Pfotenliebe Blog

Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

Themen im Blog

Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

BLOG DURCHSUCHEN

Wonach suchst du?

Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.

Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.

Herzwürmer

  • Isabel Scheu
  • 18.09.2025
  • Würmer

Herzwürmer beim Hund – Risiko im Urlaub, Symptome, Übertragung & Schutz

Du planst einen Urlaub mit deinem Hund in Italien, Spanien, Griechenland, Kroatien oder einer anderen wärmeren Region Europas? Dann gehören nicht nur Einreisebestimmungen, Reiseapotheke und Hitzeschutz auf deine Checkliste. Auch der Schutz vor bestimmten Reisekrankheiten und Parasiten sollte rechtzeitig vor der Abfahrt besprochen werden.

Besonders wichtig ist dabei der Herzwurm beim Hund (Dirofilaria immitis). Anders als viele Darmwürmer wird dieser Parasit nicht über Kot oder kontaminierte Erde übertragen, sondern durch bestimmte Stechmücken.

Das Tückische: Nach einer Infektion können Monate vergehen, bevor überhaupt Beschwerden auftreten. Dein Hund kann nach dem Urlaub vollkommen gesund wirken, obwohl sich die Parasiten bereits in seinem Körper entwickeln. Auch andere Wurminfektionen können lange ohne offensichtliche Symptome verlaufen.

Unbehandelt kann eine Herzwurmerkrankung Herz, Lungengefäße und weitere Organe erheblich belasten und im fortgeschrittenen Stadium lebensbedrohlich werden.

In diesem Ratgeber erfährst du ausführlich, wie Herzwürmer übertragen werden, in welchen Urlaubsländern ein Risiko bestehen kann, welche Symptome möglich sind, wann ein Herzwurmtest sinnvoll ist und wie du deinen Hund vor und während einer Reise schützen kannst.

Herzwürmer beim Hund kurz erklärt

Herzwürmer (Dirofilaria immitis) werden durch Stechmücken übertragen. Erwachsene Würmer befinden sich vor allem in den Lungenarterien und können bei stärkerem Befall auch Bereiche des rechten Herzens betreffen. Besonders relevant ist das Risiko bei Reisen in Regionen, in denen der Parasit vorkommt. Da die Erkrankung lange symptomlos bleiben kann und die Behandlung einer bestehenden Infektion aufwendig ist, sind eine rechtzeitige Reiseberatung, geeignete Prophylaxe und Mückenschutz besonders wichtig.

Was sind Herzwürmer beim Hund?

Der Herzwurm Dirofilaria immitis gehört zu den Fadenwürmern. Er verursacht beim Hund eine sogenannte kardiopulmonale Dirofilariose beziehungsweise Herzwurmerkrankung.

Der Name „Herzwurm“ ist etwas vereinfachend. Erwachsene Würmer befinden sich hauptsächlich in den Lungenarterien. Bei stärkerem Befall können sie auch in Bereiche des rechten Herzens gelangen.

Weibliche Würmer können eine beträchtliche Länge erreichen. Entscheidend für die gesundheitlichen Folgen ist jedoch nicht allein ihre Größe. Die Parasiten und die durch sie ausgelösten Veränderungen können die Lungengefäße schädigen und das Herz-Kreislauf-System zunehmend belasten.

Damit unterscheidet sich der Herzwurm deutlich von klassischen Darmparasiten wie Spulwürmern oder Bandwürmern.

Wie werden Herzwürmer auf Hunde übertragen?

Herzwürmer werden nicht direkt von Hund zu Hund übertragen. Für ihren Lebenszyklus benötigen sie eine geeignete Stechmücke als Vektor.

Vereinfacht läuft die Übertragung folgendermaßen ab:

  • Eine geeignete Stechmücke nimmt beim Blutsaugen an einem infizierten Tier sogenannte Mikrofilarien auf.
  • In der Mücke entwickeln sich diese bei geeigneten Bedingungen zu infektiösen Larvenstadien weiter.
  • Bei einer späteren Blutmahlzeit können infektiöse Larven auf einen anderen Hund übertragen werden.
  • Die Larven entwickeln sich anschließend über mehrere Monate im Körper des Hundes weiter.
  • Die erwachsenen Würmer siedeln sich vor allem in den Lungenarterien an.

Deshalb reicht der Kontakt mit einem infizierten Hund allein nicht für eine direkte Ansteckung aus.

Mehr über diesen besonderen Infektionsweg erfährst du auch unter Mücken und Herzwürmer beim Hund.

Kann mein Hund durch einen einzigen Mückenstich Herzwürmer bekommen?

Theoretisch kann bereits der Stich einer infizierten und übertragungsfähigen Mücke zu einer Infektion führen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mückenstich automatisch Herzwürmer überträgt.

Dafür müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: Die betreffende Mückenart muss als Vektor geeignet sein, sie muss zuvor infektiöse Entwicklungsstadien aufgenommen haben und diese müssen sich in der Mücke weit genug entwickelt haben.

Trotzdem zeigt dieser Übertragungsweg, warum allein das Vermeiden sichtbarer Risikosituationen nicht ausreicht. Anders als bei manchen Darmparasiten kann dein Hund den entscheidenden Kontakt mit dem Parasiten nicht selbst „sehen“ oder vermeiden.

In welchen Ländern besteht ein Herzwurmrisiko für Hunde?

Besonders bekannt ist Dirofilaria immitis aus wärmeren Regionen Europas. Das Risiko ist jedoch nicht innerhalb eines ganzen Landes überall gleich und kann sich regional verändern.

Für Hundehalter aus Stuttgart und Baden-Württemberg ist das besonders relevant, weil beliebte Reiseziele mit dem Auto schnell erreichbar sind.

Zu den europäischen Reisezielen, bei denen Herzwürmer bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollten, gehören je nach Region unter anderem:

  • Italien
  • Spanien
  • Portugal
  • Griechenland
  • Kroatien
  • Teile Frankreichs
  • verschiedene Regionen Südosteuropas
  • weitere Gebiete, in denen geeignete Vektoren und der Parasit vorkommen

Statt sich ausschließlich auf allgemeine Länderlisten zu verlassen, solltest du das konkrete Reiseziel mit deiner Tierarztpraxis besprechen. Das gilt besonders bei längeren Aufenthalten, Campingreisen, Reisen mit viel Aufenthalt im Freien oder Fahrten in bekannte Risikogebiete.

Gibt es Herzwürmer auch in Deutschland?

Diese Frage wird für Hundehalter zunehmend relevant. Durch Reiseverkehr, importierte beziehungsweise aus Risikogebieten stammende Hunde, geeignete Mückenarten und veränderte klimatische Bedingungen können sich die Voraussetzungen für die Übertragung von Vektorparasiten verändern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Deutschland pauschal dasselbe Herzwurmrisiko besitzt wie etablierte Endemiegebiete im Mittel- und Südeuropa.

Entscheidend ist immer die aktuelle regionale epidemiologische Situation.

Dass sich klimatische Veränderungen grundsätzlich auf Parasiten und ihre Überträger auswirken können, erklären wir auch im Beitrag Wie der Klimawandel Parasiten beeinflusst.

Warum sind Herzwürmer für Hunde so gefährlich?

Erwachsene Herzwürmer leben vor allem in den Lungenarterien. Dort können sie Entzündungsreaktionen und Veränderungen der Gefäßwände verursachen.

Mit zunehmender Erkrankung können dadurch unter anderem:

  • die Lungengefäße geschädigt werden,
  • der Widerstand im Lungenkreislauf steigen,
  • das rechte Herz zunehmend belastet werden,
  • die körperliche Leistungsfähigkeit abnehmen
  • und bei schweren Verläufen Herz-Kreislauf-Komplikationen entstehen.

Wie stark ein Hund erkrankt, hängt unter anderem von der Anzahl der Würmer, der Dauer der Infektion, der individuellen Reaktion des Körpers und der körperlichen Aktivität ab.

Die Herzwurmerkrankung gehört damit zu den Parasitosen, bei denen ein Hund bereits erhebliche Veränderungen entwickeln kann, bevor dem Halter eindeutige Symptome auffallen.

Welche Symptome verursachen Herzwürmer beim Hund?

Eine häufige Google-Suchanfrage lautet: „Woran erkenne ich Herzwürmer beim Hund?“ Genau hier liegt das Problem: In frühen Stadien kann ein infizierter Hund vollkommen unauffällig wirken.

Erst mit zunehmender Erkrankung können Symptome auftreten.

Mögliche Anzeichen sind unter anderem:

  • Husten
  • Husten nach körperlicher Belastung
  • verminderte Ausdauer
  • schnelle Ermüdung
  • reduzierte Leistungsfähigkeit
  • Atemprobleme
  • Gewichtsverlust
  • verminderter Appetit
  • Schwäche
  • in fortgeschrittenen Fällen Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum

Diese Beschwerden sind allerdings nicht spezifisch für Herzwürmer. Husten oder Leistungsschwäche können zahlreiche andere Ursachen haben.

Bei auffälligen Symptomen – insbesondere nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet – solltest du deshalb unbedingt die Reisehistorie deines Hundes in der Tierarztpraxis erwähnen.

Weitere gesundheitliche Warnzeichen findest du unter Symptome beim Hund, die du nicht ignorieren solltest.

Wie lange bleiben Herzwürmer nach der Infektion unbemerkt?

Zwischen der Infektion durch eine Mücke und dem Stadium, in dem erwachsene Herzwürmer beziehungsweise bestimmte Infektionsmarker zuverlässig nachweisbar werden, vergehen mehrere Monate.

Genau diese lange Entwicklungszeit macht die Erkrankung so tückisch.

Dein Hund kann aus dem Urlaub zurückkehren, normal fressen, spielen und spazieren gehen – und trotzdem infiziert sein.

Ein fehlendes Symptom unmittelbar nach der Reise ist deshalb kein sicherer Ausschluss einer Herzwurminfektion.

Wann sollte ein Hund nach dem Urlaub auf Herzwürmer getestet werden?

Ein Test direkt nach der Rückkehr kann für eine erst während des Urlaubs erworbene Infektion zu früh sein.

Der geeignete Testzeitpunkt hängt von mehreren Faktoren ab, darunter:

  • Reiseziel
  • Aufenthaltsdauer
  • Zeitpunkt der Reise
  • verwendete Prophylaxe
  • Alter des Hundes
  • vorherige Aufenthalte in Risikogebieten
  • eventuelle Symptome

Deshalb sollte der konkrete Zeitpunkt einer Nachkontrolle mit der Tierarztpraxis festgelegt werden. Bei bestimmten diagnostischen Verfahren kann eine Untersuchung erst mehrere Monate nach einer möglichen Infektion zuverlässig aussagekräftig sein.

Wie werden Herzwürmer beim Hund diagnostiziert?

Bei Verdacht auf eine Herzwurminfektion können verschiedene Untersuchungsmethoden miteinander kombiniert werden.

Dazu gehören je nach Situation:

  • Antigentests: Sie können bestimmte Antigene erwachsener weiblicher Herzwürmer nachweisen.
  • Nachweis von Mikrofilarien: Blut kann auf im Kreislauf vorhandene Mikrofilarien untersucht werden.
  • Röntgenuntersuchung: Sie kann Hinweise auf Veränderungen an Herz und Lunge liefern.
  • Herzultraschall: Bei bestimmten Befunden können Veränderungen beurteilt und unter Umständen Würmer dargestellt werden.
  • Weitere Laboruntersuchungen: Sie können helfen, den Gesundheitszustand und mögliche Organbelastungen einzuschätzen.

Kein einzelner Test beantwortet in jeder Phase und bei jedem Hund sämtliche Fragen. Deshalb werden Zeitpunkt, Reisehistorie, Symptome und Untersuchungsergebnisse gemeinsam bewertet.

Ist ein negativer Herzwurmtest direkt nach dem Urlaub sicher?

Nein. Ein negativer Test unmittelbar nach der Rückkehr kann eine sehr frische Infektion nicht zwangsläufig ausschließen.

Der Grund liegt im Lebenszyklus des Parasiten: Nach der Übertragung benötigen die Larven Zeit, um sich zu entwickeln. Bestimmte Tests erfassen erst spätere Entwicklungsstadien beziehungsweise deren Antigene.

Deshalb ist es wichtig, nicht einfach irgendeinen Test zu irgendeinem Zeitpunkt durchführen zu lassen, sondern gemeinsam mit der Tierarztpraxis einen sinnvollen Untersuchungsplan festzulegen.

Wie werden Herzwürmer beim Hund behandelt?

Eine bestätigte Herzwurminfektion gehört in tierärztliche Behandlung. Die Therapie hängt unter anderem vom Krankheitsstadium, der Parasitenbelastung und dem Allgemeinzustand des Hundes ab.

Je nach Befund können verschiedene Behandlungsschritte notwendig sein. Dazu können unter anderem Medikamente gegen unterschiedliche Entwicklungsstadien des Parasiten sowie weitere begleitende Maßnahmen gehören.

Ein besonders wichtiger Bestandteil der Behandlung ist häufig eine konsequente Einschränkung körperlicher Aktivität.

Wenn erwachsene Würmer absterben, werden Bestandteile über die Lungengefäße abgebaut. Dadurch können ernsthafte Komplikationen entstehen. Genau deshalb darf ein Hund während bestimmter Therapiephasen nicht einfach normal weiterlaufen, spielen oder trainieren.

In schweren Fällen kann eine Herzwurmerkrankung eine intensive medizinische Betreuung erforderlich machen.

Kann ein Hund an Herzwürmern sterben?

Eine schwere unbehandelte Herzwurmerkrankung kann lebensbedrohlich werden.

Besonders bei hoher Wurmlast können erhebliche Veränderungen des Lungenkreislaufs und eine starke Belastung des rechten Herzens entstehen. In sehr schweren Fällen sind akute Kreislaufprobleme und weitere lebensbedrohliche Komplikationen möglich.

Gleichzeitig bedeutet eine bestätigte Infektion nicht automatisch, dass ein Hund sterben wird. Prognose und Behandlungsmöglichkeiten hängen stark davon ab, wie früh die Erkrankung erkannt wird und wie weit sie bereits fortgeschritten ist.

Wie schützt man einen Hund im Urlaub vor Herzwürmern?

Bei Reisen in ein relevantes Risikogebiet besteht die Vorsorge normalerweise aus mehreren Bausteinen.

Besonders wichtig sind:

  • rechtzeitige tierärztliche Reiseberatung
  • individuell geeignete Herzwurmprophylaxe
  • konsequenter Schutz vor Mückenstichen
  • korrekte Anwendung der empfohlenen Präparate
  • Beachtung der vorgeschriebenen Behandlungsintervalle
  • gegebenenfalls eine Nachkontrolle nach der Reise

Wichtig ist dabei: Repellent und Herzwurmprophylaxe erfüllen nicht exakt dieselbe Aufgabe.

Ein Repellent soll das Stechen geeigneter Vektoren möglichst reduzieren. Eine geeignete medikamentöse Prophylaxe zielt dagegen auf bestimmte übertragene Entwicklungsstadien des Parasiten ab.

Je nach Reiseziel kann deshalb eine Kombination verschiedener Schutzmaßnahmen sinnvoll sein.

Wann muss die Herzwurmprophylaxe vor dem Urlaub beginnen?

Hier solltest du dich nicht auf eine pauschale Internetregel verlassen. Beginn, Wirkstoff, Intervall und Dauer hängen vom eingesetzten Präparat und vom individuellen Reiserisiko ab.

Manche Präventionsstrategien werden in bestimmten zeitlichen Abständen während beziehungsweise nach einer möglichen Exposition eingesetzt. Andere Maßnahmen zum Schutz vor Vektoren müssen rechtzeitig vor der Reise wirksam sein.

Deshalb ist es sinnvoll, die Reiseberatung nicht erst am Abend vor der Abfahrt einzuplanen.

Wenn Italien, Spanien, Kroatien, Griechenland oder ein anderes potenzielles Risikogebiet bereits als Urlaubsziel feststeht, solltest du frühzeitig mit deiner Tierarztpraxis besprechen, welche Maßnahmen für deinen Hund notwendig sind.

Reicht Mückenschutz allein gegen Herzwürmer?

Ein guter Mückenschutz kann das Risiko von Stichen reduzieren und ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge. Er bietet jedoch keinen garantierten Schutz vor jedem einzelnen Mückenstich.

Deshalb kann in relevanten Risikogebieten zusätzlich eine spezifische medikamentöse Herzwurmprophylaxe erforderlich sein.

Welche Kombination für deinen Hund geeignet ist, sollte tierärztlich entschieden werden. Das gilt besonders, wenn dein Hund andere Medikamente erhält, Vorerkrankungen besitzt oder bestimmte Wirkstoffe nicht verträgt.

Wie kannst du Mückenstiche beim Hund zusätzlich reduzieren?

Neben einem geeigneten tiermedizinischen Repellent können einfache Alltagsmaßnahmen helfen, die Exposition gegenüber Mücken zu reduzieren.

  • geeignete, für Hunde zugelassene beziehungsweise tierärztlich empfohlene Repellentien verwenden
  • stark mückenreiche Aufenthaltsorte nach Möglichkeit meiden
  • Unterkunft mit Fliegengittern bevorzugen
  • den Hund nicht unnötig lange in Bereichen mit hoher Mückendichte liegen lassen
  • bei Campingreisen besonders auf Vektorschutz achten

Verwende dabei nicht einfach beliebige Insektenschutzmittel für Menschen bei deinem Hund. Wirkstoffe und Dosierungen müssen für Hunde geeignet sein.

Herzwurmprophylaxe bei Reisen nach Italien

„Braucht mein Hund in Italien Herzwurmprophylaxe?“ gehört zu den besonders relevanten Fragen für Hundehalter aus Stuttgart und Süddeutschland.

Italien ist ein sehr beliebtes Reiseziel mit Hund. Gleichzeitig kommt Dirofilaria immitis in verschiedenen Regionen des Landes vor. Das Risiko ist allerdings regional unterschiedlich.

Deshalb sollte nicht allein danach entschieden werden, ob das Reiseziel „Italien“ heißt. Relevant sind unter anderem die konkrete Region, Jahreszeit, Aufenthaltsdauer und die geplanten Aktivitäten.

Fährst du beispielsweise mit deinem Hund an einen See, ans Meer, auf einen Campingplatz oder verbringst viel Zeit im Freien, sollte der Mücken- und Parasitenschutz unbedingt Bestandteil deiner Reiseplanung sein.

Herzwürmer in Kroatien, Spanien und Griechenland

Auch bei Reisen nach Kroatien, Spanien oder Griechenland sollte das Risiko vektorübertragener Erkrankungen vorab geprüft werden.

Wichtig ist dabei, nicht nur an Herzwürmer zu denken. Je nach Region können weitere sogenannte Reisekrankheiten beziehungsweise Vektorparasiten relevant sein.

Eine gute Reiseberatung betrachtet deshalb nicht isoliert einen einzigen Parasiten, sondern das gesamte Risikoprofil des Reiseziels.

Welche Maßnahmen notwendig sind, sollte passend zu deinem tatsächlichen Urlaubsort und Reisezeitraum festgelegt werden.

Herzwürmer oder Lungenwürmer – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden von Hundehaltern gelegentlich verwechselt, bezeichnen aber unterschiedliche Parasiten mit unterschiedlichen Lebenszyklen und Übertragungswegen.

Herzwürmer (Dirofilaria immitis) werden über Stechmücken übertragen und leben als erwachsene Parasiten hauptsächlich in den Lungenarterien.

Unter dem Begriff „Lungenwürmer“ werden dagegen andere Wurmarten zusammengefasst. Je nach Art erfolgt deren Übertragung beispielsweise über Zwischenwirte wie Schnecken.

Deshalb unterscheiden sich auch Diagnostik, Vorbeugung und Behandlung. „Wurm ist Wurm“ gilt bei Parasiten keinesfalls.

Herzwürmer oder normale Darmwürmer – warum eine klassische Wurmkur nicht automatisch reicht

Ein häufiger Irrtum lautet: „Mein Hund bekommt regelmäßig eine Wurmkur, also ist er auch vor Herzwürmern geschützt.“

Das lässt sich so nicht sagen.

Wurmmittel enthalten unterschiedliche Wirkstoffe und besitzen unterschiedliche Wirkspektren. Ein Präparat gegen bestimmte Darmwürmer ist deshalb nicht automatisch eine geeignete Herzwurmprophylaxe.

Welche Wirkstoffe für welches Parasitenrisiko geeignet sind, muss gezielt ausgewählt werden.

Mehr über die grundsätzliche Wirkweise einer Entwurmung erfährst du im Beitrag Wie funktioniert eine Wurmkur beim Hund?.

Hund aus dem Ausland – sollte auf Herzwürmer getestet werden?

Bei Hunden, die aus Regionen stammen, in denen Herzwürmer vorkommen, sollte die Herkunft unbedingt in der tierärztlichen Anamnese berücksichtigt werden.

Das gilt beispielsweise für Tierschutzhunde aus verschiedenen süd- oder südosteuropäischen Regionen.

Ein bereits durchgeführter Test kann hilfreich sein, schließt aber je nach Zeitpunkt eine sehr junge Infektion nicht zwangsläufig aus. Deshalb kann abhängig von Herkunft, Alter, Einreisedatum und vorherigen Untersuchungsergebnissen eine spätere Kontrolluntersuchung sinnvoll sein.

Den individuellen Untersuchungsplan sollte die behandelnde Tierarztpraxis festlegen.

Was kostet der Schutz vor Herzwürmern?

Die Kosten lassen sich nicht pauschal angeben. Sie hängen unter anderem von Gewicht und Größe des Hundes, Reisedauer, eingesetztem Präparat, notwendigem Vektorschutz und möglichen diagnostischen Untersuchungen ab.

Im Verhältnis zu einer aufwendigen Behandlung einer bestehenden Herzwurmerkrankung ist eine rechtzeitige Reisevorsorge jedoch ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvoller Urlaubsplanung.

Mehr zu diesem Thema findest du unter Kosten der Parasitenprophylaxe beim Hund.

Checkliste: Mit Hund ins Herzwurm-Risikogebiet reisen

Wenn du mit deinem Hund in eine Region reist, in der Herzwürmer vorkommen können, hilft dir diese Checkliste bei der Vorbereitung:

  • Reiseziel und konkrete Region auf Parasitenrisiken prüfen
  • rechtzeitig Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren
  • geeignete Herzwurmprophylaxe besprechen
  • Mücken- beziehungsweise Vektorschutz einplanen
  • Anwendungszeitpunkte der Präparate notieren
  • ausreichende Menge für die gesamte Reise mitnehmen
  • bei längeren Reisen mögliche Folgegaben berücksichtigen
  • nach der Rückkehr notwendige weitere Gaben beziehungsweise Kontrollen beachten
  • bei später auftretendem Husten oder Leistungsschwäche die Auslandsreise beim Tierarzt erwähnen

FAQ – häufige Fragen zu Herzwürmern beim Hund

Wie bekommt ein Hund Herzwürmer?

Herzwürmer werden durch geeignete Stechmücken übertragen. Eine infizierte Mücke kann beim Blutsaugen infektiöse Larven auf einen Hund übertragen. Eine direkte Ansteckung von Hund zu Hund findet nicht statt.

Kann ein einziger Mückenstich Herzwürmer übertragen?

Grundsätzlich kann eine infizierte und übertragungsfähige Mücke beim Stich infektiöse Larven übertragen. Nicht jeder Mückenstich führt jedoch zu einer Herzwurminfektion.

In welchen Ländern gibt es Herzwürmer?

Herzwürmer kommen unter anderem in verschiedenen wärmeren Regionen Europas vor. Dazu zählen Teile Italiens, Spaniens, Portugals, Griechenlands, Kroatiens, Frankreichs und Südosteuropas. Die Verbreitung kann regional sehr unterschiedlich sein und sich verändern.

Gibt es Herzwürmer in Deutschland?

Auch in Deutschland werden Herzwurminfektionen diagnostiziert, beispielsweise bei importierten oder gereisten Hunden. Die epidemiologische Situation sollte jedoch regional betrachtet werden und ist nicht pauschal mit etablierten Endemiegebieten gleichzusetzen.

Welche Symptome hat ein Hund mit Herzwürmern?

Frühe Infektionen können symptomlos verlaufen. Später können unter anderem Husten, verminderte Belastbarkeit, schnelle Ermüdung, Atemprobleme, Gewichtsverlust und bei schweren Verläufen weitere Herz-Kreislauf-Symptome auftreten.

Wie lange dauert es, bis Herzwürmer Symptome verursachen?

Nach der Infektion entwickeln sich die Parasiten über mehrere Monate. Viele Hunde zeigen auch danach zunächst keine eindeutigen Symptome. Beschwerden können deshalb erst deutlich später auffallen.

Wann kann man Herzwürmer nach einer Reise testen?

Ein Test unmittelbar nach einer möglichen Neuinfektion kann zu früh sein. Der geeignete Untersuchungszeitpunkt hängt vom verwendeten Test, der Reisehistorie und der Prophylaxe ab und sollte mit der Tierarztpraxis festgelegt werden.

Ist ein negativer Herzwurmtest sicher?

Ein negatives Ergebnis muss immer im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt einer möglichen Infektion bewertet werden. Bei einer sehr jungen Infektion können bestimmte Nachweisverfahren noch negativ ausfallen.

Sind Herzwürmer heilbar?

Eine Herzwurminfektion kann behandelt werden, die Therapie kann jedoch aufwendig und mit Risiken verbunden sein. Prognose und Vorgehen hängen wesentlich vom Krankheitsstadium und dem Allgemeinzustand des Hundes ab.

Kann ein Hund an Herzwürmern sterben?

Schwere unbehandelte Herzwurmerkrankungen können lebensbedrohlich sein. Je früher eine Infektion erkannt und fachgerecht behandelt wird, desto besser kann die individuelle Situation beurteilt werden.

Braucht mein Hund für Italien Herzwurmprophylaxe?

Das hängt unter anderem von der konkreten Region, Reisezeit und Aufenthaltsdauer ab. Da Herzwürmer in verschiedenen Teilen Italiens vorkommen, sollte vor der Reise eine individuelle tierärztliche Risikobewertung erfolgen.

Braucht mein Hund in Kroatien Herzwurmschutz?

Auch für Kroatien sollte das regionale Risiko vor Reiseantritt geprüft werden. Je nach Reiseziel können Herzwurmprophylaxe und zusätzlicher Vektorschutz sinnvoll beziehungsweise notwendig sein.

Reicht ein Spot-on gegen Mücken als Herzwurmschutz?

Ein geeignetes Repellent kann Mückenstiche reduzieren, ersetzt in relevanten Risikogebieten aber nicht automatisch eine spezifische Herzwurmprophylaxe. Welche Kombination sinnvoll ist, sollte tierärztlich festgelegt werden.

Schützt eine normale Wurmkur gegen Herzwürmer?

Nicht jede Wurmkur besitzt eine geeignete Wirkung gegen Herzwurmstadien. Präparate unterscheiden sich in ihren Wirkstoffen und Wirkspektren. Für Reisen muss deshalb gezielt geprüft werden, welcher Schutz erforderlich ist.

Können sich Hunde gegenseitig mit Herzwürmern anstecken?

Nein, eine direkte Übertragung von Hund zu Hund erfolgt nicht. Für die natürliche Übertragung von Dirofilaria immitis ist eine geeignete Stechmücke als Vektor notwendig.

Sollte ein Hund aus dem Ausland auf Herzwürmer getestet werden?

Bei Hunden aus Herzwurm-Risikogebieten sollte die Herkunft in der tierärztlichen Untersuchung berücksichtigt werden. Welche Tests zu welchem Zeitpunkt sinnvoll sind, hängt unter anderem von Herkunft, Alter und bisherigen Untersuchungsergebnissen ab.

Fazit: Herzwurmschutz gehört zur Reiseplanung mit Hund

Herzwürmer sind keine klassischen Darmwürmer und auch kein Parasitenproblem, das sich allein durch das Vermeiden von Hundekot lösen lässt. Dirofilaria immitis wird durch Stechmücken übertragen – und genau das macht die Infektion für reisende Hunde besonders tückisch.

Dein Hund kann sich während eines Urlaubs infizieren und noch lange nach der Rückkehr vollkommen gesund wirken. Erste Symptome können erst auftreten, wenn die Parasiten bereits über Monate im Körper herangereift sind.

Besonders bei Reisen nach Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, in Teile Frankreichs oder andere relevante Risikoregionen sollte der Parasitenschutz deshalb bereits vor der Abfahrt geplant werden.

Dabei reicht es nicht, irgendeine Wurmkur einzupacken. Herzwurmprophylaxe und Vektorschutz müssen gezielt zum Reiseziel, zur Aufenthaltsdauer und zum individuellen Hund passen.

Die wichtigste Maßnahme ist deshalb eine rechtzeitige tierärztliche Reiseberatung. So kannst du klären, welche Parasiten am Urlaubsort vorkommen, wann der Schutz beginnen muss, wie lange er fortgeführt werden sollte und ob nach der Rückkehr weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Wer seinen Hund gut vorbereitet mit in den Urlaub nimmt, muss deshalb keine Angst vor jeder Mücke haben – sollte das Risiko aber auch nicht unterschätzen. Eine durchdachte Prophylaxe sorgt dafür, dass von der gemeinsamen Reise möglichst nur schöne Erinnerungen mit nach Hause kommen.

Gut vorbereitet mit deinem Hund unterwegs

Ein entspannter Urlaub beginnt lange vor der Abfahrt. Neben der gesundheitlichen Reisevorsorge helfen ein zuverlässiger Rückruf, gute Orientierung am Menschen und ein gelassener Umgang mit neuen Umweltreizen dabei, dass dein Hund auch in ungewohnter Umgebung sicher an deiner Seite bleibt.

In der Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart begleiten wir Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde auf dem Weg zu einem sicheren und entspannten Alltag. Medizinische Fragen zu Herzwürmern, Reiseprophylaxe und geeigneten Präparaten gehören dagegen immer in die Hände deiner Tierarztpraxis.

Hundetraining in Stuttgart kennenlernen

Top Neuigkeiten

Hundetraining Wissen aus Stuttgart

Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.

Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.