Kröten im Winterquartier mit Hund: Warum unter Laub und Holz besondere Rücksicht wichtig ist
Wenn der November kälter wird, verändert sich das Leben vieler Tiere beinahe unsichtbar. Während wir Menschen vor allem gefallenes Laub, Totholz, Äste und feuchte Waldränder wahrnehmen, können genau diese Bereiche für Amphibien wichtige Rückzugsorte sein. Auch Kröten ziehen sich im Spätherbst in geschützte Winterquartiere zurück, in denen sie die kalten Monate möglichst frostfrei verbringen können.
Solche Verstecke können sich beispielsweise in Hohlräumen im Boden, unter Wurzeln, Steinen, Laub, Totholz oder Holzansammlungen befinden. Für Hundehalter bedeutet das nicht, dass jeder Laubhaufen tabu ist. Es lohnt sich aber, natürliche Rückzugsbereiche im Wald, Garten oder an Waldrändern nicht unnötig aufzuwühlen und den Hund nicht gezielt in Holz- oder Laubhaufen hineingraben zu lassen.
Besonders neugierige Hunde untersuchen mit der Nase intensiv, was sich unter Blättern, Ästen oder Baumstämmen verbirgt. Wird eine ruhende Kröte dabei entdeckt, kann es zu direktem Kontakt kommen. Einige Hunde schnuppern nur kurz, andere versuchen, das Tier mit der Pfote anzustupsen oder sogar ins Maul zu nehmen. Genau das sollte verhindert werden.
Auch rund um Stuttgart gibt es Wälder, Gärten, Feuchtbereiche und naturnahe Flächen, in denen Amphibien geeignete Rückzugsorte finden können. Rücksicht ist dabei unkompliziert: auf den Wegen bleiben, natürliche Verstecke möglichst unangetastet lassen und den Hund davon abhalten, sich durch Totholz- und Laubhaufen zu graben.
Winterverstecke respektieren
Laub, Wurzeln, Steine und Totholz können geschützte Rückzugsbereiche für Amphibien bieten.
Hund nicht graben lassen
Gezieltes Wühlen in Laub- und Holzhaufen kann ruhende Tiere stören oder verletzen.
Kröten nicht ins Maul nehmen lassen
Direkter Maulkontakt sollte vermieden werden. Der Hund wird ruhig weggeführt und das Tier in Ruhe gelassen.
Warum ziehen sich Kröten im Spätherbst zurück?
Kröten gehören zu den wechselwarmen Tieren. Ihre Körpertemperatur hängt stark von der Umgebungstemperatur ab. Mit sinkenden Temperaturen nimmt deshalb auch ihre Aktivität deutlich ab.
Im Herbst suchen die Tiere geeignete Plätze auf, an denen sie die kalte Jahreszeit geschützt verbringen können. Wichtig ist dabei vor allem, dass das Quartier ausreichend vor starkem Frost und Austrocknung schützt.
Je nach Art und Lebensraum können dafür ganz unterschiedliche Strukturen genutzt werden. Bodenhohlräume, Wurzeln, Steinhaufen, Totholz oder bereits vorhandene Tierbaue können geeignete Bedingungen bieten.
Für Spaziergänger bleibt dieser Vorgang meistens völlig unbemerkt. Genau deshalb lohnt es sich, natürliche Strukturen nicht unnötig auseinanderzunehmen.
Überwintern Kröten wirklich unter Laub?
Laub kann Bestandteil eines geschützten Rückzugsbereiches sein, sollte aber nicht so verstanden werden, dass jede Kröte einfach offen unter einer dünnen Blätterschicht liegt.
Entscheidend ist ein geschützter Bereich, in dem Frost weniger stark eindringen kann. Eine dicke Laubschicht kann dabei zusätzlich isolieren und vorhandene Hohlräume schützen.
Auch unter Wurzeln, Holz oder Steinen können sich geeignete Strukturen befinden.
Deshalb ist es sinnvoll, natürliche Laub- und Totholzbereiche im Winter möglichst wenig zu stören.
Totholz ist mehr als herumliegendes Holz
Für Menschen sieht ein alter Asthaufen oder ein verrottender Baumstamm manchmal einfach unordentlich aus. Ökologisch kann Totholz jedoch für zahlreiche Tiere wertvoll sein.
Zwischen Holzstücken, unter Rinde und im Übergang zum Boden entstehen kleine geschützte Bereiche. Feuchtigkeit und Temperatur unterscheiden sich dort von der offenen Umgebung.
Neben Amphibien profitieren auch viele Insekten und andere Kleintiere von solchen Strukturen.
Der Hund muss Totholzhaufen deshalb nicht auseinandernehmen oder gezielt darin nach Tieren suchen.
Warum Hunde Krötenverstecke interessant finden können
Hunde nehmen ihre Umwelt stark über die Nase wahr. Für sie ist ein Laubhaufen deshalb nicht einfach nur eine Ansammlung trockener oder feuchter Blätter.
Gerüche von Kleintieren, Erde, Pilzen, Wildtiere und verrottendem Pflanzenmaterial machen solche Bereiche besonders interessant.
Ein Hund kann deshalb intensiv an einem bestimmten Punkt schnüffeln, obwohl der Mensch überhaupt nichts Auffälliges erkennt.
Das ist zunächst normales Erkundungsverhalten. Beginnt der Hund jedoch gezielt zu graben oder Holz und Laub auseinanderzunehmen, kann er dadurch ruhende Tiere stören.
Warum der Hund nicht in Laubhaufen graben sollte
Graben ist für Hunde ein natürliches Verhalten. Trotzdem muss nicht jeder geeignete Untergrund dafür genutzt werden.
Gerade im Spätherbst und Winter können Laubansammlungen Rückzugsräume für verschiedenste Tiere bieten. Ein Hund, der mit hoher Intensität darin gräbt, kann Tiere aufscheuchen oder verletzen.
Zusätzlich können unter Laub scharfkantige Äste, Steine oder andere Gegenstände liegen.
Ein ruhiges Weiterschicken oder eine klare räumliche Begrenzung ist deshalb sinnvoller, als das Wühlen weiterlaufen zu lassen.
Holzstapel und Reisighaufen sind keine Hundespielplätze
Auch aufgeschichtetes Holz, Reisighaufen oder liegende Baumstämme können Hohlräume bilden. Gerade im Garten oder an Waldrändern werden solche Strukturen von Kleintieren als Versteck genutzt.
Ein Hund sollte nicht in instabile Holzstapel springen oder versuchen, einzelne Äste herauszuziehen.
Neben möglichen Tieren im Inneren besteht auch die Gefahr, dass Holz verrutscht oder scharfkantige Äste zu Verletzungen führen.
Die einfachste Lösung ist, solche Bereiche als Ruhezone zu behandeln.
Was tun, wenn dein Hund eine Kröte entdeckt?
Entdeckt dein Hund eine Kröte, solltest du ihn ruhig zu dir nehmen und direkten Kontakt verhindern.
Die Kröte muss nicht angefasst, untersucht oder an einen anderen Platz getragen werden, nur weil sie entdeckt wurde.
Bleibt sie an einem geschützten Ort sitzen, bekommt sie einfach Abstand. Der Hund wird weitergeführt.
Je ruhiger die Situation behandelt wird, desto einfacher lässt sie sich lösen.
Was tun, wenn der Hund eine Kröte mit der Pfote berührt?
Ein kurzer Kontakt mit der Pfote ist zunächst kein Grund zur Panik. Wichtig ist vor allem, weitere Kontakte zu verhindern.
Der Hund wird aus dem Bereich genommen und die Kröte in Ruhe gelassen.
Hat der Hund anschließend keinerlei Auffälligkeiten, reicht meist Beobachtung. Leckt er intensiv an der Pfote oder zeigt er andere ungewöhnliche Reaktionen, sollte genauer hingeschaut werden.
Bei deutlichen Beschwerden kann Tierarztlicher Rat sinnvoll sein.
Warum Hunde Kröten nicht ins Maul nehmen sollten
Kröten besitzen Hautdrüsen, über die sie Abwehrsekrete abgeben können. Diese sollen Fressfeinde davon abbringen, sie zu attackieren.
Nimmt ein Hund eine Kröte ins Maul oder leckt intensiv daran, können die Schleimhäute im Maul gereizt werden.
Der Hund kann darauf beispielsweise mit starkem Speicheln, Schmatzen, Reiben am Maul oder anderen Auffälligkeiten reagieren.
Deshalb sollte direkter Maulkontakt grundsätzlich verhindert werden.
Was tun, wenn dein Hund eine Kröte im Maul hatte?
Nimm den Hund sofort von der Kröte weg und verhindere weiteren Kontakt. Die Kröte wird anschließend in Ruhe gelassen.
Zeigt der Hund auffälligen Speichelfluss oder eine deutliche Reizung des Maules, kann das Maul vorsichtig mit sauberem Wasser ausgespült werden. Dabei sollte das Wasser seitlich aus dem Maul ablaufen können und nicht in Richtung Rachen gespült werden.
Bei deutlichen, anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden sollte Tierarztlicher Rat eingeholt werden.
Zeigt der Hund starke Schwäche, neurologische Auffälligkeiten, Atemprobleme oder andere schwere Symptome, ist eine schnelle tierärztliche Abklärung erforderlich.
Warum Kröten nicht verfolgt werden sollten
Manche Hunde reagieren auf die langsamen Bewegungen einer Kröte besonders neugierig. Sie stupsen sie an, springen davor oder verfolgen sie.
Für die Kröte bedeutet diese Situation erheblichen Stress und möglicherweise Verletzungsgefahr.
Der Hund muss deshalb nicht lernen, Kröten als Spielpartner zu betrachten.
Eine klare Begrenzung und gemeinsames Weitergehen sind vollkommen ausreichend.
Kröten nicht unnötig aus ihrem Winterquartier holen
Wird beim Gartenarbeiten oder beim Bewegen von Holz versehentlich eine Kröte entdeckt, sollte sie möglichst wenig gestört werden.
Ein ruhendes Tier sollte nicht aus Neugier herumgetragen oder für Fotos an einen anderen Platz gesetzt werden.
Besonders während der kalten Jahreszeit ist der geschützte Rückzugsort wichtig.
Wer Veränderungen im Garten plant, kann Laub- oder Totholzbereiche deshalb möglichst behutsam behandeln.
Kröten im eigenen Garten
Naturnahe Gärten können Amphibien wertvolle Rückzugsräume bieten. Laub, Hecken, Holzstücke, Steine und wenig gestörte Ecken schaffen unterschiedliche Mikrohabitate.
Hundehalter müssen deshalb nicht den gesamten Garten perfekt „aufräumen“.
Ein Teil des Laubs kann beispielsweise in einer ruhigen Ecke verbleiben, wenn dies zur Gartengestaltung passt.
Der Hund sollte solche Rückzugsbereiche dann nicht regelmäßig umgraben.
Laub im Garten nicht überall entfernen
Für viele Menschen gehört vollständiges Laubräumen zum Herbst dazu. Aus ökologischer Sicht kann es jedoch sinnvoll sein, zumindest in geeigneten ruhigen Bereichen etwas Laub liegen zu lassen.
Die Blattschicht bietet Schutz für zahlreiche Kleintiere und beeinflusst zusätzlich Feuchtigkeit und Temperatur am Boden.
Auf Gehwegen und rutschigen Flächen sollte Laub selbstverständlich entfernt werden, wenn es ein Sicherheitsrisiko darstellt.
In einer geschützten Gartenecke kann es dagegen durchaus seinen Platz behalten.
Was tun beim Laubrechen mit Hund?
Wer im Herbst im Garten Laub zusammenrecht, kann unerwartet auf Tiere treffen. Besonders dicke, länger unberührte Laubschichten sollten deshalb etwas aufmerksam bewegt werden.
Der Hund muss währenddessen nicht direkt daneben stehen und in jedem Haufen nachsehen.
Wird ein Tier entdeckt, lässt sich der Hund ruhig auf Abstand halten, während der Bereich wieder geschützt wird.
So entsteht kein unnötiges Jagen oder Spielen mit dem Tier.
Brennholz im Garten vorsichtig bewegen
Holzstapel stehen häufig über längere Zeit unberührt im Garten. Gerade die unteren Bereiche können dadurch geschützte Hohlräume bilden.
Wird im Spätherbst oder Winter Brennholz entnommen, lohnt sich deshalb ein vorsichtiger Blick auf den Bereich darunter.
Der Hund sollte nicht aufgeregt im Holzstapel suchen oder mit den Pfoten zwischen die Scheite greifen.
Neben möglichen Tieren besteht dort auch eine Verletzungsgefahr durch Holzsplitter und verrutschende Scheite.
Warum Totholz im Wald liegen bleiben darf
Totholz ist ein wichtiger Bestandteil natürlicher Waldstrukturen. Für viele Lebewesen bietet es Nahrung, Schutz und Lebensraum.
Ein Hund braucht deshalb keine herumliegenden Äste oder morschen Holzstücke aus dem Wald herauszutragen.
Auch größere Stämme sollten nicht als Bereiche betrachtet werden, die der Hund unbedingt auseinandernehmen oder untergraben muss.
Natürliche Strukturen werden am besten einfach dort gelassen, wo sie sind.
Kröten und Welpen
Ein Welpen erkundet neue Dinge besonders häufig mit dem Maul. Eine langsam krabbelnde oder sitzende Kröte kann deshalb sehr interessant sein.
Genau hier ist der Mensch gefragt. Der Welpe muss das Tier nicht beschnuppern, anstupsen oder aufnehmen.
Ein kurzer Blick aus etwas Abstand reicht vollkommen aus. Danach wird gemeinsam weitergegangen.
Umweltgewöhnung bedeutet nicht, direkten Kontakt zu jedem Tier herzustellen.
Kröten und jagdlich interessierte Hunde
Nicht nur klassisch jagdlich motivierte Hunde können auf kleine Tiere reagieren. Auch ein sonst ruhiger Hund kann durch Bewegung plötzlich neugierig werden.
Beginnt der Hund, intensiv unter Laub oder Holz nach einem Tier zu suchen, sollte der Mensch den Radius begrenzen.
Das Ziel ist nicht, den Hund für sein Interesse zu bestrafen. Er bekommt lediglich einen klaren Rahmen.
So bleibt die natürliche Umgebung für beide Seiten sicherer.
Kröten und Seniorhund
Viele ältere Hunde interessieren sich weniger intensiv für kleine Tiere. Trotzdem können sie beim Schnüffeln zufällig auf eine ruhende Kröte treffen.
Auch dann gilt: direkten Kontakt vermeiden und ruhig weitergehen.
Für Seniorhunde ist darüber hinaus der Untergrund rund um Laub- und Totholzbereiche zu beachten. Verdeckte Äste, Löcher oder Wurzeln können zusätzliche Stolperstellen darstellen.
Ein gut begehbarer Weg ist im Spätherbst häufig die angenehmere Wahl.
Warum der Hund nicht überall seine Nase hineinstecken muss
Schnüffeln gehört selbstverständlich zum Hundespaziergang. Orientierung am Menschen bedeutet nicht, dass der Hund ständig den Kopf oben halten muss.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Mensch einen Bereich begrenzen darf. Tiefe Holzstapel, unbekannte Löcher oder geschützte Laubhaufen gehören dazu.
Der Hund darf wahrnehmen, dass dort etwas interessant riecht, ohne selbst herausfinden zu müssen, was sich im Inneren befindet.
Genau solche Entscheidungen gehören zu klarer Führung im Alltag.
Keine Futtersuchspiele in Laub- und Totholzbereichen
Bei Pfotenliebe Stuttgart setzen wir grundsätzlich nicht auf Futtersuchspiele im Wald. Gerade in möglichen Rückzugsbereichen von Wild- und Kleintieren wäre es wenig sinnvoll, den Hund zusätzlich dazu zu animieren, intensiv Laub und Boden abzusuchen.
Nasenarbeit kann strukturiert und gemeinsam mit dem Menschen stattfinden.
Der Hund darf auf einem normalen Spaziergang selbstverständlich schnüffeln und Gerüche aufnehmen.
Er muss dafür aber keine natürlichen Winterverstecke durchwühlen.
Warum Orientierung am Menschen auch Naturschutz bedeutet
Ein Hund, der in einem überschaubaren Radius unterwegs ist und sich an seinem Menschen orientiert, lässt sich wesentlich leichter aus sensiblen Bereichen herausführen.
Das betrifft nicht nur Kröten. Auch Wildtiere, bodennahe Rückzugsorte und andere empfindliche Bereiche profitieren davon, wenn der Hund nicht unkontrolliert überall hineinläuft.
Bei Pfotenliebe Stuttgart steht deshalb Kommunikation vor bloßer Kontrolle über die Leine.
Der Hund darf seine Umwelt wahrnehmen – der Mensch entscheidet jedoch, welche Bereiche gemeinsam betreten werden.
Leinenführung an sensiblen Naturbereichen
Ist ein Weg von vielen Laub-, Holz- oder Rückzugsbereichen umgeben, kann eine gut geführte Leine helfen, den Radius klar zu halten.
Dafür muss die Leine nicht permanent gespannt sein. Ziel ist vielmehr, dass der Hund auf Bewegung und Körpersprache seines Menschen achtet.
Die Leine wird so zur Sicherung und nicht zum dauerhaften Zieh- und Korrekturwerkzeug.
Gerade in naturnahen Bereichen entsteht dadurch mehr Ruhe für Hund, Mensch und Wildtiere.
Warum die Flexileine an solchen Stellen ungünstig sein kann
Mit einer Flexileine kann ein Hund innerhalb kurzer Zeit einen deutlich größeren Radius erreichen. Befindet sich seitlich des Weges ein Laub- oder Holzhaufen, ist er möglicherweise bereits dort, bevor der Mensch erkennt, was er untersucht.
Bei Pfotenliebe Stuttgart gehört die Flexileine grundsätzlich nicht zu unserem Ansatz.
Eine feste, gut handhabbare Leine ermöglicht eine klarere gemeinsame Bewegung und einen besser kontrollierbaren Radius.
So kann der Mensch früh entscheiden, welche Bereiche für den Hund zugänglich sind.
Kröten im Winter nicht absichtlich suchen
Wer weiß, dass sich Amphibien im Winter verstecken, bekommt vielleicht Lust, gemeinsam mit Kindern oder dem Hund nach ihnen zu suchen.
Genau darauf sollte verzichtet werden. Steine, Holz oder Laub werden nicht gezielt angehoben, nur um zu prüfen, ob darunter ein Tier sitzt.
Winterquartiere funktionieren gerade deshalb, weil sie geschützt und möglichst ungestört sind.
Die Tiere zu respektieren bedeutet in dieser Jahreszeit vor allem, sie in Ruhe zu lassen.
Was tun, wenn du beim Spaziergang eine bewegungslose Kröte findest?
Eine Kröte kann bei niedrigen Temperaturen sehr langsam und wenig aktiv wirken. Daraus sollte nicht automatisch geschlossen werden, dass sie verletzt oder tot ist.
Liegt sie an einem geschützten natürlichen Ort und besteht keine unmittelbare Gefahr, sollte sie möglichst in Ruhe gelassen werden.
Der Hund wird auf Abstand gehalten.
Befindet sich ein Tier dagegen offensichtlich in einer akuten Gefahrensituation, beispielsweise mitten auf einer befahrenen Fläche, kann die Situation anders zu bewerten sein. Im Zweifel können regionale Amphibien- oder Naturschutzstellen fachlich beraten.
Kröten nicht einfach mit nach Hause nehmen
Eine draußen entdeckte Kröte gehört nicht als vermeintliches „Rettungsprojekt“ in die warme Wohnung.
Die natürlichen Temperaturbedingungen sind Teil ihres jahreszeitlichen Lebensrhythmus. Ein warmes Wohnzimmer ist kein geeignetes Winterquartier.
Auch Kinder sollten lernen, die Tiere zu beobachten, ohne sie mitzunehmen.
Der Hund wiederum wird von dem Tier ferngehalten und der Spaziergang fortgesetzt.
Gartenarbeiten im Spätherbst bewusst planen
Wer im November noch Holz umschichtet, Laub entfernt oder Gartenbereiche aufräumt, kann Rückzugsorte unbeabsichtigt verändern.
Es lohnt sich deshalb, wenig gestörte Naturbereiche nicht unnötig vollständig auszuräumen.
Muss Material bewegt werden, kann dies vorsichtig und abschnittsweise geschehen.
Der Hund bleibt währenddessen besser etwas auf Abstand, damit ein entdecktes Tier nicht sofort verfolgt wird.
Laubbläser und mögliche Winterquartiere
Laubbläser können große Mengen Laub innerhalb kurzer Zeit bewegen. In naturnahen Bereichen bedeutet das jedoch auch, dass vorhandene Deckschichten stark verändert werden.
Gerade in ruhigen Gartenecken muss nicht jedes einzelne Blatt entfernt werden.
Wo Laub wegen Rutschgefahr oder Nutzung entfernt werden muss, ist das selbstverständlich sinnvoll. Auf ungenutzten Naturflächen kann ein weniger intensiver Umgang die bessere Lösung sein.
So bleiben potenzielle Rückzugsbereiche eher erhalten.
Kröten im Winterquartier und Hunde in Stuttgart
Auch in Stuttgart treffen Stadt, Wälder, Parks, Gärten und naturnahe Bereiche eng aufeinander. Für Amphibien entstehen dadurch sehr unterschiedliche Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten.
Im Spätherbst können Hundehalter vor allem an Waldrändern, in naturnahen Gärten, in der Nähe feuchter Lebensräume und in Bereichen mit Totholz oder dichten Laubschichten auf geeignete Versteckstrukturen treffen.
Der Hund muss dort nicht vollständig vom Schnüffeln abgehalten werden. Entscheidend ist vielmehr, dass er keine natürlichen Verstecke auseinandergräbt oder Tiere verfolgt.
Ein überschaubarer Radius und ruhige Orientierung am Menschen machen Rücksicht auf die Natur sehr einfach – und passen gleichzeitig zu einem entspannten gemeinsamen Spaziergang.
Häufige Fragen zu Kröten im Winterquartier und Hund
Wo überwintern Kröten?
Je nach Art können Kröten geschützte und möglichst frostfreie Bereiche im Boden, vorhandene Tierbaue sowie Hohlräume unter Wurzeln, Steinen oder Holz als Winterquartier nutzen.
Überwintern Kröten unter Laub?
Laub kann Teil eines geschützten Rückzugsbereiches sein und vorhandene Hohlräume zusätzlich isolieren. Entscheidend ist ein ausreichend geschützter, möglichst frostfreier Platz.
Überwintern Kröten unter Holz?
Hohlräume unter Holz beziehungsweise in Totholzstrukturen können je nach Art und Bedingungen als geschützte Verstecke dienen.
Warum sollte mein Hund nicht in Laubhaufen graben?
In Laub und darunterliegenden Hohlräumen können Kleintiere überwintern. Zusätzlich können Äste, Steine und andere Gegenstände verborgen sein.
Was mache ich, wenn mein Hund eine Kröte findet?
Nimm deinen Hund ruhig zu dir, verhindere direkten Kontakt und lasse die Kröte möglichst ungestört an ihrem Platz.
Darf mein Hund an einer Kröte schnuppern?
Direkter Kontakt ist nicht notwendig. Besonders Lecken, Anstupsen und Aufnehmen mit dem Maul sollten verhindert werden.
Sind Kröten für Hunde giftig?
Kröten können über Hautdrüsen Abwehrsekrete abgeben, die bei direktem Maulkontakt die Schleimhäute des Hundes reizen können. Deshalb sollte der Hund keine Kröte ablecken oder ins Maul nehmen.
Welche Symptome kann ein Hund nach Kontakt mit einer Kröte zeigen?
Möglich sind unter anderem deutlicher Speichelfluss, Schmatzen, Reiben am Maul oder andere Zeichen einer Reizung. Bei deutlichen oder anhaltenden Beschwerden sollte Tierarztlicher Rat eingeholt werden.
Was tun, wenn mein Hund eine Kröte im Maul hatte?
Verhindere weiteren Kontakt. Bei deutlicher Reizung kann das Maul vorsichtig mit sauberem Wasser ausgespült werden, sodass das Wasser seitlich herausläuft. Bei anhaltenden oder starken Symptomen sollte eine Tierarztpraxis kontaktiert werden.
Soll ich eine gefundene Kröte umsetzen?
Befindet sie sich an einem geschützten Ort ohne unmittelbare Gefahr, sollte sie möglichst in Ruhe gelassen werden. Ein unnötiges Umsetzen ist nicht erforderlich.
Darf ich eine Kröte im Winter ins Warme bringen?
Nein. Ein warmes Wohnhaus ist kein geeignetes Winterquartier für ein gesundes wildlebendes Tier.
Warum bewegt sich eine Kröte bei Kälte kaum?
Amphibien sind wechselwarm. Bei niedrigen Temperaturen nimmt ihre Aktivität deutlich ab.
Soll ich im Herbst alles Laub aus dem Garten entfernen?
Auf Wegen und rutschigen Flächen kann das sinnvoll sein. In ruhigen naturnahen Gartenbereichen kann eine Laubschicht dagegen wertvolle Rückzugsmöglichkeiten für Kleintiere unterstützen.
Sind Holzstapel gute Winterquartiere für Tiere?
Zwischen und unter Holz können geschützte Hohlräume entstehen, die von verschiedenen Kleintieren genutzt werden können. Deshalb sollte Holz besonders in wenig gestörten Bereichen vorsichtig bewegt werden.
Darf mein Welpen eine Kröte kennenlernen?
Er darf sie aus sicherem Abstand wahrnehmen. Direkter Kontakt, Lecken oder Aufnehmen mit dem Maul sind für eine gute Umweltgewöhnung nicht notwendig.
Sind Futtersuchspiele in Laubhaufen sinnvoll?
Bei Pfotenliebe Stuttgart setzen wir im Wald grundsätzlich nicht auf Futtersuchspiele. Besonders mögliche Rückzugsbereiche von Wild- und Kleintieren sollten nicht zusätzlich durch intensives Durchsuchen gestört werden.
Wie verhalte ich mich mit Hund besonders naturverträglich?
Halte deinen Hund in einem überschaubaren Radius, lasse ihn natürliche Rückzugsbereiche nicht auseinandergraben und verhindere das Verfolgen oder Aufnehmen von Wild- und Kleintieren.
Fazit: Unter Laub und Holz beginnt im Spätherbst eine stille Rückzugszeit
Wenn es im November kälter wird, ziehen sich Kröten und andere Amphibien in geschützte Winterquartiere zurück. Was für uns wie ein gewöhnlicher Laubhaufen, ein Stück Totholz oder ein Bereich unter einer Wurzel aussieht, kann für ein kleines Tier ein wichtiger Rückzugsort für die kalte Jahreszeit sein.
Für den Hundealltag braucht es deshalb keine komplizierten Regeln. Der Hund darf weiterhin schnüffeln und seine Umwelt wahrnehmen. Er sollte jedoch keine Laub- und Holzhaufen auseinandergraben, ruhende Tiere verfolgen oder Kröten mit dem Maul aufnehmen.
Wird eine Kröte entdeckt, ist Abstand meist die beste Lösung. Der Hund wird ruhig weitergeführt und das Tier bleibt an seinem geschützten Platz. Auch im eigenen Garten können wenig gestörte Laub-, Holz- und Naturbereiche dazu beitragen, Kleintieren Rückzugsmöglichkeiten zu erhalten.
So wird aus einem unscheinbaren Novemberthema ein wichtiger Teil eines verantwortungsvollen Spaziergangs: aufmerksam durch die Natur gehen, den Hund klar führen und dort Ruhe lassen, wo andere Tiere sie für den Winter brauchen.