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Klarheit in der Pubertät

  • Isabel Scheu
  • 15.10.2025
  • Pubertät

Klare Führung statt harter Hand – was dein Hund in der Pubertät wirklich braucht

Dein pubertierender Hund hört plötzlich nicht mehr, zieht wieder an der Leine, reagiert stärker auf andere Hunde oder scheint bekannte Regeln vergessen zu haben? Dann bist du mit dieser Erfahrung nicht allein. Gerade während der Hundepubertät erleben viele Hundehalter eine Phase, in der bisher Selbstverständliches plötzlich wieder infrage gestellt scheint.

Vielleicht hörst du jetzt Ratschläge wie: „Du musst konsequenter werden“, „Der testet dich aus“, „Jetzt darfst du ihm nichts durchgehen lassen“ oder sogar: „Du musst ihm zeigen, wer der Chef ist.“ Doch Konsequenz ist nicht dasselbe wie Härte. Und Führung bedeutet nicht, deinen Hund einzuschüchtern, zu unterwerfen oder permanent zu kontrollieren.

Gerade ein Junghund braucht in dieser turbulenten Entwicklungsphase klare Kommunikation, verständliche Grenzen, Orientierung, Ruhe und einen Menschen, auf dessen Reaktionen er sich verlassen kann. Das bedeutet nicht, dass dein Hund alles darf. Im Gegenteil: Gute Führung kann sehr konsequent sein – ohne unnötigen Druck oder Härte.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum dein Hund in der Pubertät plötzlich schlechter hört, wie du Grenzen richtig setzt, was Konsequenz in der Hundeerziehung wirklich bedeutet und wie du deinen Junghund klar und verlässlich durch die Pubertät führst.

Kurze Antwort: Ein Hund in der Pubertät braucht weder grenzenlose Freiheit noch eine besonders harte Erziehung. Er braucht klare Regeln, verständliche Kommunikation, verlässliche Grenzen und Orientierung. Konsequenz bedeutet dabei nicht Strenge: Konsequenz bedeutet, dass Regeln nachvollziehbar und verlässlich bleiben. Gerade weil dein Junghund emotional und körperlich große Veränderungen erlebt, ist ein ruhiges und berechenbares Gegenüber besonders wertvoll.

Warum hört mein Hund in der Pubertät plötzlich nicht mehr?

Gestern funktionierte der Rückruf. Dein Hund lief ordentlich an der Leine, konnte warten und orientierte sich zuverlässig an dir. Heute scheint davon kaum noch etwas übrig zu sein.

Dieses Gefühl kennen viele Menschen mit einem pubertierenden Hund. Dabei bedeutet ein vorübergehender Leistungseinbruch nicht automatisch, dass dein Hund alles tatsächlich vergessen hat.

Während der Pubertät verändern sich unter anderem Gehirnentwicklung, Hormone, soziale Interessen, Motivation und die Wahrnehmung der Umwelt. Gleichzeitig werden andere Hunde, Gerüche und Umweltreize häufig deutlich interessanter.

Dadurch kann Verhalten, das unter einfachen Bedingungen bereits gut funktioniert hat, unter Ablenkung plötzlich wieder deutlich schwieriger werden. Die Verhaltensveränderungen in der Pubertät können deshalb durchaus den Eindruck vermitteln, dein Hund sei plötzlich ein völlig anderer geworden.

Dein pubertierender Hund ist nicht automatisch ein Rebell

Gerade jetzt entsteht schnell ein persönlicher Konflikt: „Er weiß doch genau, was ich von ihm will.“ Oder: „Gestern konnte er es schließlich auch.“

Doch Lernen ist stark vom jeweiligen Kontext abhängig. Nur weil dein Hund ein Signal zu Hause oder auf einer ruhigen Wiese zuverlässig ausführen kann, bedeutet das nicht automatisch, dass es auch neben einem spannenden Artgenossen, einer Wildspur oder mitten im Stadtalltag sicher funktioniert.

Besonders während der Pubertät kann dieser Unterschied deutlich werden. Deshalb hilft es wenig, jeden Fehler als bewusste Provokation zu betrachten.

Dein Hund arbeitet nicht automatisch gegen dich. Häufig schafft er es in diesem Moment schlicht noch nicht, sich trotz des vorhandenen Reizes zuverlässig an dir zu orientieren.

Was bedeutet Führung beim Hund wirklich?

Führung wird in der Hundeerziehung häufig mit Kontrolle verwechselt. Dabei bedeutet gute Führung nicht, jede Bewegung des Hundes zu bestimmen.

Führung bedeutet vielmehr, Verantwortung für Situationen zu übernehmen. Du entscheidest, wann dein Hund mehr Unterstützung braucht, wann eine Situation zu schwierig wird, wann Distanz sinnvoll ist und welche Regeln in eurem Alltag gelten.

  • klare und verständliche Signale geben
  • Regeln verlässlich einhalten
  • Grenzen frühzeitig kommunizieren
  • Situationen vorausschauend gestalten
  • deinen Hund nicht unnötig überfordern
  • Ruhe bewahren, wenn dein Hund aufgeregt ist
  • Orientierung ermöglichen
  • Verantwortung übernehmen, statt alles dem Hund zu überlassen

Genau diese Form der ruhigen und klaren Führung kann einem pubertierenden Hund Orientierung geben.

Was bedeutet Konsequenz in der Hundeerziehung?

Konsequenz gehört zur Hundeerziehung – aber Konsequenz wird häufig falsch verstanden.

Konsequenz bedeutet nicht, besonders streng, laut oder unnachgiebig zu sein. Sie bedeutet vor allem: Deine Kommunikation ist verlässlich.

Wenn heute etwas erlaubt, morgen verboten und übermorgen wieder geduldet wird, kann dein Hund schwer verstehen, welche Regel eigentlich gilt.

Gerade während der Pubertät hilft deshalb nicht unbedingt mehr Strenge, sondern häufig mehr Eindeutigkeit.

Braucht ein pubertierender Hund klare Grenzen?

Ja. Beziehungsorientierte Hundeerziehung bedeutet nicht, dass dein Hund keine Grenzen braucht.

Grenzen gehören zu einem verlässlichen sozialen Miteinander. Entscheidend ist, wie diese Grenzen kommuniziert werden.

Dein Hund darf beispielsweise lernen, dass er nicht zu jedem anderen Hund laufen kann, nicht ungefragt aus der Haustür stürmt, nicht permanent Aufmerksamkeit einfordert oder bestimmte Ressourcen nicht einfach beanspruchen kann.

Eine Grenze muss dafür nicht laut oder bedrohlich sein. Sie sollte vor allem verständlich, eindeutig und verlässlich sein.

Warum Härte bei einem pubertierenden Hund problematisch sein kann

Wenn der Alltag immer schwieriger wird, entsteht schnell das Gefühl, man müsse „endlich durchgreifen“.

Doch Härte kann unterschiedliche Formen annehmen: ständiges Anschreien, körperlicher Druck, Einschüchterung, grobes Handling oder eine Trainingssituation, in der der Hund kaum noch eine Möglichkeit hat, richtig zu reagieren.

Besonders problematisch wird dies, wenn hinter einem Verhalten Unsicherheit statt vermeintlicher Dominanz steckt.

Ein ohnehin unsicherer oder stark erregter Hund braucht nicht automatisch zusätzlichen Druck. Dieser kann die Situation weiter emotional aufladen und die Kommunikation zwischen Mensch und Hund erschweren.

Klarheit statt Härte: So sieht gute Kommunikation aus

Klarheit beginnt lange bevor du deinen Hund korrigieren musst. Sie beginnt damit, dass dein Hund versteht, was von ihm erwartet wird.

  • wenige, eindeutige Signale verwenden
  • nicht fünfmal dasselbe Signal wiederholen
  • Körpersprache bewusst einsetzen
  • Regeln im Alltag verlässlich gestalten
  • gewünschtes Verhalten klar bestätigen
  • unerwünschtes Verhalten frühzeitig begrenzen
  • Schwierigkeit dem Trainingsstand anpassen
  • nicht erst handeln, wenn dein Hund bereits völlig überfordert ist

Je verständlicher deine Kommunikation ist, desto weniger musst du später über Druck arbeiten.

Warum Körpersprache in der Hundeerziehung so wichtig ist

Hunde kommunizieren sehr stark über Körpersprache. Deshalb spielt nicht nur eine Rolle, welches Wort du verwendest, sondern auch, wie du dich bewegst, wie du Raum einnimmst, welche Richtung du vorgibst und wie eindeutig deine Körpersprache ist.

Gerade in aufregenden Situationen kann eine klare körperliche Kommunikation für deinen Hund leichter verständlich sein als eine ganze Kette gesprochener Kommandos.

Das bedeutet nicht, deinen Hund körperlich zu bedrängen. Vielmehr geht es darum, selbst bewusst und verständlich zu kommunizieren.

Leinenführung in der Pubertät: Was tun, wenn dein Hund wieder zieht?

Viele Junghunde, die als Welpen bereits recht ordentlich an der Leine liefen, beginnen während der Pubertät wieder stärker zu ziehen.

Das ist wenig überraschend: Die Umwelt gewinnt an Bedeutung, Gerüche werden interessanter, andere Hunde spannender und die Motivation, schnell zu einem bestimmten Ziel zu gelangen, steigt.

Jetzt ist es besonders wichtig, nicht einfach stärker an der Leine gegenzuhalten. Stattdessen solltest du wieder stärker an Orientierung, Kommunikation und einem verlässlichen gemeinsamen Bewegungsrahmen arbeiten.

Eine Leine sollte dabei möglichst nicht zum permanenten Konflikt zwischen Mensch und Hund werden, sondern euch Sicherheit geben, während Orientierung aufgebaut und gefestigt wird.

Wenn dein Junghund plötzlich andere Hunde anbellt

Auch Hundebegegnungen können während der Pubertät schwieriger werden. Manche Junghunde reagieren plötzlich stärker, fixieren andere Hunde, ziehen nach vorne, bellen oder wirken deutlich aufgeregter.

Hier hilft es wenig, lediglich immer lauter ein Kommando zu wiederholen. Entscheidend ist, dass dein Hund noch in einem Zustand ist, in dem Kommunikation überhaupt möglich ist.

Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst mehr Distanz herzustellen, Fixieren frühzeitig zu unterbrechen und deinem Hund eine klare Orientierung an dir anzubieten.

Distanz ist kein Versagen. Sie kann ein wichtiges Werkzeug sein, damit dein Hund überhaupt wieder lernen kann.

Was tun, wenn dein pubertierender Hund nicht hört?

Wenn bekannte Signale plötzlich schlechter funktionieren, solltest du zunächst prüfen, ob die aktuelle Situation vielleicht zu schwierig ist.

  • Ablenkung reduzieren
  • Distanz zum Auslöser vergrößern
  • Training wieder kleinschrittiger gestalten
  • bekannte Grundlagen wiederholen
  • Signale nicht ständig wiederholen
  • Orientierung frühzeitig einfordern und bestätigen
  • Ruhephasen einplanen
  • schwierige Situationen vorausschauend managen

Ein Rückschritt bedeutet nicht, dass dein bisheriges Training umsonst war. Häufig bedeutet er lediglich, dass dein Hund eine bekannte Fähigkeit unter neuen Bedingungen erneut festigen muss.

Warum Ruhe in der Pubertät genauso wichtig ist wie Training

Ein häufiger Fehler besteht darin, auf zunehmende Schwierigkeiten mit immer mehr Beschäftigung und immer mehr Training zu reagieren.

Doch ein ohnehin aufgeregter Junghund braucht nicht zwingend noch mehr Reize. Ausreichende Ruhephasen während der Pubertät helfen deinem Hund, Erlebtes zu verarbeiten und sein Erregungsniveau wieder zu senken.

Ruhe ist deshalb kein Gegensatz zu Erziehung. Sie ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass dein Hund überhaupt wieder aufnahmefähig sein kann.

Warum Struktur deinem Junghund Sicherheit gibt

Gerade wenn im Inneren deines Hundes vieles im Wandel ist, können verlässliche Abläufe im Außen besonders hilfreich sein.

Das bedeutet nicht, dass jeder Tag minutengenau geplant werden muss. Aber bestimmte wiederkehrende Strukturen können Orientierung geben: Ruhezeiten, Spaziergänge, Fütterung, Trainingssituationen, Begrüßungen und klare Regeln im Zusammenleben.

Genau hier treffen Struktur und Vertrauen aufeinander: Dein Hund weiß besser, woran er ist.

Diese Fehler machen die Pubertät oft unnötig schwer

  • bekannte Signale ständig wiederholen
  • jedes Nichtbefolgen als Provokation interpretieren
  • Regeln ständig verändern
  • zu schnell zu viel Ablenkung verlangen
  • erst reagieren, wenn der Hund bereits stark erregt ist
  • Strenge mit Konsequenz verwechseln
  • Ruhephasen unterschätzen
  • jede Situation zum Trainingskampf machen
  • Unsicherheit als Dominanz interpretieren
  • vom Junghund dieselbe Stabilität wie von einem erwachsenen Hund erwarten

So sieht klare Führung im Alltag mit einem Junghund aus

Führung zeigt sich nicht nur auf dem Hundeplatz. Sie entsteht in vielen kleinen Alltagssituationen.

  • an Türen ruhig warten
  • nicht zu jedem Hund hinlaufen
  • bei Reizen Orientierung am Menschen suchen
  • Ruhe auf einer Decke lernen
  • an lockerer Leine gemeinsam unterwegs sein
  • Rückruf trotz zunehmender Ablenkung festigen
  • Frustration in angemessenen Schritten aushalten lernen
  • Grenzen respektieren
  • nach Aufregung wieder zur Ruhe finden

Genau diese kleinen Situationen bilden später die Grundlage für einen alltagssicheren erwachsenen Hund.

Junghundetraining in Stuttgart: Orientierung statt Machtkampf

Gerade im Stadtalltag sind die Anforderungen an einen pubertierenden Hund hoch. Andere Hunde, Fahrräder, Jogger, Straßenverkehr, Menschen, öffentliche Verkehrsmittel und wechselnde Umweltreize verlangen viel Selbstregulation.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter während der Pubertät verunsichert sind: Plötzlich funktioniert die Leinenführung nicht mehr, Hundebegegnungen werden schwieriger oder der Rückruf scheint vergessen.

Gerade beim Junghundetraining in Stuttgart und Stuttgart-Ost legen wir deshalb Wert darauf, nicht einfach mehr Kommandos zu geben, sondern Orientierung, Körpersprache, Kommunikation, Ruhe, Grenzen und Alltagssicherheit miteinander zu verbinden.

Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier steht für uns dabei die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt: erst verstehen und kommunizieren – dann sinnvoll trainieren.

Checkliste: Was dein pubertierender Hund jetzt wirklich braucht

  • klare und verständliche Kommunikation
  • verlässliche Regeln
  • angemessene Grenzen
  • ruhige Körpersprache
  • Orientierung am Menschen
  • kleinschrittiges Training
  • angepasste Erwartungen
  • ausreichend Schlaf und Ruhe
  • weniger unnötige Reizüberflutung
  • kontrollierte Sozialkontakte
  • konsequentes, aber faires Handeln
  • Geduld bei vorübergehenden Rückschritten

FAQ – Führung und Erziehung beim Hund in der Pubertät

Warum hört mein Hund in der Pubertät plötzlich nicht mehr?

Während der Pubertät verändern sich unter anderem Motivation, Aufmerksamkeit, soziale Interessen und emotionale Reaktionen. Gleichzeitig werden Umweltreize häufig wichtiger. Deshalb können bekannte Signale unter Ablenkung vorübergehend deutlich schlechter funktionieren.

Muss ich bei einem pubertierenden Hund strenger werden?

Nicht automatisch. Dein Hund braucht klare Regeln und Grenzen, aber Klarheit ist nicht dasselbe wie Härte. Verlässliche und verständliche Kommunikation ist häufig hilfreicher als immer stärkere Korrekturen.

Was bedeutet Konsequenz beim Hund?

Konsequenz bedeutet vor allem Verlässlichkeit. Regeln sollten für deinen Hund nachvollziehbar sein und nicht ständig wechseln. Konsequenz muss weder laut noch hart sein.

Braucht ein Hund in der Pubertät Grenzen?

Ja. Klare Grenzen können Orientierung geben. Entscheidend ist jedoch, dass sie verständlich, fair und verlässlich kommuniziert werden.

Testet mein Hund in der Pubertät seine Grenzen?

Hunde lernen aus Erfahrungen und wiederholen Verhalten, das sich für sie lohnt. Gleichzeitig verändern sich während der Pubertät Motivation und Selbstständigkeit. Daraus sollte jedoch nicht automatisch ein Machtkampf zwischen Mensch und Hund gemacht werden.

Wie führe ich einen pubertierenden Hund richtig?

Gute Führung bedeutet, klare Entscheidungen zu treffen, Regeln verständlich zu kommunizieren, Situationen vorausschauend zu gestalten und deinem Hund Orientierung zu geben.

Wie lange dauert die Pubertät beim Hund?

Beginn und Dauer unterscheiden sich je nach Hund, Rasse, Größe und individueller Entwicklung. Die körperliche Geschlechtsreife bedeutet zudem nicht automatisch, dass auch die soziale und emotionale Reifung abgeschlossen ist.

Warum zieht mein Hund in der Pubertät wieder an der Leine?

Umweltreize, Gerüche und andere Hunde können während der Pubertät deutlich interessanter werden. Dadurch fällt die Orientierung am Menschen zeitweise schwerer. Leinenführung sollte deshalb erneut kleinschrittig gefestigt werden.

Warum bellt mein Junghund plötzlich andere Hunde an?

Dahinter können unterschiedliche Ursachen stehen, beispielsweise Unsicherheit, Frustration, hohe Erregung oder soziale Veränderungen. Das Verhalten sollte deshalb immer im jeweiligen Kontext betrachtet werden.

Soll ich in der Pubertät mit dem Training weitermachen?

Ja. Häufig ist es sinnvoll, bekannte Grundlagen weiter zu festigen, Anforderungen vorübergehend anzupassen und schwierige Übungen wieder kleinschrittiger aufzubauen.

Wie wichtig sind Ruhephasen für einen pubertierenden Hund?

Sehr wichtig. Ausreichende Ruhe hilft deinem Hund, Reize und Erlebnisse zu verarbeiten. Ein dauerhaft überreizter Hund kann sich häufig schlechter konzentrieren und emotional schneller reagieren.

Was mache ich, wenn mein Hund ein Kommando ignoriert?

Prüfe zunächst, ob Ablenkung und Schwierigkeitsgrad aktuell zu hoch sind. Statt ein Signal immer wieder zu wiederholen, kann es sinnvoll sein, Distanz zu schaffen und die Übung unter leichteren Bedingungen erneut aufzubauen.

Ist ein pubertierender Hund dominant?

Auffälliges Verhalten während der Pubertät ist nicht automatisch Dominanz. Unsicherheit, Frustration, hohe Erregung, veränderte Motivation und Entwicklungsprozesse können ebenfalls eine Rolle spielen.

Wann sollte ich mir Unterstützung mit meinem Junghund holen?

Wenn Hundebegegnungen zunehmend schwierig werden, dein Hund starkes Angst- oder Aggressionsverhalten zeigt, der Alltag immer belastender wird oder du unsicher bist, wie du reagieren sollst, kann individuelle Unterstützung sinnvoll sein.

Fazit: Dein pubertierender Hund braucht Führung – aber keine unnötige Härte

Die Pubertät ist nicht die Zeit, in der du deinen Hund „brechen“ oder ihm beweisen musst, wer stärker ist. Gleichzeitig ist sie aber auch nicht die Zeit, in der Regeln und Grenzen plötzlich bedeutungslos werden.

Dein Junghund braucht jetzt einen Menschen, der klar, verlässlich, ruhig und präsent bleibt. Einen Menschen, der Grenzen setzen kann, ohne jeden Konflikt zum Machtkampf zu machen. Und einen Menschen, der versteht, dass vorübergehende Rückschritte zur Entwicklung gehören können.

Genau darin liegt der Unterschied zwischen Härte und Führung: Härte versucht Verhalten mit Druck zu kontrollieren. Gute Führung schafft Orientierung durch Kommunikation, Verlässlichkeit und Verantwortung.

Wenn dein Hund während dieser turbulenten Monate erlebt, dass du auch in schwierigen Situationen verständlich und verlässlich bleibst, entsteht daraus etwas, das weit über einzelne Kommandos hinausgeht: eine stabile Grundlage für euren gemeinsamen Alltag.

Meine Empfehlungen für die Hundeerziehung

Bücher für eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung

Gerade in der Pubertät zeigt sich häufig, wie wichtig eine gute Grundlage in der Erziehung und Kommunikation ist. Diese beiden Bücher von Anton Fichtlmeier beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Mensch-Hund-Beziehung und können dich dabei begleiten, deinen Hund besser zu verstehen und im Alltag klar zu führen.

Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode

Grunderziehung für Welpen

Eine gute Grundlage aus der Welpenzeit bleibt auch in der Pubertät wichtig. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Grunderziehung und der erfolgreichen Fichtlmeier-Methode.

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Hund an der Leine – Kommunikationshilfe und Signalübermittlung

Hund an der Leine

Das Buch beschäftigt sich mit der Leine als Kommunikationshilfe und der Signalübermittlung zwischen Mensch und Hund. Gerade in der Pubertät kann ein klarer und verständlicher Umgang im Alltag besonders wertvoll sein.

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Dein Junghund bringt dich gerade an deine Grenzen?

Wenn dein Hund plötzlich nicht mehr zuverlässig hört, wieder an der Leine zieht, bei Hundebegegnungen stark reagiert oder du unsicher bist, wie viel Führung und welche Grenzen er jetzt braucht, musst du dich nicht allein durch diese Phase kämpfen.

Im Junghundetraining bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir an Orientierung, Körpersprache, Leinenführung, Ruhe, Rückruf, Impulskontrolle und alltagstauglicher Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Dabei geht es nicht darum, deinen Hund möglichst stark zu kontrollieren, sondern darum, dass ihr euch gegenseitig versteht und du ihm auch in schwierigen Situationen verlässlich Orientierung geben kannst.

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Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

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