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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

Themen im Blog

Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

Futteranpassung bei kranken Hunden

  • Isabel Scheu
  • 10.06.2026
  • Ernährung

Schilddrüse, Leber, Niere – Futteranpassung bei kranken Hunden

Die Diagnose trifft viele Hundebesitzer wie ein Schock: „Ihr Hund hat eine Schilddrüsenunterfunktion“, „Die Leberwerte sind deutlich erhöht“ oder „Die Nieren arbeiten nicht mehr richtig.“ Plötzlich ist alles anders – und vor allem das Thema Ernährung rückt in den Mittelpunkt. In unserer Hundeschule in Stuttgart begleiten wir regelmäßig Hunde mit chronischen Erkrankungen. Dabei zeigt sich immer wieder, wie wichtig eine individuell angepasste Ernährung für Wohlbefinden und Lebensqualität sein kann. Denn bei chronischen Erkrankungen der Schilddrüse, Leber oder Nieren ist das richtige Futter weit mehr als nur Nahrungsaufnahme – es wird zu einem therapeutischen Werkzeug. Doch was bedeutet das konkret? Welche Futteranpassungen helfen wirklich? Und wie kannst du deinen Hund trotz Krankheit optimal versorgen? In diesem umfassenden Beitrag erfährst du, wie du bei kranken Hunden die Ernährung gezielt anpasst, worauf du unbedingt achten musst und wie Futter zum Baustein für mehr Lebensqualität werden kann.

Veterinärmedizinische Fachinformationen weisen darauf hin, dass Erkrankungen der Schilddrüse, Leber und Nieren eine individuelle Diagnostik und Therapie erfordern. Die Ernährung kann die Behandlung unterstützen, ersetzt jedoch weder Medikamente noch regelmäßige tierärztliche Kontrollen.

Warum Ernährung bei Organerkrankungen so entscheidend ist

Leber, Niere und Schilddrüse übernehmen zentrale Aufgaben im Körper deines Hundes. Werden sie krank, verändert sich der gesamte Stoffwechsel. Das richtige Futter hilft, die betroffenen Organe zu entlasten, Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Doch jede Erkrankung erfordert eine andere Strategie – pauschale Lösungen gibt es nicht.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Die Schilddrüse produziert Hormone, die den gesamten Stoffwechsel steuern. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) werden zu wenig Hormone gebildet. Die Folge sind Gewichtszunahme, Trägheit und Hautprobleme.

Fütterung:

  • Jodzufuhr: Übermäßige Jodergänzungen sollten nur nach tierärztlicher Rücksprache erfolgen.
  • Eiweiß: Hochwertiges Protein unterstützt den Stoffwechsel.
  • Omega-3-Fettsäuren: Helfen bei Hautproblemen und wirken entzündungshemmend.
  • Wechselwirkungen: Bei der Fütterung sollte auf mögliche Wechselwirkungen mit der Medikamentengabe geachtet werden.
  • Gewicht: Kalorienbedarf ist oft reduziert – auf energiereiches Futter verzichten.

Lebererkrankungen – wenn das Entgiftungsorgan leidet

Die Leber filtert Schadstoffe und ist an der Verdauung beteiligt. Erhöhte Leberwerte oder chronische Insuffizienz erfordern eine angepasste Fütterung, oft geprägt von Müdigkeit, Übelkeit oder Verdauungsproblemen.

Fütterung:

  • Eiweiß: Mäßige Eiweißzufuhr aus leicht verdaulichen Quellen (Geflügel, Ei, Hüttenkäse).
  • Kupfer: Kupfer kann sich in der Leber anreichern – bei bestimmten Krankheiten reduzieren.
  • Energie: Hochwertige Fette und Kohlenhydrate ohne Leberbelastung.
  • Antioxidantien: Vitamin E, C, Selen und Mariendistelextrakt unterstützen die Leberzellen.
  • Alltagstipp: Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt können die Stoffwechselbelastung reduzieren.

Nierenerkrankungen – wenn das Filtersystem geschwächt ist

Die Nieren regulieren Elektrolyte und filtern Stoffwechselprodukte. Eine chronische Niereninsuffizienz ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Ernährung gut zu managen.

Fütterung:

  • Eiweiß: Reduziert, aber in hoher Qualität, um die Nieren zu entlasten.
  • Phosphor: Hoher Phosphorgehalt belastet die Nieren – Vorsicht bei Knochenmehlen oder Innereien.
  • Fett: Erhöhter Anteil liefert Energie ohne Nierenbelastung.
  • Flüssigkeit: Nassfutter bevorzugen oder Wasser zum Trockenfutter geben.

Ernährungshilfe: Ein Überblick

ErkrankungWichtige Ernährungsanpassung
SchilddrüseGewicht kontrollieren, Jodquellen beachten
Leberhochverdauliches Eiweiß, Kupfer beachten
NierePhosphor reduzieren, Flüssigkeit erhöhen

Wann solltest du sofort zum Tierarzt?

  • Starke Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung
  • Anhaltendes Erbrechen
  • Gelbsucht (Gelbfärbung von Schleimhäuten)
  • Plötzlicher, starker Gewichtsverlust
  • Neurologische Symptome (z.B. Desorientierung)

Allgemeine Futtertipps

  • Regelmäßige Kontrolle von Verträglichkeit, Kot und Verhalten
  • Langsame Umstellung in kleinen Schritten
  • Appetitanregung durch Erwärmen oder kleine Portionen
  • Regelmäßige Blutwertkontrollen zur Futteranpassung

Selbst kochen bei Organerkrankungen – Chancen und Risiken

Selbstgekochtes Futter bietet bei Organerkrankungen zwar Flexibilität, erfordert jedoch eine fundierte Rationsberechnung durch Experten und regelmäßige Blutkontrollen. Andernfalls drohen Mangelerscheinungen. Es ist nur sinnvoll, wenn eine fundierte Rationsberechnung vorliegt und die Rezepte exakt eingehalten werden – andernfalls ist hochwertiges Diätfutter der sicherere Weg.

Fazit: Futter als Unterstützung – nicht als Therapieersatz

Ob Leber, Niere oder Schilddrüse – Organerkrankungen verlangen ein hohes Maß an Achtsamkeit. Die passende Ernährung ist ein mächtiges Instrument: Sie entlastet geschwächte Organe und verbessert die Lebensqualität spürbar. Auch in unserer Hundeschule in Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass eine passende Ernährung viele Hunde im Alltag spürbar entlasten kann. Doch jede Erkrankung ist individuell – keine Selbstexperimente, sondern fundierte Entscheidungen in Zusammenarbeit mit Tierärzt:innen.


FAQ – Häufige Fragen

Was darf ein Hund mit Niereninsuffizienz fressen?
Eine phosphorgeminderte, hochwertige Eiweißdiät mit Fokus auf gute Verdaulichkeit.

Ist Nassfutter bei Nierenerkrankungen besser?
Ja, die erhöhte Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Nierenfunktion aktiv.

Welche Ernährung hilft bei Leberproblemen?
Hochverdauliches Protein, kontrollierter Kupfergehalt und Unterstützung durch Antioxidantien.

Muss ein Hund mit Schilddrüsenunterfunktion spezielles Futter bekommen?
Oft reicht eine ausgewogene Diät aus; eine spezielle Schilddrüsen-Diät ist meist nicht nötig, aber eine jodkontrollierte Ernährung ist wichtig.

Kann Ernährung erhöhte Leberwerte verbessern?
Ja, eine leberfreundliche Ernährung entlastet das Organ und kann helfen, die Werte in Kombination mit der Therapie zu stabilisieren.

Darf ich bei Organerkrankungen selbst kochen?
Ja, aber nur unter fachkundiger Rationsberechnung durch Tierernährungsberater.


Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen:
Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner.

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