Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
Impfung Borreliose
- Isabel Scheu
- 26.05.2025
- Zecken
Impfung gegen Borreliose: Wann sie sinnvoll ist
Borreliose ist eine der bekanntesten durch Zecken übertragenen Krankheiten und kann bei Hunden zu schweren Gelenkentzündungen, Lahmheit und chronischen Beschwerden führen. Doch lässt sich dein Hund dagegen impfen? Und wenn ja, wann ist die Impfung wirklich sinnvoll? In diesem Beitrag erfährst du, ob die Borreliose-Impfung für deinen Hund eine gute Schutzmaßnahme ist und wann sie empfohlen wird.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Ob eine Borreliose-Impfung für deinen Hund sinnvoll ist, sollte immer individuell mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.
Wann ist eine Borreliose-Impfung beim Hund sinnvoll?
Für Hunde mit erhöhtem Zeckenrisiko kann eine Borreliose-Impfung in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung sollte individuell mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt getroffen werden.
Was ist Borreliose und warum ist sie gefährlich?
Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht, das durch den Stich infizierter Zecken – besonders des Gemeinen Holzbocks (Ixodes ricinus) – auf den Hund übertragen wird. Die Krankheit kann schleichend verlaufen und zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.
Typische Symptome der Borreliose:
- Plötzliche oder wiederkehrende Lahmheit
- Gelenkentzündungen, besonders an den Vorderbeinen
- Fieber und Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit
- Geschwollene Lymphknoten
In seltenen Fällen kann Borreliose auch das Nervensystem, die Nieren oder das Herz schädigen.
Wie funktioniert die Borreliose-Impfung?
Die Borreliose-Impfung enthält Bestandteile von Borrelia-Bakterien, die das Immunsystem des Hundes dazu anregen, Antikörper gegen den Erreger zu bilden. Die gebildeten Antikörper sollen dazu beitragen, die Borrelien frühzeitig zu bekämpfen und das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren.
Wichtig: Die Impfung schützt nicht vor Zeckenstichen, sondern nur davor, dass sich Borreliose-Bakterien im Hund vermehren.
Sollte jeder Hund gegen Borreliose geimpft werden?
Nicht jeder Hund benötigt automatisch eine Borreliose-Impfung. Ob die Impfung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom individuellen Zeckenrisiko, dem Wohnort, den Spaziergebieten und dem Lebensstil des Hundes ab. Die Entscheidung sollte immer gemeinsam mit der Tierarztpraxis getroffen werden.
Wann ist die Borreliose-Impfung sinnvoll?
Für Hunde mit erhöhtem Zeckenrisiko kann eine Borreliose-Impfung in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung sollte individuell mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt getroffen werden.
| Situation | Impfung kann sinnvoll sein |
|---|---|
| Regelmäßige Aufenthalte in zeckenreichen Gebieten | Ja |
| Jagd-, Sport- oder Arbeitshund | Häufig ja |
| Kaum Zeckenkontakte | Individuelle Abwägung |
| Bereits durchgemachte Borreliose | Tierärztliche Beratung erforderlich |
Die Impfung kann in folgenden Situationen in Betracht gezogen werden:
- Dein Hund ist regelmäßig in zeckenreichen Gebieten unterwegs.
- Du lebst in einer Region, in der Borreliose häufig vorkommt.
- Dein Hund ist Jagd-, Sport- oder Arbeitshund und verbringt viel Zeit im Freien.
Ob die Impfung sinnvoll ist, sollte individuell geprüft werden, insbesondere wenn:
- Dein Hund in einer Gegend lebt, in der Borreliose selten vorkommt.
- Er bereits eine Borreliose-Infektion durchgemacht hat.
- Dein Hund sehr empfindlich auf Impfungen reagiert.
Tipp: Ein Antikörpertest beim Tierarzt kann helfen, den individuellen Schutzbedarf deines Hundes besser einzuschätzen.
Wann und wie oft wird die Impfung durchgeführt?
Die Grundimmunisierung erfolgt in zwei Dosen:
- Erste Impfung: ab der 12. Lebenswoche möglich
- Zweite Impfung: nach 3 bis 5 Wochen
Anschließend ist eine jährliche Auffrischung erforderlich. Wichtig: Die Impfung sollte idealerweise vor der Zeckensaison (Februar bis März) erfolgen.
Wie wirksam ist die Impfung?
Die Borreliose-Impfung bietet keinen vollständigen Schutz, da es verschiedene Borrelia-Stämme gibt und nicht alle durch die Impfung abgedeckt werden. Sie kann das Risiko einer Infektion jedoch deutlich senken.
Fazit: Die Impfung reduziert das Infektionsrisiko, ersetzt aber keinen umfassenden Zeckenschutz.
Welche Nebenwirkungen hat die Impfung?
Die meisten Hunde vertragen die Borreliose-Impfung gut. Mögliche Nebenwirkungen sind:
- Leichte Schwellung oder Rötung an der Einstichstelle
- Müdigkeit für ein bis zwei Tage
- Selten allergische Reaktionen wie Juckreiz, Erbrechen oder Atemnot
Bei starken Nebenwirkungen solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
Ersetzt die Impfung andere Schutzmaßnahmen?
Nein. Auch geimpfte Hunde können von Zecken gestochen werden und andere Zeckenkrankheiten wie Anaplasmose oder Babesiose bekommen. Deshalb bleibt ein umfassender Schutz wichtig.
Zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung von Zeckenkrankheiten:
- Zeckenschutzmittel wie Spot-Ons, Halsbänder oder Tabletten
- Regelmäßiges Absuchen nach Spaziergängen
- Schnelles Entfernen von Zecken innerhalb von 12 Stunden
Borreliose und Zecken in Stuttgart
Auch in Stuttgart und Baden-Württemberg kommen Borreliose-übertragende Zecken regelmäßig vor. Besonders Hunde, die häufig in Waldgebieten, auf Wiesen oder an Waldrändern unterwegs sind, haben ein erhöhtes Risiko für Zeckenkontakte. Ob eine Borreliose-Impfung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom individuellen Lebensumfeld des Hundes ab.
Unsere Erfahrung aus dem Hundealltag
In unserer Arbeit mit Hundehaltern in Stuttgart erleben wir regelmäßig Unsicherheit rund um die Borreliose-Impfung. Besonders bei Hunden, die regelmäßig im Wald, auf Wiesen oder in Jagdgebieten unterwegs sind, wird das Thema Borreliose-Impfung häufig angesprochen. Die Entscheidung hängt häufig davon ab, wie oft der Hund in zeckenreichen Gebieten unterwegs ist und welches individuelle Risiko besteht.
Du möchtest deinen Hund in Stuttgart besser vor Zecken schützen?
In unserer Hundeschule in Stuttgart unterstützen wir Hundehalter mit praxisnahen Tipps zu Zeckenschutz, Gesundheitsvorsorge und sicheren Spaziergängen in zeckenreichen Gebieten.
Wann solltest du tierärztlichen Rat einholen?
Wenn dein Hund nach einem Zeckenstich Symptome wie Lahmheit, Fieber, Mattigkeit oder geschwollene Gelenke entwickelt, sollte eine tierärztliche Untersuchung erfolgen. Auch Fragen zur Borreliose-Impfung sollten individuell mit dem Tierarzt besprochen werden.
Häufige Fragen zur Borreliose-Impfung beim Hund
Gibt es in Stuttgart ein erhöhtes Borreliose-Risiko für Hunde?
Zecken kommen in Stuttgart und der gesamten Region Baden-Württemberg regelmäßig vor. Das individuelle Risiko für deinen Hund hängt dabei stark von seinen Aufenthaltsorten (Wald, Wiese, Stadtpark) und der Häufigkeit seiner Zeckenkontakte ab.
Sollte jeder Hund gegen Borreliose geimpft werden?
Nein. Die Empfehlung für eine Borreliose-Impfung ist keine Standard-Maßnahme für jeden Hund. Sie hängt vom individuellen Infektionsrisiko, den Lebensumständen und der geografischen Aktivität des Hundes ab.
Ist die Borreliose-Impfung für jeden Hund sinnvoll?
Die Entscheidung sollte individuell mit der Tierarztpraxis getroffen werden. Hunde, die viel in zeckenreichen Gebieten (Wald, Unterholz) unterwegs sind, profitieren deutlich stärker von der Impfung als Hunde, die sich hauptsächlich in urbanen Gebieten auf befestigten Wegen bewegen.
Schützt die Impfung vollständig vor Borreliose?
Nein, sie reduziert das Risiko, bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz. Da es verschiedene Borrelien-Stämme gibt und die Impfung nicht alle abdeckt, kann auch ein geimpfter Hund erkranken, wenngleich oft mit einem milderen Verlauf.
Ab welchem Alter kann ein Hund gegen Borreliose geimpft werden?
Die Grundimmunisierung ist in der Regel ab der 12. Lebenswoche möglich. Die genaue Zulassung kann je nach Impfstoffhersteller leicht variieren, daher sollte der Impfplan individuell mit dem Tierarzt festgelegt werden.
Wie oft muss die Borreliose-Impfung aufgefrischt werden?
Üblicherweise ist eine jährliche Auffrischung erforderlich, um den Titer (den Antikörperspiegel) stabil zu halten. Der Tierarzt wird dich rechtzeitig an den nächsten Termin erinnern.
Brauche ich trotz Impfung weiterhin Zeckenschutz?
Ja, unbedingt. Die Impfung wirkt nur gegen Borrelien. Zeckenschutzmittel (Spot-ons, Tabletten, Halsbänder) schützen hingegen vor dem Zeckenbefall an sich und minimieren das Risiko für alle anderen Krankheiten wie Anaplasmose, Babesiose oder FSME.
Kann man den Impfschutz vorher testen?
Ja, ein Antikörpertest beim Tierarzt kann Aufschluss darüber geben, ob der Hund bereits durch natürlichen Kontakt mit Borrelien einen eigenen Schutz aufgebaut hat oder ob eine Impfung sinnvoll ist.
Was muss ich vor der ersten Borreliose-Impfung beachten?
Der Tierarzt sollte sicherstellen, dass der Hund gesund ist. Bei Hunden, die bereits eine Borreliose durchgemacht haben, ist eine vorherige tierärztliche Beratung zwingend notwendig, da eine Impfung dann unter Umständen nicht empfohlen wird.
Warum gibt es eine Debatte über die Borreliose-Impfung?
Da Zeckenschutzmittel heute sehr effektiv gegen den Befall wirken und die Borreliose bei Hunden oft gut behandelbar ist, sehen viele Tierärzte die Impfung als Ergänzung, nicht als Standard-Basisimpfung wie etwa gegen Staupe.
Wie wird der Impfstoff eigentlich verabreicht?
Die Impfung wird unter die Haut (subkutan) injiziert. Die Grundimmunisierung umfasst zwei Injektionen in einem Abstand von 3 bis 5 Wochen, um eine ausreichende Immunantwort zu erzielen.
Sind Nebenwirkungen bei der Borreliose-Impfung häufig?
Die meisten Hunde vertragen die Impfung sehr gut. Gelegentlich treten lokale Rötungen oder Müdigkeit auf. Ernste allergische Reaktionen sind sehr selten, sollten aber bei auftretender Atemnot oder Erbrechen sofort medizinisch versorgt werden.
Warum ersetzt die Impfung nicht das Absuchen?
Weil die Impfung nur eine einzige Krankheit bekämpft. Das Absuchen ist die einzige Methode, die den Hund vor dem gesamten Spektrum der von Zecken übertragenen Krankheiten schützt, da sie die Zecke entfernt, bevor sie lange saugen kann.
Kann die Impfung eine bereits bestehende Borreliose „heilen“?
Nein. Eine Impfung ist eine reine Vorsorgemaßnahme. Sie hat keinerlei therapeutische Wirkung bei einem Hund, der bereits an Borreliose erkrankt ist oder den Erreger in sich trägt.
Was kostet eine Borreliose-Impfung?
Die Kosten variieren je nach Praxis und verwendetem Impfstoff. Da es sich nicht um eine „Pflichtimpfung“ handelt, unterliegt der Preis der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Frag am besten direkt in deiner Praxis nach den Kosten.
Sollte ich meinen Hund gegen Borreliose impfen, wenn ich viel in Stadtparks spazieren gehe?
Hier ist das Risiko meist geringer als im tiefen Wald. Oft reicht in solchen Fällen ein konsequenter Zeckenschutz (Prophylaxe) aus. Eine Impfung ist hier meist nicht die erste Wahl – eine individuelle Beratung ist jedoch der beste Weg.
Fazit: Ist die Borreliose-Impfung sinnvoll?
Die Borreliose-Impfung kann das Infektionsrisiko senken und ist vor allem für Hunde in Zecken-Hochrisikogebieten sinnvoll. Sie ersetzt jedoch keinen Zeckenschutz und bietet keinen vollständigen Schutz vor allen Borrelien-Stämmen. Sprich mit deinem Tierarzt darüber, ob die Impfung für deinen Hund empfehlenswert ist. In Kombination mit einem guten Zeckenschutz bietet sie den bestmöglichen Schutz gegen Borreliose.
Das könnte dich auch interessieren
Borreliose beim Hund: Symptome, Verlauf und Behandlung
Impfung gegen Borreliose: Nutzen, Grenzen und Empfehlungen
Die besten Zeckenschutzmittel für Hunde im Vergleich
Kategorien
Top Neuigkeiten
Hitzschlag beim Hund...
Hitzschlag beim Hund:...
Hitzefalle Auto
Hund im heißen Auto in...
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.