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Täglicher Nassfutterbedarf

  • Isabel Scheu
  • 06.07.2026
  • Nassfutter

Wie viel Nassfutter braucht mein Hund? – Tagesration & Energiebedarf richtig berechnen

Du öffnest die Futterdose und fragst dich: „Wie viel Nassfutter braucht mein Hund eigentlich pro Tag?“ Auf vielen Verpackungen findest du zwar Fütterungstabellen, doch die angegebenen Grammzahlen sind immer nur eine Orientierung. Zwei Hunde mit demselben Körpergewicht können einen deutlich unterschiedlichen Energiebedarf haben – beispielsweise durch Aktivität, Körperbau, Kastrationsstatus oder individuelle Stoffwechselunterschiede.

Gleichzeitig unterscheiden sich Nassfuttersorten erheblich in ihrer Energiedichte. Ein Futter mit 90 kcal pro 100 g muss in einer anderen Menge gefüttert werden als ein Produkt mit 140 kcal pro 100 g. Genau deshalb lässt sich die Frage „Wie viel Nassfutter pro Kilogramm Körpergewicht?“ nicht mit einer einzigen Grammzahl zuverlässig beantworten.

Anders als beim Trockenfutter enthält Nassfutter einen hohen Wasseranteil. Dadurch ist es pro 100 g meist weniger energiedicht und die benötigte Futtermenge erscheint entsprechend größer. Entscheidend ist deshalb nicht die Grammzahl allein, sondern wie viele Kilokalorien dein Hund tatsächlich benötigt und wie viel Energie das jeweilige Nassfutter liefert.

Zu wenig Energie kann langfristig zu Gewichtsverlust und einer unzureichenden Versorgung führen, während dauerhaft zu viel Energie Übergewicht begünstigen kann. Die richtige Tagesration liegt deshalb nicht einfach bei „einer Dose“ oder einer pauschalen Grammzahl.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie du den täglichen Energiebedarf deines Hundes einschätzt, wie du aus den kcal-Angaben des Nassfutters die passende Grammmenge berechnest, warum Herstellerempfehlungen nur Ausgangswerte sind und woran du erkennst, ob die aktuelle Futtermenge tatsächlich zu deinem Hund passt.

Kurze Antwort: Die richtige Nassfuttermenge hängt nicht allein vom Körpergewicht ab. Entscheidend sind der individuelle Energiebedarf des Hundes und der Energiegehalt des konkreten Futters. Deshalb können zwei gleich schwere Hunde unterschiedliche Mengen benötigen und zwei verschiedene Nassfuttersorten trotz gleicher Grammzahl sehr unterschiedlich viele Kalorien liefern.

Warum ist die richtige Nassfuttermenge so wichtig?

Die Futtermenge bestimmt wesentlich mit, wie viel Energie und wie viele Nährstoffe dein Hund täglich aufnimmt. Wird dauerhaft mehr Energie aufgenommen als verbraucht, speichert der Körper den Überschuss überwiegend als Körperfett. Wird dauerhaft zu wenig Energie aufgenommen, verliert der Hund dagegen an Gewicht.

Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob du ein hochwertiges Futter auswählst. Auch ein bedarfsgerecht zusammengesetztes Alleinfuttermittel kann bei einer dauerhaft falschen Portionsgröße zu einer ungünstigen Energieversorgung führen.

  • Zu hohe Futtermenge: kann eine langfristige Gewichtszunahme begünstigen.
  • Zu niedrige Futtermenge: kann zu Gewichtsverlust und einer insgesamt zu niedrigen Energie- und Nährstoffaufnahme führen.
  • Unpassende Gesamtration: kann entstehen, wenn zusätzlich große Mengen Leckerlis, Kauartikel oder andere Futtermittel gegeben werden.

Warum gibt es keine pauschale Grammzahl für Nassfutter?

Häufig wird nach Tabellen gesucht wie „10-kg-Hund = 500 g Nassfutter“ oder „20-kg-Hund = 1.000 g Nassfutter“. Solche Angaben können jedoch nur sehr grobe Richtwerte sein.

Der Grund ist einfach: Nassfutter ist nicht gleich Nassfutter. Der Kaloriengehalt kann sich abhängig von Fleischanteil, Fettgehalt, Rezeptur und verwendeten Zutaten erheblich unterscheiden.

Ein Hund könnte deshalb von einem energiereicheren Produkt deutlich weniger Gramm benötigen als von einem energieärmeren Futter – obwohl beide Produkte als vollwertiges Nassfutter angeboten werden.

Welche Rolle spielt der hohe Wassergehalt von Nassfutter?

Nassfutter enthält typischerweise deutlich mehr Wasser als Trockenfutter. Dadurch unterscheiden sich beide Futtermittel stark in ihrer Energiedichte.

Vereinfacht gesagt: Bei Nassfutter befindet sich ein großer Anteil Wasser in 100 g Futter. Trockenfutter enthält deutlich weniger Wasser und damit häufig mehr Energie pro 100 g.

Deshalb ist es völlig normal, dass die tägliche Nassfutterration in Gramm wesentlich größer aussieht als eine entsprechende Trockenfutterration.

Mehr über diesen Zusammenhang erfährst du im Beitrag zum Feuchtigkeitsgehalt im Hundefutter .

Nassfutter und Trockenfutter – warum die Grammzahlen nicht vergleichbar sind

Feuchtigkeitsgehalt

Nassfutter: hoch.
Trockenfutter: niedrig.

Energiedichte pro 100 g

Nassfutter: meist geringer.
Trockenfutter: meist deutlich höher.

Tägliche Grammmenge

Nassfutter: meist größer.
Trockenfutter: meist kleiner.

Flüssigkeitsaufnahme über das Futter

Nassfutter: vergleichsweise hoch.
Trockenfutter: vergleichsweise niedrig.

Genau deshalb sollte ein Wechsel von Trocken- auf Nassfutter nicht nach dem Prinzip „300 g Trockenfutter werden durch 300 g Nassfutter ersetzt“ erfolgen. Die Energiemenge wäre in vielen Fällen völlig unterschiedlich.

Wovon hängt der Energiebedarf deines Hundes ab?

Körpergewicht ist eine wichtige Grundlage, erklärt den tatsächlichen Energiebedarf aber nicht vollständig. Mehrere individuelle Faktoren beeinflussen, wie viele Kilokalorien dein Hund täglich benötigt.

  • Körpergewicht und Körperkondition: Ein Hund mit Idealgewicht benötigt eine andere Fütterungsstrategie als ein deutlich über- oder untergewichtiger Hund.
  • Aktivität: Ein sehr aktiver Hund verbraucht gewöhnlich mehr Energie als ein Hund mit überwiegend ruhigem Alltag.
  • Kastrationsstatus: Auch dieser kann den individuellen Energiebedarf beeinflussen.
  • Individueller Stoffwechsel: Selbst Hunde ähnlicher Größe und Aktivität können unterschiedlich viel Energie benötigen.
  • Umgebung und Haltung: Temperatur, Bewegung und Alltag können den Energieverbrauch mitbestimmen.
  • Gesundheitszustand: Erkrankungen können eine individuelle Anpassung notwendig machen.

Ruheenergiebedarf berechnen – was bedeutet RER?

Als rechnerischer Ausgangspunkt wird häufig der sogenannte Ruheenergiebedarf (RER – Resting Energy Requirement) verwendet.

Eine häufig verwendete Formel lautet:

RER = 70 × Körpergewicht0,75

Dabei wird das Körpergewicht in Kilogramm eingesetzt. Das Ergebnis beschreibt jedoch noch nicht automatisch den tatsächlichen täglichen Energiebedarf. Der RER ist zunächst ein rechnerischer Basiswert.

Beispiel: Ruheenergiebedarf eines 10-kg-Hundes

Für einen Hund mit 10 kg Körpergewicht ergibt sich ungefähr:

70 × 100,75 ≈ 394 kcal pro Tag

Diese rund 394 kcal sind jedoch nicht automatisch die Futterration eines normal aktiven erwachsenen Hundes. Der tatsächliche Tagesbedarf liegt abhängig vom individuellen Hund und seinen Lebensumständen häufig höher.

Warum der tatsächliche Tagesbedarf vom Ruheenergiebedarf abweicht

Der Hund liegt im Alltag nicht ausschließlich in völliger Ruhe. Er bewegt sich, spielt, geht spazieren, reguliert seine Körpertemperatur und verarbeitet seine Nahrung.

Deshalb wird der Ruheenergiebedarf in der Praxis durch einen zusätzlichen Faktor an die individuelle Situation angepasst.

Solche Faktoren sind jedoch ebenfalls nur Orientierungswerte. Sie ersetzen nicht die Beobachtung des tatsächlichen Hundes.

Genau deshalb ist es sinnvoll, die errechnete Ration anschließend anhand von Gewicht und Körperkondition zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Der wichtigste Wert auf der Dose: Wie viele kcal enthält das Nassfutter?

Sobald du weißt, wie viele Kilokalorien dein Hund ungefähr benötigt, brauchst du den Energiegehalt des konkreten Nassfutters.

Dieser kann beispielsweise angegeben sein als:

  • kcal pro 100 g
  • kcal pro kg
  • kJ beziehungsweise MJ pro kg

Besonders einfach lässt sich rechnen, wenn der Hersteller die metabolische Energie in kcal pro 100 g angibt.

So berechnest du die Nassfuttermenge aus dem Kalorienbedarf

Kennst du den täglichen Energiebedarf und die Kalorienmenge pro 100 g Futter, kannst du die benötigte Futtermenge berechnen.

Eine einfache Formel lautet:

Tagesbedarf in kcal ÷ kcal pro 100 g Futter × 100 = Gramm Nassfutter pro Tag

Rechenbeispiel: Wie viel Nassfutter bei 600 kcal Tagesbedarf?

Angenommen, dein Hund benötigt als individuell festgelegten Ausgangswert ungefähr 600 kcal pro Tag.

Sein Nassfutter enthält 120 kcal pro 100 g.

Dann lautet die Rechnung:

600 ÷ 120 × 100 = 500 g Nassfutter pro Tag

Bei einem anderen Nassfutter mit beispielsweise 100 kcal pro 100 g wären für dieselben 600 kcal bereits ungefähr 600 g Futter notwendig.

Genau daran erkennst du, warum reine Gewichtstabellen ohne Angabe des verwendeten Futters nur begrenzt aussagekräftig sind.

Wie stark verändert der Kaloriengehalt die benötigte Nassfuttermenge?

Das folgende Beispiel zeigt, wie unterschiedlich die Grammmenge bei demselben Energiebedarf ausfallen kann.

90 kcal / 100 g

Für 600 kcal Tagesbedarf werden ungefähr 667 g Nassfutter benötigt.

100 kcal / 100 g

Für 600 kcal Tagesbedarf werden 600 g Nassfutter benötigt.

120 kcal / 100 g

Für 600 kcal Tagesbedarf werden 500 g Nassfutter benötigt.

140 kcal / 100 g

Für 600 kcal Tagesbedarf werden ungefähr 429 g Nassfutter benötigt.

Deshalb würde ich keine feste Tabelle nach dem Muster „10 kg Hund = X Gramm Nassfutter“ als alleinige Grundlage verwenden. Die Energieangabe des konkreten Produktes ist wesentlich aussagekräftiger.

Wie genau sind die Fütterungsempfehlungen auf der Nassfutterdose?

Die Fütterungstabelle des Herstellers ist ein sinnvoller Ausgangspunkt. Sie kann jedoch naturgemäß nicht den individuellen Stoffwechsel jedes Hundes berücksichtigen.

Ein Hund benötigt möglicherweise etwas mehr, ein anderer etwas weniger als die angegebene Menge.

Deshalb solltest du die Herstellerempfehlung mit der tatsächlichen Entwicklung deines Hundes verbinden: Bleibt sein Gewicht stabil? Ist seine Körperkondition passend? Verändert sich sein Gewicht über mehrere Wochen?

Woran erkennst du, ob die Nassfuttermenge zu deinem Hund passt?

Die Waage ist hilfreich, aber auch die Körperkondition spielt eine wichtige Rolle.

Bei einem Hund mit idealer Körperkondition sollten die Rippen in der Regel gut tastbar sein, ohne deutlich hervorstehen zu müssen. Von oben betrachtet sollte eine Taille erkennbar sein.

Körperbau und Fell können die optische Einschätzung erschweren, deshalb ist das regelmäßige Abtasten besonders hilfreich.

  • Gewicht regelmäßig kontrollieren.
  • Körperkondition und Taille beurteilen.
  • Rippen vorsichtig ertasten.
  • Gewichtsentwicklung über mehrere Wochen betrachten.
  • Futtermenge schrittweise anpassen, wenn sich die Körperkondition verändert.

Leckerlis, Kauartikel und Snacks gehören zur Tagesration

Einer der häufigsten Gründe, warum eine vermeintlich korrekt berechnete Futtermenge trotzdem zu hoch sein kann, sind zusätzliche Kalorien außerhalb des Napfs.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Trainingsleckerlis
  • Kauartikel
  • Essensreste
  • zusätzliches Trockenfutter
  • größere Mengen Öl oder andere energiereiche Ergänzungen

Gerade Hunde, die regelmäßig trainiert werden, können über Belohnungen einen relevanten Teil ihrer täglichen Energie aufnehmen.

Wie berechnet man die Nassfuttermenge bei Mischfütterung?

Wenn du Nassfutter und Trockenfutter kombinierst, solltest du nicht einfach die vollständige Tagesration beider Futtersorten zusammengeben.

Stattdessen muss die Energie aus beiden Futterarten gemeinsam zum täglichen Gesamtbedarf deines Hundes passen.

Bekommt dein Hund beispielsweise einen Teil seiner Kalorien über Trockenfutter im Training, muss dieser Anteil bei der Nassfuttermenge berücksichtigt werden.

Wie viel Nassfutter bekommt ein Hund, der abnehmen soll?

Bei Übergewicht sollte die Futtermenge nicht einfach drastisch reduziert werden. Entscheidend ist eine kontrollierte Reduktion der Energiezufuhr, bei der die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen weiterhin gewährleistet bleibt.

Besonders problematisch kann es sein, ein normales Alleinfuttermittel einfach in stark reduzierter Menge zu geben, weil dann neben der Energie auch die Aufnahme anderer Nährstoffe sinkt.

Bei deutlichem Übergewicht ist deshalb ein strukturiertes Gewichtsmanagement sinnvoll. Weitere Informationen findest du unter Übergewicht beim Hund .

Mein Hund ist zu dünn – einfach mehr Nassfutter geben?

Wenn ein Hund trotz scheinbar ausreichender Futtermenge Gewicht verliert, sollte nicht automatisch nur die Portion vergrößert werden.

Zunächst sollte geklärt werden, ob die Energiezufuhr tatsächlich zu niedrig ist oder ob andere Gründe hinter dem Gewichtsverlust stehen.

Besonders bei unerklärlichem oder deutlichem Gewichtsverlust sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen.

Warum sich die Nassfuttermenge nach einem Futterwechsel verändern kann

Wechselst du zu einer anderen Nassfuttersorte, solltest du nicht automatisch dieselbe Grammmenge weiterfüttern.

Prüfe zuerst den Energiegehalt des neuen Produktes. Ist es deutlich energiereicher, kann die benötigte Grammmenge sinken. Ist es energieärmer, kann sie steigen.

Mehr zum Wechsel zwischen verschiedenen Futtermitteln findest du im Beitrag zur Futterumstellung beim Hund .

Wie oft sollte die Tagesration Nassfutter aufgeteilt werden?

Die Tagesration kann grundsätzlich auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Wie viele Mahlzeiten sinnvoll sind, hängt vom individuellen Hund und seinem Alltag ab.

Wichtig ist dabei: Die Summe aller Mahlzeiten ergibt die Tagesration. Wird beispielsweise eine Portion am Morgen und eine am Abend gefüttert, sollten nicht beide Mahlzeiten jeweils einer vollständigen Tagesration entsprechen.

Warum die richtige Futtermenge nicht für immer gleich bleiben muss

Eine einmal berechnete Tagesration ist kein unveränderlicher Wert für das gesamte Hundeleben.

Veränderungen von Aktivität, Körpergewicht, Kastrationsstatus, Gesundheit oder Alltag können den Energiebedarf verändern.

Deshalb lohnt es sich, Gewicht und Körperkondition regelmäßig zu kontrollieren und die Futtermenge bei Bedarf anzupassen.

Nassfuttermenge in Stuttgart – Aktivität und Alltag mit einrechnen

Auch für Hundehalter in Stuttgart, Stuttgart-Ost und der Region Stuttgart gilt: Der individuelle Alltag des Hundes kann den Energieverbrauch deutlich beeinflussen.

Ein Hund, der regelmäßig längere Touren im Rotwildpark, im Schurwald oder durch die Stuttgarter Weinberge begleitet, kann zeitweise einen anderen Energieverbrauch haben als ein Hund mit deutlich ruhigerem Tagesablauf.

Trotzdem sollte die Futtermenge nicht nach einem einzelnen besonders aktiven Tag ständig stark verändert werden. Sinnvoller ist es, Aktivität und Gewichtsentwicklung über einen längeren Zeitraum zu betrachten.

Häufige Fehler bei der Berechnung der Nassfuttermenge

Nur nach Körpergewicht füttern

Aktivität, Körperkondition und Energiegehalt des Futters werden dabei übersehen.

Grammzahlen verschiedener Futtersorten direkt vergleichen

500 g eines Futters können deutlich mehr oder weniger Energie enthalten als 500 g eines anderen.

Herstellerangabe als unveränderliche Vorgabe verstehen

Sie ist eine Orientierung und muss zum individuellen Hund passen.

Leckerlis und Kauartikel nicht berücksichtigen

Auch diese liefern Energie und gehören zur gesamten Tagesration.

Nach dem Futterwechsel dieselbe Grammmenge beibehalten

Der Kaloriengehalt des neuen Futters kann deutlich anders sein.

Zu schnell korrigieren

Kleine Schwankungen auf der Waage sollten nicht automatisch jeden Tag zu neuen Futterportionen führen.

Nur auf die Waage schauen

Auch Körperkondition und langfristige Gewichtsentwicklung sind wichtig.

Checkliste: So findest du die passende Nassfuttermenge

  • Aktuelles Körpergewicht des Hundes bestimmen.
  • Körperkondition beurteilen.
  • Individuellen Energiebedarf als Ausgangswert einschätzen.
  • Kaloriengehalt des konkreten Nassfutters prüfen.
  • Benötigte Grammmenge berechnen.
  • Leckerlis, Kauartikel und andere Energiequellen einrechnen.
  • Herstellerempfehlung als zusätzliche Orientierung nutzen.
  • Gewicht regelmäßig kontrollieren.
  • Körperkondition beobachten.
  • Futtermenge bei Bedarf schrittweise anpassen.

Weitere Empfehlungen rund um Hundefutter, Leckerlis und Kauartikel

Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen: Auf unserer Website findest du eine Übersicht ausgewählter Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Die Übersicht soll dir dabei helfen, unterschiedliche Produkte und Möglichkeiten für deinen Hund kennenzulernen.

Mehr findest du im Bereich Hundefutter sowie unter Leckerlis & Kauartikel .

FAQ – häufige Fragen zur täglichen Nassfuttermenge

Wie viel Nassfutter braucht ein Hund pro Tag?

Das lässt sich nicht pauschal in Gramm beantworten. Entscheidend sind der individuelle Energiebedarf des Hundes und der Kaloriengehalt des jeweiligen Nassfutters.

Wie viel Nassfutter braucht ein 10-kg-Hund?

Auch bei 10 kg Körpergewicht gibt es keine für jedes Futter gültige Grammzahl. Zunächst sollte der Energiebedarf eingeschätzt und anschließend anhand der kcal pro 100 g die konkrete Futtermenge berechnet werden.

Wie berechne ich die Nassfuttermenge?

Wenn der tägliche Energiebedarf und die kcal pro 100 g bekannt sind, kannst du rechnen: Tagesbedarf in kcal ÷ kcal pro 100 g × 100 = Gramm Nassfutter pro Tag.

Was bedeutet RER beim Hund?

RER steht für Ruheenergiebedarf. Er kann als rechnerischer Ausgangswert zur Einschätzung des Energiebedarfs verwendet werden, entspricht aber nicht automatisch dem vollständigen täglichen Bedarf eines normal aktiven Hundes.

Kann ich einfach nach der Fütterungstabelle auf der Dose füttern?

Die Herstellerempfehlung ist ein sinnvoller Ausgangspunkt. Anschließend solltest du Gewicht und Körperkondition beobachten und die Menge bei Bedarf anpassen.

Warum braucht mein Hund mehr Nassfutter als Trockenfutter?

Nassfutter enthält wesentlich mehr Wasser und ist deshalb pro 100 g häufig weniger energiedicht. Dadurch fällt die benötigte Grammmenge meist größer aus.

Wie erkenne ich, ob mein Hund zu viel Nassfutter bekommt?

Eine längerfristige Gewichtszunahme und eine zunehmende Körperfettmenge können darauf hinweisen, dass die Energieaufnahme höher ist als der tatsächliche Bedarf.

Wie erkenne ich, ob mein Hund zu wenig Futter bekommt?

Ungewollter Gewichtsverlust kann darauf hindeuten, dass die Energiezufuhr nicht ausreicht. Unerklärlicher oder deutlicher Gewichtsverlust sollte allerdings tierärztlich abgeklärt werden.

Zählen Leckerlis zur Tagesration?

Ja. Leckerlis, Kauartikel und andere Snacks liefern ebenfalls Energie und sollten bei der täglichen Gesamtfütterung berücksichtigt werden.

Muss ich nach einem Wechsel der Nassfuttersorte die Menge neu berechnen?

Das ist sinnvoll, wenn sich der Energiegehalt unterscheidet. Zwei Sorten können pro 100 g deutlich unterschiedliche Kalorienmengen enthalten.

Wie oft sollte ich meinen Hund wiegen?

Regelmäßige Gewichtskontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Wie häufig dies sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.

Kann ich die Tagesration auf zwei Mahlzeiten verteilen?

Ja. Die tägliche Futtermenge kann auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Entscheidend ist die gesamte Tagesmenge.

Warum verändert sich der Futterbedarf meines Hundes?

Aktivität, Körpergewicht, Kastrationsstatus, gesundheitliche Veränderungen und individuelle Stoffwechselunterschiede können dazu führen, dass eine frühere Futtermenge später angepasst werden muss.

Soll ich bei Übergewicht einfach weniger Nassfutter geben?

Bei deutlichem Übergewicht sollte eine kontrollierte Gewichtsreduktion geplant werden. Eine starke willkürliche Kürzung der normalen Futterration ist nicht immer die beste Lösung, weil damit auch die Aufnahme essenzieller Nährstoffe sinken kann.

Fazit: Wie viel Nassfutter braucht dein Hund wirklich?

Die richtige Nassfuttermenge lässt sich nicht allein aus dem Körpergewicht ableiten. Körperkondition, Aktivität, individueller Energieverbrauch und vor allem der Kaloriengehalt des verwendeten Futters müssen berücksichtigt werden.

Deshalb sind pauschale Aussagen wie „Ein 10-kg-Hund braucht immer 600 g Nassfutter“ nur begrenzt sinnvoll. Je nach Rezeptur können 600 g eines Futters wesentlich mehr oder weniger Energie liefern als 600 g eines anderen.

Ein sinnvoller Weg besteht darin, zunächst den individuellen Energiebedarf als Ausgangswert einzuschätzen und anschließend mithilfe der kcal-Angabe des Futters die passende Grammmenge zu berechnen.

Danach entscheidet der Hund selbst mit: Bleibt sein Gewicht stabil? Passt seine Körperkondition? Entwickelt sich sein Gewicht über mehrere Wochen in die gewünschte Richtung?

Genau diese regelmäßige Kontrolle ist wichtiger als jede starre Fütterungstabelle. Die passende Tagesration ist deshalb kein einmal berechneter Wert für immer, sondern eine Futtermenge, die bei Veränderungen des Hundes angepasst werden kann.

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Meine Nassfutter-Empfehlungen für deinen Hund

Nassfutter kann sich je nach Rezeptur deutlich im Energiegehalt unterscheiden. Wenn du ein neues Produkt ausprobierst, solltest du deshalb nicht nur die Fütterungsmenge auf der Verpackung betrachten, sondern auch prüfen, wie dein Hund die jeweilige Sorte verträgt und wie sich Gewicht und Körperkondition entwickeln. Hier findest du drei unterschiedliche Möglichkeiten.

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