewegung. Er nimmt Gerüche wahr, beobachtet Menschen, begegnet möglicherweise Hunden, hört Geräusche, verarbeitet deine Kommunikation und muss ständig Entscheidungen treffen.

Gerade ein Stadtspaziergang kann deshalb mental sehr anspruchsvoll sein, selbst wenn ihr gar nicht besonders weit gelaufen seid.

Deshalb kann es sinnvoll sein, nach einem ereignisreichen Spaziergang nicht unmittelbar das nächste Beschäftigungsprogramm zu starten. Eine anschließende ruhige Phase gibt deinem Hund Gelegenheit, wieder herunterzufahren.

Ruhige Spaziergänge können wertvoller sein als ständig neue Abenteuer

Sozialisation und Alltagserfahrungen sind wichtig. Trotzdem muss dein pubertierender Hund nicht jeden Tag möglichst viele neue Situationen erleben.

Manchmal kann ein ruhiger Spaziergang auf einer bekannten Strecke wertvoller sein als ein Ausflug voller neuer Eindrücke.

Das gilt besonders nach Tagen, an denen ohnehin bereits viel passiert ist. Ein Besuch in der Innenstadt, eine Trainingsstunde, viele Hundebegegnungen oder Familienbesuch können genügend Input für einen Tag darstellen.

Nicht jeder Spaziergang muss gleichzeitig Training, Abenteuer, Sozialkontakt und Beschäftigungsprogramm sein.

Wie viel Training braucht ein Hund in der Pubertät?

Ruhe bedeutet selbstverständlich nicht, während der Pubertät überhaupt nicht mehr zu trainieren. Gerade jetzt ist es wichtig, bekannte Grundlagen zu erhalten und unter angemessenen Bedingungen weiterzuentwickeln.

Entscheidend ist jedoch die Qualität. Kurze, verständliche Trainingseinheiten können häufig sinnvoller sein als lange Übungsblöcke, in denen die Konzentration zunehmend nachlässt.

  • kurze Trainingseinheiten einplanen
  • bekannte Grundlagen festigen
  • Schwierigkeitsgrad langsam erhöhen
  • nicht permanent Kommandos abfragen
  • Training beenden, bevor dein Hund völlig erschöpft ist
  • zwischen anspruchsvollen Situationen Pausen ermöglichen
  • nicht jeden Spaziergang zur Trainingsstunde machen

Qualität vor Quantität ist während der Pubertät häufig die sinnvollere Strategie.

Ruhe, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz hängen zusammen

Ein Hund, der bereits stark erregt oder erschöpft ist, kann in anspruchsvollen Situationen schneller reagieren. Genau dann werden Warten, Orientierung und Selbstkontrolle schwieriger.

Deshalb sollte Frustrationstoleranz in der Pubertät nicht losgelöst vom gesamten Erregungsniveau betrachtet werden.

Ein Hund, der ausreichend Möglichkeiten zur Erholung bekommt, startet unter Umständen mit besseren Voraussetzungen in eine anspruchsvolle Trainingssituation als ein Hund, der bereits einen ereignisreichen Tag hinter sich hat.

Sind Kauartikel, Schleckmatten und Schnüffelspiele echte Ruhe?

Kauartikel, Schleckmatten oder ruhige Suchaufgaben können für manche Hunde eine angenehme Beschäftigung darstellen. Sie sind jedoch nicht automatisch dasselbe wie Schlaf oder echte Ruhe.

Auch beim Schnüffeln, Kauen oder Schlecken ist dein Hund aktiv. Solche Beschäftigungen können deshalb einen Platz im Alltag haben, sollten aber nicht jede freie Minute füllen.

Dein Hund darf auch lernen, dass manchmal schlicht nichts passiert. Ohne Spielzeug. Ohne Aufgabe. Ohne permanente Unterhaltung.

Wie sieht ein ruhiger Tagesablauf für einen Junghund aus?

Es gibt keinen Tagesplan, der für jeden Hund gleichermaßen passt. Ein hilfreicher Grundgedanke ist jedoch, Aktivität und Erholung bewusst miteinander abzuwechseln.

  • Spaziergänge mit anschließenden Ruhephasen verbinden
  • nicht mehrere große Reizsituationen direkt hintereinander planen
  • Training kurz und zielgerichtet halten
  • ruhige Tage nach besonders aufregenden Erlebnissen einplanen
  • einen verlässlichen Rückzugsort anbieten
  • Schlaf möglichst nicht unnötig unterbrechen
  • nicht jede Wachphase mit Beschäftigung füllen
  • auf individuelle Überforderungssignale achten

Diese Fehler verhindern häufig echte Ruhe

  • jeden Tag möglichst viel erleben wollen
  • Unruhe automatisch als Unterforderung interpretieren
  • den Hund permanent beschäftigen
  • zu viele Hundekontakte hintereinander ermöglichen
  • nach Aufregung sofort die nächste Aktivität starten
  • einen schlafenden Hund ständig ansprechen oder streicheln
  • jede Kontaktaufnahme des Hundes mit Action beantworten
  • Ruhe nur dann verlangen, wenn der Hund bereits völlig überdreht ist
  • Training und Beschäftigung miteinander verwechseln
  • Erholungstage als „verlorene Zeit“ betrachten

Junghundetraining in Stuttgart: Warum Ruhe auch zum Training gehört

Gerade für junge Hunde kann der Alltag in Stuttgart viele Reize bereithalten: Straßenverkehr, Fahrräder, Jogger, andere Hunde, Menschen, öffentliche Verkehrsmittel und wechselnde Umgebungen.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir immer wieder Junghunde, deren Halter zunächst vermuten, sie müssten noch stärker ausgelastet werden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch manchmal: Der Hund braucht nicht noch mehr Programm, sondern einen sinnvolleren Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe.

Deshalb gehören beim Junghundetraining in Stuttgart und Stuttgart-Ost nicht nur Leinenführung, Rückruf, Orientierung und Impulskontrolle dazu. Auch Ruhe, angemessene Reizdosierung und ein sinnvoll strukturierter Alltag spielen eine wichtige Rolle.

Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier betrachten wir nicht nur einzelne Kommandos, sondern die Kommunikation und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund. Ziel ist ein Hund, der sich im Alltag orientieren kann – und nicht ein Hund, der permanent beschäftigt werden muss.

Checkliste: Bekommt dein pubertierender Hund genug Ruhe?

  • Dein Hund kann sich nach Spaziergängen wieder entspannen.
  • Er hat einen festen und möglichst ungestörten Ruheplatz.
  • Nicht jede Wachphase wird mit Beschäftigung gefüllt.
  • Zwischen aufregenden Erlebnissen liegen ruhigere Phasen.
  • Trainingseinheiten sind kurz und dem Konzentrationsvermögen angepasst.
  • Du planst nicht jeden Tag mehrere große Aktivitäten.
  • Dein Hund darf ungestört schlafen.
  • Du erkennst erste Anzeichen von Überforderung.
  • Du reduzierst Reize, bevor dein Hund völlig überdreht.
  • Ruhige Tage gehören selbstverständlich zu eurem Alltag.

FAQ – Ruhe, Schlaf und Überforderung beim Hund in der Pubertät

Warum braucht ein Hund in der Pubertät so viel Ruhe?

Die Pubertät bringt körperliche, hormonelle, soziale und emotionale Veränderungen mit sich. Gleichzeitig verarbeitet dein Hund täglich viele Umweltreize. Ausreichende Ruhe und Schlaf unterstützen Erholung und die Verarbeitung von Erfahrungen.

Wie viel sollte ein pubertierender Hund schlafen?

Der individuelle Schlaf- und Ruhebedarf kann deutlich variieren. Statt ausschließlich eine feste Stundenzahl anzustreben, solltest du darauf achten, dass dein Junghund über den Tag verteilt ausreichend ungestörte Ruhe- und Schlafphasen bekommt und nach Aktivität wieder abschalten kann.

Woran erkenne ich, dass mein Junghund überreizt ist?

Mögliche Hinweise sind starke Unruhe, hektisches Verhalten, geringe Konzentrationsfähigkeit, verstärktes Bellen, schnelle Reizbarkeit oder Schwierigkeiten, nach aufregenden Situationen wieder herunterzufahren.

Warum dreht mein Hund abends immer auf?

Abendliche Unruhe bedeutet nicht automatisch, dass dein Hund noch mehr Bewegung braucht. Manchmal hat er bereits viele Reize verarbeitet und findet nach einem ereignisreichen Tag nur schwer zur Ruhe.

Kann zu viel Beschäftigung einen Hund unruhig machen?

Ein sehr reizreicher Alltag mit wenig Erholungsphasen kann dazu beitragen, dass ein Hund dauerhaft auf einem hohen Aktivierungsniveau bleibt. Deshalb sollte Beschäftigung immer durch echte Ruhe ergänzt werden.

Wie bringe ich meinem Junghund Ruhe bei?

Hilfreich können ein verlässlicher Tagesablauf, ein geschützter Ruheplatz, reizärmere Phasen und ein bewusster Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung sein. Wichtig ist auch, nicht jede Wachphase mit Unterhaltung zu füllen.

Soll ich einen überdrehten Hund noch auslasten?

Nicht automatisch. Zunächst sollte geprüft werden, ob der Hund tatsächlich unterfordert ist oder möglicherweise bereits zu viele Reize erlebt hat. Zusätzliche Action kann einen überreizten Hund weiter aktivieren.

Ist Schnüffeln eine Ruhephase für den Hund?

Ruhiges Schnüffeln kann eine angenehme Beschäftigung sein, ist aber nicht dasselbe wie Schlaf oder vollständige Ruhe. Auch Beschäftigungsangebote sollten deshalb nicht jede freie Phase ersetzen.

Sind Kauartikel und Schleckmatten gut zum Runterkommen?

Sie können für manche Hunde eine ruhige Beschäftigung darstellen. Trotzdem sollte dein Hund zusätzlich lernen, auch ohne permanente Beschäftigung zu entspannen und zu schlafen.

Soll ich in der Pubertät weniger mit meinem Hund trainieren?

Nicht grundsätzlich weniger, sondern passend dosiert. Kurze und klare Einheiten, bekannte Grundlagen und ausreichende Erholung können sinnvoller sein als lange Trainingseinheiten mit vielen neuen Anforderungen.

Warum hört mein Hund schlechter, wenn er müde ist?

Müdigkeit, hohe Erregung und viele vorausgegangene Reize können Konzentration und Ansprechbarkeit beeinflussen. Deshalb ist schlechtes Reagieren nicht automatisch Ungehorsam.

Braucht ein Junghund jeden Tag Action?

Nein. Bewegung, Sozialkontakte und Training sind wichtig, aber nicht jeder Tag muss voller neuer Erlebnisse sein. Ruhigere Tage können ein sinnvoller Bestandteil des Alltags sein.

Was ist besser: Hund auslasten oder Ruhe fördern?

Beides gehört zusammen. Ein Hund braucht angemessene körperliche und geistige Beschäftigung, aber ebenso ausreichend Zeit für Schlaf, Entspannung und Verarbeitung. Entscheidend ist die passende Balance.

Wann sollte ich mir Hilfe holen, wenn mein Hund nicht zur Ruhe kommt?

Wenn dein Hund dauerhaft kaum abschalten kann, extrem wenig schläft, starke Verhaltensveränderungen zeigt oder der Alltag zunehmend belastend wird, sollte genauer nach den Ursachen geschaut werden. Dabei können je nach Situation tierärztliche Abklärung und professionelle Unterstützung im Hundetraining sinnvoll sein.

Fazit: Weniger tun kann in der Hundepubertät manchmal mehr bewirken

Wenn dein pubertierender Hund plötzlich schlechter hört, schneller aufdreht oder emotionaler reagiert, muss die Antwort darauf nicht automatisch mehr Training, mehr Bewegung und mehr Beschäftigung sein.

Manchmal braucht dein Hund genau das Gegenteil: weniger Reize, weniger Erwartungen, einen überschaubaren Alltag und ausreichend Gelegenheit, Erlebtes zu verarbeiten.

Das bedeutet nicht, auf Erziehung zu verzichten. Dein Hund braucht weiterhin Orientierung, klare Kommunikation und verlässliche Grenzen. Aber Training funktioniert nicht isoliert vom restlichen Alltag.

Ein Hund, der lernen soll, braucht nicht nur gute Trainingseinheiten. Er braucht auch die Möglichkeit, danach wieder zur Ruhe zu kommen.

Gerade während der Pubertät kann deshalb eine der wichtigsten Fragen lauten: nicht „Was kann ich heute noch mit meinem Hund trainieren?“, sondern: „Hat mein Hund heute auch genügend Zeit, einfach Hund zu sein und zu ruhen?“

Meine Empfehlungen für die Hundeerziehung

Bücher für eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung

Gerade in der Pubertät zeigt sich häufig, wie wichtig eine gute Grundlage in der Erziehung und Kommunikation ist. Diese beiden Bücher von Anton Fichtlmeier beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Mensch-Hund-Beziehung und können dich dabei begleiten, deinen Hund besser zu verstehen und im Alltag klar zu führen.

Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode

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Eine gute Grundlage aus der Welpenzeit bleibt auch in der Pubertät wichtig. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Grunderziehung und der erfolgreichen Fichtlmeier-Methode.

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Hund an der Leine – Kommunikationshilfe und Signalübermittlung

Hund an der Leine

Das Buch beschäftigt sich mit der Leine als Kommunikationshilfe und der Signalübermittlung zwischen Mensch und Hund. Gerade in der Pubertät kann ein klarer und verständlicher Umgang im Alltag besonders wertvoll sein.

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Dein Junghund kommt einfach nicht zur Ruhe?

Wenn dein Hund ständig aufgedreht wirkt, nach Spaziergängen nicht abschalten kann, bei Reizen immer schneller hochfährt oder du unsicher bist, ob er mehr Beschäftigung oder eigentlich mehr Ruhe braucht, lohnt sich ein genauer Blick auf euren gesamten Alltag.

Im Junghundetraining bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir deshalb nicht nur einzelne Übungen. Orientierung, Kommunikation, Leinenführung, Impulskontrolle, Alltagssicherheit und Ruhe gehören zusammen.

Gemeinsam schauen wir, was dein Hund wirklich braucht und wie du ihm auch während der turbulenten Pubertät einen verständlichen und verlässlichen Rahmen geben kannst.

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Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.