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Kauartikel für Allergiker

  • Isabel Scheu
  • 17.08.2026
  • Kauartikel

Kauartikel für Allergiker – welche sind bei Futtermittelallergie & Unverträglichkeit geeignet?

Dein Hund liebt es zu kauen – doch nach bestimmten Snacks kratzt er sich plötzlich stärker, bekommt Durchfall, weichen Kot oder immer wieder Probleme mit Haut und Ohren? Dann stellt sich schnell die Frage: Welche Kauartikel eignen sich für einen Hund mit Allergie oder Futtermittelunverträglichkeit?

Gerade bei empfindlichen Hunden ist die Auswahl nicht ganz einfach. Viele klassische Kauartikel bestehen aus Rind oder Geflügel, manche enthalten mehrere tierische Proteinquellen und bei zusammengesetzten Produkten können zusätzliche Zutaten hinzukommen. Gleichzeitig werden Begriffe wie „hypoallergen“, „Monoprotein“ oder „für sensible Hunde“ häufig sehr großzügig verwendet.

Wichtig ist deshalb: Es gibt nicht den einen allergikerfreundlichen Kauartikel, der automatisch für jeden empfindlichen Hund geeignet ist. Entscheidend ist immer, auf welche Bestandteile dein Hund tatsächlich reagiert, welche Proteinquellen er bisher bekommen hat und ob gerade eine Ausschlussdiät durchgeführt wird.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, woran du geeignete Kauartikel für Allergiker erkennst, was Monoprotein wirklich bedeutet, welche Proteinquellen infrage kommen können, warum Pferd oder Känguru nicht automatisch hypoallergen sind und welche Kauartikel während einer Ausschlussdiät besser nicht ohne Rücksprache gegeben werden sollten.

Kurze Antwort: Geeignete Kauartikel für Allergiker sollten eine klar nachvollziehbare Zusammensetzung besitzen und nur Proteinquellen enthalten, die dein Hund nachweislich verträgt beziehungsweise die zum aktuellen Ernährungsplan passen. Monoprotein kann die Auswahl erleichtern, ist aber kein Garant für Verträglichkeit. Während einer Ausschlussdiät dürfen nur Kauartikel verwendet werden, die exakt zum festgelegten Diätplan passen.

Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit – was ist der Unterschied?

Nicht jeder Hund, der nach einem bestimmten Futter mit Durchfall oder Juckreiz reagiert, hat automatisch eine echte Futtermittelallergie.

Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem auf einen Bestandteil der Nahrung – häufig auf Proteine. Eine Futtermittelunverträglichkeit kann dagegen andere Ursachen haben und ist nicht zwingend immunologisch bedingt.

Für Hundehalter sehen die Beschwerden allerdings häufig ähnlich aus. Deshalb lässt sich allein anhand der Symptome normalerweise nicht sicher erkennen, welcher Mechanismus dahintersteckt.

Mehr zu diesem Thema findest du in unserem ausführlichen Beitrag über Allergien beim Hund .

Welche Symptome können bei einer Futtermittelallergie auftreten?

Beschwerden können sowohl die Haut als auch den Verdauungstrakt betreffen. Typische mögliche Symptome einer Allergie beim Hund sind beispielsweise:

  • Juckreiz, beispielsweise an Pfoten, Ohren oder Bauch
  • Rötungen und entzündete Hautstellen
  • wiederkehrende Hautprobleme
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • weicher Kot oder Durchfall
  • Blähungen
  • Erbrechen oder andere Magen-Darm-Beschwerden

Wichtig ist: Solche Symptome können zahlreiche andere Ursachen haben. Juckreiz kann beispielsweise auch durch Umweltallergien, Parasiten oder Hauterkrankungen entstehen. Deshalb sollte bei wiederkehrenden Beschwerden zunächst tierärztlich abgeklärt werden, was tatsächlich dahintersteckt.

Wie wird eine Futtermittelallergie beim Hund festgestellt?

Für die zuverlässige Abklärung einer vermuteten Futtermittelallergie spielt die Ausschlussdiät eine zentrale Rolle.

Dabei erhält der Hund über einen festgelegten Zeitraum eine genau definierte Ernährung. Je nach individuellem Fall kann dafür beispielsweise eine bisher nicht gefütterte Proteinquelle oder eine therapeutische Diät mit hydrolysierten Proteinen eingesetzt werden.

Während dieser Zeit muss die Diät konsequent eingehalten werden. Das bedeutet: Nicht nur das Hauptfutter zählt. Auch Leckerlis, Kauartikel, Essensreste, bestimmte Ergänzungsmittel und aromatisierte Medikamente können relevant sein.

Warum ein einziger falscher Kauartikel die Ausschlussdiät stören kann

Genau hier entsteht im Alltag häufig ein Problem. Das Hauptfutter wird sorgfältig ausgewählt – doch abends bekommt der Hund weiterhin seinen gewohnten Rinderkopfhautstreifen oder Ochsenziemer.

Wenn Rind in der Ausschlussdiät gerade nicht vorgesehen ist, führt dieser Kauartikel eine zusätzliche Proteinquelle ein. Dadurch wird die Beurteilung unnötig erschwert.

Während einer diagnostischen Diät solltest du deshalb nicht zwischen verschiedenen vermeintlich allergikerfreundlichen Snacks wechseln. Das Ziel ist gerade, die Ernährung möglichst kontrolliert und nachvollziehbar zu halten.

Was macht einen Kauartikel für Allergiker geeignet?

Für empfindliche Hunde sind mehrere Faktoren wichtig. Dabei geht es nicht nur um die Tierart.

Klare Proteinquelle

Je genauer ersichtlich ist, von welcher Tierart ein Kauartikel stammt, desto leichter lässt er sich in einen kontrollierten Fütterungsplan integrieren.

Übersichtliche Zutatenliste

Gerade bei Allergikern sind klar deklarierte Produkte sinnvoller als Kauartikel mit vielen unterschiedlichen Bestandteilen.

Passende Proteinquelle

Nicht die Seltenheit einer Tierart entscheidet, sondern ob dein Hund diese Proteinquelle verträgt und ob sie zum Diätplan passt.

Keine unnötige Mischung

Je mehr unterschiedliche tierische Proteinquellen ein Produkt enthält, desto schwieriger wird die Beurteilung bei empfindlichen Hunden.

Monoprotein-Kauartikel – warum sie bei Allergikern interessant sind

Besonders häufig werden Monoprotein-Kauartikel empfohlen. Dabei stammt das tierische Protein aus einer klar definierten Proteinquelle beziehungsweise Tierart.

Das kann bei empfindlichen Hunden hilfreich sein, weil du leichter nachvollziehen kannst, welche tierische Proteinquelle dein Hund erhält.

Aber: Monoprotein bedeutet nicht automatisch hypoallergen.

Ein reiner Rinderkauartikel ist beispielsweise ebenfalls Monoprotein. Reagiert dein Hund jedoch auf Rind, wäre genau dieses Produkt ungeeignet.

Was bedeutet „hypoallergen“ bei Kauartikeln?

Auch die Bezeichnung hypoallergen solltest du kritisch betrachten.

Ein Kauartikel wird nicht allein dadurch für deinen Hund geeignet, dass eine ungewöhnlichere Tierart verwendet wird. Entscheidend ist, ob dein Hund diese Proteinquelle bereits kennt beziehungsweise darauf reagiert.

Ein Hund kann grundsätzlich auch auf Pferd, Kaninchen, Wild oder andere Proteinquellen reagieren. Deshalb gibt es keine Tierart, die für alle Allergikerhunde pauschal sicher ist.

Pferd als Kauartikel für Allergiker – immer eine gute Wahl?

Pferd wird häufig als typische Alternative zu Rind oder Huhn angeboten. Pferdehaut, Pferdesehnen oder getrocknete Pferdefleischstücke sind deshalb in vielen Sortimenten für sensible Hunde zu finden.

Pferd ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn es zur Fütterungsgeschichte deines Hundes passt. Hat dein Hund bereits jahrelang Pferdefutter oder Pferdeleckerlis bekommen, ist diese Proteinquelle für eine neue Ausschlussdiät möglicherweise nicht die geeignete Wahl.

Deshalb sollte die Proteinquelle nicht nach einem allgemeinen „Allergiker-Ranking“, sondern individuell ausgewählt werden.

Känguru – seltene Proteinquelle, aber nicht automatisch allergiefrei

Känguru wird häufig als sogenannte alternative oder seltenere Proteinquelle angeboten. Für manche Hunde kann sie im Rahmen eines individuell geplanten Ernährungskonzeptes infrage kommen.

Die Aussage „Känguru hat praktisch kein Allergiepotenzial“ wäre jedoch zu pauschal. Auch auf eine selten verwendete Proteinquelle können Hunde reagieren.

Entscheidend bleibt deshalb auch hier die bisherige Fütterungsgeschichte.

Strauß als Kauartikel für sensible Hunde

Straußensehnen oder getrocknete Fleischstreifen werden ebenfalls häufig für empfindliche Hunde angeboten.

Strauß kann eine interessante Proteinquelle sein, wenn dein Hund diese Tierart bisher nicht beziehungsweise nur entsprechend dem gewählten Diätkonzept erhalten hat.

Auch hier gilt jedoch: „selten“ ist nicht gleichbedeutend mit „garantiert verträglich“.

Kaninchen – Kauartikel für Allergiker?

Kaninchenohren, Kaninchenhaut oder andere getrocknete Produkte werden häufig als leichtes beziehungsweise alternatives Kauangebot verkauft.

Ob Kaninchen für deinen Hund geeignet ist, hängt wiederum davon ab, ob die Proteinquelle vertragen wird.

Gerade bei einer diagnostischen Ausschlussdiät solltest du Kaninchen nicht allein deshalb hinzufügen, weil es als „Allergiker-Kauartikel“ verkauft wird.

Insektenprotein – Alternative für Hunde mit Futtermittelallergie?

Auch Insektenprotein wird mittlerweile in Hundefutter, Leckerlis und verschiedenen Kauprodukten eingesetzt.

Insekten können im individuellen Ernährungskonzept eine alternative Proteinquelle darstellen. Auch hier gilt jedoch: Ein neues Protein sollte nicht während einer laufenden Ausschlussdiät einfach zusätzlich ausprobiert werden.

Entscheidend ist immer, welches Ernährungskonzept für deinen Hund festgelegt wurde.

Welche Kauartikel solltest du bei Allergikern besser meiden?

Eine pauschale Verbotsliste mit bestimmten Tierarten wäre nicht sinnvoll. Rind oder Huhn müssen nicht grundsätzlich gemieden werden – sondern nur dann, wenn sie für deinen Hund problematisch sind oder während einer Ausschlussdiät nicht vorgesehen sind.

Kritischer sind vielmehr Produkte, bei denen du nicht genau nachvollziehen kannst, was dein Hund bekommt.

  • Unklar deklarierte Kauartikel: beispielsweise nicht näher bezeichnete tierische Bestandteile.
  • Produkte mit mehreren Tierarten: erschweren die Beurteilung bei empfindlichen Hunden.
  • Gefüllte Kauprodukte: können zusätzliche Proteinquellen oder weitere Zutaten enthalten.
  • Beschichtete Produkte: Glasuren und Aromatisierungen können zusätzliche Bestandteile einbringen.
  • Produkte ohne vollständige Zutateninformation: gerade bei einer Ausschlussdiät ungünstig.

Sind Zusatzstoffe die häufigste Ursache einer Futtermittelallergie?

Nein. Im Ausgangstext wurden Zusatzstoffe relativ stark als mögliche Allergieauslöser hervorgehoben. Für eine Futtermittelallergie stehen jedoch insbesondere Nahrungsproteine im Mittelpunkt.

Trotzdem ist eine kurze und transparente Zutatenliste bei einem empfindlichen Hund sinnvoll. Je weniger unbekannte Bestandteile ein Produkt besitzt, desto einfacher lässt sich beurteilen, was dein Hund tatsächlich erhalten hat.

Mehr über problematische Zutaten und unnötige Zusätze findest du im Beitrag 5 Zutaten, die nicht in Leckerlis gehören .

Kauartikel während einer Ausschlussdiät – was ist erlaubt?

Wenn gerade eine diagnostische Ausschlussdiät läuft, lautet die wichtigste Regel: Keine zusätzlichen Produkte auf eigene Faust einführen.

Je nach gewählter Diät kann ein exakt passender Kauartikel eventuell möglich sein. In anderen Fällen ist es sinnvoller, während der diagnostischen Phase vollständig auf zusätzliche tierische Kauartikel zu verzichten.

Gerade bei therapeutischen hydrolysierten Diäten wäre beispielsweise ein natürlicher Pferde- oder Kaninchenkauartikel eine zusätzliche intakte Proteinquelle und damit nicht automatisch passend.

Neue Kauartikel nach abgeschlossener Ausschlussdiät einführen

Ist die diagnostische Phase abgeschlossen und weißt du, welche Proteinquellen dein Hund verträgt, kannst du das Sortiment wieder gezielter erweitern.

Dabei ist ein kontrolliertes Vorgehen sinnvoll:

  1. Nur einen neuen Kauartikel beziehungsweise eine neue Proteinquelle gleichzeitig testen.
  2. Zunächst eine kleinere Menge anbieten.
  3. Haut, Ohren und Verdauung beobachten.
  4. Keine weiteren neuen Futtermittel gleichzeitig einführen.
  5. Auffälligkeiten dokumentieren.

Bei auffälligen oder wiederkehrenden Symptomen solltest du dich an deine Tierarztpraxis wenden.

Kreuzkontamination – ein oft übersehener Punkt bei Allergiker-Kauartikeln

Gerade bei frei verkäuflichen Produkten kann zusätzlich die Herstellung eine Rolle spielen. Wenn unterschiedliche Tierarten in derselben Produktionsumgebung verarbeitet werden, können unbeabsichtigte Spuren anderer Proteinquellen nicht bei jedem Produkt grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Für einen Hund ohne bekannte Allergie ist das häufig ohne praktische Bedeutung. Bei einer streng diagnostischen Ausschlussdiät kann es dagegen relevant sein.

Deshalb sind frei verkäufliche „Sensitive“- oder „Limited Ingredient“-Produkte nicht automatisch mit einer tierärztlich vorgesehenen Eliminationsdiät gleichzusetzen.

Hydrolysierte Produkte – was bedeutet das?

Bei hydrolysierten Proteinen werden Eiweißmoleküle in kleinere Bestandteile zerlegt. Solche Diäten werden insbesondere im tiermedizinischen Bereich zur Abklärung beziehungsweise Ernährung bestimmter empfindlicher Hunde eingesetzt.

Die Aussage, das Immunsystem könne hydrolysierte Proteine grundsätzlich „nicht mehr erkennen“, wäre allerdings zu absolut. Entscheidend sind unter anderem der Grad der Hydrolyse und die individuelle Reaktion des Hundes.

Wenn dein Hund eine tierärztliche hydrolysierte Diät erhält, solltest du zusätzliche Kauartikel nur verwenden, wenn sie ausdrücklich mit diesem Diätkonzept vereinbar sind.

Kauartikel selber machen bei Allergien – gute Idee?

Selbstgemachte Snacks können den Vorteil haben, dass du die verwendeten Zutaten selbst auswählst. Sie sind deshalb aber nicht automatisch für jede Ausschlussdiät geeignet.

Wenn bereits bekannt ist, welche Proteinquelle dein Hund verträgt, können beispielsweise getrocknete Fleischstreifen aus genau dieser Tierart eine Möglichkeit sein.

Während einer diagnostischen Ausschlussdiät solltest du allerdings auch selbstgemachte Varianten nur verwenden, wenn die verwendeten Zutaten zum festgelegten Plan gehören.

Kauartikel für Allergiker richtig auswählen – praktische Checkliste

  • Welche Proteinquelle verträgt mein Hund?
  • Läuft aktuell eine Ausschlussdiät?
  • Ist der Kauartikel während dieser Diät ausdrücklich erlaubt?
  • Ist die Tierart eindeutig angegeben?
  • Enthält das Produkt weitere tierische Proteinquellen?
  • Ist die Zutatenliste vollständig nachvollziehbar?
  • Gibt es zusätzliche Füllungen oder Beschichtungen?
  • Passt die Größe zum Hund?
  • Ist die Härte für seine Zähne geeignet?
  • Wird der Kauartikel unter Aufsicht angeboten?

Auch Allergiker-Kauartikel liefern Kalorien

„Hypoallergen“, „Monoprotein“ oder „sensitiv“ sagt nichts darüber aus, wie energiereich ein Kauartikel ist.

Auch ein hervorragend verträglicher Kauartikel liefert Kalorien und gehört zur täglichen Energieaufnahme. Gerade größere getrocknete Produkte sollten deshalb in der gesamten Fütterung berücksichtigt werden.

Das ist besonders relevant bei Hunden, die zusätzlich zu ihrer Allergie zu Übergewicht neigen.

Kauartikel und Zahnpflege bei Allergikerhunden

Auch bei einem Allergiker sollte ein Kauartikel nicht hauptsächlich nach dem vermeintlichen Zahnpflegeeffekt ausgewählt werden.

Beim Kauen kann mechanischer Kontakt mit der Zahnoberfläche entstehen. Ein gewöhnlicher Kauartikel ersetzt jedoch keine systematische Zahnpflege.

Besonders extrem harte Kauartikel sollten nicht allein deshalb verwendet werden, weil sie lange halten oder vermeintlich besonders gründlich reinigen. Die Zahngesundheit und das individuelle Kauverhalten sind wichtiger.

Kauartikel für Allergiker im Hundealltag in Stuttgart

Auch bei Pfotenliebe Stuttgart begegnen uns immer wieder Hunde, bei denen aufgrund von Hautproblemen, wiederkehrendem Juckreiz oder empfindlicher Verdauung die Fütterung genauer betrachtet werden muss.

Gerade während einer Ausschlussdiät zeigt sich, wie viele unterschiedliche Futterquellen im Hundealltag zusammenkommen: Trainingsleckerlis während einer Übung, ein Snack unterwegs, ein Kauartikel nach dem Spaziergang und vielleicht noch eine Kleinigkeit von einem Familienmitglied.

Ob nach einem Spaziergang im Rotwildpark, am Bärensee, im Kräherwald oder nach einer Trainingseinheit in Stuttgart – während einer diagnostischen Diät sollte nicht automatisch ein zusätzlicher Kauartikel angeboten werden.

Gerade dann ist Konsequenz wichtiger als möglichst viel Abwechslung. Ist später bekannt, welche Proteinquellen dein Hund gut verträgt, können geeignete Kauartikel wieder bewusst in den Alltag integriert werden.

FAQ – häufige Fragen zu Kauartikeln für Allergiker

Welche Kauartikel sind für Allergiker geeignet?

Geeignet sind Kauartikel mit einer klar definierten Proteinquelle, die dein Hund verträgt beziehungsweise die zu seinem aktuellen Ernährungsplan passt. Eine für alle Allergiker geeignete Tierart gibt es nicht.

Ist Pferd für Allergikerhunde geeignet?

Pferd kann für manche Hunde eine geeignete Proteinquelle sein. Hat dein Hund jedoch bereits häufig Pferd gefressen oder reagiert darauf, ist es nicht automatisch die richtige Wahl.

Ist Känguru hypoallergen für Hunde?

Nicht automatisch. Känguru wird zwar häufig als alternative Proteinquelle eingesetzt, aber auch darauf kann ein Hund reagieren. Entscheidend ist die individuelle Fütterungsgeschichte.

Sind Kaninchenohren für Allergiker geeignet?

Nur wenn Kaninchen für den individuellen Hund eine geeignete und verträgliche Proteinquelle ist. Während einer Ausschlussdiät sollte Kaninchen nicht eigenständig zusätzlich angeboten werden.

Was bedeutet Monoprotein bei Kauartikeln?

Monoprotein bedeutet, dass die tierische Proteinquelle klar auf eine Tierart beziehungsweise definierte Proteinquelle begrenzt ist. Das macht die Zusammensetzung übersichtlicher, garantiert aber keine Verträglichkeit.

Ist Monoprotein automatisch hypoallergen?

Nein. Ein Hund kann auch auf die einzige enthaltene Proteinquelle allergisch reagieren. Ein Rind-Monoprotein-Kauartikel wäre beispielsweise für einen Hund mit Rindallergie ungeeignet.

Darf mein Hund während der Ausschlussdiät Kauartikel bekommen?

Nur wenn der konkrete Kauartikel zum festgelegten Diätplan gehört beziehungsweise ausdrücklich freigegeben wurde. Während einer diagnostischen Ausschlussdiät sollten keine zusätzlichen Proteinquellen eigenständig eingeführt werden.

Sind Rind und Huhn für Allergiker grundsätzlich verboten?

Nein. Entscheidend ist, worauf der individuelle Hund reagiert. Verträgt ein Hund Rind oder Huhn problemlos, müssen diese Proteinquellen nicht pauschal vermieden werden.

Kann ein Hund auf mehrere Proteinquellen allergisch sein?

Das ist grundsätzlich möglich. Welche Zutaten tatsächlich problematisch sind, sollte kontrolliert und nicht allein anhand von Produktbezeichnungen oder Vermutungen beurteilt werden.

Sind Insekten-Kauartikel für Allergiker geeignet?

Insektenprotein kann eine alternative Proteinquelle sein. Ob es für den einzelnen Hund geeignet ist, hängt von seiner Fütterungsgeschichte und dem gewählten Ernährungskonzept ab.

Was tun, wenn mein Hund nach einem Kauartikel Juckreiz oder Durchfall bekommt?

Setze nicht einfach mehrere neue Produkte nacheinander ein. Notiere, was dein Hund gefressen hat, und besprich wiederkehrende oder stärkere Beschwerden mit deiner Tierarztpraxis. Juckreiz und Verdauungsprobleme können zahlreiche Ursachen haben.

Fazit: Der richtige Kauartikel für Allergiker ist individuell

Auch Hunde mit Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten können geeignete Kauartikel bekommen. Entscheidend ist jedoch nicht die Aufschrift „hypoallergen“, sondern eine klar nachvollziehbare und individuell passende Proteinquelle.

Pferd, Känguru, Kaninchen, Strauß oder Insektenprotein können für einzelne Hunde interessante Alternativen sein – sind aber nicht automatisch für jeden Allergiker geeignet.

Besonders während einer Ausschlussdiät gilt: Konsequenz geht vor Abwechslung. Jeder zusätzliche Kauartikel muss zum festgelegten Ernährungsplan passen. Ein einziger vermeintlich harmloser Snack kann sonst die Aussagekraft der Diät erschweren.

Ist später bekannt, welche Proteinquellen dein Hund verträgt, kannst du gezielt nach möglichst transparent deklarierten Monoprotein-Kauartikeln suchen und das Kauangebot passend zu Größe, Gebiss und Kauverhalten auswählen.

So muss ein Allergikerhund nicht grundsätzlich auf Kauspaß verzichten – aber die Auswahl sollte bewusster und individueller erfolgen als bei einem Hund ohne bekannte Futterprobleme.

Praktische Empfehlungen

Meine Kauartikel-Empfehlungen für deinen Hund

Die folgenden Kauartikel basieren auf Rind. Sie sind deshalb ausdrücklich keine pauschalen Empfehlungen für einen Hund mit Futtermittelallergie. Verwende sie nur, wenn dein Hund Rind verträgt und die Proteinquelle zu seiner aktuellen Ernährung passt. Während einer diagnostischen Ausschlussdiät sollten zusätzliche Kauartikel vorab abgestimmt werden.

Getrockneter Ochsenziemer

Ochsenziemer gehören zu den klassischen Kauartikeln für Hunde und können je nach Größe eine länger anhaltende Beschäftigung bieten. Da dieses Produkt vom Rind stammt, ist es nur für Hunde geeignet, die Rind vertragen.

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Rinderkopfhautplatten

Rinderkopfhaut ist ein zäher Kauartikel und kann sich für Hunde eignen, die länger und ausdauernd kauen. Bei einer Rindallergie beziehungsweise einer Ausschlussdiät ohne Rind ist sie nicht geeignet.

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Rinderdörrfleisch

Rinderdörrfleisch eignet sich je nach Stückgröße eher als kürzerer Kau-Snack. Auch hier gilt: Es gehört zur Proteinquelle Rind und sollte bei Allergikern nur eingesetzt werden, wenn Rind nachweislich beziehungsweise im aktuellen Fütterungsplan verträglich ist.

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