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Getreide im Hundefutter

  • Isabel Scheu
  • 24.10.2024
  • Ernährung

Getreide im Hundefutter: Mythen, Fakten und wann getreidefreies Futter wirklich sinnvoll ist

Kaum ein Bestandteil von Hundefutter wird so kontrovers diskutiert wie Getreide. Während Weizen, Reis, Mais, Hafer oder Gerste seit vielen Jahren in unterschiedlichen Futtermitteln eingesetzt werden, werben zahlreiche Hersteller inzwischen gezielt mit Begriffen wie „getreidefrei“ oder „grain free“. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, Getreide sei grundsätzlich minderwertig, schlecht verträglich oder sogar ungesund für Hunde.

Gleichzeitig entscheiden sich viele Hundehalter bewusst für ein getreidefreies Hundefutter, obwohl ihr Hund gar keine nachgewiesene Unverträglichkeit gegenüber Getreide besitzt. Andere wiederum fragen sich, ob Kohlenhydrate überhaupt in eine artgerechte Hundeernährung gehören oder ob Hunde als Nachfahren des Wolfes hauptsächlich Fleisch benötigen.

Tatsächlich ist die Antwort wesentlich differenzierter. Getreide ist für Hunde weder grundsätzlich schlecht noch zwingend notwendig. Entscheidend sind die verwendete Getreidesorte, ihre Verarbeitung, die gesamte Zusammensetzung des Futters, die Menge und vor allem die individuelle Verträglichkeit deines Hundes.

Ein Hund, der Reis, Hafer oder Weizen problemlos verdaut, benötigt nicht automatisch ein getreidefreies Futter. Gleichzeitig kann es bei einer nachgewiesenen Unverträglichkeit oder Allergie sinnvoll sein, genau den problematischen Bestandteil konsequent zu vermeiden. Dabei ist allerdings wichtig zu unterscheiden, ob tatsächlich Getreide die Ursache der Beschwerden ist oder ein anderer Bestandteil des Futters.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, warum Getreide in Hundefutter eingesetzt wird, ob Hunde Getreide verdauen können, welche Getreidesorten häufig verwendet werden, ob Getreide Allergien oder Übergewicht verursacht und wann getreidefreies Hundefutter tatsächlich sinnvoll sein kann. Außerdem schauen wir uns an, warum „getreidefrei“ nicht automatisch „kohlenhydratfrei“ oder „gesünder“ bedeutet.

Getreide ist nicht automatisch schlecht

Viele Hunde können entsprechend verarbeitetes Getreide problemlos verdauen und als Energiequelle nutzen.

Getreidefrei ist nicht kohlenhydratfrei

Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen oder andere Zutaten ersetzen in getreidefreien Futtern häufig die Getreidebestandteile.

Individuelle Verträglichkeit zählt

Nicht ein Ernährungstrend entscheidet über gutes Hundefutter, sondern Zusammensetzung, Bedarfsdeckung und Verträglichkeit.

Was ist Getreide eigentlich?

Getreide bezeichnet verschiedene Pflanzen aus der Familie der Süßgräser, deren Samen als Nahrungs- beziehungsweise Futtermittel verwendet werden. Zu den bekannten Getreidesorten gehören unter anderem Weizen, Mais, Reis, Gerste, Hafer und Roggen.

Auch Hirse gehört zu den Getreidearten und wird in manchen Hundefuttern eingesetzt. Die einzelnen Getreidesorten unterscheiden sich deutlich in ihrer Zusammensetzung, ihrem Stärkegehalt, ihren Ballaststoffen und weiteren Nährstoffen.

Deshalb ist „Getreide“ kein einzelner Inhaltsstoff, der bei jedem Hund identisch wirkt. Ein Hund kann beispielsweise eine bestimmte Getreidesorte nicht vertragen und eine andere problemlos fressen.

Ebenso spielt die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Stärkehaltige Zutaten müssen so verarbeitet beziehungsweise aufgeschlossen werden, dass sie für den Hund gut verwertbar sind.

Warum wird Getreide im Hundefutter verwendet?

Getreide wird vor allem als Quelle für Stärke beziehungsweise Kohlenhydrate eingesetzt. Diese können dem Hund Energie liefern und tragen zur Zusammensetzung des Futters bei.

Besonders bei Trockenfutter erfüllen stärkehaltige Zutaten außerdem technologische Funktionen. Stärke trägt beispielsweise dazu bei, dass Kroketten während der Herstellung ihre gewünschte Struktur erhalten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Getreide lediglich ein technisch notwendiger „Füllstoff“ wäre. Je nach Getreidesorte können neben Stärke auch Protein, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe enthalten sein.

Gleichzeitig kann Getreide für Futtermittelhersteller eine wirtschaftlich gut verfügbare Zutat sein. Allein der Preis eines Rohstoffes sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob er ernährungsphysiologisch wertlos wäre.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Frage, ob Getreide im Futter enthalten ist, sondern wie die gesamte Rezeptur zusammengesetzt ist.

Können Hunde Getreide überhaupt verdauen?

Einer der bekanntesten Mythen lautet, Hunde könnten Getreide grundsätzlich nicht verdauen, weil sie vom Wolf abstammen.

Hunde und Wölfe sind eng miteinander verwandt. Während der Domestikation des Hundes haben sich jedoch auch Anpassungen entwickelt, die mit der Ernährung in menschlicher Umgebung zusammenhängen.

Hunde besitzen die Fähigkeit, Stärke enzymatisch zu verdauen und daraus Energie zu gewinnen. Voraussetzung ist unter anderem, dass stärkehaltige Zutaten entsprechend aufgeschlossen beziehungsweise verarbeitet wurden.

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund jede Menge jeder Getreidesorte gleich gut verträgt. Es widerlegt jedoch die pauschale Aussage, Hunde könnten Getreide grundsätzlich nicht verwerten.

Sind Hunde reine Fleischfresser?

Die Vorstellung, ein Hund müsse ausschließlich Fleisch fressen, weil sein Vorfahr der Wolf ist, greift ebenfalls zu kurz.

Hunde können tierische Lebensmittel sehr gut verwerten, besitzen aber gleichzeitig die Fähigkeit, unterschiedliche weitere Nährstoffquellen zu nutzen.

Für eine ausgewogene Hundeernährung ist deshalb nicht entscheidend, ob ein Futter einem vermeintlichen Wolfsmenü möglichst ähnlich sieht.

Entscheidend ist, dass dein Hund ausreichend Energie, essentielle Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente erhält.

Ob ein Teil der benötigten Energie dabei aus gut verdaulichen Kohlenhydraten stammt, muss nicht grundsätzlich negativ bewertet werden.

Welche Nährstoffe kann Getreide liefern?

Je nach Sorte und Verarbeitung kann Getreide unterschiedliche Nährstoffe zur gesamten Futterration beitragen.

Der größte Anteil besteht häufig aus Stärke. Nach ihrer Verdauung kann daraus Glukose entstehen, die dem Körper als Energiequelle zur Verfügung steht.

Getreide kann außerdem Ballaststoffe enthalten. Diese werden nicht wie Stärke vollständig verdaut, können aber die Darmfunktion und die Zusammensetzung der Darmflora beeinflussen.

Je nach Getreideart sind außerdem unterschiedliche B-Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Proteine enthalten.

Bei einem vollständigen Hundefutter sollte allerdings nicht eine einzelne Getreidesorte isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist die Nährstoffversorgung durch die gesamte Rezeptur.

Welche Getreidesorten werden häufig im Hundefutter verwendet?

Reis, Mais, Weizen, Hafer und Gerste gehören zu den bekanntesten Getreidebestandteilen in Hundefutter. Welche Sorte geeignet ist, hängt von der Rezeptur und vom individuellen Hund ab.

Reis wird häufig in Futtermitteln eingesetzt und von vielen Hunden gut vertragen. Er liefert vor allem Stärke und wird deshalb häufig als Kohlenhydratquelle verwendet.

Hafer liefert neben Stärke unter anderem Ballaststoffe und wird ebenfalls in verschiedenen Hundefuttern eingesetzt.

Mais wird häufig kritisch betrachtet, kann in entsprechend verarbeiteter Form jedoch ebenfalls als Energie- und Nährstoffquelle genutzt werden.

Weizen gehört zu den Getreidesorten, die besonders häufig pauschal als allergieauslösend bezeichnet werden. Ein Hund kann tatsächlich auf Weizen reagieren – daraus folgt jedoch nicht, dass Weizen grundsätzlich für alle Hunde problematisch ist.

Ist Reis im Hundefutter gesund?

Reis kann eine gut verdauliche Stärkequelle sein und wird von vielen Hunden problemlos vertragen.

Ob ein Hundefutter mit Reis insgesamt hochwertig ist, lässt sich allerdings nicht allein anhand dieser einen Zutat beurteilen.

Ein Futter wird weder automatisch gut, weil Reis enthalten ist, noch schlecht, weil eine andere Kohlenhydratquelle verwendet wird.

Entscheidend sind unter anderem Proteinversorgung, Fettgehalt, Energiegehalt, Mineralstoffe, Vitamine und die gesamte Zusammensetzung.

Ist Mais im Hundefutter nur ein billiger Füllstoff?

Mais besitzt häufig einen schlechten Ruf und wird schnell als wertloser Füllstoff bezeichnet.

Diese Einordnung ist zu pauschal. Mais enthält Stärke und weitere Nährstoffe und kann entsprechend verarbeitet vom Hund verwertet werden.

Natürlich kann ein Futter qualitativ problematisch sein, wenn seine gesamte Rezeptur nicht zum Bedarf des Hundes passt. Das lässt sich jedoch nicht allein am Vorhandensein von Mais festmachen.

Auch hier sollte deshalb das vollständige Futter beurteilt werden.

Ist Weizen schlecht für Hunde?

Weizen ist nicht grundsätzlich schädlich für Hunde.

Einzelne Hunde können Weizen beziehungsweise Bestandteile davon nicht vertragen oder allergisch darauf reagieren. Für einen Hund ohne entsprechende Beschwerden besteht jedoch nicht automatisch ein gesundheitlicher Grund, Weizen grundsätzlich zu vermeiden.

Die bloße Tatsache, dass ein Futter Weizen enthält, sagt deshalb noch wenig über seine Gesamtqualität aus.

Verursacht Getreide Allergien beim Hund?

Grundsätzlich kann ein Hund auf verschiedene Bestandteile seiner Nahrung allergisch reagieren. Dazu können auch einzelne Getreidesorten gehören.

Der häufige Rückschluss „Mein Hund juckt sich, also muss Getreide schuld sein“ ist jedoch nicht zuverlässig.

Auch tierische Proteinquellen können im Zusammenhang mit Futtermittelallergien eine Rolle spielen.

Darüber hinaus können Juckreiz, Hautveränderungen, Ohrprobleme oder Magen-Darm-Beschwerden zahlreiche andere Ursachen besitzen.

Deshalb sollte nicht allein aufgrund eines Symptoms pauschal auf Getreide verzichtet werden.

Wie wird eine Getreideallergie beim Hund festgestellt?

Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, ist eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik.

Dabei erhält der Hund über einen festgelegten Zeitraum gezielt ausgewählte Futterbestandteile. Andere Futtermittel, Snacks, Kauartikel oder Tischreste dürfen das Ergebnis nicht verfälschen.

Anschließend kann je nach Vorgehensweise geprüft werden, ob die ursprünglichen Beschwerden nach erneuter Gabe eines verdächtigen Bestandteils wieder auftreten.

Einfach auf ein beliebiges getreidefreies Futter zu wechseln und bei einer Verbesserung automatisch eine Getreideallergie anzunehmen, ist dagegen nicht zuverlässig. Mit dem Futter wurden schließlich gleichzeitig zahlreiche weitere Zutaten verändert.

Getreideallergie und Glutenunverträglichkeit sind nicht dasselbe

Auch die Begriffe Getreideallergie und Glutenunverträglichkeit werden häufig miteinander vermischt.

Gluten ist ein Bestandteil bestimmter Getreidesorten. Nicht jedes Getreide enthält dieselben Proteine und nicht jede Reaktion auf ein Getreide ist automatisch eine Reaktion auf Gluten.

Ein gesunder Hund benötigt deshalb nicht vorsorglich eine glutenfreie Ernährung, wenn keinerlei Hinweis auf ein entsprechendes Problem besteht.

Verursacht Getreide Durchfall oder Blähungen?

Grundsätzlich kann jeder Futterbestandteil bei einem individuell empfindlichen Hund Verdauungsprobleme verursachen.

Gleichzeitig können zu schnelle Futterwechsel, sehr große Portionen, ungewohnte Snacks, Infektionen, Parasiten oder andere Erkrankungen ebenfalls zu Durchfall und Blähungen führen.

Ein einmalig weicher Kot nach einem Futterwechsel beweist deshalb keine Getreideunverträglichkeit.

Treten Magen-Darm-Beschwerden regelmäßig nach demselben Futter auf, sollte die gesamte Zusammensetzung betrachtet und bei anhaltenden Beschwerden eine tierärztliche Abklärung vorgenommen werden.

Verursacht Getreide Übergewicht beim Hund?

Getreide wird häufig mit Gewichtszunahme in Verbindung gebracht, weil es Kohlenhydrate und damit Energie liefert.

Übergewicht beim Hund entsteht jedoch grundsätzlich dann, wenn über längere Zeit mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird.

Diese zusätzliche Energie kann aus Kohlenhydraten, Fett, Protein oder Snacks stammen.

Gerade Fett besitzt eine hohe Energiedichte. Deshalb ist die pauschale Aussage, Getreide sei der entscheidende Dickmacher im Hundefutter, zu einfach.

Wichtiger sind die Energiedichte des gesamten Futters, die tatsächlich gefütterte Menge, zusätzliche Leckerlis und der individuelle Energiebedarf deines Hundes.

Macht Getreide einen Hund hyperaktiv?

Auch die Behauptung, getreidehaltiges Futter mache Hunde grundsätzlich nervös oder hyperaktiv, begegnet Hundehaltern immer wieder.

Verhalten lässt sich jedoch nicht seriös allein auf das Vorhandensein von Reis, Mais oder Weizen im Futter zurückführen.

Erregung, Unruhe und Konzentrationsfähigkeit hängen von zahlreichen Faktoren ab – beispielsweise Schlaf, Alltag, Bewegung, Stress, Gesundheit, Lernerfahrungen und individueller Veranlagung.

Wenn sich Verhalten nach einem Futterwechsel auffällig verändert, lohnt sich eine genauere Betrachtung. Daraus sollte jedoch keine allgemeine Regel „Getreide macht Hunde hyperaktiv“ abgeleitet werden.

Ist Getreide nur ein billiger Füllstoff?

Der Begriff „Füllstoff“ wird in der Diskussion über Hundefutter häufig verwendet, ist aber wenig präzise.

Ein Rohstoff, der verwertbare Energie, Protein, Ballaststoffe oder andere Nährstoffe liefert, ist nicht automatisch ernährungsphysiologisch wertlos.

Natürlich kann ein Futter unausgewogen beziehungsweise nicht ideal zusammengesetzt sein. Das sollte jedoch anhand der gesamten Rezeptur bewertet werden und nicht allein anhand der Tatsache, dass Getreide enthalten ist.

Auch ein getreidefreies Futter kann große Mengen anderer stärkehaltiger Zutaten enthalten.

Was bedeutet getreidefreies Hundefutter?

Getreidefreies Hundefutter enthält keine klassischen Getreidearten wie Weizen, Mais, Reis, Gerste oder Hafer.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ein solches Futter automatisch frei von Kohlenhydraten oder Stärke ist.

Statt Getreide werden häufig Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen, Kichererbsen oder andere pflanzliche Zutaten eingesetzt.

„Getreidefrei“ beschreibt deshalb zunächst nur, welche Rohstoffgruppe nicht enthalten ist. Es ist kein allgemeines Qualitätsurteil.

Ist getreidefreies Hundefutter automatisch gesünder?

Nein. Ein getreidefreies Futter kann hochwertig sein, muss es aber nicht automatisch sein.

Ebenso kann ein getreidehaltiges Futter bedarfsgerecht und gut verträglich sein.

Entscheidend ist, ob das Futter den Nährstoffbedarf deines Hundes deckt und ob die verwendeten Zutaten zu ihm passen.

Die Aufschrift „grain free“ sollte deshalb nicht der einzige Grund für eine Kaufentscheidung sein.

Genau darauf geht auch der Beitrag Der Getreidemythos im Hundefutter noch einmal ausführlicher ein.

Wann kann getreidefreies Futter sinnvoll sein?

Ein getreidefreies Futter kann sinnvoll sein, wenn tatsächlich bekannt ist, dass dein Hund eine bestimmte Getreidesorte nicht verträgt beziehungsweise allergisch darauf reagiert.

Dabei sollte allerdings immer berücksichtigt werden, ob wirklich sämtliche Getreidesorten gemieden werden müssen oder lediglich ein bestimmter Bestandteil.

Ein Hund, der beispielsweise auf Weizen reagiert, muss dadurch nicht automatisch Reis oder Hafer meiden.

Auch bei einer tierärztlich geplanten Ausschlussdiät kann ein getreidefreies Futter abhängig von den ausgewählten Zutaten Bestandteil des Konzeptes sein.

Getreidefreiheit sollte dabei Mittel zum Zweck und nicht das eigentliche Ernährungsziel sein.

Ist getreidefreies Futter besser für einen empfindlichen Magen?

Nicht automatisch.

Ein Hund kann auf eine bestimmte Getreidesorte empfindlich reagieren. Ebenso kann er aber Kartoffeln, Hülsenfrüchte, bestimmte Proteinquellen oder einen hohen Fettgehalt schlecht vertragen.

Deshalb ist die Aussage „empfindlicher Magen gleich getreidefrei“ zu pauschal.

Bei einem empfindlichen Verdauungssystem kommt es auf die gesamte Rezeptur, Verdaulichkeit, Fettmenge, Proteinquelle und individuelle Verträglichkeit an.

Häufige Futterwechsel können die Beurteilung zusätzlich erschweren.

Getreidefrei bedeutet häufig mehr Hülsenfrüchte

Wenn Getreide aus einem Futter entfernt wird, muss seine Funktion in der Rezeptur häufig durch andere Zutaten übernommen werden.

Dazu können Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Kartoffeln oder Süßkartoffeln gehören.

Diese Zutaten sind nicht automatisch schlecht. Es zeigt jedoch, warum eine reine Gegenüberstellung „Getreide schlecht – getreidefrei gut“ wenig sinnvoll ist.

Entscheidend ist immer die Zusammensetzung des vollständigen Futters.

Getreidefreies Futter und DCM: Was sollten Hundehalter wissen?

In den vergangenen Jahren wurde intensiv über einen möglichen Zusammenhang zwischen bestimmten getreidefreien Futtermitteln und der dilatativen Kardiomyopathie, kurz DCM, diskutiert.

Dabei geht es nicht um die einfache Aussage, dass jedes getreidefreie Futter automatisch Herzkrankheiten verursacht.

Im Fokus standen unter anderem bestimmte Rezepturen mit hohen Anteilen an Hülsenfrüchten beziehungsweise ungewöhnlichen Zutatenkombinationen.

Das Thema verdeutlicht vor allem, dass eine Futterrezeptur als Ganzes beurteilt werden sollte. Das bloße Entfernen von Getreide macht ein Produkt nicht automatisch ernährungsphysiologisch besser.

Wenn dein Hund bereits an einer Herzerkrankung leidet oder zu einer entsprechenden Risikogruppe gehört, sollte die Fütterung mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.

Braucht ein Hund Kohlenhydrate?

Die Frage wird häufig mit der Diskussion über Getreide verbunden.

Hunde können ihren Energiebedarf grundsätzlich aus unterschiedlichen Nährstoffquellen decken. Gleichzeitig besitzen sie die Fähigkeit, gut aufgeschlossene Stärke zu verdauen und zu verwerten.

Kohlenhydrate müssen deshalb nicht als grundsätzlich unnatürlicher oder minderwertiger Bestandteil einer Hundeernährung betrachtet werden.

Entscheidend ist vielmehr, dass die gesamte Ration bedarfsgerecht zusammengesetzt ist.

Getreide im Trockenfutter

Besonders häufig begegnet Getreide Hundehaltern bei Trockenfutter.

Stärke ist für die Herstellung vieler Trockenfutterprodukte technisch hilfreich und trägt zur Struktur der Kroketten bei.

Deshalb enthalten auch viele getreidefreie Trockenfutter andere stärkehaltige Zutaten.

Wenn du zwischen getreidehaltigem und getreidefreiem Trockenfutter vergleichst, solltest du deshalb nicht nur auf das Getreide schauen, sondern auch darauf, wodurch es ersetzt wird.

Getreide im Nassfutter

Auch Nassfutter kann Getreide enthalten, muss es aber nicht.

Aufgrund des hohen Wassergehaltes und der anderen Herstellungsweise erfüllt Stärke dort nicht dieselbe Funktion wie bei einer klassischen Trockenfutterkrokette.

Ob ein Nassfutter mit Reis, Hafer oder einer anderen Getreideart für deinen Hund geeignet ist, hängt wiederum von der gesamten Zusammensetzung und seiner individuellen Verträglichkeit ab.

Ist ein hoher Fleischanteil wichtiger als Getreidefreiheit?

Auch der Fleischanteil wird häufig als einzelnes Qualitätskriterium betrachtet.

Tierische Proteinquellen sind für Hunde wichtig. Trotzdem lässt sich ein vollständiges Futter nicht allein anhand einer möglichst hohen Fleischangabe beurteilen.

Ein Alleinfutter muss sämtliche notwendigen Nährstoffe in passenden Mengen enthalten. Dazu gehören unter anderem essentielle Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Ein extrem hoher Fleischanteil gleicht eine unausgewogene Gesamtzusammensetzung deshalb nicht automatisch aus.

Wie liest du die Zutatenliste eines Hundefutters richtig?

Die Zutatenliste kann wichtige Informationen liefern, sollte aber nicht isoliert betrachtet werden.

Zutaten werden grundsätzlich in einer bestimmten Reihenfolge angegeben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass unterschiedliche Rohstoffe mit unterschiedlichem Wassergehalt verarbeitet werden können.

Deshalb lässt sich die Qualität eines Futters nicht immer allein daran erkennen, welcher Begriff an erster Stelle steht.

Wichtiger ist, ob das Futter als vollständiges Alleinfuttermittel geeignet ist, zu Alter und Lebensphase des Hundes passt und eine nachvollziehbare Zusammensetzung besitzt.

Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel?

Beim Futterkauf ist diese Unterscheidung wichtiger als die Frage, ob auf der Vorderseite „mit Reis“, „grain free“ oder „Premium“ steht.

Ein Alleinfuttermittel ist dafür vorgesehen, deinen Hund bei entsprechender Fütterung grundsätzlich vollständig mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen.

Ein Ergänzungsfuttermittel benötigt dagegen weitere Bestandteile und sollte nicht einfach dauerhaft als alleinige Ernährung verwendet werden.

Gerade bei vermeintlich besonders natürlichen oder spezialisierten Futtermitteln lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Deklaration.

Muss Getreide an erster Stelle der Zutatenliste vermieden werden?

Auch diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

Eine Zutatenliste gibt wichtige Hinweise, erzählt jedoch nicht die gesamte ernährungsphysiologische Geschichte eines Futters.

Entscheidend ist beispielsweise auch die Nährstoffdichte der gesamten Rezeptur und ob das Produkt als Alleinfutter bedarfsgerecht zusammengesetzt wurde.

Ein einzelner Listenplatz sollte deshalb nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

Welches Getreide ist für Hunde am besten?

Es gibt keine Getreidesorte, die für jeden Hund grundsätzlich die beste ist.

Reis wird häufig gut vertragen, ebenso können Hafer, Mais, Gerste oder andere Getreidesorten Bestandteil eines geeigneten Futters sein.

Entscheidend ist, wie dein Hund die konkrete Rezeptur verträgt und ob seine gesamte Nährstoffversorgung stimmt.

Wenn dein Hund ein vollständiges getreidehaltiges Futter gut verträgt, besteht kein Grund, allein aus Vorsicht ständig nach einer vermeintlich besseren Getreidesorte zu suchen.

Wann solltest du das Futter tatsächlich wechseln?

Ein Futterwechsel kann sinnvoll sein, wenn dein Hund das aktuelle Futter dauerhaft schlecht verträgt, sich sein Energiebedarf verändert oder eine Erkrankung eine andere Ernährung erforderlich macht.

Auch eine gesicherte Futtermittelallergie kann einen gezielten Wechsel notwendig machen.

Ein Wechsel ist dagegen nicht automatisch erforderlich, nur weil ein anderes Produkt mit „getreidefrei“, „natürlich“ oder „wolfsgerecht“ beworben wird.

Wenn dein Hund sein Futter gut verträgt, ein gesundes Gewicht hält und bedarfsgerecht versorgt wird, gibt es keinen Grund, allein aufgrund eines Ernährungstrends etwas zu verändern.

Futterwechsel langsam durchführen

Wenn du dich für ein anderes Futter entscheidest, kann eine schrittweise Umstellung besonders bei empfindlichen Hunden sinnvoll sein.

Dabei wird das bisherige Futter nach und nach durch das neue ersetzt.

So kann sich der Verdauungstrakt an die veränderte Zusammensetzung gewöhnen und du kannst besser beobachten, wie dein Hund das neue Futter verträgt.

Treten während der Umstellung leichte Veränderungen der Kotkonsistenz auf, muss dies nicht automatisch eine Unverträglichkeit bedeuten. Starker oder anhaltender Durchfall, Erbrechen beziehungsweise ein beeinträchtigter Allgemeinzustand sollten dagegen abgeklärt werden.

Getreide bei Welpen

Auch Welpen benötigen nicht grundsätzlich getreidefreies Futter.

Viel wichtiger ist während des Wachstums, dass das Futter auf den besonderen Energie- und Nährstoffbedarf des jungen Hundes abgestimmt ist.

Ein geeignetes Welpen-Alleinfutter kann deshalb sowohl Getreide enthalten als auch getreidefrei formuliert sein.

Allein das Fehlen von Getreide macht ein Welpenfutter nicht automatisch geeigneter.

Getreide bei Seniorhunden

Auch bei älteren Hunden sollte die Entscheidung nicht allein an Getreide festgemacht werden.

Bei Senioren verändern sich häufig Energiebedarf, Aktivität und möglicherweise gesundheitliche Anforderungen.

Je nach Erkrankung können einzelne Nährstoffe stärker in den Vordergrund rücken als die Frage, ob Reis oder Hafer enthalten sind.

Deshalb sollte ein Seniorfutter vor allem zum individuellen Hund passen.

Getreide bei aktiven Hunden

Stärkehaltige Zutaten können Energie liefern und deshalb Bestandteil einer Ernährung für aktive Hunde sein.

Trotzdem gilt auch hier: Nicht „möglichst viel Getreide“ ist das Ziel, sondern eine zum tatsächlichen Energieverbrauch passende Gesamtration.

Ein Familienhund mit moderater Aktivität benötigt eine andere Energiemenge als ein Hund, der regelmäßig sportlich geführt wird.

Die Fütterungsmenge sollte deshalb immer an Körpergewicht, Kondition und Aktivität angepasst werden.

Getreide in selbst gekochten Rationen

Auch bei selbst gekochtem Hundefutter können geeignete Getreidesorten als Kohlenhydratquelle verwendet werden.

Reis, Hafer oder andere geeignete Zutaten können Bestandteil einer berechneten Kochration sein.

Wichtig ist jedoch, dass eine selbst zusammengestellte Ernährung nicht allein aus Fleisch, Reis und Gemüse besteht, wenn sie dauerhaft als vollständige Ernährung dienen soll.

Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Fettsäuren müssen ebenfalls bedarfsgerecht berücksichtigt werden.

Getreide beim BARF

Klassische BARF-Rationen werden häufig ohne Getreide zusammengestellt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Getreide für Hunde grundsätzlich ungeeignet wäre.

Auch eine getreidefreie BARF-Ration muss vollständig und bedarfsgerecht geplant werden. Das Weglassen von Getreide löst keine anderen Fehler bei Mineralstoffen, Vitaminen oder Spurenelementen.

Die Entscheidung für oder gegen Getreide sollte deshalb nicht mit der grundsätzlichen Qualität einer BARF-Ration gleichgesetzt werden.

Die häufigsten Mythen über Getreide im Hundefutter

Rund um Getreide halten sich einige Aussagen besonders hartnäckig. Dazu gehören beispielsweise die Behauptungen, Hunde könnten Kohlenhydrate grundsätzlich nicht verdauen, Getreide verursache automatisch Allergien, Mais sei nur ein wertloser Füllstoff oder getreidefreies Futter sei immer hochwertiger.

Auch die Annahme, jedes Übergewicht oder jede Verdauungsstörung ließe sich durch das Entfernen von Getreide lösen, greift zu kurz.

Solche einfachen Regeln wirken im ersten Moment hilfreich, werden der Hundeernährung jedoch nicht gerecht.

Die sinnvollere Frage lautet deshalb: Wie ist die gesamte Futterration zusammengesetzt und wie kommt genau dieser Hund damit zurecht?

So wählst du ein passendes Hundefutter aus

Ob ein Futter Getreide enthält oder nicht, sollte nur ein Punkt unter mehreren sein.

Zunächst sollte das Produkt zur Lebensphase deines Hundes passen und – wenn es die vollständige Ernährung übernehmen soll – entsprechend als Alleinfuttermittel geeignet sein.

Ebenso wichtig sind Energiegehalt und Futtermenge. Ein sehr energiereiches Futter kann für einen aktiven Hund passend und für einen ruhigen Hund bei gleicher Portionsgröße zu viel sein.

Auch die individuelle Verträglichkeit gehört zur Beurteilung. Kotkonsistenz, Körpergewicht, Haut, Fell, Appetit und Allgemeinbefinden können Hinweise geben.

Dabei sollte jedoch nicht jede Veränderung sofort dem Futter zugeschrieben werden. Gesundheitliche Beschwerden können zahlreiche Ursachen besitzen.

Häufige Fragen zu Getreide im Hundefutter

Ist Getreide schlecht für Hunde?

Nein. Viele Hunde vertragen entsprechend verarbeitetes Getreide problemlos. Entscheidend sind die konkrete Sorte, die gesamte Futterzusammensetzung und die individuelle Verträglichkeit.

Können Hunde Getreide verdauen?

Ja. Hunde können gut aufgeschlossene Stärke aus Getreide enzymatisch verdauen und zur Energiegewinnung nutzen.

Sind Hunde reine Fleischfresser?

Hunde können tierische Nahrung sehr gut verwerten, besitzen aber gleichzeitig die Fähigkeit, Stärke und andere Nährstoffquellen zu nutzen. Eine ausgewogene Hundeernährung muss deshalb nicht ausschließlich aus Fleisch bestehen.

Warum ist Getreide im Hundefutter?

Getreide kann unter anderem Stärke als Energiequelle, Ballaststoffe sowie weitere Nährstoffe liefern. Bei Trockenfutter erfüllt Stärke zusätzlich technologische Funktionen bei der Herstellung der Kroketten.

Welches Getreide ist für Hunde geeignet?

Reis, Hafer, Mais, Weizen, Gerste und andere Getreidesorten können Bestandteil eines geeigneten Hundefutters sein. Welche Sorte dein Hund am besten verträgt, ist individuell.

Ist Reis gut für Hunde?

Reis kann eine gut verdauliche Stärkequelle sein und wird von vielen Hunden gut vertragen. Die Qualität eines Futters sollte jedoch immer anhand der gesamten Rezeptur beurteilt werden.

Ist Mais im Hundefutter schlecht?

Mais ist nicht grundsätzlich schlecht. Er kann entsprechend verarbeitet als Energie- und Nährstoffquelle genutzt werden. Die bloße Anwesenheit von Mais sagt wenig über die Gesamtqualität des Futters aus.

Ist Weizen für Hunde schädlich?

Nicht grundsätzlich. Einzelne Hunde können Weizen nicht vertragen beziehungsweise allergisch reagieren. Für einen beschwerdefreien Hund besteht jedoch kein allgemeiner Grund, Weizen vorsorglich zu vermeiden.

Verursacht Getreide Allergien bei Hunden?

Ein Hund kann auf einzelne Getreidesorten allergisch reagieren. Futtermittelallergien können jedoch ebenso andere Bestandteile betreffen. Juckreiz oder Verdauungsprobleme beweisen deshalb keine Getreideallergie.

Wie erkenne ich eine Getreideallergie beim Hund?

Mögliche Beschwerden können Haut-, Ohr- oder Magen-Darm-Probleme sein. Diese Symptome besitzen jedoch viele mögliche Ursachen. Eine strukturierte Ausschlussdiät ist zur Abklärung wesentlich sinnvoller als ein spontaner Wechsel auf irgendein getreidefreies Futter.

Ist glutenfreies Hundefutter notwendig?

Für einen gesunden Hund ohne entsprechende Erkrankung besteht kein allgemeiner Grund, vorsorglich glutenfrei zu füttern.

Kann Getreide Durchfall verursachen?

Ein individuell nicht verträglicher Futterbestandteil kann Durchfall verursachen. Allerdings kommen zahlreiche andere Ursachen infrage. Wiederkehrende Beschwerden sollten deshalb genauer abgeklärt werden.

Macht Getreide Hunde dick?

Getreide verursacht nicht automatisch Übergewicht. Entscheidend ist die gesamte Energiezufuhr im Verhältnis zum tatsächlichen Energieverbrauch des Hundes.

Macht Getreide Hunde hyperaktiv?

Verhalten lässt sich nicht pauschal auf Getreide im Futter zurückführen. Erregung und Aktivität werden von zahlreichen körperlichen, sozialen und alltäglichen Faktoren beeinflusst.

Ist Getreide nur ein billiger Füllstoff?

Nein. Getreide kann verwertbare Energie, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe liefern. Ob ein Futter hochwertig ist, hängt von seiner gesamten Zusammensetzung ab.

Was bedeutet getreidefreies Hundefutter?

Getreidefreies Futter enthält keine klassischen Getreidearten. Häufig werden stattdessen Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen, Linsen oder andere stärkehaltige Zutaten eingesetzt.

Ist getreidefreies Hundefutter gesünder?

Nicht automatisch. Ein getreidefreies Futter kann ebenso hochwertig oder ungeeignet sein wie ein getreidehaltiges Produkt. Entscheidend sind Bedarfsdeckung, Zusammensetzung und Verträglichkeit.

Wann braucht ein Hund getreidefreies Futter?

Besonders sinnvoll kann es sein, wenn eine entsprechende Allergie beziehungsweise Unverträglichkeit zuverlässig festgestellt wurde oder eine gezielte Diät dies erfordert.

Ist getreidefrei besser bei empfindlichem Magen?

Nicht grundsätzlich. Auch Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Fett oder andere Futterbestandteile können schlecht vertragen werden. Entscheidend ist die gesamte Rezeptur.

Ist getreidefreies Futter kohlenhydratfrei?

Nein. Viele getreidefreie Futtermittel enthalten andere Kohlenhydrat- und Stärkequellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Erbsen oder Linsen.

Kann getreidefreies Futter Herzprobleme verursachen?

Es wurde über mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten getreidefreien Rezepturen und DCM diskutiert. Daraus folgt nicht, dass jedes getreidefreie Futter Herzkrankheiten verursacht. Entscheidend ist die konkrete Rezeptur und die vollständige Nährstoffversorgung.

Brauchen Hunde Kohlenhydrate?

Hunde können gut aufgeschlossene Stärke verdauen und zur Energiegewinnung nutzen. Wichtig ist die bedarfsgerechte Zusammensetzung der gesamten Ernährung.

Sollte ein Welpe getreidefrei gefüttert werden?

Nicht grundsätzlich. Für Welpen ist vor allem entscheidend, dass das Futter ihren besonderen Energie- und Nährstoffbedarf während des Wachstums zuverlässig deckt.

Dürfen Seniorhunde Getreide bekommen?

Ja, sofern sie es gut vertragen und das gesamte Futter zu ihrem Energiebedarf und Gesundheitszustand passt.

Kann ich meinem Hund Reis selbst kochen?

Geeignet zubereiteter Reis kann Bestandteil einer selbst zusammengestellten Ration sein. Eine dauerhafte Ernährung aus Fleisch, Reis und Gemüse allein ist jedoch nicht automatisch vollständig und sollte entsprechend geplant werden.

Wie finde ich heraus, welches Futter meinem Hund wirklich guttut?

Achte auf eine vollständige bedarfsgerechte Zusammensetzung, die richtige Futtermenge und die individuelle Verträglichkeit. Wiederkehrende Beschwerden sollten medizinisch beziehungsweise ernährungsbezogen systematisch abgeklärt werden.

Fazit: Getreide im Hundefutter ist weder Feind noch Pflichtbestandteil

Getreide wird im Hundefutter häufig wesentlich negativer dargestellt, als es eine sachliche Betrachtung rechtfertigt. Hunde können entsprechend aufgeschlossene Stärke verdauen und als Energiequelle nutzen. Reis, Mais, Hafer, Weizen und andere Getreidesorten sind deshalb nicht grundsätzlich ungeeignet.

Gleichzeitig benötigt ein Hund nicht zwingend Getreide, wenn seine Ernährung auf andere Weise vollständig und bedarfsgerecht zusammengesetzt ist. Die Frage sollte deshalb nicht lauten, ob jedes Hundefutter Getreide enthalten muss, sondern ob die jeweilige Rezeptur zum individuellen Hund passt.

Auch der Mythos, Getreide verursache automatisch Allergien, Übergewicht oder Verdauungsprobleme, greift zu kurz. Einzelne Hunde können bestimmte Getreidesorten nicht vertragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Hunde vorsorglich getreidefrei gefüttert werden sollten.

Ebenso wenig ist ein getreidefreies Futter automatisch kohlenhydratfrei oder hochwertiger. Häufig werden Getreidebestandteile durch Kartoffeln, Erbsen, Linsen, Süßkartoffeln oder andere stärkehaltige Zutaten ersetzt.

Möchtest du das passende Futter für deinen Hund auswählen, solltest du deshalb nicht nur nach Werbeaussagen wie „grain free“, „wolfsgerecht“ oder „ohne Getreide“ entscheiden. Wichtiger sind Bedarfsdeckung, Qualität der gesamten Rezeptur, richtige Futtermenge und individuelle Verträglichkeit.

Verträgt dein Hund ein vollständiges getreidehaltiges Futter gut, hält sein gesundes Körpergewicht und zeigt keine Beschwerden, gibt es keinen allgemeinen Grund, Getreide allein aus Vorsicht vom Speiseplan zu streichen.

Praktische Empfehlungen

Praktisches Zubehör rund um die Fütterung

Neben der Auswahl des passenden Futters spielt auch das richtige Zubehör im Fütterungsalltag eine Rolle. Ein geeigneter Napf und eine praktische Unterlage können die täglichen Mahlzeiten für dich und deinen Hund einfacher und angenehmer machen. Hier findest du einige ausgewählte Möglichkeiten.

TAUCI Futternapf für Hunde

Ein geeigneter Futternapf gehört zur Grundausstattung jedes Hundes. Dieses Modell kann eine praktische Möglichkeit für die täglichen Mahlzeiten sein. Bei der Auswahl solltest du vor allem auf eine passende Größe und eine für deinen Hund angenehme Form achten.

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HUNTER Melamin-Napf mit Edelstahleinsatz

Ein Napf mit herausnehmbarem Edelstahleinsatz ist eine weitere Möglichkeit für die tägliche Fütterung. Der Edelstahleinsatz lässt sich separat entnehmen und kann dadurch die Reinigung erleichtern. Auch hier sollte die Größe zum Hund und zu seiner Futtermenge passen.

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Silikon-Napfunterlage

Beim Fressen und Trinken landet schnell einmal etwas neben dem Napf. Eine wasserabweisende Unterlage kann dabei helfen, den Bereich rund um die Futterstelle sauber zu halten und heruntergefallenes Futter oder verschüttetes Wasser aufzufangen.

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Gutes Hundefutter ist mehr als „mit oder ohne Getreide“

Bei der Ernährung deines Hundes lohnt es sich, nicht jedem Ernährungstrend hinterherzulaufen. Entscheidend ist, dass die gewählte Fütterung zu Alter, Gesundheit, Aktivität und individueller Verträglichkeit deines Hundes passt.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir deinen Hund als Individuum und unterstützen dich dabei, seine Bedürfnisse, sein Verhalten und Veränderungen im Alltag besser wahrzunehmen und einzuordnen.

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