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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

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Größte Fehler bei Gewitterangst

  • Isabel Scheu
  • 19.06.2025
  • Gewitterangst

Die größten Fehler bei Gewitterangst beim Hund – und was wirklich hilft

Dein Hund zittert bei Gewitter, hechelt stark, versteckt sich, läuft rastlos durch die Wohnung oder sucht verzweifelt deine Nähe? Viele Hundehalter möchten ihrem Hund in dieser Situation verständlicherweise helfen. Doch gerade bei Angst können gut gemeinte Reaktionen unbeabsichtigt zusätzlichen Stress erzeugen oder verhindern, dass der Hund wirklich Sicherheit findet.

Besonders problematisch sind Bestrafung, Zwang, zu spätes Reagieren oder der Versuch, den Hund während eines akuten Gewitters an Donner „zu gewöhnen“. Auch das häufig gehörte Argument, einen ängstlichen Hund müsse man komplett ignorieren, ist so pauschal nicht sinnvoll.

Bei einer ausgeprägten Gewitterphobie beim Hund geht es nicht um Ungehorsam. Angst ist eine emotionale Reaktion. Dein Hund braucht deshalb keine Korrektur, sondern Orientierung, Schutz, eine verlässliche Bezugsperson und einen Trainingsaufbau, der seine individuelle Belastungsgrenze berücksichtigt.

Gleichzeitig ist nicht jede Maßnahme für jeden Hund gleich geeignet. Manche Hunde möchten in deiner Nähe liegen, andere ziehen sich lieber zurück. Manche bleiben noch gut ansprechbar, während andere bereits bei den ersten Wetterveränderungen kaum noch zur Ruhe kommen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, welche Fehler du bei Gewitterangst beim Hund vermeiden solltest, warum sie problematisch sein können und was du stattdessen tun kannst, damit dein Hund während eines Gewitters möglichst viel Sicherheit und Orientierung erhält.

Nicht bestrafen

Angst ist kein Ungehorsam. Schimpfen kann die ohnehin belastende Situation zusätzlich verschärfen.

Nicht zwingen

Dein Hund sollte weder nach draußen noch an einen bestimmten Platz gezwungen werden.

Früh reagieren

Je früher du Stresssignale erkennst und sinnvoll handelst, desto besser kannst du deinen Hund begleiten.

Warum gut gemeinte Hilfe bei Gewitterangst manchmal nach hinten losgeht

Wenn ein Hund Angst zeigt, möchten wir möglichst schnell etwas tun. Genau das kann jedoch dazu führen, dass wir hektisch werden, verschiedene Maßnahmen ausprobieren oder den Hund zu einem bestimmten Verhalten bewegen wollen.

Für den Hund entsteht dadurch unter Umständen noch mehr Unruhe. Er erlebt nicht nur Donner, Blitz und Wetterveränderungen, sondern zusätzlich einen Menschen, dessen Verhalten plötzlich ungewöhnlich wird.

Sinnvoller ist es, zunächst die Körpersprache deines Hundes genau zu beobachten:

  • Wann beginnt seine Anspannung?
  • Welche frühen Signale zeigt er?
  • Sucht er deine Nähe oder Distanz?
  • Möchte er sich zurückziehen?
  • Kann er noch Kontakt aufnehmen?
  • Ist er noch ansprechbar?
  • Wie schnell kann er sich anschließend erholen?

Je besser du diese Signale erkennst, desto früher kannst du reagieren, bevor dein Hund vollständig von seiner Angst überwältigt wird.

Fehler und bessere Alternativen auf einen Blick

Häufiger Fehler Bessere Alternative
Hund bestrafen oder schimpfen Ruhig bleiben und Sicherheit vermitteln
Angstsignale vollständig ignorieren Ruhige Präsenz und Orientierung anbieten
Hund übermäßig bemitleiden Freundliche, ruhige Nähe ohne zusätzliche Aufregung
Selbst hektisch oder nervös werden Berechenbar und möglichst ruhig handeln
Hund nach draußen zwingen Geschützten, freiwilligen Rückzug ermöglichen
Erst während des Gewitters trainieren Training in ruhigen, angstfreien Situationen aufbauen
Erste Warnzeichen übersehen Stresssignale früh erkennen und Belastung reduzieren

Den Hund bei Gewitter bestrafen oder schimpfen

Einer der problematischsten Fehler besteht darin, einen ängstlichen Hund für sein Verhalten zu korrigieren. Zittern, Hecheln, Verstecken oder Fluchtversuche sind keine bewusste Entscheidung und kein Ausdruck mangelnder Erziehung.

Schimpfst du deinen Hund in einer solchen Situation, kommt zu dem bereits vorhandenen angstauslösenden Reiz eine weitere unangenehme Erfahrung hinzu.

Das kann dazu führen, dass dein Hund künftig nicht nur den Donner als belastend erlebt, sondern zusätzlich deine Reaktion erwartet.

Besser: Bleib möglichst ruhig, klar und berechenbar. Dein Hund braucht in dieser Situation Orientierung und keine Korrektur.

Angstsignale des Hundes komplett ignorieren

Lange Zeit wurde Hundehaltern geraten, einen ängstlichen Hund vollständig zu ignorieren, damit die Angst nicht „verstärkt“ werde.

So pauschal ist diese Empfehlung nicht sinnvoll. Angst ist eine emotionale Reaktion und wird nicht einfach dadurch belohnt, dass du deinem Hund ruhig zur Verfügung stehst.

Gerade deshalb ist es wichtig, Frühwarnsignale bei Gewitterangst zu erkennen.

Sucht dein Hund freiwillig deine Nähe, darfst du ihm diese Nähe geben. Möchte er sich zurückziehen, solltest du auch diesen Wunsch respektieren.

Besser: Sei verfügbar, ohne deinen Hund festzuhalten oder ihm ständig Aufmerksamkeit aufzudrängen. Lass seine Körpersprache mitentscheiden, welche Form der Unterstützung er gerade benötigt.

Den Hund bei Gewitter übertrieben trösten

Dass ruhige Nähe erlaubt ist, bedeutet nicht, dass jede Form des Tröstens hilfreich ist.

Wenn du plötzlich sehr aufgeregt wirst, deinen Hund hektisch streichelst, ständig beruhigend auf ihn einredest oder selbst sichtbar besorgt reagierst, verändert sich die gesamte Situation.

Dein Hund nimmt möglicherweise wahr, dass auch du dich ungewöhnlich verhältst. Gerade bei einem ohnehin unsicheren Hund kann das zusätzliche Orientierungslosigkeit erzeugen.

Besser: Ruhige, freundliche Zuwendung ist vollkommen in Ordnung. Entscheidend ist, selbst möglichst berechenbar zu bleiben.

Möchte dein Hund Körperkontakt, kannst du ihm diesen anbieten. Möchte er Abstand, sollte auch das respektiert werden.

Selbst nervös und hektisch werden

Hunde beobachten ihre Bezugspersonen sehr genau. Veränderungen in deiner Körpersprache, Stimme und Bewegung können deshalb zusätzliche Informationen für deinen Hund darstellen.

Wenn du bei jedem Donner zusammenzuckst, hektisch durch die Wohnung läufst oder ständig kontrollierst, ob dein Hund Angst bekommt, kann das die ohnehin ungewöhnliche Situation zusätzlich verändern.

Mehr dazu findest du im Beitrag Wie sich die Stimmung des Besitzers auf Gewitterangst auswirkt.

Besser: Verhalte dich möglichst normal, ruhig und klar. Das bedeutet nicht, deinen Hund zu ignorieren, sondern ihm eine verlässliche Orientierung zu geben.

Den Hund während eines Gewitters nach draußen zwingen

Besonders problematisch ist die Vorstellung, ein Hund müsse sich nur oft genug einem Gewitter aussetzen, damit er irgendwann merkt, dass nichts passiert.

Bei Angst funktioniert dieser Ansatz häufig nicht. Wird dein Hund gegen seinen Willen mit einer starken Belastung konfrontiert, kann die negative Erfahrung die Angst weiter festigen.

Das gilt besonders dann, wenn dein Hund keine Möglichkeit hat, Distanz herzustellen oder sich zurückzuziehen.

Besser: Vermeide unnötige Spaziergänge während eines starken Gewitters und ermögliche deinem Hund einen sicheren Rückzugsort.

Muss dein Hund sich lösen, sollte das möglichst kurz, gesichert und in einer weniger intensiven Phase des Gewitters erfolgen.

Den Hund mit Donner konfrontieren, damit er sich daran gewöhnt

Gewöhnung und Überforderung sind nicht dasselbe.

Ein kontrolliertes Geräuschtraining wird so aufgebaut, dass dein Hund den Reiz wahrnimmt, aber noch nicht deutlich in Angst gerät.

Eine unkontrollierte Konfrontation mit einer sehr hohen Reizintensität kann dagegen genau das Gegenteil bewirken.

Dein Hund lernt dann möglicherweise nicht: „Donner ist ungefährlich“, sondern erlebt erneut: „Donner ist überwältigend und ich kann dieser Situation nicht entkommen.“

Besser: Geräuschtraining gehört in ruhige Alltagssituationen und sollte immer kleinschrittig aufgebaut werden.

Erst während des Gewitters mit dem Training beginnen

Wer erst reagiert, wenn der Hund bereits zitternd unter dem Tisch sitzt, kommt für einen kontrollierten Trainingsaufbau meist zu spät.

Ein echtes Gewitter lässt sich weder hinsichtlich Lautstärke noch Dauer oder Intensität steuern. Genau deshalb eignet es sich nur sehr eingeschränkt als Trainingssituation.

Das eigentliche Training gegen Gewitterangst sollte lange vorher beginnen.

Dabei können beispielsweise sehr leise Donneraufnahmen, Ruhe, Orientierung und ein sicherer Rückzugsort schrittweise aufgebaut werden.

Besser: Nutze ruhige Tage für Training. Während eines echten Gewitters stehen Sicherheit und Management im Vordergrund.

Zu spät auf erste Stresssignale reagieren

Viele Hunde zeigen nicht erst beim ersten lauten Donner Angst. Erste Veränderungen können deutlich früher beginnen.

Achte deshalb auf Stresssignale beim Hund wie:

  • vermehrtes Hecheln,
  • häufiges Aufstehen und Umherlaufen,
  • angespannte Körperhaltung,
  • verstärkte Wachsamkeit,
  • Unruhe,
  • vermehrtes Nähebedürfnis,
  • Rückzug
  • oder das Abbrechen normaler Alltagstätigkeiten.

Wartest du, bis dein Hund bereits in Panik geraten ist, sind deine Möglichkeiten deutlich begrenzter.

Besser: Reagiere bereits auf frühe Veränderungen. Sorge rechtzeitig für Ruhe, sichere Fenster und Türen und mache den Rückzugsort zugänglich.

Dem Hund einen bestimmten Rückzugsort aufzwingen

Ein sicherer Rückzugsort kann bei Gewitterangst enorm hilfreich sein. Problematisch wird es jedoch, wenn der Mensch entscheidet, wo der Hund sich sicher fühlen muss.

Manche Hunde bevorzugen eine offene Box. Andere möchten ins Badezimmer, unter einen Tisch, in einen Flur oder in einen anderen innenliegenden Raum.

Beobachte, welchen Platz dein Hund selbst auswählt. Häufig gibt seine eigene Entscheidung wichtige Hinweise darauf, welche Umgebung ihm Sicherheit vermittelt.

Besser: Gestalte geeignete Bereiche sicher und zugänglich, ohne deinen Hund dort einzusperren.

Fluchtgefahr bei Gewitter unterschätzen

Hunde in Panik können außergewöhnliche Dinge tun. Ein Hund, der im Alltag zuverlässig im Garten bleibt, kann während eines Gewitters plötzlich über einen Zaun springen oder durch eine offene Tür flüchten.

Deshalb gehört Sicherheitsmanagement zu den wichtigsten Maßnahmen bei ausgeprägter Gewitterangst.

  • Fenster und Türen sichern,
  • Hund während des Gewitters nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen,
  • bei notwendigen Gassigängen sicher führen,
  • Adressanhänger aktuell halten
  • und bei ausgeprägtem Fluchtverhalten zusätzliche Absicherung erwägen.

Gerade während starker Gewitter kann ein einziger unachtsamer Moment ausreichen, damit ein panischer Hund entläuft.

Zu viele Beruhigungsmittel gleichzeitig ausprobieren

Wenn ein Hund starke Angst zeigt, ist die Versuchung groß, möglichst viele Dinge gleichzeitig auszuprobieren: Pheromone, Aromatherapie, Nahrungsergänzungen, Anti-Angst-Westen, Gehörschutz oder andere Produkte.

Das Problem: Du kannst anschließend kaum noch beurteilen, was deinem Hund tatsächlich geholfen hat und was möglicherweise sogar zusätzlichen Stress erzeugt.

Unterstützende Hilfsmittel können sinnvoll sein, sollten aber gezielt ausgewählt und an den einzelnen Hund angepasst werden.

Bei sehr starker Angst sollte außerdem nicht monatelang ausschließlich mit frei verkäuflichen Produkten experimentiert werden, wenn der Hund offensichtlich leidet.

Bei starker Panik ausschließlich auf Training setzen

Training ist wichtig – aber es gibt Situationen, in denen ein Hund so stark belastet ist, dass ein normaler Trainingsaufbau kaum noch möglich ist.

Zeigt dein Hund massive Fluchtversuche, Selbstverletzungen, extreme körperliche Stressreaktionen oder ist kaum noch ansprechbar, sollte tierärztlich geprüft werden, ob zusätzliche Unterstützung notwendig ist.

Das ist kein Scheitern des Trainings. Bei ausgeprägter Angst kann eine fachgerecht ausgewählte Behandlung dazu beitragen, die Belastung so weit zu reduzieren, dass Lernen überhaupt wieder möglich wird.

Plötzlich auftretende Gewitterangst als reine Verhaltensfrage betrachten

Wenn ein Hund jahrelang problemlos mit Gewittern umgegangen ist und plötzlich starke Angst entwickelt, sollte nicht ausschließlich an Training gedacht werden.

Schmerzen, altersbedingte Veränderungen, Hörprobleme, neurologische Erkrankungen oder andere gesundheitliche Faktoren können die Reizempfindlichkeit beeinflussen.

Besonders bei älteren Hunden kann plötzlich auftretende Geräuschangst ein Anlass für eine tierärztliche Untersuchung sein.

Besser: Neue oder deutlich zunehmende Angst zunächst medizinisch mit abklären lassen und anschließend das Training entsprechend anpassen.

Gewitterangst beim Hund in Stuttgart: Früh erkennen statt erst bei Panik reagieren

Gerade in Stuttgart und der Region Baden-Württemberg treten während der Sommermonate regelmäßig starke Gewitter auf. Hundehalter aus Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Sindelfingen und Leonberg erleben dabei ganz unterschiedliche Reaktionen ihrer Hunde. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

In unserer Hundeschule in Stuttgart zeigt sich immer wieder, dass nicht erst das starke Zittern oder die sichtbare Panik entscheidend ist. Viel interessanter sind die frühen Veränderungen: Wird dein Hund unruhiger? Verändert sich sein Blick? Sucht er plötzlich deine Nähe? Kann er sich noch lösen und wieder entspannen?

Genau an diesem Punkt beginnt sinnvolle Unterstützung. Je früher du die Kommunikation deines Hundes erkennst, desto besser kannst du reagieren, bevor die Belastung immer weiter ansteigt.

Ebenso wichtig ist, dass nicht jeder Hund dieselben Maßnahmen benötigt. Während ein Hund Nähe sucht, möchte ein anderer lieber Abstand. Während ein Hund gut auf einen geschützten Rückzugsort reagiert, fühlt sich ein anderer an einer ganz anderen Stelle sicher.

Deshalb sollte das Training gegen Gewitter- und Geräuschangst immer an den jeweiligen Hund, seine Körpersprache, Lerngeschichte und Belastungsgrenze angepasst werden.

Häufige Fragen zu Fehlern bei Gewitterangst beim Hund

Kann ich die Gewitterangst meines Hundes unbewusst verstärken?

Ja. Bestrafung, Zwang, hektisches Verhalten oder eine zu intensive Konfrontation mit dem Angstauslöser können die Situation verschärfen. Ruhige, berechenbare Unterstützung ist deutlich sinnvoller.

Soll ich meinen Hund bei Gewitter ignorieren?

Nein, nicht pauschal. Sucht dein Hund freiwillig deine Nähe, darfst du ihm diese geben. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und deinen Hund nicht zu bedrängen oder zu einem bestimmten Verhalten zu zwingen.

Darf ich meinen Hund bei Gewitter trösten?

Ruhige Nähe und freundlicher Körperkontakt sind erlaubt, wenn dein Hund sie sucht. Vermeide jedoch hektisches, stark emotionales Verhalten, das zusätzliche Unruhe in die Situation bringen kann.

Kann ich meinem Hund die Angst vor Gewitter wegschimpfen?

Nein. Angst ist keine Form von Ungehorsam. Schimpfen fügt der ohnehin belastenden Situation lediglich einen weiteren unangenehmen Reiz hinzu und kann das Vertrauen deines Hundes beeinträchtigen.

Warum sollte ich meinen Hund bei Gewitter nicht nach draußen zwingen?

Zwang kann die Angst weiter verstärken, weil dein Hund keine Möglichkeit erhält, Distanz zum angstauslösenden Reiz herzustellen. Während eines starken Gewitters sollte Sicherheit Vorrang haben.

Gewöhnt sich mein Hund an Gewitter, wenn ich ihn einfach damit konfrontiere?

Nicht unbedingt. Ist die Intensität zu hoch, kann eine solche Konfrontation die Angst sogar verstärken. Kontrolliertes Training findet deshalb unterhalb der individuellen Angstgrenze statt.

Kann Gewitterangst ohne Training wieder verschwinden?

Das lässt sich nicht zuverlässig erwarten. Bei manchen Hunden bleibt die Reaktion stabil, bei anderen verstärkt sie sich durch wiederholte negative Erfahrungen. Frühzeitige Unterstützung ist deshalb sinnvoll.

Was mache ich, wenn mein Hund trotz aller Maßnahmen in Panik gerät?

Sorge zunächst für maximale Sicherheit und Reizreduktion. Bei ausgeprägter Panik, Fluchtverhalten oder Selbstverletzungsgefahr sollte zusätzlich tierärztlich geprüft werden, welche weitere Unterstützung sinnvoll ist.

Ist Gewöhnung durch Aussetzen dasselbe wie Training?

Nein. Sinnvolles Training arbeitet kontrolliert mit niedriger Reizintensität. Den Hund einem starken Gewitter auszusetzen und darauf zu hoffen, dass er sich daran gewöhnt, kann ihn überfordern.

Warum sollte Gewittertraining nicht erst während eines Gewitters beginnen?

Ein echtes Gewitter ist nicht kontrollierbar. Training funktioniert besser in ruhigen Situationen, in denen Lautstärke, Dauer und Schwierigkeit so angepasst werden können, dass dein Hund entspannt bleibt.

Kann eine Hundebox bei Gewitterangst helfen?

Eine positiv aufgebaute und freiwillig nutzbare Box kann für manche Hunde ein geschützter Rückzugsort sein. Sie sollte jedoch niemals dazu verwendet werden, einen panischen Hund gegen seinen Willen einzusperren.

Können Schmerzen Gewitterangst beim Hund verstärken?

Ja. Schmerzen und andere gesundheitliche Veränderungen können die Reizschwelle beeinflussen. Plötzlich neu auftretende oder deutlich zunehmende Gewitterangst sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden.

Kann sich Gewitterangst beim Hund mit der Zeit verschlimmern?

Ja. Wiederholte belastende Erfahrungen können dazu führen, dass Hunde zunehmend früher und stärker reagieren. Manche Hunde zeigen irgendwann bereits vor dem eigentlichen Donner deutliche Stresssignale.

Was sollte ich bei einem akuten Gewitter unbedingt vermeiden?

Vermeide Bestrafung, Zwang, hektisches Verhalten und bewusste Konfrontation. Sicherheit, Reizreduktion, ein zugänglicher Rückzugsort und ruhige Orientierung sind in dieser Situation wichtiger.

Wann spricht man von starker Gewitterangst oder einer Gewitterphobie?

Wenn dein Hund bereits lange vor dem Gewitter stark reagiert, panisch flüchtet, kaum noch ansprechbar ist, sich selbst gefährdet oder über längere Zeit nicht zur Ruhe kommt, sollte die Situation fachlich abgeklärt werden.

Wann sollte ich professionelle Hilfe bei Gewitterangst suchen?

Wenn dein Hund deutliche Panik zeigt, sich gefährdet, die Angst zunehmend stärker wird oder du trotz sorgfältigem Management und Training keine Fortschritte siehst, ist individuelle fachliche Unterstützung sinnvoll. Bei starker oder plötzlich auftretender Angst sollte zusätzlich eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Fazit: Gewitterangst braucht Sicherheit statt Druck

Die häufigsten Fehler bei Gewitterangst entstehen meist nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus dem verständlichen Wunsch, dem Hund schnell helfen zu wollen.

Bestrafung, Zwang, unkontrollierte Konfrontation oder ein Trainingsbeginn mitten in der Panik führen jedoch selten zum gewünschten Ergebnis.

Viel wichtiger ist, die Körpersprache deines Hundes frühzeitig wahrzunehmen, seine individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen und ihm Sicherheit und Orientierung anzubieten.

Dein Hund muss Angst nicht „aushalten“, um sie zu überwinden. Ein sinnvoller Umgang mit Gewitterangst bedeutet, Belastung früh zu erkennen, unnötige Überforderung zu verhindern und langfristig unterhalb der Angstgrenze zu trainieren.

Bei massiver Panik, plötzlich auftretender Geräuschangst oder Selbstverletzungsgefahr sollte zusätzlich tierärztlich geprüft werden, welche Unterstützung dein Hund benötigt.

Du bist unsicher, wie du bei Gewitterangst richtig reagieren sollst?

Wenn dein Hund bereits beim Wetterumschwung unruhig wird, bei Donner zittert oder während eines Gewitters kaum noch ansprechbar ist, lohnt es sich, seine Reaktionen genauer zu betrachten.

In unserer Hundeschule in Stuttgart unterstützen wir Hundehalter aus Stuttgart und der gesamten Region dabei, Stresssignale frühzeitig zu erkennen, die Kommunikation ihres Hundes besser zu verstehen und ein individuell angepasstes Training gegen Gewitter- und Geräuschangst aufzubauen.

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Praktische Helfer für mehr Ruhe & Sicherheit bei Gewitter

Gewitter können für geräuschempfindliche Hunde eine große Herausforderung sein. Neben einem geschützten Rückzugsort, Ruhe und einem vorausschauenden Umgang mit der Situation können einige praktische Hilfsmittel dabei unterstützen, deinen Hund während eines Gewitters bestmöglich zu begleiten.

Gehörschutz für Hunde

Ein Gehörschutz kann für manche Hunde eine zusätzliche Möglichkeit sein, Geräusche von außen etwas abzuschirmen. Wichtig ist, dass dein Hund den Gehörschutz bereits in entspannten Situationen kennenlernen kann. Er sollte niemals erst während akuter Angst oder gegen den Willen des Hundes angelegt werden.

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GPS-Tracker für zusätzliche Sicherheit

Manche Hunde reagieren auf Gewitter mit ausgeprägtem Fluchtverhalten. Ein GPS-Tracker kann deshalb eine zusätzliche Absicherung sein, falls dein Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entlaufen sollte. Er ersetzt natürlich weder Leine noch eine sichere Ausrüstung.

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Adressanhänger mit Telefonnummer

Ein Adressanhänger mit deiner aktuellen Telefonnummer ist eine einfache zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Sollte dein Hund während eines Gewitters entlaufen und gefunden werden, kann die Kontaktaufnahme dadurch schnell und unkompliziert erfolgen.

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Schleckmatte für ruhige Beschäftigung

Eine Schleckmatte kann deinem Hund während eines Gewitters eine ruhige Beschäftigung anbieten, sofern er in dieser Situation noch Futter annehmen kann. Sie sollte deinem Hund bereits bekannt sein und kann beispielsweise in seinem geschützten Rückzugsbereich angeboten werden.

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Wichtig: Diese Hilfsmittel ersetzen kein individuell angepasstes Training. Zeigt dein Hund bei Gewitter starke Angst oder Panik, sollte die Situation fachkundig und gegebenenfalls tierärztlich begleitet werden.

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