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Augenprobleme

  • Isabel Scheu
  • 20.01.2025
  • Krankheiten

Augenprobleme beim Hund: Symptome erkennen und wissen, wann du handeln solltest

Augenprobleme beim Hund können ganz unterschiedlich aussehen: Das Auge ist plötzlich gerötet, dein Hund kneift es zusammen, tränt stärker als gewöhnlich oder es bildet sich ungewöhnlicher Augenausfluss. Manche Veränderungen entstehen durch eine leichte Reizung, andere können auf eine Verletzung oder Erkrankung hinweisen, bei der schnelles Handeln wichtig ist.

Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn sich das Auge deines Hundes plötzlich verändert. Augenprobleme bei Hunden können von oberflächlichen Reizungen bis zu Erkrankungen reichen, die unbehandelt das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Viele Hundehalter fragen sich deshalb: Warum ist das Auge meines Hundes rot? Was bedeutet gelber oder grüner Augenausfluss? Wann ist ein trübes Auge gefährlich? Und wann muss ich mit meinem Hund sofort zum Tierarzt?

Wichtig ist nicht nur, wie das Auge aussieht. Auch Veränderungen des Verhaltens können Hinweise liefern. Ein Hund mit Schmerzen kann beispielsweise häufiger blinzeln, das Auge zukneifen, den Kopf wegdrehen, Berührungen vermeiden oder versuchen, mit der Pfote am Auge zu reiben.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, welche Symptome bei Augenproblemen auftreten können, welche Ursachen dahinterstecken, wann du nicht länger abwarten solltest und wie du die Augen deines Hundes im Alltag sinnvoll beobachtest.

Rötungen ernst nehmen

Ein gerötetes Auge kann durch Reizung, Entzündung, Verletzung oder andere Augenerkrankungen entstehen.

Zukneifen kann Schmerz bedeuten

Häufiges Blinzeln, Zwinkern oder dauerhaftes Zukneifen sollte nicht als harmlose Angewohnheit abgetan werden.

Trübungen abklären lassen

Eine neu auftretende Trübung der Linse oder Hornhaut kann unterschiedliche Ursachen haben und gehört untersucht.

Woran erkenne ich Augenprobleme beim Hund?

Veränderungen am Hundeauge können sehr unterschiedlich aussehen. Manche sind sofort offensichtlich, andere beginnen nur mit einem etwas stärkeren Tränenfluss oder häufigerem Blinzeln.

Typische Hinweise auf Augenprobleme sind:

  • Rötung des Auges oder der Bindehaut,
  • verstärkter Tränenfluss,
  • schleimiger, gelblicher oder grünlicher Augenausfluss,
  • häufiges Blinzeln oder Zukneifen eines Auges,
  • Reiben mit der Pfote oder an Gegenständen,
  • Schwellungen rund um das Auge,
  • Trübungen der Hornhaut oder Linse,
  • Veränderungen von Pupille oder Augenfarbe,
  • Lichtempfindlichkeit,
  • Probleme bei der Orientierung.

Ein einzelnes Symptom sagt noch nicht sicher, welche Ursache dahintersteckt. Gerade beim Auge können jedoch ähnliche äußere Veränderungen bei sehr unterschiedlichen Erkrankungen auftreten.

Warum ist das Auge meines Hundes rot?

Eine Rötung gehört zu den häufigsten sichtbaren Veränderungen am Hundeauge. Sie kann die Bindehaut, die Umgebung des Auges oder andere sichtbare Strukturen betreffen.

Mögliche Ursachen reichen von einer Reizung durch Staub oder andere Fremdstoffe bis zu Infektionen, Verletzungen, Allergien oder entzündlichen Veränderungen.

Besonders wichtig ist deshalb der Zusammenhang: Ist nur eine leichte Rötung sichtbar oder kneift dein Hund gleichzeitig das Auge zu, kratzt daran oder zeigt deutliche Schmerzen?

Auch Rötungen im Zusammenhang mit Hautproblemen können eine genauere Abklärung erforderlich machen.

Augenausfluss beim Hund: Was bedeuten tränende oder verklebte Augen?

Eine geringe Menge Tränenflüssigkeit gehört zur normalen Funktion des Auges. Auffällig wird es, wenn deutlich mehr Flüssigkeit austritt als gewöhnlich oder sich Konsistenz und Farbe verändern.

Augenausfluss beim Hund kann:

  • wässrig,
  • schleimig,
  • gelblich,
  • grünlich,
  • klebrig oder verklebt

erscheinen.

Farbe und Konsistenz können Hinweise liefern, reichen aber allein nicht aus, um eine Ursache sicher zu bestimmen.

Gelber oder grüner Augenausfluss beim Hund

Deutlich gelblicher oder grünlicher Augenausfluss kann im Zusammenhang mit entzündlichen oder infektiösen Veränderungen auftreten.

Besonders wenn zusätzlich Rötung, Schwellung, Schmerzen oder starkes Zukneifen auftreten, sollte nicht nur versucht werden, das Auge immer wieder sauberzuwischen.

Entscheidend ist die Ursache des Ausflusses.

Warum kneift mein Hund ein Auge zu?

Zukneifen, häufiges Blinzeln oder Zwinkern kann darauf hinweisen, dass das Auge unangenehm oder schmerzhaft ist.

Dein Hund kann beispielsweise auf:

  • einen Fremdkörper,
  • eine Hornhautreizung,
  • eine Verletzung,
  • eine Entzündung,
  • andere schmerzhafte Augenerkrankungen

reagieren.

Mehr über mögliche Schmerzsignale beim Hund findest du in unserem weiterführenden Beitrag.

Trübes Auge beim Hund: Was kann dahinterstecken?

Eine sichtbare Trübung des Auges kann unterschiedliche Bereiche betreffen. Für Hundehalter ist häufig nicht eindeutig erkennbar, ob die Veränderung von der Hornhaut, Linse oder einer anderen Struktur ausgeht.

Eine Trübung kann unter anderem im Zusammenhang mit:

  • Hornhautveränderungen,
  • Verletzungen,
  • Grauer Star beziehungsweise Katarakt,
  • Glaukom oder anderen Augenerkrankungen

auftreten.

Deshalb sollte eine neu auftretende oder zunehmende Trübung nicht allein anhand ihres Aussehens diagnostiziert werden.

Auch andere Erkrankungen wie Tumorerkrankungen können Veränderungen im Bereich des Auges verursachen.

Geschwollenes Auge beim Hund

Schwellungen können das Augenlid, die Umgebung des Auges oder das Auge selbst betreffen.

Mögliche Ursachen reichen von Entzündungen und Verletzungen bis hin zu allergischen Reaktionen.

Besonders eine plötzlich stark zunehmende Schwellung sollte nicht einfach mehrere Tage beobachtet werden.

Wichtig ist außerdem, ob dein Hund normal atmet, zusätzliche Schwellungen zeigt oder andere Symptome einer allergischen Reaktion hinzukommen.

Warum reibt oder kratzt mein Hund ständig am Auge?

Wiederholtes Reiben mit der Pfote oder an Möbeln und Teppichen kann auf Juckreiz, Fremdkörper oder Schmerzen hindeuten.

Das Reiben selbst kann die Situation zusätzlich verschlechtern, weil empfindliche Strukturen des Auges weiter gereizt oder verletzt werden können.

Auch Allergien beim Hund können mit Augenreizungen und Juckreiz verbunden sein.

Vermehrter Tränenfluss beim Hund

Stärkerer Tränenfluss kann unterschiedliche Ursachen besitzen. Reizungen, Fremdkörper oder Probleme im Bereich des Tränenapparates kommen ebenso infrage wie andere Erkrankungen des Auges.

Beobachte deshalb nicht nur die Menge der Tränenflüssigkeit.

Achte zusätzlich darauf:

  • ob nur ein Auge betroffen ist,
  • ob das Auge gerötet ist,
  • ob dein Hund das Auge zukneift,
  • ob sich die Farbe des Ausflusses verändert,
  • ob das Problem plötzlich oder schleichend entstanden ist.

Veränderte Augenfarbe oder Pupille beim Hund

Plötzlich auftretende sichtbare Veränderungen von Iris, Pupille oder anderen Augenstrukturen sollten ernst genommen werden.

Auch wenn dein Hund ansonsten normal wirkt, kann eine solche Veränderung eine Untersuchung erforderlich machen.

Besonders auffällig sind Unterschiede zwischen beiden Augen, die zuvor nicht bestanden haben.

Welche Ursachen können Augenprobleme beim Hund haben?

Hinter ähnlichen Symptomen können sehr unterschiedliche Ursachen stecken.

Zu den möglichen Auslösern gehören unter anderem:

  • Augeninfektionen,
  • Verletzungen,
  • Fremdkörper,
  • Trockenes Auge,
  • Katarakt beziehungsweise Grauer Star,
  • Glaukom beziehungsweise Grüner Star,
  • Fehlstellungen der Augenlider,
  • Allergien,
  • Tumore und andere Veränderungen.

Genau deshalb ist eine Diagnose anhand eines einzelnen Fotos oder sichtbaren Symptoms häufig nicht zuverlässig möglich.

Augeninfektionen beim Hund

Infektiöse und entzündliche Veränderungen können zu Rötungen, Schwellungen und Augenausfluss führen.

Auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, beispielsweise Atemwegserkrankungen beim Hund, können Symptome im Bereich der Augen auftreten.

Auffällig sind insbesondere:

  • starke Rötung,
  • geschwollene Lider,
  • deutlicher Ausfluss,
  • Zukneifen des Auges.

Welche Behandlung notwendig ist, hängt von der tatsächlichen Ursache ab.

Fremdkörper und Verletzungen des Auges

Staub, kleine Pflanzenteile oder andere Fremdkörper können das Auge reizen oder verletzen. Auch beim Spielen, Toben oder Kontakt mit Ästen kann die Hornhaut betroffen sein.

Hinweise auf eine Verletzung können sein:

  • plötzliches Zukneifen,
  • verstärkter Tränenfluss,
  • häufiges Blinzeln,
  • Reiben am Auge,
  • sichtbare Veränderungen der Hornhaut.

Gerade Verletzungen der Hornhaut sollten nicht unterschätzt werden.

Trockenes Auge beim Hund

Beim sogenannten trockenen Auge beziehungsweise der Keratokonjunktivitis sicca ist der Tränenfilm nicht ausreichend, um die Augenoberfläche optimal feucht zu halten.

Dadurch können Reizungen und Entzündungen entstehen.

Mögliche Hinweise sind:

  • eine trocken oder matt wirkende Augenoberfläche,
  • schleimiger Ausfluss,
  • verklebte Augenlider,
  • Rötung und Reizung.

Die Diagnose gehört in tierärztliche Hände.

Grauer Star beim Hund: Katarakt erkennen

Beim Grauen Star beziehungsweise der Katarakt trübt sich die Augenlinse.

Eine zunehmende Trübung kann das Sehvermögen beeinträchtigen. Sichtbar werden kann eine weißliche oder milchige Veränderung im Bereich der Linse.

Allerdings ist nicht jede altersbedingte sichtbare Veränderung der Linse automatisch eine Katarakt. Deshalb sollte eine Trübung fachlich untersucht werden.

Manche Hunde besitzen eine erhöhte genetische Veranlagung für bestimmte Augenerkrankungen. Mehr dazu findest du unter Rasseanfälligkeiten beim Hund.

Glaukom beim Hund: Warum Grüner Star dringend sein kann

Ein Glaukom ist eine ernsthafte Augenerkrankung, bei der Veränderungen des Augeninnendrucks das Auge und empfindliche Strukturen schädigen können.

Mögliche Symptome sind:

  • deutliche Schmerzen,
  • Rötung,
  • Trübung der Hornhaut,
  • veränderte Pupille,
  • sichtbare Veränderung des Auges,
  • Beeinträchtigung des Sehvermögens.

Bei einem entsprechenden Verdacht sollte nicht lange abgewartet werden.

Entropium und Ektropium beim Hund

Auch die Stellung der Augenlider kann Augenprobleme verursachen.

Beim Entropium dreht sich das Augenlid nach innen. Dadurch können Haare und Lidstrukturen an der Hornhaut reiben.

Beim Ektropium liegt das Augenlid dagegen stärker nach außen, sodass Bereiche der Bindehaut exponierter sein können.

Mögliche Hinweise sind:

  • Rötung,
  • verstärkter Tränenfluss,
  • ständiges Blinzeln,
  • Zukneifen des Auges,
  • wiederkehrende Reizungen.

Allergien und gereizte Augen beim Hund

Umweltreize können bei empfindlichen Hunden auch die Augen betreffen.

In Verbindung mit Allergien können unter anderem gerötete, tränende oder juckende Augen auftreten.

Gleichzeitig können ganz andere Ursachen sehr ähnlich aussehen.

Deshalb sollte eine länger bestehende Augenreizung nicht automatisch als Allergie eingestuft werden.

Tumore und Knoten rund um das Auge

Veränderungen, Knoten oder Schwellungen in der Nähe des Auges können unterschiedliche Ursachen besitzen.

Auch Tumore können im Bereich des Auges beziehungsweise der angrenzenden Gewebe auftreten.

Auffällige, neu entstandene oder wachsende Veränderungen sollten deshalb untersucht werden.

Besonders wichtig ist eine Abklärung, wenn gleichzeitig Probleme beim Öffnen des Auges, Schmerzen oder Veränderungen des Sehvermögens auftreten.

Augenprobleme und Verhaltensänderungen beim Hund

Nicht jedes Augenproblem zeigt sich ausschließlich am Auge selbst.

Ein eingeschränktes Sehvermögen oder Schmerzen können dazu führen, dass dein Hund:

  • unsicherer läuft,
  • gegen Gegenstände stößt,
  • Treppen oder dunkle Bereiche meidet,
  • sich leichter erschreckt,
  • Berührungen am Kopf vermeidet,
  • ungewohnt zurückhaltend oder reizbar reagiert.

Eine plötzlich auftretende Verhaltensänderung sollte deshalb nicht automatisch als Trainingsproblem betrachtet werden.

Wann musst du mit einem Augenproblem zum Tierarzt?

Da manche Erkrankungen und Verletzungen des Auges schnell ernster werden können, solltest du bei deutlichen oder plötzlich auftretenden Veränderungen nicht unnötig lange abwarten.

Besonders wichtig ist eine schnelle Abklärung bei:

  • starken Schmerzen,
  • dauerhaftem Zukneifen des Auges,
  • sichtbaren Verletzungen,
  • Fremdkörpern,
  • starker Rötung oder Schwellung,
  • deutlich eitrigem Augenausfluss,
  • plötzlicher Trübung,
  • Veränderungen von Pupille oder Augenfarbe,
  • plötzlichen Problemen beim Sehen oder Orientieren.

Wenn du unsicher bist, hilft dir auch unser ausführlicher Beitrag dazu, wann du mit deinem Hund zum Tierarzt solltest.

Fremdkörper im Auge: Was solltest du tun?

Hat dein Hund möglicherweise einen Fremdkörper im Auge, sollte er nicht intensiv daran reiben.

Tief sitzende oder festhaftende Fremdkörper sollten nicht selbst mit Pinzette oder anderen Gegenständen entfernt werden.

Auch wenn von außen nur eine kleine Reizung sichtbar ist, kann die Hornhaut bereits betroffen sein.

Deshalb ist bei deutlichem Schmerz, anhaltendem Zukneifen oder sichtbarer Verletzung eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.

Wie untersucht der Tierarzt Augenprobleme beim Hund?

Die Untersuchung richtet sich danach, welche Veränderung vorliegt und welche Ursache vermutet wird.

Zunächst werden Auge und umliegende Strukturen genau betrachtet. Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen notwendig sein.

Ziel ist es, beispielsweise zu unterscheiden, ob eine Reizung, Verletzung, Infektion, Tränenfilmstörung, Druckveränderung oder andere Erkrankung vorliegt.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil ähnliche Symptome unterschiedliche Behandlungen benötigen können.

Wie werden Augenprobleme beim Hund behandelt?

Die Behandlung hängt vollständig von der Ursache ab.

Je nach Diagnose können beispielsweise eingesetzt werden:

  • geeignete Augentropfen,
  • Augensalben,
  • Medikamente gegen Entzündungen oder Infektionen,
  • Schmerzbehandlung,
  • Therapie zur Beeinflussung des Augeninnendrucks,
  • operative Behandlung bei bestimmten Verletzungen oder Fehlstellungen.

Welches Präparat geeignet ist, sollte nicht anhand eines ähnlichen früheren Problems ausgewählt werden. Unterschiedliche Augenerkrankungen können sehr ähnlich aussehen.

Warum solltest du alte Augentropfen nicht einfach wieder verwenden?

Wenn dein Hund schon einmal ein Augenproblem hatte, ist die Versuchung groß, übrig gebliebene Tropfen oder Salben erneut zu verwenden.

Davon solltest du ohne tierärztliche Rücksprache absehen.

Ein gerötetes oder schmerzhaftes Auge kann heute eine andere Ursache haben als beim letzten Mal.

Die richtige Behandlung hängt deshalb von der aktuellen Diagnose ab.

Augenpflege beim Hund: Wie viel Reinigung ist sinnvoll?

Nicht jedes Hundeauge muss täglich intensiv gereinigt werden.

Sichtbare kleine Verschmutzungen rund um die Augen können vorsichtig entfernt werden. Bei Hunden mit viel Fell im Gesichtsbereich kann es sinnvoll sein, die Augenpartie regelmäßig zu kontrollieren.

Mehr zur schonenden Augenpflege beim Hund findest du in unserem ausführlichen Pflegebeitrag.

Wichtig ist: Pflege ersetzt keine Diagnose, wenn das Auge gerötet, schmerzhaft, geschwollen oder auffällig verändert ist.

Kann man Augenproblemen beim Hund vorbeugen?

Nicht alle Augenerkrankungen lassen sich verhindern. Du kannst jedoch dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Sinnvoll ist:

  • die Augen regelmäßig kurz anzusehen,
  • auf neue Rötungen oder Trübungen zu achten,
  • auffälligen Augenausfluss wahrzunehmen,
  • Fell rund um die Augen gepflegt zu halten,
  • Reiben und Zukneifen ernst zu nehmen,
  • nur geeignete Pflegeprodukte zu verwenden,
  • bei Veränderungen frühzeitig tierärztlich Rücksprache zu halten.

Augenprobleme beim Welpen

Auch Welpen können Augenreizungen, Verletzungen oder andere Augenprobleme entwickeln.

Da junge Hunde ihre Umgebung intensiv erkunden und häufig mit Pflanzen, Erde oder anderen Gegenständen in Kontakt kommen, können Fremdkörper oder kleinere Verletzungen vorkommen.

Ein Welpe, der plötzlich ein Auge zukneift, stark tränt oder deutlich Schmerzen zeigt, sollte deshalb nicht einfach mehrere Tage beobachtet werden.

Augenprobleme beim alten Hund

Mit zunehmendem Alter können Veränderungen der Augen häufiger auffallen.

Dazu gehören beispielsweise Trübungen oder ein nachlassendes Sehvermögen.

Trotzdem sollte nicht jede Veränderung automatisch als normale Alterserscheinung bewertet werden.

Besonders plötzlich auftretende oder deutlich zunehmende Veränderungen sollten untersucht werden.

Woran erkennst du, dass dein Hund schlechter sieht?

Veränderungen des Sehvermögens entwickeln sich teilweise schleichend. Hunde können Einschränkungen außerdem durch andere Sinne erstaunlich gut kompensieren.

Mögliche Hinweise sind:

  • Anstoßen an Gegenstände,
  • Unsicherheit in unbekannter Umgebung,
  • Zögern vor Treppen oder Hindernissen,
  • stärkeres Erschrecken bei Annäherung,
  • Unsicherheit bei Dunkelheit,
  • verändertes Verhalten bei Bewegungsreizen.

Solche Veränderungen sollten besonders dann abgeklärt werden, wenn sie neu auftreten oder zunehmen.

Augenprobleme beim Hund im Alltag in Stuttgart

Auch im Hundealltag in Stuttgart können Augen unterschiedlichen Umweltreizen ausgesetzt sein. Staub, Pflanzenbestandteile, Wind oder Schmutz können bei Spaziergängen mit dem Gesicht des Hundes in Kontakt kommen.

Entscheidend ist jedoch nicht, ob eine Augenveränderung während eines Spaziergangs in Stuttgart oder zu Hause entstanden ist. Bei Schmerzen, Verletzungen, deutlichen Trübungen oder einer schnellen Verschlechterung sollte die medizinische Abklärung Vorrang haben.

Bei Pfotenliebe Stuttgart achten wir auch im Training darauf, körperliche Ursachen mitzudenken. Wenn ein Hund plötzlich Bewegungen meidet, sich leichter erschreckt, unsicherer orientiert oder Berührungen am Kopf nicht mehr zulässt, sollte nicht automatisch von einem reinen Verhaltensproblem ausgegangen werden.

Gesundheit und Verhalten gehören zusammen. Gerade Veränderungen von Sehen, Hören oder Schmerzen können das Verhalten eines Hundes deutlich beeinflussen.

Häufige Fragen zu Augenproblemen beim Hund

Wann ist ein Augenproblem beim Hund ein Notfall?

Starke Schmerzen, sichtbare Verletzungen, plötzlich auftretende starke Schwellungen, deutliche Veränderungen der Hornhaut, plötzliches Sehvermögen oder ein dauerhaft zugekniffenes Auge sollten schnell tierärztlich abgeklärt werden.

Warum ist das Auge meines Hundes plötzlich rot?

Rötungen können durch Reizungen, Entzündungen, Infektionen, Allergien oder Verletzungen entstehen. Die Ursache lässt sich anhand der Rötung allein nicht sicher bestimmen.

Warum kneift mein Hund ein Auge zu?

Zukneifen kann ein Hinweis auf Schmerzen oder Unwohlsein sein und beispielsweise bei Fremdkörpern, Verletzungen oder anderen Augenproblemen auftreten.

Was bedeutet gelber Augenausfluss beim Hund?

Gelblicher oder grünlicher Ausfluss kann unter anderem bei entzündlichen oder infektiösen Veränderungen vorkommen. Besonders zusammen mit Rötung oder Schmerzen sollte die Ursache untersucht werden.

Ist ein tränendes Auge beim Hund gefährlich?

Ein tränendes Auge kann verschiedene Ursachen haben. Hält der Tränenfluss an oder treten zusätzlich Rötung, Schmerzen, Ausfluss oder Zukneifen auf, sollte genauer abgeklärt werden.

Was bedeutet ein trübes Auge beim Hund?

Eine Trübung kann unterschiedliche Augenstrukturen betreffen und beispielsweise im Zusammenhang mit Veränderungen der Hornhaut oder Linse auftreten. Eine neue oder zunehmende Trübung sollte untersucht werden.

Was ist Grauer Star beim Hund?

Beim Grauen Star beziehungsweise der Katarakt kommt es zu einer Trübung der Augenlinse. Dadurch kann das Sehvermögen zunehmend beeinträchtigt werden.

Was ist Grüner Star beim Hund?

Ein Glaukom ist eine ernsthafte Augenerkrankung, bei der Veränderungen des Augeninnendrucks empfindliche Strukturen schädigen können. Schmerzen, Rötung, Trübung oder Sehprobleme können auftreten.

Warum kratzt mein Hund ständig am Auge?

Reiben oder Kratzen kann auf Juckreiz, Fremdkörper, Reizung oder Schmerzen hinweisen. Starkes Reiben kann das Auge zusätzlich verletzen.

Kann eine Allergie rote Augen beim Hund verursachen?

Allergische Reaktionen können mit geröteten, tränenden oder juckenden Augen verbunden sein. Da andere Augenerkrankungen ähnlich aussehen können, sollte eine länger anhaltende Reizung nicht automatisch als Allergie eingestuft werden.

Darf ich das Auge meines Hundes selbst reinigen?

Kleine Verschmutzungen rund um das Auge können vorsichtig entfernt werden. Bei Schmerzen, Verletzungen, starker Rötung, Trübung oder auffälligem Ausfluss ersetzt Reinigung jedoch keine tierärztliche Untersuchung.

Darf ich alte Augentropfen bei meinem Hund wieder verwenden?

Ohne tierärztliche Rücksprache solltest du alte Medikamente nicht einfach erneut einsetzen. Ein ähnliches Symptom kann diesmal eine andere Ursache haben und eine andere Behandlung benötigen.

Was mache ich bei einem Fremdkörper im Auge meines Hundes?

Fest sitzende oder tief liegende Fremdkörper sollten nicht selbst mit Werkzeugen entfernt werden. Bei Zukneifen, Schmerzen oder sichtbarer Verletzung sollte das Auge tierärztlich untersucht werden.

Wie erkenne ich, dass mein Hund schlechter sieht?

Mögliche Hinweise sind Unsicherheit, Anstoßen an Gegenstände, Zögern vor Hindernissen, Schwierigkeiten bei Dunkelheit oder stärkeres Erschrecken bei Annäherung.

Sind trübe Augen bei alten Hunden normal?

Mit zunehmendem Alter können sichtbare Veränderungen der Augen auftreten. Eine Trübung sollte trotzdem nicht automatisch als normale Alterserscheinung bewertet werden, da unterschiedliche Ursachen möglich sind.

Wann sollte ich mit einem Augenproblem meines Hundes in Stuttgart zum Tierarzt?

Bei starken Schmerzen, Verletzungen, dauerhaftem Zukneifen, deutlicher Schwellung, plötzlicher Trübung oder Veränderungen des Sehvermögens solltest du auch in Stuttgart nicht unnötig abwarten, sondern tierärztlich Rücksprache halten.

Fazit: Augenprobleme beim Hund lieber früh als zu spät abklären

Augenprobleme können sich durch Rötung, Tränenfluss, Ausfluss, Zukneifen, Schwellungen, Trübungen oder Veränderungen des Sehvermögens zeigen. Hinter diesen Symptomen können sehr unterschiedliche Ursachen stecken.

Gerade deshalb ist es wichtig, nicht ausschließlich nach dem sichtbaren Erscheinungsbild zu beurteilen, ob eine Veränderung harmlos ist. Verletzungen, Fremdkörper, Entzündungen, Trockenes Auge, Katarakt, Glaukom oder Veränderungen der Augenlider können teilweise sehr ähnliche Beschwerden verursachen.

Besonders Schmerzen, plötzlich auftretende Veränderungen, Verletzungen und Einschränkungen des Sehvermögens sollten nicht ignoriert werden. Je früher eine ernsthafte Ursache erkannt wird, desto früher kann gezielt behandelt werden.

Beobachte deshalb nicht nur das Auge selbst, sondern auch das Verhalten deines Hundes. Ein Hund, der plötzlich Licht meidet, Berührungen nicht zulässt, unsicherer läuft oder häufiger erschrickt, kann ebenfalls zeigen, dass sich seine Wahrnehmung oder sein Wohlbefinden verändert hat.

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Veränderungen von Augen und Verhalten früh wahrnehmen

Nicht jede Unsicherheit oder Verhaltensänderung ist automatisch ein Trainingsproblem. Wenn dein Hund plötzlich schlechter sieht, Schmerzen hat oder Berührungen im Kopfbereich unangenehm findet, kann sich das deutlich auf sein Verhalten auswirken.

Bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir auffällige Verhaltensveränderungen deshalb immer auch im Zusammenhang mit möglichen körperlichen Ursachen. Medizinische Diagnostik und die Behandlung von Augenerkrankungen gehören selbstverständlich in die Hände deiner Tierarztpraxis.

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