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Trockenfutter ist unnatürlich

  • Isabel Scheu
  • 30.06.2026
  • Trockenfutter

Trockenfutter für Hunde: Unnatürlich oder sinnvoll? – Verarbeitung, Vorteile & Grenzen

„Trockenfutter ist unnatürlich – Hunde sollten Fleisch fressen.“ Diese Aussage begegnet vielen Hundehaltern immer wieder. Besonders häufig wird dabei auf den Wolf verwiesen und argumentiert, dass ein Hund ursprünglich weder Kroketten noch stark verarbeitete Nahrung gefressen hätte. Doch ist Trockenfutter deshalb automatisch schlecht, ungesund oder ungeeignet?

Die Antwort ist deutlich komplexer. Trockenfutter ist verarbeitet, aber verarbeitet bedeutet nicht automatisch minderwertig oder ungesund. Für die ernährungsphysiologische Bewertung eines Futters sind unter anderem Nährstoffversorgung, Energiegehalt, Rohstoffqualität, Verdaulichkeit, Zusammensetzung und die individuelle Verträglichkeit entscheidend.

Auch in unserer Hundeschule in Stuttgart werden wir regelmäßig gefragt, ob Trockenfutter wirklich „unnatürlich“ sei, ob BARF grundsätzlich besser wäre und ob Hunde heute überhaupt noch wie Wölfe ernährt werden sollten. Gerade weil diese Diskussion häufig sehr emotional geführt wird, lohnt sich ein sachlicher Blick auf die tatsächlichen Unterschiede.

In diesem ausführlichen Beitrag erfährst du, was „natürlich“ bei Hundefutter überhaupt bedeutet, warum Hunde keine Wölfe sind, wie Trockenfutter hergestellt wird, welche Vor- und Nachteile Verarbeitung hat, wie Trockenfutter im Vergleich zu BARF einzuordnen ist, welche Rolle Kohlenhydrate, Wassergehalt, Zusatzstoffe und Nährstoffversorgung spielen und woran du erkennst, ob ein Trockenfutter zu deinem Hund passt.

Kurze Antwort: Trockenfutter ist ein verarbeitetes Futtermittel und unterscheidet sich deutlich von rohem Fleisch oder einer selbst zusammengestellten Ration. Das macht es jedoch nicht automatisch ungesund. Ein geeignetes Trockenfutter kann als Alleinfuttermittel den täglichen Nährstoffbedarf eines Hundes decken. Entscheidend sind Rezeptur, Nährstoffversorgung, Energiegehalt und individuelle Verträglichkeit.

Trockenfutter und BARF im Vergleich

Verarbeitung

Trockenfutter: deutlich verarbeitet.
BARF: meist geringer verarbeitet.

Feuchtigkeitsgehalt

Trockenfutter: niedrig.
BARF: hoch.

Haltbarkeit

Trockenfutter: meist hoch.
BARF: deutlich begrenzter.

Portionierung

Trockenfutter: einfach.
BARF: erfordert Planung und Abwiegen.

Nährstoffversorgung

Trockenfutter: bei geeignetem Alleinfuttermittel standardisiert.
BARF: abhängig von korrekter Rationsplanung.

Hygiene

Trockenfutter: vergleichsweise unkompliziert.
BARF: bei rohen tierischen Zutaten besonders wichtig.

Aufwand

Trockenfutter: gering.
BARF: höher.

Individualisierbarkeit

Trockenfutter: über Produktauswahl.
BARF: sehr hoch.

Was bedeutet „natürlich“ bei Hundefutter überhaupt?

Der Begriff „natürlich“ wird bei Hundefutter sehr unterschiedlich verwendet. Viele Hundehalter verbinden damit möglichst wenig verarbeitete Zutaten, Fleisch, Innereien, Gemüse und eine Ernährung ohne unnötige Zusätze.

Gleichzeitig ist „natürlich“ nicht automatisch gleichbedeutend mit bedarfsgerecht, ausgewogen oder gesund. Auch eine ausschließlich aus frischen Zutaten zusammengestellte Ration kann unausgewogen sein, wenn beispielsweise Calcium, Spurenelemente oder bestimmte Vitamine fehlen.

Umgekehrt kann ein verarbeitetes Alleinfuttermittel ernährungsphysiologisch vollständig zusammengesetzt sein. Der Verarbeitungsgrad ist deshalb nur eines von mehreren Kriterien.

Hunde sind keine Wölfe – warum dieser Vergleich zu kurz greift

Hunde und Wölfe sind eng miteinander verwandt, aber der Haushund hat sich über viele Generationen an das Leben mit Menschen angepasst.

Dazu gehören nicht nur Veränderungen im Verhalten, sondern auch Unterschiede bei der Nutzung bestimmter Nahrungsquellen. Hunde können Stärke grundsätzlich verwerten und sind nicht darauf angewiesen, ausschließlich Fleisch zu fressen.

Mehr zur Entwicklung des Haushundes findest du im Beitrag Domestikation des Hundes .

Muss ein Hund hauptsächlich Fleisch fressen?

Hunde benötigen unter anderem hochwertige Proteine und essenzielle Aminosäuren. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine möglichst große Menge Fleisch automatisch die beste Ernährung darstellt.

Ein bedarfsgerechtes Futter muss Energie, Proteine, Fette, Mineralstoffe, Vitamine und weitere Nährstoffe in geeigneter Menge und Relation bereitstellen. Entscheidend ist deshalb die Gesamtrezeptur und nicht ausschließlich der Fleischanteil.

Wie wird Trockenfutter hergestellt?

Trockenfutter kann je nach Produkt mit unterschiedlichen Verfahren hergestellt werden. Zu den bekanntesten gehören Extrusion und Kaltpressung.

Bei der Herstellung werden verschiedene Zutaten entsprechend der jeweiligen Rezeptur vorbereitet, vermischt, geformt und anschließend auf einen vergleichsweise niedrigen Wassergehalt gebracht. Das erhöht unter anderem die Haltbarkeit des fertigen Futters.

Mehr zu den Herstellungsverfahren findest du im Beitrag Extrudiertes oder kaltgepresstes Trockenfutter .

Extrudiertes Trockenfutter – was passiert bei der Herstellung?

Bei der Extrusion wird eine vorbereitete Futtermischung unter Wärme, Druck und mechanischer Einwirkung verarbeitet und anschließend geformt. Danach wird das Produkt getrocknet.

Dieses Verfahren ermöglicht eine gleichmäßige Herstellung und beeinflusst unter anderem die Verdaulichkeit bestimmter Stärkequellen. Gleichzeitig kann Wärme empfindliche Nährstoffe beeinflussen, weshalb die Rezeptur entsprechend angepasst werden muss.

Kaltgepresstes Trockenfutter – automatisch natürlicher?

Kaltgepresstes Trockenfutter wird häufig als besonders „natürlich“ beworben. Der Begriff kann jedoch leicht missverstanden werden.

Auch kaltgepresstes Trockenfutter ist verarbeitet. Die Herstellung unterscheidet sich von der Extrusion, aber allein daraus lässt sich keine pauschale Qualitätsbewertung ableiten.

Entscheidend bleibt, ob das fertige Futter bedarfsgerecht zusammengesetzt ist und zum individuellen Hund passt.

Verändert Verarbeitung die Nährstoffe?

Verarbeitung kann bestimmte Inhaltsstoffe verändern. Wärme kann beispielsweise hitzeempfindliche Vitamine beeinflussen, während Stärke durch Verarbeitung für den Hund besser verfügbar werden kann.

Daraus folgt jedoch nicht, dass verarbeitetes Futter automatisch nährstoffarm ist. Hersteller können entsprechende Verluste bei der Rezepturgestaltung berücksichtigen.

Für die Bewertung ist deshalb entscheidend, welche Nährstoffe im fertigen Produkt vorhanden sind und nicht nur, wie naturbelassen die Ausgangszutaten waren.

„Erhitzung zerstört Enzyme“ – ist das ein Problem?

In Diskussionen über Trockenfutter wird häufig argumentiert, Erhitzen zerstöre natürliche Enzyme. Das kann bei bestimmten Enzymen tatsächlich der Fall sein.

Für die Ernährung des Hundes ist jedoch entscheidend, welche Nährstoffe er benötigt und verdauen kann. Der Hund produziert selbst zahlreiche Verdauungsenzyme, beispielsweise für Proteine, Fette und Kohlenhydrate.

Die Anwesenheit natürlicher Enzyme im Ausgangsfutter ist deshalb kein alleiniger Qualitätsmaßstab.

Kohlenhydrate im Trockenfutter – unnatürlich oder sinnvoll?

Trockenfutter enthält häufig stärkehaltige Zutaten wie Reis, Hafer, Kartoffeln, Mais oder andere Kohlenhydratquellen.

Diese werden häufig pauschal als „Füllstoffe“ bezeichnet. Das ist fachlich zu undifferenziert. Kohlenhydrate können Energie liefern und spielen außerdem bei der Herstellung vieler Trockenfutterprodukte eine technologische Rolle.

Entscheidend sind Menge, Verdaulichkeit, Gesamtzusammensetzung und individuelle Verträglichkeit.

Getreide im Trockenfutter – gehört das überhaupt in den Napf?

Getreide ist nicht automatisch ungeeignet für Hunde. Viele Hunde vertragen geeignete Getreidequellen problemlos.

Bei einer tatsächlich diagnostizierten Unverträglichkeit kann der gezielte Verzicht sinnvoll sein. Die Aufschrift „getreidefrei“ allein macht ein Trockenfutter jedoch nicht hochwertiger.

Mehr dazu findest du im Beitrag Getreidefrei – sinnvoll oder nur Marketing? .

Zusatzstoffe – machen sie Trockenfutter unnatürlich?

Zusatzstoffe werden häufig grundsätzlich negativ beurteilt. Dabei erfüllen sie sehr unterschiedliche Funktionen.

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe wie bestimmte Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente können notwendig sein, um die Nährstoffversorgung eines Alleinfuttermittels sicherzustellen.

Entscheidend ist deshalb nicht, ob überhaupt Zusatzstoffe vorhanden sind, sondern welche und zu welchem Zweck.

Warum Trockenfutter so lange haltbar ist

Einer der größten praktischen Vorteile von Trockenfutter ist sein geringer Wassergehalt. Dadurch sind viele mikrobiologische Prozesse deutlich eingeschränkt.

Trotzdem kann auch Trockenfutter verderben. Fette können oxidieren, Feuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen und falsche Lagerung kann die Qualität beeinträchtigen.

Trockenfutter sollte deshalb trocken, kühl und nach Herstellerangaben gelagert werden.

Trockenfutter und Hygiene – ist es sicherer als Rohfütterung?

Die Herstellung von Trockenfutter reduziert viele mikrobiologische Risiken, die bei rohen tierischen Zutaten stärker berücksichtigt werden müssen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Trockenfutter grundsätzlich „keimfrei“ ist. Auch hier sind hygienische Herstellung, Lagerung und Umgang wichtig.

Müssen Hunde bei Trockenfutter mehr trinken?

Trockenfutter enthält deutlich weniger Wasser als Nassfutter. Deshalb muss ein Hund, der hauptsächlich Trockenfutter bekommt, einen größeren Anteil seines Flüssigkeitsbedarfs durch Trinken decken.

Frisches Wasser sollte deshalb jederzeit frei verfügbar sein. Die tatsächlich benötigte Trinkmenge hängt unter anderem von Körpergewicht, Aktivität, Außentemperatur und Gesundheitszustand ab.

Mehr dazu findest du im Beitrag Trockenfutter und Trinken .

Sollte man Trockenfutter einweichen?

Trockenfutter kann bei Bedarf mit Wasser eingeweicht werden. Das kann beispielsweise bei Hunden hilfreich sein, die zusätzliche Flüssigkeit aufnehmen sollen oder Schwierigkeiten mit sehr harten Kroketten haben.

Eingeweichtes Trockenfutter sollte jedoch nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen, da sich die Lagerungsbedingungen durch die zusätzliche Feuchtigkeit verändern.

Kann Trockenfutter alle notwendigen Nährstoffe liefern?

Ja. Ein geeignetes Alleinfuttermittel ist dafür konzipiert, den Hund bei bestimmungsgemäßer Fütterung mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Dazu gehören unter anderem Proteine, essenzielle Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Wichtig ist deshalb, beim Kauf auf die Kennzeichnung als Alleinfuttermittel für die entsprechende Lebensphase zu achten.

Protein im Trockenfutter – Qualität statt möglichst hoher Prozentzahl

Hunde benötigen Proteine, aber ein besonders hoher Rohproteingehalt ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal.

Entscheidend sind Proteinquelle, Aminosäurezusammensetzung, Verdaulichkeit und der individuelle Bedarf des Hundes.

Fett und Energie – warum Trockenfutter schnell viele Kalorien liefert

Durch den niedrigen Wassergehalt ist Trockenfutter sehr energiedicht. Deshalb kann bereits eine vergleichsweise kleine Portion viele Kalorien liefern.

Fett ist dabei ein besonders energiereicher Nährstoff. Der Fettgehalt sollte deshalb zur Aktivität, Körperkondition und Lebensphase des Hundes passen.

Wie viel Trockenfutter braucht ein Hund?

Die richtige Menge hängt nicht allein vom Körpergewicht ab. Entscheidend sind Energiegehalt des Futters, Aktivität, Alter, Körperkondition, Kastrationsstatus und individuelle Stoffwechsellage.

Herstellerangaben sind eine Orientierung. Gewicht und Körperkondition sollten regelmäßig kontrolliert und die Menge bei Bedarf angepasst werden.

Reinigt Trockenfutter automatisch die Zähne?

Einer der häufigsten Mythen lautet, normale Trockenfutterkroketten würden automatisch Zahnstein verhindern.

Das lässt sich so nicht pauschal sagen. Viele Hunde zerbeißen Kroketten nur kurz oder schlucken sie relativ schnell. Eine gezielte Zahnpflege wird dadurch nicht ersetzt.

Welche Vorteile hat Trockenfutter?

  • Praktische Portionierung: Trockenfutter lässt sich einfach abwiegen.
  • Hohe Energiedichte: Kleine Futtermengen liefern vergleichsweise viel Energie.
  • Haltbarkeit: Ungeöffnet und korrekt gelagert ist Trockenfutter meist lange haltbar.
  • Alltagstauglichkeit: Es ist einfach zu transportieren und kann teilweise im Training eingesetzt werden.
  • Standardisierte Nährstoffversorgung: Geeignete Alleinfuttermittel sind auf eine vollständige Versorgung ausgelegt.

Welche Nachteile hat Trockenfutter?

  • Niedriger Wassergehalt: Der Hund muss einen größeren Teil seines Flüssigkeitsbedarfs über Trinken decken.
  • Hohe Energiedichte: Überfütterung kann bei ungenauer Portionierung leichter passieren.
  • Verarbeitung: Das Produkt ist deutlich stärker verarbeitet als rohe oder frisch gekochte Rationen.
  • Große Qualitätsunterschiede: Die Bezeichnung „Trockenfutter“ sagt nichts über die konkrete Rezeptur aus.
  • Individuelle Akzeptanz: Manche Hunde bevorzugen feuchtes Futter.

Muss Trockenfutter „naturnäher“ gemacht werden?

Ein bedarfsgerechtes Alleinfuttermittel muss nicht mit Fleisch, Gemüse, Öl oder anderen Zutaten ergänzt werden, um vollständig zu sein.

Zusätzliche Lebensmittel können Abwechslung bieten, verändern aber gleichzeitig die Energie- und Nährstoffzusammensetzung der Gesamtration.

Deshalb gilt: Ergänzungen sollten bewusst eingesetzt werden und nicht automatisch unter der Annahme, dass Trockenfutter ohne Zusätze „unnatürlich“ oder unvollständig sei.

Trockenfutter mit Nassfutter oder Frischfutter kombinieren

Eine Mischfütterung ist grundsätzlich möglich, wenn die gesamte Energie- und Nährstoffaufnahme berücksichtigt wird.

Entscheidend ist, nicht einfach vollständige Tagesrationen verschiedener Fütterungsformen miteinander zu kombinieren. Dadurch kann die Energiezufuhr schnell deutlich zu hoch werden.

Mehr dazu findest du im Beitrag Nassfutter oder Trockenfutter .

Ist BARF natürlicher – und deshalb automatisch besser?

BARF orientiert sich stärker an einer Rohfütterung und verwendet weniger verarbeitete Zutaten. In diesem Sinne kann es als „naturnäher“ empfunden werden.

Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass BARF ernährungsphysiologisch besser ist. Eine selbst zusammengestellte Rohfütterung muss sorgfältig geplant werden, damit alle Nährstoffe in geeigneter Menge enthalten sind.

Zusätzlich müssen bei rohen tierischen Zutaten Hygiene und mikrobiologische Risiken berücksichtigt werden.

Wann kann Trockenfutter problematisch werden?

Trockenfutter wird nicht allein deshalb problematisch, weil es verarbeitet ist. Schwierigkeiten können vielmehr entstehen, wenn das gewählte Produkt nicht zum Hund passt oder falsch gefüttert wird.

  • Futtermenge dauerhaft zu hoch oder zu niedrig
  • Energiedichte passt nicht zur Aktivität
  • Futter ist für die Lebensphase ungeeignet
  • individuelle Zutaten werden nicht vertragen
  • Leckerlis und Kauartikel werden nicht in die Tagesration eingerechnet
  • Wasser steht nicht ausreichend zur Verfügung

Woran erkennst du hochwertiges Trockenfutter?

Hochwertiges Trockenfutter erkennst du nicht an einem einzelnen Werbeversprechen. „Premium“, „getreidefrei“, „mit viel Fleisch“ oder „natürlich“ sind allein keine ausreichenden Qualitätskriterien.

Entscheidend sind: eine nachvollziehbare Deklaration, die Eignung als Alleinfuttermittel, passende Protein- und Energiequellen, eine bedarfsgerechte Versorgung und die individuelle Verträglichkeit.

Mehr dazu findest du im Beitrag Futteretiketten richtig lesen .

Auch Hundehalter in Stuttgart, Stuttgart-Ost, Fellbach, Esslingen, Waiblingen, Ludwigsburg und der Region Stuttgart stehen vor einer enormen Auswahl an Trockenfutter.

Ob im Fachhandel oder online: Die entscheidende Frage sollte nicht lauten, welches Futter besonders „natürlich“ wirkt, sondern welche Rezeptur tatsächlich zum jeweiligen Hund passt.

Ein aktiver Hund, der regelmäßig lange Spaziergänge oder Trainingseinheiten absolviert, hat möglicherweise einen anderen Energiebedarf als ein deutlich ruhigerer Hund. Deshalb muss auch gutes Trockenfutter immer individuell beurteilt werden.

Häufige Denkfehler rund um Trockenfutter

„Verarbeitet bedeutet ungesund“

Der Verarbeitungsgrad allein entscheidet nicht über die Nährstoffqualität.

„Hunde sind Wölfe“

Haushunde haben sich über lange Zeit an das Leben und die Ernährung mit Menschen angepasst.

„Getreide ist nur Füllstoff“

Geeignete Kohlenhydratquellen können Energie liefern und gut verträglich sein.

„BARF ist automatisch besser“

Auch Rohfütterung muss korrekt geplant werden.

„Trockenfutter reinigt die Zähne“

Normale Kroketten ersetzen keine gezielte Zahnpflege.

„Zusatzstoffe sind grundsätzlich schlecht“

Manche sind Bestandteil einer bedarfsgerechten Nährstoffversorgung.

Weitere Empfehlungen rund um Hundefutter, Leckerlis und Kauartikel

Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen: Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel.

Mehr findest du im Bereich Hundefutter sowie unter Leckerlis & Kauartikel .

FAQ – häufige Fragen: Ist Trockenfutter unnatürlich?

Ist Trockenfutter unnatürlich?

Trockenfutter ist verarbeitet und unterscheidet sich von rohen oder frisch zubereiteten Lebensmitteln. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass es ungesund oder ungeeignet ist.

Ist Trockenfutter gesund für Hunde?

Ein geeignetes Alleinfuttermittel kann einen Hund bedarfsgerecht ernähren. Entscheidend sind Zusammensetzung, Energiegehalt und individuelle Verträglichkeit.

Ist BARF natürlicher als Trockenfutter?

BARF verwendet überwiegend weniger verarbeitete Zutaten. „Natürlicher“ bedeutet jedoch nicht automatisch ernährungsphysiologisch besser.

Sind Hunde Fleischfresser?

Hunde benötigen hochwertige Proteine, können aber auch andere geeignete Nährstoff- und Energiequellen verwerten.

Können Hunde Stärke verdauen?

Ja. Haushunde können aufgeschlossene Stärke grundsätzlich verwerten.

Ist Getreide im Trockenfutter schlecht?

Nicht grundsätzlich. Viele Hunde vertragen geeignete Getreidequellen problemlos.

Ist kaltgepresstes Trockenfutter natürlicher?

Es wird anders hergestellt als extrudiertes Futter, ist aber ebenfalls verarbeitet. Die Herstellungsmethode allein ist kein Qualitätsbeweis.

Ist extrudiertes Trockenfutter ungesund?

Nicht automatisch. Entscheidend ist die fertige Rezeptur und ihre Eignung für den Hund.

Werden beim Erhitzen alle Nährstoffe zerstört?

Nein. Bestimmte hitzeempfindliche Stoffe können beeinflusst werden, was bei der Rezepturgestaltung berücksichtigt werden kann.

Ist Trockenfutter keimfrei?

Nein. Die Verarbeitung kann mikrobiologische Risiken reduzieren, Trockenfutter sollte aber trotzdem hygienisch und trocken gelagert werden.

Muss ein Hund bei Trockenfutter mehr trinken?

Da Trockenfutter wenig Wasser enthält, muss ein größerer Teil des Flüssigkeitsbedarfs über Trinkwasser gedeckt werden.

Kann man Trockenfutter einweichen?

Ja. Das kann beispielsweise zur zusätzlichen Flüssigkeitsaufnahme hilfreich sein. Eingeweichtes Futter sollte hygienisch behandelt und nicht lange stehen gelassen werden.

Kann ein Hund dauerhaft Trockenfutter bekommen?

Ja, sofern das Produkt als geeignetes Alleinfuttermittel eingesetzt wird und zum individuellen Bedarf des Hundes passt.

Ist ein hoher Fleischanteil automatisch besser?

Nein. Die gesamte Nährstoffversorgung ist wichtiger als eine einzelne Prozentzahl.

Reinigt Trockenfutter die Zähne?

Normale Trockenfutterkroketten ersetzen keine gezielte Zahnpflege.

Fazit: Trockenfutter ist verarbeitet – aber nicht automatisch ungesund

Trockenfutter ist ein verarbeitetes Futtermittel. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass es grundsätzlich unnatürlich, minderwertig oder ungesund ist.

Ein geeignetes Alleinfuttermittel kann den Hund vollständig mit Nährstoffen versorgen und bietet praktische Vorteile bei Lagerung, Portionierung und Alltagstauglichkeit.

BARF oder frisch zubereitete Rationen können weniger verarbeitet sein, benötigen dafür aber eine sorgfältige Planung und hygienische Umsetzung. Keine Fütterungsform ist allein aufgrund ihres Verarbeitungsgrades automatisch überlegen.

Für deinen Hund zählt letztlich, ob Zusammensetzung, Energiegehalt, Futtermenge, Lebensphase und individuelle Verträglichkeit zusammenpassen. Genau diese Kriterien sind aussagekräftiger als die Frage, ob ein Futtermittel möglichst „natürlich“ wirkt.

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GranataPet Natural Taste Trockenfutter

GranataPet Natural Taste bietet eine weitere Trockenfutter-Variante für Hunde. Unterschiedliche Rezepturen und Proteinquellen können bei der Futterauswahl eine Rolle spielen. Entscheidend ist letztlich immer, dass das gewählte Futter zum individuellen Bedarf deines Hundes passt und von ihm gut vertragen wird.

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