Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
Gutes Trockenfutter
- Isabel Scheu
- 20.06.2026
- Trockenfutter
So erkennst du gutes Trockenfutter – 5 Dinge auf dem Etikett, die du kennen musst
Du willst nur das Beste für deinen Hund – klar. Doch beim Blick auf die Rückseite des Trockenfutters wirst du plötzlich unsicher: Was bedeuten Begriffe wie „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „analytische Bestandteile“? Was ist ein guter Fleischanteil? Und woher weißt du, ob du deinem Hund gerade wirklich hochwertiges Futter gibst – oder nur eine hübsch verpackte Mogelpackung? In unserer Hundeschule in Stuttgart werden wir regelmäßig gefragt, woran man hochwertiges Trockenfutter erkennt. Viele Halter orientieren sich an Werbung oder Verpackungsdesign – dabei liefert das Etikett die wichtigsten Informationen. Die Antwort steckt auf dem Etikett. Wenn du weißt, worauf du achten musst, wird es zum Schlüssel für Qualität, Verträglichkeit und Gesundheit. In diesem ausführlichen Beitrag lernst du, wie du in wenigen Minuten gutes von schlechtem Trockenfutter unterscheiden kannst – anhand von fünf klaren Punkten auf der Verpackung.
Veterinärmedizinische Fachinformationen weisen darauf hin, dass die Qualität eines Hundefutters nicht an einzelnen Werbeaussagen oder Schlagworten erkennbar ist. Entscheidend sind eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung, die Qualität der Rohstoffe, eine transparente Deklaration sowie die individuelle Verträglichkeit für den jeweiligen Hund.
Übersicht: Qualitätsmerkmale
| Merkmal | Positives Zeichen | Warnsignal |
|---|---|---|
| Deklaration | offen | Sammelbegriffe |
| Proteinquelle | klar benannt | ungenau |
| Kohlenhydrate | nachvollziehbar | versteckt |
| Zusatzstoffe | transparent | viele künstliche Zusätze |
| Analytische Werte | ausgewogen | extrem hohe Werte |
1. Die Deklaration – je klarer, desto besser
Der erste Blick sollte immer auf die Zutatenliste (auch: Zusammensetzung) gehen. Dort findest du, was tatsächlich drin ist. Achte dabei auf:
- Offene Deklaration: Jeder Bestandteil ist einzeln aufgeführt (z. B. „Hühnerfleisch, Süßkartoffel, Lachsöl“)
- Transparente Prozentangaben: Ideal ist z. B. „30 % Hühnerfleisch (davon 20 % frisch, 10 % getrocknet)“
- Vorsicht bei Sammelbegriffen: Begriffe wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“, „Getreide“, „Öle und Fette“ lassen keine Rückschlüsse auf Qualität zu
Merke: Je transparenter die Deklaration, desto leichter lässt sich die Qualität und Eignung des Futters beurteilen.
2. Der Fleischanteil – wie viel und in welcher Form?
Hunde sind keine reinen Fleischfresser, aber hochwertiges tierisches Protein ist ein essenzieller Bestandteil ihrer Ernährung. Deshalb gilt:
- Hochwertige tierische Proteinquellen sollten klar benannt und ein wesentlicher Bestandteil der Rezeptur sein.
- Tierart benennen: „Hühnerfleisch“ ist deutlich besser als „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“
- Monoprotein bei Allergikern: Achte darauf, dass nur eine tierische Proteinquelle verwendet wird
Vorsicht: „Mit Huhn“ heißt laut Gesetz nur, dass 4 % Huhn enthalten sein müssen – das sagt nichts über die Qualität des Futters aus!
3. Getreide und Kohlenhydrate – Füllstoff oder Nährstoff?
Die Qualität und Menge der eingesetzten Kohlenhydratquellen ist wichtiger als die Frage, ob Getreide enthalten ist. Entscheidend ist:
- Welche Art von Kohlenhydraten? Hochwertig: Reis, Hafer, Hirse. Weniger wertvoll: Weizen, Mais, Soja
- Ist es überhaupt notwendig? Viele gute Trockenfutter kommen ohne Getreide aus („getreidefrei“)
- Kohlenhydratquelle sollte angegeben sein: Z. B. „Süßkartoffel“ statt einfach nur „pflanzliche Nebenerzeugnisse“
Wichtig ist das Verhältnis: Ein gutes Trockenfutter besteht nicht überwiegend aus Kohlenhydraten – sondern setzt auf hochwertige Proteine.
4. Zusatzstoffe – was ist drin, was darf rein?
Die Liste der Zusatzstoffe wirkt oft verwirrend – doch du solltest Folgendes beachten:
- Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente: Sie gehören ins Trockenfutter, da durch Erhitzung beim Herstellungsprozess natürliche Nährstoffe verloren gehen
- Keine künstlichen Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe: Viele Hersteller hochwertiger Futtermittel verzichten darauf, da diese keinen ernährungsphysiologischen Nutzen haben
- Keine Zuckerzusätze: Auch unter Bezeichnungen wie „Karamell“, „Zuckerrübenschnitzel“ oder „Melasse“ versteckt
Gutes Futter braucht keine Lockstoffe. Die Qualität der Rohstoffe überzeugt von selbst.
5. Die analytischen Bestandteile – was sie wirklich bedeuten
Diese Angaben findest du auf jeder Futterverpackung – sie sagen etwas über den Nährstoffgehalt aus:
- Rohprotein: Eiweißgehalt – ein Wert zwischen 22–30 % ist bei erwachsenen Hunden ideal.
- Rohfett: Liefert Energie – Werte zwischen 10–20 % sind gängig.
- Rohfaser: Unverdauliche Ballaststoffe – hilft der Verdauung (1,5–3,5 %).
- Rohasche: Menge der Mineralstoffe – Höhere Rohaschewerte können auf einen erhöhten Mineralstoffanteil oder einen höheren Anteil mineralstoffreicher Rohstoffe hinweisen und sollten im Gesamtkontext bewertet werden.
Fazit: Etiketten lesen macht den Unterschied
Trockenfutter ist nicht einfach nur „praktisch“ – es ist ein täglicher Baustein für Gesundheit, Energie und Lebensfreude. Und wie gut es wirklich ist, erfährst du nicht aus der Werbung – sondern auf dem Etikett. Je klarer die Deklaration, je hochwertiger die Proteinquellen, je weniger künstliche Zusätze, desto besser für deinen Hund. Nimm dir die Zeit, das Etikett zu verstehen – dein Hund wird es dir danken. Auch in unserer Hundeschule in Stuttgart zeigt sich immer wieder, dass ein Blick auf die Deklaration oft mehr über die Qualität verrät als jede Werbeaussage auf der Verpackung. Denn ein informierter Blick auf die Verpackung schützt vor Fehlkäufen, unterstützt die Gesundheit und gibt dir das gute Gefühl, wirklich das Richtige zu tun.
FAQ – Häufige Fragen
Woran erkenne ich hochwertiges Trockenfutter?
An einer transparenten Deklaration, hochwertigen, klar benannten Proteinquellen und dem Verzicht auf Zucker sowie unnötige Zusätze.
Sind tierische Nebenerzeugnisse schlecht?
Nicht per se, aber eine transparente Deklaration, welche Teile verwendet wurden, ist wichtig für die Beurteilung der Qualität.
Wie viel Fleisch sollte Trockenfutter enthalten?
Es gibt keine feste Grenze, aber hochwertige tierische Proteine sollten die Basis bilden und klar benannt sein.
Ist getreidefreies Trockenfutter besser?
Nicht automatisch; entscheidend ist die Qualität und Eignung der eingesetzten Kohlenhydratquelle für den Hund.
Was bedeuten analytische Bestandteile?
Sie definieren den Nährstoffgehalt (Protein, Fett, Faser, Asche) und helfen, die Futterzusammensetzung einzuordnen.
Warum unterscheiden sich die Preise so stark?
Oft durch die Qualität der Rohstoffe und den Verzicht auf günstige Füll- und Lockstoffe.
Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen:
Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel.
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