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Achtung Wasservergiftung

  • Isabel Scheu
  • 27.07.2025
  • Urlaub mit Hund am Strand

Wasservergiftung beim Hund: Wenn zu viel Wasser gefährlich wird

Wasser ist für deinen Hund lebenswichtig – gerade im Sommer, bei hohen Temperaturen und nach körperlicher Aktivität. Trotzdem gibt es eine seltene Situation, in der ausgerechnet eine sehr große Menge Wasser innerhalb kurzer Zeit gefährlich werden kann: die Wasservergiftung beim Hund.

Besonders beim Schwimmen, Planschen oder ausdauernden Apportieren im Wasser können Hunde unbemerkt immer wieder Wasser schlucken. Manche Hunde beißen beim Schwimmen nach Wellen, tragen einen Ball mit geöffnetem Fang oder versuchen begeistert, einen Wasserstrahl aus Gartenschlauch oder Rasensprenger zu fangen. Dadurch kann innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ungewöhnlich viel Wasser in den Körper gelangen.

Problematisch wird nicht das normale Trinken aus dem Wassernapf, sondern vor allem die übermäßige Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit. Dabei kann der Natriumgehalt im Blut stark absinken. Diese sogenannte Hyponatriämie kann schwere neurologische Störungen verursachen und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Gerade für Hundehalter, die im Sommer häufig am See, Fluss, Pool oder Meer unterwegs sind, lohnt es sich deshalb, die Warnzeichen zu kennen. In diesem Ratgeber erfährst du ausführlich, wie eine Wasservergiftung beim Hund entsteht, welche Symptome auftreten können, welche Hunde besonders gefährdet sind, was du im Notfall tun solltest und wie sich das Risiko beim Schwimmen und Spielen reduzieren lässt.

Wichtiger Hinweis: Wasservergiftung ist ein tiermedizinischer Notfall

Zeigt dein Hund nach intensivem Schwimmen oder Wasserspielen plötzlich Auffälligkeiten wie starke Müdigkeit, Taumeln, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Zittern, Krämpfe oder Bewusstseinsveränderungen, solltest du unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.

Versuche nicht, eine vermutete Wasservergiftung selbst mit Salz, salzhaltigen Lebensmitteln, Elektrolytlösungen oder anderen Hausmitteln zu behandeln. Eine schwere Störung des Natriumhaushalts muss kontrolliert tiermedizinisch behandelt werden.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.

Wasservergiftung beim Hund – die kurze Antwort

Eine Wasservergiftung kann entstehen, wenn ein Hund innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich viel Wasser aufnimmt. Dadurch kann der Natriumgehalt im Blut stark absinken. Besonders gefährdet sind Hunde, die lange schwimmen, immer wieder Spielzeug aus dem Wasser apportieren, nach Wasserstrahlen schnappen oder beim Spielen große Mengen Wasser schlucken. Mögliche Symptome sind unter anderem Schwäche, Benommenheit, Taumeln, Erbrechen, Koordinationsprobleme, Zittern, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen. Bei Verdacht gilt: Wasseraktivität sofort beenden und unverzüglich tierärztliche Hilfe organisieren.

Was ist eine Wasservergiftung beim Hund?

Eine Wasservergiftung wird auch als Wasserintoxikation bezeichnet. Im Zusammenhang damit kann eine sogenannte Hyponatriämie entstehen.

Dabei befindet sich im Verhältnis zur Wassermenge zu wenig Natrium im Blut. Natrium gehört zu den wichtigen Elektrolyten des Körpers und spielt unter anderem für den Flüssigkeitshaushalt, die Nervenfunktion und zahlreiche Zellprozesse eine wichtige Rolle.

Nimmt ein Hund innerhalb kurzer Zeit extrem viel Wasser auf, können die Nieren diese Wassermenge unter Umständen nicht schnell genug ausscheiden. Die Konzentration von Natrium im Blut sinkt.

Durch die veränderten Konzentrationsverhältnisse kann Wasser in Körperzellen gelangen. Die Zellen schwellen an. Besonders problematisch ist dies im Bereich des Gehirns, weil der knöcherne Schädel nur begrenzten Raum bietet.

Deshalb können bei einer schweren Wasservergiftung neurologische Symptome entstehen.

Wie bekommt ein Hund eine Wasservergiftung?

Eine Wasservergiftung entsteht normalerweise nicht dadurch, dass ein gesunder Hund gelegentlich etwas mehr aus seinem Wassernapf trinkt.

Typischer sind Situationen, in denen während einer intensiven Wasseraktivität über einen längeren Zeitraum immer wieder unbeabsichtigt Wasser geschluckt wird.

Das kann beispielsweise passieren beim:

  • langen Schwimmen,
  • intensiven Planschen,
  • wiederholten Apportieren im Wasser,
  • Fangen von Bällen oder anderem Spielzeug im Wasser,
  • Spielen mit Gartenschläuchen,
  • Spielen mit Rasensprengern
  • oder Schnappen nach Wasserstrahlen.

Besonders tückisch ist, dass der Hund das Wasser dabei häufig nicht bewusst trinkt. Er nimmt es während des Spiels nebenbei auf.

Schwimmen

Beim langen Schwimmen können Hunde immer wieder kleine Mengen Wasser aufnehmen, ohne dass es dem Halter auffällt.

Apportieren

Sehr häufiges Apportieren aus dem Wasser kann die Wasseraufnahme erhöhen, besonders wenn der Hund mit geöffnetem Fang schwimmt.

Wasserspiele

Gartenschlauch und Rasensprenger können problematisch werden, wenn der Hund ständig nach dem Wasserstrahl schnappt.

Warum ist Apportieren im Wasser ein besonderes Risiko?

Viele Hunde lieben es, einen Ball, Dummy oder anderes Spielzeug aus dem Wasser zu holen. Gerade sehr motivierte Hunde würden diese Beschäftigung immer wieder fortsetzen.

Beim Schwimmen mit einem Gegenstand im Fang kann jedoch zusätzlich Wasser aufgenommen werden. Wird der Gegenstand immer wieder weit ins Wasser geworfen, wiederholt sich dieser Vorgang innerhalb kurzer Zeit sehr häufig.

Hinzu kommt, dass hoch motivierte Hunde ihre eigene Erschöpfung nicht immer rechtzeitig anzeigen beziehungsweise trotz Müdigkeit weiterspielen möchten.

Deshalb solltest du Wasserapportieren nicht als endloses Sommerprogramm nutzen, sondern bewusst kurze Einheiten und ausreichende Ruhephasen einplanen.

Kann ein Gartenschlauch eine Wasservergiftung beim Hund verursachen?

Auch das Spielen mit einem Gartenschlauch kann zu einer hohen Wasseraufnahme führen.

Manche Hunde versuchen begeistert, den Wasserstrahl zu fangen und schlucken dabei immer wieder Wasser. Ähnliches gilt für Rasensprenger oder andere Wasserspiele.

Ein kurzes Abkühlen mit Wasser ist etwas anderes als minutenlanges oder wiederholtes Schnappen nach einem Wasserstrahl.

Wenn dein Hund zu einem sehr intensiven Beute- oder Fangverhalten gegenüber Wasser neigt, solltest du diese Beschäftigung deshalb begrenzen oder auf andere Möglichkeiten zur Abkühlung ausweichen.

Welche Hunde haben ein erhöhtes Risiko für eine Wasservergiftung?

Grundsätzlich kann eine Wasservergiftung jeden Hund treffen, wenn er innerhalb kurzer Zeit eine im Verhältnis zu seinem Körpergewicht sehr große Wassermenge aufnimmt.

Besonders aufmerksam solltest du bei Hunden sein, die:

  • sehr lange und ausdauernd schwimmen,
  • einen ausgeprägten Apportiertrieb haben,
  • beim Spielen kaum selbst Pausen einlegen,
  • immer wieder nach Wasserstrahlen schnappen,
  • beim Schwimmen viel Wasser schlucken
  • oder aufgrund ihres geringeren Körpergewichts bereits durch kleinere absolute Wassermengen stärker belastet werden können.

Entscheidend ist also nicht nur die Größe oder Rasse des Hundes, sondern vor allem die aufgenommene Wassermenge im Verhältnis zum Körpergewicht und der Zeitraum, in dem sie aufgenommen wird.

Welche Symptome hat eine Wasservergiftung beim Hund?

Die Symptome einer Wasservergiftung können zunächst unspezifisch wirken. Genau das macht die Situation so tückisch.

Nach einem langen Badetag erscheint ein müder Hund zunächst nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist deshalb, Veränderungen im Zusammenhang mit einer intensiven Wasseraufnahme ernst zu nehmen.

Mögliche Symptome sind:

  • ungewöhnliche Müdigkeit,
  • Schwäche,
  • Unruhe,
  • Benommenheit,
  • Taumeln,
  • Koordinationsprobleme,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • auffälliger oder aufgeblähter Bauch,
  • Zittern,
  • Muskelzuckungen,
  • Krämpfe
  • und Bewusstseinsstörungen.

Je ausgeprägter die neurologischen Auffälligkeiten sind, desto dringender ist die Situation.

Nach dem Schwimmen plötzlich verändert? Nicht einfach als Müdigkeit abtun

Ist dein Hund nach intensivem Wasserspiel plötzlich auffällig schläfrig, desorientiert, unsicher auf den Beinen oder erbricht, solltest du diese Veränderungen nicht automatisch mit einem anstrengenden Strand- oder Badetag erklären.

Gerade die Kombination aus intensiver Wasseraktivität und plötzlich auftretenden neurologischen oder gastrointestinalen Symptomen sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Wasservergiftung oder Hitzschlag – wie erkennst du den Unterschied?

Gerade im Sommer kann die Situation schwierig einzuschätzen sein. Ein Hund hat lange am See gespielt, ist anschließend schwach, wirkt benommen oder erbricht.

Sowohl eine Wasservergiftung als auch ein Hitzschlag beim Hund können schwerwiegende Symptome verursachen.

Bei einer starken Wärmebelastung stehen häufig extremes Hecheln, deutliche Überhitzung und Kreislaufprobleme im Vordergrund. Bei einer Wasservergiftung besteht dagegen typischerweise ein Zusammenhang mit einer außergewöhnlich hohen Wasseraufnahme.

Trotzdem solltest du im Notfall nicht versuchen, selbst eine sichere Diagnose zu stellen. Beide Situationen können lebensbedrohlich sein und gehören in tierärztliche Hände.

Was tun bei Verdacht auf Wasservergiftung beim Hund?

Wenn du nach intensivem Wasserspiel den Verdacht auf eine Wasservergiftung hast, solltest du schnell handeln.

Beende zunächst sofort sämtliche Wasseraktivitäten. Dein Hund sollte nicht weiter schwimmen, apportieren oder mit einem Wasserstrahl spielen.

Kontaktiere anschließend unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und schildere möglichst genau:

  • welche Wasseraktivität dein Hund gemacht hat,
  • wie lange er im Wasser war,
  • ob er sichtbar viel Wasser geschluckt hat,
  • wann die ersten Symptome aufgetreten sind
  • und welche Symptome du aktuell beobachtest.

Diese Informationen können für die Einschätzung des Notfalls wichtig sein.

Solltest du deinem Hund bei Wasservergiftung Salz geben?

Nein. Versuche eine vermutete Wasservergiftung nicht eigenständig mit Salz, salzigen Snacks, Brühe oder anderen Hausmitteln zu behandeln.

Eine schwere Hyponatriämie muss kontrolliert behandelt werden. Eine unkontrollierte Veränderung des Natriumhaushalts kann zusätzliche Risiken verursachen.

Die notwendige Behandlung richtet sich nach dem Zustand des Hundes und den gemessenen Blutwerten. Das gehört in tierärztliche Hände.

Wie behandelt der Tierarzt eine Wasservergiftung beim Hund?

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und dem individuellen Zustand des Hundes.

In der Tierarztpraxis beziehungsweise Tierklinik können unter anderem Blutuntersuchungen notwendig sein, um den Elektrolythaushalt und insbesondere die Natriumkonzentration zu beurteilen.

Bei schweren Verläufen kann eine intensive Überwachung und gezielte Behandlung erforderlich werden. Welche Maßnahmen notwendig sind, entscheidet der behandelnde Tierarzt anhand der klinischen Symptome und Laborwerte.

Entscheidend ist deshalb vor allem eines: nicht zu Hause abwarten, wenn dein Hund deutliche Symptome zeigt.

Wasservergiftung und Salzwasservergiftung sind nicht dasselbe

Gerade beim Strandurlaub werden diese beiden Probleme häufig miteinander verwechselt.

Bei einer klassischen Wasservergiftung wird durch eine sehr große Aufnahme von Wasser der Natriumgehalt im Blut zu stark verdünnt.

Trinkt ein Hund dagegen größere Mengen Meerwasser, nimmt er sehr viel Salz auf. Dadurch kann eine völlig andere Störung des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts entstehen.

Deshalb gilt auch am Meer: Dein Hund sollte kein Salzwasser trinken.

Ausführliche Informationen findest du im Beitrag Salzwasser trinken beim Hund – warum Meerwasser gefährlich werden kann.

Wie kannst du einer Wasservergiftung beim Hund vorbeugen?

Wasserspaß muss nicht grundsätzlich eingeschränkt werden. Entscheidend ist, dass du die Dauer und Intensität im Blick behältst und deinem Hund ausreichend Pausen ermöglichst.

Regelmäßige Pausen beim Schwimmen einlegen

Lass deinen Hund nicht über lange Zeit ohne Unterbrechung schwimmen oder planschen.

Hole ihn regelmäßig aus dem Wasser und plane ruhige Pausen an Land ein.

Apportierspiele im Wasser begrenzen

Besonders bei sehr apportierfreudigen Hunden solltest du die Anzahl der Würfe begrenzen.

Statt den Ball immer wieder ins Wasser zu werfen, kannst du zwischendurch ruhige Aktivitäten an Land einbauen.

Wasserstrahlen nicht zum Dauerspiel machen

Schnappt dein Hund begeistert nach Gartenschlauch oder Rasensprenger, kann er dabei erhebliche Mengen Wasser aufnehmen.

Verwende solche Wasserspiele deshalb nicht über längere Zeit als Beschäftigung.

Deinen Hund beim Schwimmen beobachten

Achte darauf, wie dein Hund schwimmt und ob er dabei häufig Wasser schluckt.

Informationen rund um die Sicherheit im Wasser findest du auch unter Kann der Hund schwimmen?.

Soll dein Hund beim Wasserspaß trotzdem normales Trinkwasser bekommen?

Ja. Die Gefahr einer Wasservergiftung bedeutet ausdrücklich nicht, dass du deinem Hund an heißen Tagen normales Trinkwasser vorenthalten solltest.

Dein Hund braucht weiterhin ausreichend frisches Wasser.

Das Risiko einer Wasserintoxikation entsteht typischerweise durch eine außergewöhnlich große Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit – beispielsweise während intensiver Wasserspiele – und nicht dadurch, dass einem Hund regelmäßig frisches Trinkwasser angeboten wird.

Wie du deinen Hund im Sommer ausreichend mit Flüssigkeit versorgst, erfährst du im Beitrag Trinkwasser für den Hund.

Wasservergiftung beim Hund im Urlaub

Gerade im Urlaub verbringen viele Hunde deutlich mehr Zeit im Wasser als zu Hause. Ein Hund, der normalerweise nur gelegentlich schwimmt, ist am Hundestrand plötzlich mehrere Stunden immer wieder im Meer oder See.

Beim Strandurlaub mit Hund solltest du deshalb nicht nur auf Hitze, Sonne und Salzwasser achten, sondern auch auf die Dauer der Wasseraktivitäten.

Plane bewusst Ruhezeiten ein und beende das Spiel auch dann, wenn dein Hund selbst scheinbar noch weitermachen möchte.

Sommer mit Hund in Stuttgart: Auch am See sind Pausen wichtig

Eine Wasservergiftung ist nicht nur beim Urlaub am Meer möglich. Auch beim sommerlichen Ausflug an einen See, beim Baden oder bei Wasserspielen im Garten kann ein Hund innerhalb kurzer Zeit viel Wasser aufnehmen.

Für Hundehalter aus Stuttgart und der Region Stuttgart gilt deshalb genauso: Wasserspaß sollte nicht zum stundenlangen Dauerprogramm werden.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart ist ein wichtiger Grundgedanke, dass nicht nur Aktivität, sondern auch Ruhe und eine sinnvolle Regulation zum Alltag mit Hund gehören. Gerade sehr motivierte Hunde profitieren davon, wenn der Mensch Aktivitäten bewusst beendet und Ruhephasen vorgibt.

Das gilt unabhängig davon, ob ihr aus Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Sindelfingen, Leonberg oder dem weiteren Großraum Stuttgart kommt und euren Sommertag am See, im Garten oder im Urlaub verbringt.

Wasservergiftung beim Hund: Das solltest du dir merken

  • Eine Wasservergiftung entsteht durch außergewöhnlich hohe Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit.
  • Besonders intensive Wasserspiele können das Risiko erhöhen.
  • Apportieren im Wasser regelmäßig unterbrechen.
  • Schwimmpausen einplanen.
  • Gartenschlauch und Rasensprenger nicht als Dauerspiel verwenden.
  • Auf ungewöhnliche Müdigkeit nach dem Wasserspiel achten.
  • Taumeln und Koordinationsprobleme ernst nehmen.
  • Bei Erbrechen oder neurologischen Symptomen aufmerksam werden.
  • Bei Verdacht Wasseraktivitäten sofort beenden.
  • Keine eigenständige Behandlung mit Salz versuchen.
  • Bei Symptomen unverzüglich Tierarzt oder Tierklinik kontaktieren.
  • Wasservergiftung und Salzwasservergiftung unterscheiden.
  • Normales frisches Trinkwasser nicht aus Angst vor Wasservergiftung vorenthalten.

Häufige Fragen zur Wasservergiftung beim Hund

Was ist eine Wasservergiftung beim Hund?

Bei einer Wasservergiftung nimmt der Hund innerhalb kurzer Zeit eine außergewöhnlich große Wassermenge auf. Dadurch kann der Natriumgehalt im Blut gefährlich absinken.

Wie schnell kann eine Wasservergiftung beim Hund entstehen?

Entscheidend sind Wassermenge, Zeitraum und Körpergewicht des Hundes. Problematisch ist vor allem, wenn innerhalb relativ kurzer Zeit sehr große Mengen Wasser aufgenommen werden.

Welche Symptome hat eine Wasservergiftung beim Hund?

Mögliche Symptome sind ungewöhnliche Müdigkeit, Schwäche, Benommenheit, Taumeln, Koordinationsstörungen, Erbrechen, Zittern, Muskelzuckungen, Krämpfe und Bewusstseinsstörungen.

Kann Schwimmen eine Wasservergiftung verursachen?

Ja, wenn der Hund beim langen oder intensiven Schwimmen immer wieder große Mengen Wasser schluckt. Besonders häufiges Apportieren im Wasser kann die Wasseraufnahme zusätzlich erhöhen.

Kann ein Hund durch den Gartenschlauch eine Wasservergiftung bekommen?

Das Risiko kann steigen, wenn der Hund über längere Zeit immer wieder nach dem Wasserstrahl schnappt und dabei große Mengen Wasser aufnimmt.

Was muss ich bei Verdacht auf Wasservergiftung tun?

Beende die Wasseraktivität sofort und kontaktiere unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Deutliche neurologische Symptome sind ein akuter Notfall.

Soll ich meinem Hund bei Wasservergiftung Salz geben?

Nein. Eine vermutete Hyponatriämie sollte nicht eigenständig mit Salz oder salzhaltigen Lebensmitteln behandelt werden. Die Korrektur des Elektrolythaushalts gehört in tierärztliche Hände.

Ist Wasservergiftung dasselbe wie Salzwasservergiftung?

Nein. Bei einer Wasservergiftung kann der Natriumgehalt durch zu viel aufgenommenes Wasser stark verdünnt werden. Bei übermäßiger Meerwasseraufnahme nimmt der Hund dagegen große Mengen Salz auf.

Darf mein Hund trotz des Risikos schwimmen?

Ja. Du musst Wasserspaß nicht grundsätzlich vermeiden. Wichtig sind angemessene Dauer, regelmäßige Pausen und die Beobachtung, wie viel Wasser dein Hund beim Spielen aufnimmt.

Soll ich meinem Hund im Sommer weniger Trinkwasser geben?

Nein. Dein Hund benötigt weiterhin ausreichend frisches Trinkwasser. Eine Wasservergiftung entsteht nicht durch eine normale bedarfsgerechte Wasserversorgung, sondern durch eine außergewöhnlich hohe Aufnahme innerhalb kurzer Zeit.

Wie verhindere ich eine Wasservergiftung beim Apportieren?

Begrenze die Anzahl der Würfe, plane regelmäßige Pausen an Land ein und beende das Spiel, bevor dein Hund stark erschöpft ist oder über längere Zeit immer wieder Wasser schluckt.

Fazit: Wasserspaß ja – aber mit Pausen und Aufmerksamkeit

Eine Wasservergiftung beim Hund ist selten, kann aber sehr ernst verlaufen. Besonders beim ausdauernden Schwimmen, häufigen Apportieren und intensiven Spielen mit Wasser können Hunde innerhalb kurzer Zeit mehr Wasser aufnehmen, als viele Halter vermuten.

Deshalb musst du deinem Hund das Schwimmen nicht verbieten. Viel wichtiger ist ein vernünftiges Maß: kurze Spieleinheiten, regelmäßige Pausen und ein aufmerksamer Blick auf deinen Hund.

Wird dein Hund nach einer intensiven Wasseraktivität plötzlich auffällig müde, taumelt, erbricht, wirkt desorientiert oder zeigt neurologische Auffälligkeiten, solltest du die Situation ernst nehmen.

Bei Verdacht auf eine Wasservergiftung gilt: Wasseraktivität sofort beenden und unverzüglich tierärztliche Hilfe organisieren. Je früher eine schwere Störung des Elektrolythaushalts erkannt und behandelt wird, desto besser.

Aktivität und Ruhe sinnvoll miteinander verbinden

Gerade sehr aktive Hunde würden manche Beschäftigungen weit länger fortsetzen, als es sinnvoll ist. Deshalb gehört es auch zum Alltagstraining, Aktivität bewusst zu regulieren und Ruhephasen zu etablieren.

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