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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

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Welpe im Mehrhundehaushalt

  • Isabel Scheu
  • 30.03.2026
  • Welpe zieht ein

Welpe im Mehrhundhaushalt in Stuttgart – so startest du richtig

Ein neuer Welpe zieht ein – und zu Hause wartet bereits ein Hund. Für viele Hundehalter:innen klingt das nach einem kleinen Traum: zwei Hunde, die gemeinsam durchs Leben gehen, miteinander spielen, zusammen schlafen und irgendwann ein eingespieltes Team werden.

Doch wenn ein Welpe zu einem vorhandenen Hund zieht, beginnt nicht automatisch vom ersten Tag an eine Freundschaft. Für deinen Ersthund verändert sich plötzlich sein vertrauter Alltag. Ein fremder Hund zieht in sein Zuhause ein, beansprucht Aufmerksamkeit, bewegt sich möglicherweise noch sehr ungestüm und kennt viele Grenzen noch nicht. Auch für den Welpen bedeutet der Einzug einen großen Umbruch .

Gerade deshalb braucht ein Welpe im Mehrhundhaushalt nicht möglichst viel gemeinsamen Kontakt, sondern zunächst vor allem gutes Management, ausreichend Ruhe, Rückzugsmöglichkeiten und Menschen, die die Bedürfnisse beider Hunde im Blick behalten.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Welpe und Ersthund richtig zusammenführst, wie das erste Kennenlernen gestaltet werden kann, was du bei Futter, Spielzeug und Schlafplätzen beachten solltest und wie du erkennst, ob dein vorhandener Hund mit der neuen Situation überfordert ist.

Wie gewöhnt man einen Welpen an einen vorhandenen Hund? Ein Welpe sollte behutsam und ohne Zeitdruck an einen vorhandenen Hund gewöhnt werden. Ein ruhiges erstes Kennenlernen, ausreichend Abstand, getrennte Rückzugsmöglichkeiten, kontrollierte gemeinsame Situationen und die Berücksichtigung der Bedürfnisse beider Hunde erleichtern den Start. Wichtig ist außerdem, dass der Ersthund nicht die Verantwortung dafür übernehmen muss, den Welpen zu erziehen.

Welpe als Zweithund – die Vorbereitung beginnt vor dem Einzug

Wenn bereits ein Hund bei dir lebt, lohnt es sich, den Einzug des Welpen besonders sorgfältig vorzubereiten. Denn sobald der neue Hund da ist, sollte nicht erst entschieden werden, wer wo schläft, wo gefüttert wird oder wie beide Hunde voneinander getrennt werden können.

Überlege dir deshalb bereits vorher, wie du euren Alltag strukturieren möchtest.

  • Wo bekommt der Welpe seinen eigenen Ruheplatz?
  • Wo kann sich der Ersthund ungestört zurückziehen?
  • Wie kannst du beide Hunde räumlich voneinander trennen?
  • Wo werden die Hunde gefüttert?
  • Welche Ressourcen werden zunächst getrennt verwaltet?
  • Wie bekommt der Ersthund weiterhin exklusive Zeit mit dir?
  • Wie organisierst du getrennte Ruhe- und Trainingszeiten?
  • Wer begleitet das erste Kennenlernen?

Je besser diese Punkte vorbereitet sind, desto weniger Entscheidungen musst du in ohnehin aufregenden Situationen spontan treffen.

Passt ein Welpe überhaupt zu meinem Ersthund?

Nicht jeder erwachsene Hund freut sich automatisch darüber, sein Zuhause mit einem Welpen zu teilen. Deshalb sollte vor der Entscheidung für einen Zweithund auch der Charakter und die Lebenssituation des vorhandenen Hundes berücksichtigt werden.

Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit anderen Hunden, Sozialverhalten, Ruhebedürfnis und individuelle Vorlieben können dabei eine Rolle spielen.

Ein älterer Hund beispielsweise, der viel Ruhe benötigt, kann einen körperlich sehr aktiven und aufdringlichen Welpen möglicherweise als besonders anstrengend empfinden. Auch ein Hund, der Artgenossen grundsätzlich lieber auf Abstand hält, wird nicht automatisch zum begeisterten Spielpartner, nur weil der neue Hund noch jung ist.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein zweiter Hund unmöglich ist. Es zeigt aber, wie wichtig eine realistische Einschätzung vor der Anschaffung des Welpen ist.

Welpe und Ersthund zusammenführen – das erste Kennenlernen

Der erste Kontakt sollte möglichst ruhig ablaufen. Den Welpen einfach durch die Haustür zu tragen und beide Hunde unmittelbar auf engem Raum zusammenzubringen, kann unnötig viel Spannung erzeugen.

Das erste Treffen draußen gestalten

Häufig eignet sich eine ruhige Umgebung außerhalb des eigenen Zuhauses besser für den ersten Kontakt. Beide Hunde haben dort mehr Raum und der Ersthund erlebt den Welpen nicht unmittelbar an einem für ihn wichtigen Platz im Haus.

  • Wähle eine möglichst ruhige und überschaubare Umgebung.
  • Vermeide zusätzliche Hunde oder unnötigen Trubel.
  • Beginne mit ausreichend Abstand.
  • Lass beide Hunde zunächst wahrnehmen, dass der andere da ist.
  • Beobachte ihre Körpersprache aufmerksam.
  • Erzwinge keinen direkten Kontakt.
  • Halte die erste Begegnung lieber kurz und positiv.

Besonders wichtig ist, die Körpersprache beider Hunde ernst zu nehmen. Nicht jeder Hund möchte sofort begrüßen, spielen oder engen Körperkontakt.

Nach dem Kennenlernen gemeinsam nach Hause

Nach einer ruhigen ersten Begegnung kann ein gemeinsamer kurzer Weg hilfreich sein. Dabei müssen die Hunde nicht unmittelbar nebeneinander laufen. Abstand ist vollkommen in Ordnung.

Ziel ist nicht, dass beide Hunde bereits miteinander interagieren. Vielmehr dürfen sie erleben, dass sie sich gemeinsam in dieselbe Richtung bewegen und der andere Hund einfach Teil der Situation ist.

Auch beim anschließenden Betreten des Zuhauses sollte möglichst wenig Aufregung entstehen. Spielzeug, Kauartikel oder Futter, um das möglicherweise Konkurrenz entstehen könnte, können zunächst weggeräumt werden.

Die ersten Tage zu Hause – Struktur statt Dauerfreilauf

Einer der häufigsten Fehler nach dem Einzug besteht darin, beide Hunde einfach dauerhaft zusammenzulassen und darauf zu hoffen, dass sie alles untereinander regeln.

Gerade ein Welpe erkennt häufig noch nicht zuverlässig, wann der andere Hund genug hat. Er möchte spielen, folgt dem Ersthund, springt ihn an, nimmt vielleicht sein Spielzeug oder stört ihn beim Schlafen.

Deshalb bedeutet gutes Management nicht, die Hunde voneinander fernzuhalten. Es bedeutet, Kontakt bewusst zu ermöglichen und ebenso bewusst zu beenden.

  • Gemeinsame Situationen zunächst begleiten.
  • Ruhezeiten konsequent schützen.
  • Bei Bedarf mit Türen oder Gittern räumlich trennen.
  • Aufdringliches Verhalten des Welpen frühzeitig unterbrechen.
  • Beide Hunde regelmäßig einzeln beschäftigen.
  • Dem Ersthund weiterhin seinen gewohnten Alltag ermöglichen.

Rückzugsorte für Welpe und Ersthund sind unverzichtbar

Jeder Hund im Haushalt sollte einen Ort haben, an dem er nicht vom anderen bedrängt wird. Gerade in der Anfangszeit sind solche Rückzugsmöglichkeiten besonders wichtig.

Dein Ersthund sollte beispielsweise schlafen können, ohne dass der Welpe ständig auf ihn springt. Gleichzeitig braucht auch der Welpe einen sicheren Rückzugsort , an dem er ausreichend schlafen und neue Eindrücke verarbeiten kann.

  • Jeder Hund bekommt einen eigenen Liegeplatz.
  • Ruheplätze sind für den jeweils anderen Hund tabu.
  • Gitter oder räumliche Trennung können zusätzliche Sicherheit schaffen.
  • Schlafende Hunde werden nicht vom anderen Hund gestört.
  • Auch gemeinsame Ruhe muss sich erst entwickeln dürfen.

Futter, Kauartikel und Spielzeug im Mehrhundhaushalt

Ressourcen können gerade während der Eingewöhnung unnötige Konflikte auslösen. Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass beide Hunde von Anfang an problemlos alles miteinander teilen.

Füttere die Hunde zunächst getrennt

Jeder Hund sollte in Ruhe fressen können, ohne dass der andere am Napf steht, Futter kontrolliert oder versucht, etwas wegzunehmen.

Kauartikel nur unter Aufsicht

Besonders hochwertige Kauartikel können für Hunde eine wichtige Ressource darstellen. Gib sie deshalb zunächst räumlich getrennt und räume Reste anschließend wieder weg.

Spielzeug bewusst einsetzen

Auch Lieblingsspielzeug des Ersthundes muss nicht automatisch für den Welpen verfügbar sein. Gerade in der ersten Zeit kann es sinnvoll sein, besonders wertvolle Gegenstände kontrolliert einzusetzen.

Dein Ersthund ist nicht für die Erziehung des Welpen verantwortlich

Häufig hört man: „Der ältere Hund wird dem Welpen schon zeigen, wo es langgeht.“ Genau diese Erwartung kann den Ersthund jedoch unnötig belasten.

Natürlich kommunizieren Hunde miteinander und dein Ersthund darf Grenzen ausdrücken. Trotzdem ist es nicht seine Aufgabe, den Welpen permanent zu korrigieren, seine Ruhe selbst zu verteidigen oder aufdringliches Verhalten immer wieder abzuwehren.

Die Verantwortung liegt bei dir. Wenn der Welpe deinen Ersthund ständig verfolgt, beim Schlafen stört oder immer wieder zum Spielen auffordert, solltest du die Situation regulieren.

Auch der Beitrag Dominanz oder Verunsicherung? hilft dabei, Verhalten nicht vorschnell als Rangordnungsproblem zu interpretieren.

Mein Ersthund knurrt den Welpen an – ist das schlimm?

Knurren ist zunächst ein Kommunikationssignal. Dein Hund teilt damit mit, dass ihm eine Situation unangenehm ist oder dass ihm der Welpe gerade zu nahe kommt.

Deshalb sollte Knurren nicht pauschal bestraft werden. Viel wichtiger ist die Frage: Warum musste dein Ersthund überhaupt knurren?

Vielleicht hat der Welpe ihn beim Schlafen gestört, ist ihm immer wieder körperlich zu nahe gekommen oder bedrängt ihn an einer Ressource. Dann ist das Knurren für dich eine wichtige Information, dass du die Situation besser strukturieren solltest.

Gleichzeitig sollte nicht jedes Knurren einfach ignoriert werden. Werden Drohsignale häufiger oder intensiver, kommt es zu ernsthaften Auseinandersetzungen oder kannst du die Körpersprache nicht sicher einschätzen, ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll.

Woran erkenne ich, dass mein Ersthund mit dem Welpen gestresst ist?

Nicht jeder überforderte Hund knurrt oder wird laut. Manche Hunde reagieren wesentlich leiser. Gerade deshalb lohnt es sich, Veränderungen im Verhalten deines Ersthundes genau zu beobachten.

  • Er zieht sich häufiger zurück.
  • Er verlässt Räume, sobald der Welpe kommt.
  • Er wirkt unruhiger als zuvor.
  • Er schläft weniger oder findet schlechter zur Ruhe.
  • Er sucht ungewöhnlich viel Abstand.
  • Er zeigt häufiger Beschwichtigungs- oder Stresssignale.
  • Er reagiert schneller gereizt auf den Welpen.
  • Er verändert sein Fress- oder Spielverhalten.

Einzelne Signale bedeuten nicht automatisch, dass dein Ersthund den Welpen „nicht mag“. Entscheidend sind der Zusammenhang, die Häufigkeit und Veränderungen gegenüber seinem normalen Verhalten.

Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber Stressanzeichen beim Hund erkennen .

Mein Ersthund zieht sich seit dem Welpeneinzug zurück

Wenn dein Ersthund zunächst mehr Abstand sucht, bedeutet das nicht automatisch, dass die Zusammenführung gescheitert ist.

Für ihn hat sich sein vertrautes Zuhause verändert. Vielleicht braucht er einfach mehr Ruhe, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Respektiere diesen Abstand. Versuche nicht, beide Hunde ständig zusammenzubringen, damit sie sich „endlich aneinander gewöhnen“. Häufig entsteht Akzeptanz gerade dann leichter, wenn kein permanenter Kontakt erwartet wird.

Ist mein Ersthund eifersüchtig auf den Welpen?

Was Menschen als Eifersucht beschreiben, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Der Ersthund erlebt beispielsweise, dass sich Abläufe verändern, Aufmerksamkeit neu verteilt wird und plötzlich ein weiterer Hund Zugang zu wichtigen Ressourcen erhält.

Statt Verhalten vorschnell als Eifersucht zu bewerten, ist es hilfreicher, die konkrete Situation zu betrachten. Was hat sich für deinen Ersthund verändert? Wo entsteht Konkurrenz? Wo fehlt ihm Ruhe? Und welche gewohnten Rituale kannst du beibehalten?

Besonders wertvoll ist weiterhin gemeinsame Zeit nur mit deinem Ersthund. Ein Spaziergang, eine ruhige gemeinsame Pause oder eine vertraute Aktivität ohne Welpen kann helfen, bestehende Routinen zu erhalten.

Welpe und Ersthund spielen – wann solltest du eingreifen?

Gemeinsames Spiel kann wunderschön sein, sollte aber besonders am Anfang aufmerksam beobachtet werden.

Ein Welpe kann sehr ausdauernd sein und möglicherweise immer wieder Kontakt aufnehmen, obwohl der andere Hund längst eine Pause möchte. Auch Größen- und Kraftunterschiede können eine Rolle spielen.

Unterbrich das Spiel, wenn einer der Hunde offensichtlich nicht mehr teilnehmen möchte, keine Möglichkeit bekommt sich zu entziehen oder die Erregung immer weiter steigt.

Gemeinsames Spiel muss außerdem nicht täglich stattfinden, damit sich eine gute Beziehung entwickelt. Ruhiges Nebeneinander kann mindestens genauso wertvoll sein.

Müssen Welpe und Ersthund alles gemeinsam machen?

Nein – und gerade das ist für einen entspannten Mehrhundhaushalt wichtig. Zwei Hunde müssen nicht zu einer untrennbaren Einheit werden.

Gemeinsame Spaziergänge und Ruhephasen können schön sein. Gleichzeitig profitieren beide Hunde von Situationen, in denen sie unabhängig voneinander Zeit mit dir verbringen.

  • kurze Spaziergänge nur mit dem Welpen
  • gewohnte Spaziergänge nur mit dem Ersthund
  • individuelle Trainingsmomente
  • getrennte Ruhephasen
  • exklusive gemeinsame Zeit mit jedem Hund

Das hilft nicht nur deinem Ersthund. Auch der Welpe sollte lernen, sich an dir zu orientieren und nicht ausschließlich am vorhandenen Hund.

Der Welpe orientiert sich ständig am Ersthund – ist das gut?

Welpen beobachten andere Hunde sehr genau und können sich durchaus Verhaltensweisen abschauen. Das kann im Alltag hilfreich sein.

Trotzdem sollte dein Ersthund nicht zur wichtigsten Orientierungsperson für den Welpen werden. Gerade im Mehrhundhaushalt ist es wichtig, auch eine eigenständige Beziehung zwischen dir und dem Welpen aufzubauen.

Deshalb sind getrennte Spaziergänge, kleine gemeinsame Übungen und ruhige Zeit zu zweit sinnvoll. Dein Welpe darf lernen: Auch ohne den anderen Hund bin ich mit meinem Menschen sicher.

Ruhe ist im Mehrhundhaushalt besonders wichtig

Zwei Hunde bedeuten nicht automatisch, dass ständig etwas passieren muss. Gerade ein Welpe benötigt sehr viel Schlaf, während auch der Ersthund weiterhin seine gewohnten Ruhephasen braucht.

Wenn beide Hunde sich gegenseitig immer wieder aktivieren, kann schnell ein Alltag entstehen, in dem kaum noch echte Erholung möglich ist.

Deshalb darfst du gemeinsame Aktivität bewusst begrenzen und anschließend wieder Ruhe herstellen. Der Beitrag Ruhe lernen erklärt, warum Entspannung ein wichtiger Bestandteil des Hundealltags ist.

Wie lange dauert es, bis Welpe und Ersthund sich verstehen?

Dafür gibt es keine feste Zeitspanne. Manche Hunde finden innerhalb weniger Tage einen entspannten Umgang miteinander. Andere benötigen mehrere Wochen oder länger.

Wichtig ist, Erfolg nicht daran zu messen, ob beide Hunde miteinander spielen oder kuscheln.

Wenn beide Hunde entspannt im selben Raum liegen können, einander Raum lassen, Ressourcen ohne Konflikte verwaltet werden können und jeder Hund seine Ruhe findet, ist bereits sehr viel erreicht.

Manche Hunde entwickeln später eine enge Freundschaft. Andere leben freundlich, aber eher unabhängig nebeneinander. Beides kann ein vollkommen gutes Zusammenleben sein.

Wann solltest du dir Unterstützung holen?

Besonders sinnvoll kann eine fachliche Begleitung bereits vor der Anschaffung eines zweiten Hundes sein, wenn du unsicher bist, welcher Welpe zu deinem vorhandenen Hund passen könnte.

Nach dem Einzug solltest du dir Unterstützung holen, wenn die Situation zunehmend angespannter wird oder du das Verhalten der Hunde nicht sicher einschätzen kannst.

  • Einer der Hunde zeigt dauerhaft starken Stress.
  • Der Ersthund zieht sich immer stärker zurück.
  • Konflikte um Futter, Liegeplätze oder andere Ressourcen nehmen zu.
  • Der Welpe bedrängt den Ersthund ständig und lässt sich kaum regulieren.
  • Droh- oder Abwehrverhalten wird zunehmend intensiver.
  • Es kommt zu ernsthaften Auseinandersetzungen.
  • Du fühlst dich bei der Einschätzung der Situationen unsicher.

Je früher schwierige Dynamiken erkannt werden, desto besser können Alltag und Management an die Bedürfnisse beider Hunde angepasst werden.

Unsere Erfahrung aus dem Mehrhundalltag in Stuttgart

In unseren Welpenkursen und Kaufberatungen erleben wir regelmäßig, dass Hundehalter:innen hoffen, Ersthund und Welpe würden sich vom ersten Tag an automatisch verstehen.

Häufig entsteht dadurch unnötiger Druck. Der Welpe soll sofort akzeptiert werden, der Ersthund soll geduldig sein und möglichst schnell sollen beide miteinander spielen.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart legen wir deshalb großen Wert darauf, die Kommunikation beider Hunde genau zu beobachten und nicht erst dann einzugreifen, wenn eine Situation bereits eskaliert.

Besonders positive Entwicklungen sehen wir häufig dort, wo Menschen den Hunden Zeit geben, Rückzug ermöglichen, Ressourcen bewusst verwalten und den vorhandenen Hund nicht mit der Erziehung des Welpen alleinlassen.

FAQ – häufige Fragen zu Welpe und Ersthund

Wie lange dauert es, bis sich Welpe und Ersthund aneinander gewöhnen?

Das ist individuell. Manche Hunde finden bereits nach wenigen Tagen einen entspannten Umgang miteinander, während andere mehrere Wochen oder länger benötigen. Entscheidend ist nicht, wie schnell sie miteinander spielen, sondern ob beide Hunde zunehmend Sicherheit und Ruhe im gemeinsamen Alltag entwickeln.

Was mache ich, wenn mein Ersthund den Welpen nicht mag?

Erwarte zunächst keine Freundschaft. Gib deinem Ersthund ausreichend Abstand, schütze seine Ruheplätze und begrenze aufdringliches Verhalten des Welpen. Manche Hunde benötigen deutlich länger, um einen neuen Hund zu akzeptieren. Bei anhaltendem Stress oder zunehmenden Konflikten sollte die Situation fachlich beurteilt werden.

Sollte mein Ersthund den Welpen erziehen?

Nein. Dein Ersthund darf selbstverständlich mit dem Welpen kommunizieren und eigene Grenzen zeigen. Er sollte aber nicht dafür verantwortlich sein, den Welpen ständig zu korrigieren. Du bist dafür zuständig, Situationen zu regulieren und beide Hunde vor Überforderung zu schützen.

Was mache ich, wenn mein Ersthund den Welpen anknurrt?

Knurren ist zunächst Kommunikation und sollte nicht pauschal bestraft werden. Prüfe stattdessen, wodurch das Knurren ausgelöst wurde. Häufig fordert der Ersthund mehr Abstand oder möchte eine Situation beenden. Hilf dem Welpen dann dabei, diese Grenze einzuhalten. Wird das Verhalten intensiver oder entstehen ernsthafte Konflikte, solltest du professionelle Unterstützung hinzuziehen.

Darf der Welpe im Körbchen des Ersthundes liegen?

Gerade während der Eingewöhnung ist es sinnvoll, jedem Hund einen eigenen geschützten Ruheplatz zu geben. Dein Ersthund sollte die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen, ohne dass der Welpe ihm folgt. Später können sich gemeinsame Liegegewohnheiten entwickeln – sie sollten jedoch freiwillig entstehen.

Sollte ich Welpe und Ersthund getrennt füttern?

Besonders zu Beginn ist getrenntes Füttern empfehlenswert. So kann jeder Hund in Ruhe fressen und es entstehen weniger Konflikte um Futter. Auch hochwertige Kauartikel sollten zunächst kontrolliert und mit ausreichend Abstand gegeben werden.

Müssen Welpe und Ersthund getrennt schlafen?

Nicht grundsätzlich. In der Anfangszeit kann eine räumliche Trennung jedoch sinnvoll sein, wenn einer der Hunde sonst nicht ausreichend zur Ruhe kommt. Entscheidend ist, dass beide Hunde ungestört schlafen können und jederzeit einen sicheren eigenen Rückzugsbereich haben.

Ist mein Ersthund eifersüchtig auf den Welpen?

Verhaltensveränderungen nach dem Einzug eines Welpen können verschiedene Ursachen haben. Statt sie vorschnell als Eifersucht zu interpretieren, solltest du prüfen, welche Routinen sich verändert haben, ob Konkurrenz um Ressourcen entsteht und ob dein Ersthund noch ausreichend Ruhe und exklusive Zeit mit dir bekommt.

Soll ich dazwischengehen, wenn Welpe und Ersthund spielen?

Nicht jedes Spiel muss unterbrochen werden. Eingreifen solltest du jedoch, wenn einer der Hunde offensichtlich Abstand möchte, keine Möglichkeit bekommt sich zurückzuziehen oder die Erregung immer weiter steigt. Gerade Welpen brauchen häufig Unterstützung dabei, Spiel rechtzeitig zu beenden.

Müssen meine beiden Hunde Freunde werden?

Nein. Das Ziel eines Mehrhundhaushalts muss nicht sein, dass beide Hunde ständig miteinander spielen oder kuscheln. Ein ruhiges, konfliktarmes und respektvolles Zusammenleben ist vollkommen ausreichend. Ob daraus später eine enge Freundschaft entsteht, dürfen die Hunde selbst entscheiden.

Fazit: Ein gutes Zusammenleben braucht Zeit

Ein Welpe im Mehrhundhaushalt kann eine wunderschöne Bereicherung sein. Trotzdem beginnt ein harmonisches Zusammenleben nicht damit, beide Hunde einfach zusammenzusetzen und sie alles untereinander klären zu lassen.

Dein Welpe braucht Schutz, Orientierung und Ruhe. Dein Ersthund braucht weiterhin Sicherheit, Rückzugsmöglichkeiten und die Gewissheit, dass seine Bedürfnisse auch nach dem Einzug des neuen Hundes zählen.

Wenn du Begegnungen aufmerksam begleitest, Ressourcen bewusst verwaltest, beiden Hunden eigene Zeit zugestehst und nicht erwartest, dass sofort Freundschaft entsteht, schaffst du eine stabile Grundlage für euren neuen Alltag.

Das Ziel ist nicht, dass aus zwei Hunden möglichst schnell „ein Rudel“ wird. Das Ziel ist, dass beide Hunde sich in ihrem gemeinsamen Zuhause sicher fühlen können. Alles Weitere darf mit der Zeit wachsen.

Du planst einen Welpen als Zweithund?

Gerade wenn bereits ein Hund bei dir lebt, lohnt es sich, den Einzug des Welpen sorgfältig vorzubereiten. In unserer individuellen Kaufberatung bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir gemeinsam auf deinen vorhandenen Hund, eure Lebenssituation und die Voraussetzungen für einen möglichst entspannten Start.

So können Fragen zu Auswahl, Zusammenführung, Rückzugsorten, Ressourcen und dem späteren Alltag bereits vor dem Einzug geklärt werden.

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Noch mehr Orientierung für die erste Zeit mit deinem Welpen

Für noch mehr Orientierung empfehlen wir dir die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Homepage. Sie enthält wertvolle Tipps rund um Vorbereitung, Transport, Eingewöhnung und die erste gemeinsame Zeit und hilft dir dabei, den Einzug deines Welpen möglichst gut vorzubereiten.

Meine Empfehlung für die Welpenzeit

Grunderziehung für Welpen

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Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode

Gerade im Mehrhundhaushalt ist es wichtig, dass der Welpe nicht ausschließlich vom vorhandenen Hund lernt, sondern von Anfang an auch Orientierung, Sicherheit und eine eigenständige Beziehung zu seinem Menschen entwickelt.

Das Buch von Anton Fichtlmeier begleitet Hundehalter:innen durch die Welpenzeit und passt hervorragend zu unserem Ansatz einer verständlichen und beziehungsorientierten Welpenerziehung.

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