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Silvester: was passiert im Hundegehirn

  • Isabel Scheu
  • 02.12.2025
  • Silvester

Silvester: Was passiert im Hundegehirn bei Panik?

Stell dir vor: Es ist dunkel, plötzlich knallt und zischt es, Lichtblitze erhellen den Himmel und der Geruch von Feuerwerk liegt in der Luft. Für uns Menschen gehört das für viele zu Silvester dazu. Für einen geräuschempfindlichen Hund kann dieselbe Situation jedoch innerhalb weniger Sekunden einen massiven Alarmzustand auslösen. Sein Gehirn bewertet die plötzlich auftretenden Reize als mögliche Gefahr – und das gesamte Nervensystem stellt sich auf Schutz und Überleben ein. Genau diesen inneren Alarm beschreibt auch dein ursprünglicher Beitrag. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Panik beim Hund ist deshalb kein Zeichen schlechter Erziehung, mangelnden Gehorsams oder fehlender Bindung. Ein Hund entscheidet sich nicht bewusst dafür, an Silvester zu zittern, zu fliehen, zu erstarren oder nicht mehr ansprechbar zu sein. Viele dieser Reaktionen laufen automatisch ab.

Besonders belastend ist, dass Silvester mehrere Reize gleichzeitig kombiniert: laute Knallgeräusche, Lichtblitze, Vibrationen, Feuerwerksgeruch und eine veränderte Atmosphäre. Ein Hund, der ohnehin empfindlich auf Geräusche reagiert, kann dadurch sehr schnell seine individuelle Belastungsgrenze erreichen.

In diesem Ratgeber erfährst du ausführlich, was bei Silvesterangst und Panik im Hundegehirn passiert, warum Fight, Flight und Freeze keine bewussten Entscheidungen sind, welche Rolle Amygdala, Nervensystem und Stresshormone spielen und wie du deinen Hund in einem akuten Panikmoment sinnvoll unterstützen kannst.

Kurze Antwort: Bei Panik bewertet das Gehirn deines Hundes eine Situation als akute Bedrohung. Das Stresssystem wird aktiviert, Herzfrequenz und Atmung verändern sich und der Körper bereitet sich auf Flucht, Abwehr oder Erstarren vor. In diesem Zustand kann dein Hund deutlich schlechter lernen oder auf bekannte Signale reagieren. Deshalb geht es während einer akuten Panik zuerst um Sicherheit, Reizreduktion und Schutz – nicht um Training oder Gehorsam.

Warum Panik beim Hund nichts mit Ungehorsam zu tun hat

Wenn ein Hund unter normalen Bedingungen zuverlässig auf Signale reagiert, kann es für Halter erschreckend sein, wenn an Silvester plötzlich scheinbar „nichts mehr funktioniert“.

Doch ein panischer Hund befindet sich nicht in einer normalen Trainingssituation. Sein Organismus versucht, auf eine vermeintliche Bedrohung zu reagieren. Genau deshalb ist Panik auch kein Widerspruch zu guter Erziehung – ein Punkt, den bereits der ursprüngliche Beitrag ausdrücklich hervorhebt. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Ein „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ kann in diesem Zustand erheblich schwieriger oder unmöglich werden. Das bedeutet nicht, dass dein Hund das Signal vergessen hat. Seine Aufmerksamkeit liegt momentan vollständig auf der vermeintlichen Gefahr.

Fight, Flight oder Freeze – die drei typischen Reaktionen bei Angst

Wird ein Reiz als bedrohlich bewertet, kann der Körper unterschiedliche Schutzreaktionen zeigen. Dein ursprünglicher Beitrag beschreibt dabei drei zentrale Muster: Fight, Flight und Freeze. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

Flight – Flucht

Der Hund versucht, Abstand zum Auslöser zu gewinnen. Er zieht an der Leine, sucht ein Versteck, rennt zur Tür oder versucht zu entkommen.

Fight – Abwehr

Sieht der Hund keine Möglichkeit zur Flucht, kann er defensiver werden, knurren, bellen oder in extremer Bedrängung nach vorne reagieren.

Freeze – Erstarren

Der Hund bewegt sich kaum noch, wirkt wie eingefroren und reagiert möglicherweise nicht auf Ansprache – obwohl sein Körper innerlich weiterhin stark aktiviert ist.

Diese Reaktionsmuster sind nicht bewusst geplant. Der Hund entscheidet nicht: „Jetzt werde ich fliehen“ oder „Jetzt friere ich ein.“ Sie gehören zu automatischen Schutzmechanismen des Nervensystems.

Warum Freeze häufig unterschätzt wird

Ein fliehender Hund wirkt offensichtlich ängstlich. Freeze dagegen kann leicht fehlinterpretiert werden. Ein Hund steht still, bewegt sich kaum und „macht nichts“. Von außen kann das fast ruhig aussehen.

Der ursprüngliche Beitrag beschreibt jedoch genau das Gegenteil: Auch beim Erstarren kann der Körper innerlich hoch alarmiert bleiben. Herz, Atmung und Stresssystem arbeiten weiter. :contentReference[oaicite:3]{index=3}

Mögliche Hinweise auf Freeze sind

  • sehr starre Körperhaltung
  • kaum Bewegung
  • weit geöffnete Augen
  • angespannte Gesichtsmuskulatur
  • kaum Reaktion auf Ansprache
  • keine Futterannahme
  • plötzliches Erstarren während eines Spaziergangs

Ein Hund im Freeze braucht deshalb nicht mehr Druck oder lautere Aufforderungen. Er braucht Sicherheit und möglichst wenig zusätzliche Belastung.

Was im Hundegehirn bei einem Silvesterknall passiert

Die Prozesse im Gehirn und Nervensystem sind komplex. Vereinfacht lässt sich die Reaktion jedoch in mehrere Schritte aufteilen. Der ursprüngliche Beitrag beschreibt dabei die sensorische Wahrnehmung, Amygdala, Hypothalamus, Stressachse und das autonome Nervensystem. :contentReference[oaicite:4]{index=4}

Reiz wird wahrgenommen

Ohr und Auge registrieren beispielsweise einen Knall und einen Lichtblitz.

Gefahr wird bewertet

Gehirnregionen wie die Amygdala sind an der emotionalen Bewertung potenziell bedrohlicher Reize beteiligt.

Stresssystem wird aktiviert

Der Körper mobilisiert Energie, damit er auf eine mögliche Gefahr reagieren kann.

Schutzreaktion folgt

Abhängig von Situation, Erfahrung und individuellen Faktoren kann Flucht, Abwehr oder Erstarren auftreten.

Welche Rolle spielt die Amygdala bei Angst?

Die Amygdala wird häufig vereinfacht als eine Art „Alarmzentrale“ beschrieben. Sie ist an der Verarbeitung emotional bedeutsamer Reize beteiligt und spielt bei Angstreaktionen eine wichtige Rolle.

Wird ein Geräusch als möglicherweise gefährlich bewertet, können über weitere Gehirnstrukturen sehr schnell körperliche Stressreaktionen ausgelöst werden.

Deshalb kann ein Hund auf einen plötzlichen Knall reagieren, bevor er die Situation in Ruhe „prüfen“ könnte. Genau das macht Feuerwerk für viele Hunde so schwierig: Es kommt unerwartet und lässt sich kaum kontrollieren.

Adrenalin, Cortisol und körperliche Stressreaktionen

Wird das Stresssystem aktiviert, verändert sich nicht nur das Verhalten. Auch der Körper bereitet sich auf eine mögliche Gefahr vor.

Im Ausgangstext werden dabei unter anderem Adrenalin und Cortisol genannt. :contentReference[oaicite:5]{index=5}

Du kannst dann beispielsweise beobachten

  • schnelleren Herzschlag
  • heftigere oder schnellere Atmung
  • starkes Hecheln
  • Zittern
  • erhöhte Muskelspannung
  • erweiterte Pupillen
  • veränderte Verdauung
  • Unruhe oder starke Bewegungsbereitschaft

Solche Veränderungen zeigen, dass Angst nicht einfach eine „schlechte Angewohnheit“ ist. Der ganze Organismus reagiert.

Das autonome Nervensystem – wenn der Körper automatisch reagiert

Das autonome Nervensystem steuert viele Vorgänge, die dein Hund nicht bewusst beeinflusst.

Bei einer wahrgenommenen Bedrohung wird unter anderem der sympathische Anteil aktiviert. Dadurch werden Ressourcen für eine schnelle Reaktion mobilisiert.

Genau deshalb kannst du einen panischen Hund nicht einfach auffordern, „sich zusammenzureißen“. Die körperliche Reaktion läuft nicht wie ein bewusst gewähltes Verhalten ab.

Warum ein panischer Hund kaum noch lernen kann

Training funktioniert am besten, wenn ein Hund Reize noch wahrnehmen und verarbeiten kann, ohne vollständig von Angst überwältigt zu werden.

In starker Panik liegt der Fokus dagegen auf unmittelbarer Gefahrenbewältigung. Deshalb kann dein Hund bekannte Signale ignorieren, Futter verweigern oder auf deine Stimme kaum reagieren.

Das bedeutet für Silvester: Wenn dein Hund bereits in massiver Panik ist, ist nicht der richtige Zeitpunkt für Sitz, Platz, Rückruftraining oder Gewöhnungsübungen. Jetzt zählen Sicherheit und Stabilisierung.

Warum Silvester für Hunde besonders belastend sein kann

Silvester besteht nicht nur aus einem einzelnen Knall. Mehrere Reize treten gleichzeitig und unvorhersehbar auf. Genau diese Kombination beschreibt auch der ursprüngliche Beitrag. :contentReference[oaicite:6]{index=6}

Knallgeräusche

Lautstärke, Richtung und Abstand ändern sich ständig.

Lichtblitze

Auch bei geschlossenen Fenstern können Feuerwerksblitze sichtbar bleiben.

Gerüche

Rauch und Feuerwerksrückstände verändern die vertraute Umgebung.

Vibrationen

Besonders nahes Feuerwerk kann zusätzlich über Boden und Gebäude wahrgenommen werden.

Veränderte Menschen

Besucher, Feierlaune, Musik und ungewohnte Tagesabläufe können weitere Belastungen darstellen.

Keine Vorhersehbarkeit

Der Hund kann weder Zeitpunkt noch Richtung des nächsten Knalls einschätzen.

Warum sich Silvesterangst von Jahr zu Jahr verstärken kann

Erlebt dein Hund dieselbe Situation immer wieder als massiv belastend, kann sich die negative Erwartung festigen.

Dadurch kann er im nächsten Jahr bereits auf erste Vorboten reagieren: einzelne Böller am Nachmittag, bestimmte Gerüche oder Veränderungen im Tagesablauf.

Mehr darüber findest du im Beitrag Vom Trauma zur Routine – wie sich Angst durch Wiederholung verstärken kann.

Genau deshalb sollte Silvesterangst nicht Jahr für Jahr nur verwaltet werden. Frühzeitige Vorbereitung kann helfen, den Belastungskreislauf zu verändern.

Was du tun kannst, wenn dein Hund in Panik gerät

Ist der Panikmodus bereits erreicht, geht es nicht mehr darum, deinen Hund zu erziehen. Der ursprüngliche Beitrag nennt deshalb vor allem Rückzug, ruhige Begleitung und das Vermeiden von Zwang. :contentReference[oaicite:7]{index=7}

  • Hund zuverlässig vor Flucht sichern
  • Fenster und Außentüren schließen
  • Rollläden oder Vorhänge schließen
  • Rückzugsort zugänglich lassen
  • Geräuschbelastung soweit möglich reduzieren
  • keine Kommandos erzwingen
  • Hund nicht aus seinem Versteck ziehen
  • Nähe anbieten, wenn dein Hund sie sucht
  • körperlichen Kontakt nicht erzwingen
  • selbst möglichst ruhig und vorhersehbar handeln

Weitere konkrete Sofortmaßnahmen findest du im Beitrag Was tun, wenn dein Hund panisch reagiert?

Deine Ruhe kann helfen – aber sie ersetzt keine Angstbehandlung

Hunde nehmen unsere Körpersprache, Bewegungen und Stimme sehr genau wahr. Ein ruhiges, vorhersehbares Verhalten kann deshalb zusätzliche Orientierung geben.

Dein ursprünglicher Beitrag nennt an dieser Stelle ebenfalls eine sanfte Stimme und ruhige Ausstrahlung. :contentReference[oaicite:8]{index=8} Mehr dazu findest du im Beitrag Dein Hund nimmt deine Stimmung auf – bleib ruhig für ihn.

Wichtig ist aber: Deine Ruhe allein kann eine ausgeprägte Silvesterangst nicht „wegmachen“. Sie ist ein wichtiger Teil der Begleitung, ersetzt aber weder Training noch Management oder tierärztliche Unterstützung.

Darfst du deinen Hund während einer Panik trösten?

Sucht dein Hund deine Nähe, darfst du sie ihm geben. Du musst einen verängstigten Hund nicht ignorieren.

Er lehnt sich an dich

Bleib ruhig bei ihm und biete Kontakt an.

Er möchte gestreichelt werden

Ruhige Berührung ist in Ordnung, solange dein Hund sie freiwillig zulässt.

Er zieht sich zurück

Respektiere seinen Abstand und lass seinen sicheren Platz ungestört.

Er möchte keinen Kontakt

Halte ihn nicht fest und zwinge ihn nicht zum Kuscheln.

Warum Vorbereitung besser ist als erst in der Panik zu reagieren

Je stärker dein Hund an Silvester reagiert, desto weniger solltest du dich ausschließlich auf Maßnahmen am 31. Dezember verlassen.

Zu einer guten Vorbereitung gehören

  • Stressanzeichen frühzeitig erkennen
  • Soundtraining frühzeitig und kleinschrittig aufbauen
  • einen vertrauten Rückzugsort etablieren
  • Sicherheitsausrüstung überprüfen
  • Tagesablauf für Silvester planen
  • Betreuung organisieren
  • bei starker Angst rechtzeitig tierärztliche Beratung einholen

Silvesterangst beim Hund in Stuttgart – wenn Stadtgeräusche zusätzlich belasten

Für Hunde in Stuttgart kann Silvester je nach Wohnlage sehr unterschiedlich ausfallen. In dichter bebauten Wohngebieten können Knallgeräusche zwischen Häuserfassaden besonders schwer lokalisierbar sein. Gleichzeitig treten einzelne Böller häufig schon Tage vor dem eigentlichen Jahreswechsel auf.

Für einen geräuschempfindlichen Hund kann dadurch bereits vor dem 31. Dezember eine erhöhte Grundanspannung entstehen.

Hinzu kommen typische Stadtgeräusche wie Straßenverkehr, Straßenbahnen, Sirenen oder Baustellen. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Hund in Stuttgart stärker unter Geräuschangst leiden muss. Entscheidend ist immer, wie der einzelne Hund Reize verarbeitet und welche Erfahrungen er damit gemacht hat.

In unserer Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart schauen wir deshalb individuell darauf, wann dein Hund erste Stresssignale zeigt, welche Geräusche für ihn schwierig sind und wie ein sinnvoller Trainings- und Managementplan aufgebaut werden kann.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Erst verstehen, was dein Hund zeigt

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Körpersprache und Orientierung.

Gerade bei Angst und Panik ist es wichtig, nicht nur auf spektakuläre Reaktionen wie Flucht oder heftiges Zittern zu achten.

Oft beginnt Überforderung viel früher: Die Körperhaltung verändert sich, der Hund nimmt kein Futter mehr, beobachtet seine Umgebung intensiver, wird langsamer oder sucht plötzlich Distanz.

Diese feinen Signale zeigen uns, wann wir handeln sollten – bevor der Hund in eine Situation gerät, die er nicht mehr bewältigen kann.

Erst kommunizieren – dann konditionieren. Gerade bei Geräuschangst bedeutet das: erst den emotionalen Zustand des Hundes verstehen und dann entscheiden, ob Training überhaupt noch möglich ist oder ob zunächst Sicherheit und Distanz notwendig sind.

FAQ – was passiert bei Silvesterpanik im Hundegehirn?

Was passiert im Gehirn eines Hundes bei Panik?

Das Gehirn bewertet eine Situation als akute Bedrohung und aktiviert verschiedene Stress- und Schutzsysteme. Der Körper wird auf Flucht, Abwehr oder Erstarren vorbereitet.

Warum hört mein Hund bei Silvester plötzlich nicht mehr?

In starker Angst richtet sich seine Aufmerksamkeit auf die vermeintliche Gefahr. Bekannte Signale können dadurch deutlich schlechter verarbeitet werden.

Was bedeutet Fight, Flight und Freeze beim Hund?

Flight beschreibt Fluchtverhalten, Fight defensive oder abwehrende Reaktionen und Freeze das Erstarren. Diese Reaktionsmuster sind Teil automatischer Schutzmechanismen.

Ist Freeze beim Hund auch Angst?

Ja. Ein äußerlich stiller Hund kann innerlich hochgradig angespannt sein. Erstarren sollte deshalb nicht automatisch mit Entspannung verwechselt werden.

Welche Rolle spielt die Amygdala bei Angst?

Die Amygdala ist an der emotionalen Bewertung von Reizen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der schnellen Verarbeitung potenzieller Bedrohungen.

Warum hechelt und zittert mein Hund bei Feuerwerk?

Angst aktiviert körperliche Stressreaktionen. Dadurch können sich Herzfrequenz, Atmung, Muskelspannung und Verhalten deutlich verändern.

Darf ich meinen panischen Hund trösten?

Ja. Sucht dein Hund freiwillig deine Nähe, darfst du ihm ruhig Kontakt anbieten. Möchte er Abstand, solltest du seinen Rückzug respektieren.

Soll ich in der Panik noch trainieren?

Nein. Bei massiver Panik geht es zunächst um Sicherheit und Reizreduktion. Training sollte in Situationen stattfinden, in denen dein Hund noch ansprechbar und lernfähig ist.

Kann Silvesterangst mit den Jahren schlimmer werden?

Ja. Wiederholte belastende Erfahrungen können dazu führen, dass ein Hund immer früher und stärker auf bestimmte Reize oder Vorboten reagiert.

Wann sollte ich mit Silvesterangst zum Tierarzt?

Bei starker Panik, Selbstgefährdung, massiven Fluchtreaktionen oder erheblicher Belastung solltest du rechtzeitig vor Silvester tierärztliche Unterstützung einplanen.

Kann eine Hundeschule in Stuttgart bei Silvesterangst helfen?

Ja. Eine individuelle Einschätzung kann helfen, frühe Stresssignale zu erkennen, einen passenden Trainingsaufbau zu entwickeln und Sicherheits- sowie Managementmaßnahmen für den Jahreswechsel vorzubereiten.

Fazit: Panik ist ein Schutzmechanismus – kein Fehlverhalten

Was für uns Menschen an Silvester ein buntes Spektakel sein kann, kann für einen Hund innerhalb weniger Sekunden das gesamte Stresssystem aktivieren.

Fight, Flight und Freeze sind keine bewussten Entscheidungen. Auch Zittern, Fluchtverhalten oder fehlende Ansprechbarkeit bedeuten nicht, dass dein Hund schlecht erzogen ist.

Genau darin liegt auch die zentrale Aussage des ursprünglichen Beitrags: Silvester kann beim Hund einen echten neurologischen Alarmzustand auslösen, bei dem Stresssystem und Schutzmechanismen übernehmen. :contentReference[oaicite:9]{index=9}

Deine Aufgabe besteht deshalb nicht darin, deinen Hund mitten in der Panik zu kontrollieren. Schütze ihn, reduziere Belastung, respektiere Rückzug und hole dir rechtzeitig Unterstützung, wenn seine Angst sehr stark ist.

Je besser du verstehst, was im Körper und Gehirn deines Hundes passiert, desto leichter kannst du sein Verhalten als das sehen, was es in diesem Moment ist: ein Versuch, sich vor einer empfundenen Gefahr zu schützen.

Dein Hund reagiert panisch auf Feuerwerk oder andere Geräusche?

Du möchtest seine Stresssignale früher erkennen und ihn gezielt auf schwierige Situationen vorbereiten?

Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir individuell darauf, wann dein Hund erste Anzeichen von Überforderung zeigt, welche Geräusche ihn belasten und wie ein sinnvoller Trainings- und Managementplan aussehen kann.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen Kommunikation, Körpersprache, Orientierung und eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung im Mittelpunkt.

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Praktische Helfer für mehr Sicherheit & Ruhe an Silvester

Rund um Silvester können plötzlich auftretende Knallgeräusche selbst für sonst entspannte Hunde eine Herausforderung sein. Neben einem ruhigen Rückzugsort und einem vorausschauenden Management können einige praktische Hilfsmittel dabei unterstützen, deinen Hund bestmöglich durch den Jahreswechsel zu begleiten.

Gehörschutz für Hunde

Ein Gehörschutz kann für manche Hunde eine zusätzliche Möglichkeit sein, Geräusche von außen etwas abzuschirmen. Wichtig ist, dass dein Hund den Gehörschutz bereits vor Silvester in Ruhe kennenlernen kann. Er sollte niemals erst während einer akuten Angstsituation angelegt oder gegen den Willen des Hundes verwendet werden.

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GPS-Tracker für zusätzliche Sicherheit

Gerade rund um Silvester ist eine gute Sicherung besonders wichtig. Ein GPS-Tracker kann eine zusätzliche Absicherung sein, falls dein Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entlaufen sollte. Er ersetzt natürlich weder Leine noch eine sichere Ausrüstung.

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Adressanhänger mit Telefonnummer

Eine einfache, aber sinnvolle zusätzliche Absicherung ist ein gut lesbarer Anhänger mit deiner Telefonnummer. Wird dein Hund gefunden, kann die Kontaktaufnahme dadurch schnell und unkompliziert erfolgen.

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Schleckmatte für ruhige Beschäftigung

Eine Schleckmatte kann deinem Hund eine ruhige Beschäftigung anbieten, sofern er an Silvester noch Futter annehmen kann. Sie sollte bereits vorher bekannt sein und kann beispielsweise in einem geschützten Rückzugsbereich angeboten werden.

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Wichtig: Hilfsmittel ersetzen kein individuell angepasstes Training. Zeigt dein Hund an Silvester starke Angst oder Panik, sollte die Situation frühzeitig mit einer fachkundigen Ansprechperson und gegebenenfalls tierärztlich besprochen werden.

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