Hunde & Seilbahnen: Was du bei einer Gondelfahrt mit Hund beachten musst
Mit der Seilbahn bequem hinauf auf den Berg und anschließend gemeinsam mit dem Hund wandern: Gerade im Urlaub kann eine Gondelfahrt viele Touren deutlich erleichtern. Doch während wir Menschen einfach einsteigen und die Aussicht genießen, kann die Situation für einen Hund völlig anders aussehen.
Enge Kabinen, fremde Menschen, andere Hunde, glatte Böden, ungewohnte Geräusche, das Schließen der Türen und die Bewegung der Gondel können für einen Hund aufregend oder sogar beängstigend sein.
Gleichzeitig gelten für Hunde in Seilbahnen keine überall identischen Regeln. Je nach Betreiber können beispielsweise Leinenpflicht, Maulkorbpflicht, Beförderungsentgelt oder weitere Vorgaben bestehen.
Wenn du einen Urlaub mit Hund in den Bergen planst, solltest du deshalb nicht erst an der Talstation überlegen, ob dein Hund überhaupt auf eine Gondelfahrt vorbereitet ist.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Regeln bei Seilbahnen mit Hund gelten können, wie du deinen Hund auf eine Gondelfahrt vorbereitest, was bei Maulkorbpflicht wichtig ist und wann eine Seilbahnfahrt für deinen Hund keine gute Idee ist.
Sind Hunde in Seilbahnen grundsätzlich erlaubt?
Viele Bergbahnen und Seilbahnen ermöglichen die Mitnahme von Hunden. Daraus solltest du jedoch nicht schließen, dass überall dieselben Bedingungen gelten.
Je nach Betreiber können unterschiedliche Vorschriften bestehen.
Kläre vor der Anreise insbesondere:
- Dürfen Hunde grundsätzlich mitfahren?
- Besteht Leinenpflicht?
- Muss dein Hund einen Maulkorb tragen?
- Gilt die Maulkorbpflicht für alle Hunde oder nur unter bestimmten Bedingungen?
- Benötigt dein Hund ein eigenes Ticket?
- Gibt es unterschiedliche Tarife je nach Größe des Hundes?
- Gelten besondere Beförderungsbedingungen?
- Gibt es Einschränkungen bei sehr großen Hunden?
Verlasse dich dabei möglichst nicht auf ältere Reiseberichte oder Aussagen anderer Urlauber. Die aktuellen Informationen des jeweiligen Betreibers sind entscheidend.
Maulkorbpflicht in der Seilbahn: Vorbereitung gehört dazu
Eine der wichtigsten Fragen vor einer Gondelfahrt mit Hund ist die mögliche Maulkorbpflicht.
Problematisch wird es, wenn der Hund einen Maulkorb zum ersten Mal unmittelbar vor dem Einsteigen angezogen bekommt.
Für einen Hund kommen dann gleich mehrere ungewohnte Dinge zusammen:
- fremde Umgebung,
- Menschenansammlung,
- möglicherweise andere Hunde,
- enge Kabine,
- ungewohnte Geräusche
- und zusätzlich ein unbekannter Maulkorb.
Deshalb sollte ein Maulkorb bereits zuhause positiv und schrittweise aufgebaut werden.
Welcher Maulkorb eignet sich für eine Seilbahnfahrt?
Entscheidend ist nicht nur, dass dein Hund irgendeinen Maulkorb trägt. Er muss gut passen und darf deinen Hund nicht unnötig einschränken.
Ein geeigneter Maulkorb sollte unter anderem so angepasst sein, dass dein Hund ausreichend Platz hat, das Maul zu öffnen und zu hecheln.
Das ist bei sommerlichen Bergtouren besonders wichtig, denn Hunde regulieren einen großen Teil ihrer Körpertemperatur über das Hecheln.
Warum eine Seilbahnfahrt für Hunde stressig sein kann
Selbst ein souveräner Hund kann auf eine Gondel zunächst irritiert reagieren. Aus Hundesicht passiert innerhalb weniger Minuten ausgesprochen viel.
Mögliche Stressfaktoren sind:
- Warten zwischen vielen Menschen,
- enge Zugänge oder Drehkreuze,
- ungewohnte Bodenbeläge,
- Einsteigen in eine kleine Kabine,
- automatisch schließende Türen,
- ruckartige Bewegungen beim Anfahren,
- Vibrationen,
- technische Geräusche,
- fremde Menschen auf engem Raum
- und möglicherweise fremde Hunde.
Deshalb ist es sinnvoll, bereits vor dem Urlaub zu wissen, wie dein Hund Unsicherheit und Anspannung zeigt.
Mehr dazu findest du unter Stressanzeichen beim Hund erkennen.
Hund auf die Seilbahnfahrt vorbereiten
Eine echte Seilbahnfahrt lässt sich zuhause natürlich nicht vollständig nachstellen. Viele einzelne Bestandteile der Situation kannst du mit deinem Hund aber vorher üben.
Dazu gehören:
- ruhiges Warten,
- enge Räume,
- Fahrstuhlfahren,
- fremde Menschen in unmittelbarer Nähe,
- glatte Böden,
- ruhiges Stehen oder Sitzen,
- Maulkorb tragen
- und Orientierung an dir trotz Ablenkung.
Je mehr einzelne Elemente dein Hund bereits kennt, desto weniger Neues muss er während der eigentlichen Bergfahrt verarbeiten.
Fahrstuhltraining als Vorbereitung auf die Gondel
Ein Fahrstuhl kann eine gute Trainingsmöglichkeit sein, weil einige Aspekte einer Seilbahnfahrt ähnlich sind.
Dein Hund erlebt:
- einen begrenzten Raum,
- automatisch schließende Türen,
- Bewegung ohne selbst zu laufen
- und möglicherweise fremde Personen.
Beginne nicht gleich mit einem vollen Aufzug. Ruhige, kurze Situationen sind für den Trainingsaufbau wesentlich sinnvoller.
Ruhe und Orientierung sind wichtiger als Ablenkung
Ziel sollte nicht sein, deinen Hund während der gesamten Gondelfahrt permanent mit Futter oder Ansprache abzulenken.
Viel hilfreicher ist es, wenn dein Hund gelernt hat, sich in ungewohnten Situationen an dir zu orientieren und gemeinsam mit dir Ruhe zu finden.
Gib ihm einen klaren Platz bei dir und verhindere, dass er innerhalb einer vollen Gondel zwischen Menschen und anderen Hunden hin und her läuft.
Vor der Seilbahnfahrt: Was du direkt an der Talstation tun solltest
Plane genügend Zeit ein. Zeitdruck ist gerade mit einem unsicheren Hund ungünstig.
Vor dem Einsteigen solltest du:
- deinem Hund Gelegenheit zum Lösen geben,
- Leine und Geschirr beziehungsweise Halsband kontrollieren,
- den vorgeschriebenen Maulkorb rechtzeitig anlegen,
- deinen Hund nicht unmittelbar vor der Fahrt wild auspowern,
- die Situation an der Talstation beobachten
- und wenn möglich eine weniger volle Gondel wählen.
Gerade bei der ersten Fahrt kann ein ruhiger Zeitpunkt einen großen Unterschied machen.
Einsteigen mit Hund: Hier entsteht häufig der größte Stress
Das Einsteigen ist für viele Hunde schwieriger als die eigentliche Fahrt. Türen öffnen sich, Menschen bewegen sich, die Kabine muss zügig betreten werden und der Boden kann ungewohnt sein.
Halte deinen Hund nah bei dir und achte darauf, dass die Leine nicht zwischen Türen, Füße oder andere Gegenstände gerät.
Vermeide hektisches Ziehen. Dein Hund sollte möglichst kontrolliert gemeinsam mit dir einsteigen.
Glatte Böden in Gondeln können Hunde verunsichern
Manche Hunde haben weniger mit der Höhe als mit dem Untergrund ein Problem. Ein glatter Kabinenboden kann dazu führen, dass die Pfoten wegrutschen und der Hund keinen sicheren Stand findet.
Besonders ältere Hunde oder Hunde mit Unsicherheiten auf glatten Böden können davon betroffen sein.
Wenn es die Beförderungsbedingungen und die Platzverhältnisse zulassen, kann eine kleine rutschhemmende Unterlage hilfreich sein. Entscheidend ist jedoch, dass sie keine Stolperfalle für andere Fahrgäste darstellt.
Ruckeln, Schaukeln und Geräusche: Was erlebt dein Hund?
Seilbahnen bewegen sich nicht immer vollkommen gleichmäßig. Beim Anfahren, Abbremsen oder Passieren bestimmter Bereiche können Bewegungen und Geräusche entstehen.
Stelle beziehungsweise positioniere deinen Hund so, dass er möglichst sicher steht und nicht durch die Kabine rutschen kann.
Bei kleinen Hunden kann – sofern erlaubt und der Hund daran gewöhnt ist – auch eine geeignete Transportmöglichkeit sinnvoll sein.
Hat mein Hund Höhenangst?
Wenn ein Hund in einer Gondel unruhig wird, muss nicht automatisch die Höhe selbst der Auslöser sein.
Enge, Bewegung, Geräusche, fremde Menschen oder der glatte Boden können ebenso verantwortlich sein.
Beobachte deshalb das Gesamtverhalten deines Hundes, anstatt eine Reaktion vorschnell als Höhenangst einzuordnen.
Bei einem unsicheren Hund kann es helfen, ihn nicht unmittelbar an einer großen Glasfläche zu positionieren, sofern die Kabine genügend Platz bietet.
Andere Hunde in der Seilbahn
Eine Hundebegegnung in einer Gondel unterscheidet sich deutlich von einer Begegnung auf einem Spazierweg. Beide Hunde können kaum Distanz herstellen.
Deshalb gilt: Nur weil zwei Hunde gemeinsam in einer Kabine stehen, müssen sie keinen Kontakt miteinander haben.
Halte deinen Hund bei dir und ermögliche möglichst viel Abstand.
Wenn du bereits an der Talstation erkennst, dass die Kombination aus mehreren Hunden problematisch werden könnte, kann es sinnvoll sein, auf die nächste Gondel zu warten – sofern der Betrieb dies ermöglicht.
Fremde Menschen und Kinder in der Gondel
In einer vollen Kabine können Menschen deinem Hund sehr nahe kommen. Nicht jeder Hund empfindet das als angenehm.
Stelle dich möglichst so, dass du deinem Hund etwas Raum geben kannst. Er muss sich weder von fremden Menschen anfassen lassen noch während der Fahrt andere Fahrgäste begrüßen.
Besonders bei einem unsicheren Hund ist ein ruhiger, klar begrenzter Platz bei dir oft die bessere Lösung.
Wie erkennst du Stress während der Gondelfahrt?
Stress zeigt sich beim Hund nicht nur durch Bellen oder Fluchtversuche. Achte beispielsweise auch auf:
- starkes Hecheln ohne entsprechende Wärme oder Belastung,
- Zittern,
- eingezogene Körperhaltung,
- ständiges Umherlaufen,
- starkes Speicheln,
- Winseln,
- Fluchtversuche,
- auffällige Unruhe
- oder fehlende Ansprechbarkeit.
Einzelne Verhaltensweisen müssen immer im Zusammenhang betrachtet werden. Zeigt dein Hund jedoch deutliche Angst oder Panik, sollte die Erfahrung nicht einfach wiederholt werden, ohne die Ursache und das weitere Vorgehen zu überdenken.
Welche Hunde sollten besser nicht mit der Seilbahn fahren?
Nicht jeder Hund profitiert von einer Gondelfahrt. Eine Alternative kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Situation deinen Hund massiv überfordert.
Besondere Vorsicht ist beispielsweise angebracht bei:
- Hunden mit ausgeprägter Angst vor engen Räumen,
- Hunden mit Panikreaktionen,
- Hunden, die Menschenansammlungen kaum bewältigen können,
- Hunden, die auf fremde Hunde auf engem Raum stark reagieren
- oder Hunden mit gesundheitlichen Einschränkungen, bei denen Höhe oder die geplante Bergtour problematisch sein könnten.
Bei gesundheitlichen Vorerkrankungen solltest du vor einer Reise in größere Höhen gegebenenfalls tierärztlich klären, welche Belastung für deinen Hund geeignet ist.
Treten nach der Fahrt ungewöhnliche Beschwerden auf, findest du weitere Orientierung unter Symptome, die du nicht ignorieren solltest.
Seilbahnfahrt mit Welpen: Ist das sinnvoll?
Ein Welpe muss nicht möglichst früh jede denkbare Alltagssituation erlebt haben. Entscheidend ist die Qualität der Erfahrung.
Eine überfüllte Talstation, ein unbekannter Maulkorb, fremde Hunde und eine volle Gondel können für einen jungen Hund schnell zu viel werden.
Wenn eine Seilbahnfahrt mit einem Welpen geplant ist, sollte sie deshalb besonders ruhig und gut vorbereitet sein. Gleichzeitig muss auch die anschließende Wanderung zum Alter und körperlichen Entwicklungsstand des jungen Hundes passen.
Seilbahn als Hilfe bei langen Bergtouren
Eine Seilbahn kann einen langen Auf- oder Abstieg ersparen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die verbleibende Wanderung für jeden Hund geeignet ist.
Auch nach der Bergfahrt können noch:
- viele Höhenmeter,
- lange Strecken,
- steile Abstiege,
- Geröll,
- Hitze
- oder schwierige Untergründe folgen.
Prüfe deshalb bereits vor der Fahrt, ob die gesamte Tour zu deinem Hund passt. Mehr dazu erfährst du unter Wie viel kann mein Hund wandern?.
Auch die Bergstation kann deinen Hund überraschen
Nach dem Aussteigen beginnt nicht immer sofort ein ruhiger Wanderweg. Bergstationen können Restaurants, Terrassen, Spielplätze, andere Hunde und viele Menschen umfassen.
Gib deinem Hund deshalb nach der Fahrt zunächst Zeit, sich neu zu orientieren, bevor ihr direkt in die Wanderung startet.
Biete ihm bei Bedarf Wasser an und beobachte, wie er die Fahrt verkraftet hat.
Schneefelder nach der Seilbahnfahrt nicht unterschätzen
Mit einer Seilbahn erreichst du innerhalb kurzer Zeit deutlich höhere Lagen. Dadurch können selbst im Sommer plötzlich Bedingungen auftreten, mit denen du im Tal nicht gerechnet hast.
Dazu gehören auch Schneefelder im Sommer.
Informiere dich deshalb nicht nur über das Wetter im Tal, sondern auch über Bedingungen und Wegverhältnisse im tatsächlichen Wandergebiet.
Pfoten nach der Bergfahrt nicht vergessen
Die Seilbahn erspart zwar möglicherweise einen Teil des Aufstiegs, doch oben warten häufig Fels, Schotter und Geröll.
Gerade Hunde, die solche Untergründe aus ihrem Alltag kaum kennen, können empfindlich reagieren.
Wie du die Ballen vorbereitest und unterwegs kontrollierst, erfährst du unter Pfotenpflege in den Bergen.
Almwiesen und Herdenschutzhunde nach der Seilbahnfahrt
Viele Seilbahnen bringen dich direkt in Alm- und Weidegebiete. Dort gelten andere Herausforderungen als in der Gondel.
Informiere dich vor der Tour darüber, ob Weideflächen gequert werden und ob Herdenschutzhunde eingesetzt werden.
Ausführliche Informationen findest du unter Almhunde & Herdenschutzhunde.
Auch das Thema Wolfsgebiet kann je nach Urlaubsregion eine Rolle spielen.
Weitere Informationen zu unterschiedlichen Naturbereichen findest du unter Wald, Wiesen & Almwiesen.
Was tun, wenn dein Hund Angst vor der Seilbahn hat?
Zeigt dein Hund bereits an der Talstation deutliche Angst, solltest du ihn nicht einfach in die Gondel ziehen oder tragen, nur damit die geplante Wanderung stattfinden kann.
Überlege zunächst, welcher Teil der Situation problematisch ist:
- Menschenmenge?
- Maulkorb?
- enger Raum?
- glatter Boden?
- fremde Hunde?
- Geräusche?
- Bewegung?
Einzelne Auslöser lassen sich später gezielt und kleinschrittig trainieren.
Eine massive Angstreaktion sollte dagegen nicht dadurch „trainiert“ werden, dass der Hund wiederholt in die Situation gezwungen wird.
Beruhigungsmittel für die Seilbahnfahrt?
Medikamente sollten nicht als einfache Lösung genutzt werden, damit ein stark ängstlicher Hund eine eigentlich überfordernde Situation irgendwie aushält.
Bestehen ausgeprägte Angst oder gesundheitliche Besonderheiten, sollte das weitere Vorgehen individuell mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.
Gib deinem Hund niemals eigenständig Medikamente oder Beruhigungsmittel, die nicht ausdrücklich für ihn und die jeweilige Situation tierärztlich empfohlen wurden.
Welche Alternativen gibt es zur Seilbahn?
Wenn dein Hund mit einer Gondelfahrt nicht zurechtkommt, muss die gemeinsame Zeit in den Bergen deshalb nicht ausfallen.
Je nach Region kommen beispielsweise infrage:
- eine andere, niedrig gelegene Wanderroute,
- ein kürzerer Aufstieg zu Fuß,
- eine Tour ohne Bergbahn
- oder ein anderes Ausflugsziel.
Entscheidend ist nicht, eine bestimmte Route unbedingt durchzuführen, sondern eine Tour zu wählen, die zu deinem Hund passt.
Mit Hund aus Stuttgart in die Berge: Seilbahn vorher trainieren
Wenn dein Hund im Alltag in Stuttgart und der Region Stuttgart lebt, kannst du viele Grundlagen für eine spätere Seilbahnfahrt bereits zuhause beziehungsweise im Alltag trainieren.
Fahrstühle, unterschiedliche Bodenbeläge, ruhiges Warten, Menschen in engerer Umgebung und ein gut aufgebauter Maulkorb sind Situationen, die sich schrittweise vorbereiten lassen.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart legen wir großen Wert darauf, Hunde nicht einfach in schwierige Situationen hineinzusetzen, sondern Orientierung und Kommunikation aufzubauen. Gerade im Urlaub zahlt sich ein Hund aus, der gelernt hat, sich auch in unbekannten Situationen an seinem Menschen zu orientieren.
Checkliste: Seilbahnfahrt mit Hund
- Aktuelle Beförderungsbedingungen des Betreibers prüfen.
- Leinenpflicht kontrollieren.
- Maulkorbpflicht prüfen.
- Ticketregelung für Hunde prüfen.
- Maulkorb rechtzeitig vorher trainieren.
- Enge Räume und Fahrstuhl üben.
- Hund vor der Fahrt lösen lassen.
- Genügend Zeit an der Talstation einplanen.
- Wenn möglich weniger frequentierte Fahrzeiten wählen.
- Hund beim Einsteigen nah bei dir führen.
- Auf sicheren Stand in der Gondel achten.
- Abstand zu fremden Hunden ermöglichen.
- Stresssignale beobachten.
- Frisches Trinkwasser mitnehmen.
- Wetter und Bedingungen an der Bergstation prüfen.
- Gesamte Wanderstrecke realistisch einschätzen.
- Pfoten und Untergrund berücksichtigen.
- Bei deutlicher Angst eine Alternative wählen.
Häufige Fragen zu Hund und Seilbahn
Dürfen Hunde mit der Seilbahn fahren?
Bei vielen Seilbahnen können Hunde mitgenommen werden. Die konkreten Beförderungsbedingungen legt jedoch der jeweilige Betreiber fest. Informiere dich deshalb vor der Fahrt direkt über die aktuellen Vorschriften.
Braucht mein Hund in der Seilbahn einen Maulkorb?
Das hängt von der jeweiligen Seilbahn und ihren Beförderungsbedingungen ab. Wenn ein Maulkorb vorgeschrieben ist, sollte dein Hund bereits vor dem Urlaub daran gewöhnt sein.
Muss mein Hund in der Seilbahn angeleint sein?
Welche Vorgaben zur Leine gelten, solltest du direkt beim jeweiligen Betreiber prüfen. Unabhängig davon sollte dein Hund in einer engen Gondel sicher und kontrolliert bei dir bleiben.
Kostet ein Hund in der Seilbahn extra?
Das ist unterschiedlich. Manche Betreiber befördern Hunde kostenlos, andere verlangen ein eigenes Ticket oder haben spezielle Hundetarife. Prüfe die Preise vor deiner Anreise.
Wie gewöhne ich meinen Hund an eine Gondel?
Übe einzelne Bestandteile der Situation bereits vorher. Dazu können Fahrstühle, enge Räume, unterschiedliche Bodenbeläge, ruhiges Warten, Menschen in der Nähe und gegebenenfalls das Tragen eines Maulkorbs gehören.
Was tun, wenn mein Hund Angst in der Seilbahn hat?
Versuche herauszufinden, welcher Bestandteil der Situation deinen Hund belastet. Bei deutlicher Angst oder Panik sollte der Hund nicht wiederholt in die Situation gezwungen werden. Eine alternative Tour kann zunächst die bessere Entscheidung sein.
Kann ich mit einem Welpen Seilbahn fahren?
Entscheidend ist, ob die Situation für den Welpen ruhig und altersgerecht gestaltet werden kann. Eine volle Gondel mit vielen neuen Reizen kann einen jungen Hund schnell überfordern. Auch die anschließende Wanderung muss zu seinem Entwicklungsstand passen.
Was mache ich, wenn ein anderer Hund in die Gondel steigt?
Halte deinen Hund kontrolliert bei dir und vermeide unnötigen direkten Kontakt. In einer Gondel können Hunde kaum Distanz herstellen. Wenn möglich, kann bei einer ungünstigen Konstellation auch die nächste Kabine die entspanntere Lösung sein.
Was muss ich nach der Seilbahnfahrt beachten?
Gib deinem Hund zunächst Gelegenheit, sich zu orientieren und biete bei Bedarf Wasser an. Prüfe außerdem Wetter, Untergrund und Wegbedingungen, denn an der Bergstation können deutlich andere Verhältnisse herrschen als im Tal.
Ist eine Seilbahn für jeden Hund geeignet?
Nein. Bei ausgeprägter Angst vor engen Räumen, Menschenmengen oder anderen Hunden sowie bei bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen kann eine alternative Tour sinnvoller sein.
Alltagssicherheit beginnt vor dem Urlaub
Fahrstuhl, Maulkorb, enge Räume, fremde Menschen und Orientierung trotz Ablenkung sind nicht nur im Urlaub hilfreich. Viele dieser Situationen lassen sich bereits im Alltag kleinschrittig vorbereiten.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart unterstützen wir dich dabei, eine klare und verlässliche Kommunikation mit deinem Hund aufzubauen – damit er sich auch in neuen Situationen an dir orientieren kann.
Fazit: Eine Seilbahnfahrt mit Hund beginnt mit guter Vorbereitung
Eine Gondelfahrt kann den Bergurlaub mit Hund erheblich erleichtern und viele schöne Wandergebiete erreichbar machen. Für deinen Hund ist sie jedoch eine ungewöhnliche Alltagssituation, die nicht unterschätzt werden sollte.
Informiere dich vorab über die aktuellen Regeln des Betreibers und trainiere insbesondere einen vorgeschriebenen Maulkorb nicht erst im Urlaub. Auch Fahrstühle, enge Räume, glatte Böden und ruhiges Warten können bereits vorher geübt werden.
Beobachte deinen Hund während der Fahrt aufmerksam und respektiere seine Grenzen. Eine Gondelfahrt muss nicht um jeden Preis stattfinden.
Je besser dein Hund auf ungewohnte Situationen vorbereitet ist und je klarer er sich an dir orientieren kann, desto größer ist die Chance, dass die Seilbahnfahrt tatsächlich zu einem entspannten Start in euren gemeinsamen Wandertag wird.
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