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Hygiene bei Kind und Hund

  • Isabel Scheu
  • 02.01.2026
  • Kind und Hund

Wie du Kind & Hund hygienisch sicher zusammenleben lässt

Kind und Hund dürfen sich nah sein, gemeinsam spielen, kuscheln und miteinander aufwachsen. Dafür braucht es keine sterile Wohnung – aber einige klare Hygieneregeln. Sie schützen dein Kind und deinen Hund, ohne aus einem liebevollen Familienleben eine permanente Sorge vor Keimen zu machen.

Ein Kind lacht, der Hund kommt neugierig dazu, beide liegen gemeinsam auf dem Teppich – für viele Familien gehören genau diese Momente zum Alltag. Gleichzeitig entstehen Fragen: Wie viel Nähe ist hygienisch unproblematisch? Darf der Hund die Hände des Kindes ablecken? Muss nach jedem Streicheln sofort gewaschen werden? Und wie sauber müssen Pfoten, Körbchen oder Hundespielzeug eigentlich sein?

Wenn Kinder und Hunde gemeinsam aufwachsen, entsteht eine besondere Bindung – aber auch eine besondere Verantwortung. Hygiene schützt nicht nur vor Krankheit. Sie schafft einen Rahmen, in dem Nähe sicher stattfinden kann.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den Hund als „schmutzig“ oder gefährlich zu betrachten. Hunde gehören mitten ins Leben. Sie laufen allerdings draußen über Erde, Wiesen und Straßen, nehmen Gegenstände ins Maul, schnüffeln an Hinterlassenschaften anderer Tiere und bringen damit zwangsläufig andere Mikroorganismen mit nach Hause als wir Menschen.

In diesem Beitrag erfährst du deshalb, wie du mit einfachen und alltagstauglichen Maßnahmen dafür sorgst, dass das Zusammenleben von Kind und Hund liebevoll, entspannt und hygienisch sinnvoll bleibt.

Kurze Antwort: Kind und Hund können hygienisch sicher sehr eng zusammenleben. Hände sollten insbesondere vor dem Essen sowie nach Kontakt mit Kot, Futter, Näpfen oder stark verschmutztem Hundezubehör gewaschen werden. Gesicht und offene Wunden sollten nicht abgeleckt werden. Hundebett, Näpfe und Spielzeug werden regelmäßig gereinigt und die Parasitenvorsorge wird individuell mit der Tierarztpraxis abgestimmt.

Warum Hygiene im Familienalltag mit Hund wichtig ist

Hunde sind wunderbare Familienbegleiter – gleichzeitig kommen sie täglich mit einer Vielzahl von Umweltreizen in Berührung.

Sie schnüffeln am Boden, laufen über Erde und Straßen, begegnen anderen Hunden und können mit Kot, Pflanzen, Pfützen oder Wildtierspuren in Kontakt kommen.

Dadurch können Hunde auch Keime, Parasiten und Schmutz in ihr Umfeld tragen.

Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches.

Besonders kleine Kinder berühren jedoch häufig den Boden, stecken ihre Hände in den Mund und essen vielleicht kurz nach dem Spielen. Deshalb ist bei ihnen ein bewusster Umgang mit Hygiene besonders sinnvoll.

Auch wenn sich das Immunsystem eines Kindes noch entwickelt, bedeutet das nicht, dass der Hund auf Abstand gehalten werden muss.

Wir Erwachsenen übernehmen vielmehr die Verantwortung dafür, Nähe und Hygiene sinnvoll miteinander zu verbinden.

Händewaschen ist die wichtigste Hygieneregel

Gute Handhygiene gehört zu den einfachsten und wirkungsvollsten Maßnahmen im Zusammenleben mit Haustieren.

Dabei muss dein Kind nicht nach jedem kurzen Streicheln panisch zum Waschbecken geschickt werden.

Besonders wichtig ist gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife in bestimmten Situationen.

Hände sollten besonders gewaschen werden

  • vor dem Essen
  • nach dem Gassigehen und Kontakt mit stark verschmutzten Pfoten
  • nach dem Einsammeln oder versehentlichen Kontakt mit Hundekot
  • nach Kontakt mit Erbrochenem oder Durchfall
  • nach dem Reinigen von Näpfen
  • nach intensivem Kontakt mit Hundespielzeug oder Hundebett
  • vor dem Umgang mit Babyflaschen, Schnullern oder Lebensmitteln

Gerade vor dem Essen und nach Kontakt mit Ausscheidungen oder Tierzubehör wird Händewaschen auch von Gesundheitsbehörden ausdrücklich empfohlen. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Hygiene kindgerecht vermitteln statt Angst zu machen

Kinder müssen nicht wissen, welche Bakterien oder Parasiten wissenschaftlich hinter einer Hygieneregel stehen.

Einfache Rituale funktionieren oft besser:

  • „Nach dem Garten waschen wir unsere Hände.“
  • „Vor dem Essen sind unsere Hände sauber.“
  • „Der Hund hat seine Schüssel und wir unsere.“
  • „Der Hund darf uns gern begrüßen, aber nicht übers Gesicht lecken.“
  • „Hundekot räumt immer ein Erwachsener weg.“

Eine kleine Fußbank am Waschbecken kann helfen, damit auch jüngere Kinder selbstständig ans Wasser gelangen.

So wird Hygiene zu einer normalen Gewohnheit und nicht zu einem Zeichen dafür, dass mit dem Hund angeblich etwas „unsauber“ sei.

Essen, Löffel und Eis besser nicht mit dem Hund teilen

Auch wenn es manchmal niedlich aussieht: Kind und Hund sollten nicht abwechselnd am selben Eis, Löffel oder Lebensmittel lecken.

Hunde nehmen draußen mit dem Maul zahlreiche Dinge auf, die wir Menschen normalerweise nicht in den Mund nehmen würden.

Außerdem besitzt jedes Tier eine natürliche Mundflora.

Deshalb gilt eine einfache Regel:

Das Essen des Kindes bleibt beim Kind – und das Futter des Hundes beim Hund.

Hundenäpfe gehören nicht in den Spielbereich des Kindes

Futternäpfe und Wasserschüsseln sind Gebrauchsgegenstände des Hundes.

Besonders Futternäpfe können mit Futterresten und Speichel in Kontakt kommen.

Deshalb sollten sie nicht als Spielzeug verwendet werden und möglichst außerhalb des eigentlichen Kinderspielbereichs stehen.

Auch dein Beitrag zur Ersten Hilfe und möglichen Vergiftungen zeigt, wie wichtig es ist, Futter und andere für den Hund bestimmte Dinge klar zu organisieren.

  • Futternapf nach der Mahlzeit reinigen.
  • Wassernapf regelmäßig säubern und frisch befüllen.
  • Kinder nicht aus dem Hundenapf trinken lassen.
  • Kinderspielzeug nicht in Näpfen ablegen.
  • Futterreste nicht stundenlang offen stehen lassen.

Das Gesicht des Kindes sollte für die Hundezunge tabu bleiben

So freundlich ein Hundekuss gemeint sein mag: Das Abschlecken im Gesicht sollte möglichst vermieden werden.

Besonders Augen, Mund und andere Schleimhäute sind empfindlicher als gesunde Haut.

Auch die CDC empfiehlt, Kinder Haustiere nicht küssen zu lassen und Tiere nicht Gesicht oder Mund ablecken zu lassen. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

Eine einfache Regel reicht:

„Du darfst unseren Hund streicheln und bei ihm sitzen – aber dein Gesicht bleibt etwas auf Abstand.“

Was tun, wenn der Hund das Kind doch einmal im Gesicht ableckt?

Kein Grund zur Panik.

Im Familienalltag wird es passieren, dass ein Hund schneller ist als wir.

  • Gesicht mit Wasser reinigen.
  • Bei Bedarf eine milde Seife verwenden, soweit die Haut betroffen ist.
  • Augen nicht mit verschmutzten Händen reiben lassen.
  • Hände des Kindes anschließend waschen.

Ein zusätzliches Zähneputzen nur aufgrund eines normalen Hundekusses ist nicht notwendig.

Wichtig ist vielmehr, direkten Kontakt mit Mund, Augen und insbesondere offenen Wunden möglichst zu vermeiden.

Offene Wunden sollte der Hund nicht ablecken

Die Vorstellung, Hundespeichel würde eine Wunde „sauber lecken“, hält sich hartnäckig.

Bei menschlichen Wunden ist das jedoch keine sinnvolle Behandlung.

Hat dein Kind einen Kratzer, eine Schürfwunde oder eine andere offene Hautstelle, sollte der Hund nicht daran lecken.

Kommt es trotzdem dazu, wird die Wunde gereinigt und anschließend beobachtet.

Hundebett und Rückzugsort regelmäßig sauber halten

Der Schlafplatz des Hundes ist nicht nur hygienisch, sondern auch emotional ein wichtiger Bereich.

Er sollte regelmäßig gereinigt werden und möglichst über waschbare Decken oder Bezüge verfügen.

Gleichzeitig sollte das Hundebett kein Spielplatz für Kinder sein.

Das hat zwei Vorteile:

  • Haare und Schmutz bleiben stärker auf den Hundebereich begrenzt.
  • Der Hund behält einen geschützten Rückzugsort.

Hygiene und respektvoller Umgang greifen hier unmittelbar ineinander.

Muss der Hund ins Kinderbett dürfen?

Für ein liebevolles Zusammenleben ist es nicht notwendig, dass Kind und Hund jedes Bett und jede Decke teilen.

Gerade bei Babys und kleinen Kindern ist eine klare Trennung der Schlafbereiche sinnvoll.

Das Kinderbett bleibt Kinderbereich – das Hundebett Hundebereich.

Nähe kann auf unzählige andere Arten entstehen.

Pfoten nach dem Spaziergang kontrollieren – aber nicht zwanghaft waschen

Nach Spaziergängen lohnt sich ein kurzer Blick auf die Pfoten.

Sind sie stark verschmutzt, nass oder mit Streusalz beziehungsweise anderem Schmutz belastet, kannst du sie mit einem feuchten Tuch oder Wasser reinigen.

Eine intensive Reinigung nach jedem normalen Spaziergang ist hingegen meist nicht nötig.

Eine Reinigung ist besonders sinnvoll bei

  • Schlamm
  • Streusalz
  • sichtbarem Kotkontakt
  • Öl oder unbekannten Substanzen
  • starker Verschmutzung nach Regen

Regelmäßige Fellpflege gehört zur guten Familienhygiene

Bürsten entfernt lose Haare, Schmutz und unterstützt gleichzeitig die regelmäßige Kontrolle der Haut.

Dabei kannst du frühzeitig entdecken:

  • Zecken
  • Flöhe oder Flohkot
  • Hautveränderungen
  • kleine Verletzungen
  • Verfilzungen
  • ungewöhnliche Knoten oder Schwellungen

Einen Hund ständig zu baden, um ihn „keimfrei“ zu halten, ist dagegen weder nötig noch sinnvoll.

Parasitenkontrolle schützt Hund und Familie

Neben normaler Fellpflege spielt die Kontrolle auf Zecken und Flöhe eine wichtige Rolle.

Parasiten sind nicht automatisch ein Zeichen schlechter Hygiene.

Ein Hund kann sich trotz eines sehr sauberen Haushalts draußen Zecken oder Flöhe einfangen.

Deshalb sind regelmäßige Kontrolle und ein dem individuellen Risiko angepasster Parasitenschutz sinnvoll.

Wurmvorsorge individuell statt nach einem starren Schema

Ein hygienischer Familienalltag umfasst auch die Vorsorge gegen Darmparasiten.

Dabei gilt jedoch nicht: Jeder Hund wird automatisch in exakt demselben Abstand entwurmt.

Wie häufig eine Kotuntersuchung oder Entwurmung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom individuellen Risiko ab.

Eine Rolle spielen beispielsweise

  • Alter des Hundes
  • Freilauf
  • Jagdverhalten
  • Fressen von Beutetieren oder Aas
  • Rohfütterung
  • Reisen
  • Kontakt zu anderen Tieren
  • enger Kontakt zu kleinen Kindern oder anderen besonders gefährdeten Personen

ESCCAP empfiehlt eine risikobasierte Parasitenkontrolle. Bei engem Kontakt zu kleinen Kindern kann eine intensivere Vorsorge sinnvoll sein; welche Strategie passt, sollte mit der Tierarztpraxis besprochen werden. :contentReference[oaicite:3]{index=3}

Regelmäßige tierärztliche Vorsorge gehört dazu

Hygiene endet nicht beim Putzen.

Regelmäßige Gesundheitskontrollen, ein sinnvoller Impfstatus und eine individuelle Parasitenvorsorge helfen dabei, den Hund gesund zu halten.

Ein gesunder Hund ist die beste Grundlage für einen entspannten Familienalltag.

Hundekot konsequent und hygienisch entfernen

Eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit möglichen Parasiten ist erstaunlich einfach:

Hundekot bleibt weder im Garten noch auf dem Spazierweg liegen.

Einige Wurmstadien können über Kot in die Umwelt gelangen und dort lange überleben. Deshalb empfiehlt ESCCAP, Hunde- und Katzenkot konsequent zu entfernen und anschließend die Hände zu waschen. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

Kinder sollten Hundekot grundsätzlich nicht selbst aufnehmen.

Kinderspielzeug und Hundespielzeug besser trennen

Auch bei Spielzeug hilft eine klare Ordnung.

Hundespielzeug wird bekaut, durch die Wohnung getragen und teilweise auch draußen benutzt.

Kinderspielzeug – insbesondere Gegenstände, die Babys und Kleinkinder in den Mund nehmen – sollte deshalb nicht dauerhaft als Hundespielzeug verwendet werden.

  • eigener Hundespielzeugkorb
  • eigene Spielzeugkiste für das Kind
  • Schnuller und Beißringe für den Hund unerreichbar aufbewahren
  • Hundespielzeug regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • beschädigte Spielsachen entsorgen

Hundezubehör und Lebensmittelbereiche möglichst trennen

Näpfe, verschmutztes Hundespielzeug und Zubehör müssen nicht zwischen Lebensmitteln, Babyflaschen oder Kindergeschirr liegen.

Besonders in der Küche helfen klare Bereiche.

Auch Gesundheitsbehörden empfehlen, Tierzubehör möglichst aus Bereichen herauszuhalten, in denen Lebensmittel zubereitet oder gegessen werden. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Hygiene bedeutet nicht weniger Nähe zwischen Kind und Hund

Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft dieses Beitrags.

Ein Kind darf seinen Hund streicheln.

Sie dürfen gemeinsam auf dem Teppich liegen, Spaziergänge erleben, zusammen im Garten sein und eine enge Beziehung entwickeln.

Gute Hygiene bedeutet lediglich, bestimmte Grenzen bewusst einzuhalten.

Nähe und Hygiene sind keine Gegensätze.

Was du hygienisch nicht übertreiben musst

Im Bestreben, alles richtig zu machen, kann leicht das andere Extrem entstehen.

Nicht notwendig ist beispielsweise:

  • nach jedem einzelnen Streicheln sofort Hände zu desinfizieren
  • den Hund täglich zu baden
  • die Wohnung permanent zu desinfizieren
  • Kind und Hund grundsätzlich räumlich zu trennen
  • nach jedem Spaziergang alle Pfoten intensiv mit Shampoo zu waschen
  • aus Angst vor Keimen auf gemeinsamen Körperkontakt vollständig zu verzichten

Normale Sauberkeit, Handhygiene und veterinärmedizinische Vorsorge reichen in einem gesunden Familienalltag normalerweise aus.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Klare Grenzen schaffen Sicherheit

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeite ich als lizenzierte Hundetrainerin nach der Methode von Anton Fichtlmeier.

Auch beim Zusammenleben von Kind und Hund bedeutet Sicherheit für mich nicht permanente Kontrolle oder Verbote.

Viel wichtiger sind klare und verständliche Grenzen:

  • Das Hundebett gehört dem Hund.
  • Das Kindergesicht wird nicht abgeschleckt.
  • Futter und Näpfe gehören nicht ins Kinderspiel.
  • Kinderspielzeug bleibt Kinderspielzeug.
  • Erwachsene übernehmen Verantwortung für schwierige Situationen.

Solche Regeln schaffen Orientierung – für den Hund ebenso wie für das Kind.

Hygiene mit Kind und Hund im Alltag in Stuttgart

Gerade im Stadtalltag kommen Hunde mit vielen unterschiedlichen Oberflächen und Umweltreizen in Kontakt.

Ob auf Gehwegen in Stuttgart-Ost, auf der Waldebene Ost, im Rotwildpark, in öffentlichen Grünanlagen oder nach einem Regentag im Wald – Pfoten und Fell können entsprechend verschmutzt sein.

Das bedeutet nicht, dass dein Hund nach jedem Spaziergang komplett gereinigt werden muss.

Ein kurzer Check an der Wohnungstür reicht häufig aus:

  • Sind die Pfoten stark verschmutzt?
  • Hat der Hund Kontakt mit Kot gehabt?
  • Ist das Fell nass oder schlammig?
  • Hat er sich in etwas Unangenehmem gewälzt?
  • Gibt es Zecken oder andere Auffälligkeiten?

Dann wird gereinigt, wenn es tatsächlich nötig ist – nicht aus einem automatischen Hygieneritual heraus.

Typische Hygienefehler im Alltag mit Kind und Hund

  • Der Hund darf regelmäßig Gesicht und Mund des Kindes ablecken.
  • Kind und Hund teilen Besteck oder Lebensmittel.
  • Hundekot bleibt im Familiengarten liegen.
  • Näpfe werden nur selten gereinigt.
  • Hundespielzeug landet dauerhaft im Kinderbett.
  • Kinder spielen im Hundekorb.
  • Parasitenvorsorge wird vollständig vernachlässigt.
  • Pfoten werden entweder nie oder zwanghaft nach jedem Spaziergang gereinigt.
  • Hygiene wird so streng betrieben, dass das Kind Angst vor normalem Hundekontakt entwickelt.

Der Hygienecheck für Familien mit Kind und Hund

  • Waschen wir vor dem Essen zuverlässig die Hände?
  • Bleiben Mund und Gesicht möglichst frei von Hundelecken?
  • Hat der Hund einen eigenen Schlafplatz?
  • Werden Hundebett und Decken regelmäßig gereinigt?
  • Reinigen wir Futter- und Wassernäpfe regelmäßig?
  • Trennen wir Kinderspielzeug und Hundespielzeug?
  • Entfernen wir Hundekot konsequent?
  • Kontrollieren wir den Hund regelmäßig auf Parasiten?
  • Ist die Wurmvorsorge an das individuelle Risiko angepasst?
  • Reinigen wir Pfoten dann, wenn sie tatsächlich verschmutzt sind?
  • Wissen unsere Kinder, welche Hygieneregeln gelten?
  • Bleibt trotz aller Regeln genügend Raum für Nähe und gemeinsames Leben?

FAQ – Hygiene bei Kind und Hund

Muss mein Kind nach jedem Streicheln des Hundes die Hände waschen?

Nicht nach jeder kurzen Berührung muss daraus ein großes Ritual werden. Besonders wichtig ist Händewaschen jedoch vor dem Essen und nach Kontakt mit Kot, Futter, Näpfen, stark verschmutzten Pfoten oder Tierzubehör.

Darf mein Hund die Hände meines Kindes ablecken?

Bei gesunder Haut ist ein gelegentlicher Kontakt normalerweise kein Grund zur Panik. Vor dem Essen sollten die Hände anschließend gewaschen werden. Offene Wunden sollten nicht abgeleckt werden.

Darf mein Hund das Gesicht meines Kindes ablecken?

Besser nicht. Besonders Augen, Mund und andere Schleimhäute sollten möglichst nicht mit Hundespeichel in Kontakt kommen.

Muss mein Kind nach einem Hundekuss die Zähne putzen?

Nein, ein zusätzliches Zähneputzen ist nach einem versehentlichen Hundekuss normalerweise nicht erforderlich. Gesicht und Hände können gereinigt werden. Wichtig ist vor allem, direkten Kontakt des Hundes mit Mund, Augen und offenen Wunden möglichst zu vermeiden.

Wie oft muss ein Hund in einem Haushalt mit Kindern entwurmt werden?

Das hängt vom individuellen Risiko des Hundes ab. Freilauf, Jagdverhalten, Rohfütterung, Reisen und enger Kontakt zu kleinen Kindern können die notwendige Vorsorge beeinflussen. Gemeinsam mit der Tierarztpraxis sollte entschieden werden, welche Kombination aus Kotuntersuchungen und Entwurmung sinnvoll ist.

Muss ich meinem Hund nach jedem Spaziergang die Pfoten waschen?

Nein. Bei normalen sauberen Pfoten ist das nicht nötig. Eine Reinigung ist besonders bei Schlamm, Streusalz, Kotkontakt oder anderen sichtbaren Verschmutzungen sinnvoll.

Darf mein Kind im Hundekorb liegen?

Besser nicht. Der Hund sollte einen eigenen geschützten Rückzugsort besitzen. Das ist nicht nur hygienischer, sondern verhindert auch, dass der Hund an seinem Ruheplatz bedrängt wird.

Ist ein Haushalt mit Hund für kleine Kinder grundsätzlich unhygienisch?

Nein. Ein gut versorgter Hund kann selbstverständlich eng mit einer Familie zusammenleben. Entscheidend sind normale Handhygiene, tierärztliche Vorsorge, Parasitenkontrolle, saubere Näpfe und Liegeplätze sowie klare Regeln für besonders engen Kontakt.

Fazit: Hygiene schafft sichere Nähe – keine Distanz

Kind und Hund können ein wundervolles Team sein.

Dafür muss der Hund weder aus dem Familienleben ausgeschlossen noch die Wohnung ständig desinfiziert werden.

Viel wichtiger sind einfache Regeln, die sich selbstverständlich in den Alltag integrieren lassen.

Hände vor dem Essen waschen. Hundekot entfernen. Gesicht und offene Wunden nicht ablecken lassen. Näpfe und Schlafplätze sauber halten. Kinderspielzeug und Hundespielzeug sinnvoll trennen. Pfoten reinigen, wenn sie tatsächlich schmutzig sind. Parasitenvorsorge individuell mit der Tierarztpraxis abstimmen.

Genau daraus entsteht ein gesundes Mittelmaß zwischen Sorglosigkeit und übertriebener Vorsicht.

Gleichzeitig lernen Kinder etwas Wertvolles: Nähe bedeutet nicht Grenzenlosigkeit.

Sie lernen, dass der Hund eigene Dinge, einen eigenen Ruheplatz und andere Bedürfnisse hat – und dass gegenseitige Rücksicht ein Teil von Freundschaft ist.

Hygiene ist deshalb kein Verzicht auf Nähe. Sie ist der Rahmen, in dem Kind und Hund unbeschwert Nähe erleben können.

Du möchtest Kind und Hund sicher durch den Alltag begleiten?

Du bist unsicher, welche Regeln sinnvoll sind oder wie du Nähe, Grenzen und Rückzugsräume in eurer Familie gestalten kannst?

Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir gemeinsam auf eure individuelle Situation und darauf, wie klare Kommunikation, Orientierung und ein respektvoller Umgang einen entspannten Familienalltag ermöglichen – nach der Methode von Anton Fichtlmeier.

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