Hund bellt plötzlich andere Hunde an – Ursachen und Training in der Pubertät
Vor wenigen Wochen war dein Junghund bei Begegnungen noch freundlich, neugierig und scheinbar unkompliziert – und plötzlich bellt er fremde Hunde an, fixiert sie oder springt sogar in die Leine? Für viele Hundehalter kommt diese Veränderung überraschend. Besonders dann, wenn Hundebegegnungen vorher problemlos funktioniert haben.
Vielleicht stellt dein Hund die Rute höher, spannt seinen Körper an, macht sich groß, bleibt stehen oder schießt bei Sichtung eines Artgenossen nach vorne. Schnell entsteht die Sorge: „Wird mein Hund jetzt aggressiv?“ oder „Was habe ich bei der Erziehung falsch gemacht?“
Gerade während der Pubertät beim Hund können sich Hundebegegnungen tatsächlich verändern. Dein Junghund entwickelt sich sozial weiter, Umweltreize bekommen eine andere Bedeutung und auch hormonelle Veränderungen können Verhalten beeinflussen.
Trotzdem gibt es nicht die eine Erklärung dafür, warum ein Hund plötzlich andere Hunde anbellt. Hinter dem Verhalten können Unsicherheit, Frustration, hohe Erregung, Distanzbedürfnis, soziale Motivation, schlechte Erfahrungen oder erlernte Verhaltensmuster stecken.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum dein Hund in der Pubertät plötzlich fremde Hunde anbellt, woran du Unsicherheit oder Überforderung erkennen kannst, warum Begegnungen an der Leine häufig schwieriger sind, wie du Distanz richtig nutzt und was du tun kannst, bevor aus einzelnen schwierigen Begegnungen ein dauerhaftes Muster wird.
Kurze Antwort: Wenn dein Hund plötzlich andere Hunde anbellt, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Gerade in der Pubertät verändern sich soziale Interessen, Erregbarkeit, Motivation und die Wahrnehmung anderer Hunde. An der Leine können zusätzlich eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und Frustration eine Rolle spielen. Deshalb sollte nicht nur das Bellen betrachtet werden, sondern auch Körpersprache, Distanz, Situation und Verhalten vor und nach der Begegnung.
Warum bellt mein Hund plötzlich andere Hunde an?
Eine plötzliche Veränderung bei Hundebegegnungen bedeutet nicht automatisch, dass dein Hund über Nacht „unverträglich“ geworden ist.
Besonders Junghunde befinden sich in einer Entwicklungsphase, in der sich ihr Sozialverhalten weiter verändert. Andere Hunde werden anders wahrgenommen, Begegnungen bekommen eine neue Bedeutung und Reaktionen können emotionaler ausfallen.
Ein Hund, der als Welpe auf jeden Artgenossen freundlich zugelaufen ist, muss als erwachsener Hund nicht automatisch jeden fremden Hund mögen oder direkten Kontakt wünschen.
Soziale Reifung bedeutet auch, dass Hunde zunehmend differenzierter auf Artgenossen reagieren können.
Warum werden Hundebegegnungen in der Pubertät häufig schwieriger?
Während der Pubertät verändern sich mehrere Bereiche gleichzeitig. Dein Hund wird körperlich reifer, seine Umwelt gewinnt an Bedeutung und soziale Begegnungen können intensiver erlebt werden.
Gleichzeitig funktionieren bereits bekannte Fähigkeiten unter hoher Ablenkung möglicherweise weniger zuverlässig.
Das kann dazu führen, dass dein Hund einen anderen Hund länger beobachtet, früher fixiert, stärker an der Leine zieht oder schneller bellt als noch einige Wochen zuvor.
Solche Verhaltensveränderungen während der Pubertät sollten ernst genommen, aber nicht automatisch dramatisiert werden.
Was bedeutet es, wenn ein Hund einen anderen Hund anbellt?
Bellen allein verrät dir noch nicht, warum dein Hund gerade reagiert.
Je nach Situation kann Bellen beispielsweise mit folgenden Motivationen zusammenhängen:
- Unsicherheit: Dein Hund fühlt sich mit der Begegnung nicht wohl.
- Distanzbedürfnis: Der andere Hund soll Abstand halten.
- Frustration: Dein Hund möchte zum anderen Hund und kann nicht.
- Hohe Erregung: Die gesamte Situation ist emotional sehr aufgeladen.
- Soziale Motivation: Dein Hund möchte Kontakt aufnehmen.
- Negative Erfahrungen: Frühere Begegnungen beeinflussen die Erwartung.
- Erlerntes Verhalten: Bellen hat in der Vergangenheit möglicherweise funktioniert.
- Konflikt: Dein Hund ist gleichzeitig interessiert und unsicher.
Genau deshalb ist es sinnvoll, nicht nur auf das Geräusch zu achten, sondern auf die gesamte Körpersprache.
Bellt mein Hund aus Unsicherheit?
Unsicherheit muss nicht bedeuten, dass dein Hund sich klein macht oder davonläuft. Manche Hunde reagieren bei Unsicherheit deutlich offensiver.
Sie fixieren, bellen, knurren oder gehen nach vorne, um den Abstand zum anderen Hund zu vergrößern.
Deshalb wird unsicheres Verhalten schnell mit Dominanz oder besonderem Selbstbewusstsein verwechselt.
Entscheidend ist die Frage: Wie verhält sich dein Hund, wenn ausreichend Distanz vorhanden ist?
Körpersprache vor dem Bellen erkennen
Häufig beginnt eine schwierige Hundebegegnung nicht erst mit dem Bellen. Dein Hund zeigt vorher bereits Veränderungen, die du wahrnehmen kannst.
Achte beispielsweise auf:
- Fixieren des anderen Hundes
- plötzliches Stehenbleiben
- Körper wird steifer
- Gewichtsverlagerung nach vorne
- Veränderung der Rutenhaltung
- geschlossener Fang
- Ohren verändern ihre Position
- dein Hund reagiert weniger auf dich
- Tempo verändert sich
- Distanz zum anderen Hund wird aktiv verändert
Der Beitrag Körpersprache beim Hund erkennen hilft dir dabei, diese frühen Signale noch genauer wahrzunehmen.
Bellt dein Hund, weil er nicht zum anderen Hund darf?
Nicht jeder bellende Hund möchte Abstand. Manche Hunde wollen genau das Gegenteil: Sie möchten unbedingt zum anderen Hund.
Die Leine verhindert jedoch den Kontakt. Daraus kann Frustration entstehen.
Besonders Hunde, die als Welpen häufig zu fast jedem Artgenossen Kontakt aufnehmen durften, können eine starke Erwartung entwickelt haben: Hund gesehen = Kontakt.
Wird dieser Kontakt plötzlich verhindert, können Ziehen, Fiepen, Bellen oder Springen auftreten.
Deshalb ist es auch für junge Hunde sinnvoll zu lernen: Nicht jede Hundesichtung führt automatisch zu einer Begegnung.
Warum bellt mein Hund nur an der Leine andere Hunde an?
Dieses Verhalten wird häufig als „Leinenaggression“ bezeichnet. Der Begriff beschreibt zunächst, dass ein Hund an der Leine deutlich auf Artgenossen reagiert. Er erklärt jedoch noch nicht die Ursache.
An der Leine kann dein Hund seine Distanz nicht vollständig selbst bestimmen. Er kann nicht einfach einen größeren Bogen laufen, stehen bleiben, sich entfernen oder die Begegnung auf dieselbe Weise gestalten wie im freien Raum.
Gleichzeitig kann Zug auf der Leine zusätzliche Spannung erzeugen. Manche Hunde reagieren dadurch schneller oder heftiger.
Deshalb ist gute Leinenführung und Distanzmanagement bei Hundebegegnungen besonders wichtig.
Warum frontale Hundebegegnungen besonders schwierig sein können
Zwei Hunde, die auf engem Gehweg direkt aufeinander zulaufen, haben oft nur wenig Raum für Kommunikation.
Ein größerer Bogen, ein seitliches Ausweichen oder mehr Distanz kann dagegen erheblich entspannter sein.
Gerade unsichere oder schnell erregbare Hunde profitieren häufig davon, wenn Begegnungen nicht unnötig frontal und eng stattfinden.
Welche Rolle spielen Hormone bei Hundebegegnungen in der Pubertät?
Hormonelle Veränderungen können das Sozial- und Sexualverhalten beeinflussen. Trotzdem sollte nicht jedes Bellen mit Testosteron, Östrogen oder „den Hormonen“ erklärt werden.
Auch Erfahrung, Persönlichkeit, Stress, Distanz, Lerngeschichte und die konkrete Situation spielen eine Rolle.
Gerade bei jungen Rüden kann das Interesse an Hündinnen und anderen Rüden deutlicher werden. Hündinnen können rund um die Läufigkeit ebenfalls anders auf Kontakte reagieren.
Deshalb sind Hormone in der Hundepubertät ein Einflussfaktor – aber nicht die einzige Erklärung.
Ist mein Hund aggressiv, wenn er andere Hunde anbellt?
Nicht zwangsläufig. Bellen allein reicht nicht aus, um eine aggressive Motivation sicher zu beurteilen.
Gleichzeitig wäre es ebenso falsch, jedes Bellen pauschal als harmlose Unsicherheit oder Frustration abzutun.
Besonders wenn dein Hund regelmäßig massiv nach vorne geht, schnappt, andere Hunde bedroht oder kaum noch ansprechbar ist, sollte das Verhalten genauer analysiert werden.
Je stärker und häufiger das Verhalten wird, desto wichtiger ist eine individuelle Einschätzung.
Warum Distanz bei Hundebegegnungen so wichtig ist
Distanz ist eines der wichtigsten Werkzeuge bei schwierigen Begegnungen.
Stell dir vor, dein Hund kann einen anderen Hund in 20 Metern Entfernung ruhig wahrnehmen, bei zehn Metern wird er angespannt und bei drei Metern explodiert er.
Dann ist drei Meter nicht der ideale Trainingsabstand.
Gutes Training beginnt dort, wo dein Hund den anderen Hund wahrnehmen kann und trotzdem noch in der Lage ist, Informationen aufzunehmen und sich wieder an dir zu orientieren.
Distanz ist deshalb kein Ausweichen vor dem Problem – sie schafft die Voraussetzung für sinnvolles Lernen.
Warum du Fixieren bei Hundebegegnungen früh erkennen solltest
Viele Begegnungen eskalieren nicht plötzlich. Oft baut sich die Spannung bereits vorher auf.
Dein Hund sieht einen Artgenossen, bleibt stehen, richtet seinen Körper aus und beginnt zu fixieren. Je länger er in dieser Spannung bleibt, desto schwieriger kann es werden, ihn wieder aus der Situation herauszuführen.
Deshalb lohnt es sich, bereits auf frühe Veränderungen zu reagieren, statt erst einzugreifen, wenn dein Hund schon bellt und in der Leine hängt.
Orientierung am Menschen bei Hundebegegnungen fördern
Ein wichtiger Trainingsbaustein besteht darin, dass dein Hund bei Reizen nicht ausschließlich beim anderen Hund bleibt, sondern dich wieder in die Situation einbezieht.
Dafür können freiwillige Blickkontakte, klare Körpersprache, ein bekanntes Kontaktsignal oder andere bereits aufgebaute Orientierungshilfen genutzt werden.
Wichtig ist, nicht erst damit zu beginnen, wenn dein Hund bereits maximal erregt ist.
Orientierung sollte zunächst in Situationen aufgebaut werden, in denen dein Hund überhaupt noch reagieren kann.
Kann die Futterhand bei schwierigen Hundebegegnungen helfen?
Eine Futterhand kann in bestimmten Situationen eine praktische Management- und Orientierungshilfe sein.
Entscheidend ist jedoch, dass dein Hund damit nicht lediglich durch jede schwierige Begegnung „gefüttert“ wird, ohne dass sich an seiner grundsätzlichen Orientierung etwas verändert.
Sie kann vielmehr gezielt eingesetzt werden, um deinen Hund durch eine anspruchsvolle Situation zu führen, während parallel an Distanz, Orientierung und Leinenführung gearbeitet wird.
Was tun, wenn dein Hund einen anderen Hund anbellt?
Wenn dein Hund bereits stark reagiert, solltest du nicht versuchen, mitten in der Eskalation möglichst viele Kommandos abzufragen.
- selbst ruhig bleiben
- Distanz zum anderen Hund vergrößern
- keine frontale Annäherung erzwingen
- Leine möglichst nicht permanent auf Spannung halten
- deinen Hund aus dem Fixieren herausführen
- Orientierung anbieten, sobald sie wieder möglich ist
- die Situation anschließend nicht sofort erneut provozieren
- für die nächste Begegnung einen größeren Abstand wählen
Ziel ist nicht, dass dein Hund mitten in maximaler Erregung unbedingt noch „Sitz“ ausführt. Ziel ist, die Situation wieder so zu gestalten, dass Kommunikation möglich wird.
Solltest du deinen Hund fürs Bellen bei Hundebegegnungen schimpfen?
Nur das sichtbare Bellen zu unterdrücken, verändert nicht automatisch die Ursache dahinter.
Ist dein Hund unsicher, kann zusätzlicher Druck die Begegnung noch unangenehmer machen. Ist er frustriert, kann weiteres emotionales Hochfahren ebenfalls wenig hilfreich sein.
Das bedeutet nicht, dass du keinerlei Grenzen setzen darfst. Aber eine Grenze sollte deinem Hund Orientierung geben und nicht lediglich zusätzliche Aufregung erzeugen.
Soll dein Hund trotz Bellen Kontakt zum anderen Hund bekommen?
Besonders wenn dein Hund aus Frustration bellt, kann anschließender Kontakt problematisch sein.
Lernt dein Hund wiederholt: Ich belle, ziehe und springe – und dann darf ich hin, kann dieses Verhalten unbeabsichtigt stabiler werden.
Gleichzeitig sollte nicht jeder Hundekontakt grundsätzlich verhindert werden. Sinnvolle, ausgewählte Sozialkontakte bleiben wichtig.
Entscheidend ist, welcher Hund, welche Situation und welches Erregungsniveau vorliegen.
So trainierst du Hundebegegnungen mit deinem Junghund
Gutes Begegnungstraining beginnt nicht mitten im größten Konflikt. Es wird so aufgebaut, dass dein Hund lernen kann, andere Hunde wahrzunehmen, ohne unmittelbar die Kontrolle zu verlieren.
- mit ausreichender Distanz beginnen
- frühe Körpersignale beobachten
- Fixieren möglichst früh unterbrechen
- freiwillige Orientierung bestätigen
- ruhiges Beobachten ermöglichen
- Distanz nur langsam reduzieren
- nicht jede Hundesichtung in Kontakt enden lassen
- Schwierigkeitsgrad an die Tagesform anpassen
- nach schwierigen Begegnungen Ruhe ermöglichen
Die häufigsten Fehler bei bellenden Hunden an der Leine
- zu nah an anderen Hunden vorbeigehen
- erst reagieren, wenn der Hund bereits bellt
- ständige straffe Leine
- den Hund lange fixieren lassen
- jedes Bellen als Dominanz interpretieren
- jede Hundesichtung automatisch in Kontakt enden lassen
- Signale mehrfach und immer lauter wiederholen
- Distanz als Trainingsversagen betrachten
- zu viele schwierige Begegnungen hintereinander
- Ruhe und Regeneration nach aufregenden Situationen unterschätzen
Wann solltest du dir bei Hundebegegnungen Unterstützung holen?
Je früher sich ein ungünstiges Verhalten festigt, desto aufwendiger kann es später werden, bestehende Muster wieder zu verändern.
Professionelle Unterstützung kann besonders sinnvoll sein, wenn:
- dein Hund inzwischen fast jeden Artgenossen anbellt
- die notwendige Distanz immer größer wird
- dein Hund stark in die Leine springt
- Knurren, Schnappen oder Beißversuche auftreten
- du deinen Hund körperlich kaum noch halten kannst
- Spaziergänge für dich zunehmend belastend werden
- du andere Hunde bereits großräumig meiden musst
- du die Ursache des Verhaltens nicht einschätzen kannst
Mehr dazu findest du auch unter Hilfe während der Hundepubertät .
Hundebegegnungen mit dem Junghund im Alltag sicher trainieren
Gerade im städtischen Alltag können Hundebegegnungen besonders anspruchsvoll sein. Enge Gehwege, wenig Ausweichmöglichkeiten, viele Hunde, Fahrräder, Jogger und Straßenverkehr machen es nicht immer leicht, ausreichend Distanz herzustellen.
Auch in unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir regelmäßig Junghunde, die während der Pubertät plötzlich stärker auf andere Hunde reagieren.
Im Junghundetraining in Stuttgart und Stuttgart-Ost arbeiten wir deshalb unter anderem an Distanzmanagement, Körpersprache, Blickkontakt, Leinenführung, Orientierung und kontrollierten Hundebegegnungen.
Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier steht dabei die Kommunikation zwischen Mensch und Hund im Mittelpunkt. Wir schauen nicht nur darauf, dass der Hund „nicht mehr bellt“, sondern darauf, was hinter seinem Verhalten steckt und wie der Mensch ihm frühzeitig Orientierung geben kann.
Checkliste: Dein Hund bellt andere Hunde an – was solltest du jetzt beachten?
- Körpersprache bereits vor dem Bellen beobachten.
- Auslöser und Situationen notieren.
- Ausreichend Distanz schaffen.
- Frontale Begegnungen möglichst vermeiden.
- Fixieren frühzeitig erkennen.
- Leine nicht unnötig dauerhaft straff halten.
- Orientierung an dir fördern.
- Nicht jeden Hundekontakt ermöglichen.
- Ruhiges Verhalten frühzeitig bestätigen.
- Schwierige Situationen nicht ständig wiederholen.
- Nach aufregenden Begegnungen Ruhe einplanen.
- Bei zunehmendem Verhalten Unterstützung suchen.
FAQ – wenn dein Hund plötzlich andere Hunde anbellt
Warum bellt mein Hund plötzlich andere Hunde an?
Dafür kann es verschiedene Ursachen geben, beispielsweise Unsicherheit, Frustration, Distanzbedürfnis, hohe Erregung, Sozialverhalten, Erfahrungen oder Entwicklungsveränderungen während der Pubertät.
Warum bellt mein Junghund plötzlich fremde Hunde an?
Während der sozialen und körperlichen Reifung können sich Hundebegegnungen verändern. Andere Hunde werden anders wahrgenommen und bisher unkomplizierte Kontakte können emotional anspruchsvoller werden.
Ist mein Hund aggressiv, wenn er andere Hunde anbellt?
Nicht automatisch. Bellen kann unterschiedliche Ursachen haben. Die gesamte Körpersprache, Situation und Motivation müssen betrachtet werden.
Warum bellt mein Hund nur an der Leine?
An der Leine kann dein Hund seine Distanz und Bewegung weniger frei bestimmen. Zusätzlich können Frustration, Spannung oder Unsicherheit eine Rolle spielen.
Was ist Leinenaggression beim Hund?
Der Begriff beschreibt starke Reaktionen auf Artgenossen an der Leine. Er sagt jedoch noch nichts darüber aus, welche Ursache oder Motivation tatsächlich dahintersteht.
Wie erkenne ich, ob mein Hund aus Unsicherheit bellt?
Hinweise können angespannte Körpersprache, Ausweichverhalten, Fixieren, veränderte Bewegungen oder ein größeres Distanzbedürfnis sein. Ein einzelnes Signal reicht für eine sichere Einordnung jedoch nicht aus.
Warum springt mein Hund bei anderen Hunden in die Leine?
Hohe Erregung, Frustration, Unsicherheit, Distanzbedürfnis oder starke soziale Motivation können dazu führen, dass dein Hund nach vorne springt.
Warum fixiert mein Hund andere Hunde?
Fixieren kann unterschiedliche Funktionen haben. Wichtig ist, die gesamte Körpersprache und die Situation zu betrachten. Langes Fixieren kann außerdem die Spannung einer Begegnung erhöhen.
Soll ich meinen Hund schimpfen, wenn er andere Hunde anbellt?
Nur das Bellen zu unterdrücken, verändert nicht automatisch die Ursache. Sinnvoller ist es, Distanz, Körpersprache, Orientierung und Auslöser in das Training einzubeziehen.
Soll mein bellender Hund zum anderen Hund hin dürfen?
Nicht automatisch. Besonders wenn Frustration beteiligt ist, kann unmittelbarer Kontakt nach Bellen und Ziehen das Verhalten unbeabsichtigt verstärken.
Wie viel Abstand braucht mein Hund bei Hundebegegnungen?
Das ist individuell. Der passende Abstand ist zunächst der, bei dem dein Hund den anderen Hund wahrnehmen und trotzdem noch ansprechbar bleiben kann.
Wie trainiere ich, dass mein Hund andere Hunde ignoriert?
Ziel muss nicht vollständiges Ignorieren sein. Sinnvoller ist häufig, dass dein Hund andere Hunde wahrnehmen kann und sich trotzdem wieder an dir orientiert. Training beginnt am besten mit ausreichender Distanz.
Warum wird mein Hund in der Pubertät unverträglicher?
Nicht jeder Junghund wird unverträglich. Mit zunehmender sozialer Reife können sich Kontakte jedoch verändern und Hunde reagieren differenzierter auf Artgenossen als noch im Welpenalter.
Geht das Bellen nach der Pubertät von allein wieder weg?
Darauf sollte man sich nicht verlassen. Verhalten, das regelmäßig wiederholt wird, kann sich festigen. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig mit geeignetem Management und Training zu beginnen.
Wann brauche ich einen Hundetrainer bei Leinenpöbeln?
Wenn Reaktionen häufiger oder heftiger werden, dein Hund kaum noch ansprechbar ist, Schnappen oder Beißversuche auftreten oder Spaziergänge zunehmend belastend werden, ist individuelle Unterstützung sinnvoll.
Fazit: Wenn dein Hund plötzlich andere Hunde anbellt, lohnt sich genaues Hinsehen
Bellen bei Hundebegegnungen ist keine eindeutige Diagnose. Dein Hund kann unsicher, frustriert, aufgeregt, sozial motiviert oder mit der Situation schlicht überfordert sein.
Gerade während der Pubertät verändern sich Wahrnehmung, Sozialverhalten, Interessen und emotionale Reaktionen. Deshalb können Begegnungen, die vorher unkompliziert waren, plötzlich deutlich schwieriger werden.
Entscheidend ist jetzt, nicht nur auf das laute Verhalten zu reagieren. Beobachte, was davor passiert. Wie verändert sich die Körpersprache? Welche Distanz braucht dein Hund? Wann beginnt er zu fixieren? Kann er sich noch an dir orientieren?
Mit einem passenden Abstand, frühzeitiger Orientierung, verständlicher Kommunikation und einem kleinschrittigen Training während der Pubertät kannst du verhindern, dass aus einzelnen schwierigen Begegnungen ein immer festeres Verhaltensmuster wird.
Meine Empfehlungen für die Hundeerziehung
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Gerade in der Pubertät zeigt sich häufig, wie wichtig eine gute Grundlage in der Erziehung und Kommunikation ist. Diese beiden Bücher von Anton Fichtlmeier beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Mensch-Hund-Beziehung und können dich dabei begleiten, deinen Hund besser zu verstehen und im Alltag klar zu führen.
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Dein Junghund bellt plötzlich andere Hunde an?
Wenn Hundebegegnungen zunehmend anstrengend werden, dein Hund fixiert, in die Leine springt oder du nicht einschätzen kannst, ob Unsicherheit, Frustration oder ein anderes Motiv hinter seinem Verhalten steckt, lohnt sich ein genauer Blick auf eure Begegnungssituationen.
Im Junghundetraining bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir unter anderem an Körpersprache, Distanzmanagement, Blickkontakt, Orientierung, Leinenführung und kontrollierten Hundebegegnungen.
Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier steht dabei nicht nur das sichtbare Verhalten im Mittelpunkt. Wir schauen darauf, was dein Hund kommuniziert und wie du ihm frühzeitig Orientierung und Sicherheit geben kannst.