Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Alleinebleiben
- Isabel Scheu
- 05.04.2026
- Welpenerziehung & Training
Wie lange darf ein Welpe alleine bleiben? So gelingt ein entspannter Start
Du möchtest nur kurz zum Bäcker, den Müll rausbringen oder schnell ins Bad – und kaum bist du außer Sichtweite, beginnt dein Welpe zu fiepen, zu jaulen oder dir hinterherzulaufen. Viele Welpenhalter:innen fragen sich dann: Wie lange darf ein Welpe eigentlich alleine bleiben? Ab wann sollte man das Alleinbleiben üben und wie baut man es richtig auf?
Gerade in den ersten Wochen nach dem Einzug ist diese Frage wichtig. Dein Welpe hat seine Mutter, seine Geschwister und seine vertraute Umgebung verlassen. Plötzlich ist nahezu alles neu – und du wirst zu einer seiner wichtigsten Bezugspersonen.
Deshalb ist Alleinbleiben für einen jungen Hund zunächst keine Selbstverständlichkeit . Es ist vielmehr ein Lernprozess, der behutsam aufgebaut werden sollte.
In diesem Ratgeber erfährst du, wann du mit dem Alleinbleiben beginnen kannst, wie lange ein Welpe alleine bleiben kann, wie du erste Trennungen Schritt für Schritt aufbaust und woran du erkennst, dass dein Welpe noch nicht bereit für den nächsten Schritt ist.
Wie lange darf ein Welpe alleine bleiben? In den ersten Tagen nach dem Einzug sollte ein Welpe möglichst noch nicht wirklich alleine gelassen werden. Zunächst stehen Eingewöhnung, Sicherheit und der Aufbau einer verlässlichen Beziehung im Mittelpunkt. Danach kann das Alleinbleiben schrittweise trainiert werden – anfangs oft nur für wenige Sekunden. Wie schnell daraus Minuten oder später längere Zeiträume werden, hängt vom individuellen Welpen ab.
Warum fällt Welpen das Alleinbleiben so schwer?
Für deinen Welpen hat sich mit dem Einzug bei dir nahezu seine gesamte Welt verändert. Bis vor Kurzem war er von seiner Mutter und seinen Geschwistern umgeben. Körperkontakt, Gerüche und die Anwesenheit anderer Hunde gehörten zu seinem Alltag.
Nun lebt er in einer neuen Umgebung mit neuen Menschen, Geräuschen, Gerüchen und Abläufen. Dass er in dieser Situation zunächst deine Nähe sucht, ist deshalb vollkommen nachvollziehbar.
Wenn dein Welpe fiept oder dir folgt, sobald du den Raum verlässt, bedeutet das nicht automatisch, dass er dich „kontrollieren“ möchte oder absichtlich Aufmerksamkeit fordert. Häufig fehlt ihm schlicht noch die Erfahrung: Mein Mensch geht – und kommt zuverlässig wieder zurück.
Ab wann kann man mit einem Welpen das Alleinbleiben üben?
Das Training beginnt nicht damit, dass du deinen Welpen plötzlich für zehn Minuten alleine in der Wohnung lässt.
Viel früher geht es darum, dass dein Welpe lernt, nicht jede Sekunde direkten Kontakt zu dir zu benötigen.
Ruhiges Liegen in deiner Nähe, während du dich im Raum bewegst, kurze Momente ohne direkte Aufmerksamkeit oder kleine räumliche Veränderungen im Alltag können erste Bausteine sein.
Erst wenn dein Welpe in seinem neuen Zuhause zunehmend Sicherheit entwickelt und kurze Distanz entspannt aushalten kann, können daraus vorsichtig erste echte Trennmomente entstehen.
Sollte ein Welpe in den ersten Tagen schon alleine bleiben?
Die ersten Tage nach dem Einzug sind für deinen Welpen eine enorme Umstellung. Deshalb sollte in dieser Zeit nicht das möglichst schnelle Alleinbleiben im Vordergrund stehen.
Viel wichtiger ist zunächst, dass dein Welpe sein neues Zuhause kennenlernt, zur Ruhe kommen kann und erlebt, dass seine Bezugspersonen verlässlich sind.
Das bedeutet nicht, dass du deinen Welpen permanent beschäftigen oder auf dem Arm tragen musst. Auch ruhiges Nebeneinander und kleine natürliche Distanzen gehören zum Alltag. Eine echte längere Trennung sollte jedoch nicht zum Test werden, ob dein Welpe „das schon schafft“.
Wie lange kann ein Welpe alleine bleiben?
Eine feste Regel wie „mit zwölf Wochen 30 Minuten, mit vier Monaten eine Stunde“ klingt praktisch, berücksichtigt aber nicht den individuellen Hund.
Zwei gleichaltrige Welpen können beim Alleinbleiben vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Während der eine bereits kurze Trennungen entspannt verschläft, wird der andere nach wenigen Sekunden unruhig.
- Direkt nach dem Einzug: zunächst Sicherheit, Orientierung und Eingewöhnung ermöglichen.
- Erste Übungen: sehr kurze Distanz- und Trennmomente in vertrauter Umgebung.
- Danach: die Dauer nur dann langsam steigern, wenn dein Welpe mit dem bisherigen Schritt entspannt umgehen kann.
- Längere Zeiträume: entstehen schrittweise und können je nach Hund mehrere Wochen oder Monate Aufbau benötigen.
Nicht die maximal mögliche Dauer sollte bestimmen, wann du zurückkommst, sondern der Trainingsstand deines Welpen.
Wie lange kann ein Welpe mit 8 Wochen alleine bleiben?
Mit acht Wochen ist ein Welpe noch sehr jung und befindet sich häufig gerade erst in der Eingewöhnung bei seiner neuen Familie. Mehrere Stunden alleine zu bleiben, ist in diesem Alter kein realistisches Trainingsziel.
Viel sinnvoller sind zunächst kleine Alltagssituationen: Du stehst auf, bewegst dich ein Stück weg, gehst vielleicht kurz aus seinem Blickfeld und kommst wieder zurück, bevor daraus eine belastende Situation entsteht.
Auf diese Weise sammelt dein Welpe viele kleine Erfahrungen, bei denen Distanz nicht automatisch bedeutet, dass er tatsächlich verlassen wird.
Alleinbleiben mit dem Welpen richtig trainieren
Beim Aufbau des Alleinbleibens geht es nicht darum, möglichst schnell eine bestimmte Minutenzahl zu erreichen. Ziel ist vielmehr, dass dein Welpe auch ohne deine unmittelbare Anwesenheit zunehmend Sicherheit entwickeln kann.
1. Ruhe in deiner Anwesenheit aufbauen
Bevor dein Welpe ohne dich entspannen soll, sollte er zunächst lernen, auch in deiner Anwesenheit zur Ruhe zu kommen. Er muss nicht ständig angesprochen, beschäftigt oder bespielt werden.
Gemeinsame Ruhephasen sind deshalb ein wichtiger Bestandteil des Alltags.
2. Kleine Distanzen entstehen lassen
Nicht jede Bewegung von dir muss bedeuten, dass dein Welpe aufsteht und hinterherläuft. Bewege dich selbstverständlich durch die Wohnung, während dein Hund an seinem Ruheplatz bleiben kann.
3. Für wenige Sekunden außer Sicht gehen
Kann dein Welpe kleine Distanzen entspannt aushalten, kannst du beginnen, für sehr kurze Momente aus seinem Blickfeld zu verschwinden.
Entscheidend ist dabei, dass du die Schwierigkeit so wählst, dass dein Welpe die Situation bewältigen kann.
4. Die Wohnung kurz verlassen
Erst später wird aus dem Verschwinden hinter einer Zimmertür tatsächlich das Verlassen der Wohnung. Auch hier beginnt der Aufbau klein: Tür öffnen, kurz hinausgehen und wieder zurückkommen.
5. Dauer langsam und individuell steigern
Erst wenn kurze Abwesenheiten zuverlässig entspannt funktionieren, wird die Zeit langsam verlängert. Die Steigerung muss dabei nicht jeden Tag linear erfolgen.
Ein Training kann beispielsweise einmal etwas länger und beim nächsten Mal bewusst wieder kürzer ausfallen. Entscheidend ist, dass dein Welpe möglichst viele entspannte Erfahrungen sammelt.
Welche Rituale helfen beim Alleinbleiben?
Wiederkehrende Abläufe können deinem Welpen Orientierung geben. Dabei sollte das Verlassen der Wohnung jedoch nicht zu einem großen emotionalen Ereignis werden.
- vorher ausreichend Gelegenheit zum Lösen geben
- eine ruhige Ausgangssituation wählen
- keine hektischen Abschiedszeremonien
- einen vertrauten Ruheplatz anbieten
- ruhig gehen und ruhig zurückkommen
- den Ablauf möglichst selbstverständlich gestalten
Mehr über wiederkehrende Abläufe findest du im Beitrag Rituale beim Abschied .
Hilft ein Kauartikel beim Alleinbleiben?
Ein geeigneter Kauartikel oder eine ruhige Beschäftigung kann für manche Hunde eine angenehme Begleitung sein. Er ersetzt jedoch nicht den eigentlichen Trainingsaufbau.
Ein Welpe, der nur so lange entspannt bleibt, wie er mit Futter beschäftigt ist, hat deshalb nicht automatisch gelernt, wirklich alleine zu bleiben.
Beobachte außerdem, ob dein Welpe den angebotenen Gegenstand sicher nutzen kann. Dinge, bei denen Verschlucken oder Verletzungen möglich sind, sollten nicht unbeaufsichtigt angeboten werden.
Warum eine Kamera beim Alleinbleiben hilfreich sein kann
Wenn du die Wohnung verlässt, kannst du nicht unmittelbar sehen, was dein Welpe tatsächlich macht. Eine Kamera kann deshalb beim Training sehr hilfreich sein.
Vielleicht glaubst du, dein Welpe schlafe entspannt, während er tatsächlich dauerhaft an der Tür sitzt. Oder du erwartest Unruhe, obwohl er sich nach wenigen Sekunden hinlegt und schläft.
Eine Videoaufnahme hilft dir, das Verhalten objektiver einzuschätzen und die Trainingsdauer an den tatsächlichen Zustand deines Hundes anzupassen.
Woran erkenne ich Stress beim Alleinbleiben?
Nicht jeder Welpe zeigt Stress durch lautes Jaulen. Manche Stressanzeichen sind wesentlich unauffälliger.
- anhaltendes Fiepen oder Jaulen
- Bellen
- Kratzen an Türen oder Fenstern
- unruhiges Hin- und Herlaufen
- starkes Hecheln ohne entsprechende Wärme oder körperliche Belastung
- ständiges Warten an der Tür
- keine Fähigkeit, sich hinzulegen oder zu entspannen
- Zerstören von Gegenständen in Verbindung mit deutlicher Unruhe
- Urin- oder Kotabsatz während belastender Trennungssituationen
Mehr über mögliche Stressanzeichen beim Hund erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber.
Soll ich meinen Welpen beim Alleinbleiben schreien lassen?
Einen deutlich gestressten Welpen über längere Zeit einfach schreien oder jaulen zu lassen, ist kein sinnvoller Trainingsaufbau.
Zeigt dein Welpe bereits deutliche Belastung, war der Trainingsschritt wahrscheinlich zu schwierig. Beim nächsten Versuch sollte die Dauer deshalb wieder reduziert werden.
Ziel ist nicht, dass dein Welpe irgendwann aufgibt zu rufen, sondern dass er lernt: Alleinsein ist eine Situation, in der ich mich sicher fühlen und entspannen kann.
Die häufigsten Fehler beim Alleinbleiben mit Welpen
- Zu früh zu lange wegbleiben: Aus wenigen erfolgreichen Sekunden werden plötzlich 30 Minuten.
- Den Welpen „testen“: Alleinebleiben sollte kein Experiment sein, bei dem man schaut, wie lange der Hund durchhält.
- Stress ignorieren: Anhaltendes Jaulen, Unruhe oder Panik sind keine Trainingsfortschritte.
- Zu schnell steigern: Nur weil fünf Minuten einmal funktioniert haben, müssen zehn Minuten am nächsten Tag noch nicht funktionieren.
- Nur üben, wenn man wirklich weg muss: Training sollte stattfinden, wenn du Zeit hast und die Dauer kontrollieren kannst.
- Zu hohe Erwartungen: Der Trainingsfortschritt deines Welpen muss nicht zu deinem Terminkalender passen.
Warum macht mein Welpe beim Alleinbleiben plötzlich Rückschritte?
Alleinbleiben entwickelt sich nicht immer geradlinig. Ein Welpe kann bereits mehrere Minuten entspannt alleine geblieben sein und plötzlich wieder Schwierigkeiten zeigen.
Veränderungen im Alltag, besonders aufregende Tage, neue Umgebungen, Entwicklungsphasen oder andere Belastungen können dazu führen, dass ein bisher gut funktionierender Trainingsschritt vorübergehend wieder schwieriger wird.
Dann solltest du nicht versuchen, die bisherige Dauer unbedingt durchzusetzen. Gehe lieber einige Trainingsschritte zurück und schaffe wieder Situationen, die dein Welpe sicher bewältigen kann.
Mehr dazu findest du im Beitrag Rückschritte im Training erkennen .
Alleinbleiben oder Trennungsstress – wo liegt der Unterschied?
Ein kurzes Fiepen oder eine vorübergehende Unruhe bedeutet nicht automatisch, dass dein Welpe unter einer ausgeprägten Trennungsproblematik leidet.
Zeigt dein Hund jedoch regelmäßig starke Belastungsreaktionen, kann genauer hingeschaut werden. Besonders relevant sind Intensität, Dauer und die Frage, ob dein Welpe während deiner Abwesenheit überhaupt wieder in einen entspannten Zustand findet.
Mehr zu diesem Thema erfährst du im Beitrag Trennungsstress beim Hund erkennen .
Was mache ich, wenn mein Welpe wegen der Arbeit alleine bleiben muss?
Diese Situation sollte möglichst bereits vor dem Einzug geplant werden. Ein Welpe kann nicht innerhalb weniger Tage lernen, einen kompletten Arbeitstag alleine zu verbringen.
Wenn du früh wieder arbeiten musst, solltest du deshalb für die Übergangszeit eine Betreuung organisieren – beispielsweise durch Familienmitglieder, vertraute Personen oder eine individuell geeignete Betreuungslösung.
So gerät das Training nicht unter Zeitdruck und dein Welpe muss keine Trennung bewältigen, für die er noch nicht bereit ist.
Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter:innen das Alleinbleiben möglichst schnell aufbauen möchten – häufig aus Sorge, der Welpe könne sonst später überhaupt nicht alleine bleiben.
Dabei entsteht schnell unnötiger Druck. Ein junger Hund muss nicht in den ersten Tagen beweisen, dass er bereits selbstständig ist.
Häufig ist zunächst etwas anderes wichtiger: Der Welpe soll sein neues Zuhause kennenlernen, ausreichend schlafen, Sicherheit entwickeln und erfahren, dass sein Mensch verlässlich und verständlich ist.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart betrachten wir deshalb nicht nur die reine Dauer des Alleinbleibens, sondern vor allem den emotionalen Zustand des Hundes. Nicht „Wie lange hält er durch?“ ist die entscheidende Frage, sondern: Kann er sich in dieser Situation tatsächlich sicher fühlen?
Checkliste: So baust du das Alleinbleiben entspannt auf
- Gib deinem Welpen zunächst Zeit zum Ankommen.
- Übe zuerst Ruhe in deiner Anwesenheit.
- Lass kleine räumliche Distanzen im Alltag entstehen.
- Beginne mit sehr kurzen Trennmomenten.
- Steigere die Dauer individuell und langsam.
- Beobachte deinen Welpen möglichst per Kamera.
- Achte auch auf stille Stresssignale.
- Vermeide große Abschieds- und Begrüßungsrituale.
- Gehe bei Rückschritten wieder einen Trainingsschritt zurück.
- Plane Betreuung ein, wenn dein Welpe noch nicht lange genug alleine bleiben kann.
- Hole dir Unterstützung, wenn starke Stressreaktionen auftreten.
Wann solltest du dir Unterstützung holen?
Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn dein Welpe trotz eines kleinschrittigen Trainings kaum Fortschritte macht oder bereits bei sehr kurzen Trennungen deutliche Belastungsreaktionen zeigt.
Dazu gehören beispielsweise anhaltendes Jaulen, starke Unruhe, Fluchtversuche, heftiges Kratzen an Türen, ausgeprägtes Hecheln oder die Unfähigkeit, während deiner Abwesenheit überhaupt zur Ruhe zu kommen.
Je früher die Ursache individuell betrachtet wird, desto gezielter kann das weitere Training aufgebaut werden.
FAQ – häufige Fragen zum Alleinbleiben mit Welpen
Ab wann kann ein Welpe alleine bleiben?
Direkt nach dem Einzug sollte zunächst die Eingewöhnung und der Aufbau von Sicherheit im Vordergrund stehen. Sobald dein Welpe im neuen Zuhause zunehmend entspannt ist, können sehr kurze Trennmomente behutsam aufgebaut werden. Ein festes Alter, ab dem jeder Welpe alleine bleiben kann, gibt es nicht.
Wie lange darf ein Welpe mit 8 Wochen alleine bleiben?
Ein acht Wochen alter Welpe befindet sich häufig gerade erst in der Eingewöhnung bei seiner neuen Familie. Längeres Alleinbleiben ist in dieser Phase kein sinnvolles Ziel. Zunächst geht es um sehr kleine Alltagssituationen, in denen dein Welpe kurze Distanz kennenlernen kann.
Wie lange darf ein Welpe mit 12 Wochen alleine bleiben?
Auch mit zwölf Wochen lässt sich keine pauschale Dauer nennen. Entscheidend ist nicht allein das Alter, sondern wie weit das Alleinbleiben bereits aufgebaut wurde. Manche Welpen können kurze Abwesenheiten entspannt bewältigen, während andere noch deutlich kleinere Trainingsschritte benötigen.
Wie lange darf ein 4 Monate alter Welpe alleine bleiben?
Auch bei einem vier Monate alten Welpen sollte sich die Dauer am bisherigen Training orientieren. Das Alter allein bedeutet nicht, dass ein Hund automatisch eine oder mehrere Stunden entspannt alleine bleiben kann.
Warum weint mein Welpe, wenn ich den Raum verlasse?
Dein Welpe hat möglicherweise noch nicht gelernt, dass kurze Distanz sicher ist und du zuverlässig zurückkommst. Besonders nach dem Einzug kann die Nähe zu seinen Bezugspersonen für ihn sehr wichtig sein. Das Verhalten sollte deshalb nicht vorschnell als Ungehorsam oder Manipulation interpretiert werden.
Soll ich meinen Welpen schreien lassen?
Einen deutlich gestressten Welpen über längere Zeit schreien oder jaulen zu lassen, ist kein sinnvoller Trainingsaufbau. Zeigt dein Welpe starke Belastung, sollte die Schwierigkeit reduziert und das Training kleinschrittiger aufgebaut werden.
Soll ich zurückkommen, wenn mein Welpe jault?
Idealerweise wird das Training so aufgebaut, dass dein Welpe gar nicht erst in starke Belastung gerät. Jault er bereits anhaltend oder wirkt deutlich gestresst, ist das ein Hinweis darauf, dass der Trainingsschritt zu schwierig war. Für die nächsten Übungen sollte die Abwesenheit entsprechend verkürzt werden.
Wie schnell kann ich die Dauer beim Alleinbleiben steigern?
Es gibt keine feste Steigerungsregel. Verlängere die Abwesenheit erst dann, wenn dein Welpe die bisherige Dauer wiederholt entspannt bewältigt. Dabei müssen die Zeiträume nicht kontinuierlich länger werden – auch bewusst kürzere Übungen können sinnvoll sein.
Warum macht mein Welpe beim Alleinbleiben plötzlich Rückschritte?
Entwicklungsphasen, Veränderungen im Alltag, neue Umgebungen oder besonders aufregende Tage können dazu führen, dass bereits bekannte Trennungen vorübergehend schwieriger werden. Reduziere dann die Dauer und baue von einem sicheren Trainingsstand erneut langsam auf.
Kann mein Welpe alleine bleiben, wenn er schläft?
Dass dein Welpe beim Verlassen der Wohnung schläft, bedeutet nicht automatisch, dass er die gesamte Abwesenheit entspannt bewältigt. Entscheidend ist auch, wie er reagiert, wenn er währenddessen aufwacht. Eine Kamera kann helfen, dies realistisch einzuschätzen.
Fazit: Alleinbleiben beginnt mit Sicherheit – nicht mit der Stoppuhr
Die wichtigste Frage lautet nicht: „Wie viele Minuten muss mein Welpe schon alleine bleiben können?“ Viel wichtiger ist: Wie fühlt sich mein Welpe während meiner Abwesenheit?
Ein Welpe muss nicht wenige Tage nach seinem Einzug bereits selbstständig mehrere Stunden alleine verbringen können. Er darf zunächst ankommen, Vertrauen entwickeln und lernen, dass sein neues Zuhause ein sicherer Ort ist.
Darauf kann das Alleinbleiben Schritt für Schritt aufgebaut werden: erst kleine Distanz, dann wenige Sekunden außer Sicht, anschließend kurze Abwesenheiten und schließlich langsam längere Zeiträume.
Je weniger du das Alleinbleiben als Test betrachtest und je stärker du dich am tatsächlichen Verhalten deines Welpen orientierst, desto verständlicher und fairer wird der Aufbau.
Sicherheit geht vor Geschwindigkeit. Denn das Ziel ist nicht, dass dein Welpe das Alleinsein irgendwie aushält – sondern dass er irgendwann wirklich entspannt damit umgehen kann.
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