Pfotenpflege in den Bergen: Wie du Verletzungen beim Wandern vermeidest
Steinige Wege, grober Schotter, scharfkantiges Geröll, heiße Felsen und plötzlich ein Schneefeld: Beim Wandern in den Bergen leisten die Pfoten deines Hundes Schwerstarbeit. Was auf den ersten Kilometern noch problemlos aussieht, kann sich im Laufe einer längeren Tour zu aufgescheuerten, gereizten oder sogar verletzten Ballen entwickeln.
Besonders tückisch: Viele Hunde laufen trotz beginnender Beschwerden zunächst weiter. Erst später fällt auf, dass sie vorsichtiger auftreten, an einer Pfote lecken oder sogar lahmen.
Eine gute Pfotenpflege beim Wandern beginnt deshalb nicht erst nach der Bergtour. Vorbereitung, passende Tourenlänge, regelmäßige Pfotenkontrollen und die richtige Ausrüstung können entscheidend dazu beitragen, Verletzungen zu vermeiden.
Wenn du einen Urlaub mit Hund in den Bergen planst, solltest du die Pfoten deines Hundes deshalb genauso berücksichtigen wie Kondition, Wetter, Trinkwasser und Streckenlänge.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Hundepfoten auf Bergwanderungen vorbereitest, welche Untergründe besonders belastend sind, wann Hundeschuhe sinnvoll sein können und was du bei einer verletzten Pfote unterwegs tun kannst.
Warum Hundepfoten in den Bergen besonders beansprucht werden
Hundeballen sind erstaunlich widerstandsfähig. Trotzdem sind sie nicht für jede Belastung automatisch vorbereitet.
Ein Hund, der im Alltag überwiegend auf weichen Waldwegen, Wiesen oder kurzen Asphaltstrecken unterwegs ist, kann mit mehreren Stunden auf grobem Bergweg deutlich stärker belastet werden.
Hinzu kommt, dass sich der Untergrund während einer einzigen Wanderung mehrfach verändern kann.
Typisch sind beispielsweise:
- Asphalt beim Start im Tal,
- Waldwege,
- Kies und Schotter,
- grobes Geröll,
- Felsplatten,
- Wurzeln,
- Almwiesen
- und in höheren Lagen sogar Schnee oder Eis.
Einen Überblick über unterschiedliche Naturbereiche findest du auch unter Wald, Wiesen & Almwiesen.
Reibung
Lange Strecken auf rauem Untergrund können die Hornschicht der Ballen zunehmend beanspruchen und aufscheuern.
Hitze
Dunkler Fels, Asphalt und andere sonnenexponierte Flächen können sich im Sommer stark aufheizen.
Verletzungen
Scharfe Steine, Dornen, Splitter oder andere Fremdkörper können Schnitte und Verletzungen verursachen.
Welche Pfotenverletzungen können beim Wandern entstehen?
Nicht jede Pfotenverletzung sieht gleich aus. Manche Beschwerden entwickeln sich langsam durch Überlastung, andere entstehen plötzlich durch einen scharfkantigen Gegenstand.
Zu den möglichen Problemen gehören:
- aufgescheuerte Ballen,
- kleine Risse,
- Schnittverletzungen,
- abgelöste oder verletzte Ballenhaut,
- Fremdkörper zwischen den Zehen,
- Verletzungen an den Krallen,
- Reizungen zwischen den Zehen
- und Verbrennungen durch heißen Untergrund.
Je länger die Wanderung dauert, desto wichtiger wird es, kleine Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Hundepfoten vor dem Bergurlaub kontrollieren
Die Vorbereitung beginnt einige Tage beziehungsweise Wochen vor der eigentlichen Bergwanderung.
Kontrolliere regelmäßig:
- die Oberfläche aller Ballen,
- die Bereiche zwischen den Zehen,
- die Krallen,
- die Wolfskrallen,
- das Fell zwischen den Ballen
- und die Haut rund um die Pfoten.
Bereits vorhandene Risse, Druckstellen oder empfindliche Bereiche können sich auf einer langen Bergtour verschlimmern.
Starte deshalb nicht mit bereits gereizten oder verletzten Pfoten in eine anspruchsvolle Wanderung.
Pfoten langsam an unterschiedliche Untergründe gewöhnen
Die beste Vorbereitung besteht nicht darin, wenige Tage vor dem Urlaub besonders viel Pfotenbalsam aufzutragen. Viel wichtiger ist eine angemessene körperliche Gewöhnung an die spätere Belastung.
Läuft dein Hund normalerweise nur kurze Strecken, sollte die erste Bergtour nicht plötzlich mehrere Stunden über Geröll und Fels führen.
Baue unterschiedliche Untergründe schrittweise in eure Spaziergänge ein:
- Waldwege,
- Kieswege,
- kurze Schotterpassagen,
- feste Naturwege
- und unterschiedliche Bodenstrukturen.
Dabei geht es nicht darum, die Pfoten bewusst auf möglichst rauem Untergrund zu strapazieren. Die Belastung sollte sich langsam und angepasst steigern.
Tourenlänge und Pfotenbelastung gehören zusammen
Selbst gesunde Ballen können Probleme bekommen, wenn die Belastung plötzlich wesentlich höher ist als gewohnt.
Deshalb solltest du neben den Kilometern auch berücksichtigen:
- Höhenmeter,
- Untergrund,
- Temperatur,
- Gefälle,
- Dauer der Wanderung
- und Trainingszustand deines Hundes.
Wie du eine Tour realistisch einschätzt, erfährst du ausführlich unter Wie viel kann mein Hund wandern?.
Pfotenbalsam vor dem Wandern: sinnvoll oder unnötig?
Ein geeigneter Pfotenbalsam kann Bestandteil der regelmäßigen Ballenpflege sein, insbesondere wenn die Ballen trocken oder spröde werden.
Er ersetzt jedoch weder eine angemessene Gewöhnung an den Untergrund noch regelmäßige Kontrollen während einer Wanderung.
Wichtig ist außerdem, Pflegeprodukte entsprechend ihrer vorgesehenen Anwendung einzusetzen. Auf eine offene oder stärker verletzte Wunde gehört nicht einfach ein kosmetisches Pfotenpflegeprodukt.
Bei gesunden Ballen kann regelmäßige Pflege dagegen helfen, trockene und beanspruchte Haut geschmeidig zu halten.
Krallen vor einer Bergwanderung kontrollieren
Nicht nur die Ballen verdienen Aufmerksamkeit. Auch die Krallen können auf unebenem Gelände stärker beansprucht werden.
Sehr lange Krallen können die Stellung der Pfote beeinflussen und bleiben leichter hängen. Gleichzeitig sollten Krallen nicht unmittelbar vor einer großen Tour unsachgemäß stark gekürzt werden.
Kontrolliere deshalb regelmäßig Länge und Zustand der Krallen und achte insbesondere auf eingerissene oder beschädigte Krallen.
Fell zwischen den Ballen: kürzen oder wachsen lassen?
Bei langhaarigen Hunden kann stark überstehendes Fell zwischen den Ballen Schmutz, kleine Fremdkörper und im Winter Schnee aufnehmen.
Besonders Schneeklumpen können beim Laufen unangenehm werden.
Übermäßig langes Fell kann deshalb vorsichtig gekürzt werden. Dabei solltest du jedoch niemals tief zwischen den Ballen schneiden, da die Haut dort empfindlich ist und leicht verletzt werden kann.
Heißer Untergrund in den Bergen wird häufig unterschätzt
In den Bergen ist es nicht automatisch kühl. Besonders auf sonnigen, ungeschützten Wegen können Felsen, Asphalt und andere Oberflächen stark aufheizen.
Das gilt insbesondere:
- in der Mittagssonne,
- auf südlich ausgerichteten Wegen,
- auf dunklen Oberflächen
- und bei längeren Passagen ohne Schatten.
Prüfe den Untergrund und beobachte deinen Hund. Beginnt er ungewöhnlich vorsichtig zu laufen, hebt Pfoten an oder möchte nicht weitergehen, solltest du das ernst nehmen.
Geröll und scharfkantige Steine: besondere Belastung für die Ballen
Grobes Geröll gehört zu den anspruchsvolleren Untergründen für Hundepfoten. Die Belastung entsteht nicht nur durch scharfe Kanten, sondern auch durch ständiges Abrutschen und unterschiedliche Druckpunkte.
Besonders beim Abstieg kann die Belastung steigen, weil der Hund sein Gewicht stärker abbremsen muss.
Beobachte deshalb nicht nur die Pfoten, sondern auch das Gangbild deines Hundes. Wird er langsamer, tritt ungewöhnlich vorsichtig auf oder versucht bestimmte Untergründe zu vermeiden, kann eine Pause sinnvoll sein.
Schnee und Eis mitten im Sommer
In höheren Lagen können selbst während der warmen Jahreszeit noch Schneefelder liegen.
Für die Pfoten bedeutet der abrupte Wechsel von warmem Fels zu Schnee eine zusätzliche Belastung. Hinzu kommen möglicherweise harte oder scharfkantige Eisflächen.
Außerdem bergen alte Schneefelder weitere alpine Risiken. Ausführliche Informationen dazu findest du unter Schneefelder im Sommer.
Dornen, Splitter und Fremdkörper zwischen den Zehen
Nicht jede Pfotenverletzung entsteht auf Fels. Auch auf Almwiesen und Waldwegen können kleine Fremdkörper Probleme verursachen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Dornen,
- Holzsplitter,
- spitze Pflanzenteile,
- kleine Steinchen
- oder andere Fremdkörper.
Plötzliches Lecken an einer Pfote oder ein abrupt verändertes Gangbild sollte deshalb immer Anlass für eine Kontrolle sein.
Weitere leicht übersehbare Risiken findest du unter Versteckte Gefahren in der Natur.
Pfoten auch während der Wanderung kontrollieren
Warte bei einer langen Tour nicht bis zum Abend.
Eine kurze Pfotenkontrolle lässt sich problemlos mit einer Trink- oder Ruhepause verbinden.
Kontrolliere:
- alle Ballen,
- Zwischenzehenräume,
- Krallen,
- Fell zwischen den Zehen
- und die Oberseite der Pfoten.
Kleine Steinchen oder andere oberflächliche Fremdkörper kannst du dadurch möglicherweise entdecken, bevor sie über mehrere Kilometer weiter scheuern.
Woran erkennst du überlastete oder schmerzende Pfoten?
Dein Hund muss nicht stark lahmen, bevor seine Pfoten eine Pause brauchen. Achte auch auf subtilere Veränderungen.
Mögliche Hinweise sind:
- häufiges Lecken an einer Pfote,
- ungewohnt vorsichtiges Auftreten,
- langsameres Gehen,
- Vermeiden bestimmter Untergründe,
- häufiges Anhalten,
- Entlasten einer Pfote,
- sichtbare Rötung
- oder Lahmheit.
Solche Veränderungen solltest du nicht als Unlust oder Sturheit interpretieren. Kontrolliere zunächst die Pfoten und den Bewegungsapparat.
Weitere wichtige Warnzeichen findest du unter Symptome, die du nicht ignorieren solltest.
Wann sind Hundeschuhe beim Wandern sinnvoll?
Hundeschuhe sind nicht für jede Wanderung notwendig. In bestimmten Situationen können sie jedoch einen sinnvollen mechanischen Schutz bieten.
Das kann beispielsweise der Fall sein:
- bei sehr rauem oder scharfkantigem Untergrund,
- bei Schnee und Eis,
- bei besonders empfindlichen Pfoten,
- zum Schutz einer tierärztlich versorgten Pfote
- oder wenn ein Hund aufgrund einer individuellen Situation zusätzlichen Schutz benötigt.
Wichtig: Hundeschuhe sollten gut passen. Zu enge Schuhe können Druckstellen verursachen, zu große Modelle können verrutschen und das Gangbild beeinträchtigen.
Hundeschuhe unbedingt vor dem Urlaub trainieren
Kaufe Hundeschuhe nicht erst am Abend vor einer anspruchsvollen Bergwanderung. Viele Hunde müssen sich zunächst an das ungewohnte Gefühl gewöhnen.
Beginne mit kurzen Einheiten zuhause und steigere anschließend langsam:
- Schuhe kurz anziehen,
- ruhiges Stehen ermöglichen,
- wenige Schritte laufen,
- Passform kontrollieren,
- kurze Spaziergänge durchführen
- und erst danach längere Strecken planen.
Kontrolliere auch während der Wanderung regelmäßig, ob die Schuhe noch korrekt sitzen und keine Scheuerstellen verursachen.
Erste Hilfe bei einer verletzten Hundepfote
Trotz guter Vorbereitung kann dein Hund unterwegs auf einen scharfen Stein treten oder sich einen kleinen Fremdkörper einziehen.
Dann solltest du zunächst Ruhe bewahren und die Pfote genau ansehen.
Bei einer oberflächlichen Verletzung kann es sinnvoll sein:
- die Belastung sofort zu unterbrechen,
- die Pfote vorsichtig zu kontrollieren,
- groben oberflächlichen Schmutz mit sauberem Wasser zu entfernen,
- eine Blutung mit sauberer beziehungsweise steriler Kompresse und Druck zu versorgen
- und die Pfote für den Rückweg vor weiterer Verschmutzung und mechanischer Belastung zu schützen.
Eine offene Wunde sollte nicht einfach mit einem normalen kosmetischen Pfotenbalsam behandelt werden.
Bei tiefen Verletzungen, starken Blutungen, ausgeprägter Lahmheit oder einem tief sitzenden Fremdkörper sollte die weitere Versorgung tierärztlich erfolgen.
Bei winterlichen Bedingungen findest du ergänzende Informationen unter Erste Hilfe im Winter.
Wann solltest du die Wanderung abbrechen?
Eine geplante Tour muss nicht um jeden Preis beendet werden.
Ein Abbruch ist insbesondere sinnvoll, wenn dein Hund:
- deutlich lahmt,
- eine Pfote nicht mehr belasten möchte,
- stark blutet,
- eine größere Ballenverletzung hat,
- offensichtlich Schmerzen zeigt
- oder mehrere Pfoten bereits deutlich aufgescheuert sind.
Weiterlaufen kann aus einer zunächst kleinen Verletzung ein deutlich größeres Problem machen.
Pfoten nach der Wanderung richtig kontrollieren
Nach der Rückkehr solltest du alle vier Pfoten gründlich ansehen – auch wenn dein Hund während der Tour keine Beschwerden gezeigt hat.
Achte insbesondere auf:
- kleine Schnitte,
- Risse,
- abgeriebene Stellen,
- Rötungen,
- Schwellungen,
- Fremdkörper,
- beschädigte Krallen
- und empfindliche Zwischenzehenbereiche.
Entferne Schmutz vorsichtig und trockne die Pfoten anschließend gut ab.
Pfotenbalsam nach der Wanderung
Sind die Ballen unverletzt, aber trocken oder durch die Wanderung beansprucht, kann ein geeigneter Pfotenbalsam Bestandteil der anschließenden Pflege sein.
Gerade nach mehreren Wandertagen hintereinander lohnt sich ein täglicher Blick auf die Pfoten. Dadurch erkennst du frühzeitig, ob sich trockene Stellen, Reizungen oder kleine Risse entwickeln.
Pflege sollte dabei immer ergänzend verstanden werden. Der wichtigste Schutz bleibt eine Belastung, die zum Trainingszustand und zur Beschaffenheit der Pfoten deines Hundes passt.
Was gehört für die Pfoten ins Wandergepäck?
Für längere Bergwanderungen lohnt sich eine kleine Notfallausstattung.
Sinnvoll können beispielsweise sein:
- sauberes Wasser,
- sterile Kompressen,
- geeignetes Verbandsmaterial,
- eine kleine Pinzette für oberflächliche Fremdkörper,
- bei Bedarf bereits gewöhnte Hundeschuhe
- und ein geeignetes Pfotenpflegeprodukt für unverletzte Ballen.
Bei längeren oder abgelegenen Touren gehört außerdem eine durchdachte Erste-Hilfe-Ausrüstung für den Hund in den Rucksack.
Almwiesen sind nicht automatisch pfotenfreundlich
Eine grüne Almwiese wirkt auf den ersten Blick wesentlich angenehmer als grobes Geröll. Trotzdem solltest du auch dort aufmerksam bleiben.
Versteckte Steine, Dornen, Äste oder andere Fremdkörper können im Gras schwer zu erkennen sein.
Hinzu kommen mögliche Begegnungen mit Weidetieren und anderen Tieren. Wie du dich dabei verhältst, erfährst du unter Alm und Wildtiere.
Mit Hund aus Stuttgart in die Berge: Pfoten vorher vorbereiten
Wenn dein Hund im Alltag überwiegend in Stuttgart und der Region Stuttgart unterwegs ist, können alpine Wege eine völlig neue Belastung darstellen.
Eine mehrstündige Wanderung über Schotter, Fels und Geröll unterscheidet sich deutlich von einem normalen Spaziergang im Stadtgebiet oder auf vertrauten Waldwegen.
Plane deshalb bereits vor dem Bergurlaub längere Spaziergänge und unterschiedliche Untergründe ein. Nicht nur Kondition und Muskulatur, sondern auch die Pfoten müssen sich an die höhere Belastung gewöhnen.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart erleben wir immer wieder, wie wichtig es ist, Anforderungen schrittweise aufzubauen. Das gilt für Training ebenso wie für körperliche Belastungen und ungewohnte Situationen unterwegs.
Checkliste: Pfotenpflege beim Wandern
- Pfoten bereits vor dem Bergurlaub regelmäßig kontrollieren.
- Wanderstrecken und unterschiedliche Untergründe langsam steigern.
- Ballen vor der Tour auf Risse und Verletzungen prüfen.
- Krallen kontrollieren.
- Zwischenzehenräume überprüfen.
- Tourenlänge an Trainingszustand und Untergrund anpassen.
- Heiße Oberflächen vermeiden.
- Auf scharfkantigem Geröll besonders aufmerksam sein.
- Während längerer Pausen die Pfoten kontrollieren.
- Auf Lecken, vorsichtiges Auftreten und Lahmheit achten.
- Hundeschuhe bei Bedarf vorher trainieren.
- Erste-Hilfe-Material mitnehmen.
- Nach der Wanderung alle vier Pfoten kontrollieren.
- Unverletzte, trockene Ballen bei Bedarf pflegen.
- Bei deutlicher Verletzung die Tour abbrechen.
Häufige Fragen zur Pfotenpflege beim Wandern
Wie schütze ich Hundepfoten beim Wandern?
Gewöhne deinen Hund schrittweise an unterschiedliche Untergründe, kontrolliere die Pfoten regelmäßig und passe Streckenlänge sowie Schwierigkeit an seinen Trainingszustand an. Bei besonders anspruchsvollem Untergrund können passende Hundeschuhe zusätzlichen Schutz bieten.
Braucht mein Hund beim Wandern Pfotenbalsam?
Ein geeigneter Pfotenbalsam kann Bestandteil der regelmäßigen Pflege gesunder, trockener oder beanspruchter Ballen sein. Er ersetzt jedoch weder eine angemessene Gewöhnung an den Untergrund noch Pausen und regelmäßige Pfotenkontrollen.
Kann ich Pfotenbalsam auf eine offene Wunde geben?
Ein normales kosmetisches Pfotenpflegeprodukt sollte nicht einfach auf eine offene Wunde aufgetragen werden. Offene oder stärkere Verletzungen sollten fachgerecht versorgt und bei Bedarf tierärztlich beurteilt werden.
Wann braucht ein Hund beim Wandern Hundeschuhe?
Hundeschuhe können bei sehr rauem oder scharfkantigem Untergrund, Schnee und Eis oder bei individuell empfindlichen Pfoten sinnvoll sein. Sie müssen gut passen und sollten bereits vor der eigentlichen Wanderung trainiert werden.
Wie erkenne ich wunde Pfoten beim Hund?
Mögliche Hinweise sind häufiges Pfotenlecken, vorsichtiges Auftreten, Lahmheit, Entlasten einer Pfote sowie sichtbare Rötungen, Risse oder aufgescheuerte Stellen an den Ballen.
Was tun, wenn mein Hund beim Wandern plötzlich lahmt?
Unterbrich die Belastung und kontrolliere Pfoten, Ballen, Zwischenzehenräume und Krallen. Bei deutlicher Lahmheit, starken Schmerzen, Blutungen oder einer größeren Verletzung sollte die Tour beendet und die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Wie oft sollte ich die Pfoten auf einer Wanderung kontrollieren?
Bei längeren oder anspruchsvollen Touren kannst du Pfotenkontrollen mit euren normalen Pausen verbinden. Zusätzlich solltest du sofort kontrollieren, wenn dein Hund plötzlich anders läuft, eine Pfote entlastet oder auffällig daran leckt.
Kann heißer Fels Hundepfoten verletzen?
Ja. Sonnenexponierte Felsen und andere Oberflächen können sich im Sommer stark aufheizen. Plane die Route entsprechend und vermeide längere Passagen über stark erhitzten Untergrund.
Sind Schneefelder für Hundepfoten gefährlich?
Harte Schnee- und Eisflächen können die Pfoten beanspruchen. Zusätzlich können alte Schneefelder weitere alpine Gefahren bergen. Bei längeren Passagen solltest du Pfoten und Untergrund besonders aufmerksam beobachten.
Was gehört für Hundepfoten in den Wanderrucksack?
Sinnvoll sind unter anderem sauberes Wasser, sterile Kompressen, geeignetes Verbandsmaterial und – je nach Hund und Tour – bereits gewöhnte Hundeschuhe. Ein Pfotenpflegeprodukt kann für die Pflege unverletzter Ballen nach der Tour sinnvoll sein.
Gut vorbereitet mit deinem Hund in den Urlaub
Wandern, neue Untergründe und ungewohnte Situationen verlangen deinem Hund nicht nur körperlich einiges ab. Auch Orientierung und ruhige Führung können unterwegs besonders wichtig werden.
In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir an einer klaren, alltagstauglichen Kommunikation zwischen Mensch und Hund – damit dein Hund sich auch in neuen Situationen zuverlässig an dir orientieren kann.
Fazit: Gesunde Pfoten sind die Grundlage für entspannte Bergwanderungen
Bergwanderungen stellen andere Anforderungen an Hundepfoten als ein gewöhnlicher Spaziergang. Geröll, Fels, lange Abstiege, Hitze und Schnee können die Ballen deutlich stärker beanspruchen.
Deshalb beginnt gute Pfotenpflege bereits vor dem Urlaub: Gewöhne deinen Hund langsam an längere Strecken und unterschiedliche Untergründe und kontrolliere Ballen, Krallen und Zwischenzehenräume regelmäßig.
Während längerer Wanderungen helfen kurze Kontrollen dabei, kleine Probleme frühzeitig zu entdecken. Nach der Tour solltest du alle vier Pfoten noch einmal gründlich ansehen und unverletzte, beanspruchte Ballen bei Bedarf pflegen.
Zeigt dein Hund Schmerzen, deutliche Lahmheit oder eine stärkere Pfotenverletzung, ist Weiterlaufen keine gute Lösung. Eine rechtzeitig abgebrochene Tour kann verhindern, dass aus einer kleinen Verletzung ein größeres Problem wird.
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