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Sind Zahnerkrankungen erblich

  • Isabel Scheu
  • 20.11.2025
  • Zähne

Sind Zahnerkrankungen beim Hund erblich?

Du putzt deinem Hund regelmäßig die Zähne, achtest auf seine Zahngesundheit und trotzdem bildet sich immer wieder Zahnstein? Oder du kennst zwei Hunde, die ähnlich gehalten und gefüttert werden, bei denen aber einer schon früh deutliche Zahnprobleme entwickelt, während der andere bis ins höhere Alter vergleichsweise unauffällige Zähne hat?

Dann stellt sich schnell die Frage: Sind Zahnerkrankungen beim Hund erblich? Tatsächlich können genetische und rassebedingte Faktoren die Zahngesundheit beeinflussen. Allerdings bedeutet eine genetische Veranlagung nicht automatisch, dass ein Hund zwangsläufig eine bestimmte Zahnerkrankung entwickeln wird.

Faktoren wie Kieferform, Zahnstellung, Größe des Hundes, Fehlstellungen oder bestimmte anatomische Besonderheiten können dazu führen, dass sich Plaque leichter ansammelt oder einzelne Zahnflächen schwieriger zu reinigen sind. Gleichzeitig spielen Zahnpflege, Alter, individuelle Voraussetzungen und regelmäßige tierärztliche Kontrollen eine wichtige Rolle.

Deshalb lohnt sich gerade bei Hunden mit einer erhöhten Veranlagung eine konsequente Zahnpflege . Auch im Alltag mit Hunden in Stuttgart und Stuttgart-Ost kann die regelmäßige Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch helfen, Veränderungen frühzeitig zu entdecken.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Zahnprobleme beim Hund genetisch oder rassebedingt begünstigt sein können, warum kleine Hunderassen häufiger betroffen sind, welche Rolle Kiefer und Zahnstellung spielen und wie du trotz genetischer Veranlagung sinnvoll vorbeugen kannst.

Kurze Antwort: Ja, bei einigen Zahn- und Gebissproblemen kann eine genetische beziehungsweise rassebedingte Veranlagung eine Rolle spielen. Vererbt werden können beispielsweise anatomische Merkmale, die Zahnfehlstellungen, einen engen Kiefer oder andere Gebissbesonderheiten begünstigen. Erkrankungen wie Parodontitis entstehen dagegen nicht einfach nur aufgrund der Gene. Hier wirken mehrere Faktoren zusammen – darunter Plaque, individuelle Anfälligkeit, Zahnstellung und Zahnpflege.

Was bedeutet „erblich“ bei Zahnerkrankungen des Hundes?

Wenn von erblichen Zahnproblemen gesprochen wird, entsteht schnell der Eindruck, dass eine bestimmte Erkrankung unmittelbar von den Elterntieren auf den Welpen übertragen wird.

So einfach ist es jedoch häufig nicht.

Bei vielen Problemen geht es vielmehr um eine genetische Veranlagung oder um vererbte anatomische Merkmale. Ein Hund kann beispielsweise eine bestimmte Kieferform oder Zahnstellung haben, die es wahrscheinlicher macht, dass sich an bestimmten Stellen Beläge ansammeln.

Ob daraus tatsächlich eine Erkrankung entsteht und wie stark sie ausgeprägt ist, hängt zusätzlich von vielen weiteren Faktoren ab.

  • individuelle Zahn- und Kieferanatomie
  • Zahnstellung
  • Größe und Form des Kiefers
  • Alter des Hundes
  • Plaquebildung
  • Zahnpflegeroutine
  • bestehende Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen
  • regelmäßige tierärztliche Kontrollen

Deshalb ist es sinnvoller, von einer erhöhten Anfälligkeit zu sprechen als davon, dass ein Hund eine bestimmte Zahnerkrankung zwangsläufig „geerbt“ hat.

Wie beeinflusst die Genetik die Zahngesundheit beim Hund?

Die genetische Ausstattung kann verschiedene körperliche Merkmale beeinflussen, die wiederum Auswirkungen auf das Gebiss haben.

Besonders relevant sind dabei Kiefergröße, Kieferform und Zahnstellung. Stehen Zähne beispielsweise sehr eng nebeneinander oder befinden sie sich nicht in einer günstigen Position, entstehen Bereiche, die schwieriger sauber zu halten sind.

Dort kann sich Plaque leichter ansammeln. Wird sie nicht regelmäßig entfernt, kann daraus mit der Zeit Zahnstein entstehen.

Entscheidend ist also die Unterscheidung: Die Gene können bestimmte Voraussetzungen schaffen – die spätere Zahngesundheit wird aber von mehreren Faktoren beeinflusst.

Kieferform und Zahnstellung – warum die Anatomie so wichtig ist

Ein wichtiger Faktor für die Zahngesundheit ist das Verhältnis zwischen Kiefergröße und vorhandenen Zähnen.

Besonders bei kleinen Hunden können relativ viele Zähne auf engem Raum stehen. Dadurch können enge Zahnzwischenräume und schwer erreichbare Bereiche entstehen.

Auch Fehlstellungen können die natürliche Selbstreinigung des Gebisses und die Zahnpflege erschweren.

Mögliche anatomische Risikofaktoren sind:

  • sehr enger Kiefer
  • gedrängt stehende Zähne
  • gedrehte oder verschobene Zähne
  • Überbiss oder Unterbiss
  • persistierende Milchzähne
  • fehlende Zähne
  • andere angeborene Gebissbesonderheiten

Solche Besonderheiten bedeuten nicht automatisch, dass dein Hund krank ist. Sie können aber dazu führen, dass bestimmte Bereiche des Gebisses genauer kontrolliert werden sollten.

Warum haben kleine Hunderassen häufiger Zahnprobleme?

Besonders häufig wird über Zahnprobleme bei kleinen Hunden gesprochen. Tatsächlich können kleine Hunderassen aufgrund ihrer anatomischen Voraussetzungen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Zahnerkrankungen haben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder kleine Hund automatisch schlechte Zähne bekommt.

Ein wichtiger Punkt ist die Größe des Kiefers. In einem kleinen Maul stehen die Zähne teilweise enger zusammen. Dadurch können Bereiche entstehen, in denen sich Beläge leichter festsetzen und die mechanische Reinigung schwieriger wird.

Mehr zu den Besonderheiten einzelner Hunde findest du im Beitrag Hunderassen mit besonderen Zahnproblemen .

Welche Hunderassen können besonders anfällig für Zahnprobleme sein?

Eine pauschale Einteilung in „gute“ und „schlechte“ Zähne nach Rasse wäre zu einfach. Dennoch gibt es Hunderassen beziehungsweise Körperformen, bei denen bestimmte anatomische Voraussetzungen häufiger vorkommen.

Dazu zählen unter anderem kleine Hunderassen und Hunde mit sehr kurzem Fang.

Zu den häufig genannten Rassen gehören beispielsweise:

  • Chihuahua
  • Yorkshire Terrier
  • Malteser
  • Zwergspitz beziehungsweise Pomeranian
  • Mops
  • Französische Bulldogge

Entscheidend ist dabei weniger der Rassename allein als die individuelle Anatomie. Auch innerhalb derselben Rasse können Zahnstellung und Zahngesundheit deutlich unterschiedlich sein.

Warum können kurzköpfige Hunde Zahnprobleme entwickeln?

Bei brachyzephalen beziehungsweise kurzköpfigen Hunden ist der Schädel verkürzt. Die Zähne müssen dennoch im vorhandenen Kiefer Platz finden.

Dadurch können Zahnfehlstellungen oder eng stehende Zähne vorkommen. Solche Bereiche können schwieriger zu reinigen sein.

Deshalb lohnt sich bei Hunden mit ausgeprägten anatomischen Besonderheiten eine besonders sorgfältige Kontrolle des gesamten Gebisses.

Haben große Hunde automatisch bessere Zähne?

Nein. Auch große Hunde können Plaque, Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und andere Zahnerkrankungen entwickeln.

Bestimmte Probleme können sich jedoch unterscheiden. Bei Hunden, die sehr harte Gegenstände kauen, können beispielsweise Zahnfrakturen auftreten.

Deshalb sollte auch bei großen Hunden das Gebiss regelmäßig kontrolliert werden. Ein großer Kiefer ersetzt keine Zahnpflege.

Ist Zahnstein beim Hund erblich?

Zahnstein selbst sollte nicht einfach als „vererbte Krankheit“ betrachtet werden.

Allerdings können genetisch beeinflusste Faktoren dazu beitragen, dass ein Hund leichter Beläge entwickelt oder bestimmte Zahnflächen schwieriger sauber zu halten sind.

Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass manche Hunde trotz vergleichbarer Haltung deutlich schneller Zahnstein entwickeln als andere.

Eine entsprechende Veranlagung macht regelmäßige Zahnpflege also nicht weniger wichtig – sondern eher wichtiger.

Ist Parodontitis beim Hund erblich?

Auch bei Parodontitis beim Hund sollte zwischen einer Erkrankung und einer möglichen individuellen beziehungsweise rassebedingten Anfälligkeit unterschieden werden.

Plaque und die daraus entstehenden Entzündungsprozesse spielen bei parodontalen Erkrankungen eine zentrale Rolle.

Gleichzeitig können anatomische Voraussetzungen wie eng stehende Zähne dazu beitragen, dass Plaque schlechter entfernt werden kann.

Deshalb können manche Hunde ein erhöhtes Risiko besitzen, ohne dass Parodontitis einfach „von den Eltern vererbt“ wird.

Können fehlende Zähne beim Hund erblich sein?

Bei manchen Hunden sind einzelne bleibende Zähne nicht angelegt. Eine solche Nichtanlage von Zähnen wird als Hypodontie bezeichnet.

Ob tatsächlich ein Zahn fehlt oder beispielsweise im Kiefer verblieben ist, lässt sich allein durch einen Blick ins Maul nicht immer sicher beurteilen. Bei entsprechenden Auffälligkeiten kann deshalb eine tierärztliche beziehungsweise zahnmedizinische Abklärung sinnvoll sein.

Persistierende Milchzähne – warum kleine Hunde häufiger betroffen sein können

Normalerweise werden die Milchzähne während des Zahnwechsels durch die bleibenden Zähne ersetzt.

Manchmal bleibt ein Milchzahn jedoch bestehen, obwohl der entsprechende bleibende Zahn bereits durchgebrochen ist.

Solche persistierenden Milchzähne kommen besonders bei kleinen Hunden vor.

Zwischen dicht nebeneinander stehenden Zähnen können sich leichter Futterreste und Plaque ansammeln. Außerdem kann ein persistierender Milchzahn die Stellung des bleibenden Zahnes beeinflussen.

Bleibt während des Zahnwechsels ein Milchzahn neben einem bleibenden Zahn stehen, sollte dies tierärztlich kontrolliert werden.

Sind Überbiss und Unterbiss beim Hund erblich?

Auch die Kieferentwicklung und damit bestimmte Gebissformen können genetisch beeinflusst werden.

Ein Über- oder Unterbiss muss nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen. Entscheidend ist, ob Zähne ungünstig aufeinander treffen, Weichteile verletzen oder andere funktionelle Probleme entstehen.

Im ursprünglichen Zusammenhang findest du hierzu auch unseren Beitrag über Kieferanomalien und Zahnprobleme .

Was bedeutet die Zahngesundheit der Elterntiere für einen Welpen?

Die Zahngesundheit der Elterntiere kann Hinweise auf bestimmte familiär gehäuft auftretende Merkmale geben. Trotzdem lässt sich daraus nicht sicher vorhersagen, wie sich die Zähne eines einzelnen Welpen entwickeln werden.

Bei der Entwicklung des Gebisses spielen sowohl genetische Voraussetzungen als auch die individuelle Entwicklung eine Rolle.

Deshalb sollte das Gebiss eines jungen Hundes während des Zahnwechsels regelmäßig kontrolliert werden – unabhängig davon, ob bei den Elterntieren Zahnprobleme bekannt sind.

Können Geschwister unterschiedliche Zahngesundheit haben?

Ja. Selbst Hunde aus demselben Wurf können sich hinsichtlich Kieferentwicklung, Zahnstellung und späterer Zahngesundheit unterscheiden.

Eine familiäre Veranlagung bedeutet deshalb nicht, dass alle verwandten Hunde exakt dieselben Zahnprobleme entwickeln.

Jeder Hund sollte individuell betrachtet und sein Gebiss regelmäßig kontrolliert werden.

Kann man Zahnproblemen trotz genetischer Veranlagung vorbeugen?

Eine genetische Veranlagung kannst du nicht verändern. Du kannst jedoch sehr wohl beeinflussen, wie konsequent die Zahngesundheit deines Hundes kontrolliert und unterstützt wird.

Gerade bei einem Hund mit erhöhtem Risiko lohnt es sich, Zahnpflege nicht erst dann zum Thema zu machen, wenn bereits deutlicher Zahnstein oder entzündetes Zahnfleisch vorhanden ist.

Warum Zähneputzen bei genetischer Veranlagung besonders wichtig ist

Regelmäßiges Zähneputzen hilft dabei, weiche Plaque mechanisch von den Zahnflächen zu entfernen.

Gerade wenn Zähne eng oder ungünstig stehen, können sich Beläge an schwer erreichbaren Stellen besonders leicht ansammeln.

Deshalb sollte bei erhöhtem Risiko besonders auf eine passende Zahnbürste und eine regelmäßige Zahnpflegeroutine geachtet werden.

Wichtig ist dabei nicht möglichst kräftiges Putzen, sondern eine regelmäßige, sorgfältige und für den Hund akzeptable Reinigung.

Können Kauartikel genetisch bedingte Zahnprobleme verhindern?

Kauartikel können die Zahnpflege je nach Produkt und Hund ergänzen, ersetzen aber nicht automatisch die mechanische Reinigung der Zähne.

Besonders bei Hunden mit eng stehenden Zähnen oder ausgeprägter Plaquebildung solltest du dich deshalb nicht allein auf Kauprodukte verlassen.

Gleichzeitig sollten extrem harte Kauobjekte kritisch betrachtet werden, weil sie die Zähne stark belasten und im ungünstigen Fall Zahnverletzungen begünstigen können.

Wann sollte ein Hund mit erhöhtem Zahnrisiko zum Tierarzt?

Wie häufig eine professionelle Zahnkontrolle sinnvoll ist, hängt vom individuellen Hund und seinem Zahnstatus ab. Ein starres Intervall ist deshalb nicht für jeden Hund gleichermaßen passend.

Bei bekannten Zahnfehlstellungen, schneller Zahnsteinbildung oder bereits bestehenden Zahnproblemen können engmaschigere Kontrollen sinnvoll sein.

Eine zeitnahe tierärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:

  • starkem oder neu auftretendem Mundgeruch
  • gerötetem oder blutendem Zahnfleisch
  • deutlichem Zahnstein
  • lockeren oder beschädigten Zähnen
  • Problemen beim Kauen
  • einseitigem Kauen
  • auffälligen Zahn- oder Kieferfehlstellungen
  • persistierenden Milchzähnen
  • Schwellungen im Maul- oder Gesichtsbereich

Ist bereits deutlicher Zahnstein vorhanden, kann eine professionelle Zahnsteinentfernung erforderlich werden. Ob und wann dies notwendig ist, sollte tierärztlich entschieden werden.

Zahngesundheit beim Hund im Alltag in Stuttgart

Ob Chihuahua, Malteser, Französische Bulldogge oder Mischling: Auch für Hundehalter in Stuttgart und Stuttgart-Ost lohnt es sich, die Zahnkontrolle zu einer normalen Alltagsroutine zu machen.

Gerade wenn dein Hund aufgrund seiner Größe, Kieferform oder Zahnstellung ein erhöhtes Risiko besitzt, können wenige Minuten regelmäßige Zahnpflege langfristig einen wichtigen Unterschied machen.

Gleichzeitig ist die Maulkontrolle eine wertvolle Alltagssituation: Dein Hund lernt, dass das Anheben der Lefzen, das Betrachten der Zähne und kurze Berührungen im Kopfbereich nichts Bedrohliches sind.

Das kann nicht nur die Zahnpflege zu Hause erleichtern, sondern auch Untersuchungen beim Tierarzt angenehmer machen.

Checkliste: Hat dein Hund ein erhöhtes Risiko für Zahnprobleme?

Folgende Punkte können ein Anlass sein, die Zahngesundheit besonders aufmerksam im Blick zu behalten:

  • dein Hund gehört zu einer sehr kleinen Hunderasse
  • die Zähne stehen sehr eng
  • einzelne Zähne sind deutlich verdreht oder verschoben
  • dein Hund hat einen ausgeprägten Über- oder Unterbiss
  • Milchzähne bleiben während des Zahnwechsels stehen
  • einzelne bleibende Zähne scheinen zu fehlen
  • dein Hund bildet auffällig schnell Zahnstein
  • es bestehen bereits Zahnfleischprobleme
  • bei verwandten Hunden sind ähnliche Gebissbesonderheiten bekannt
  • die tägliche Zahnreinigung ist aufgrund der Zahnstellung schwierig

Trifft einer oder mehrere Punkte zu, bedeutet das nicht automatisch, dass dein Hund eine Zahnerkrankung entwickeln wird. Es spricht aber dafür, die Zahngesundheit besonders konsequent zu kontrollieren.

FAQ – erbliche Zahnerkrankungen beim Hund

Sind Zahnerkrankungen beim Hund erblich?

Einige Zahn- und Gebissprobleme können genetisch beziehungsweise rassebedingt beeinflusst sein. Häufig wird jedoch nicht eine Erkrankung direkt vererbt, sondern eine anatomische oder individuelle Veranlagung, die das Risiko erhöhen kann.

Ist Zahnstein beim Hund erblich?

Zahnstein selbst ist nicht einfach eine vererbte Erkrankung. Genetisch beeinflusste Faktoren wie Kieferform oder Zahnstellung können jedoch dazu beitragen, dass sich Plaque leichter ansammelt und ein Hund schneller Zahnstein entwickelt.

Ist Parodontitis beim Hund erblich?

Eine individuelle oder rassebedingte Anfälligkeit kann eine Rolle spielen. Parodontitis entsteht jedoch durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und sollte nicht als rein genetische Erkrankung betrachtet werden.

Welche Hunde haben besonders häufig Zahnprobleme?

Kleine Hunderassen und Hunde mit eng stehenden oder fehlgestellten Zähnen können ein erhöhtes Risiko besitzen. Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Zahn- und Kieferanatomie.

Warum haben kleine Hunde häufiger Zahnstein?

In kleinen Kiefern können Zähne enger stehen. Dadurch entstehen Bereiche, die schwieriger zu reinigen sind und in denen sich Plaque leichter ansammeln kann.

Können Zahnfehlstellungen beim Hund vererbt werden?

Die Entwicklung von Kiefer und Gebiss wird auch genetisch beeinflusst. Deshalb können bestimmte Zahn- und Kieferstellungen familiär beziehungsweise rassebedingt gehäuft auftreten.

Sind fehlende Zähne beim Hund erblich?

Die Nichtanlage einzelner Zähne kann genetisch beeinflusst sein. Ob ein Zahn tatsächlich nicht angelegt ist oder lediglich nicht sichtbar durchgebrochen ist, sollte bei Bedarf tierärztlich abgeklärt werden.

Sind persistierende Milchzähne erblich?

Persistierende Milchzähne kommen besonders bei kleinen Hunderassen vor. Bleibt ein Milchzahn stehen, obwohl der bleibende Zahn bereits durchbricht, sollte das Gebiss tierärztlich kontrolliert werden.

Kann ich Zahnprobleme trotz genetischer Veranlagung verhindern?

Nicht jedes Zahnproblem lässt sich vollständig verhindern. Regelmäßiges Zähneputzen, Zahnkontrollen und eine frühzeitige tierärztliche Abklärung können jedoch dazu beitragen, Probleme früher zu erkennen und beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren.

Kann ein Hund trotz guter Zahnpflege Zahnstein bekommen?

Ja. Die individuelle Plaquebildung, Zahnstellung und andere Faktoren unterscheiden sich von Hund zu Hund. Gute Zahnpflege kann das Risiko reduzieren, garantiert aber nicht, dass niemals Zahnstein entsteht.

Wie erkenne ich, ob mein Hund schlechte Zähne geerbt hat?

Von „schlechten Zähnen geerbt“ sollte man nicht pauschal sprechen. Auffällige Zahnstellungen, fehlende Zähne, persistierende Milchzähne oder eine schnelle Entwicklung von Zahnproblemen können jedoch Gründe für eine genauere tierärztliche Beurteilung sein.

Haben große Hunde weniger Zahnprobleme?

Nicht grundsätzlich. Auch große Hunde können Zahnstein, Zahnfleischerkrankungen oder beschädigte Zähne entwickeln. Die Art und Häufigkeit einzelner Probleme kann sich jedoch unterscheiden.

Fazit: Gene beeinflussen die Zahngesundheit – sie bestimmen sie aber nicht allein

Zahnprobleme beim Hund können durch genetische und rassebedingte Faktoren begünstigt werden. Besonders Kieferform, Zahnstellung und angeborene Gebissbesonderheiten können beeinflussen, wie leicht sich Plaque ansammelt und wie gut einzelne Zahnflächen gereinigt werden können.

Kleine Hunderassen und Hunde mit sehr engem oder anatomisch verändertem Gebiss verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit.

Trotzdem gilt: Genetische Veranlagung ist nicht gleichbedeutend mit einer unvermeidbaren Zahnerkrankung. Zahnpflege, regelmäßige Kontrollen und eine frühzeitige Abklärung von Veränderungen bleiben wichtige beeinflussbare Faktoren.

Je besser du das individuelle Gebiss deines Hundes kennst, desto schneller fallen dir Veränderungen auf – unabhängig davon, ob dein Hund genetisch besonders anfällig ist oder nicht.

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