Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Leinenführung im Alltag
- Isabel Scheu
- 01.09.2026
- Training
Leinenführung im Alltag: So werden Spaziergänge mit deinem Hund wieder entspannt
Der Spaziergang sollte eigentlich zu den schönsten gemeinsamen Momenten des Tages gehören. Zusammen draußen unterwegs sein, die Umgebung erkunden, frische Luft genießen und für eine Weile den Alltag hinter sich lassen. Für viele Hundehalter sieht die Realität jedoch anders aus: Der Hund zieht an der Leine, beschleunigt plötzlich zu interessanten Gerüchen, bleibt stehen, wechselt ständig die Richtung oder reagiert auf andere Hunde, Fahrräder und Passanten. Statt Entspannung entsteht schnell Stress – auf beiden Seiten der Leine.
Dabei bedeutet gute Leinenführung beim Hund weit mehr als das Laufen direkt neben dem menschlichen Bein. Dein Hund darf schnüffeln, seine Umgebung wahrnehmen und sich innerhalb eines angemessenen Radius bewegen. Entscheidend ist vielmehr, dass ihr euch gemeinsam bewegt, die Leine nicht dauerhaft unter Spannung steht und dein Hund lernt, sich an deiner Körpersprache und deinen Bewegungen zu orientieren.
Gerade im Alltag in Stuttgart begegnen Hund und Mensch unterschiedlichsten Situationen. Ob auf dem Weg durch Wohngebiete, im Schlossgarten, im Rosensteinpark, im Rotwildpark, rund um den Bärensee, am Max-Eyth-See oder auf den Wegen im Stuttgarter Umland – Menschen, andere Hunde, Fahrräder, Verkehr und spannende Gerüche gehören selbstverständlich dazu.
Eine gute Leinenführung schafft deshalb nicht nur angenehmere Spaziergänge, sondern auch mehr Sicherheit, Orientierung und Verständlichkeit im gemeinsamen Alltag.
Kurze Antwort: Gute Leinenführung entsteht, wenn dein Hund lernt, auf deine Bewegungen, Richtungswechsel und Körpersprache zu achten. Statt permanent über die Leine einzuwirken, sollte sie möglichst zur Nebensache werden. Beginne in einer einfachen Umgebung, übe kurze Sequenzen und steigere Ablenkung schrittweise. Schnüffeln und Erkunden bleiben dabei ausdrücklich erlaubt.
Was bedeutet gute Leinenführung eigentlich?
Wenn von Leinenführigkeit gesprochen wird, denken viele Menschen zunächst an einen Hund, der exakt neben dem Knie läuft und seinen Menschen permanent anschaut.
Für einen normalen Alltagsspaziergang ist das weder notwendig noch besonders sinnvoll. Dein Hund darf vorausgehen, zurückbleiben, an einer interessanten Stelle schnüffeln oder sich etwas zur Seite bewegen.
Entscheidend ist, dass daraus kein permanentes Ziehen entsteht und dass ihr miteinander in Verbindung bleibt. Dein Hund sollte wahrnehmen, wohin du dich bewegst, und sich innerhalb eines verständlichen Rahmens an dir orientieren können.
Warum ziehen Hunde überhaupt an der Leine?
Kein Hund kommt mit dem Wissen auf die Welt, wie Menschen sich einen Spaziergang an der Leine vorstellen. Aus seiner Sicht gibt es zunächst keinen Grund, weshalb er nicht zu einem interessanten Geruch, einer anderen Person oder einem spannenden Punkt laufen sollte.
Hinzu kommt ein einfacher Lerneffekt: Kommt dein Hund durch Ziehen regelmäßig an sein Ziel, kann sich dieses Verhalten festigen. Zug führt vorwärts – und damit funktioniert er aus Sicht des Hundes.
Gleichzeitig spielt auch die Kommunikation des Menschen eine Rolle. Wird permanent an der Leine korrigiert, gezogen, gebremst und wieder nachgegeben, entsteht für den Hund nicht zwangsläufig eine verständliche Orientierung.
Die Leine sollte möglichst zur Nebensache werden
Die Leine ist zunächst eine wichtige Sicherung. Sie verhindert, dass dein Hund unkontrolliert auf die Straße läuft, anderen Menschen zu nahe kommt oder in schwierigen Situationen einfach verschwindet.
Trotzdem sollte eure Kommunikation nicht ausschließlich über diese Verbindung stattfinden. Wenn dein Hund erst reagiert, sobald die Leine straff wird, führt letztlich die Leine – nicht deine Körpersprache.
Langfristig sollte dein Hund lernen, deine Bewegungen wahrzunehmen und darauf zu reagieren, bevor die Leine ihn dazu zwingt.
Warum Orientierung wichtiger ist als eine bestimmte Position
Entscheidend ist nicht, ob dein Hund zehn Zentimeter oder einen Meter neben dir läuft. Viel wichtiger ist die Frage, ob er registriert, was du tust.
Verändert sich dein Tempo – bemerkt dein Hund das? Wechselst du die Richtung – reagiert er darauf? Bleibst du stehen – läuft er ungebremst weiter, bis die Leine ihn stoppt, oder orientiert er sich an deiner Bewegung?
Genau diese kleinen Situationen bilden die Grundlage für eine gute Leinenführung.
Körpersprache spielt bei der Leinenführung eine zentrale Rolle
Hunde beobachten Bewegungen ausgesprochen genau. Richtung, Geschwindigkeit, Körperhaltung und Raumverhalten enthalten für sie viele Informationen.
Deshalb lohnt es sich, beim Training weniger darüber nachzudenken, wie häufig du etwas sagen musst, und stärker darauf zu achten, wie klar deine eigenen Bewegungen sind.
Wenn du eine Richtung vorgibst, sollte diese Entscheidung auch in deiner Körpersprache erkennbar sein. Dein Hund bekommt dadurch die Möglichkeit, auf dich zu achten und sich freiwillig neu zu orientieren.
Dieser Ansatz passt zu unserer Haltung von Bindung statt Dressur: Kommunikation schafft Orientierung, bevor aus Verhalten bloß eine mechanische Übung wird.
Richtungswechsel können Orientierung fördern
Läuft dein Hund dauerhaft vor dir und achtet kaum darauf, wo du dich befindest, können bewusste Richtungswechsel hilfreich sein.
Dabei geht es nicht darum, deinen Hund plötzlich oder hektisch herumzureißen. Vielmehr veränderst du deine eigene Bewegungsrichtung klar und gibst ihm die Möglichkeit, diese Veränderung wahrzunehmen.
Je häufiger dein Hund erlebt, dass es sinnvoll ist, deinen Weg im Blick zu behalten, desto weniger selbstverständlich wird es für ihn, einfach allein die Richtung des Spaziergangs zu bestimmen.
Was tun, wenn dein Hund dauerhaft nach vorne zieht?
Läuft dein Hund in die Leine und hält dort permanent Spannung, solltest du nicht einfach hinter ihm herlaufen. Andernfalls erreicht er genau das, was er durch das Ziehen erreichen wollte.
Verändere stattdessen die Situation. Ein Richtungswechsel oder eine neue gemeinsame Bewegung kann helfen, den Automatismus „Zug bedeutet vorwärts“ zu unterbrechen.
Sobald wieder eine lockere Verbindung entsteht, kann der Spaziergang weitergehen. Entscheidend ist die Konsequenz im Alltag – nicht besonders viel Kraft an der Leine.
Schnüffeln gehört zu einem guten Spaziergang dazu
Leinenführigkeit bedeutet nicht, deinem Hund sämtliche Freiheiten zu nehmen. Spaziergänge sind für Hunde eine der wichtigsten Möglichkeiten, ihre Umwelt über Gerüche zu erkunden.
Dein Hund darf deshalb an geeigneten Stellen ausgiebig schnüffeln. Es ist sinnvoll, zwischen gemeinsamer Bewegung und bewusstem Erkunden unterscheiden zu können.
So entsteht kein Spaziergang, bei dem dein Hund permanent kontrolliert wird, sondern eine verständliche Balance aus Orientierung und Freiheit.
Warum die Umgebung den Schwierigkeitsgrad bestimmt
Ein Hund, der auf einem ruhigen Weg wunderbar an lockerer Leine läuft, muss dieselbe Fähigkeit nicht automatisch vor einer Schule, auf einem Wochenmarkt oder in einer belebten Innenstadt zeigen können.
Je mehr Reize gleichzeitig vorhanden sind, desto schwieriger wird die Aufgabe.
Ruhiger Weg
Wenige Menschen und geringe Ablenkung schaffen gute Voraussetzungen für neue Trainingsschritte.
Park
Andere Hunde, Spaziergänger und Gerüche erhöhen die Anforderungen bereits deutlich.
Stadt
Verkehr, Menschen, Fahrräder, Geräusche und enge Wege verlangen mehr Orientierung und Aufmerksamkeit.
Wildreiche Umgebung
Frische Wildspuren und Bewegungsreize können für jagdlich interessierte Hunde eine besonders große Herausforderung darstellen.
Warum der Herbst gute Trainingsbedingungen bietet
Nach heißen Sommertagen sind viele Hunde bei kühleren Temperaturen wieder deutlich bewegungsfreudiger. Spaziergänge können länger ausfallen und kurze Trainingssequenzen lassen sich einfacher integrieren.
Gleichzeitig bietet der Herbst viele natürliche Ablenkungen. Andere Hunde sind wieder häufiger unterwegs, feuchte Böden sorgen für intensive Gerüche und Wildspuren können besonders spannend werden.
Das macht die Jahreszeit ideal, um zunächst bekannte Grundlagen aufzufrischen und die Anforderungen anschließend schrittweise zu erhöhen.
Hundebegegnungen an der Leine frühzeitig vorbereiten
Besonders deutlich zeigt sich gute Leinenführung häufig bei Hundebegegnungen. Wird dein Hund beim Anblick eines Artgenossen sofort schneller, beginnt zu fixieren oder zieht zielgerichtet nach vorne, solltest du möglichst früh reagieren.
Warte nicht, bis beide Hunde nur noch wenige Meter voneinander entfernt sind. Je früher du die Situation wahrnimmst, desto mehr Möglichkeiten bleiben dir.
Ein Bogen, ein Seitenwechsel oder zusätzliche Distanz können eine Begegnung erheblich erleichtern. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag über entspannte Hundebegegnungen im Herbst.
Warum nicht jeder Hundekontakt notwendig ist
Ein Hund an der Leine muss nicht jeden entgegenkommenden Hund begrüßen. Gerade auf engen Wegen ist ein ruhiges Vorbeigehen häufig wesentlich sinnvoller.
Lernt dein Hund dagegen, dass jeder Artgenosse automatisch Kontakt bedeutet, kann allein der Anblick eines anderen Hundes bereits eine große Erwartung erzeugen.
Ein wichtiger Bestandteil guter Leinenführung besteht deshalb darin, gemeinsam an anderen Hunden vorbeigehen zu können, ohne dass daraus zwangsläufig eine Begegnung entsteht.
Leinenführung in der Stadt stellt andere Anforderungen
Im Stuttgarter Stadtgebiet treffen viele Reize unmittelbar aufeinander. Fahrräder, E-Scooter, Autos, Kinder, Baustellen, Menschen und andere Hunde können innerhalb weniger Minuten auf eurem Weg auftauchen.
Hier ist ein kleinerer Bewegungsradius sinnvoller als auf einem ruhigen Waldweg. Dein Hund sollte sich entsprechend der Umgebung näher bei dir bewegen können.
Gerade an Straßen ist eine gute Leinenführung damit auch ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Weitere Hinweise findest du in unserem Beitrag über Sicherheit in der dunklen Jahreszeit.
Eine kurze Leine bedeutet nicht automatisch eine straffe Leine
In engen oder verkehrsreichen Situationen ist es selbstverständlich sinnvoll, den Bewegungsradius deines Hundes zu verkleinern.
Trotzdem sollte die Leine nicht permanent unter Spannung stehen. Auch auf kurzer Distanz kann eine lockere Verbindung bestehen.
Genau diese Fähigkeit macht einen großen Unterschied: Dein Hund befindet sich näher bei dir, weil die Situation es erfordert – nicht weil er dauerhaft über Zug festgehalten wird.
Die richtige Ausrüstung für die Leinenführung
Für den normalen Alltag benötigst du keine komplizierte Ausrüstung. Ein passend sitzendes Halsband oder Geschirr und eine geeignete Führleine reichen in vielen Fällen vollkommen aus.
Entscheidend ist, dass die Ausrüstung sicher sitzt, deinem Hund keine Schmerzen verursacht und du sie gut handhaben kannst.
Hilfsmittel, deren Wirkung hauptsächlich auf Schmerz, Druck oder Erschrecken beruht, ersetzen keine verständliche Kommunikation und sind für den Aufbau einer vertrauensvollen Leinenführung nicht notwendig.
Belohnungen können Training unterstützen – ersetzen aber keine Orientierung
Eine passende Belohnung kann durchaus hilfreich sein, wenn dein Hund eine schwierige Situation gut bewältigt oder sich freiwillig wieder an dir orientiert.
Allerdings sollte Leinenführung nicht daraus bestehen, deinem Hund permanent Futter vor die Nase zu halten, damit er neben dir bleibt.
Ziel ist ein Hund, der versteht, wie ihr euch gemeinsam bewegt. Futter kann einzelne gute Momente bestätigen – die eigentliche Orientierung entsteht jedoch aus eurer Kommunikation.
Leinenführung und Rückruf gehören zusammen
Auf den ersten Blick wirken Leinenführung und Rückruf wie zwei völlig unterschiedliche Themen. Tatsächlich haben beide eine wichtige Gemeinsamkeit: Dein Hund sollte sich auch dann an dir orientieren können, wenn die Umgebung interessant ist.
Ein Hund, der bereits an der Leine gelernt hat, deine Bewegung wahrzunehmen und seinen Radius an die Situation anzupassen, bringt dafür eine wertvolle Grundlage mit.
Wie du die Orientierung auf größere Entfernung weiterentwickeln kannst, erfährst du in unserem Beitrag Rückruf auffrischen.
Leinenführung in Stuttgart alltagsnah trainieren
Stuttgart bietet für das Training sehr unterschiedliche Bedingungen. Genau das lässt sich sinnvoll nutzen.
Ruhigere Wege im Rotwildpark oder rund um den Bärensee können sich für grundlegende Übungen eignen. Schlossgarten und Rosensteinpark bieten je nach Tageszeit bereits mehr Begegnungen mit Menschen, Hunden oder Fahrrädern.
Stadtteile und stärker frequentierte Wege stellen später wiederum andere Anforderungen. So kannst du die Schwierigkeit schrittweise erhöhen, anstatt von einer ruhigen Trainingsfläche direkt in maximalen Stadttrubel zu wechseln.
So kannst du Leinenführung Schritt für Schritt aufbauen
Ein sinnvoller Trainingsaufbau kann so aussehen:
- zunächst eine ruhige Umgebung auswählen
- auf deine eigene Körpersprache und Laufrichtung achten
- kurze Trainingssequenzen einbauen
- Richtungswechsel klar und ruhig gestalten
- auf freiwillige Orientierung deines Hundes achten
- lockere Leine bewusst wahrnehmen
- Schnüffelphasen und gemeinsames Laufen voneinander unterscheiden
- Ablenkungen langsam erhöhen
- bei schwierigen Situationen wieder mehr Abstand schaffen
- Training in unterschiedliche Alltagswege übertragen
- nicht den gesamten Spaziergang zur Übung machen
- lieber regelmäßig kurz als selten besonders lange trainieren
Diese Fehler solltest du beim Leinenführigkeitstraining vermeiden
Permanent an der Leine korrigieren
Wenn jede Information ausschließlich über die Leine kommt, lernt dein Hund kaum, sich an deiner Körpersprache zu orientieren.
Ziehen trotzdem zum Ziel führen lassen
Erreicht dein Hund durch Ziehen regelmäßig interessante Stellen, kann genau dieses Verhalten immer erfolgreicher werden.
Zu viel Nähe verlangen
Dein Hund muss bei einem normalen Spaziergang nicht dauerhaft direkt an deinem Bein laufen. Bewegungsfreiheit und Schnüffeln gehören dazu.
Zu schwierig beginnen
Eine belebte Innenstadt ist kein idealer Einstieg, wenn die Grundlagen selbst auf einem ruhigen Weg noch nicht funktionieren.
Jeden Spaziergang zum Training machen
Dein Hund braucht auch Zeit zum Erkunden, Schnüffeln und gemeinsamen Unterwegssein ohne permanente Anforderungen.
Nur auf das Ziehen achten
Gute Leinenführung entsteht nicht erst dann, wenn die Leine straff ist. Achte besonders auf die vielen freiwilligen Orientierungsmomente davor.
FAQ – Leinenführung beim Hund im Alltag
Was bedeutet Leinenführigkeit beim Hund?
Im Alltag bedeutet Leinenführigkeit nicht, dass dein Hund permanent direkt neben deinem Bein laufen muss. Entscheidend sind eine möglichst lockere Leine, gemeinsame Bewegung und die Fähigkeit deines Hundes, sich an deiner Richtung und Körpersprache zu orientieren.
Warum zieht mein Hund ständig an der Leine?
Häufig führt Ziehen aus Sicht des Hundes zum Erfolg: Er gelangt schneller zu einem Geruch, Menschen oder anderen interessanten Reiz. Zusätzlich kann fehlende Orientierung am Menschen eine Rolle spielen.
Was mache ich, wenn mein Hund an der Leine zieht?
Laufe nicht dauerhaft dem Zug hinterher. Verändere stattdessen ruhig deine Bewegung oder Richtung und ermögliche deinem Hund, sich neu an dir zu orientieren. Sobald wieder eine lockere Verbindung entsteht, könnt ihr euren Weg fortsetzen.
Muss mein Hund bei Leinenführigkeit immer neben mir laufen?
Nein. Bei einem normalen Spaziergang darf dein Hund sich innerhalb eines angemessenen Radius bewegen, schnüffeln und seine Umwelt erkunden. In engen oder gefährlichen Situationen kann vorübergehend ein kleinerer Radius notwendig sein.
Wie lange dauert es, bis ein Hund leinenführig ist?
Dafür gibt es keine feste Zeitspanne. Alter, bisherige Erfahrungen, Erregungslage, Umgebung und Konsequenz im Alltag beeinflussen den Trainingsverlauf. Regelmäßige kurze Übungen sind meist wirkungsvoller als seltene lange Trainingseinheiten.
Soll ich stehen bleiben, wenn mein Hund zieht?
Entscheidend ist, dass dein Hund mit dauerhaftem Zug nicht einfach sein Ziel erreicht. Neben einem kurzen Stopp können auch klare Richtungswechsel sinnvoll sein. Welche Variante geeignet ist, hängt von Hund und Situation ab.
Sind Richtungswechsel bei der Leinenführung sinnvoll?
Ja. Ruhig und klar ausgeführte Richtungswechsel können deinem Hund helfen, deine Bewegung stärker wahrzunehmen und sich wieder an dir zu orientieren.
Darf mein Hund beim Spaziergang schnüffeln?
Ja. Schnüffeln ist ein wichtiger Bestandteil eines Spaziergangs. Gute Leinenführung bedeutet nicht permanente Kontrolle, sondern eine verständliche Balance zwischen gemeinsamer Bewegung und freiem Erkunden.
Wie trainiere ich Leinenführung bei anderen Hunden?
Beginne mit ausreichend Abstand. Dein Hund sollte den anderen Hund wahrnehmen können und trotzdem noch ansprechbar bleiben. Erst mit zunehmender Sicherheit sollte die Distanz schrittweise verringert werden.
Brauche ich Leckerlis für die Leinenführigkeit?
Leckerlis können einzelne gute Orientierungsmomente bestätigen, sind aber nicht die Grundlage der Leinenführung. Entscheidend bleiben Körpersprache, gemeinsame Bewegung und eine verständliche Kommunikation.
Ist ein Geschirr oder Halsband besser für Leinenführung?
Beide Varianten können grundsätzlich genutzt werden, sofern sie passend sitzen und sicher angewendet werden. Die Ausrüstung allein bringt einem Hund jedoch keine Leinenführigkeit bei.
Wo kann ich Leinenführung mit meinem Hund in Stuttgart trainieren?
Für den Einstieg eignen sich ruhigere und übersichtliche Wege. Später können beispielsweise Rotwildpark, Bärensee, Rosensteinpark oder Schlossgarten unterschiedliche Ablenkungen bieten. Für fortgeschrittenes Alltagstraining lassen sich anschließend auch stärker frequentierte Bereiche einbeziehen.
Fazit: Gute Leinenführung bedeutet gemeinsame Orientierung statt ständiger Kontrolle
Eine entspannte Leinenführung beim Hund gehört zu den wichtigsten Grundlagen für einen angenehmen gemeinsamen Alltag. Dabei muss dein Hund nicht permanent direkt neben deinem Bein laufen und auch nicht während des gesamten Spaziergangs zu dir schauen.
Viel wichtiger ist, dass ihr euch gemeinsam bewegt. Dein Hund darf schnüffeln und seine Umgebung erkunden, sollte aber gleichzeitig lernen, deine Richtung, Geschwindigkeit und Körpersprache wahrzunehmen.
Die Leine bleibt dabei ein wichtiges Sicherheitsinstrument – sie sollte jedoch möglichst nicht zum dauerhaften Kommunikationsmittel werden. Je besser dein Hund sich freiwillig an dir orientieren kann, desto weniger muss über Zug, Bremsen oder ständige Korrekturen geregelt werden.
Gerade in Stuttgart lässt sich die Schwierigkeit des Trainings gut variieren. Ruhige Wald- und Parkwege bieten eine gute Grundlage, während Rosensteinpark, Schlossgarten und stärker frequentierte Stadtbereiche später zusätzliche Alltagssituationen ermöglichen.
Mit Geduld, klaren Bewegungen und vielen guten gemeinsamen Erfahrungen kann aus einem Spaziergang, der bisher von Zug und Gegenzug geprägt war, zunehmend das werden, was er sein sollte: entspannte gemeinsame Zeit.
Die Leine bestimmt euren Spaziergang mehr als ihr selbst?
Dein Hund zieht dauerhaft, reagiert stark auf andere Hunde oder verliert draußen schnell die Orientierung an dir?
Bei Pfotenliebe Stuttgart verstehen wir Leinenführung nicht als starres „Fußlaufen“. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass dein Hund deine Körpersprache wahrnimmt, sich an deinen Bewegungen orientiert und die Leine zunehmend zur Nebensache werden kann.
Als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier stehen Kommunikation, Orientierung und eine klare gemeinsame Führung im Mittelpunkt – mit dem Ziel, dass Spaziergänge für Mensch und Hund wieder entspannter werden.
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