Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Sicherheit schenken
- Isabel Scheu
- 23.03.2026
- Welpe zieht ein
Welpe eingewöhnen: So schenkst du ihm Sicherheit in den ersten Tagen
Dein Welpe ist endlich da. Vielleicht hast du diesen Moment seit Wochen oder sogar Monaten herbeigesehnt – und nun beginnt eine ganz besondere gemeinsame Zeit. Gleichzeitig verändert sich für deinen jungen Hund von einem Moment auf den anderen seine gesamte Welt. Mutter und Geschwister sind nicht mehr da, vertraute Gerüche verschwinden und plötzlich gibt es neue Menschen, Räume, Geräusche und Abläufe. Die ersten Tage mit einem Welpen sind deshalb nicht der Zeitpunkt für ein umfangreiches Trainingsprogramm, sondern vor allem für Ankommen, Kennenlernen und Orientierung.
Viele neue Hundehalter möchten von Anfang an alles richtig machen. Stubenreinheit, Rückruf, Leinenführung, erste Regeln, Sozialkontakte und Umweltgewöhnung stehen gedanklich bereits auf der To-do-Liste. Doch dein Welpe muss zunächst etwas viel Grundlegenderes erfahren: Wo bin ich hier? Wer gehört zu mir? An wem kann ich mich orientieren? Und bin ich in dieser neuen Umgebung sicher?
Gerade bei einem Welpen in Stuttgart kommen zusätzlich viele Umweltreize hinzu. Straßenverkehr, Nachbarn, andere Hunde, Fahrräder, Aufzüge, Treppenhäuser oder öffentliche Verkehrsmittel gehören für uns selbstverständlich zum Alltag – für einen jungen Hund sind sie vollkommen neu. Deshalb ist es wichtig, neue Eindrücke bewusst zu dosieren und deinem Welpen nicht möglichst viel, sondern vor allem gut Begleitetes zu zeigen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du deinen Welpen eingewöhnen kannst, wie lange die Eingewöhnung dauern kann, welche Signale auf Unsicherheit oder Überforderung hinweisen und wie du deinem Hund mit Ruhe, Körpersprache und klarer Orientierung Sicherheit gibst.
Jeder Welpe verarbeitet den Einzug anders. Herkunft, Aufzucht, Alter, Persönlichkeit, bisherige Erfahrungen und die neue Lebenssituation beeinflussen, wie schnell ein junger Hund Vertrauen fasst. Manche Welpen erkunden ihr neues Zuhause schon am ersten Tag neugierig, andere benötigen deutlich mehr Zeit. Vergleiche deinen Welpen deshalb nicht mit anderen und orientiere dich an seiner individuellen Körpersprache und Belastbarkeit. Wirkt dein Welpe ungewöhnlich apathisch, verweigert über längere Zeit Futter oder Wasser oder kommen Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder erkennbare Schmerzen hinzu, sollte dies tierärztlich abgeklärt werden.
Wie gewöhne ich meinen Welpen richtig ein?
Ein Welpe gewöhnt sich am besten ein, wenn die ersten Tage ruhig, vorhersehbar und überschaubar gestaltet werden. Feste Abläufe, ausreichend Schlaf, ein geschützter Rückzugsort, wenig Besuch und eine verlässliche Bezugsperson geben Orientierung. Neue Erfahrungen sollten schrittweise hinzukommen. Statt sofort viele Übungen zu verlangen, sollte dein Welpe zunächst lernen, dass sein neues Zuhause und sein Mensch Sicherheit bieten.
Was der Einzug für deinen Welpen wirklich bedeutet
Für dich bedeutet der Einzug deines Welpen Freude und Aufregung. Für deinen Hund bedeutet derselbe Tag zunächst den Verlust seiner bisherigen Sicherheit. Bislang war er von der Mutterhündin, seinen Geschwistern und einer vertrauten Umgebung umgeben. Nun verändern sich innerhalb weniger Stunden nahezu alle Orientierungspunkte.
Selbst ein selbstbewusst wirkender Welpe muss diese Veränderung verarbeiten. Dass er neugierig durch die Wohnung läuft oder spielen möchte, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass er bereits vollständig angekommen ist.
In den ersten Tagen sammelt dein Welpe ununterbrochen Informationen: Wie riecht dieses Zuhause? Welche Geräusche gehören dazu? Wo kann ich schlafen? Wo bekomme ich Futter? Wann gehen wir nach draußen? Wie reagiert mein Mensch auf mich? Was passiert, wenn ich unsicher werde?
Genau deshalb ist weniger in der Welpenzeit häufig mehr. Dein Hund benötigt Zeit, um einzelne Erfahrungen überhaupt verarbeiten zu können.
Was gibt einem Welpen nach dem Einzug Sicherheit?
Sicherheit entsteht für deinen Welpen nicht durch möglichst viele Übungen. Sie entsteht vor allem durch Berechenbarkeit. Wenn bestimmte Dinge immer wieder ähnlich ablaufen, beginnt dein Hund, seinen neuen Alltag zu verstehen.
- Ruhige Nähe: Sei erreichbar, ohne deinen Welpen ständig anzusprechen oder zu beschäftigen.
- Verlässliche Abläufe: Füttern, Lösen, Schlafen und kleine Aktivitätsphasen dürfen einem ähnlichen Rhythmus folgen.
- Geschützter Rückzugsort: Dein Welpe braucht einen Platz, an dem er ungestört schlafen und beobachten kann.
- Wenig Wechsel: Nicht jeden Tag neue Menschen, Wege und Situationen einplanen.
- Ruhe nach neuen Erfahrungen: Verarbeitung braucht Zeit.
- Verständliche Kommunikation: Sei in deiner Körpersprache ruhig, klar und möglichst vorhersehbar.
- Freiwillige Nähe: Körperkontakt darf entstehen, sollte aber nicht permanent eingefordert werden.
Orientierung statt sofortigem Funktionieren
Natürlich beginnt Lernen bereits am ersten Tag. Dein Welpe beobachtet dich, nimmt deine Bewegungen wahr und beginnt, wiederkehrende Situationen miteinander zu verknüpfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass bereits nach wenigen Tagen möglichst viele Kommandos aufgebaut werden müssen.
Viel wichtiger ist zunächst die Orientierung an dir. Dein Welpe darf lernen, deine Körpersprache wahrzunehmen, freiwillig Kontakt aufzunehmen und sich bei Unsicherheit an dir auszurichten.
Diese Form der Orientierung entsteht im Alltag: wenn du gemeinsam mit deinem Welpen eine Situation beobachtest, wenn er zu dir zurückschaut, wenn du ihn ruhig aus einer Überforderung herausführst oder wenn er erlebt, dass du in schwierigen Momenten verlässlich bleibst.
Damit legst du eine Grundlage, die für das spätere gemeinsame Lernen wesentlich wertvoller sein kann als eine möglichst lange Liste bereits beherrschter Signale.
Wie lange braucht ein Welpe zum Eingewöhnen?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Manche Welpen wirken bereits nach wenigen Tagen deutlich entspannter, andere benötigen mehrere Wochen, bis ihr neues Zuhause wirklich selbstverständlich geworden ist.
Die Eingewöhnung verläuft außerdem selten geradlinig. Ein Welpe kann an einem Tag sehr mutig wirken und am nächsten wieder mehr Nähe suchen. Nach einem besonders aufregenden Erlebnis kann er plötzlich schlechter schlafen oder stärker auf bekannte Reize reagieren. Das bedeutet nicht automatisch, dass etwas schiefgelaufen ist.
Entwicklung besteht aus Fortschritten, Pausen und manchmal auch scheinbaren Rückschritten. Gerade deshalb solltest du weniger auf einen festen Zeitplan schauen und stärker darauf, wie dein Welpe sich tatsächlich verhält.
Woran erkenne ich, dass mein Welpe langsam angekommen ist?
Mit zunehmender Sicherheit verändert sich häufig auch das Verhalten deines Welpen. Folgende Entwicklungen können darauf hinweisen, dass er sein neues Zuhause immer besser einordnen kann:
- Er schläft zunehmend tiefer und entspannter.
- Er nutzt seinen Ruheplatz freiwillig.
- Er erkundet seine Umgebung neugierig, ohne permanent hektisch zu wirken.
- Er sucht freiwillig deine Nähe oder deinen Blick.
- Er erkennt wiederkehrende Tagesabläufe.
- Er kann nach Aufregung zunehmend wieder herunterfahren.
- Er zeigt zu Hause häufiger eine lockere und entspannte Körpersprache.
- Er beginnt, sich auch in kleinen neuen Situationen an dir zu orientieren.
Kein Welpe muss alle diese Punkte gleichzeitig zeigen. Sie sind vielmehr mögliche Hinweise darauf, dass Vertrauen und Vertrautheit langsam wachsen.
Mein Welpe ist nach dem Einzug unsicher – ist das normal?
Ja, Unsicherheit kann in den ersten Tagen vollkommen normal sein. Manche Welpen bleiben dicht bei ihrer Bezugsperson, andere beobachten vieles zunächst aus sicherer Entfernung. Einige schlafen besonders viel, während andere durch die vielen Eindrücke zunächst kaum zur Ruhe finden.
Versuche nicht, einen vorsichtigen Welpen durch möglichst viele neue Erfahrungen schneller „mutig“ zu machen. Sicherheit lässt sich nicht erzwingen. Gib deinem Hund die Möglichkeit, Situationen zu beobachten und selbst kleine Schritte zu machen.
Besonders wertvoll ist die Erfahrung: Wenn ich unsicher bin, bleibt mein Mensch ruhig und hilft mir. Genau hier beginnt echte Orientierung.
Die Körpersprache deines Welpen während der Eingewöhnung
Dein Welpe kann dir nicht sagen, dass der Besuch zu lange geblieben ist oder der Spaziergang gerade zu aufregend war. Seine Körpersprache kann dir jedoch wertvolle Hinweise geben.
Mögliche Zeichen dafür, dass dein Welpe eine Pause benötigt, sind beispielsweise:
- häufiges Abwenden
- körperliche Anspannung
- Rückzug
- anhaltende Unruhe
- verstärktes Beißen in Hände oder Kleidung
- hektisches Umherlaufen
- Schwierigkeiten, nach einer Aktivität einzuschlafen
- plötzlich deutlich geringere Ansprechbarkeit
Einzelne Signale sollten immer im Zusammenhang betrachtet werden. Dein Ziel ist nicht, jedes Gähnen oder Wegschauen sofort als Stress zu interpretieren, sondern deinen Welpen mit der Zeit immer besser lesen zu lernen.
Warum Schlaf und Ruhe bei der Eingewöhnung so wichtig sind
Welpen benötigen sehr viel Schlaf und Ruhe. Während dieser Phasen verarbeitet dein Hund einen großen Teil dessen, was er zuvor erlebt hat. Gerade nach dem Einzug ist die Menge neuer Informationen besonders groß.
Ein Welpe, der immer wieder geweckt, bespielt oder zu neuen Aktivitäten motiviert wird, bekommt kaum Gelegenheit, diese Eindrücke zu verarbeiten. Deshalb gehört ein geschützter Schlafplatz zu den wichtigsten Dingen, die du deinem Welpen anbieten kannst.
Ruhe bedeutet dabei nicht Isolation. Viele Welpen schlafen zunächst besonders gut in der Nähe ihrer Bezugsperson. Wichtig ist vor allem, dass sie ungestört bleiben können und nicht ständig neue Anforderungen entstehen.
Mein Welpe kommt nach dem Einzug nicht zur Ruhe
Nicht jeder überforderte Welpe wirkt ängstlich oder zieht sich zurück. Manche jungen Hunde werden stattdessen immer aktiver. Sie rennen durch die Wohnung, bellen, springen hoch, beißen in Hände oder Hosenbeine und scheinen überhaupt nicht müde zu werden.
Dieses Verhalten wird häufig als Energieüberschuss interpretiert. Tatsächlich können Übermüdung und Reizüberflutung dahinterstecken.
In solchen Situationen hilft deshalb häufig nicht noch mehr Beschäftigung, sondern das Gegenteil: Reize reduzieren, selbst ruhig werden, einen vertrauten Ruhebereich anbieten und dem Welpen ermöglichen, herunterzufahren.
Wann darf ein Welpe nach dem Einzug Besuch bekommen?
Natürlich möchten Familie und Freunde den neuen Welpen möglichst schnell kennenlernen. Für deinen jungen Hund bedeutet jeder Besucher jedoch zusätzliche Gerüche, Stimmen, Bewegungen und soziale Erwartungen.
Deshalb muss nicht unmittelbar nach dem Einzug die gesamte Familie vorbeikommen. Gib deinem Welpen zunächst Zeit, sein Zuhause und seine wichtigsten Bezugspersonen kennenzulernen.
Wenn Besuch kommt, sollte dieser möglichst ruhig sein. Dein Welpe muss nicht begrüßen, spielen oder sich streicheln lassen. Er darf beobachten und selbst entscheiden, ob er Kontakt aufnehmen möchte.
Besonders wichtig: Ein schlafender Welpe sollte nicht geweckt werden, nur weil jemand ihn sehen oder anfassen möchte.
Welpen eingewöhnen in Stuttgart – neue Umweltreize bewusst dosieren
Ein Welpe, der in Stuttgart aufwächst, begegnet häufig schon früh einer Vielzahl unterschiedlicher Umweltreize: Autos, Straßenbahnen, Fahrräder, Fußgänger, Aufzüge, Treppenhäuser, Cafés, andere Hunde und belebte Straßen.
Eine gute Sozialisation bedeutet jedoch nicht, dass dein Welpe möglichst schnell alles gesehen haben muss. Viel wichtiger ist die Qualität der einzelnen Erfahrung. Ein kurzer Aufenthalt an einem etwas belebteren Ort, bei dem dein Welpe beobachten und anschließend ausreichend schlafen kann, ist häufig sinnvoller als mehrere neue Situationen direkt hintereinander.
Besonders während der Eingewöhnungsphase solltest du deshalb unterscheiden zwischen dem, was dein Welpe wirklich kennenlernen muss, und dem, was problemlos noch einige Tage oder Wochen warten kann.
Was dein Welpe in den ersten Tagen noch nicht können muss
Viele Sorgen entstehen nicht durch das Verhalten des Welpen selbst, sondern durch Erwartungen, die noch nicht zu seinem Entwicklungsstand passen.
Dein Welpe muss kurz nach dem Einzug noch nicht:
- vollständig stubenrein sein
- mehrere Stunden alleine bleiben
- perfekt an der Leine laufen
- zuverlässig auf seinen Namen reagieren
- alle Hausregeln kennen
- jeden Menschen und Hund freundlich begrüßen
- überall entspannt schlafen
- einen sicheren Rückruf beherrschen
- zahlreiche Kommandos kennen
Dein Welpe ist ein junger Hund, der gerade erst lernt, wie seine neue Welt funktioniert. Je realistischer deine Erwartungen sind, desto ruhiger kannst du ihn begleiten.
Welpen eingewöhnen nach der Fichtlmeier-Methode
In unserer Arbeit bei Pfotenliebe Stuttgart orientieren wir uns an der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei steht nicht im Mittelpunkt, dass ein Welpe möglichst schnell viele Kommandos ausführt. Entscheidend ist zunächst, dass Mensch und Hund lernen, miteinander zu kommunizieren.
Dein Welpe beobachtet deine Körpersprache lange bevor er die Bedeutung unserer menschlichen Wörter versteht. Wie du dich bewegst, wann du Raum gibst, wann du Orientierung anbietest und wie verlässlich du in unterschiedlichen Situationen reagierst, beeinflusst euer Miteinander von Anfang an.
Deshalb bedeutet eine ruhige Eingewöhnung nicht, dass dein Welpe vollkommen sich selbst überlassen wird. Er braucht Führung – aber eine Führung, die verständlich ist und Orientierung bietet. Du darfst deinem Hund zeigen, wie euer gemeinsamer Alltag funktioniert, ohne ihn mit ständigem Training oder einer Flut von Kommandos zu überfordern.
Kommunikation statt Konditionierung bedeutet für die ersten Tage vor allem: beobachten, verstehen, verständlich reagieren und eine Beziehung schaffen, in der dein Welpe dich zunehmend als verlässlichen Orientierungspunkt erlebt.
Unsere Erfahrung aus dem Welpenalltag in Stuttgart
In unseren Welpenkursen bei Pfotenliebe Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass neue Hundehalter ihren Welpen besonders viel bieten möchten. Dieses Engagement ist verständlich – kann aber dazu führen, dass die ersten Tage schneller und voller werden, als der junge Hund verarbeiten kann.
Häufig sehen wir, dass Welpen deutlich entspannter werden, sobald der Alltag vereinfacht wird: weniger Termine, weniger neue Orte, ausreichend Schlaf und klarere Abläufe.
Besonders wichtig ist für uns dabei die Beobachtung des einzelnen Hundes. Nicht jeder Welpe braucht dasselbe Tempo. Während einer bereits neugierig neue Situationen erkundet, benötigt ein anderer zunächst mehr Abstand und Sicherheit.
Die Welpenzeit ist deshalb für uns keine Phase, in der möglichst schnell möglichst viel abgearbeitet werden muss. Sie ist vor allem eine Zeit des gegenseitigen Kennenlernens, des Beobachtens und des Aufbaus einer verständlichen Kommunikation.
Checkliste für die ersten Tage mit deinem Welpen
- Hat dein Welpe einen festen und geschützten Schlafplatz?
- Kann er täglich ausreichend schlafen und ruhen?
- Sind die ersten Tage möglichst frei von unnötigen Terminen?
- Beschränkt sich Besuch zunächst auf wenige ruhige Personen?
- Bleiben Fütterung und Tagesabläufe möglichst überschaubar?
- Werden neue Umweltreize einzeln und bewusst eingeführt?
- Kann dein Welpe selbst Abstand nehmen?
- Beobachtest du seine Körpersprache regelmäßig?
- Reduzierst du das Programm, wenn dein Welpe überfordert wirkt?
- Erwartest du noch keine perfekte Stubenreinheit oder Erziehung?
- Gibst du deinem Welpen Orientierung, ohne ständig etwas von ihm zu verlangen?
- Planst du nach aufregenden Situationen ausreichend Ruhe ein?
FAQ – häufige Fragen zur Eingewöhnung eines Welpen
Wie lange braucht ein Welpe, um sich im neuen Zuhause einzugewöhnen?
Das ist individuell. Manche Welpen wirken bereits nach wenigen Tagen deutlich sicherer, andere benötigen mehrere Wochen. Entscheidend ist weniger eine feste Zeitspanne als die Frage, ob dein Welpe zunehmend entspannt schläft, neugierig erkundet und sich an seinen neuen Bezugspersonen orientiert.
Was sollte man in den ersten Tagen mit einem Welpen machen?
Halte die ersten Tage möglichst ruhig und überschaubar. Zeige deinem Welpen sein Zuhause, seinen Ruheplatz und seinen Lösebereich, halte den Tagesablauf einfach und gib ihm ausreichend Schlaf. Große Ausflüge, viele Besucher und umfangreiches Training können warten.
Wie gebe ich meinem Welpen Sicherheit?
Sicherheit entsteht durch Verlässlichkeit. Ruhige Körpersprache, wiederkehrende Abläufe, ein geschützter Rückzugsort und angemessen dosierte Umweltreize helfen deinem Welpen, seine neue Umgebung einzuordnen. Wichtig ist außerdem, seine Körpersprache wahrzunehmen und ihn bei Überforderung nicht weiter in eine Situation hineinzudrängen.
Warum ist mein Welpe nach dem Einzug so unruhig?
Ein Umzug bedeutet für einen Welpen eine enorme Veränderung. Neue Gerüche, Menschen, Geräusche und der Verlust der gewohnten Umgebung müssen verarbeitet werden. Manche Welpen reagieren darauf nicht mit Rückzug, sondern mit Aufdrehen, Beißen oder hektischem Verhalten. Häufig helfen weniger Reize und mehr Ruhe.
Warum schläft mein Welpe nach dem Einzug so viel?
Schlaf ist für die körperliche und mentale Entwicklung eines Welpen besonders wichtig. Nach dem Einzug muss dein Hund außerdem eine große Menge neuer Informationen verarbeiten. Ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis kann deshalb völlig normal sein.
Wann darf mein Welpe Besuch bekommen?
Es gibt keinen festen Tag, ab dem Besuch erlaubt ist. Wichtig ist, dass dein Welpe zunächst Gelegenheit bekommt, sein neues Zuhause kennenzulernen. Erste Besucher sollten ruhig sein und dem Welpen selbst überlassen, ob er Kontakt aufnehmen möchte.
Muss ich sofort mit der Welpenerziehung beginnen?
Dein Welpe lernt vom ersten Tag an, aber Lernen bedeutet nicht ausschließlich Kommandotraining. Er lernt zunächst deine Körpersprache, eure Abläufe und seine neue Umgebung kennen. Ruhige Orientierung und verständliche Regeln können sofort beginnen; ein umfangreiches Trainingsprogramm ist jedoch nicht notwendig.
Wann kann ich mit meinem Welpen neue Orte besuchen?
Neue Orte können schrittweise kennengelernt werden, sobald dein Welpe im neuen Zuhause etwas Sicherheit entwickelt. Beginne mit kurzen und überschaubaren Erfahrungen und plane anschließend ausreichend Ruhe ein. Die Qualität einer Erfahrung ist wichtiger als die Anzahl verschiedener Orte.
Warum folgt mir mein Welpe überall hin?
Besonders nach dem Einzug bist du für deinen Welpen ein wichtiger Orientierungspunkt. Nähe und Folgen können deshalb vollkommen normales Verhalten sein. Mit zunehmender Sicherheit und Reife entwickelt sich häufig auch mehr Selbstständigkeit.
Wann sollte ich mir Unterstützung holen?
Wenn dein Welpe dauerhaft stark gestresst oder ängstlich wirkt, kaum zur Ruhe findet oder du bei der Gestaltung des Alltags unsicher bist, kann eine individuelle Beratung durch eine qualifizierte Hundeschule sinnvoll sein. Medizinische Auffälligkeiten sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Fazit: Dein Welpe muss nicht sofort funktionieren – er muss erst ankommen
Die ersten Tage mit deinem Welpen sind keine Prüfung. Sie sind der Beginn eurer gemeinsamen Beziehung. Dein Hund muss nicht sofort alle Regeln verstehen, zahlreiche Kommandos beherrschen oder jede neue Situation souverän bewältigen.
Viel wichtiger ist, dass er langsam versteht: Dieses Zuhause ist sicher. Dieser Mensch ist verlässlich. Ich darf beobachten, lernen und mich orientieren.
Gib deinem Welpen deshalb Zeit. Beobachte seine Körpersprache, dosiere neue Erfahrungen bewusst und bleibe selbst ruhig und klar. Führung bedeutet gerade in dieser frühen Phase nicht ständige Kontrolle, sondern verständliche Orientierung.
Genau daraus kann Schritt für Schritt etwas entstehen, das euch weit über die Welpenzeit hinaus begleitet: Vertrauen, Kommunikation und eine stabile Mensch-Hund-Beziehung.
Welpenkurs in Stuttgart – sicher durch die ersten Wochen
Du möchtest deinen Welpen von Anfang an ruhig, verständlich und sicher begleiten? In unserem Welpenkurs in Stuttgart lernst du, deinen Welpen besser zu verstehen, seine Körpersprache zu lesen und ihm im Alltag Orientierung zu geben.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt stehen feine Kommunikation, gegenseitiges Verständnis, Orientierung und eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung – nicht das möglichst schnelle Abarbeiten von Kommandos.
Wenn dein Welpe noch nicht eingezogen ist und du den Start optimal vorbereiten möchtest, findest du zusätzlich Unterstützung in unserer Kaufberatung für Welpen in Stuttgart.
Für zusätzliche Orientierung rund um Vorbereitung und Eingewöhnung findest du außerdem die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Homepage.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode
Wenn du deinen Welpen von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die Welpenzeit.
Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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