Augenpflege beim Hund: Augen richtig reinigen, Probleme erkennen und gesund halten
Die Augen deines Hundes sind empfindliche Sinnesorgane und sollten regelmäßig aufmerksam betrachtet werden. Staub, Pollen, Wind, kleine Fremdkörper, Haare oder andere Umwelteinflüsse können die Augenpartie reizen. Gleichzeitig können Veränderungen wie vermehrter Tränenfluss, Rötungen, Ausfluss, Trübungen oder häufiges Zukneifen erste Hinweise auf ein Augenproblem sein.
Gute Augenpflege beim Hund bedeutet deshalb nicht, gesunde Augen täglich mit möglichst vielen Pflegeprodukten zu behandeln. Viel wichtiger ist eine regelmäßige Kontrolle. Du solltest wissen, wie die Augen deines Hundes normalerweise aussehen und Veränderungen frühzeitig wahrnehmen.
Eine sanfte Reinigung kann sinnvoll sein, wenn sich getrocknete Tränenflüssigkeit oder Schmutz an der Augenpartie gesammelt haben. Das eigentliche Auge sollte dagegen nicht ohne Grund mit beliebigen Lösungen, Hausmitteln oder Augentropfen behandelt werden. Gerade Augenprobleme können sich schnell verschlechtern und sollten deshalb nicht unnötig lange in Eigenregie behandelt werden.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn dein Hund plötzlich ein Auge zukneift, stark reibt, lichtempfindlich wirkt oder sich die Hornhaut verändert. Hinter solchen Symptomen können nicht nur harmlose Reizungen, sondern beispielsweise Fremdkörper, Verletzungen oder Erkrankungen der Hornhaut stecken.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie gesunde Hundeaugen aussehen, wie du die Augenpartie richtig reinigst, welche Veränderungen noch unauffällig sein können und bei welchen Symptomen dein Hund schnell tierärztlich untersucht werden sollte. Außerdem betrachten wir häufige Augenprobleme wie Bindehautentzündungen, trockenes Auge, Tränenflecken, Hornhautverletzungen und altersbedingte Veränderungen.
Täglich kurz hinschauen
Je besser du das normale Erscheinungsbild der Augen kennst, desto schneller fallen dir Veränderungen auf.
Sanft statt intensiv reinigen
Entferne nur das, was wirklich entfernt werden muss, und vermeide unnötiges Reiben an der empfindlichen Augenpartie.
Schmerzen ernst nehmen
Zukneifen, starkes Reiben und Lichtempfindlichkeit können auf schmerzhafte Augenprobleme hinweisen.
Warum ist Augenpflege beim Hund wichtig?
Die Augen deines Hundes sind täglich unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Staub, Pollen, Wind, Pflanzenteile, kleine Fremdkörper oder Haare können die Augenpartie reizen. Bei Hunden mit langem Fell im Gesicht können zusätzlich einzelne Haare in Richtung Hornhaut wachsen und dort störend wirken.
Augenpflege bedeutet deshalb vor allem Beobachtung und Früherkennung. Eine regelmäßige kurze Kontrolle hilft dir dabei, Veränderungen zu erkennen, bevor sie möglicherweise stärker werden.
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen Pflege und Behandlung. Gesunde Augen müssen nicht ständig gespült oder mit Tropfen behandelt werden. Ein krankes Auge wiederum lässt sich nicht allein durch regelmäßiges Reinigen gesund pflegen.
Die sinnvollste Routine lautet daher: ansehen, Veränderungen wahrnehmen, die äußere Augenpartie bei Bedarf sanft sauber halten und Auffälligkeiten rechtzeitig medizinisch beurteilen lassen.
Wie sehen gesunde Hundeaugen aus?
Gesunde Augen wirken normalerweise klar und aufmerksam. Die Hornhaut sollte transparent erscheinen, ohne plötzlich sichtbare milchige, bläuliche oder weißliche Veränderungen.
Die Augenlider sollten ohne deutliche Schwellung am Auge anliegen. Die sichtbare Bindehaut darf nicht auffällig stark gerötet oder geschwollen sein.
Eine kleine Menge getrockneter Tränenflüssigkeit beziehungsweise etwas Sekret nach dem Schlafen kann bei einzelnen Hunden vorkommen. Entscheidend ist, was für deinen Hund normal ist und ob sich Menge, Farbe oder Konsistenz plötzlich verändern.
Auch beide Augen sollten möglichst miteinander verglichen werden. Wenn ein Auge plötzlich deutlich stärker tränt, gerötet ist oder anders gehalten wird als das andere, verdient diese Veränderung besondere Aufmerksamkeit.
Ein kurzer Blick auf den Aufbau des Hundeauges
Um Veränderungen besser einordnen zu können, hilft ein grundlegendes Verständnis der wichtigsten Strukturen.
Die Hornhaut bildet die transparente vordere Begrenzung des Auges. Sie muss klar bleiben, damit Licht ungehindert ins Auge gelangen kann. Bereits kleine Verletzungen der Hornhaut können sehr schmerzhaft sein.
Hinter der Hornhaut liegen unter anderem Iris, Pupille und Linse. Die Linse ist an der Bündelung des Lichtes beteiligt. Veränderungen der Linse können beispielsweise bei einer Katarakt sichtbar werden.
Die Bindehaut kleidet Teile der Lider und des Auges aus. Sie reagiert auf verschiedene Reize und kann sich bei Entzündungen deutlich röten.
Die Augenlider schützen das Auge und verteilen beim Blinzeln den Tränenfilm über die Oberfläche. Der Tränenfilm wiederum trägt dazu bei, Hornhaut und Bindehaut feucht zu halten und die Augenoberfläche zu schützen.
Warum Tränenflüssigkeit für das Hundeauge so wichtig ist
Tränen sind nicht einfach nur Wasser. Der Tränenfilm erfüllt mehrere wichtige Aufgaben. Er hält die Augenoberfläche feucht, unterstützt die Versorgung der Hornhaut und hilft dabei, kleine Partikel von der Oberfläche zu entfernen.
Wird zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet oder ist ihre Zusammensetzung gestört, kann die Oberfläche des Auges austrocknen und empfindlicher werden.
Umgekehrt kann ein verstärkter Tränenfluss ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Das Auge produziert dann möglicherweise mehr Flüssigkeit, weil es durch Haare, Fremdkörper, Entzündungen oder andere Ursachen gereizt wird.
Deshalb sollte weder ein auffällig trockenes noch ein plötzlich stark tränendes Auge ausschließlich als kosmetisches Problem betrachtet werden.
Wie oft solltest du die Augen deines Hundes kontrollieren?
Eine kurze Kontrolle kann problemlos Bestandteil des täglichen Umgangs mit deinem Hund werden. Dafür musst du keine aufwendige Untersuchung durchführen.
Schau deinem Hund einfach bewusst ins Gesicht und achte darauf, ob beide Augen offen gehalten werden, klar wirken und keine auffällige Rötung oder größere Menge Sekret vorhanden ist.
Besonders nach Spaziergängen durch hohes Gras, dichtes Gebüsch, staubige Wege oder sehr windige Bereiche kann ein zusätzlicher Blick sinnvoll sein.
Auch nach wildem Spiel mit anderen Hunden oder einem Aufenthalt im Wald solltest du aufmerksam sein, wenn dein Hund plötzlich beginnt, ein Auge zuzukneifen oder daran zu reiben.
Augen beim Hund richtig reinigen
Hat sich an der äußeren Augenpartie etwas getrocknete Tränenflüssigkeit oder Schmutz gesammelt, kannst du diesen vorsichtig entfernen.
Wasche zunächst deine Hände. Verwende anschließend eine saubere, weiche und möglichst fusselfreie Kompresse beziehungsweise ein geeignetes weiches Tuch.
Ist die Ablagerung eingetrocknet, solltest du sie zunächst vorsichtig anfeuchten, statt kräftig daran zu reiben. Für die äußere Reinigung kann beispielsweise eine geeignete sterile Kochsalzlösung verwendet werden.
Wische nur mit geringem Druck und vermeide es, über die empfindliche Hornhaut zu reiben.
Besonders wichtig: Verwende für jedes Auge eine eigene saubere Kompresse. So reduzierst du das Risiko, mögliche Keime von einem Auge auf das andere zu übertragen.
Warum Wattepads und Wattestäbchen nicht immer ideal sind
Bei der Reinigung unmittelbar an den Augen solltest du darauf achten, dass das verwendete Material möglichst wenig fusselt.
Kleine Fasern können die ohnehin empfindliche Augenpartie zusätzlich reizen. Wattestäbchen gehören außerdem nicht direkt an das Auge, da bereits eine unerwartete Kopfbewegung zu Verletzungen führen kann.
Eine weiche, fusselfreie Kompresse gibt dir mehr Kontrolle und lässt sich sanft an der äußeren Augenpartie entlangführen.
Darf man Hundeaugen mit Wasser reinigen?
Für oberflächliche Verschmutzungen im Fell rund um das Auge kann sauberes Wasser grundsätzlich ausreichen. Direkt am Auge solltest du jedoch besonders sorgfältig vorgehen.
Möchtest du Sekret an der Augenpartie lösen, kann eine geeignete sterile Kochsalzlösung eine praktische Möglichkeit sein.
Entscheidend ist vor allem, dass du keine aggressiven Reinigungsmittel, Seifen, Kosmetikprodukte oder beliebigen Hausmittel verwendest.
Muss das Auge selbst gespült werden, beispielsweise bei einem konkreten Fremdkörper- oder Reizstoffkontakt, hängt das richtige Vorgehen von der Situation ab. Bei Verletzungen oder chemischen Stoffen solltest du zusätzlich schnell tierärztlichen Rat einholen.
Kamillentee gehört nicht ins Hundeauge
Kamille wird traditionell bei zahlreichen Beschwerden als Hausmittel eingesetzt. Für die Reinigung beziehungsweise Behandlung empfindlicher Augen ist sie jedoch keine gute Standardlösung.
Pflanzliche Bestandteile können das Auge zusätzlich reizen, und selbst zubereitete Flüssigkeiten sind nicht steril.
Deshalb solltest du bei gereizten Hundeaugen nicht einfach auf Kamillentee oder andere selbst hergestellte Kräuterlösungen zurückgreifen.
Ist das Auge tatsächlich entzündet oder schmerzhaft, sollte die Ursache geklärt werden, statt lediglich Symptome mit einem Hausmittel zu behandeln.
Darf man Augentropfen für Menschen beim Hund verwenden?
Medikamente oder Augentropfen aus der eigenen Hausapotheke solltest du deinem Hund nicht ohne tierärztliche Rücksprache geben.
Verschiedene Augenerkrankungen können äußerlich ähnlich aussehen, benötigen aber vollkommen unterschiedliche Behandlungen.
Besonders problematisch können bestimmte kortisonhaltige Präparate sein, wenn beispielsweise eine Verletzung der Hornhaut vorliegt.
Deshalb gilt: Ein gerötetes Auge sollte nicht einfach mit irgendeinem vorhandenen Augentropfen behandelt werden. Die Ursache entscheidet darüber, welche Therapie sinnvoll und sicher ist.
Bindehautentzündung beim Hund erkennen
Eine Bindehautentzündung beim Hund kann verschiedene Ursachen besitzen.
Mögliche Auslöser sind beispielsweise Fremdkörper, mechanische Reizung, Fehlstellungen der Lider, Allergien oder infektiöse Ursachen.
Typische Anzeichen können Rötung, Schwellung der Bindehaut, vermehrter Tränenfluss oder veränderter Ausfluss sein.
Wichtig ist, nicht jede Rötung automatisch als harmlose Bindehautentzündung einzustufen. Auch schmerzhafte Hornhautprobleme oder andere Augenerkrankungen können ein ähnlich gerötetes Auge verursachen.
Deshalb sollte insbesondere ein stark gerötetes, schmerzhaftes oder länger auffälliges Auge tierärztlich untersucht werden.
Gelber oder grüner Augenausfluss beim Hund
Die Farbe und Menge des Augenausflusses können wichtige Hinweise liefern, reichen allein aber nicht für eine Diagnose aus.
Ein kleiner heller beziehungsweise leicht eingetrockneter Rückstand nach dem Schlafen kann bei manchen Hunden vorkommen. Deutlich gelber, grünlicher oder zunehmend dickflüssiger Ausfluss sollte dagegen genauer beurteilt werden.
Besonders wenn gleichzeitig Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Zukneifen auftreten, solltest du nicht mehrere Tage ausschließlich reinigen und abwarten.
Der Ausfluss ist in diesem Fall ein Symptom – entscheidend ist die Ursache dahinter.
Warum tränt das Auge meines Hundes?
Verstärkter Tränenfluss kann viele unterschiedliche Gründe haben.
Staub, Wind oder Pollen können das Auge kurzfristig reizen. Ebenso können Haare, kleine Fremdkörper oder anatomische Besonderheiten dafür sorgen, dass ein Auge stärker tränt.
Auch Probleme mit dem Abfluss der Tränenflüssigkeit können dazu beitragen, dass Tränen über die Augenpartie laufen.
Wird der Tränenfluss plötzlich deutlich stärker, betrifft nur ein Auge oder geht mit Schmerzen, Rötung beziehungsweise Zukneifen einher, sollte die Ursache medizinisch abgeklärt werden.
Tränenflecken beim Hund: mehr als ein kosmetisches Thema
Besonders bei Hunden mit hellem Fell können dauerhaft feuchte Tränenstraßen zu sichtbaren Verfärbungen unter den Augen führen.
Die Verfärbung selbst ist häufig vor allem kosmetisch auffällig. Entscheidender ist jedoch die Frage, warum die Augenpartie dauerhaft feucht ist.
Bei Hunden, die schon immer eine bestimmte Menge Tränenfluss zeigen und ansonsten vollständig unauffällige Augen besitzen, kann regelmäßiges vorsichtiges Sauberhalten der Fellpartie sinnvoll sein.
Entstehen Tränenflecken plötzlich neu oder verstärken sie sich deutlich, sollte nicht nur versucht werden, die Verfärbung kosmetisch zu entfernen. Dann lohnt sich eine Untersuchung möglicher Ursachen.
Hornhautverletzungen beim Hund können sehr schmerzhaft sein
Die Hornhaut liegt frei an der Vorderseite des Auges und kann beispielsweise durch Äste, Dornen, Krallen, kleine Fremdkörper oder andere mechanische Einwirkungen verletzt werden.
Solche Verletzungen können sehr schmerzhaft sein. Häufig kneift der Hund das betroffene Auge zu, reibt daran oder reagiert empfindlich auf Licht.
Die Hornhaut kann dabei von außen zunächst relativ unspektakulär aussehen. Deshalb solltest du ein plötzlich stark schmerzhaftes Auge nicht allein danach beurteilen, ob du eine sichtbare Verletzung erkennen kannst.
Ein vermutetes Hornhautgeschwür beziehungsweise eine Hornhautverletzung gehört zeitnah tierärztlich untersucht.
Fremdkörper im Hundeauge
Kleine Pflanzenteile, Staub, Sand oder andere Fremdkörper können während eines Spaziergangs ins Auge gelangen.
Dein Hund kann darauf mit verstärktem Tränenfluss, Blinzeln, Reiben oder Zukneifen reagieren.
Sitzt lediglich ein sehr kleiner oberflächlicher Partikel locker in der Augenpartie, kann dieser möglicherweise mit Tränenflüssigkeit ausgespült werden. Bei anhaltenden Beschwerden sollte das Auge jedoch untersucht werden.
Versuche niemals, einen fest sitzenden, spitzen oder in das Auge eingedrungenen Fremdkörper selbst herauszuziehen.
Ein solcher Gegenstand sollte bis zur tierärztlichen Versorgung möglichst nicht manipuliert werden.
Granne im Auge: im Sommer besonders aufmerksam sein
Grannen und andere kleine Pflanzenteile können sich im Sommer und Spätsommer an unterschiedlichen Körperstellen festsetzen – auch im Bereich der Augen.
Beginnt dein Hund nach einem Spaziergang durch hohes Gras plötzlich ein Auge stark zuzukneifen oder daran zu reiben, sollte ein Fremdkörper als mögliche Ursache bedacht werden.
Durch weiteres Reiben kann eine vorhandene Verletzung zusätzlich verschlimmert werden.
Deshalb solltest du bei starken Beschwerden nicht lange versuchen, das Auge selbst zu untersuchen oder zu reinigen.
Trockenes Auge beim Hund
Bei einer Keratokonjunktivitis sicca, häufig als trockenes Auge bezeichnet, wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert beziehungsweise der Tränenfilm ist nicht ausreichend.
Dadurch kann die Augenoberfläche chronisch gereizt werden. Mögliche Hinweise können Rötung, zäher Ausfluss, häufiges Blinzeln und eine empfindliche Augenoberfläche sein.
Ein trockenes Auge lässt sich nicht zuverlässig dadurch behandeln, dass gelegentlich irgendwelche befeuchtenden Tropfen verwendet werden.
Der Tierarzt kann die Tränenproduktion messen und beurteilen, welche Behandlung notwendig ist. Je nach Ursache kann eine längerfristige beziehungsweise dauerhafte Therapie erforderlich werden.
Katarakt beim Hund: Wenn sich die Linse trübt
Eine Katarakt ist eine Trübung der Augenlinse.
Je nach Ausmaß kann sie das Sehvermögen unterschiedlich stark beeinträchtigen. Eine Katarakt kann unterschiedliche Ursachen haben und tritt beispielsweise auch im Zusammenhang mit bestimmten Erkrankungen auf.
Nicht jede grau oder bläulich wirkende Veränderung im Auge eines älteren Hundes ist automatisch eine Katarakt. Im Alter können auch andere Veränderungen der Linse auftreten.
Deshalb sollte eine neu sichtbare Trübung fachlich untersucht werden, statt lediglich aufgrund des Alters als normal eingestuft zu werden.
Entropium: Wenn sich das Augenlid nach innen rollt
Bei einem Entropium rollt sich ein Teil des Augenlids nach innen. Dadurch können Haare beziehungsweise Fell an der empfindlichen Augenoberfläche reiben.
Diese dauerhafte mechanische Reizung kann Tränenfluss, Schmerzen und Veränderungen der Hornhaut verursachen.
Je nach Ausprägung und Ursache kann eine operative Korrektur notwendig sein.
Ein dauerhaft tränendes und gereiztes Auge sollte deshalb insbesondere dann genauer untersucht werden, wenn eine auffällige Lidstellung erkennbar ist.
Ektropium: Wenn das Augenlid nach außen hängt
Beim Ektropium liegt das Augenlid nicht vollständig am Auge an, sondern hängt beziehungsweise rollt sich nach außen.
Dadurch kann die Bindehaut stärker der Umgebung ausgesetzt sein und leichter gereizt werden.
Wie problematisch eine solche Lidstellung ist, hängt von ihrer Ausprägung und den individuellen Beschwerden ab.
Auch hier gilt: Wiederkehrende Entzündungen oder dauerhaft gereizte Augen sollten nicht ausschließlich mit Pflegeprodukten behandelt werden, wenn eine anatomische Ursache dahintersteht.
Cherry Eye beim Hund
Als Cherry Eye wird umgangssprachlich ein Vorfall der Drüse des dritten Augenlids bezeichnet.
Dabei kann im inneren Augenwinkel eine auffällige rötliche, rundliche Struktur sichtbar werden.
Dieses Problem lässt sich nicht durch normale Augenreinigung beheben und sollte tierärztlich beurteilt werden.
Die entsprechende Drüse trägt zur Tränenproduktion bei und sollte deshalb nicht einfach als störendes Gewebe betrachtet werden.
Allergien können auch die Augen betreffen
Allergien beim Hund können sich unter anderem mit Hautproblemen und Juckreiz bemerkbar machen. Auch die Augenregion kann betroffen sein.
Pollen, Staub oder andere Umweltfaktoren können insbesondere bei entsprechend empfindlichen Hunden Beschwerden verstärken.
Dennoch sollte ein gerötetes oder tränendes Auge nicht automatisch auf eine Allergie zurückgeführt werden. Fremdkörper, Verletzungen oder andere Augenerkrankungen können sehr ähnlich aussehen.
Treten Augenbeschwerden wiederholt saisonal auf, kann dieser Zusammenhang bei der tierärztlichen Ursachenforschung berücksichtigt werden.
Augenpflege im Frühling bei Pollen
Im Frühjahr steigt die Belastung durch Pollen und andere Pflanzenteilchen. Besonders bei windigem Wetter können sie in die Augenpartie gelangen.
Kontrolliere nach Spaziergängen, ob sich sichtbare Pflanzenreste oder stärkerer Tränenfluss zeigen.
Die äußere Augenpartie kann bei Bedarf sanft gereinigt werden. Es ist jedoch nicht notwendig, gesunde Augen nach jedem Spaziergang routinemäßig mit Tropfen zu behandeln.
Zeigt dein Hund während bestimmter Jahreszeiten wiederholt deutliche Beschwerden, solltest du mögliche allergische Ursachen abklären lassen.
Augenpflege im Sommer
Im Sommer spielen neben Pollen auch Staub, Sand, trockenes Gras und kleine Pflanzenteile eine größere Rolle.
Nach einem Spaziergang durch hohe Wiesen oder dichtes Gebüsch lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf beide Augen.
Bei Autofahrten sollte dein Hund seinen Kopf außerdem nicht dauerhaft aus einem weit geöffneten Fenster halten. Fahrtwind, Staub und kleine Partikel können die Augen stark reizen beziehungsweise verletzen.
Auch am Strand können Sand und Wind unangenehm für die Augen werden. Beginnt dein Hund anschließend auffällig zu blinzeln oder ein Auge zuzukneifen, solltest du aufmerksam werden.
Augenpflege im Herbst
Im Herbst können trockene Blätter, Staub, Wind und Pflanzenteile zu zusätzlichen Reizen führen.
Gerade bei Spaziergängen durch dichtes Unterholz solltest du darauf achten, ob dein Hund anschließend plötzlich ein Auge anders hält.
Ein Auge vorsorglich mit frei gewählten „befeuchtenden Augentropfen“ zu behandeln, ist dagegen nicht notwendig.
Wenn die Augen deines Hundes wiederholt trocken beziehungsweise gereizt wirken, sollte zunächst geklärt werden, ob tatsächlich eine Störung des Tränenfilms oder eine andere Erkrankung vorliegt.
Augenpflege im Winter
Kalter Wind und trockene Heizungsluft können bei empfindlichen Hunden die Augenpartie reizen.
Auch Schnee oder aufgewirbelter Straßenschmutz können während eines Spaziergangs in Richtung Gesicht gelangen.
Du musst bei gesundem Hund deshalb nicht pauschal die Spaziergangsdauer reduzieren. Beobachte vielmehr, wie dein individueller Hund mit den Bedingungen zurechtkommt.
Nach Spaziergängen kann eine kurze Kontrolle sinnvoll sein. Zeigen sich Rötung, starkes Tränen oder Schmerzen, solltest du die Ursache nicht ausschließlich auf das Winterwetter schieben.
Haare rund um die Augen richtig pflegen
Bei einigen Hunden wächst langes Fell rund um Augen und Nasenrücken. Gelangen Haare dauerhaft an die Hornhaut, können sie das Auge reizen.
Die Fellpartie rund um das Auge sollte deshalb sauber und so gepflegt sein, dass keine störenden Haare permanent auf der Augenoberfläche liegen.
Beim Kürzen ist jedoch besondere Vorsicht erforderlich. Scheren oder andere scharfe Werkzeuge unmittelbar am Auge bergen ein Verletzungsrisiko, insbesondere wenn sich der Hund unerwartet bewegt.
Wenn du dir bei der Pflege dieser empfindlichen Region unsicher bist, solltest du sie von einer entsprechend erfahrenen Fachperson durchführen lassen.
Weitere Grundlagen findest du unter Fellpflege beim Hund.
Augenpflege bei kurzschnäuzigen Hunden
Brachyzephale beziehungsweise kurznasige Hunde können aufgrund ihrer anatomischen Merkmale besondere Anforderungen an die Augenpflege haben.
Bei manchen dieser Hunde liegen die Augen stärker exponiert. Dadurch können sie gegenüber mechanischen Reizen und Verletzungen empfindlicher sein.
Gleichzeitig können Lidstellung, Tränenabfluss und andere anatomische Besonderheiten eine Rolle spielen.
Bei wiederkehrendem Tränenfluss oder häufigen Augenreizungen sollte deshalb nicht nur die äußere Pflege betrachtet, sondern auch eine mögliche anatomische Ursache untersucht werden.
Augenpflege beim Seniorhund
Mit zunehmendem Alter können sich die Augen sichtbar verändern. Manche Veränderungen gehören zu normalen Alterungsprozessen, andere können das Sehvermögen beeinträchtigen oder behandlungsbedürftig sein.
Deshalb solltest du eine neue Trübung nicht automatisch als „Alterserscheinung“ abhaken.
Auch Verhaltensänderungen können auf nachlassendes Sehvermögen hinweisen. Dein Hund stößt möglicherweise häufiger an Gegenstände, wirkt bei Dunkelheit unsicherer oder erschrickt schneller, wenn sich jemand von der Seite nähert.
Eine tierärztliche Untersuchung kann helfen zu unterscheiden, welche Veränderungen altersbedingt und welche behandlungsbedürftig sind.
Warum ein Hund plötzlich schlechter sehen kann
Veränderungen des Sehvermögens können sich schleichend oder plötzlich entwickeln.
Während ein Hund sich an einen langsam fortschreitenden Sehverlust häufig erstaunlich gut anpasst, ist plötzliches Orientierungsproblem besonders auffällig.
Stößt dein Hund plötzlich gegen Möbel, findet Türen nicht mehr, wirkt desorientiert oder zeigt auffällige Veränderungen an Pupillen beziehungsweise Augen, sollte dies zeitnah untersucht werden.
Plötzliche Sehveränderungen sind kein Pflegeproblem, das zunächst mehrere Tage zu Hause beobachtet werden sollte.
Wann ist ein Augenproblem beim Hund ein Notfall?
Gerade beim Auge ist es sinnvoll, bei bestimmten Symptomen eher früher als später tierärztliche Hilfe zu suchen.
Dazu gehören beispielsweise plötzliche starke Schmerzen, dauerhaftes Zukneifen eines Auges, sichtbare Verletzungen, Blutungen, deutlich veränderte Hornhaut, auffällige Pupillen oder ein möglicher eingedrungener Fremdkörper.
Auch eine plötzlich auftretende starke Sehbeeinträchtigung sollte rasch untersucht werden.
Bei Kontakt mit chemischen Stoffen zählt ebenfalls schnelles Handeln. In einem solchen Fall sollte eine tierärztliche Stelle unmittelbar kontaktiert werden.
Wann solltest du mit einem geröteten Auge zum Tierarzt?
Eine leichte kurzzeitige Rötung kann nach einer vorübergehenden Reizung auftreten. Trotzdem sollte das Auge aufmerksam beobachtet werden.
Hält die Rötung an, nimmt sie zu oder treten zusätzlich Schmerzen, Ausfluss, Schwellung, Lichtempfindlichkeit oder Zukneifen auf, sollte das Auge untersucht werden.
Besonders wichtig ist die Kombination aus Rötung und Schmerz. Sie kann auf Erkrankungen hinweisen, bei denen eine schnelle Diagnose wichtig ist.
Orientierung zum richtigen Zeitpunkt für eine Untersuchung findest du auch unter Wann sollte man mit dem Hund zum Tierarzt?.
Wie du deinen Hund an die Augenkontrolle gewöhnst
Augenpflege wird wesentlich einfacher, wenn dein Hund gelernt hat, ruhige Berührungen am Kopf und im Gesichtsbereich zu akzeptieren.
Beginne nicht erst dann damit, wenn das Auge bereits schmerzt. Im normalen Alltag kannst du deinen Hund daran gewöhnen, dass du kurz seinen Kopf berührst und die Augenpartie anschaust.
Hebe beziehungsweise verschiebe das Lid nicht unnötig stark. Für eine normale Kontrolle genügt meist ein ruhiger Blick auf Auge, Lider und umliegende Fellpartie.
Die Behandlung sollte nicht zu einem dauernden Festhalten werden. Kurze, klare und ruhige Pflegemomente sind langfristig wesentlich hilfreicher.
Medical Training für die Augenpflege
Das ruhige Untersuchen von Augen, Ohren, Pfoten und Zähnen lässt sich bereits im gesunden Alltag vorbereiten.
Dein Hund lernt dabei, dass körperliche Nähe und kurze Untersuchungen nicht automatisch unangenehm sind.
Besonders hilfreich ist, wenn der Hund sich am Menschen orientieren kann und Pflegehandlungen klar angekündigt und verständlich durchgeführt werden.
Dadurch wird nicht nur die Pflege zu Hause leichter. Auch notwendige Untersuchungen beim Tierarzt können einfacher werden, wenn dein Hund solche Berührungen grundsätzlich kennt.
Häufige Fehler bei der Augenpflege
Ein häufiger Fehler besteht darin, jedes kleine Sekret sofort mit mehreren Pflegeprodukten behandeln zu wollen. Gesunde Augen benötigen normalerweise keine umfangreiche tägliche Produktpflege.
Ebenso problematisch ist es, ein schmerzhaftes oder stark gerötetes Auge über mehrere Tage lediglich sauberzuwischen, obwohl eine medizinische Ursache dahinterstecken könnte.
Verwende keine menschlichen Augentropfen, übrig gebliebenen Medikamente oder kortisonhaltigen Präparate ohne Diagnose.
Auch Hausmittel wie Kamillentee gehören nicht in ein gereiztes Auge.
Schließlich sollte nicht kräftig an eingetrocknetem Sekret gerieben werden. Weiche es vorsichtig an und löse es sanft, damit die empfindliche Haut nicht zusätzlich gereizt wird.
Kann Ernährung die Augengesundheit unterstützen?
Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung versorgt deinen Hund mit den Nährstoffen, die auch für die normale Funktion von Haut, Schleimhäuten und Sinnesorganen benötigt werden.
Daraus sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass einzelne Nahrungsergänzungsmittel Augenkrankheiten verhindern oder behandeln könnten.
Bestehende Augenprobleme sollten nicht durch Nahrungsergänzungen oder spezielle Futtermittel ersetzt behandelt werden.
Eine vollständige Ernährung gehört zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge – sie ersetzt aber keine Augenuntersuchung bei auffälligen Veränderungen.
Regelmäßige Gesundheitskontrollen bleiben wichtig
Auch wenn du die Augen deines Hundes zu Hause aufmerksam kontrollierst, kann eine tierärztliche Untersuchung Veränderungen erkennen, die für dich nicht sichtbar sind.
Besonders bei älteren Hunden oder Tieren mit bekannten Augenerkrankungen können individuell festgelegte Kontrollen sinnvoll sein.
Weitere Informationen findest du unter regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hund.
Häufige Fragen zur Augenpflege beim Hund
Wie oft sollte ich die Augen meines Hundes reinigen?
Gesunde Augen müssen nicht nach einem festen Zeitplan gereinigt werden. Entferne sichtbare Ablagerungen an der äußeren Augenpartie bei Bedarf vorsichtig und kontrolliere die Augen regelmäßig.
Wie reinige ich die Augen meines Hundes richtig?
Verwende eine saubere, weiche und möglichst fusselfreie Kompresse und löse angetrocknete Ablagerungen vorsichtig. Für jedes Auge sollte eine eigene Kompresse verwendet werden.
Darf ich Kochsalzlösung für Hundeaugen verwenden?
Geeignete sterile Kochsalzlösung kann zur vorsichtigen Reinigung der Augenpartie beziehungsweise je nach Situation zum Spülen verwendet werden. Bei Schmerzen, Verletzungen oder anhaltenden Beschwerden sollte dennoch tierärztlich abgeklärt werden, was die Ursache ist.
Darf ich Kamillentee für die Augen meines Hundes benutzen?
Kamillentee ist keine empfehlenswerte Standardlösung für Hundeaugen. Pflanzliche Bestandteile können zusätzlich reizen, und selbst zubereiteter Tee ist nicht steril.
Kann ich Augentropfen für Menschen beim Hund verwenden?
Nicht ohne tierärztliche Anweisung. Unterschiedliche Augenerkrankungen benötigen unterschiedliche Behandlungen, und manche Wirkstoffe können bei bestimmten Augenproblemen ungeeignet beziehungsweise gefährlich sein.
Warum hat mein Hund morgens etwas Schlaf im Auge?
Eine kleine Menge eingetrockneter Tränenflüssigkeit kann bei manchen Hunden nach dem Schlafen auftreten. Wird das Sekret plötzlich deutlich mehr, verändert Farbe oder Konsistenz oder treten weitere Symptome auf, solltest du genauer hinschauen.
Warum tränt das Auge meines Hundes?
Mögliche Gründe reichen von Wind, Staub und Pollen über Haare oder Fremdkörper bis hin zu Problemen mit Lidstellung, Tränenabfluss oder Augenerkrankungen. Plötzlich starker oder einseitiger Tränenfluss sollte abgeklärt werden.
Ist gelber Augenausfluss beim Hund normal?
Deutlich gelber oder grünlicher Ausfluss ist nicht als normaler Pflegebefund einzustufen. Besonders zusammen mit Rötung, Schwellung oder Schmerzen sollte das Auge tierärztlich untersucht werden.
Was bedeutet grüner Augenausfluss beim Hund?
Grünlicher oder dickflüssiger Ausfluss kann bei entzündlichen Augenproblemen auftreten. Die Farbe allein liefert jedoch keine sichere Diagnose. Die Ursache sollte untersucht werden.
Warum ist das Auge meines Hundes rot?
Rötung kann viele Ursachen haben – von einer vorübergehenden Reizung bis hin zu einer schmerzhaften Augenerkrankung. Hält die Rötung an oder treten Schmerzen, Ausfluss oder Zukneifen auf, sollte das Auge untersucht werden.
Warum kneift mein Hund ein Auge zu?
Zukneifen ist häufig ein Zeichen von Schmerz oder starker Reizung. Fremdkörper, Hornhautverletzungen und andere Augenprobleme kommen als Ursachen infrage. Ein plötzlich zugekniffenes Auge sollte zeitnah untersucht werden.
Warum reibt mein Hund ständig am Auge?
Reiben kann auf Juckreiz, einen Fremdkörper, Schmerzen oder Reizung hinweisen. Starkes oder anhaltendes Reiben sollte nicht ignoriert werden, da der Hund das Auge zusätzlich verletzen kann.
Was sind Tränenflecken beim Hund?
Tränenflecken sind Verfärbungen des Fells unter den Augen, die besonders bei hellem Fell auffallen. Bei plötzlich neuem oder deutlich verstärktem Tränenfluss sollte die Ursache abgeklärt werden.
Wie entferne ich Tränenflecken beim Hund?
Halte die Fellpartie unter den Augen sanft sauber und trocken. Starke chemische oder bleichende Produkte gehören nicht in die Nähe des Auges. Bei neu auftretenden Tränenflecken sollte zunächst die Ursache des verstärkten Tränenflusses betrachtet werden.
Wie erkenne ich eine Bindehautentzündung beim Hund?
Mögliche Hinweise sind Rötung, Schwellung, vermehrter Tränenfluss und veränderter Augenausfluss. Da auch andere Augenerkrankungen ähnlich aussehen können, ist eine eindeutige Diagnose wichtig.
Was ist ein trockenes Auge beim Hund?
Bei einem trockenen Auge wird zu wenig beziehungsweise kein ausreichender Tränenfilm gebildet. Dadurch kann die Augenoberfläche gereizt und geschädigt werden. Die Erkrankung benötigt eine tierärztliche Diagnose und häufig eine gezielte Behandlung.
Warum wird das Auge meines alten Hundes trüb?
Im Alter können verschiedene Veränderungen an Linse oder anderen Augenstrukturen auftreten. Eine sichtbare Trübung sollte untersucht werden, damit zwischen altersbedingten und krankhaften Veränderungen unterschieden werden kann.
Ist eine Katarakt beim Hund behandelbar?
Welche Behandlung möglich und sinnvoll ist, hängt von Ursache, Ausprägung und Zustand des gesamten Auges ab. Eine Katarakt sollte deshalb augenfachlich beurteilt werden.
Kann eine Allergie tränende Augen beim Hund verursachen?
Allergien können die Augenregion beeinflussen. Ein tränendes oder gerötetes Auge sollte trotzdem nicht automatisch als Allergie eingestuft werden, weil auch andere Ursachen möglich sind.
Wann muss ich mit einem Augenproblem sofort zum Tierarzt?
Bei starken Schmerzen, dauerhaftem Zukneifen, Verletzungen, sichtbaren Fremdkörpern im Auge, deutlicher Hornhautveränderung, auffälligen Pupillen oder plötzlich verändertem Sehvermögen solltest du rasch tierärztliche Hilfe suchen.
Fazit: Gute Augenpflege bedeutet vor allem aufmerksam hinschauen
Gesunde Hundeaugen benötigen normalerweise keine komplizierte Pflegeroutine. Viel wichtiger ist, dass du regelmäßig hinschaust und weißt, wie die Augen deines Hundes im normalen Zustand aussehen.
Kleine Ablagerungen an der äußeren Augenpartie kannst du bei Bedarf vorsichtig mit einer sauberen, weichen und möglichst fusselfreien Kompresse entfernen. Verwende für jedes Auge ein eigenes Material und vermeide kräftiges Reiben.
Pflegeprodukte sollten nicht vorsorglich in gesunde Augen gegeben werden. Menschliche Augentropfen, übrig gebliebene Medikamente oder Hausmittel wie Kamillentee sind keine geeignete Standardbehandlung für ein gerötetes Hundeauge.
Besonders wichtig ist die Früherkennung. Plötzlich vermehrter Tränenfluss, gelber oder grüner Ausfluss, starke Rötung, Schwellung, Zukneifen, häufiges Reiben oder Trübungen solltest du ernst nehmen.
Gerade schmerzhafte Augenprobleme können sich schnell verschlechtern. Deshalb ist es besser, bei deutlichen Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlich abklären zu lassen, was dahintersteckt, statt mehrere Tage ausschließlich selbst zu reinigen.
Die beste Augenpflege besteht damit aus regelmäßiger Kontrolle, sanfter Reinigung bei tatsächlichem Bedarf und schnellem Handeln, wenn sich das Auge deines Hundes sichtbar oder in seinem Verhalten verändert.
Praktische Empfehlungen
Praktische Helfer für die Hundepflege
Zur regelmäßigen Hundepflege gehören je nach Hund unter anderem Fell- und Hautpflege, die Kontrolle der Krallen und das Abtrocknen nach einem Bad oder einem nassen Spaziergang. Welche Pflege dein Hund tatsächlich benötigt, hängt dabei von seinem Fell, seinen Lebensgewohnheiten und seinen individuellen Bedürfnissen ab.
PET HEAD Sensitive Soul Hundeshampoo
Ein geeignetes Hundeshampoo kann für die Fell- und Hautpflege sinnvoll sein, wenn dein Hund gebadet werden muss. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt für Hunde geeignet ist und zu den individuellen Bedürfnissen von Haut und Fell passt.
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Candure Krallenschere für Hunde
Die regelmäßige Kontrolle der Krallen gehört zur Hundepflege. Ob und wie häufig die Krallen gekürzt werden müssen, ist vom individuellen Abrieb und der jeweiligen Krallenlänge abhängig. Eine geeignete Krallenschere kann dafür als Pflegewerkzeug dienen.
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Nach dem Baden oder einem nassen Spaziergang kann ein saugfähiger Hundebademantel dabei helfen, das Fell deines Hundes zu trocknen. Besonders praktisch ist er für Hunde, die viel Wasser ins Fell aufnehmen oder nach dem Spaziergang nicht lange nass bleiben sollen.
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Pflege beginnt mit ruhiger Gewöhnung
Augen, Ohren, Zähne, Pfoten und Fell lassen sich wesentlich leichter kontrollieren, wenn dein Hund solche Berührungen bereits aus seinem normalen Alltag kennt. Pflege sollte deshalb möglichst nicht erst dann beginnen, wenn etwas weh tut oder eine Behandlung notwendig wird.
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