Die häufigsten Zeckenarten beim Hund in Deutschland und Europa
Zecken gehören zu den Parasiten, mit denen Hunde in Deutschland regelmäßig in Kontakt kommen können. Dabei gibt es nicht nur eine einzige Zeckenart. Je nach Region, Lebensraum, Jahreszeit und Reisegebiet können unterschiedliche Arten eine Rolle spielen.
Für Hundehalter ist dieser Unterschied wichtig, denn die einzelnen Zeckenarten unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen und ihrer Verbreitung. Sie können auch unterschiedliche Krankheitserreger übertragen. Zu den wichtigsten Zecken beim Hund in Deutschland gehören der Gemeine Holzbock und die Wiesenzecke, die häufig auch als Auwaldzecke bezeichnet wird. Die Braune Hundezecke spielt vor allem im Zusammenhang mit südlichen Reisegebieten und einer möglichen Einschleppung nach Deutschland eine besondere Rolle.
Zusätzlich werden vereinzelt Zecken der Gattung Hyalomma in Deutschland nachgewiesen. Auch die Igelzecke kann Hunde befallen, obwohl sie wesentlich stärker an geschützte Lebensräume und ihre typischen Wirte gebunden ist.
Da Zecken verschiedene Krankheiten auf Hunde und Menschen übertragen können, lohnt es sich, die wichtigsten Zeckenarten zu kennen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Zecken beim Hund in Deutschland und Europa relevant sind, wie du sie unterscheiden kannst, welche Erreger mit ihnen in Verbindung stehen und was die Unterschiede für deinen Hundealltag bedeuten.
Häufig in Deutschland
Gemeiner Holzbock und Wiesenzecke gehören zu den wichtigsten Zeckenarten beim Hund.
Reisen beachten
In anderen europäischen Regionen können zusätzliche Zeckenarten und Krankheitserreger relevant werden.
Art beeinflusst Risiko
Verschiedene Zeckenarten können unterschiedliche Krankheitserreger übertragen.
Die wichtigsten Zeckenarten beim Hund im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Zeckenarten, mit denen Hunde in Deutschland oder auf Reisen innerhalb Europas in Kontakt kommen können. Die Zuordnung möglicher Krankheitserreger bedeutet nicht, dass jede Zecke dieser Art infiziert ist.
| Zeckenart | Vorkommen | Mögliche Erreger | Was bedeutet das für dich? |
|---|---|---|---|
|
Gemeiner Holzbock Ixodes ricinus |
In Deutschland und weiten Teilen Europas verbreitet | Unter anderem Borrelien und Anaplasma phagocytophilum | Eine der wichtigsten Zeckenarten für Hunde in Deutschland |
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Wiesenzecke Dermacentor reticulatus |
In Deutschland weit verbreitet | Besonders relevant als Überträger von Babesia canis | Auch bei kühler Witterung und außerhalb des Sommers beachten |
|
Braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus |
Vor allem wärmere Regionen Europas; Einschleppung möglich | Unter anderem Ehrlichien und bestimmte Babesien | Besonders nach Reisen wichtig; kann sich in Gebäuden etablieren |
|
Hyalomma-Zecken Hyalomma spp. |
In Deutschland bislang nur vereinzelt nachgewiesen | Je nach Art unter anderem bestimmte Rickettsien | Auffällige große Zecken gegebenenfalls dokumentieren und bestimmen lassen |
|
Igelzecke Ixodes hexagonus |
Geschützte Lebensräume, Tierbauten, Gärten und städtische Bereiche möglich | Kann verschiedene Erreger beherbergen | Auch außerhalb klassischer Wald- und Wiesengebiete möglich |
Wichtig: Die Tabelle zeigt mögliche Zusammenhänge zwischen Zeckenarten und Krankheitserregern. Sie bedeutet weder, dass jede Zecke infiziert ist, noch dass ein Stich automatisch zur Übertragung oder Erkrankung führt.
Warum ist es wichtig, verschiedene Zeckenarten zu kennen?
Für deinen täglichen Zeckencheck musst du nicht jede Zecke sicher bestimmen können. Trotzdem hilft grundlegendes Wissen über Zeckenarten dabei, Risiken besser einzuordnen.
Verschiedene Zeckenarten bevorzugen unterschiedliche Lebensräume und können zu unterschiedlichen Jahreszeiten aktiv sein. Außerdem unterscheiden sie sich hinsichtlich der Krankheitserreger, die sie übertragen können.
Besonders wichtig wird die Unterscheidung nach Reisen. Ein Hund, der ausschließlich in Stuttgart und Umgebung unterwegs ist, kann einem anderen Spektrum an Zecken und Erregern begegnen als ein Hund, der regelmäßig nach Süd- oder Südosteuropa reist.
Trotzdem gilt unabhängig von der Art: Entdeckst du eine festgesaugte Zecke, sollte sie möglichst zeitnah und sachgerecht entfernt werden.
Gemeiner Holzbock beim Hund
Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) gehört zu den wichtigsten und weit verbreiteten Zeckenarten in Deutschland und Europa. Hunde können ihm in unterschiedlichen Lebensräumen begegnen – beispielsweise in Wäldern, an Waldrändern, auf Wiesen, in Gärten und in städtischen Grünanlagen.
Der Holzbock benötigt ein ausreichend feuchtes Mikroklima und hält sich typischerweise in bodennaher Vegetation auf. Von dort gelangt er auf vorbeikommende Wirtstiere.
Welche Krankheitserreger kann der Gemeine Holzbock übertragen?
Für Hunde ist der Gemeine Holzbock insbesondere als möglicher Überträger von Borrelien und Anaplasma phagocytophilum relevant. Mehr über eine mögliche Borreliose beim Hund erfährst du in unserem separaten Ratgeber.
Nicht jeder Holzbock ist mit einem Krankheitserreger infiziert. Auch der Nachweis eines Erregers bedeutet nicht automatisch, dass ein Hund tatsächlich erkrankt.
Wiesenzecke beim Hund: häufig auch Auwaldzecke genannt
Die Wiesenzecke (Dermacentor reticulatus) wird häufig noch als Auwaldzecke bezeichnet. Für Hunde in Deutschland hat sie in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen und gehört mittlerweile zu den wichtigen heimischen Zeckenarten.
Charakteristisch ist die auffällige Zeichnung auf dem Rückenschild. Im Gegensatz zum Gemeinen Holzbock kann die Wiesenzecke auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen aktiv sein. Deshalb können Hunde dieser Zeckenart bereits früh im Jahr oder auch während frostfreier Winterphasen begegnen.
Warum ist die Wiesenzecke für Hunde besonders relevant?
Die Wiesenzecke ist insbesondere als Überträger von Babesia canis bedeutsam. Der Erreger kann beim Hund eine Babesiose verursachen, bei der rote Blutkörperchen betroffen sind.
Ein Stich einer Wiesenzecke bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dein Hund mit Babesien infiziert wird. Entscheidend ist, ob die betreffende Zecke den Erreger überhaupt in sich trägt und ob es tatsächlich zu einer Übertragung kommt.
Braune Hundezecke: besonders nach Reisen relevant
Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist an warme Klimabedingungen angepasst und kommt vor allem in südlicheren Regionen Europas vor. Für Hundehalter in Deutschland wird sie deshalb insbesondere im Zusammenhang mit Reisen und importierten Hunden relevant.
Eine Besonderheit unterscheidet sie deutlich von Gemeinem Holzbock und Wiesenzecke: Unter geeigneten Bedingungen kann die Braune Hundezecke ihren Lebenszyklus auch innerhalb von Gebäuden vollenden.
Wird sie beispielsweise nach einer Reise eingeschleppt, kann sich ein Befall in Wohnungen, Tierhaltungen oder Zwingeranlagen entwickeln. Ein solcher Befall sollte nicht nur am Hund behandelt werden. Auch die Umgebung muss fachgerecht berücksichtigt werden.
Welche Krankheitserreger kann die Braune Hundezecke übertragen?
Die Braune Hundezecke spielt unter anderem bei der Übertragung von Ehrlichien und bestimmten Babesien eine Rolle. Deshalb sollte besonders nach Aufenthalten in südlichen Reisegebieten auf einen konsequenten Zeckenschutz geachtet werden.
Hyalomma-Zecken in Deutschland
Hyalomma-Zecken stammen ursprünglich vor allem aus wärmeren Regionen Afrikas, Asiens und Teilen Südeuropas. Einzelne Exemplare werden jedoch auch in Deutschland gefunden.
Sie unterscheiden sich deutlich von vielen heimischen Zecken. Adulte Hyalomma-Zecken sind vergleichsweise groß, besitzen auffällig geringelte Beine und suchen ihre Wirte aktiver als beispielsweise der Gemeine Holzbock.
Bislang gehören Hyalomma-Zecken in Deutschland nicht zu den typischen Zecken, die Hundehalter regelmäßig an ihren Tieren finden. Wissenschaftlich interessant ist jedoch die Frage, ob sich die klimatischen Bedingungen langfristig so verändern, dass eine Etablierung erleichtert wird.
Welche Krankheitserreger können Hyalomma-Zecken tragen?
Verschiedene Hyalomma-Arten können unterschiedliche Krankheitserreger übertragen. Dazu gehören unter anderem bestimmte Rickettsien. Bei der Bewertung sollte jedoch immer zwischen dem grundsätzlichen Potenzial einer Zeckenart und der tatsächlichen epidemiologischen Situation in Deutschland unterschieden werden.
Igelzecke: Auch Hunde können befallen werden
Die Igelzecke (Ixodes hexagonus) ist stärker an die Lebensräume ihrer Wirte gebunden als der Gemeine Holzbock. Sie findet sich häufig in geschützten Bereichen wie Tierbauten und kann beispielsweise über Igel auch in Gärten und städtischen Bereichen vorkommen.
Hunde können ebenfalls von Igelzecken befallen werden. Gerade bei Hunden, die neugierig an Tierbauten, dichtem Gebüsch oder anderen geschützten Bereichen unterwegs sind, ist ein Kontakt möglich.
Für Hundehalter ist vor allem wichtig zu wissen, dass Zecken nicht ausschließlich auf offenen Wiesen oder klassischen Waldwegen vorkommen.
Wie kannst du die verschiedenen Zeckenarten unterscheiden?
Die sichere Bestimmung einer Zecke ist für Laien nicht immer einfach. Größe und Farbe können sich zudem verändern, wenn die Zecke bereits Blut aufgenommen hat.
Trotzdem gibt es einige typische Merkmale:
- Gemeiner Holzbock: eher unauffällige braune bis dunkelbraune Färbung.
- Wiesenzecke: auffällig gemustertes beziehungsweise marmoriertes Rückenschild.
- Braune Hundezecke: meist relativ gleichmäßig braune Färbung.
- Hyalomma: vergleichsweise groß, lange Beine und häufig auffällig gebänderte Beine.
Wenn du dir unsicher bist, findest du weitere Hinweise in unserem Beitrag Zecken erkennen.
Welche Zeckenart ist für Hunde am gefährlichsten?
Eine einzelne „gefährlichste Zecke“ lässt sich nicht sinnvoll benennen. Das Risiko hängt davon ab, welche Zeckenart vorkommt, ob sie einen Krankheitserreger trägt, welcher Erreger übertragen werden kann und wie schnell eine mögliche Erkrankung erkannt wird.
Der Gemeine Holzbock ist wegen seiner weiten Verbreitung und seiner Rolle bei verschiedenen Infektionen besonders relevant. Die Wiesenzecke ist für Hunde unter anderem deshalb bedeutsam, weil sie Babesia canis übertragen kann. Die Braune Hundezecke kann wiederum im Reiseverkehr eine wichtige Rolle spielen.
Deshalb ist für deinen Hund weniger entscheidend, welche Art theoretisch „am gefährlichsten“ ist. Wichtiger sind ein passender Schutz, regelmäßige Kontrollen und eine schnelle, fachgerechte Entfernung gefundener Zecken.
Welche Zeckenarten übertragen welche Krankheiten beim Hund?
Nicht jede Zeckenart überträgt dieselben Erreger. Die folgende Übersicht zeigt einige für Hunde besonders wichtige Zusammenhänge.
| Zeckenart | Möglicher Erreger | Mögliche Erkrankung | Worauf solltest du achten? |
|---|---|---|---|
| Gemeiner Holzbock | Borrelien | Borreliose | Zecke früh entfernen und Hund anschließend beobachten |
| Gemeiner Holzbock | Anaplasma phagocytophilum | Anaplasmose | Unspezifische Krankheitssymptome tierärztlich abklären |
| Wiesenzecke | Babesia canis | Babesiose | Bei Fieber, Schwäche oder auffälligem Urin rasch tierärztlich abklären |
| Braune Hundezecke | Unter anderem Ehrlichia canis | Ehrlichiose | Besonders Reiseanamnese beim Tierarzt angeben |
Wichtig: Diese Übersicht zeigt typische Vektor-Erreger-Beziehungen und keine vollständige Liste aller möglichen Erreger. Die Übertragungszeit unterscheidet sich je nach Krankheitserreger. Deshalb sind pauschale Aussagen wie „Unter einer bestimmten Anzahl von Stunden kann nichts passieren“ nicht sinnvoll.
Zeckenarten und ihre Aktivitätszeiten
Auch bei der Aktivitätszeit unterscheiden sich Zeckenarten. Deshalb ist eine starre Zeckensaison von März bis Oktober nur eingeschränkt hilfreich.
Die Wiesenzecke kann bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen aktiv sein. Auch der Gemeine Holzbock kann bei geeigneten milden und feuchten Bedingungen über einen langen Zeitraum im Jahr vorkommen.
Mehr darüber, wie Temperatur, Feuchtigkeit und Jahreszeit die Aktivität beeinflussen, erfährst du in unserem Beitrag Wann sind Zecken aktiv?.
Welche Zeckenarten kommen in Stuttgart und Baden-Württemberg vor?
Auch in Stuttgart und Baden-Württemberg müssen Hundehalter mit verschiedenen Zeckenarten rechnen. Im normalen Hundealltag sind insbesondere der Gemeine Holzbock und die Wiesenzecke relevant.
Wälder, Waldränder, Wiesen, Grünanlagen und Gärten können geeignete Lebensräume bieten. Das gilt nicht nur für ländliche Regionen. Auch im Stuttgarter Stadtgebiet und in Parks können Hunde Zecken aufnehmen.
In unserer Arbeit mit Hundehaltern in Stuttgart erleben wir häufig, dass unter dem Begriff „Zecke“ automatisch nur der Gemeine Holzbock verstanden wird. Für die Vorsorge ist jedoch wichtig zu wissen, dass inzwischen auch andere Arten wie die Wiesenzecke zum normalen Risikospektrum gehören.
Welche Art dein Hund tatsächlich aufnimmt, ist im Alltag allerdings weniger wichtig als eine konsequente Kontrolle nach Spaziergängen und ein zum individuellen Risiko passender Zeckenschutz.
Welche Zecken können Hunde aus dem Urlaub mitbringen?
Reisen mit Hund erweitern das Spektrum möglicher Zeckenarten. Besonders bei Aufenthalten in Süd- und Südosteuropa können Hunde mit Zecken und Krankheitserregern in Kontakt kommen, die in Deutschland eine geringere oder andere Bedeutung haben.
Die Braune Hundezecke ist dafür ein wichtiges Beispiel. Sie kann mit dem Hund nach Deutschland gelangen und sich unter geeigneten Bedingungen innerhalb von Gebäuden vermehren.
Vor Reisen solltest du deshalb rechtzeitig mit deiner Tierarztpraxis besprechen, welcher Parasiten- und Zeckenschutz für das jeweilige Reiseziel sinnvoll ist. Nach der Rückkehr bleibt eine gründliche Kontrolle des Hundes wichtig.
Was tun, wenn du eine ungewöhnliche Zecke am Hund findest?
Auch eine ungewöhnlich große oder auffällig gefärbte Zecke solltest du zunächst möglichst vollständig und fachgerecht entfernen. Wie das funktioniert, erklären wir ausführlich im Beitrag Zecken richtig entfernen.
Wenn dir eine Zecke ungewöhnlich vorkommt, kann es sinnvoll sein, vor oder nach der Entfernung ein scharfes Foto anzufertigen. Besonders interessant sind dabei die Oberseite des Körpers und auffällige Merkmale wie gemusterte oder gestreifte Beine.
Bei einem ungewöhnlichen Zeckenfund nach einer Auslandsreise solltest du diese Information auch an deine Tierarztpraxis weitergeben, falls dein Hund später Beschwerden entwickelt.
Wie schützt du deinen Hund vor verschiedenen Zeckenarten?
Einen Schutz, der darin besteht, bestimmte Zeckenarten im Gelände sicher zu erkennen und zu meiden, gibt es nicht. Sinnvoller ist ein auf das individuelle Risiko abgestimmtes Vorgehen.
Dazu gehören regelmäßige Zeckenkontrollen, die schnelle Entfernung gefundener Zecken und bei entsprechendem Risiko ein geeignetes Zeckenschutzpräparat. Welches Präparat für deinen Hund passt, hängt unter anderem von Alter, Gesundheitszustand, Lebensweise, Reiseverhalten und möglichen Vorerkrankungen ab.
Mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten findest du im Beitrag Die besten Zeckenschutzmittel. Wie du zusätzlich das Risiko zeckenübertragener Erkrankungen reduzieren kannst, erfährst du unter Zeckenkrankheiten verhindern.
Häufige Fragen zu Zeckenarten beim Hund
Welche Zeckenarten kommen beim Hund in Deutschland am häufigsten vor?
Zu den wichtigsten Zeckenarten beim Hund in Deutschland gehören der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) und die Wiesenzecke (Dermacentor reticulatus). Andere Arten können ebenfalls vorkommen, haben aber teilweise eine andere Verbreitung oder Bedeutung.
Ist die Auwaldzecke dasselbe wie die Wiesenzecke?
Mit beiden Bezeichnungen ist in der Regel Dermacentor reticulatus gemeint. Heute wird häufig die Bezeichnung Wiesenzecke verwendet; der ältere beziehungsweise weiterhin verbreitete Name Auwaldzecke findet sich jedoch noch in vielen Veröffentlichungen.
Welche Zecke überträgt Borreliose auf Hunde?
In Deutschland spielt vor allem der Gemeine Holzbock als möglicher Überträger von Borrelien eine Rolle. Ein Zeckenstich bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Borrelien übertragen werden oder der Hund an Borreliose erkrankt.
Welche Zecke überträgt Babesiose beim Hund?
In Deutschland ist insbesondere die Wiesenzecke als Überträger von Babesia canis relevant. Auch andere Babesien besitzen jeweils spezifische Vektoren, sodass die Zusammenhänge regional unterschiedlich sein können.
Welche Zecke überträgt Ehrlichiose beim Hund?
Die canine monozytäre Ehrlichiose durch Ehrlichia canis wird vor allem mit der Braunen Hundezecke in Verbindung gebracht. Deshalb ist sie besonders im Zusammenhang mit Reisen in wärmere Regionen Europas relevant.
Welche Zeckenart ist für Hunde am gefährlichsten?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Bedeutung einer Zeckenart hängt davon ab, wie häufig sie vorkommt und welche Krankheitserreger sie übertragen kann. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Art, sondern das individuelle Infektionsrisiko.
Kommt die Braune Hundezecke in Deutschland vor?
Die Braune Hundezecke ist vor allem an wärmere Regionen angepasst und kommt insbesondere in Südeuropa vor. Sie kann jedoch nach Deutschland eingeschleppt werden und sich unter geeigneten Bedingungen innerhalb beheizter Gebäude vermehren.
Kann die Braune Hundezecke in der Wohnung leben?
Ja. Anders als der Gemeine Holzbock oder die Wiesenzecke kann sich die Braune Hundezecke unter geeigneten Bedingungen innerhalb von Gebäuden weiterentwickeln. Bei einem solchen Befall kann zusätzlich zur Behandlung des Hundes eine professionelle Umgebungsbehandlung notwendig sein.
Gibt es Hyalomma-Zecken in Deutschland?
Ja, einzelne Hyalomma-Zecken werden in Deutschland nachgewiesen. Sie sind hier bislang jedoch selten und gehören nicht zu den typischen Zeckenarten, die regelmäßig an Hunden gefunden werden.
Wie erkenne ich eine Hyalomma-Zecke?
Adulte Hyalomma-Zecken sind vergleichsweise groß und besitzen lange Beine, die häufig auffällig gebändert erscheinen. Eine sichere Artbestimmung sollte im Zweifel fachkundig erfolgen.
Können Igelzecken auch Hunde befallen?
Ja. Obwohl die Igelzecke stark mit Igeln und geschützten Tierbauten verbunden ist, können auch Hunde als Wirte dienen. Ein Kontakt ist beispielsweise in Gärten oder in der Nähe geeigneter Tierverstecke möglich.
Kann ich die Zeckenart am Hund selbst bestimmen?
Auffällige Merkmale können eine grobe Einordnung ermöglichen, eine sichere Bestimmung ist für Laien jedoch nicht immer möglich. Besonders vollgesogene Zecken können deutlich anders aussehen als nüchterne Exemplare.
Was soll ich tun, wenn ich eine unbekannte Zecke am Hund finde?
Entferne die Zecke möglichst zeitnah und fachgerecht. Bei einem auffälligen Exemplar kannst du zusätzlich ein Foto machen. Nach einer Auslandsreise oder bei später auftretenden Beschwerden solltest du den Zeckenfund gegenüber deiner Tierarztpraxis erwähnen.
Welche Zeckenarten gibt es in Stuttgart und Baden-Württemberg?
Für Hunde sind in Stuttgart und Baden-Württemberg insbesondere der Gemeine Holzbock und die Wiesenzecke relevant. Je nach Lebensraum, Reisevorgeschichte und Einzelfall können auch andere Arten vorkommen.
Bringen Hunde Zecken aus dem Urlaub mit?
Das ist möglich. Besonders nach Reisen in wärmere Regionen können Hunde Zeckenarten aufnehmen, die in Deutschland seltener vorkommen. Deshalb sind ein auf das Reiseziel abgestimmter Schutz und eine gründliche Kontrolle nach der Rückkehr sinnvoll.
Muss ich nach jedem Zeckenstich wissen, welche Zeckenart es war?
Nein. Für den normalen Hundealltag ist eine sichere Artbestimmung nicht bei jedem Zeckenfund erforderlich. Wichtiger sind eine schnelle fachgerechte Entfernung, geeignete Vorsorge und die Beobachtung des Hundes. Bei ungewöhnlichen Zecken, Auslandsreisen oder späteren Krankheitssymptomen kann die Art beziehungsweise Reiseanamnese zusätzliche Hinweise liefern.
Fazit: Zeckenarten kennen hilft beim richtigen Schutz
Hunde können mit verschiedenen Zeckenarten in Kontakt kommen. In Deutschland spielen vor allem der Gemeine Holzbock und die Wiesenzecke eine wichtige Rolle. Die Braune Hundezecke wird insbesondere bei Reisen in wärmere Regionen relevant und besitzt die Besonderheit, dass sie sich nach einer Einschleppung unter geeigneten Bedingungen auch in Gebäuden vermehren kann.
Seltenere Arten wie Hyalomma-Zecken zeigen gleichzeitig, dass sich die Zeckenfauna nicht vollkommen statisch betrachten lässt. Klima, Tierbewegungen und Reiseverkehr können beeinflussen, welche Arten in einer Region auftreten.
Für deinen Hund bleibt die praktische Konsequenz dennoch überschaubar: Sorge für einen individuell passenden Zeckenschutz, kontrolliere ihn nach Spaziergängen regelmäßig und entferne gefundene Zecken möglichst zeitnah. Weitere Informationen findest du unter Wann sind Zecken aktiv?, Wie lange bleibt eine Zecke am Hund?, Zecken erkennen, Zecken richtig entfernen, Zeckenkrankheiten erkennen und Frühe Diagnose von Zeckenkrankheiten.
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Ob Stuttgarter Stadtwald, Park, Wiesenweg oder Ausflug ins Umland: Zecken gehören in Baden-Württemberg zum Hundealltag. Eine gute Zeckenkontrolle lässt sich deshalb am besten als feste Routine nach passenden Spaziergängen etablieren.
Wenn du dir auch bei anderen Fragen rund um einen sicheren und entspannten Alltag mit deinem Hund Unterstützung wünschst, begleiten wir dich bei Pfotenliebe Stuttgart gerne individuell und praxisnah.
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