Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Trockenfutter und Trinken
- Isabel Scheu
- 17.06.2026
- Trockenfutter
Trockenfutter & Trinken – wie viel Wasser braucht dein Hund wirklich?
Wenn dein Hund täglich Trockenfutter bekommt, spielt Wasser eine besonders wichtige Rolle. Während du vielleicht sehr genau auf Zutaten, Futtermenge und Qualität achtest, wird die Flüssigkeitsaufnahme im Alltag schnell unterschätzt.
Der Grund ist einfach: Trockenfutter enthält deutlich weniger Wasser als Nassfutter . Deshalb muss ein Hund, der überwiegend Trockenfutter frisst, einen größeren Anteil seines täglichen Wasserbedarfs aktiv über den Wassernapf aufnehmen.
Trotzdem lässt sich nicht mit einer einzigen festen Zahl sagen, wie viel Wasser ein Hund täglich trinken muss. Körpergewicht, Aktivität, Außentemperatur, Fütterungsart, Gesundheitszustand, Medikamente und viele weitere Faktoren beeinflussen den individuellen Flüssigkeitsbedarf.
In unserer Hundeschule in Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter sehr genau wissen, wie viele Gramm Trockenfutter ihr Hund am Tag bekommt – beim Trinkverhalten dagegen fehlt häufig ein vergleichbarer Überblick. Gerade an warmen Tagen, nach längeren Spaziergängen oder bei gesundheitlichen Veränderungen lohnt es sich deshalb, genauer hinzuschauen.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, warum Hunde bei Trockenfütterung mehr aktiv trinken müssen, wie du den ungefähren Wasserbedarf deines Hundes einschätzen kannst, welche Faktoren ihn verändern, woran du zu geringe Flüssigkeitsaufnahme erkennst, wann ungewöhnlich viel Trinken auffällig ist und wie du deinen Hund sinnvoll zum Trinken animieren kannst.
Kurze Antwort: Hunde mit Trockenfutter müssen einen größeren Teil ihres Flüssigkeitsbedarfs über das Trinken decken, weil Trockenfutter nur wenig Wasser enthält. Wie viel dein Hund tatsächlich braucht, hängt von Körpergewicht, Aktivität, Temperatur, Fütterung und Gesundheitszustand ab. Entscheidend ist deshalb nicht nur eine theoretische Milliliterzahl, sondern auch das gewohnte Trinkverhalten deines Hundes.
Trockenfutter und Wasseraufnahme im Überblick
Trockenfutter
Enthält nur einen vergleichsweise geringen Wasseranteil. Der Hund muss deshalb viel Flüssigkeit zusätzlich aufnehmen.
Nassfutter
Liefert bereits über die Mahlzeit einen erheblichen Anteil Wasser.
Aktivität
Bewegung und körperliche Belastung können den Flüssigkeitsbedarf erhöhen.
Temperatur
Bei Wärme benötigt der Körper häufig mehr Flüssigkeit zur Regulation.
Gesundheit
Erkrankungen und Medikamente können das Trinkverhalten deutlich verändern.
Individueller Hund
Das gewohnte Trinkverhalten ist häufig genauso wichtig wie allgemeine Richtwerte.
Warum Hunde bei Trockenfutter mehr trinken müssen
Der größte Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter ist der Wassergehalt. Trockenfutter enthält nur wenig Feuchtigkeit, während Nassfutter bereits einen großen Anteil Wasser mit der Mahlzeit liefert.
Dadurch sieht das Trinkverhalten zweier Hunde mit unterschiedlichen Fütterungsformen oft völlig verschieden aus. Ein Hund mit Nassfutter kann vergleichsweise wenig aus dem Napf trinken und trotzdem insgesamt ausreichend Flüssigkeit aufnehmen.
Ein Hund mit Trockenfutter muss dagegen einen deutlich größeren Teil seiner täglichen Flüssigkeit aktiv trinken. Das bedeutet jedoch nicht, dass Trockenfutter dem Körper grundsätzlich Wasser „entzieht“. Es liefert lediglich wesentlich weniger Flüssigkeit über die Mahlzeit.
Wie viel Wasser braucht ein Hund pro Tag?
Für den täglichen Wasserbedarf werden häufig Richtwerte pro Kilogramm Körpergewicht genannt. Solche Angaben können eine grobe Orientierung geben – sie sind aber keine starre Sollmenge, die für jeden Hund täglich exakt erreicht werden muss.
Ein kleiner ruhiger Hund an einem kühlen Tag kann einen anderen Flüssigkeitsbedarf haben als derselbe Hund nach längerer Aktivität bei sommerlichen Temperaturen. Auch Nassfutter, eingeweichtes Trockenfutter und wasserreiche Snacks beeinflussen die gesamte Flüssigkeitsaufnahme.
Der Wasserbedarf wird unter anderem beeinflusst durch
- Körpergewicht
- Fütterungsart
- Aktivität und Bewegung
- Außentemperatur
- Alter
- Trächtigkeit oder Säugephase
- Erkrankungen
- Medikamente
- Erbrechen oder Durchfall
Wasserbedarf pro Kilogramm – wie sinnvoll sind feste Richtwerte?
Allgemeine Richtwerte können hilfreich sein, um eine Größenordnung einzuschätzen. Sie sollten jedoch immer als Orientierung und nicht als Diagnoseinstrument verstanden werden.
Besonders wichtig ist der Vergleich mit dem normalen Verhalten deines eigenen Hundes. Wenn ein Hund über Wochen ungefähr gleich viel trinkt und plötzlich deutlich mehr oder fast gar nichts mehr aufnimmt, ist diese Veränderung oft relevanter als die Frage, ob er exakt einem theoretischen Milliliterwert entspricht.
Möchtest du das Trinkverhalten genauer beurteilen, kannst du für einige Tage messen, wie viel Wasser du bereitstellst und wie viel ungefähr übrig bleibt. Dabei musst du berücksichtigen, dass bei mehreren Hunden eine genaue Zuordnung schwierig ist.
Wann braucht dein Hund besonders viel Wasser?
Der Flüssigkeitsbedarf kann innerhalb eines Tages deutlich schwanken. Besonders bei Wärme und körperlicher Aktivität steigt der Bedarf häufig.
Warme Tage
Hunde regulieren ihre Körpertemperatur unter anderem über Hecheln. Dadurch kann der Flüssigkeitsbedarf steigen.
Lange Spaziergänge
Bewegung und Belastung erhöhen den Bedarf insbesondere bei warmem Wetter.
Durchfall oder Erbrechen
Flüssigkeitsverluste können hier besonders schnell relevant werden.
Säugende Hündinnen
Die Milchproduktion kann den Flüssigkeitsbedarf erheblich erhöhen.
Mein Hund trinkt zu wenig – wann solltest du genauer hinschauen?
Nicht jeder Hund, der selten am Wassernapf gesehen wird, trinkt automatisch zu wenig. Besonders bei Nassfütterung kann ein erheblicher Teil des Flüssigkeitsbedarfs bereits über das Futter gedeckt werden.
Bei einem Hund mit Trockenfutter sollte dagegen besonders darauf geachtet werden, dass jederzeit frisches Wasser erreichbar ist.
Plötzliche Trinkverweigerung ist etwas anderes als ein Hund, der schon immer eher kleine Mengen über den Tag verteilt aufgenommen hat. Verweigert dein Hund Wasser und wirkt gleichzeitig krank, matt oder zeigt weitere Auffälligkeiten, sollte die Ursache abgeklärt werden.
Woran kannst du Flüssigkeitsmangel beim Hund erkennen?
Eine deutliche Dehydrierung kann unterschiedliche Symptome verursachen. Einzelne Zeichen sind allerdings nicht immer eindeutig und sollten deshalb im Zusammenhang betrachtet werden.
Mögliche Warnzeichen können sein
- auffällige Mattigkeit oder Schwäche
- trockene oder klebrige Schleimhäute
- deutlich reduzierter Urinabsatz
- sehr konzentriert wirkender Urin
- anhaltendes Erbrechen oder Durchfall
- verminderte Futteraufnahme
- auffällige Kreislaufprobleme
Auch der sogenannte Hautfaltentest wird häufig genannt. Seine Aussagekraft ist jedoch begrenzt und kann beispielsweise durch Alter, Hautbeschaffenheit und Körperzustand beeinflusst werden. Bei Verdacht auf Dehydrierung sollte deshalb nicht allein auf diesen Test vertraut werden.
Trockenfutter, Wasser und Verdauung
Wasser ist für zahlreiche Körperfunktionen notwendig und spielt selbstverständlich auch im Verdauungssystem eine wichtige Rolle.
Bei einem Hund, der zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, kann sehr trockener beziehungsweise harter Kot auftreten. Eine Verstopfung kann jedoch viele Ursachen haben und sollte nicht ausschließlich auf die Fütterungsform zurückgeführt werden.
Wiederkehrende Veränderungen des Kots, Schmerzen beim Kotabsatz oder länger anhaltende Verstopfung sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Warum Wasser für Nieren und Harnwege wichtig ist
Die Nieren regulieren unter anderem den Wasser- und Elektrolythaushalt und sind an der Ausscheidung verschiedener Stoffwechselprodukte beteiligt. Eine angemessene Flüssigkeitsversorgung ist deshalb für den gesamten Organismus wichtig.
Veränderungen von Trinkmenge und Urinabsatz können gleichzeitig Hinweise auf unterschiedliche Erkrankungen geben. Gerade eine deutlich gesteigerte Wasseraufnahme kann unter anderem bei Nieren-, hormonellen oder anderen gesundheitlichen Problemen auftreten.
Mehr dazu findest du im Beitrag über Blasen- und Nierenprobleme beim Hund .
Mein Hund trinkt plötzlich viel mehr – ist das normal?
Mehr Trinken ist nicht automatisch problematisch. Nach viel Bewegung, an heißen Tagen oder nach einer Umstellung von Nass- auf Trockenfutter kann die Wasseraufnahme beispielsweise deutlich zunehmen.
Auffällig wird es vor allem dann, wenn dein Hund ohne offensichtlichen Grund plötzlich wesentlich mehr trinkt als sonst und diese Veränderung anhält.
Besonders wenn gleichzeitig häufiger Urinabsatz, Gewichtsveränderungen, Appetitveränderungen, Erbrechen oder andere Beschwerden auftreten, sollte das Trinkverhalten tierärztlich abgeklärt werden.
Kannst du Wasser ins Trockenfutter geben?
Ja. Trockenfutter kann grundsätzlich mit Wasser angefeuchtet oder eingeweicht werden, sofern dein Hund diese Konsistenz akzeptiert.
Dadurch nimmt dein Hund bereits mit der Mahlzeit zusätzliche Flüssigkeit auf. Eine feste Wassermenge, die bei jeder Portion grundsätzlich notwendig wäre, gibt es jedoch nicht. Die Menge kann an Futter, Hund und gewünschte Konsistenz angepasst werden.
Wichtig ist die Hygiene: Sobald Wasser zum Trockenfutter gegeben wird, sollte die Mahlzeit nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen bleiben. Futterreste sollten anschließend entfernt werden.
Ist eingeweichtes Trockenfutter besser für die Flüssigkeitsaufnahme?
Für einen Hund, der trocken gefüttertes Futter akzeptiert, aber vergleichsweise wenig aktiv trinkt, kann das Einweichen eine einfache Möglichkeit sein, die Flüssigkeitsaufnahme über die Mahlzeit zu erhöhen.
Einweichen ist allerdings keine Pflicht bei Trockenfütterung. Trinkt dein Hund ausreichend und verträgt sein Futter gut, muss Trockenfutter nicht grundsätzlich mit Wasser serviert werden.
Bei Hunden mit bestimmten Erkrankungen kann eine gezielte Veränderung der Wasseraufnahme sinnvoll sein. Solche Maßnahmen sollten jedoch zur jeweiligen medizinischen Situation passen.
Wie kannst du deinen Hund zum Trinken animieren?
Manche Hunde trinken lieber häufig kleine Mengen, andere suchen den Wassernapf nur wenige Male am Tag auf. Wenn du die Wasseraufnahme fördern möchtest, helfen oft einfache Veränderungen im Alltag.
Praktische Möglichkeiten
- mehrere Wasserstellen in Wohnung oder Haus anbieten
- Wasser regelmäßig erneuern
- Wassernäpfe täglich sauber halten
- verschiedene Napfmaterialien ausprobieren
- Wasser unterwegs mitnehmen
- Trockenfutter bei Bedarf mit Wasser anfeuchten
- ruhige und gut erreichbare Trinkplätze anbieten
Darf man Wasser für Hunde mit Brühe schmackhafter machen?
Etwas Geschmack kann manche Hunde zum Trinken motivieren. Dabei solltest du jedoch sehr genau darauf achten, was tatsächlich im Wasser landet.
Handelsübliche Brühen für Menschen können viel Salz sowie Zutaten enthalten, die für Hunde ungeeignet sind. Besonders Zwiebel- und Knoblauchbestandteile gehören nicht in den Hundenapf.
Wenn du Wasser aromatisieren möchtest, solltest du nur eine für Hunde geeignete, entsprechend zusammengesetzte Variante verwenden und berücksichtigen, dass solche Zusätze ebenfalls Bestandteil der Ernährung sind.
Sind Eiswürfel eine gute Möglichkeit, mehr Flüssigkeit anzubieten?
Manche Hunde spielen oder beschäftigen sich gerne mit einzelnen Eiswürfeln. Sie können im Sommer eine zusätzliche kleine Flüssigkeitsquelle sein, ersetzen aber natürlich keinen frei zugänglichen Wassernapf.
Bei Hunden, die Eiswürfel hastig verschlucken oder sehr stark darauf herumbeißen, solltest du darauf achten, dass keine unnötigen Zahnprobleme oder Verschluckrisiken entstehen.
Kann ein Hund auch zu viel Wasser trinken?
Ja. Auch eine extreme Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit kann problematisch sein. Besonders beim intensiven Spielen im Wasser oder wiederholten Apportieren aus Seen und Flüssen können Hunde unbemerkt große Wassermengen aufnehmen.
Das ist allerdings eine andere Situation als das normale freie Trinken am Wassernapf. Frisches Trinkwasser sollte deinem Hund deshalb grundsätzlich zur Verfügung stehen und nicht aus Angst vor zu hoher Wasseraufnahme rationiert werden.
Mehr dazu findest du im Beitrag Achtung Wasservergiftung beim Hund .
Ist Nassfutter besser, wenn dein Hund wenig trinkt?
Nassfutter liefert bereits über die Nahrung deutlich mehr Flüssigkeit als Trockenfutter. Für einen Hund, bei dem eine höhere Flüssigkeitsaufnahme erwünscht ist, kann dies eine praktische Eigenschaft sein.
Trotzdem sollte nicht allein aufgrund eines vermeintlich niedrigen Trinkverhaltens automatisch das gesamte Fütterungskonzept gewechselt werden. Entscheidend ist die gesamte Flüssigkeitsaufnahme und die individuelle Situation.
Eine Mischfütterung aus Trocken- und Nassfutter ist ebenfalls grundsätzlich möglich, wenn die Gesamtfuttermenge und Energiezufuhr berücksichtigt werden.
Trockenfutter und Trinken in Stuttgart – besonders an warmen Tagen wichtig
Gerade bei Spaziergängen in Stuttgart und der Region Stuttgart kann der Flüssigkeitsbedarf je nach Wetter, Strecke und Aktivität stark schwanken.
Ein gemütlicher kurzer Spaziergang im Schatten stellt andere Anforderungen als eine längere Tour durch den Rotwildpark, den Schurwald oder die Stuttgarter Weinberge an einem warmen Sommertag.
Nimm deshalb insbesondere bei längeren Runden Wasser mit und biete deinem Hund regelmäßig die Möglichkeit zu trinken. Gleichzeitig sollte er nicht erst nach starker Belastung erstmals Zugang zu größeren Wassermengen bekommen.
Wann solltest du wegen des Trinkverhaltens zum Tierarzt?
Eine einzelne etwas größere oder kleinere Trinkmenge ist nicht automatisch problematisch. Deutliche oder anhaltende Veränderungen sollten jedoch ernst genommen werden.
Lass deinen Hund untersuchen, wenn beispielsweise
- er plötzlich gar nicht mehr trinken möchte,
- er ohne erkennbaren Grund deutlich mehr trinkt als sonst,
- er gleichzeitig deutlich mehr oder weniger uriniert,
- Erbrechen oder starker Durchfall auftreten,
- er deutlich matt oder schwach wirkt,
- er Wasser nicht bei sich behalten kann,
- du Zeichen einer stärkeren Dehydrierung bemerkst.
Diese Fehler solltest du bei Trockenfutter und Wasser vermeiden
Eine starre Trinkmenge erzwingen
Der Bedarf ist individuell und verändert sich je nach Alltag, Wetter und Fütterung.
Wasser rationieren
Frisches Trinkwasser sollte einem gesunden Hund grundsätzlich frei zur Verfügung stehen.
Plötzliches Vieltrinken ignorieren
Eine deutliche Veränderung kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein.
Brühe ungeprüft ins Wasser geben
Salz, Zwiebeln, Knoblauch und andere Zutaten können problematisch sein.
Eingeweichtes Futter lange stehen lassen
Nach Wasserzugabe verändert sich die hygienische Situation des Futters.
Nur den Hautfaltentest verwenden
Er ist allein kein zuverlässiger Beweis dafür, ob ein Hund ausreichend hydriert ist.
Checkliste: Trinkt dein Hund bei Trockenfutter ausreichend?
Darauf kannst du im Alltag achten
- Hat dein Hund jederzeit Zugang zu frischem Wasser?
- Stehen die Näpfe an ruhigen, gut erreichbaren Orten?
- Trinkt dein Hund ungefähr so viel wie sonst?
- Hat sich sein Trinkverhalten plötzlich verändert?
- Ist sein Urinabsatz ungefähr wie gewohnt?
- Hat er aktuell Durchfall oder Erbrechen?
- Ist es besonders warm oder war dein Hund körperlich aktiv?
- Wird ein Teil der Flüssigkeit bereits über Nassfutter oder eingeweichtes Futter aufgenommen?
- Zeigt dein Hund ansonsten einen normalen Allgemeinzustand?
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FAQ – häufige Fragen zu Trockenfutter und Trinken beim Hund
Wie viel Wasser sollte ein Hund täglich trinken?
Der Bedarf ist individuell und hängt unter anderem von Körpergewicht, Aktivität, Temperatur, Fütterungsart und Gesundheitszustand ab. Richtwerte können Orientierung geben, sollten aber nicht als starre Sollmenge verstanden werden.
Müssen Hunde bei Trockenfutter mehr trinken?
Ja. Da Trockenfutter nur wenig Wasser enthält, muss ein größerer Anteil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs über den Wassernapf gedeckt werden als bei Nassfütterung.
Wie viel sollte ein 10-kg-Hund trinken?
Eine einzelne exakte Milliliterzahl ist wenig sinnvoll, weil Fütterung, Bewegung, Außentemperatur und Gesundheitszustand den Bedarf verändern. Wichtiger ist, ob dein Hund ausreichend Zugang zu Wasser hat und sein Trinkverhalten ungefähr seinem normalen Muster entspricht.
Ist es normal, dass mein Hund bei Trockenfutter viel trinkt?
Ein höheres Trinkvolumen als bei Nassfütterung ist grundsätzlich plausibel. Auffällig ist vor allem eine plötzliche oder starke Veränderung gegenüber dem normalen Trinkverhalten.
Kann ich Wasser direkt ins Trockenfutter geben?
Ja. Das kann eine einfache Möglichkeit sein, zusätzliche Flüssigkeit über die Mahlzeit anzubieten. Angefeuchtetes Futter sollte allerdings hygienisch behandelt und nicht lange stehen gelassen werden.
Muss Trockenfutter immer eingeweicht werden?
Nein. Trinkt dein Hund ausreichend und verträgt er sein Futter gut, besteht keine grundsätzliche Pflicht, Trockenfutter einzuweichen.
Was tun, wenn mein Hund wenig trinkt?
Biete mehrere saubere Wasserstellen an, erneuere das Wasser regelmäßig und prüfe, ob dein Hund möglicherweise einen Teil seines Flüssigkeitsbedarfs bereits über das Futter deckt. Eine plötzlich deutlich reduzierte Wasseraufnahme sollte bei weiteren Beschwerden abgeklärt werden.
Woran erkenne ich Dehydrierung beim Hund?
Mögliche Zeichen sind beispielsweise Mattigkeit, trockene Schleimhäute, deutlich reduzierter Urinabsatz oder Kreislaufprobleme. Bei Verdacht auf stärkere Dehydrierung sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.
Ist dunkler Urin beim Hund ein Zeichen für zu wenig Wasser?
Stark konzentrierter Urin kann mit geringerer Flüssigkeitsaufnahme zusammenhängen, besitzt aber auch andere mögliche Ursachen. Auffällige oder anhaltende Veränderungen sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Warum trinkt mein Hund plötzlich so viel?
Wärme, Bewegung oder eine Umstellung auf Trockenfutter können die Wasseraufnahme erhöhen. Anhaltendes starkes Vieltrinken ohne erkennbaren Grund kann jedoch auch gesundheitliche Ursachen haben.
Ist Nassfutter besser für Hunde, die wenig trinken?
Nassfutter liefert deutlich mehr Flüssigkeit über die Mahlzeit und kann deshalb praktisch sein. Entscheidend ist jedoch immer die gesamte Fütterung und individuelle Situation des Hundes.
Kann ein Hund zu viel Wasser trinken?
Ja, extreme Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit kann problematisch sein. Normales freies Trinken aus dem Wassernapf sollte deshalb aber nicht vorsorglich eingeschränkt werden.
Fazit: Bei Trockenfutter gehört der Wassernapf immer dazu
Wer Trockenfutter füttert, sollte die Flüssigkeitsaufnahme seines Hundes genauso im Blick behalten wie Futtermenge und Zusammensetzung. Trockenfutter liefert nur wenig Wasser, weshalb der Hund einen größeren Anteil seines Bedarfs aktiv über das Trinken decken muss.
Eine starre Wassermenge pro Kilogramm Körpergewicht ist dabei nur begrenzt hilfreich. Aktivität, Wetter, Ernährung, Gesundheitszustand und individuelle Unterschiede beeinflussen den tatsächlichen Bedarf.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn dein Hund plötzlich wesentlich mehr oder weniger trinkt als sonst. Solche Veränderungen sind häufig aussagekräftiger als die Frage, ob er einen theoretischen Richtwert exakt erreicht.
Auch für Hundehalter in Stuttgart gilt: Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein – zu Hause genauso wie unterwegs. Besonders bei längeren Spaziergängen, warmem Wetter und Trockenfütterung gehört eine ausreichende Wasserversorgung selbstverständlich zum Hundealltag.
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