Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
BLOG DURCHSUCHEN
Wonach suchst du?
Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.
Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.
Die erste Nacht
- Isabel Scheu
- 17.03.2026
- Welpe zieht ein
Die erste Nacht mit deinem Welpen – was hilft gegen Weinen und Unruhe?
Der aufregende erste Tag mit deinem Welpen liegt hinter euch. Er hat sein neues Zuhause kennengelernt, vielleicht etwas gefressen, erste kleine Erkundungen gemacht und unzählige neue Gerüche, Geräusche und Eindrücke aufgenommen. Nun wird es ruhig – und genau jetzt beginnt für viele Welpen und ihre Menschen eine der emotionalsten Situationen der ersten gemeinsamen Tage: die erste Nacht im neuen Zuhause.
Statt entspannt einzuschlafen, fiept dein Welpe, läuft unruhig umher, sucht deine Nähe oder beginnt zu jaulen, sobald du dich entfernst. Viele neue Hundehalter fragen sich dann: Soll ich meinen Welpen trösten? Darf er neben meinem Bett schlafen? Muss ich ihn ignorieren, damit er nicht „verwöhnt“ wird? Und wie erkenne ich, ob er Nähe braucht oder vielleicht einfach noch einmal nach draußen muss?
Gerade nach dem Einzug eines Welpen verändert sich für den jungen Hund innerhalb weniger Stunden seine gesamte Welt. Mutter und Geschwister fehlen, vertraute Gerüche sind verschwunden und plötzlich soll er in einer unbekannten Umgebung schlafen. In diesem Beitrag erfährst du, warum Welpen in der ersten Nacht häufig weinen, wo dein Welpe am besten schlafen kann, wie du nächtliche Toilettengänge gestaltest und warum ruhige Nähe hervorragend mit einer klaren, verständlichen Führung nach der Fichtlmeier-Methode zusammenpasst.
Unruhe, Fiepen und das Bedürfnis nach Nähe können in den ersten Nächten nach dem Einzug vollkommen normal sein. Trotzdem sollte nicht jedes nächtliche Verhalten automatisch mit Unsicherheit erklärt werden. Muss dein Welpe sehr häufig nach draußen, wirkt er ungewöhnlich schwach, zeigt Schmerzen, erbricht, hat Durchfall oder findet trotz ruhiger Begleitung über längere Zeit überhaupt keinen Schlaf, sollte auch eine gesundheitliche Ursache berücksichtigt und gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.
Was hilft, wenn mein Welpe in der ersten Nacht weint?
Wenn dein Welpe in der ersten Nacht fiept oder weint, braucht er häufig Sicherheit und Orientierung. Ein Schlafplatz in deiner Nähe, ein ruhiger Tagesausklang, vertraute Gerüche und eine verlässliche Reaktion helfen vielen Welpen beim Ankommen. Ignoriere deutliche Unsicherheit nicht einfach. Prüfe außerdem, ob dein Welpe sich lösen muss. Nachts sollten Toilettengänge kurz, ruhig und ohne Spiel stattfinden.
Warum die erste Nacht für deinen Welpen so schwer sein kann
Bis zum Tag der Abholung hat dein Welpe wahrscheinlich nahezu jede Nacht in unmittelbarer Nähe zu anderen Hunden verbracht. Wärme, Körperkontakt, Gerüche und Bewegungen seiner Mutter und Geschwister waren selbstverständlich.
Dann verändert sich plötzlich alles. Dein Welpe befindet sich in einem neuen Raum, auf einem unbekannten Schlafplatz und neben Menschen, deren Verhalten er noch nicht einschätzen kann. Selbst vertraute Hintergrundgeräusche fehlen.
Dass ein Welpe in dieser Situation fiept, Nähe sucht oder Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, ist daher nicht automatisch ein Verhaltensproblem. Häufig versucht er schlicht, in einer vollkommen neuen Situation wieder Sicherheit und Orientierung zu finden.
Gerade deshalb sollte die erste Nacht nicht als Trainingsprüfung betrachtet werden. Dein Welpe muss dir nicht bereits wenige Stunden nach seiner Ankunft beweisen, dass er alleine schlafen kann.
Warum weint mein Welpe nachts?
Hinter nächtlichem Fiepen oder Weinen können verschiedene Bedürfnisse stehen. Um angemessen reagieren zu können, lohnt es sich, nicht nur das Geräusch zu stoppen, sondern die mögliche Ursache zu betrachten.
- Unsicherheit: Dein Welpe befindet sich in einer unbekannten Umgebung und sucht Orientierung.
- Trennung: Die Nähe von Mutter und Geschwistern fehlt plötzlich.
- Toilettenbedürfnis: Junge Welpen können ihre Blase noch nicht zuverlässig über eine ganze Nacht kontrollieren.
- Überforderung: War der erste Tag sehr ereignisreich, fällt manchen Welpen das Abschalten besonders schwer.
- Ungewohnter Schlafplatz: Geruch, Untergrund und Umgebung sind neu.
- Körperliches Unwohlsein: Auch Verdauungsprobleme, Schmerzen oder andere gesundheitliche Beschwerden können Unruhe verursachen.
Deshalb ist nächtliches Fiepen keine Situation, die immer nach demselben Schema behandelt werden sollte. Beobachte deinen Welpen und frage dich zunächst: Was braucht er gerade?
Sollte ich meinen Welpen in der ersten Nacht weinen lassen?
Einen frisch eingezogenen Welpen absichtlich über längere Zeit weinen oder jaulen zu lassen, damit er „lernt“, alleine zu sein, ist keine sinnvolle Grundlage für die erste Nacht.
Dein Welpe kennt weder dein Zuhause noch eure zukünftigen Regeln. Er muss zunächst verstehen, dass er in dieser neuen Umgebung sicher ist und dass du ein verlässlicher Orientierungspunkt bist.
Ruhige Nähe bedeutet dabei nicht, jede kleine Bewegung sofort mit Aufmerksamkeit zu beantworten. Es geht vielmehr darum, deinem Welpen zu zeigen: Du bist nicht allein und ich helfe dir, diese Situation zu verstehen.
Gerade in der Welpenzeit ist der Unterschied zwischen bewusster Begleitung und ständigem Bespaßen wichtig. Dein Welpe braucht keine nächtliche Unterhaltung – aber er darf Sicherheit bekommen.
Darf ich meinen Welpen nachts trösten?
Ja. Wenn dein Welpe in der ersten Nacht deutlich unsicher ist, darfst du ihm ruhig Nähe geben. Trost bedeutet nicht automatisch, hektisch auf ihn einzureden, ihn ständig hochzunehmen oder aus jedem Geräusch ein großes Ereignis zu machen.
Häufig genügt bereits deine Anwesenheit. Eine ruhige Hand, deine Stimme oder einfach die Möglichkeit, dich zu riechen und zu hören, kann einem jungen Hund helfen, sich zu orientieren.
Manche Welpen möchten Körperkontakt, andere beruhigen sich besser, wenn ihr Mensch einfach in der Nähe bleibt. Beobachte daher immer auch die Körpersprache deines Welpen.
Wo sollte ein Welpe in der ersten Nacht schlafen?
Für viele Welpen ist ein Schlafplatz in unmittelbarer Nähe ihrer neuen Bezugsperson in den ersten Nächten besonders hilfreich. Das kann beispielsweise ein Körbchen, ein sicher eingerichteter Schlafplatz oder ein geeigneter begrenzter Bereich neben dem Bett sein.
Der Vorteil: Du bemerkst schneller, wenn dein Welpe unruhig wird oder sich lösen muss. Gleichzeitig kann dein Hund dich riechen und hören, ohne dass permanent Interaktion stattfindet.
Ein Schlafplatz sollte:
- ruhig liegen,
- zugfrei sein,
- nicht mitten in einem Durchgang liegen,
- ausreichend bequem sein,
- dem Welpen Schutz und Übersicht geben,
- in den ersten Nächten möglichst in deiner Nähe liegen.
Sollte mein Welpe nachts in einer Box schlafen?
Eine Box kann für einen Hund später ein vertrauter Ruheort sein – allerdings nur, wenn sie positiv und schrittweise aufgebaut wurde. Ein frisch eingezogener Welpe sollte nicht einfach in eine unbekannte Box gesetzt und dort über Nacht eingeschlossen werden, wenn er diesen Ort bisher nicht kennt.
Entscheidend ist nicht die Box selbst, sondern die Verknüpfung. Ein Schlafbereich sollte Sicherheit vermitteln und darf nicht zum Ort werden, an dem ein Welpe gegen seinen deutlichen Stress festgehalten wird.
Wenn dein Welpe bereits vom Züchter an eine bestimmte Schlafbox oder einen begrenzten Ruhebereich gewöhnt wurde, kann die Übernahme dieses vertrauten Systems dagegen hilfreich sein.
Warum vertraute Gerüche in der ersten Nacht helfen können
Hunde orientieren sich stark über Gerüche. Eine Decke oder ein Tuch aus der bisherigen Umgebung kann deinem Welpen deshalb den Übergang erleichtern.
Wenn möglich, kannst du bereits beim Züchter fragen, ob du eine kleine Decke oder ein Tuch mit einem vertrauten Geruch mitnehmen darfst. Lege diesen Gegenstand am Schlafplatz ab.
Dadurch wird nicht automatisch jede Unsicherheit verschwinden, aber dein Welpe bekommt zumindest einen bekannten Geruch inmitten einer ansonsten vollkommen neuen Umgebung.
Wie oft muss ein Welpe nachts raus?
Junge Welpen können ihre Blase noch nicht zuverlässig über viele Stunden kontrollieren. Deshalb benötigen manche Welpen während der ersten Wochen einen oder mehrere nächtliche Toilettengänge.
Eine starre Regel wie „jeder Welpe muss exakt alle zwei Stunden raus“ ist jedoch nicht sinnvoll. Alter, Größe, Trinkmenge, Tagesablauf und individuelle Entwicklung spielen eine Rolle.
Achte beispielsweise darauf, ob dein Welpe:
- plötzlich wach wird und unruhig umherläuft,
- intensiv schnüffelt,
- fiept und nicht wieder einschläft,
- seinen Schlafplatz verlässt und suchend wirkt.
Mehr Informationen findest du in unserem Beitrag zum Stubenreinwerden beim Welpen.
So gestaltest du den nächtlichen Toilettengang
Muss dein Welpe nachts nach draußen, sollte daraus keine kleine Mitternachtsparty entstehen.
- Gehe ruhig mit ihm hinaus.
- Nutze möglichst denselben Löseplatz.
- Sprich wenig.
- Verzichte auf Spiel.
- Lass deinen Welpen sich in Ruhe lösen.
- Gehe anschließend direkt wieder zum Schlafplatz.
So entsteht ein verständlicher Unterschied zwischen Tag und Nacht: Nachts wird ein notwendiges Bedürfnis erfüllt – anschließend wird weitergeschlafen.
Eine ruhige erste Nacht beginnt bereits am Tag
Wie gut dein Welpe nachts zur Ruhe findet, hängt oft auch davon ab, wie der erste Tag verlaufen ist. Ein voller Terminkalender mit Besuch, mehreren Spaziergängen, neuen Menschen und ständigem Spielen kann dazu führen, dass dein Welpe abends zwar erschöpft, aber gleichzeitig vollkommen überreizt ist.
Das zeigt sich häufig nicht durch entspanntes Einschlafen, sondern durch Aufdrehen, verstärktes Beißen, hektisches Umherlaufen oder Schwierigkeiten, überhaupt einen Ruheplatz anzunehmen.
Deshalb gilt besonders in den ersten Tagen: weniger Reize, mehr Verarbeitung.
Eine einfache Abendroutine für deinen Welpen
Eine wiederkehrende Abendroutine kann deinem Welpen helfen zu verstehen, dass der Tag endet. Sie muss weder kompliziert noch lang sein.
- Beende aufregendes Spiel rechtzeitig vor der Schlafenszeit.
- Sorge für eine ruhige Umgebung.
- Gehe noch einmal kurz zum Lösen nach draußen.
- Kehre ohne zusätzliche Action ins Haus zurück.
- Begleite deinen Welpen zu seinem Schlafplatz.
- Bleib zunächst in seiner Nähe.
Wiederholt sich dieser Ablauf, kann dein Welpe nach und nach besser erkennen, was als Nächstes passiert.
Wie lange weint ein Welpe in der ersten Nacht?
Darauf gibt es keine feste Antwort. Manche Welpen schlafen bereits in der ersten Nacht erstaunlich ruhig. Andere benötigen mehrere Nächte, bis sie den neuen Schlafplatz und die neue Umgebung akzeptieren.
Auch innerhalb einer Nacht kann das Verhalten wechseln. Dein Welpe schläft möglicherweise zunächst ein, wacht nach zwei Stunden auf und sucht plötzlich wieder Nähe.
Entscheidend ist deshalb weniger, wie schnell dein Welpe „durchschläft“, sondern ob er von Nacht zu Nacht zunehmend Sicherheit entwickelt und nach kurzen Unterbrechungen wieder zur Ruhe findet.
Wann werden die Nächte mit einem Welpen ruhiger?
Viele Welpen entwickeln bereits innerhalb der ersten Tage mehr Sicherheit. Sie erkennen ihren Schlafplatz, verstehen den Tagesablauf besser und lernen, dass ihr Mensch auch am nächsten Morgen noch da ist.
Trotzdem kann es zwischendurch wieder unruhigere Nächte geben. Wachstumsschübe, Verdauungsprobleme, besonders aufregende Tage oder Veränderungen im Tagesablauf können den Schlaf vorübergehend beeinflussen.
Solche Schwankungen bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch gemacht hast.
Muss mein Welpe von Anfang an alleine schlafen lernen?
Nein. Alleine schlafen und Alleinbleiben sind Entwicklungs- und Lernprozesse. Sie müssen nicht unmittelbar in der ersten Nacht beginnen.
Dein Welpe darf zunächst erfahren, dass sein neues Zuhause sicher ist und dass er sich an dir orientieren kann. Später kann der Schlafplatz schrittweise verändert werden, wenn dies für euren Alltag gewünscht ist.
Ein sicherer Start und spätere Selbstständigkeit schließen sich nicht gegenseitig aus.
Die erste Nacht nach der Fichtlmeier-Methode: Orientierung durch deine Präsenz
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt steht dabei die verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund – und genau diese beginnt nicht erst bei Sitz, Rückruf oder Leinenführung.
Auch in der ersten Nacht beobachtet dein Welpe dich. Er erlebt, ob du ruhig bleibst, ob deine Reaktionen vorhersehbar sind und ob du erkennst, wenn er Unterstützung braucht.
Führung bedeutet in dieser Situation nicht, einen Welpen bewusst alleine weinen zu lassen. Gleichzeitig bedeutet sie auch nicht, bei jedem Geräusch sofort hektisch zu reagieren. Deine Aufgabe ist es, die Situation einzuschätzen und deinem Welpen verständlich Orientierung zu geben.
Kommunikation statt Konditionierung bedeutet hier: hinsehen, wahrnehmen und angemessen reagieren. Dein Welpe darf erleben, dass du ruhig und verlässlich bleibst und seine Bedürfnisse ernst nimmst.
Die erste Nacht mit einem Welpen in Stuttgart
Gerade in Stuttgart können bereits die ersten Stunden für einen Welpen besonders viele neue Eindrücke bereithalten. Straßenverkehr, Mehrfamilienhäuser, Treppenhäuser, Aufzüge, Nachbarn und Stadtgeräusche sind für uns Alltag, für einen jungen Hund jedoch vollkommen neu.
Umso wichtiger ist es, am ersten Tag nicht zusätzlich ein großes Programm einzuplanen. Dein Welpe muss Stuttgart nicht innerhalb seiner ersten 24 Stunden kennenlernen.
Eine ruhige Wohnung, kurze Löserunden und ein überschaubarer Tagesablauf können wesentlich wertvoller sein als ein erster Stadtspaziergang oder viele neue Begegnungen.
Unsere Erfahrung aus dem Welpenalltag in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass die erste Nacht für neue Hundehalter mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Besonders häufig hören wir die Sorge: „Wenn ich ihn jetzt tröste, lernt er dann nie alleine zu schlafen?“
Häufig erleben wir genau das Gegenteil: Welpen, die in den ersten Nächten Sicherheit und eine verständliche Begleitung erfahren, beginnen nach und nach selbstständiger und entspannter zu schlafen.
Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viel Nähe zu erzwingen, sondern passend auf den einzelnen Hund zu reagieren. Manche Welpen benötigen anfangs direkten Körperkontakt, andere sind bereits zufrieden, wenn ihr Mensch einfach neben ihnen liegt.
Auch hier zeigt sich: Es gibt nicht die eine perfekte erste Nacht. Entscheidend ist, deinen eigenen Welpen zu beobachten und ihm die Unterstützung zu geben, die er tatsächlich benötigt.
Checkliste für die erste Nacht mit deinem Welpen
- Liegt der Schlafplatz zunächst in deiner Nähe?
- Ist der Schlafbereich ruhig, geschützt und zugfrei?
- Hat dein Welpe einen vertrauten Geruch vom Züchter?
- War der erste Tag möglichst reizarm?
- Gab es vor dem Schlafengehen noch einmal Gelegenheit zum Lösen?
- Verzichtest du nachts auf Spiel und große Aufregung?
- Kannst du deinen Welpen hören, wenn er unruhig wird?
- Beobachtest du, ob er Nähe oder einen Toilettengang braucht?
- Bleibst du selbst ruhig und vorhersehbar?
- Lässt du deinen Welpen bei deutlicher Unsicherheit nicht einfach alleine?
- Planst du am nächsten Morgen weiterhin einen ruhigen Tagesablauf?
FAQ – häufige Fragen zur ersten Nacht mit einem Welpen
Ist es normal, dass mein Welpe in der ersten Nacht weint?
Ja. Viele Welpen reagieren auf die Trennung von Mutter, Geschwistern und vertrauter Umgebung zunächst mit Fiepen, Unruhe oder Nähebedürfnis. Beobachte trotzdem immer, ob dein Welpe zusätzlich körperliche Beschwerden zeigt oder sich möglicherweise lösen muss.
Wo sollte mein Welpe in der ersten Nacht schlafen?
Für viele Welpen ist ein Schlafplatz direkt neben dem Bett oder zumindest in unmittelbarer Nähe der Bezugsperson hilfreich. Dort können sie ihren Menschen hören und riechen und fühlen sich häufig weniger isoliert.
Soll ich meinen Welpen nachts trösten?
Ja, wenn dein Welpe deutliche Unsicherheit zeigt, darfst du ihm ruhig Nähe und Orientierung geben. Trost muss nicht aus ständigem Reden oder Hochnehmen bestehen. Häufig reichen deine Anwesenheit, eine ruhige Stimme oder eine Hand in seiner Nähe.
Verwöhne ich meinen Welpen, wenn ich ihn in der ersten Nacht tröste?
Nein. Ein frisch eingezogener Welpe befindet sich in einer vollkommen neuen Lebenssituation. Sicherheit und eine verlässliche Begleitung sind keine Verwöhnung. Grenzen und Selbstständigkeit können später schrittweise entwickelt werden.
Wie oft muss ein Welpe nachts raus?
Das ist individuell. Sehr junge Welpen benötigen häufig noch nächtliche Toilettengänge. Achte auf Unruhe, Schnüffeln, Aufstehen oder suchendes Verhalten und gestalte den Gang nach draußen kurz und ruhig.
Soll ich nachts einen Wecker stellen?
Das kann bei sehr jungen Welpen in der ersten Zeit hilfreich sein, insbesondere wenn du noch nicht zuverlässig bemerkst, wann dein Welpe unruhig wird. Ein starrer Zeitplan ist jedoch nicht für jeden Hund notwendig. Beobachte zunehmend den individuellen Rhythmus deines Welpen.
Wie lange dauert es, bis mein Welpe nachts durchschläft?
Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Manche Welpen schlafen nach wenigen Tagen bereits längere Abschnitte, andere benötigen mehrere Wochen. Auch die körperliche Entwicklung der Blasenkontrolle spielt eine Rolle.
Was mache ich, wenn mein Welpe nachts immer wieder aufsteht?
Prüfe zunächst, ob er sich lösen muss. Ist dies nicht der Fall, halte die Umgebung ruhig und reduziere zusätzliche Reize. Manchen Welpen hilft es, wenn ihre Bezugsperson einfach in der Nähe bleibt, bis sie wieder zur Ruhe finden.
Kann mein Welpe direkt alleine in einem anderen Zimmer schlafen?
Manche Welpen könnten damit zurechtkommen, für viele ist die vollständige räumliche Trennung unmittelbar nach dem Einzug jedoch eine sehr große zusätzliche Veränderung. Ein schrittweiser Aufbau ist häufig leichter.
Wann sollte ich wegen nächtlicher Unruhe zum Tierarzt?
Wenn dein Welpe neben der Unruhe Schmerzen zeigt, ungewöhnlich apathisch oder schwach wirkt, erbricht, starken Durchfall hat, sich extrem häufig lösen muss oder insgesamt deutlich krank wirkt, sollte eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Fazit: In der ersten Nacht braucht dein Welpe vor allem Sicherheit
Die erste Nacht mit deinem Welpen muss weder perfekt noch vollkommen ruhig verlaufen. Für deinen jungen Hund ist sie Teil einer gewaltigen Veränderung. Er muss nicht nur an einem neuen Ort schlafen – er muss überhaupt erst verstehen, dass dieses neue Zuhause nun sein sicherer Lebensraum ist.
Wenn dein Welpe fiept oder deine Nähe sucht, bedeutet das nicht, dass er dich manipuliert oder „austestet“. Häufig zeigt er schlicht, dass ihm die neue Situation noch schwerfällt.
Hilf ihm mit Ruhe, einem überschaubaren Schlafplatz, verständlichen Abläufen und deiner verlässlichen Präsenz. Gleichzeitig darf die Nacht auch Nacht bleiben: wenig Action, kurze Toilettengänge und möglichst viel Ruhe.
So entsteht Schritt für Schritt das, was in der Welpenzeit wichtiger ist als jede schnelle Trainingsleistung: Vertrauen, Orientierung und eine verständliche Beziehung zwischen dir und deinem Hund.
Welpenkurs in Stuttgart – sicher durch die ersten Tage und Nächte
Du möchtest deinen Welpen von Anfang an ruhig und verständlich begleiten? In unserem Welpenkurs in Stuttgart beschäftigen wir uns mit den wichtigen Grundlagen der ersten Wochen – von Eingewöhnung, Schlaf und Stubenreinheit bis zu Orientierung, Körpersprache und einem entspannten gemeinsamen Alltag.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt stehen verständliche Kommunikation, freiwillige Orientierung und der Aufbau einer vertrauensvollen Mensch-Hund-Beziehung.
Wenn dein Welpe noch nicht eingezogen ist, kannst du dich außerdem in unserer Kaufberatung für Welpen in Stuttgart individuell auf die ersten Tage und Nächte vorbereiten.
Für zusätzliche Orientierung rund um Vorbereitung und Eingewöhnung findest du außerdem die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Homepage.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode
Wenn du deinen Welpen von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die Welpenzeit.
Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
Welpenbuch bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Kategorien
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.