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Krebs beim Hund: Warum mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt – Meine Geschichte mit drei Hunden
- Isabel Scheu
- 13.12.2026
- Krebs beim Hund
- unveröffentlicht
Krebs beim Hund – Warum mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich auf meinem Blog von Pfotenliebe Stuttgart immer wieder über Krebs beim Hund schreibe. Über verschiedene Tumorarten, über Früherkennung, Untersuchungen, Behandlungsmöglichkeiten und darüber, wie wichtig es ist, Veränderungen beim eigenen Hund ernst zu nehmen.
Das hat einen ganz persönlichen Grund. Krebs beim Hund ist für mich nicht einfach nur ein medizinisches Thema, über das ich informieren möchte. Es ist eine Herzensangelegenheit. Denn ich habe diese Krankheit nicht nur einmal erlebt. Alle drei meiner Hunde waren beziehungsweise sind von Krebs betroffen. Ich kenne diese Momente, in denen plötzlich eine Diagnose im Raum steht, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht. Ich kenne die Angst, die Ungewissheit, die vielen Fragen und die Hoffnung, dass alles gut ausgeht.
Ich weiß aber auch, wie viel möglich sein kann, wenn eine Erkrankung rechtzeitig erkannt wird, die richtigen Menschen an unserer Seite stehen und wir bereit sind, gemeinsam mit unseren Hunden diesen Weg zu gehen. Deshalb möchte ich heute nicht nur Wissen vermitteln. Ich möchte dir unsere ganz persönliche Geschichte erzählen. Eine Geschichte über drei Hunde, mehrere Krebsdiagnosen, schwierige Entscheidungen, unglaublich viel Dankbarkeit und darüber, warum ich niemals aufhören werde, bei diesem Thema genau hinzusehen.
Kurze Antwort: Warum schreibe ich so viel über Krebs beim Hund? Weil alle drei meiner Hunde selbst von Krebserkrankungen betroffen waren. Mein erster Hund hatte ein Schilddrüsenkarzinom, mein Janosch erkrankte an Leberkrebs und später an einem Analbeutelkarzinom, und meine Französische Bulldogge hatte wiederholt Mastzelltumoren. Diese Erfahrungen haben mich geprägt. Ich möchte andere Hundehalter dafür sensibilisieren, Veränderungen ernst zu nehmen, Untersuchungen nicht aufzuschieben und auch nach einer Krebsdiagnose die Hoffnung nicht vorschnell aufzugeben.
2011 – Die erste Krebsdiagnose, die mein Leben verändert hat
Meine erste persönliche Begegnung mit Krebs beim Hund liegt bereits viele Jahre zurück. Es war 2011, als bei meinem ersten Hund ein Schilddrüsenkarzinom festgestellt wurde.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, was eine solche Diagnose mit einem macht. Plötzlich dreht sich alles um medizinische Befunde, Behandlungsmöglichkeiten und die Frage, wie viel gemeinsame Zeit einem noch bleibt.
Damals waren die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in manchen Bereichen noch andere als heute. Mein Hund wurde operiert und der Tumor entfernt. Anschließend standen wir vor einer schwierigen Entscheidung.
Uns wurde erklärt, dass eine Chemotherapie sein Leben möglicherweise verlängern könnte. Die damalige Einschätzung lautete, dass wir damit vielleicht noch maximal ein Dreivierteljahr gewinnen würden.
Ein Dreivierteljahr. Wenn man seinen Hund liebt, ist allein der Gedanke daran unglaublich schwer auszuhalten.
Wir haben uns für die Chemotherapie entschieden
Wir wollten diese Möglichkeit nutzen. Nicht um jeden Preis, sondern weil wir unserem Hund eine Chance geben wollten und gemeinsam mit den behandelnden Tierärzten diesen Weg für richtig hielten.
Und dann kam alles anders, als wir es erwartet hatten.
Aus den damals prognostizierten maximal neun Monaten wurden drei weitere gemeinsame Jahre.
Drei Jahre, die wir nach dieser Diagnose niemals für selbstverständlich gehalten haben. Drei Jahre voller gemeinsamer Erlebnisse, Nähe und kostbarer Momente.
Mein erster Hund ist schließlich verstorben, aber nach unserem damaligen Kenntnisstand war er zu diesem Zeitpunkt krebsfrei. Das ist etwas, wofür ich bis heute unendlich dankbar bin.
Natürlich bedeutet unsere Geschichte nicht, dass eine Chemotherapie jedem Hund drei zusätzliche Jahre schenken kann. Aber sie hat mir etwas ganz Entscheidendes gezeigt: Eine Prognose ist keine Gewissheit. Und eine Krebsdiagnose bedeutet nicht automatisch, dass jede Hoffnung verloren ist.
2023 – Die Schockdiagnose bei meinem Janosch: Leberkrebs
Viele Jahre später holte uns das Thema Krebs erneut ein. Diesmal traf es meinen Janosch.
2023 fiel mir auf, dass Janosch innerhalb von nur drei Monaten drei Kilogramm Körpergewicht verloren hatte. Diese Veränderung kam mir nicht normal vor. Ich hatte das Gefühl, dass wir genauer hinschauen müssen.
Deshalb habe ich auf eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums, einen sogenannten Abdomenultraschall, gedrängt.
Und leider bestätigte sich meine Sorge. Bei Janosch wurde ein hepatozelluläres Karzinom festgestellt – eine Form von Leberkrebs.
Wieder war sie da, diese Angst. Wieder standen wir vor einer Diagnose, die man bei seinem geliebten Hund niemals hören möchte.
Von der Diagnose zur Operation innerhalb eines Tages
Nach der Diagnose ging alles sehr schnell. Bereits am nächsten Tag wurde Janosch operiert.
Außerdem wurde ein Ganzkörper-CT durchgeführt, um zu untersuchen, ob sich möglicherweise bereits Metastasen im Körper gebildet hatten.
Die Erleichterung war riesig: Es wurden keine Metastasen festgestellt.
Wer eine solche Situation schon einmal erlebt hat, weiß, wie viel Hoffnung in einem einzigen Untersuchungsergebnis liegen kann.
Unsere Entscheidung für eine weitere Chemotherapie
Nach der Operation wurde uns die Entscheidung überlassen, ob wir zusätzlich eine Chemotherapie durchführen lassen möchten.
Für uns war die Entscheidung klar. Wir wollten diese Behandlungsmöglichkeit nutzen und haben uns nach tierärztlicher Beratung für die Chemotherapie entschieden.
Und ich kann aus unserer persönlichen Erfahrung sagen: Janosch hat die Behandlung wirklich hervorragend vertragen.
Er war nicht auffällig müde, hatte weiterhin Appetit, wollte ganz normal fressen und zeigte keine erkennbare Übelkeit. Auch sein Verhalten war für mich so, wie ich es von ihm kannte.
Natürlich wurde er während der Behandlung engmaschig medizinisch betreut. Dazu gehörten auch regelmäßige Blutbildkontrollen, um zu überprüfen, wie sein Körper auf die Therapie reagierte.
Was mir dabei wichtig ist: Eine Chemotherapie beim Hund ist nicht automatisch mit den Erfahrungen vergleichbar, die wir aus der Humanmedizin kennen. In der tiermedizinischen Onkologie spielt die Lebensqualität eine besonders wichtige Rolle. Dennoch können auch Hunde Nebenwirkungen entwickeln. Wie gut eine Behandlung vertragen wird, hängt unter anderem vom eingesetzten Medikament, der Dosierung und vom einzelnen Hund ab.
Janosch hatte glücklicherweise keine für mich erkennbaren Beschwerden durch die Chemotherapie. Das war für uns eine enorme Erleichterung.
Oktober 2023 – Und plötzlich war da der nächste Tumor
Man könnte meinen, nach einer solchen Diagnose, einer großen Operation und einer Chemotherapie hätten wir für dieses Jahr genug durchgemacht.
Doch im Oktober 2023 folgte der nächste Schock.
Bei Janosch wurde ein kleines Analbeutelkarzinom festgestellt.
Schon wieder Krebs. Schon wieder diese Sorge, was die Diagnose für unseren weiteren gemeinsamen Weg bedeuten könnte.
Glücklicherweise konnte der Tumor operativ entfernt werden. Für uns war dieses Kapitel damit zunächst abgeschlossen.
Natürlich bedeutet die Entfernung eines Tumors nicht grundsätzlich, dass keine Nachkontrollen mehr notwendig sind. Gerade bei einem Analbeutelkarzinom ist die weitere tierärztliche Überwachung wichtig.
Aber wir waren unglaublich erleichtert, dass auch dieser Tumor behandelt werden konnte.
Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe: Manchmal kommt eine schlechte Nachricht, obwohl man gerade erst begonnen hat, nach einer anderen wieder aufzuatmen. Und trotzdem lohnt es sich, nicht aufzugeben, sondern die nächsten Schritte gemeinsam mit erfahrenen Tierärzten zu gehen.
Meine Französische Bulldogge – Wenn Mastzelltumoren immer wieder auftreten
Auch mein zweiter Hund, meine Französische Bulldogge, blieb von Krebserkrankungen nicht verschont.
Bei ihr treten immer wieder Mastzelltumoren auf, die operativ entfernt werden müssen.
Wer sich schon einmal mit Mastzelltumoren beschäftigt hat, weiß, dass diese Hauttumoren sehr unterschiedlich verlaufen können. Manche verhalten sich vergleichsweise wenig aggressiv, andere können deutlich problematischer sein.
Bei meiner Bulldogge hatten wir bisher großes Glück: Die untersuchten Tumoren waren alle als Low Grade eingestuft.
Das bedeutet, dass sie nach der feingeweblichen Untersuchung einer niedrigeren histologischen Aggressivitätsstufe zugeordnet wurden. Diese Einstufung ist grundsätzlich günstiger als ein High-Grade-Befund.
Deshalb können wir mit den bisherigen Befunden deutlich gelassener umgehen. Wir nehmen die Tumoren aber weiterhin ernst, lassen neue Veränderungen untersuchen und entfernen die Tumoren, wenn dies tierärztlich angezeigt ist.
Denn auch bei Low-Grade-Mastzelltumoren sind die vollständige Entfernung, der individuelle Befund und die Nachsorge entscheidend.
Für mich gehört das mittlerweile zu unserem Alltag: hinschauen, Veränderungen wahrnehmen, abklären lassen und nicht unnötig spekulieren.
Was mich drei Hunde mit Krebs gelehrt haben
Wenn man mit drei eigenen Hunden unterschiedliche Krebserkrankungen erlebt hat, verändert das den Blick auf die Gesundheit unserer Vierbeiner.
Ich habe gelernt, dass es nicht den einen typischen Verlauf gibt. Jeder Hund, jeder Tumor und jede Behandlung ist anders.
Eine Diagnose ist nicht automatisch das Ende
Die Geschichte meines ersten Hundes hat mir gezeigt, dass sich die tatsächliche Lebenszeit ganz anders entwickeln kann als zunächst erwartet. Eine Prognose hilft bei Entscheidungen, kann die Zukunft aber nicht sicher vorhersagen.
Veränderungen verdienen Aufmerksamkeit
Bei Janosch war es der deutliche Gewichtsverlust, der mich aufmerksam gemacht hat. Ohne die weitere Untersuchung hätten wir möglicherweise nicht so früh erfahren, was dahintersteckte.
Lebensqualität ist entscheidend
Für mich zählt nicht nur, welche Behandlung medizinisch möglich ist. Ebenso wichtig ist, wie mein Hund damit zurechtkommt und ob er weiterhin ein lebenswertes Hundeleben führen kann.
Vertrauen in die behandelnden Tierärzte
Eine schwere Diagnose bringt viele Entscheidungen mit sich. Ein erfahrenes Team, das verständlich erklärt, ehrlich berät und auch die Sorgen des Halters ernst nimmt, ist dabei unglaublich wertvoll.
Nachsorge gehört für mich dazu
Eine erfolgreiche Operation oder abgeschlossene Behandlung bedeutet nicht, dass ich das Thema abhake. Die regelmäßigen Kontrollen geben uns die Möglichkeit, mögliche Veränderungen frühzeitig zu entdecken.
Hoffnung und Realismus gehören zusammen
Ich möchte Hoffnung machen, ohne falsche Erwartungen zu wecken. Nicht jeder Krebs ist heilbar. Nicht jede Behandlung ist für jeden Hund sinnvoll. Aber jeder Hund verdient eine sorgfältige, individuelle medizinische Beurteilung.
Mein besonderer Dank an die Tierklinik Stuttgart und ihre großartigen Tierärzte
An dieser Stelle möchte ich etwas sagen, das mir ganz besonders am Herzen liegt.
Mein großer, von Herzen kommender Dank gilt der Tierklinik Stuttgart und ganz besonders Frau Dr. Thomann, Herrn Dr. Himmelsbach und Herrn Dr. Sinzinger.
Wenn der eigene Hund an Krebs erkrankt, braucht man nicht nur medizinisches Fachwissen. Man braucht Menschen, denen man vertrauen kann. Menschen, die genau hinschauen, die Sorgen ernst nehmen, verständlich erklären und einen auch in schwierigen Momenten nicht alleinlassen.
Frau Dr. Thomann – Unsere Onkologin, die uns mit so viel Engagement begleitet
Mein ganz besonderer Dank gilt Frau Dr. Thomann, unserer Onkologin. Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel mir ihre Betreuung bedeutet.
Sie hat immer ein offenes Ohr für uns, nimmt meine Sorgen ernst und ist für uns da, wenn Fragen oder Unsicherheiten auftauchen. Wir können uns jederzeit bei ihr melden, wenn uns etwas auffällt. Gerade nach all unseren Erfahrungen mit Krebs ist dieses Vertrauen für mich unbezahlbar.
Auch unsere regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen begleitet sie mit großer Sorgfalt. Und jedes Mal, wenn sie mit den Untersuchungsergebnissen zufrieden ist, fällt mir ein riesiger Stein vom Herzen.
Ich bin unglaublich dankbar, dass wir mit ihr eine Onkologin an unserer Seite haben, bei der ich mich sowohl medizinisch als auch menschlich bestens aufgehoben fühle.
Herr Dr. Himmelsbach – Mein Dank für die wichtige Diagnostik
Ebenso herzlich möchte ich mich bei Herrn Dr. Himmelsbach bedanken. Er hat durch seine diagnostische Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Krebserkrankungen meiner Hunde erkannt wurden und die notwendigen weiteren Schritte eingeleitet werden konnten.
Gerade bei einer Krebserkrankung ist eine sorgfältige und rechtzeitige Diagnostik von enormer Bedeutung. Denn erst wenn klar ist, womit man es zu tun hat, können die richtigen Entscheidungen über die weitere Behandlung getroffen werden.
Für diese wichtige Arbeit und die damit verbundene Unterstützung bin ich ihm von Herzen dankbar.
Herr Dr. Sinzinger – Ein hervorragender Operateur, dem ich meine Hunde anvertraue
Ein ebenso großer Dank gilt Herrn Dr. Sinzinger, der ebenfalls an der Diagnostik beteiligt war und für mich insbesondere als Operateur eine ganz besondere Bedeutung hat.
Er ist der Chirurg, dem ich meine Hunde bei ihren notwendigen Operationen immer wieder anvertraue. Und wer seinen geliebten Hund schon einmal für eine Tumoroperation abgeben musste, weiß, wie viel Vertrauen dafür notwendig ist.
Ich schätze Herrn Dr. Sinzinger als einen hervorragenden Operateur, dessen fachliche Kompetenz und chirurgische Arbeit mir in all diesen schwierigen Situationen unglaublich viel Sicherheit gegeben haben.
Zu wissen, dass meine Hunde bei ihren Operationen in seinen Händen sind, bedeutet mir sehr viel. Für seinen Einsatz, seine Arbeit und die wiederholte operative Versorgung meiner Hunde bin ich ihm außerordentlich dankbar.
Ein Dank, der wirklich von Herzen kommt
Wenn ich heute auf die vergangenen Jahre und all unsere Krebsdiagnosen zurückblicke, weiß ich, wie viel Glück wir mit der medizinischen Betreuung unserer Hunde hatten.
Von der Erkennung der Erkrankungen über die notwendigen Operationen bis hin zur onkologischen Behandlung und den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen wurden wir von Menschen begleitet, denen ich voll und ganz vertraue.
Frau Dr. Thomann, Herr Dr. Himmelsbach und Herr Dr. Sinzinger haben für mich und meine Hunde einen unschätzbar wertvollen Beitrag geleistet.
Ich bin fest davon überzeugt, dass ihre medizinische Betreuung einen entscheidenden Anteil daran hat, dass wir heute auf so viele positive Behandlungsergebnisse zurückblicken dürfen.
Natürlich weiß ich, dass niemand garantieren kann, dass eine Krebserkrankung nicht zurückkehrt. Aber ich weiß auch, wie beruhigend es ist, ein so kompetentes und engagiertes Team an seiner Seite zu haben.
Deshalb möchte ich einfach von Herzen Danke sagen. Danke an Frau Dr. Thomann, Herrn Dr. Himmelsbach und Herrn Dr. Sinzinger. Und selbstverständlich auch an das gesamte Team der Tierklinik Stuttgart.
Danke für Ihre medizinische Kompetenz, Ihre Unterstützung, Ihr Engagement und dafür, dass Sie meine Hunde auf diesem schwierigen Weg so hervorragend begleitet haben.
Ohne Sie wären wir heute vielleicht nicht da, wo wir sind. Und dafür werde ich Ihnen immer dankbar sein.
Warum ich bei meinen Hunden jede Veränderung ernst nehme
Nach unseren Erfahrungen bin ich bei gesundheitlichen Veränderungen besonders aufmerksam geworden.
Wenn mir etwas ungewöhnlich vorkommt, lasse ich es abklären. Ein neuer Knoten, eine Veränderung an der Haut, ein auffälliger Gewichtsverlust oder etwas, das sich für mich einfach nicht richtig anfühlt, wird nicht ignoriert.
Das bedeutet nicht, dass hinter jeder Kleinigkeit gleich Krebs steckt. Ganz im Gegenteil: Viele Veränderungen haben harmlose Ursachen.
Aber ich möchte nicht einfach abwarten, wenn es einen nachvollziehbaren Grund für eine Untersuchung gibt.
Ob eine Ultraschalluntersuchung, eine Feinnadelprobe, eine Biopsie oder eine andere Diagnostik sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam mit den behandelnden Tierärzten.
Ich möchte Klarheit haben, anstatt mich später fragen zu müssen, ob wir früher hätten reagieren können.
Diese Veränderungen solltest du bei deinem Hund abklären lassen
Worauf du im Alltag achten kannst:
- Neue Knoten, Schwellungen oder Veränderungen bereits vorhandener Hautveränderungen
- Unbeabsichtigter Gewichtsverlust
- Veränderter Appetit oder anhaltende Probleme bei der Futteraufnahme
- Ungewöhnliche Müdigkeit oder ein deutlicher Leistungsabfall
- Wiederkehrendes Erbrechen oder anhaltende Verdauungsprobleme
- Auffälligkeiten beim Kotabsatz oder Veränderungen im Analbereich
- Ungewöhnliche Blutungen oder schlecht heilende Wunden
- Andere anhaltende Veränderungen, die nicht zum gewohnten Verhalten deines Hundes passen
Diese Anzeichen können sehr unterschiedliche Ursachen haben und sind für sich genommen kein Beweis für Krebs. Sie sind aber ein guter Grund, tierärztlichen Rat einzuholen. Bei akuten schweren Beschwerden wie Atemnot, Kollaps oder starken Blutungen ist sofortige tierärztliche Hilfe notwendig.
Regelmäßige Krebsvorsorge und Nachsorge beim Hund – Warum ich keinen Termin auslasse
Was mir nach all diesen Erlebnissen besonders wichtig geworden ist, sind die regelmäßigen Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen.
Wir halten unsere vereinbarten Kontrolltermine konsequent ein. Und ich freue mich jedes Mal, wenn Frau Dr. Thorman mit den Untersuchungsergebnissen zufrieden ist.
Für mich sind diese Termine keine lästige Pflicht. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Zeit.
Dabei muss man zwischen allgemeiner Gesundheitsvorsorge und der gezielten Nachsorge nach einer Krebserkrankung unterscheiden. Nicht jeder gesunde Hund benötigt regelmäßig umfangreiche bildgebende Untersuchungen oder spezielle Krebstests. Bei einem Hund mit einer Tumorerkrankung richtet sich die Nachsorge dagegen nach der jeweiligen Tumorart, dem bisherigen Befund und der Behandlung.
1. Veränderungen im Alltag beobachten
Ich achte darauf, wie sich meine Hunde verhalten, ob sie normal fressen, wie sich ihr Gewicht entwickelt und ob mir körperliche Veränderungen auffallen.
2. Auffälligkeiten tierärztlich besprechen
Wenn ich etwas entdecke, melde ich mich bei unserer behandelnden Tierärztin. Gemeinsam wird entschieden, ob und welche Untersuchung notwendig ist.
3. Vereinbarte Nachsorgetermine wahrnehmen
Die regelmäßigen Kontrollen werden entsprechend dem individuellen medizinischen Nachsorgeplan durchgeführt. Das gibt uns die Möglichkeit, mögliche Rückfälle oder neue Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.
4. Auch gute Ergebnisse bewusst genießen
Bei aller Aufmerksamkeit möchte ich nicht vergessen, das Leben mit meinen Hunden zu genießen. Ein erfreulicher Kontrolltermin ist für mich immer wieder ein Grund, dankbar zu sein.
Denn eines darf man bei aller Sorge nicht vergessen: Unsere Hunde leben im Hier und Jetzt. Und genau diese gemeinsame Zeit ist so unglaublich wertvoll.
Diese Fehler möchte ich anderen Hundehaltern ersparen
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie überfordernd eine Krebsdiagnose sein kann. Deshalb möchte ich einige Gedanken weitergeben, die mir persönlich besonders wichtig sind.
Ungewöhnliche Veränderungen zu lange ignorieren
Ein deutlicher Gewichtsverlust oder ein neuer Knoten sollte nicht einfach als Alterserscheinung abgetan werden. Besser ist es, solche Veränderungen frühzeitig tierärztlich untersuchen zu lassen.
Eine Prognose als endgültiges Urteil verstehen
Prognosen beschreiben mögliche Krankheitsverläufe, aber sie können nicht jeden individuellen Verlauf vorhersagen. Lass dir erklären, worauf eine Einschätzung beruht und welche Optionen bestehen.
Eine Chemotherapie grundsätzlich ausschließen
Viele Menschen verbinden Chemotherapie sofort mit schwersten Nebenwirkungen. Auch beim Hund sind Nebenwirkungen möglich, doch die Verträglichkeit ist individuell. Eine Beratung durch einen tiermedizinischen Onkologen kann helfen, Nutzen und Belastung realistisch abzuwägen.
Nach einer erfolgreichen Behandlung die Kontrollen vergessen
Auch wenn ein Tumor entfernt wurde und es dem Hund gut geht, können Nachuntersuchungen notwendig sein. Halte dich an den gemeinsam vereinbarten Nachsorgeplan.
Warum ich auf Pfotenliebe Stuttgart weiterhin über Krebs beim Hund schreibe
Vielleicht verstehst du jetzt besser, warum dieses Thema auf meinem Blog so viel Raum einnimmt.
Es geht mir nicht darum, Angst zu machen. Und ich möchte auch nicht, dass jeder Hundehalter bei einer kleinen Veränderung sofort an das Schlimmste denkt.
Ich möchte aufklären, sensibilisieren und meine persönlichen Erfahrungen teilen.
Ich möchte, dass Hundehalter wissen, dass es unterschiedliche Tumorarten gibt, dass Untersuchungen wichtig sein können und dass es heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten gibt, über die man sich individuell beraten lassen kann.
Vor allem möchte ich Mut machen, Fragen zu stellen, bei begründeten Sorgen genauer hinzuschauen und sich bei einer schweren Diagnose nicht allein zu fühlen.
Meine Erfahrungen mit der Tierklinik Stuttgart und unserer Onkologin Frau Dr. Thorman haben mir gezeigt, wie wertvoll eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Hundehalter und tiermedizinischem Team sein kann.
Gerade hier in Stuttgart ist mir wichtig, dass das Thema Hundegesundheit nicht nur aus allgemeinen Ratschlägen besteht, sondern auch aus persönlichen Erfahrungen und dem Bewusstsein, wie entscheidend eine fachkundige tierärztliche Begleitung ist.
Ich bin Hundemensch mit ganzem Herzen. Meine Hunde sind Familienmitglieder. Und wenn ich durch unsere Geschichte auch nur einen Menschen dazu bringe, eine auffällige Veränderung bei seinem Hund rechtzeitig abklären zu lassen, dann hat sich das Schreiben über dieses schwierige Thema für mich bereits gelohnt.
FAQ – Krebs beim Hund und meine persönlichen Erfahrungen
Warum schreibst du so häufig über Krebs beim Hund?
Weil alle drei meiner Hunde selbst von Krebserkrankungen betroffen waren. Ich habe erlebt, wie belastend solche Diagnosen sind, aber auch, wie wertvoll frühzeitige Untersuchungen, individuelle Behandlungen und eine gute tierärztliche Betreuung sein können. Deshalb ist mir dieses Thema eine persönliche Herzensangelegenheit.
Welche Krebsarten hatten deine Hunde?
Mein erster Hund hatte 2011 ein Schilddrüsenkarzinom. Bei Janosch wurde 2023 ein hepatozelluläres Karzinom der Leber und später ein Analbeutelkarzinom festgestellt. Meine Französische Bulldogge hatte wiederholt Mastzelltumoren, die bisher alle als Low Grade eingestuft wurden.
Kann ein Hund nach einer Krebsdiagnose noch mehrere Jahre leben?
Ja, das ist je nach Tumorart, Krankheitsstadium und Behandlung möglich. Mein erster Hund lebte nach seiner Operation und Chemotherapie noch drei Jahre, obwohl die damalige Prognose deutlich kürzer war. Dieser Verlauf war ein individuelles Ergebnis und lässt sich nicht auf andere Hunde übertragen.
Wie hast du bemerkt, dass mit Janosch etwas nicht stimmt?
Janosch hatte innerhalb von drei Monaten drei Kilogramm abgenommen. Dieser deutliche Gewichtsverlust kam mir ungewöhnlich vor. Deshalb habe ich auf eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums gedrängt. Dabei wurde der Lebertumor entdeckt.
Hat Janosch die Chemotherapie gut vertragen?
Ja. Janosch zeigte während seiner Chemotherapie keine für mich erkennbaren Beschwerden. Er fraß normal, war nicht auffällig müde und zeigte keine erkennbare Übelkeit. Seine Blutwerte wurden regelmäßig kontrolliert. Das bedeutet allerdings nicht, dass andere Hunde eine Chemotherapie genauso gut vertragen.
Ist eine Chemotherapie beim Hund mit der beim Menschen vergleichbar?
Es gibt Gemeinsamkeiten bei den eingesetzten Wirkstoffen, aber die Behandlungsziele und Therapieprotokolle können sich unterscheiden. In der Tiermedizin wird besonders auf die Lebensqualität geachtet. Nebenwirkungen sind dennoch möglich. Ob eine Chemotherapie sinnvoll ist, muss individuell tierärztlich beurteilt werden.
Sind Low-Grade-Mastzelltumoren beim Hund harmlos?
Nein, auch Low-Grade-Mastzelltumoren sind ernst zu nehmende Tumoren. Sie haben im Allgemeinen eine günstigere Prognose als High-Grade-Tumoren. Entscheidend sind unter anderem die vollständige chirurgische Entfernung, die Lokalisation und der individuelle Befund. Deshalb lasse ich auch bei meiner Bulldogge jede neue Veränderung untersuchen.
Warum sind Nachsorgeuntersuchungen nach Krebs so wichtig?
Nachsorgeuntersuchungen können helfen, ein mögliches Wiederauftreten eines Tumors, Metastasen oder andere gesundheitliche Veränderungen zu erkennen. Welche Untersuchungen in welchen Abständen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Bei meinen Hunden halten wir die vereinbarten Kontrolltermine konsequent ein.
Sollte jeder Knoten beim Hund sofort biopsiert werden?
Nicht jeder Knoten erfordert automatisch eine Biopsie. Neue oder veränderte Knoten sollten aber tierärztlich beurteilt werden. Je nach Befund kann beispielsweise eine Feinnadelprobe, eine Gewebeentnahme oder eine andere Untersuchung sinnvoll sein. Das sollte gemeinsam mit dem Tierarzt entschieden werden.
Kann man Krebs beim Hund durch Vorsorge verhindern?
Regelmäßige Untersuchungen können Krebs nicht grundsätzlich verhindern. Sie können aber dazu beitragen, verdächtige Veränderungen früher zu entdecken. Eine frühzeitige Diagnose kann bei bestimmten Tumorarten die Behandlungsmöglichkeiten verbessern. Eine Garantie dafür gibt es nicht.
Was möchtest du Hundehaltern nach einer Krebsdiagnose mitgeben?
Informiere dich, stelle Fragen und lass dir die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten verständlich erklären. Wenn nötig, hole eine onkologische Zweitmeinung ein. Achte auf die Lebensqualität deines Hundes und verliere bei aller Sorge nicht die gemeinsame Zeit aus dem Blick. Nicht jede Geschichte verläuft wie unsere, aber es lohnt sich, die individuellen Möglichkeiten sorgfältig zu prüfen.
Mein Fazit: Krebs beim Hund ist für mich mehr als nur ein Blogthema
Drei Hunde. Mehrere Krebsdiagnosen. Viele Tränen, viele Sorgen, schwierige Entscheidungen und immer wieder die Hoffnung, dass alles gut wird.
Wenn ich heute auf unsere Geschichte zurückblicke, empfinde ich vor allem eines: Dankbarkeit.
Dankbarkeit für die drei zusätzlichen Jahre, die ich mit meinem ersten Hund verbringen durfte. Dankbarkeit dafür, dass Janoschs Leberkrebs entdeckt und operiert werden konnte und dass er seine Chemotherapie so gut vertragen hat. Dankbarkeit dafür, dass auch sein Analbeutelkarzinom entfernt werden konnte. Und Dankbarkeit dafür, dass die Mastzelltumoren meiner Französischen Bulldogge bisher alle als Low Grade eingestuft wurden.
Vor allem bin ich dankbar für die Menschen, die uns auf diesem Weg begleitet haben. Mein besonderer Dank gilt der Tierklinik Stuttgart und Frau Dr. Thorman, die uns mit so viel Fachwissen, Geduld und Menschlichkeit zur Seite steht.
Ich weiß, dass nicht jede Krebserkrankung so positiv verläuft. Ich weiß auch, dass es Hundehalter gibt, die trotz aller Bemühungen ihren geliebten Hund an diese Krankheit verlieren. Gerade deshalb möchte ich unsere Erfahrungen nicht als allgemeines Erfolgsversprechen verstanden wissen.
Aber ich möchte zeigen, dass es Hoffnung geben kann. Dass es sich lohnt, aufmerksam zu sein. Dass medizinische Betreuung, rechtzeitige Diagnostik und konsequente Nachsorge einen Unterschied machen können.
Und genau deshalb schreibe ich so viel über Krebs beim Hund.
Nicht, weil ich mich gerne mit dieser Krankheit beschäftige. Sondern weil ich weiß, wie viel auf dem Spiel steht, wenn sie plötzlich das eigene Leben und das Leben des geliebten Hundes verändert.
Meine Hunde haben mir beigebracht, jeden gemeinsamen Tag wertzuschätzen. Und wenn ich mit meinen Beiträgen anderen Hundehaltern Wissen, Aufmerksamkeit oder ein kleines Stück Hoffnung mitgeben kann, dann ist das für mich etwas unglaublich Wertvolles.
Denn am Ende geht es nicht nur um Diagnosen, Operationen oder Therapien. Es geht um unsere Hunde. Um ihre Lebensqualität. Um Vertrauen. Und um die gemeinsame Zeit, die uns niemand zurückgeben kann.
Du möchtest deine Geschichte mit mir teilen?
Vielleicht hast du mit deinem Hund selbst schon eine Krebsdiagnose erlebt. Vielleicht stehst du gerade vor einer schwierigen Entscheidung oder möchtest einfach erzählen, was ihr gemeinsam durchgemacht habt.
Ich weiß, wie emotional dieses Thema ist und wie gut es manchmal tut, mit jemandem zu sprechen, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Wenn du deine Geschichte mit mir teilen möchtest, freue ich mich über deine Nachricht. Bitte hab Verständnis dafür, dass ich keine tierärztliche Beratung oder individuelle Behandlungsempfehlung geben kann. Dafür sind die behandelnden Tierärzte und tiermedizinischen Onkologen die richtigen Ansprechpartner.
Aber als Hundemensch, der diesen Weg selbst mehrfach gegangen ist, höre ich dir gerne zu.
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