Schneefelder im Sommer mit Hund: Gefahren erkennen und sicher überqueren
Draußen im Tal herrschen sommerliche Temperaturen, die Sonne scheint und eigentlich rechnest du bei einer Bergwanderung mit deinem Hund längst nicht mehr mit Schnee. Doch gerade in höheren Lagen können selbst im Hochsommer noch größere Schneefelder liegen.
Für viele Hunde ist das zunächst spannend: Sie schnuppern, laufen über den Schnee oder möchten sich darin abkühlen. Was auf den ersten Blick harmlos aussieht, kann im alpinen Gelände jedoch gefährlich werden. Alter Sommerschnee ist häufig hart, uneben oder teilweise vereist. Schneefelder können steil abfallen und unter ihrer Oberfläche können sich Hohlräume, Schmelzwasser oder Bäche befinden.
Besonders kritisch wird es, wenn ein Schneefeld einen steilen Hang quert. Verliert dein Hund dort den Halt, kann er möglicherweise nicht mehr selbstständig bremsen. Dasselbe gilt natürlich für dich.
Wenn du einen Urlaub mit Hund in den Bergen planst, solltest du deshalb auch im Sommer mit Restschnee rechnen.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum Schneefelder im Sommer für Hunde gefährlich werden können, wann du sie besser umgehst, wie du deinen Hund im alpinen Gelände sicher führst und worauf du anschließend bei seinen Pfoten achten solltest.
Warum liegt im Sommer überhaupt noch Schnee in den Bergen?
Während im Tal längst Sommer herrscht, können sich in höheren Bergregionen Schneereste deutlich länger halten.
Besonders häufig findest du Altschnee:
- an schattigen Nordhängen,
- in Rinnen und Mulden,
- unterhalb steiler Felswände,
- in hoch gelegenen Tälern,
- an Stellen mit großen winterlichen Schneeansammlungen
- und generell in höheren alpinen Lagen.
Wie lange solche Schneefelder bestehen bleiben, hängt stark von Höhenlage, Schneemenge, Hanglage und Wetterentwicklung ab.
Deshalb solltest du dich bei einer Bergtour nicht allein an den sommerlichen Temperaturen im Tal orientieren.
Altschnee ist etwas anderes als weicher Winterschnee
Ein entscheidender Unterschied wird häufig unterschätzt: Ein sommerliches Schneefeld besteht nicht unbedingt aus weichem Schnee.
Durch wiederholtes Schmelzen und Gefrieren kann die Oberfläche sehr kompakt werden. Besonders morgens oder nach kalten Nächten kann sie hart oder eisig sein.
Für deinen Hund bedeutet das:
- weniger Halt mit den Pfoten,
- höhere Rutschgefahr,
- mögliche scharfkantige Eisbereiche
- und deutlich schlechter kontrollierbare Bewegungen.
Was wie eine kleine weiße Fläche auf dem Wanderweg aussieht, kann deshalb eine anspruchsvolle alpine Passage sein.
Rutschen
Harter oder vereister Altschnee kann besonders an steilen Hängen zu einer gefährlichen Rutschbahn werden.
Einbrechen
Unter Schneefeldern können sich Hohlräume und Schmelzwasserläufe befinden, die von oben nicht sicher erkennbar sind.
Pfoten
Harter Schnee, Eis und darunterliegendes Geröll können Ballen und Krallen stärker beanspruchen.
Rutschgefahr: Das größte Problem an steilen Schneefeldern
Auf einem flachen Schneerest neben einem sicheren Wanderweg sieht die Situation völlig anders aus als auf einem Schneefeld, das einen steilen Hang quert.
Je größer die Hangneigung und je härter der Schnee, desto problematischer kann ein Ausrutscher werden.
Dein Hund kann zwar vier Pfoten einsetzen, besitzt aber keine Möglichkeit, sich auf hartem Schnee mit technischer Ausrüstung zu sichern. Gerät er ins Rutschen, kann er möglicherweise immer schneller werden.
Besonders kritisch sind Schneefelder, unter denen sich befinden:
- Felsen,
- Geröll,
- steile Hänge,
- Bäche,
- Schluchten
- oder anderes Absturzgelände.
In solchen Situationen ist nicht entscheidend, ob dein Hund normalerweise trittsicher ist. Entscheidend ist, was passiert, wenn einer von euch den Halt verliert.
Warum eine Leine auf einem steilen Schneefeld nicht automatisch Sicherheit bedeutet
Deinen Hund kontrolliert zu führen ist im alpinen Gelände wichtig. Eine Leine verhindert jedoch nicht automatisch einen Absturz.
Rutscht dein Hund auf einem steilen Schneefeld plötzlich weg, kann über die Leine erheblicher Zug auf dich übertragen werden. Im ungünstigsten Fall verlierst auch du dadurch das Gleichgewicht.
Deshalb sollte die Überlegung nicht lauten: „Ich leine meinen Hund an, dann können wir sicher darüber.“
Die wichtigere Frage lautet: Ist dieses Schneefeld unter den aktuellen Bedingungen überhaupt sicher mit Hund begehbar?
Hohlräume unter Schneefeldern: Eine schwer erkennbare Gefahr
Schneefelder schmelzen nicht immer gleichmäßig von oben nach unten. Schmelzwasser und darunter verlaufende Bäche können Schnee von unten aushöhlen.
Dadurch können sogenannte Schneebrücken entstehen. Von oben sieht die Oberfläche möglicherweise noch geschlossen aus, während darunter bereits ein größerer Hohlraum entstanden ist.
Bricht dein Hund dort ein, drohen beispielsweise:
- Sturzverletzungen,
- Schnitt- und Schürfwunden,
- Verletzungen an Beinen und Pfoten,
- Einklemmen zwischen Schnee und Gestein
- oder Kontakt mit kaltem, schnell fließendem Schmelzwasser.
Besonders vorsichtig solltest du deshalb dort sein, wo du Wasser hörst oder erkennst, dass ein Bach unter einem Schneefeld verschwindet.
Scharfer Altschnee und Eis können Hundepfoten verletzen
Nach mehreren Schmelz- und Gefrierphasen kann die Schneeoberfläche hart und unregelmäßig werden. An einzelnen Stellen können Eiskanten entstehen.
Gleichzeitig können unter dünner werdendem Schnee bereits Steine und Geröll hervortreten.
Mögliche Folgen sind:
- oberflächliche Abschürfungen,
- kleine Schnitte,
- gereizte Ballen,
- eingerissene Krallen
- oder Druckstellen.
Gerade auf längeren Bergtouren summiert sich die Belastung. Deshalb solltest du die Pfoten nicht erst am Abend kontrollieren.
Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber Pfotenpflege in den Bergen.
Kann ein Hund auf einem Schneefeld im Sommer unterkühlen?
Ein kurzer Gang über Schnee führt bei einem gesunden Hund normalerweise nicht automatisch zu einer Unterkühlung.
Die ursprüngliche Aussage, bereits der Kontakt mit einem sommerlichen Schneefeld könne schnell zur Unterkühlung führen, wäre deshalb zu pauschal.
Relevant wird Kälte eher dann, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen:
- der Hund ist nass,
- er bleibt längere Zeit auf Schnee liegen,
- es ist windig und kalt,
- der Hund ist sehr klein oder sehr jung,
- er besitzt wenig Unterwolle,
- er ist geschwächt
- oder ihr seid längere Zeit ohne Bewegung.
Beobachte deshalb immer den gesamten Hund und nicht nur die Außentemperatur. Weitere Warnzeichen findest du unter Symptome, die du nicht ignorieren solltest.
Schnee als Abkühlung für den Hund: Eine gute Idee?
Manche Hunde lieben es, sich im Sommer auf einen Schneerest zu legen oder kurz darin herumzutollen.
Auf einer flachen, sicheren Fläche kann ein kurzer Kontakt mit Schnee für einen gesunden Hund durchaus angenehm sein.
Trotzdem solltest du aus einem Schneefeld keinen ausgedehnten Spielplatz machen. Das gilt besonders dann, wenn:
- das Gelände abschüssig ist,
- der Schnee hart oder vereist ist,
- Hohlräume möglich sind,
- Felsen oder Geröll herausragen
- oder du den weiteren Verlauf nicht überblicken kannst.
Schnee ersetzt außerdem kein Trinkwasser. Auch auf Bergtouren sollte dein Hund regelmäßig frisches Wasser angeboten bekommen.
Schneefelder niemals nur anhand ihrer Oberfläche beurteilen
Ein häufiger Fehler besteht darin, lediglich die ersten Meter eines Schneefeldes anzuschauen.
Bevor du weitergehst, solltest du dir die gesamte Passage ansehen:
- Wie steil ist das Schneefeld?
- Wo endet es?
- Was befindet sich unterhalb?
- Gibt es sichtbare Risse oder Löcher?
- Fließt Wasser darunter?
- Ist die Oberfläche hart oder vereist?
- Gibt es einen sicheren Ausweichweg?
- Kann dein Hund kontrolliert laufen?
Kannst du eine dieser Fragen nicht ausreichend beurteilen, ist Zurückhaltung die bessere Entscheidung.
Warum der Zeitpunkt der Wanderung einen Unterschied machen kann
Die Beschaffenheit eines Schneefeldes kann sich im Tagesverlauf verändern. Nach einer kalten Nacht kann die Oberfläche morgens sehr hart sein. Bei steigenden Temperaturen kann Schnee später weicher werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass weicher Schnee automatisch ungefährlich ist. Bei fortschreitender Schneeschmelze können Schneebrücken und dünne Bereiche instabiler werden.
Deshalb gibt es keine einfache Regel wie „morgens gefährlich, nachmittags sicher“. Die konkrete Situation vor Ort entscheidet.
Solltest du ein Schneefeld mit einem Stock testen?
Mit einem Wanderstock kannst du unmittelbar vor dir gelegene Stellen vorsichtig prüfen. Das macht ein unbekanntes Schneefeld aber nicht automatisch sicher.
Ein Stock kann insbesondere keine zuverlässige Aussage darüber liefern, ob einige Meter weiter ein größerer Hohlraum besteht oder die gesamte Schneebrücke tragfähig ist.
Deshalb würde ich die frühere Empfehlung „Untergrund mit einem Stock testen und dann überqueren“ nicht als allgemeine Sicherheitsregel stehen lassen.
Bestehen ernsthafte Zweifel an der Stabilität, sollte die Konsequenz nicht weiteres Testen, sondern Umgehen oder Umkehren sein.
So führst du deinen Hund an einem sicheren, flachen Schneefeld
Handelt es sich lediglich um einen kurzen, übersichtlichen und flachen Schneerest ohne Absturzgefahr und ohne erkennbare Unterspülung, solltest du trotzdem ruhig und kontrolliert vorgehen.
- Verhindere wildes Rennen auf hartem Schnee.
- Halte deinen Hund kontrollierbar.
- Wähle den flachsten und kürzesten sicheren Abschnitt.
- Vermeide sichtbare Eisflächen.
- Halte Abstand zu Rändern, Löchern und Bachläufen.
- Lass deinen Hund nicht unkontrolliert vorauslaufen.
- Beobachte, ob er sicheren Halt findet.
Wird dein Hund unsicher, rutscht wiederholt oder möchte nicht weitergehen, zwinge ihn nicht über die Passage.
Wann solltest du ein Schneefeld mit Hund unbedingt umgehen?
Nicht jedes Schneefeld muss überquert werden. In einigen Situationen sollte die Entscheidung klar gegen die Passage ausfallen.
Suche einen sicheren Umweg oder kehre um, wenn:
- das Schneefeld stark abschüssig ist,
- unterhalb Absturzgelände liegt,
- die Oberfläche hart oder vereist ist,
- du selbst keinen sicheren Halt hast,
- Wasser unter dem Schnee hörbar oder sichtbar ist,
- Löcher oder Risse erkennbar sind,
- der Schnee unterspült wirkt,
- dein Hund deutlich unsicher ist,
- du die Situation nicht beurteilen kannst
- oder dir dein Gefühl sagt, dass die Passage nicht sicher ist.
Ein paar zusätzliche Höhenmeter oder ein Tourabbruch sind immer besser als ein unnötiges Absturzrisiko.
Pfotenpflege vor und nach Schneefeldern
Auf einer Bergwanderung wechseln die Untergründe häufig innerhalb kurzer Zeit: Asphalt, Waldweg, Geröll, Felsen, feuchte Wiesen und möglicherweise Schnee.
Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle der Pfoten wichtiger als eine einzelne Maßnahme unmittelbar vor dem Schneefeld.
Achte insbesondere auf:
- kleine Schnitte,
- Abschürfungen,
- eingerissene Ballenhaut,
- verletzte Krallen,
- Fremdkörper zwischen den Zehen
- und ungewöhnlich starkes Lecken.
Ein Pfotenbalsam kann zur regelmäßigen Pflege trockener oder beanspruchter Ballen gehören. Er macht ein gefährliches Schneefeld allerdings nicht sicher und schützt nicht vor einem Ausrutschen oder Absturz.
Sind Hundeschuhe auf Schneefeldern sinnvoll?
Hundeschuhe können bei bereits empfindlichen oder verletzungsanfälligen Pfoten sinnvoll sein. Sie können die Ballen beispielsweise vor rauen oder scharfkantigen Untergründen schützen.
Wichtig ist jedoch: Nicht jeder Hund läuft mit Schuhen automatisch sicherer. Je nach Modell und Untergrund kann sich das Laufgefühl deutlich verändern.
Hundeschuhe sollten deshalb bereits vor der Bergtour in sicherer Umgebung trainiert und getestet werden.
Auch hier gilt: Ein Pfotenschuh ersetzt keine sichere Routenwahl.
Wie viel Bergtour schafft dein Hund überhaupt?
Schneefelder sind häufig nur ein kleiner Teil einer deutlich längeren Bergwanderung. Deshalb solltest du die gesamte Belastung betrachten.
Höhenmeter, Wegbeschaffenheit, Temperaturen, Dauer und Kondition deines Hundes spielen zusammen.
Gerade ein bereits erschöpfter Hund bewegt sich möglicherweise weniger konzentriert und trittsicher.
Bevor du anspruchsvollere Touren planst, hilft dir unser Ratgeber Wie viel kann mein Hund wandern?.
Sommerhitze und Schnee können auf derselben Tour vorkommen
Eine Besonderheit alpiner Sommertouren sind große Temperaturunterschiede. Im Tal kann es heiß sein, während du in höheren Lagen Wind, Kälte und Schneefelder erreichst.
Gleichzeitig kann intensive Sonneneinstrahlung in der Höhe deinen Hund belasten.
Plane deshalb nicht nur für Schnee, sondern auch für Wärme:
- ausreichend Trinkwasser,
- regelmäßige Pausen,
- angepasstes Tempo,
- Schutz vor starker Mittagshitze
- und eine realistische Tourenlänge.
Zur Einschätzung warmer Bedingungen findest du weitere Informationen unter Wie heiß ist zu heiß?.
Seilbahn und Schneefelder: Höhenlage nicht unterschätzen
Eine Seilbahn bringt dich innerhalb kurzer Zeit mehrere Hundert oder sogar mehr Höhenmeter nach oben. Dadurch kann sich auch die Umgebung schlagartig verändern.
Während am Ausgangspunkt sommerliche Bedingungen herrschen, können weiter oben noch Restschnee, niedrigere Temperaturen oder anspruchsvollere Wege warten.
Informiere dich deshalb vor der Fahrt über die aktuellen Bedingungen an der Bergstation und auf deiner geplanten Route.
Alles Wichtige zur Fahrt findest du unter Hund und Seilbahn.
Erste Hilfe nach einem Unfall auf Schnee
Rutscht dein Hund aus, bricht ein oder verletzt sich an hartem Schnee oder Geröll, solltest du ihn zunächst aus dem Gefahrenbereich bringen – sofern dies möglich ist, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen.
Achte anschließend auf:
- Blutungen,
- sichtbare Wunden,
- Schwellungen,
- Lahmheit,
- starke Schmerzreaktionen,
- ungewöhnliche Bewegungen
- und Veränderungen des Allgemeinzustands.
Nach einem Sturz können Verletzungen vorhanden sein, die äußerlich nicht sofort sichtbar sind. Bei deutlicher Lahmheit, starken Schmerzen, einem größeren Sturz oder auffälligem Allgemeinzustand sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.
Einige Grundlagen findest du auch unter Erste Hilfe im Winter.
Urlaub mit Hund in den Bergen aus Stuttgart gut vorbereiten
Von Stuttgart und der Region Stuttgart aus sind zahlreiche Bergregionen im Allgäu, in Österreich und in der Schweiz beliebte Ziele für einen Urlaub oder ein Wanderwochenende mit Hund.
Wer hauptsächlich auf bekannten Spazierwegen rund um Stuttgart unterwegs ist, sollte allerdings berücksichtigen, dass alpines Gelände völlig andere Anforderungen an Hund und Halter stellen kann.
Unterschiedliche Untergründe, schmale Wege, Wildtiere, Weidetiere, Höhenunterschiede und unerwartete Schneefelder verlangen, dass dein Hund auch unter Ablenkung ansprechbar und kontrollierbar bleibt.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart unterstützen wir Hundehalter dabei, Orientierung, Leinenführung und eine zuverlässige Kommunikation im Alltag aufzubauen – Fähigkeiten, die auch auf Reisen und Wanderungen hilfreich sind.
Schneefelder mit Hund: Das solltest du dir merken
- Auch im Sommer kann in höheren Berglagen Schnee liegen.
- Altschnee kann hart und vereist sein.
- Steile Schneefelder können zur gefährlichen Rutschbahn werden.
- Entscheidend ist immer, was sich unterhalb des Schneefeldes befindet.
- Unter Schneefeldern können Hohlräume und Bäche verlaufen.
- Schicke deinen Hund niemals voraus, um die Tragfähigkeit zu testen.
- Eine Leine macht eine gefährliche Passage nicht automatisch sicher.
- Harter Schnee und Eis können Pfoten beanspruchen.
- Kontrolliere Pfoten und Krallen während und nach längeren Touren.
- Hundeschuhe müssen vorher trainiert werden.
- Ein kurzer Kontakt mit Schnee verursacht nicht automatisch Unterkühlung.
- Bei Nässe, Wind und längerer Kälteexposition genauer beobachten.
- Schnee ist kein Ersatz für frisches Trinkwasser.
- Aktuelle Weg- und Schneeverhältnisse vor der Tour prüfen.
- Bei Unsicherheit Schneefeld umgehen oder umkehren.
Häufige Fragen zu Schneefeldern im Sommer mit Hund
Sind Schneefelder im Sommer für Hunde gefährlich?
Sie können gefährlich sein. Besonders kritisch sind steile, harte, vereiste oder unterspülte Schneefelder. Dort besteht unter anderem Rutsch-, Absturz- oder Einbruchgefahr.
Darf mein Hund im Sommer auf Schnee laufen?
Auf einem flachen, stabilen und übersichtlichen Schneerest kann ein gesunder Hund grundsätzlich kurz laufen. Entscheidend sind Untergrund, Hangneigung und mögliche Gefahren unterhalb beziehungsweise unter dem Schnee.
Warum sind steile Schneefelder mit Hund gefährlich?
Auf hartem oder vereistem Altschnee kann ein Hund ausrutschen und möglicherweise nicht mehr selbstständig bremsen. Führt das Schneefeld in steiles Gelände, können die Folgen eines Sturzes schwerwiegend sein.
Soll ich meinen Hund auf einem Schneefeld anleinen?
Dein Hund sollte in anspruchsvollem Gelände kontrollierbar sein. Eine Leine macht ein steiles oder vereistes Schneefeld jedoch nicht automatisch sicher. Rutscht der Hund ab, kann sein Gewicht auch dich aus dem Gleichgewicht bringen.
Können Hunde in ein Schneefeld einbrechen?
Ja. Unter alten Schneefeldern können durch Schmelzwasser oder Bäche Hohlräume entstehen. Die darüberliegende Schneedecke kann dünn und instabil werden.
Kann Schnee die Pfoten meines Hundes verletzen?
Harter, vereister und unregelmäßiger Altschnee kann die Ballen beanspruchen. Zusätzlich können Geröll und scharfkantige Eisbereiche zu kleinen Schnitten, Abschürfungen oder Krallenverletzungen führen.
Braucht mein Hund auf Schneefeldern Hundeschuhe?
Nicht jeder Hund benötigt Hundeschuhe. Bei empfindlichen oder vorgeschädigten Pfoten können sie sinnvoll sein. Sie sollten jedoch bereits vor der Wanderung trainiert und auf sicherem Untergrund getestet werden.
Kann mein Hund im Sommer auf Schnee unterkühlen?
Ein kurzer Kontakt mit Schnee führt bei einem gesunden Hund normalerweise nicht automatisch zur Unterkühlung. Das Risiko steigt jedoch beispielsweise bei Nässe, Wind, längerer Kälteexposition oder besonders empfindlichen Hunden.
Wann sollte ich ein Schneefeld mit Hund umgehen?
Bei starkem Gefälle, vereister Oberfläche, Absturzgelände, sichtbaren Hohlräumen, unterspültem Schnee oder wenn du die Situation nicht sicher beurteilen kannst, solltest du einen anderen Weg wählen oder umkehren.
Darf mein Hund Schnee fressen?
Kleine Mengen sauberen Schnees sind bei vielen gesunden Hunden nicht automatisch problematisch. Größere Mengen können jedoch Magen-Darm-Beschwerden begünstigen. Biete deinem Hund auf Wanderungen deshalb ausreichend frisches Trinkwasser an.
Du möchtest deinen Hund auch unterwegs zuverlässig führen können?
Gerade auf Reisen und Wanderungen zeigt sich, wie wertvoll eine gute Orientierung am Menschen ist. Dein Hund sollte sich auch bei neuen Untergründen, Wildgeruch und ungewohnten Situationen an dir orientieren können.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir an einer klaren Kommunikation und alltagstauglichen Orientierung zwischen Mensch und Hund.
Fazit: Bei Schneefeldern entscheidet nicht die Größe, sondern das Gelände
Ein kleines, flaches Schneefeld kann im Sommer eine interessante Abwechslung für deinen Hund sein. Ein steiles, hartes oder unterspültes Schneefeld kann dagegen zu einer ernsthaften alpinen Gefahr werden.
Besonders Rutsch- und Absturzgefahr sowie verborgene Hohlräume unter alter Schneedecke solltest du nicht unterschätzen.
Prüfe deshalb vor einer Bergtour die aktuellen Weg- und Schneeverhältnisse, beobachte das Gelände und zwinge deinen Hund niemals über eine Passage, bei der er keinen sicheren Halt findet.
Wenn du nicht sicher beurteilen kannst, ob ein Schneefeld gefahrlos passierbar ist, ist Umgehen oder Umkehren die richtige Entscheidung. Kein Wanderziel ist es wert, dafür die Sicherheit deines Hundes oder deine eigene Sicherheit zu riskieren.
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