Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
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Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Fellwechsel im Herbst beim Hund
- Isabel Scheu
- 01.09.2026
- Herbst
Fellwechsel im Herbst beim Hund: So unterstützt du deinen Hund optimal
Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und sich die ersten Blätter verfärben, beginnt für viele Hunde eine deutlich sichtbare Veränderung: der Fellwechsel im Herbst. Plötzlich sammeln sich Haare auf dem Sofa, im Hundebett und im Auto, beim Streicheln bleiben ganze Büschel an der Hand hängen und die Bürste ist nach wenigen Minuten voller loser Unterwolle.
In den meisten Fällen ist dieser saisonale Fellwechsel beim Hund ein ganz natürlicher Vorgang. Das Haarkleid passt sich an die veränderten Umweltbedingungen an. Wie deutlich dieser Wechsel ausfällt, unterscheidet sich allerdings erheblich von Hund zu Hund. Felltyp, Rasse, individuelle Haarwachstumszyklen, Tageslicht, Temperatur und Haltungsbedingungen spielen dabei eine Rolle.
Für dich als Hundehalter bedeutet das vor allem: Während des Fellwechsels lohnt es sich, Haut und Fell etwas genauer zu beobachten und die Pflege an den individuellen Felltyp anzupassen. Regelmäßiges Bürsten kann lose Haare entfernen und dir gleichzeitig helfen, Veränderungen der Haut frühzeitig wahrzunehmen.
Auch die Ernährung ist für gesunde Haut und gesundes Fell von Bedeutung. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelnes vermeintliches „Fellwechsel-Wundermittel“, sondern eine bedarfsgerechte und ausgewogene Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen. Mehr zu den Grundlagen findest du in unserem Beitrag über die 6 Bausteine der Hundeernährung.
Gerade während herbstlicher Spaziergänge in Stuttgart und der Region kommen zusätzlich Nässe, Matsch, Laub und mögliche Parasiten hinzu. Eine gute Fellpflege ist deshalb nicht nur eine Frage der Haare in der Wohnung, sondern bietet dir eine wertvolle Gelegenheit, deinen Hund regelmäßig von Kopf bis Pfote anzuschauen.
Kurze Antwort: Beim Fellwechsel im Herbst verliert dein Hund alte Haare, während sich sein Haarkleid an die kühler werdende Jahreszeit anpasst. Wie stark er haart, hängt unter anderem von Felltyp, Rasse, Tageslicht und Haltungsbedingungen ab. Regelmäßiges, zum Fell passendes Bürsten, eine ausgewogene Ernährung und die Kontrolle der Haut helfen dabei, deinen Hund sinnvoll zu unterstützen.
Warum wechseln Hunde im Herbst ihr Fell?
Hundehaare wachsen nicht unbegrenzt. Jedes Haar durchläuft verschiedene Phasen des Wachstums, der Ruhe und schließlich des Ausfalls. Beim saisonalen Fellwechsel laufen diese Prozesse bei vielen Haaren verstärkt beziehungsweise zeitlich gebündelt ab.
Häufig wird angenommen, allein die kühleren Temperaturen würden den Fellwechsel auslösen. Tatsächlich spielt auch die Veränderung der Tageslichtdauer eine wichtige Rolle. Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich der Haarzyklus vieler Hunde und das Haarkleid passt sich an die kommende Jahreszeit an.
Deshalb kann der Fellwechsel durchaus beginnen, obwohl die Temperaturen draußen noch vergleichsweise mild sind. Ebenso kann er bei einem Hund früher und bei einem anderen später sichtbar werden.
Sommerfell und Winterfell: Was verändert sich eigentlich?
Deckhaar und Unterwolle
Das Haarkleid vieler Hunde besteht aus unterschiedlichen Haartypen. Das längere und festere Deckhaar bildet die äußere Fellschicht. Darunter befindet sich bei zahlreichen Rassen eine mehr oder weniger ausgeprägte Unterwolle.
Wie stark diese beiden Schichten ausgeprägt sind, hängt wesentlich vom Felltyp ab. Deshalb kann man nicht jeden Hund nach demselben Pflegeschema bürsten.
Das Haarkleid passt sich an
Im Herbst verändert sich bei saisonal haarenden Hunden die Zusammensetzung beziehungsweise Dichte des Fells. Altes Haar wird abgestoßen und neues Haar wächst nach.
Bei Hunden mit ausgeprägter Unterwolle kann diese Veränderung sehr deutlich sichtbar sein. Andere Hunde verlieren über das Jahr verteilt kontinuierlicher Haare, sodass einzelne saisonale Phasen weniger spektakulär ausfallen.
Nicht jeder Hund bekommt dasselbe „Winterfell“
Der Begriff Winterfell klingt schnell so, als würde jeder Hund im Herbst eine dicke isolierende Fellschicht entwickeln. Das stimmt so nicht. Fellstruktur, Haardichte und Unterwolle unterscheiden sich zwischen Rassen und einzelnen Hunden erheblich.
Ein kurzhaariger Hund ohne ausgeprägte Unterwolle reagiert auf die Jahreszeit anders als ein Hund mit dichtem Doppelhaar.
Wann beginnt der Fellwechsel beim Hund im Herbst?
Einen festen Termin für den Herbstfellwechsel gibt es nicht. Viele Hunde beginnen rund um den Übergang vom Spätsommer zum Herbst stärker zu haaren. Wann genau die Veränderung sichtbar wird, ist jedoch individuell.
Neben der Tageslichtdauer kann auch die Umgebung eine Rolle spielen. Ein Hund, der überwiegend draußen beziehungsweise unter stark wechselnden natürlichen Bedingungen lebt, ist anderen Licht- und Temperaturreizen ausgesetzt als ein Hund, der den Großteil des Tages in beheizten Innenräumen verbringt.
Deshalb ist es durchaus möglich, dass ein Hund einen sehr ausgeprägten saisonalen Fellwechsel zeigt, während ein anderer fast das gesamte Jahr hindurch kontinuierlich Haare verliert.
Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?
Auch hier gibt es keine für jeden Hund gültige Wochenzahl. Dauer und Intensität hängen vom Felltyp, den individuellen Haarzyklen und den Lebensbedingungen ab.
Bei manchen Hunden scheint der größte Teil des losen Fells innerhalb relativ kurzer Zeit auszufallen. Bei anderen zieht sich die Phase deutlich länger hin. Hunde mit dichter Unterwolle können während dieser Zeit besonders große Mengen loses Haar verlieren.
Wichtiger als eine bestimmte Dauer ist deshalb die Frage, wie dein Hund haart. Gleichmäßiger Haarverlust ohne Hautveränderungen passt eher zu einem normalen Fellwechsel. Entstehen dagegen kahle oder entzündete Bereiche, sollte nach einer anderen Ursache gesucht werden.
Welche Hunde haaren im Herbst besonders stark?
Hunde mit dichter Unterwolle
Besonders auffällig kann der Fellwechsel bei Hunden mit ausgeprägter Unterwolle sein. Dazu gehören beispielsweise viele Schäferhund-, Retriever-, Hütehund- und nordische Hundetypen.
Bei ihnen lösen sich teilweise richtige Büschel aus der Unterwolle. Das kann dramatisch aussehen, ohne automatisch krankhaft zu sein.
Kurzhaarige Hunde
Auch kurzhaarige Hunde verlieren Haare. Häufig fallen diese weniger als Büschel auf, verteilen sich dafür aber als zahlreiche kurze Härchen auf Kleidung, Polstern und Decken.
Auch hier sollte die Pflege zum jeweiligen Felltyp passen. Ein Werkzeug für starke Unterwolle ist nicht automatisch für einen sehr kurzhaarigen Hund geeignet.
Hunde mit kontinuierlicherem Haarwachstum
Bestimmte Felltypen zeigen weniger ausgeprägte saisonale Haarwechsel und benötigen stattdessen andere Pflegemaßnahmen wie regelmäßiges Schneiden, Trimmen oder professionelle Fellpflege.
Deshalb ist die Rasse allein nicht ausreichend. Entscheidend ist immer die tatsächliche Fellstruktur des einzelnen Hundes.
Fellwechsel richtig unterstützen: Bürsten gehört zu den wichtigsten Maßnahmen
Während des Fellwechsels kann regelmäßiges Bürsten besonders sinnvoll sein. Lose Haare werden entfernt, bevor sie sich im Fell verfangen oder überall in der Wohnung verteilen.
Noch wichtiger: Während du deinen Hund bürstest, kannst du gleichzeitig Haut und Fell genauer anschauen. Kleine Verletzungen, Hautrötungen, Schuppen, Parasiten, Knötchen oder andere Veränderungen fallen dadurch häufig früher auf.
Wie häufig gebürstet werden sollte, hängt allerdings vom Felltyp ab. Ein Hund mit viel loser Unterwolle kann während des Fellwechsels deutlich häufiger Pflege benötigen als ein Hund mit kurzem, glattem Fell.
Weitere Grundlagen findest du in unserem ausführlichen Beitrag zur Fellpflege.
So bürstest du deinen Hund während des Fellwechsels
1. Wähle ein Werkzeug passend zum Felltyp
Bevor du mit der Fellpflege beginnst, solltest du wissen, welche Struktur das Fell deines Hundes besitzt. Unterwolle, langes Deckhaar, kurzes Fell, lockiges Haar oder Trimmfell benötigen unterschiedliche Pflege.
2. Beginne ruhig und ohne Zeitdruck
Besonders Hunde, die Bürsten noch nicht gut kennen, profitieren von kurzen und entspannten Einheiten. Fellpflege sollte nicht erst dann stattfinden, wenn große Mengen Unterwolle dringend entfernt werden müssen.
3. Arbeite abschnittsweise durch das Fell
Statt hektisch über die gesamte Körperoberfläche zu bürsten, kannst du das Fell systematisch bearbeiten. So erkennst du besser, wo noch viel loses Haar sitzt und wo die Haut eventuell empfindlich reagiert.
4. Übe keinen unnötig starken Druck aus
Mehr Druck entfernt nicht automatisch mehr loses Fell. Unpassende oder sehr aggressive Werkzeuge können Haut und gesundes Haar belasten. Bürsten sollte nicht schmerzhaft sein.
5. Nutze die Gelegenheit für einen Hautcheck
Schaue beim Bürsten auf Rötungen, Schuppen, Wunden, Krusten, kahle Stellen, Parasiten oder andere ungewöhnliche Veränderungen.
6. Beende die Pflege, bevor sie unangenehm wird
Lieber regelmäßig einige ruhige Minuten als eine sehr lange Einheit, bei der dein Hund zunehmend unruhig oder empfindlich wird. Besonders bei jungen oder pflegeunerfahrenen Hunden kann dieser Ansatz helfen, Fellpflege langfristig entspannt zu gestalten.
Die richtige Bürste macht einen Unterschied
Es gibt nicht die eine perfekte Hundebürste. Welche Bürste oder welcher Kamm sinnvoll ist, hängt vom Fell deines Hundes ab.
Dichte Unterwolle
Bei dichter Unterwolle sollte das Pflegewerkzeug lose Unterwolle erreichen können, ohne die Haut unnötig zu reizen oder gesundes Deckhaar gewaltsam herauszureißen.
Langes Fell
Bei langem Fell ist neben dem Entfernen loser Haare besonders wichtig, beginnende Knoten und Verfilzungen früh zu erkennen. Bereiche hinter den Ohren, an den Beinen, in den Achseln oder dort, wo Geschirr und Halsband aufliegen, können besondere Aufmerksamkeit benötigen.
Kurzes Fell
Für kurzes Fell reichen häufig sanftere Pflegewerkzeuge aus. Auch hier kann regelmäßige Pflege lose Haare aufnehmen und gleichzeitig einen guten Blick auf die Haut ermöglichen.
Bist du unsicher, welche Pflege für die Fellstruktur deines Hundes geeignet ist, kann eine fachkundige Beratung sinnvoll sein. Besonders bei speziellen Felltypen sollte nicht einfach mit möglichst kräftig enthaarenden Werkzeugen gearbeitet werden.
Wie wichtig ist die Ernährung beim Fellwechsel?
Haut und Haare sind auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen angewiesen. Eine ausgewogene Ernährung liefert Proteine beziehungsweise Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe, die der Organismus benötigt.
Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Hund während des Fellwechsels automatisch Nahrungsergänzungsmittel benötigt. Bekommt dein Hund ein bedarfsdeckendes Alleinfutter oder eine fachgerecht zusammengestellte Ration, sollte nicht wahllos zusätzlich supplementiert werden.
Gerade bei selbst zusammengestellten Rationen oder anhaltenden Fell- beziehungsweise Hautproblemen lohnt es sich, die gesamte Ernährung zu überprüfen statt nur ein einzelnes Öl oder Nahrungsergänzungsmittel hinzuzufügen.
Eine gute Grundlage hierfür bietet unser Artikel über die 6 Bausteine der Hundeernährung.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren für Haut und Fell
Essenzielle Fettsäuren gehören zu den wichtigen Bestandteilen einer ausgewogenen Ernährung und spielen unter anderem für die Hautbarriere eine Rolle.
Daraus sollte jedoch nicht die Schlussfolgerung entstehen, dass während jedes Fellwechsels automatisch zusätzlich Öl ins Futter gegeben werden muss. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Fettsäuren und Mengen bereits über die bestehende Fütterung aufgenommen werden.
Bei gesundheitlichen Hautproblemen oder wenn du gezielt ein Ergänzungsprodukt einsetzen möchtest, solltest du die Auswahl und Dosierung mit deinem Tierarzt oder einer fachkundigen Ernährungsberatung abstimmen.
Kann normaler Fellwechsel Juckreiz verursachen?
Während sehr viel loses Haar im Fell steckt, kann sich ein Hund vorübergehend häufiger schütteln, kratzen oder an bestimmten Stellen mit dem Maul durch das Fell gehen. Daraus sollte aber nicht geschlossen werden, dass starker Juckreiz zum normalen Fellwechsel gehört.
Kratzt sich dein Hund auffällig häufig, knabbert intensiv an einzelnen Körperstellen oder entstehen Rötungen, Wunden beziehungsweise kahle Stellen, sollte nach einer anderen Ursache gesucht werden.
Eine tierärztliche Untersuchung ist dann sinnvoll. Weitere Hinweise findest du in unserem Beitrag Wann zum Tierarzt?.
Wann steckt mehr als normaler Fellwechsel hinter dem Haarausfall?
Beim normalen saisonalen Fellwechsel verliert ein Hund viele Haare, ohne dass dadurch deutlich kahle Hautbereiche entstehen sollten. Auffälliger Haarausfall kann dagegen zahlreiche Ursachen haben.
Diese Veränderungen solltest du genauer beobachten:
- klar abgegrenzte kahle Stellen
- stark asymmetrischer oder ungewöhnlich ungleichmäßiger Haarausfall
- deutlich gerötete oder entzündete Haut
- Krusten oder nässende Stellen
- starke beziehungsweise neu auftretende Schuppenbildung
- auffälliger Haut- oder Fellgeruch
- starker Juckreiz
- ständiges Lecken oder Benagen bestimmter Körperbereiche
- Hautverdickungen oder deutliche Farbveränderungen
- zusätzliche Veränderungen des Allgemeinzustands
Hinter solchen Veränderungen können beispielsweise parasitäre, allergische, entzündliche, infektiöse, hormonelle oder andere Erkrankungen stehen. Eine Diagnose lässt sich allein anhand des Haarverlustes nicht stellen.
Parasiten auch beim Fellwechsel im Herbst nicht vergessen
Gerade bei dichter werdendem Fell können kleine Veränderungen auf der Haut schlechter sichtbar sein. Deshalb lohnt es sich, den Hund während der Pflege gezielt anzuschauen und mit den Händen durch das Fell zu gehen.
Zecken können abhängig von den Wetterbedingungen auch im Herbst noch aktiv sein. Nach Spaziergängen durch Gras, Unterholz, Wald- oder Wiesenbereiche solltest du deinen Hund deshalb weiterhin kontrollieren.
Weitere Informationen rund um Zecken und andere Parasiten helfen dir dabei, mögliche Risiken besser einzuschätzen.
Fellwechsel bei Welpen und jungen Hunden
Auch das Fell eines Welpen bleibt nicht dauerhaft so, wie es in den ersten Lebenswochen aussieht. Mit der Entwicklung verändert sich das Welpenfell und wird nach und nach durch das erwachsene Haarkleid ersetzt. Der genaue Zeitpunkt und Verlauf unterscheiden sich je nach Rasse und Felltyp.
Gerade deshalb ist die Welpenzeit ideal, um Fellpflege ganz selbstverständlich aufzubauen. Der junge Hund kann lernen, dass Berührungen an Beinen, Bauch, Brust, Ohren oder Rute nichts Unangenehmes bedeuten.
Beginne mit kurzen Einheiten. Nicht jede Pflege muss sofort vollständig durchgeführt werden. Erst ruhig berühren, kurz bürsten, wieder aufhören – so kann sich aus Fellpflege Schritt für Schritt ein vertrautes Alltagsritual entwickeln.
Mehr über einen guten Alltag mit einem jungen Hund findest du auch in unserem Beitrag über Spaziergänge im Welpenalter.
Fellwechsel bei älteren Hunden
Auch im Alter kann sich Fell verändern. Das Haar kann sich anders anfühlen, dünner erscheinen oder die Pflege wird für den Hund körperlich anstrengender als früher.
Deshalb solltest du bei einem älteren Hund besonders auf bequeme Positionen und kurze, ruhige Pflegeeinheiten achten. Ein Hund mit eingeschränkter Beweglichkeit sollte für die Fellpflege beispielsweise nicht lange in einer unangenehmen Haltung stehen müssen.
Gleichzeitig sollte deutlicher neuer Haarverlust bei einem Senior nicht automatisch mit dem Alter erklärt werden. Gerade neu auftretende Haut- oder Fellveränderungen verdienen eine genauere Betrachtung.
Weitere Ideen für einen angenehmen Alltag findest du in unserem Beitrag über Wohlfühlmomente für ältere Hunde.
Fellwechsel und Herbstspaziergänge mit Hund in Stuttgart
Der Herbst bietet für Hundehalter in Stuttgart viele Möglichkeiten für abwechslungsreiche Spaziergänge. Mit den sinkenden Temperaturen werden längere Touren häufig wieder angenehmer, gleichzeitig verändern Regen, feuchtes Laub und matschige Wege die Anforderungen an die Fellpflege.
Gerade nach Spaziergängen durch Wald, Wiesen und Grünflächen lohnt sich ein kurzer Check, bevor dein Hund es sich zu Hause gemütlich macht. Besonders langes oder dichtes Fell kann kleine Zweige, Pflanzenteile, Kletten, Laub und Feuchtigkeit mit nach Hause tragen.
Du musst deinen Hund deshalb nach einem normalen Spaziergang nicht vollständig baden. Häufig reichen Abtrocknen, eine kurze Kontrolle der Pfoten und Beine sowie – je nach Felltyp – späteres Durchbürsten.
Bei nassem Fell solltest du außerdem darauf achten, dass dein Hund anschließend die Möglichkeit hat, vollständig abzutrocknen und sich an einem angenehmen Platz auszuruhen.
Nach dem Herbstspaziergang: Diese Fellkontrolle dauert nur wenige Minuten
Nach Wald-, Wiesen- oder Matschspaziergängen kannst du prüfen:
- Sitzen Zecken oder andere auffällige Parasiten im Fell?
- Hängen Kletten, Zweige oder Pflanzenreste im Haarkleid?
- Sind Pfoten und Zwischenzehen frei von Fremdkörpern?
- Gibt es neue kleine Verletzungen oder Hautrötungen?
- Ist das Fell so nass, dass dein Hund abgetrocknet werden sollte?
- Entstehen an bestimmten Stellen Knoten oder Verfilzungen?
- Gibt es kahle oder ungewöhnlich dünn behaarte Bereiche?
Ein solcher kurzer Check lässt sich gut in den Alltag integrieren und muss für deinen Hund keine unangenehme Untersuchung sein. Im besten Fall wird daraus eine selbstverständliche Routine nach gemeinsamen Ausflügen.
Fellpflege als gemeinsames Ritual
Fellpflege ist nicht nur eine technische Aufgabe. Sie ist gleichzeitig eine Situation, in der dein Hund sehr deutlich kommuniziert, wie wohl er sich mit Berührungen fühlt.
Bleibt er entspannt? Weicht er an bestimmten Stellen aus? Dreht er den Kopf zur Bürste? Wird sein Körper plötzlich angespannt? Solche kleinen Signale sind wertvolle Informationen.
Statt den Hund einfach festzuhalten und die Pflege „durchzuziehen“, lohnt es sich, langsam vorzugehen. Gerade empfindliche Bereiche können schrittweise aufgebaut werden.
Eine vertrauensvolle Fellpflege passt damit gut zu dem Gedanken, den Hund nicht ausschließlich über Gehorsam zu führen, sondern seine Kommunikation wahrzunehmen. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag Bindung statt Dressur.
Wohnung und Auto während des Fellwechsels sauberer halten
Ganz verhindern lassen sich Hundehaare während eines ausgeprägten Fellwechsels kaum. Mit einigen einfachen Routinen lässt sich die Menge in Wohnung und Auto aber reduzieren.
Lose Haare regelmäßig entfernen
Je mehr lose Haare du passend zum Felltyp direkt beim Bürsten entfernst, desto weniger landen später auf Sofa, Teppich und Kleidung.
Waschbare Decken verwenden
Waschbare Auflagen auf häufig genutzten Liegeflächen können die Reinigung deutlich erleichtern. Das gilt auch für den Lieblingsplatz im Auto.
Liegeplätze regelmäßig reinigen
Gerade während intensiver Fellwechselphasen sammeln sich in Hundebetten und Decken schnell große Mengen loser Haare. Regelmäßiges Ausschütteln, Absaugen oder Waschen hält diese Bereiche sauberer.
Gelassen bleiben
Bei einem stark haarenden Hund gehören zusätzliche Haare für einige Zeit einfach zum Alltag. Regelmäßige kleine Pflegeroutinen sind meist angenehmer als der Versuch, jedes einzelne Haar sofort zu beseitigen.
Diese Fehler solltest du beim Fellwechsel vermeiden
Häufige Fehler bei der Fellpflege sind:
- für jeden Felltyp dieselbe Bürste zu verwenden
- mit zu viel Druck oder sehr aggressiven Werkzeugen zu arbeiten
- Verfilzungen gewaltsam herauszureißen
- starken Juckreiz einfach als normalen Fellwechsel abzutun
- kahle Stellen oder entzündete Haut über längere Zeit zu ignorieren
- ohne konkreten Bedarf verschiedene Nahrungsergänzungsmittel zu kombinieren
- Fellpflege erst dann zu beginnen, wenn Probleme entstanden sind
- einen unsicheren Hund für lange Pflegeeinheiten festzuhalten
- Parasiten im Herbst nicht mehr zu berücksichtigen
FAQ – Fellwechsel im Herbst beim Hund
Warum haart mein Hund im Herbst so stark?
Viele Hunde zeigen im Herbst einen saisonalen Fellwechsel. Veränderungen von Tageslicht und Temperatur beeinflussen den Haarzyklus. Wie stark der Haarverlust sichtbar wird, hängt insbesondere von Felltyp, Rasse und individuellen Lebensbedingungen ab.
Wann beginnt der Fellwechsel beim Hund?
Einen festen Termin gibt es nicht. Bei vielen Hunden wird der Fellwechsel beim Übergang vom Spätsommer zum Herbst deutlich, kann individuell aber früher oder später beginnen.
Wie lange dauert der Fellwechsel?
Die Dauer ist individuell unterschiedlich. Fellstruktur, Unterwolle, Haltungsbedingungen und individuelle Haarzyklen beeinflussen den Verlauf. Deshalb ist eine feste Wochenzahl für alle Hunde nicht sinnvoll.
Wie oft sollte ich meinen Hund während des Fellwechsels bürsten?
Das hängt vom Felltyp ab. Hunde mit viel loser Unterwolle können während des Fellwechsels eine häufigere Pflege benötigen als kurzhaarige Hunde. Entscheidend ist, dass das Werkzeug passt und Haut beziehungsweise gesundes Haar nicht unnötig belastet werden.
Ist starker Haarausfall beim Hund im Herbst normal?
Bei manchen Hunden kann saisonal sehr viel Fell ausfallen. Entstehen jedoch kahle Stellen, Rötungen, Entzündungen, starke Schuppen oder ausgeprägter Juckreiz, sollte der Haarausfall tierärztlich abgeklärt werden.
Kann der Fellwechsel beim Hund Juckreiz auslösen?
Ein Hund kann sich während einer Phase mit vielen losen Haaren gelegentlich häufiger kratzen oder schütteln. Starker oder anhaltender Juckreiz gehört jedoch nicht einfach zum normalen Fellwechsel und sollte insbesondere zusammen mit Hautveränderungen abgeklärt werden.
Welche Ernährung unterstützt das Fell meines Hundes?
Entscheidend ist eine ausgewogene, bedarfsdeckende Ernährung, die alle notwendigen Nährstoffe liefert. Ein gesunder Hund benötigt während des Fellwechsels nicht automatisch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel.
Soll ich meinem Hund während des Fellwechsels zusätzlich Öl geben?
Nicht automatisch. Ob eine zusätzliche Fettsäurequelle sinnvoll ist, hängt von der gesamten Ernährung ab. Bei einem bedarfsdeckenden Futter können bereits ausreichende Mengen enthalten sein. Eine zusätzliche Gabe sollte deshalb individuell beurteilt werden.
Warum hat mein Hund kahle Stellen während des Fellwechsels?
Deutlich kahle Bereiche sind kein typisches Merkmal eines normalen saisonalen Fellwechsels. Parasiten, Hauterkrankungen, Allergien, Infektionen, hormonelle Veränderungen und andere Ursachen kommen infrage und sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Muss ich meinen Hund im Fellwechsel häufiger baden?
Häufigeres Baden ist allein wegen des Fellwechsels normalerweise nicht notwendig. Nach einem matschigen Spaziergang reichen je nach Verschmutzung häufig Abtrocknen, Ausspülen einzelner Bereiche oder Bürsten. Bei Hautproblemen solltest du Pflegeprodukte mit dem Tierarzt abstimmen.
Fazit: Den Fellwechsel im Herbst beim Hund sinnvoll begleiten
Der Fellwechsel im Herbst beim Hund ist bei vielen Vierbeinern ein ganz natürlicher saisonaler Prozess. Wie viele Haare dabei ausfallen und wie lange die Veränderung dauert, ist individuell und hängt unter anderem von Felltyp, Tageslicht, Temperatur und Lebensbedingungen ab.
Du musst diesen natürlichen Vorgang nicht mit zahlreichen Produkten beschleunigen. Viel wichtiger sind eine zum Felltyp passende Pflege, eine ausgewogene Ernährung und ein regelmäßiger Blick auf Haut und Fell. Durch Bürsten entfernst du loses Haar und bemerkst gleichzeitig schneller, wenn sich die Haut deines Hundes verändert.
Auch bei herbstlichen Spaziergängen in Stuttgart lohnt sich diese Routine: Nach Wald, Wiese, Regen und Laub reichen oft wenige Minuten, um Fell, Haut und Pfoten zu kontrollieren. So kannst du den normalen Fellwechsel gelassen begleiten und erkennst gleichzeitig frühzeitig, wenn hinter ungewöhnlichem Haarverlust möglicherweise mehr steckt.
Fellpflege darf sich für deinen Hund gut anfühlen
Dein Hund lässt sich nur ungern bürsten oder wird bei Berührungen schnell unruhig?
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