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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

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In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Almhunde und Herdenschutzhunde

  • Isabel Scheu
  • 14.07.2025
  • Urlaub mit Hund in den Bergen

Almhunde & Herdenschutzhunde: Was tun, wenn dein Hund auf sie trifft?

Du wanderst mit deinem Hund über eine Alm, vor euch grasen Schafe – und plötzlich taucht ein großer Hund auf. Er beobachtet euch aufmerksam, stellt sich zwischen euch und die Herde oder kommt bellend näher. Für viele Hundehalter ist eine solche Begegnung zunächst beunruhigend.

Dabei handelt es sich möglicherweise um einen Herdenschutzhund. Seine Aufgabe besteht darin, Nutztiere selbstständig vor möglichen Gefahren zu schützen. Ein fremder Hund kann aus seiner Sicht eine deutlich größere Bedeutung haben als ein Wanderer ohne Hund.

Genau deshalb solltest du wissen, wie du dich bei einer Begegnung verhältst. Abstand, Ruhe und eine frühzeitige Einschätzung der Situation sind wesentlich wichtiger als der Versuch, den fremden Hund zu begrüßen oder an ihm vorbeizugehen.

Wenn du mit deinem Hund häufiger durch Wald, Wiesen & Almwiesen wanderst oder einen Urlaub mit Hund in den Bergen planst, gehört das richtige Verhalten gegenüber Herdenschutzhunden deshalb zur wichtigen Vorbereitung.

In diesem Ratgeber erfährst du, woran du Herdenschutzhunde erkennst, warum sie auf fremde Hunde reagieren können, wie du eine geschützte Herde sicher passierst und wann Umkehren die bessere Entscheidung ist.

Was sind Herdenschutzhunde?

Herdenschutzhunde sind Arbeitshunde, die gemeinsam mit Nutztieren leben und diese vor möglichen Gefahren schützen.

Sie werden beispielsweise bei folgenden Herden eingesetzt:

  • Schafen,
  • Ziegen
  • oder anderen Weidetieren.

Ihre Aufgabe besteht nicht darin, die Tiere von einem Ort zum anderen zu treiben. Vielmehr sollen sie mögliche Gefahren erkennen, Präsenz zeigen und Eindringlinge auf Distanz halten.

Das ist ein entscheidender Unterschied zu klassischen Hütehunden.

Hütehund und Herdenschutzhund sind nicht dasselbe

Die Begriffe werden im Alltag häufig verwechselt. Die Aufgaben dieser Hunde unterscheiden sich jedoch deutlich.

Ein Hütehund arbeitet in erster Linie mit der Bewegung der Nutztiere. Er unterstützt beispielsweise dabei, eine Herde zusammenzuhalten, zu lenken oder umzusetzen.

Ein Herdenschutzhund dagegen bewacht die Tiere. Er lebt häufig eng mit der Herde zusammen und soll potenzielle Gefahren frühzeitig wahrnehmen und auf Abstand halten.

Deshalb können Herdenschutzhunde auch dann aufmerksam reagieren, wenn weit und breit kein Hirte zu sehen ist.

Eigenständig

Herdenschutzhunde wurden darauf selektiert, Situationen selbstständig einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen.

Wachsam

Sie beobachten ihre Umgebung und reagieren auf mögliche Annäherungen an die von ihnen geschützte Herde.

Distanz

Für Wanderer mit Hund ist ausreichender Abstand zur Herde eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen.

Typische Herdenschutzhunderassen

Je nach Region und Herkunft werden unterschiedliche Hunderassen für den Herdenschutz eingesetzt.

Bekannte Herdenschutzhunderassen sind beispielsweise:

  • Maremmen-Abruzzen-Schäferhund,
  • Pyrenäenberghund,
  • Kangal beziehungsweise Anatolischer Hirtenhund,
  • Kuvasz
  • und verschiedene regionale Herdenschutzhundtypen.

Für dich als Wanderer ist die genaue Rasse allerdings weniger entscheidend als die Funktion des Hundes. Befindet sich ein großer Hund bei einer Nutztierherde und zeigt deutliches Wach- oder Kontrollverhalten, solltest du davon ausgehen, dass er dort eine Aufgabe erfüllt.

Warum werden Herdenschutzhunde auf Almen eingesetzt?

In Regionen mit großen Weideflächen können Nutztiere nicht permanent von Menschen bewacht werden. Herdenschutzhunde können deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Tiere leisten.

Ihre Bedeutung nimmt insbesondere dort zu, wo große Beutegreifer vorkommen. Deshalb steht das Thema Herdenschutz auch in Verbindung mit Regionen, in denen beispielsweise Wölfe leben.

Wenn du dich darauf vorbereiten möchtest, findest du weitere Informationen unter Wolfsgebiet – unterwegs mit Hund.

Warum reagieren Herdenschutzhunde besonders auf fremde Hunde?

Ein Wanderer, der ruhig auf einem Weg vorbeigeht, kann aus Sicht eines Herdenschutzhundes anders bewertet werden als ein fremder Hund.

Hunde können in diesem Zusammenhang eher als potenzielle Bedrohung für die Nutztiere wahrgenommen werden. Besonders problematisch kann es werden, wenn dein Hund:

  • direkt auf die Herde zuläuft,
  • den Herdenschutzhund fixiert,
  • laut bellt,
  • aufgeregt in die Leine springt,
  • Weidetiere verfolgt
  • oder frei zwischen den Tieren herumläuft.

Dass dein Hund freundlich ist und nur spielen möchte, kann der arbeitende Hund nicht wissen.

Ist Bellen eines Herdenschutzhundes bereits ein Angriff?

Nein. Lautes Bellen bedeutet nicht automatisch, dass ein Herdenschutzhund angreifen wird.

Bellen, Beobachten, Annähern oder das Positionieren zwischen dir und der Herde können Teil seines Schutz- und Abwehrverhaltens sein.

Der Hund möchte möglicherweise zunächst deutlich machen, dass du Abstand halten sollst.

Genau deshalb solltest du seine Signale ernst nehmen und nicht ausprobieren, wie nah du noch an die Herde herankommst.

Warnschilder vor Weiden unbedingt ernst nehmen

In Regionen mit Herdenschutzhunden weisen häufig Informationstafeln oder Hinweisschilder auf bewachte Herden hin.

Laufe nicht einfach weiter, sondern lies die Hinweise vollständig. Je nach Region können konkrete Verhaltensempfehlungen oder alternative Wege angegeben sein.

Wenn bereits vor dem Betreten einer Weide erkennbar ist, dass dort Herdenschutzhunde arbeiten, kannst du in Ruhe entscheiden, ob die Passage mit deinem eigenen Hund sinnvoll ist.

Diese Entscheidung ist wesentlich einfacher, bevor du dich mitten zwischen Herde und Herdenschutzhund befindest.

Deinen Hund frühzeitig unter Kontrolle nehmen

Warte nicht, bis der Herdenschutzhund bereits direkt vor euch steht. Sobald du eine bewachte Herde erkennst, sollte dein eigener Hund zuverlässig unter Kontrolle sein.

Verhindere insbesondere:

  • unkontrolliertes Hinlaufen zur Herde,
  • Jagen oder Hetzen der Nutztiere,
  • Kontaktaufnahme mit den Herdenschutzhunden,
  • aufgeregtes Hin- und Herrennen
  • und unnötige Annäherung an Jungtiere.

Ein gut kontrollierbarer Hund erleichtert dir die gesamte Situation erheblich.

Abstand zur Herde ist wichtiger als der direkte Wanderweg

Verläuft ein markierter Wanderweg unmittelbar durch oder sehr dicht an einer Herde, bedeutet das nicht automatisch, dass du mit deinem Hund ohne Rücksicht auf die aktuelle Situation hindurchgehen solltest.

Prüfe, ob du mit ausreichend Abstand vorbeikommst. Falls eine sichere, zulässige Umgehung möglich ist, kann sie die bessere Lösung sein.

Laufe dabei jedoch nicht eigenmächtig in sensible oder gesperrte Bereiche. Beachte immer die örtlichen Wegführungen und Hinweise.

Was tun, wenn ein Herdenschutzhund auf euch zukommt?

Kommt ein Herdenschutzhund näher, solltest du zunächst Ruhe bewahren. Ein Annähern bedeutet nicht zwangsläufig, dass unmittelbar ein Angriff folgt.

Der Hund kann versuchen, euch einzuschätzen und eure Bewegungsrichtung zu kontrollieren.

In dieser Situation:

  • nicht wegrennen,
  • keine hektischen Bewegungen machen,
  • den eigenen Hund kontrollieren,
  • nicht auf den fremden Hund zugehen,
  • nicht versuchen, ihn anzufassen,
  • Abstand zur Herde vergrößern
  • und dem Herdenschutzhund Zeit geben, die Situation einzuschätzen.

Häufig kann sich die Situation bereits entspannen, wenn deutlich wird, dass ihr euch von der Herde entfernt.

Solltest du einen Herdenschutzhund direkt anschauen?

Die pauschale Regel „niemals Blickkontakt herstellen“ ist zu einfach. Du musst den Hund schließlich beobachten können, um seine Bewegungen und die Situation einzuschätzen.

Gleichzeitig solltest du ihn nicht demonstrativ fixieren oder dich frontal und provozierend auf ihn zubewegen.

Beobachte den Hund ruhig, ohne ihn durch starres Fixieren zusätzlich unter Druck zu setzen.

Solltest du deinen Hund hinter dich bringen?

Wenn es die Situation zulässt, kann es sinnvoll sein, deinen Hund nah und kontrolliert bei dir zu führen und dich zwischen ihn und den sich nähernden Herdenschutzhund zu positionieren.

Entscheidend ist jedoch, dass daraus kein hektisches Rangieren entsteht. Dein Hund sollte nicht bellend oder springend vor dir stehen und auch nicht versuchen, zum anderen Hund zu gelangen.

Je ruhiger und kontrollierter ihr euch aus der Situation entfernt, desto besser.

Warum Weglaufen eine schlechte Idee ist

Wenn ein großer Hund bellend auf dich zukommt, ist der Impuls wegzulaufen nachvollziehbar. In einer solchen Situation solltest du jedoch möglichst ruhig bleiben.

Schnelles Rennen erzeugt zusätzliche Bewegung und kann die Situation unübersichtlicher machen. Außerdem kannst du im unebenen Almgelände stolpern oder deinen eigenen Hund schlechter kontrollieren.

Entferne dich deshalb ruhig und kontrolliert aus dem Bereich, sofern dies sicher möglich ist.

Was du bei einer Begegnung nicht tun solltest

Einige gut gemeinte Reaktionen können die Situation unnötig verschärfen.

  • Herdenschutzhund nicht locken.
  • Nicht versuchen, ihn zu streicheln.
  • Keine Leckerlis hinwerfen, um ihn „freundlich zu stimmen“.
  • Eigenen Hund nicht zur Begrüßung hinlassen.
  • Nicht zwischen Herdenschutzhund und Herde laufen.
  • Nicht auf Jungtiere zugehen.
  • Nicht schreien oder hektisch gestikulieren.
  • Nicht versuchen, den fremden Hund körperlich zu vertreiben.
  • Nicht trotz deutlicher Warnsignale weiter auf die Herde zulaufen.

Was tun, wenn dein eigener Hund bellt oder ausrastet?

Ein eigener Hund, der stark auf fremde Hunde reagiert, kann eine Begegnung mit Herdenschutzhunden deutlich schwieriger machen.

Deshalb solltest du bereits beim ersten Erkennen der Herde möglichst viel Distanz schaffen und nicht warten, bis dein Hund hoch erregt ist.

Je größer der Abstand, desto eher kannst du deinen Hund noch ansprechen und kontrolliert aus der Situation führen.

Weißt du bereits, dass dein Hund bei fremden Hunden stark in die Leine geht, ist eine Route durch eine bewachte Herde möglicherweise nicht die richtige Tour für euch.

Was tun, wenn mehrere Herdenschutzhunde kommen?

Herden können von mehreren Hunden geschützt werden. Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass der erste sichtbare Hund der einzige ist.

Bleibe auch dann ruhig, halte deinen Hund kontrolliert bei dir und versuche nicht, zwischen den einzelnen Herdenschutzhunden hindurchzugehen.

Vergrößere den Abstand zur Herde. Wird die Situation für dich unübersichtlich oder fühlst du dich nicht sicher, ziehe dich auf dem Weg zurück.

Was tun, wenn eine sichere Passage nicht möglich ist?

Manchmal befindet sich die Herde genau auf dem Wanderweg oder der verfügbare Abstand ist sehr gering.

Dann gilt: Du musst die geplante Route nicht um jeden Preis fortsetzen.

Besonders wenn:

  • mehrere Herdenschutzhunde deutlich reagieren,
  • dein eigener Hund stark erregt ist,
  • du keinen ausreichenden Abstand herstellen kannst,
  • die Herde den Weg vollständig blockiert
  • oder du dich mit der Situation überfordert fühlst,

kann Umkehren die sicherste Entscheidung sein.

Herdenschutzhunde und Kinder: Besonders aufmerksam sein

Wanderst du zusätzlich mit Kindern, solltest du noch früher für eine ruhige und kontrollierte Situation sorgen.

Kinder sollten:

  • nicht auf Herdenschutzhunde zulaufen,
  • die Hunde nicht rufen,
  • sie nicht streicheln wollen,
  • nicht zwischen die Nutztiere laufen
  • und in der Nähe einer bewachten Herde bei den Erwachsenen bleiben.

Ein großer weißer Hund auf einer Alm kann freundlich und kuschelig aussehen. Trotzdem handelt es sich möglicherweise um einen arbeitenden Herdenschutzhund.

Herdenschutzhund und Weidetiere: Zwei Situationen gleichzeitig beachten

Bei einer geschützten Herde musst du nicht nur den Herdenschutzhund, sondern auch die Nutztiere beobachten.

Insbesondere Muttertiere mit Nachwuchs können empfindlich auf einen fremden Hund reagieren.

Laufe deshalb niemals absichtlich zwischen Muttertier und Jungtier und verhindere, dass dein Hund Nutztiere verfolgt oder bedrängt.

Weitere Hinweise zu Begegnungen mit Tieren auf der Alm findest du unter Alm und Wildtiere.

Einen größeren Überblick zu möglichen Begegnungen unterwegs findest du außerdem unter Gefährliche Haus- und Wildtiere.

So bereitest du eine Wanderung durch Almgebiete vor

Viele problematische Situationen lassen sich vermeiden, wenn du bereits vor der Tour weißt, was dich erwartet.

Informiere dich möglichst über:

  • aktuelle Wegbedingungen,
  • bewirtschaftete und beweidete Almflächen,
  • Hinweise auf Herdenschutzhunde,
  • mögliche Umgehungswege,
  • örtliche Leinenregelungen
  • und aktuelle Sperrungen.

Gerade mit einem Hund, der stark auf andere Hunde oder Nutztiere reagiert, solltest du deine Route entsprechend auswählen.

Wie anstrengend ist die Tour für deinen Hund?

Auch die körperliche Verfassung deines Hundes spielt bei solchen Begegnungen eine Rolle. Ein erschöpfter Hund kann weniger konzentriert und leichter reizbar sein.

Plane deshalb nicht nur die Kilometer, sondern auch Höhenmeter, Temperatur, Untergrund und Pausen ein.

Wie du die Belastung besser einschätzt, erfährst du unter Wie viel kann mein Hund wandern?.

Nach der Almwanderung: Deinen Hund gründlich kontrollieren

Nach einem Tag auf Wiesen und Almen solltest du deinen Hund nicht einfach ins Auto setzen, ohne ihn kurz zu kontrollieren.

Suche insbesondere:

  • Fell,
  • Ohren,
  • Halsbereich,
  • Achseln,
  • Leisten,
  • Beine
  • und Pfoten ab.

Dabei kannst du beispielsweise Zecken, kleine Verletzungen oder Fremdkörper frühzeitig entdecken.

Mehr dazu findest du unter Zecken beim Hund und Parasiten beim Hund.

Warum Orientierung am Menschen in den Bergen so wichtig ist

Auf einer Bergwanderung kann jederzeit eine Situation entstehen, in der dein Hund sich schnell an dir orientieren muss: Wildtiere tauchen auf, Kühe stehen am Weg, ein Herdenschutzhund nähert sich oder ein schmaler Abschnitt verlangt kontrolliertes Gehen.

Deshalb ist es hilfreich, wenn dein Hund gelernt hat, auch unter Ablenkung auf deine Körpersprache und Führung zu achten.

Dabei geht es nicht darum, einen Hund ausschließlich über Kommandos zu kontrollieren. Eine stabile Kommunikation und freiwillige Orientierung erleichtern viele Alltagssituationen – zuhause ebenso wie unterwegs.

Mit Hund aus Stuttgart in die Berge: Andere Umgebung, andere Anforderungen

Von Stuttgart und der Region Stuttgart aus sind das Allgäu, Österreich und die Schweiz beliebte Ziele für Wanderungen und Urlaube mit Hund. Dort können jedoch Situationen auftreten, die dein Hund aus seinem normalen Alltag in Stuttgart kaum kennt.

Weidetiere, Herdenschutzhunde, schmale Bergwege, Wildgeruch und große Höhenunterschiede stellen andere Anforderungen an Mensch und Hund als ein gewöhnlicher Spaziergang.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart legen wir deshalb großen Wert auf Orientierung am Menschen, klare Körpersprache und eine alltagstaugliche Kommunikation. Genau diese Grundlagen können dir auch auf Reisen helfen, deinen Hund in ungewohnten Situationen ruhig und kontrolliert zu führen.

Begegnung mit Herdenschutzhunden: Das solltest du dir merken

  • Warnschilder und örtliche Hinweise beachten.
  • Bewachte Herden möglichst früh erkennen.
  • Eigenen Hund rechtzeitig unter Kontrolle nehmen.
  • Großen Abstand zur Herde halten.
  • Keine Kontaktaufnahme zwischen den Hunden zulassen.
  • Herdenschutzhund nicht locken oder streicheln.
  • Keine Leckerlis anbieten oder hinwerfen.
  • Nicht auf die Herde zulaufen.
  • Nicht zwischen Herdenschutzhund und Herde geraten.
  • Ruhig bleiben, wenn ein Herdenschutzhund bellt.
  • Nicht wegrennen oder hektisch gestikulieren.
  • Den fremden Hund beobachten, aber nicht demonstrativ fixieren.
  • Eigenen Hund ruhig und kontrolliert führen.
  • Bei Bedarf Abstand vergrößern.
  • Wenn keine sichere Passage möglich ist: umkehren.

Häufige Fragen zu Herdenschutzhunden beim Wandern

Sind Herdenschutzhunde aggressiv?

Herdenschutzhunde sollten nicht pauschal als aggressiv bezeichnet werden. Sie wurden für selbstständiges Schutz- und Abwehrverhalten gezüchtet und können deutlich reagieren, wenn sie eine mögliche Gefahr für ihre Herde wahrnehmen.

Warum bellen Herdenschutzhunde Wanderer an?

Bellen kann Teil des Schutzverhaltens sein. Der Hund macht auf seine Anwesenheit aufmerksam und kann versuchen, Abstand zwischen einer möglichen Gefahr und der Herde herzustellen.

Warum sind fremde Hunde bei Herdenschutzhunden problematisch?

Ein fremder Hund kann vom Herdenschutzhund eher als mögliche Gefahr für die Nutztiere wahrgenommen werden. Deshalb sollte dein Hund niemals unkontrolliert auf eine bewachte Herde oder deren Schutzhunde zulaufen.

Soll ich meinen Hund bei Herdenschutzhunden anleinen?

Dein Hund sollte bereits vor der Begegnung zuverlässig unter Kontrolle sein. Beachte zusätzlich immer die örtlichen Hinweise und Vorgaben. Entscheidend ist, dass dein Hund weder zur Herde noch zu den Herdenschutzhunden laufen kann.

Darf mein Hund einen Herdenschutzhund begrüßen?

Nein, eine Kontaktaufnahme solltest du nicht absichtlich herbeiführen. Der Herdenschutzhund befindet sich bei der Arbeit und dein Hund kann von ihm als mögliche Bedrohung für die Herde wahrgenommen werden.

Was mache ich, wenn ein Herdenschutzhund auf uns zukommt?

Bleibe ruhig, kontrolliere deinen eigenen Hund und vermeide hektische Bewegungen. Gehe nicht auf den Herdenschutzhund zu und vergrößere nach Möglichkeit ruhig den Abstand zur geschützten Herde.

Soll ich einem Herdenschutzhund in die Augen schauen?

Du solltest den Hund beobachten können, ihn aber nicht demonstrativ fixieren. Ruhiges Beobachten hilft dir, seine Bewegungen einzuschätzen, ohne unnötig zusätzlichen Druck aufzubauen.

Soll ich vor einem Herdenschutzhund weglaufen?

Nein. Bleibe möglichst ruhig und entferne dich kontrolliert aus dem Bereich. Rennen und hektische Bewegungen können die Situation unübersichtlicher machen und erhöhen im unebenen Gelände zusätzlich deine eigene Sturzgefahr.

Was mache ich, wenn mehrere Herdenschutzhunde kommen?

Bleibe ruhig, halte deinen eigenen Hund kontrolliert bei dir und vergrößere den Abstand zur Herde. Wird die Situation unübersichtlich oder ist keine sichere Passage möglich, solltest du dich zurückziehen und gegebenenfalls umkehren.

Soll ich eine Wanderung wegen Herdenschutzhunden abbrechen?

Wenn du eine bewachte Herde nicht mit ausreichendem Abstand sicher passieren kannst oder dein eigener Hund stark reagiert, kann Umkehren die vernünftigste Entscheidung sein. Eine Wanderroute muss nicht um jeden Preis fortgesetzt werden.

Dein Hund soll sich auch in schwierigen Situationen an dir orientieren?

Begegnungen mit fremden Hunden, Wild- oder Weidetieren zeigen besonders deutlich, wie wichtig eine zuverlässige Orientierung am Menschen ist.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir an einer klaren Kommunikation zwischen Mensch und Hund – mit Körpersprache, Orientierung und alltagstauglicher Führung.

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Fazit: Abstand und Ruhe sind bei Herdenschutzhunden entscheidend

Eine Begegnung mit einem Herdenschutzhund muss nicht automatisch gefährlich werden. Du solltest jedoch immer berücksichtigen, dass dieser Hund eine Aufgabe erfüllt und eine fremde Annäherung anders bewerten kann als ein gewöhnlicher Begleithund.

Besonders dein eigener Hund kann für ihn relevant sein. Halte deshalb ausreichend Abstand zur Herde, verhindere direkten Hundekontakt und bleibe ruhig, wenn ein Herdenschutzhund euch beobachtet oder sich nähert.

Informiere dich bereits vor der Wanderung über bewachte Weideflächen und nimm Hinweisschilder ernst.

Kannst du eine Herde mit deinem Hund nicht sicher und mit genügend Abstand passieren, ist ein Umweg oder das Umkehren die bessere Entscheidung. Respekt vor den arbeitenden Hunden schützt deinen eigenen Hund, die Herdenschutzhunde und die von ihnen bewachten Tiere.

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