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Getreidemythos im Futter

  • Isabel Scheu
  • 17.05.2026
  • Allergie

Getreide ist schuld – oder doch nicht? Der Getreidemythos im Hundefutter

„Getreide ist schlecht für Hunde“ – kaum ein Satz hält sich rund um die Hundeernährung so hartnäckig. Auf Futterverpackungen stehen Begriffe wie „grain free“ oder „getreidefrei“ prominent auf der Vorderseite, in sozialen Netzwerken wird Getreide häufig für Juckreiz, Verdauungsprobleme und Allergien verantwortlich gemacht und viele Hundehalter wechseln deshalb vorsorglich auf ein getreidefreies Hundefutter.

Doch so einfach ist es nicht. Getreide ist für einen gesunden Hund nicht grundsätzlich schädlich und getreidefreies Hundefutter ist nicht automatisch besser, hochwertiger oder allergikerfreundlicher. Entscheidend ist vielmehr, wie das gesamte Futter zusammengesetzt ist, welche individuellen Bedürfnisse dein Hund hat und ob tatsächlich eine nachgewiesene Reaktion auf einen bestimmten Futterbestandteil besteht.

Besonders beim Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder wiederkehrende Magen-Darm-Beschwerden wird Getreide häufig vorschnell gestrichen. Dabei können Hunde auf ganz unterschiedliche Bestandteile eines Futters reagieren. Auch tierische Proteine können Auslöser einer Futtermittelallergie sein.

Bei Pfotenliebe Stuttgart erleben wir immer wieder, dass Hundehalter bereits mehrere getreidefreie Futtersorten ausprobiert haben, obwohl noch gar nicht geklärt wurde, was hinter Juckreiz, weichem Kot, Pfotenlecken oder wiederkehrenden Ohrenproblemen steckt.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, ob Hunde Getreide vertragen können, welche Getreidesorten im Hundefutter verwendet werden, ob Hunde tatsächlich eine Getreideallergie bekommen können, warum getreidefrei nicht automatisch besser bedeutet und wann eine gezielte Ausschlussdiät sinnvoll sein kann.

Kurze Antwort: Nein, Getreide ist nicht grundsätzlich schlecht für Hunde. Viele Hunde können richtig aufgeschlossenes beziehungsweise verarbeitetes Getreide problemlos verdauen. Auch eine Futtermittelallergie richtet sich nicht automatisch gegen Getreide. Ein Hund kann individuell auf bestimmte Bestandteile reagieren – pflanzliche ebenso wie tierische. Getreide sollte deshalb nicht allein aufgrund eines Ernährungstrends gestrichen werden.

Warum ist Getreide im Hundefutter überhaupt so in Verruf geraten?

Der Trend zu getreidefreiem Hundefutter ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Gleichzeitig haben Begriffe wie „naturnah“, „grain free“, „glutenfrei“ und „ohne Getreide“ im Marketing einen ausgesprochen positiven Klang bekommen.

Ein Teil der Verunsicherung entsteht dadurch, dass menschliche Ernährungstrends auf Hunde übertragen werden. Wer selbst auf Gluten verzichtet oder möglichst kohlenhydratarm isst, vermutet schnell, dass eine ähnliche Ernährung auch für den Hund grundsätzlich gesünder sein müsse.

Zusätzlich gibt es natürlich Hunde, denen es nach einer Futterumstellung tatsächlich besser geht. Das beweist allerdings nicht automatisch, dass allein das entfernte Getreide die Ursache war.

Mit einem neuen Futter verändern sich häufig gleichzeitig mehrere Faktoren:

  • Proteinquelle
  • Kohlenhydratquelle
  • Fettgehalt
  • Ballaststoffgehalt
  • Verarbeitung
  • Zusammensetzung der gesamten Rezeptur

Wird der Kot anschließend besser oder der Juckreiz geringer, lässt sich deshalb nicht automatisch daraus schließen: „Das Getreide war schuld.“

Was zählt überhaupt zu Getreide im Hundefutter?

Der Begriff Getreide fasst verschiedene Pflanzen beziehungsweise deren Körner zusammen. Sie unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und sollten deshalb nicht wie ein einziger identischer Futterbestandteil betrachtet werden.

Zu häufig verwendeten Getreidearten im Hundefutter gehören beispielsweise:

  • Weizen
  • Reis
  • Mais
  • Gerste
  • Hafer
  • Hirse
  • Roggen

Welche Zutaten tatsächlich enthalten sind, erkennst du an der Deklaration. Wie du eine Zutatenliste besser beurteilen kannst, erklären wir ausführlicher im Beitrag über Hundefutter-Etiketten und ihre Deklaration.

Können Hunde Getreide überhaupt verdauen?

Ja. Hunde können verwertbare Kohlenhydrate verdauen, wenn diese entsprechend verarbeitet beziehungsweise aufgeschlossen sind.

Die oft gehörte Aussage „Der Hund stammt vom Wolf ab und kann deshalb kein Getreide verdauen“ greift zu kurz. Der heutige Haushund hat sich im Verlauf seiner Domestikation an eine Ernährung angepasst, die sich von der eines wildlebenden Wolfs unterscheidet.

Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, ob ein Hund grundsätzlich Getreide „darf“, sondern ob die gesamte Ration seinen Nährstoffbedarf deckt und individuell gut vertragen wird.

Welche Funktion kann Getreide im Hundefutter haben?

Getreide liefert vor allem Stärke und damit verwertbare Energie. Je nach verwendeter Getreideart und Verarbeitung können zusätzlich Ballaststoffe sowie verschiedene Mikronährstoffe enthalten sein.

Im Rahmen einer ausgewogenen Futterrezeptur können Getreidebestandteile deshalb eine ganz normale ernährungsphysiologische Funktion erfüllen.

Getreide kann unter anderem liefern

  • verwertbare Kohlenhydrate als Energiequelle
  • Ballaststoffe
  • je nach Getreidesorte unterschiedliche Vitamine und Mineralstoffe
  • Bestandteile für die technologische Herstellung eines Futters

Ob ein konkretes Hundefutter gut zusammengestellt ist, lässt sich deshalb nicht daran erkennen, ob Getreide enthalten ist oder nicht. Entscheidend ist die gesamte Ernährung des Hundes.

Können Hunde gegen Getreide allergisch sein?

Ja, Hunde können auf Bestandteile eines Getreides allergisch reagieren. Daraus folgt jedoch nicht, dass Getreide der typische oder einzige Auslöser einer Futtermittelallergie wäre.

Eine Futtermittelallergie beim Hund ist eine immunologisch vermittelte Reaktion auf einen Bestandteil der Nahrung.

Hunde können dabei auf unterschiedliche Nahrungsproteine reagieren. Zu den beschriebenen Auslösern gehören sowohl tierische Proteinquellen als auch einzelne pflanzliche Bestandteile wie beispielsweise Weizen.

Deshalb ist die pauschale Aussage „Mein Hund hat eine Allergie, also braucht er getreidefreies Futter“ fachlich nicht ausreichend.

Eine Reaktion auf Weizen bedeutet nicht automatisch eine Allergie gegen jedes Getreide

Auch dieser Unterschied ist wichtig. Getreide ist keine einzelne Zutat.

Sollte bei einem Hund tatsächlich eine Reaktion auf einen bestimmten Weizenbestandteil bestätigt werden, bedeutet das nicht automatisch, dass Reis, Hafer, Hirse oder jede andere Getreidesorte ebenfalls Beschwerden verursachen.

Deshalb sollte möglichst genau geklärt werden, welcher Futterbestandteil problematisch ist, statt vorsorglich eine ganze Gruppe verschiedener Lebensmittel dauerhaft auszuschließen.

Gluten beim Hund: Ein weiteres häufiges Missverständnis

Auch „glutenfrei“ wird häufig automatisch mit besonders verträglich gleichgesetzt.

Gluten beziehungsweise verwandte Speicherproteine kommen nicht in allen Getreidearten in gleicher Form vor. Eine allgemeine Glutenproblematik, wie sie aus bestimmten Erkrankungen des Menschen bekannt ist, darf deshalb nicht einfach auf jeden Hund übertragen werden.

Es gibt spezielle, seltene rassespezifische Erkrankungen beziehungsweise Reaktionen, bei denen bestimmte Getreideproteine eine Rolle spielen können. Daraus entsteht jedoch keine allgemeine Empfehlung, alle Hunde glutenfrei zu ernähren.

Allergie und Unverträglichkeit sind nicht dasselbe

Häufig wird jede negative Reaktion auf ein Futter als „Allergie“ bezeichnet. Fachlich sollte jedoch unterschieden werden.

Bei einer echten Futtermittelallergie ist das Immunsystem an der Reaktion beteiligt. Andere unerwünschte Reaktionen auf Futter können andere Ursachen haben.

Mehr über diese wichtige Unterscheidung erfährst du im Beitrag „Allergie oder Unverträglichkeit beim Hund?“.

Für Hundehalter ist die Unterscheidung allein anhand der Symptome häufig nicht möglich. Genau deshalb sollte eine vermeintliche Getreideunverträglichkeit nicht allein durch wechselnde Futtersorten „ausgetestet“ werden.

Welche Symptome können bei einer Futtermittelreaktion auftreten?

Probleme mit einem Futter zeigen sich nicht ausschließlich über den Verdauungstrakt. Besonders Futtermittelallergien können sich auch über Haut und Ohren bemerkbar machen.

Mögliche Beschwerden sind beispielsweise

  • wiederkehrender Juckreiz
  • Pfotenlecken oder Pfotenknabbern
  • gerötete oder entzündete Haut
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • Durchfall oder weicher Kot
  • Blähungen
  • bei einzelnen Hunden Erbrechen

Diese Beschwerden sind jedoch nicht spezifisch für Getreide. Auch andere Allergien und Erkrankungen können ähnliche Symptome verursachen.

Getreidefrei bedeutet nicht automatisch besser

Wird Getreide aus einem Hundefutter entfernt, verschwindet damit nicht automatisch der Kohlenhydratanteil.

Viele getreidefreie Futtermittel verwenden stattdessen andere pflanzliche Zutaten beziehungsweise Stärkequellen wie:

  • Kartoffeln
  • Süßkartoffeln
  • Erbsen
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • andere Hülsenfrüchte

Diese Zutaten sind nicht automatisch besser oder schlechter als Getreide. Auch hier kommt es auf Rezeptur, Menge, Nährstoffversorgung und den individuellen Hund an.

Ein getreidefreies Futter kann für einen bestimmten Hund gut geeignet sein. Der Schriftzug „getreidefrei“ allein ist aber kein Qualitätsmerkmal.

Warum ein getreidefreies Futter eine Futtermittelallergie nicht automatisch löst

Hat dein Hund beispielsweise eine allergische Reaktion auf eine tierische Proteinquelle und erhält anschließend ein getreidefreies Futter mit genau dieser Proteinquelle, kann die Reaktion selbstverständlich bestehen bleiben.

Genau hier entsteht häufig Verwirrung. Das neue Futter trägt den Schriftzug „getreidefrei“, der Hund kratzt sich aber weiterhin – und schon wird die nächste Futtersorte ausprobiert.

Welche Futterbestandteile überhaupt als Auslöser infrage kommen, erklären wir ausführlicher im Beitrag „Allergie durch Futter beim Hund“.

Ist Getreide im Hundefutter nur ein billiger Füllstoff?

Auch diese Aussage ist zu pauschal. Ein Futterbestandteil ist nicht allein deshalb wertlos, weil er pflanzlich ist oder Kohlenhydrate liefert.

Bei der Beurteilung eines Futters kommt es darauf an, ob die Gesamtrezeptur den Hund ausreichend und ausgewogen mit den benötigten Nährstoffen versorgt.

Ein hoher oder niedriger Getreideanteil allein erlaubt deshalb noch keine seriöse Aussage darüber, ob ein Hundefutter insgesamt hochwertig oder minderwertig ist.

Sinnvoller ist es, sich nicht von einzelnen Zutaten oder Werbeaussagen leiten zu lassen, sondern die gesamte Fütterung zu betrachten. Typische Probleme erklären wir außerdem im Beitrag über häufige Fütterungsfehler beim Hund.

Wie findest du heraus, ob dein Hund wirklich auf Getreide reagiert?

Genau hier wird es wichtig, Marketing und Diagnostik auseinanderzuhalten.

Wenn eine Futtermittelallergie vermutet wird, ist eine konsequent durchgeführte Ausschlussdiät wesentlich aussagekräftiger als der spontane Wechsel zu irgendeinem getreidefreien Futter.

Dabei wird gezielt eine Ernährung ausgewählt, die zur bisherigen Fütterungsgeschichte des Hundes und zur diagnostischen Fragestellung passt.

Während dieser Zeit muss die Diät konsequent durchgeführt werden. Nicht nur das Hauptfutter zählt.

  • Leckerlis
  • Kauartikel
  • Essensreste
  • Nahrungsergänzungen
  • andere fressbare Produkte
  • gegebenenfalls aromatisierte Medikamente

Auch solche zusätzlichen Quellen können eine diagnostische Diät beeinflussen.

Warum eine Besserung nach dem Futterwechsel allein noch nichts beweist

Angenommen, dein Hund bekommt ein neues Futter und nach einigen Wochen werden seine Beschwerden deutlich besser. Das ist zunächst erfreulich – zeigt aber noch nicht automatisch, welcher Bestandteil des alten Futters verantwortlich war.

Eine Futtermittelallergie wird verlässlich über eine geeignete Eliminationsdiät und die anschließende kontrollierte erneute Fütterung der verdächtigen beziehungsweise vorherigen Bestandteile bestätigt.

Erst wenn die Beschwerden unter der geeigneten Diät zurückgehen und bei einer kontrollierten Provokation wieder auftreten, lässt sich der Zusammenhang wesentlich besser beurteilen.

Deshalb solltest du eine diagnostische Ausschlussdiät mit deiner Tierarztpraxis planen.

Warum ständige Futterwechsel die Ursachenforschung erschweren

Ein häufiges Muster sieht so aus: Zuerst wird Weizen gestrichen. Dann folgt ein getreidefreies Futter. Danach eines mit Fisch, anschließend Pferd, Insekten oder Lamm.

Für Hundehalter ist dieses Vorgehen nachvollziehbar – man möchte schließlich möglichst schnell helfen.

Bei einem ernsthaften Allergieverdacht kann der ständige Wechsel jedoch die spätere Ursachenfindung erschweren, weil der Hund immer mehr unterschiedliche Zutaten und Proteinquellen kennenlernt.

Deshalb ist ein strukturierter diagnostischer Plan häufig sinnvoller als das fortlaufende Testen neuer Futtersorten.

Ein Symptomtagebuch hilft mehr als Vermutungen

Wenn du vermutest, dass dein Hund auf sein Futter reagiert, dokumentiere die Beschwerden möglichst genau.

Notieren kannst du beispielsweise

  • aktuelles Hauptfutter
  • Leckerlis und Kauartikel
  • Beginn eines neuen Futters
  • Stärke und Zeitpunkt des Juckreizes
  • Pfotenlecken
  • Ohrenprobleme
  • Kotbeschaffenheit
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • weitere Veränderungen

Diese Aufzeichnungen ersetzen keine Diagnostik, können bei der tierärztlichen Anamnese aber sehr hilfreich sein.

Getreidefreies Hundefutter und Allergien in Stuttgart

Auch bei Hundehaltern in Stuttgart und Stuttgart-Ost begegnet uns im Alltag häufig die Frage, ob bei Juckreiz, Hautproblemen oder weichem Kot sofort auf getreidefreies Futter umgestellt werden sollte.

Gerade weil mittlerweile eine enorme Auswahl an „Sensitive“, „Grain Free“, „Single Protein“ und „Hypoallergenic“-Produkten erhältlich ist, kann die Futtersuche schnell unübersichtlich werden.

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass sich Beschwerden auch unabhängig vom Futter verändern können. Bei Hautproblemen kommen beispielsweise ebenfalls Umweltallergene, Parasiten, Hautinfektionen und andere Ursachen infrage.

Zeigt dein Hund in Stuttgart beispielsweise vor allem saisonal stärkeren Juckreiz, bedeutet eine zwischenzeitliche Verbesserung nach einem Futterwechsel nicht automatisch, dass Getreide der Auslöser gewesen sein muss.

Deshalb ist ein strukturierter Blick auf Fütterung, Symptome, zeitlichen Verlauf und mögliche andere Ursachen wesentlich aussagekräftiger als der alleinige Blick auf das Wort „getreidefrei“.

Was eine Ausschlussdiät für das Hundetraining bedeutet

Befindet sich ein Hund in einer diagnostischen Ausschlussdiät, muss diese auch im Hundetraining konsequent berücksichtigt werden.

Ein einziges fremdes Leckerli kann Bestandteile enthalten, die im Rahmen der Diät eigentlich ausgeschlossen werden sollen.

Bei Pfotenliebe Stuttgart berücksichtigen wir deshalb bestehende tierärztliche Fütterungsvorgaben im Training. Je nach Diät kann beispielsweise ein Teil der vorgesehenen Tagesration als Belohnung eingesetzt werden.

Die Diagnose einer Futtermittelallergie und die Auswahl einer geeigneten Diät gehören selbstverständlich in tierärztliche Hände. Im Hundetraining sorgen wir dafür, dass bestehende Vorgaben nicht versehentlich durch zusätzliche Snacks unterlaufen werden.

FAQ – Getreide im Hundefutter

Ist Getreide im Hundefutter schlecht?

Nein. Getreide ist für Hunde nicht grundsätzlich schädlich. Viele Hunde können entsprechend verarbeitetes Getreide problemlos verdauen. Entscheidend sind die gesamte Futterzusammensetzung und die individuelle Verträglichkeit.

Können Hunde Getreide verdauen?

Ja. Hunde können Stärke und andere verwertbare Kohlenhydrate aus entsprechend verarbeitetem Getreide verdauen.

Können Hunde gegen Getreide allergisch sein?

Ja, ein Hund kann auf bestimmte Bestandteile eines Getreides allergisch reagieren. Eine Futtermittelallergie kann sich jedoch ebenso gegen andere Futterbestandteile richten. Getreide ist deshalb nicht automatisch der Auslöser.

Ist Weizen häufig ein Allergieauslöser beim Hund?

Weizen gehört zu den beschriebenen Futtermittelallergenen beim Hund. Allerdings werden auch verschiedene tierische Proteinquellen als häufige Auslöser beschrieben. Allein aufgrund von Juckreiz oder Verdauungsproblemen lässt sich deshalb keine Weizenallergie feststellen.

Ist getreidefreies Hundefutter besser für Allergiker?

Nicht automatisch. Wenn der Hund gegen einen anderen Bestandteil des Futters allergisch ist, löst der Verzicht auf Getreide das Problem nicht. Entscheidend ist der tatsächlich verantwortliche Futterbestandteil.

Ist getreidefrei das Gleiche wie hypoallergen?

Nein. Getreidefrei bedeutet lediglich, dass kein Getreide enthalten ist. Ob ein Futter für einen bestimmten allergischen Hund geeignet ist, hängt von der gesamten Zusammensetzung und seinem individuellen Allergieauslöser ab.

Ist Reis für Hunde mit empfindlicher Verdauung geeignet?

Viele Hunde vertragen entsprechend zubereiteten Reis gut. Ob er für deinen Hund beziehungsweise eine bestimmte therapeutische Ernährung sinnvoll ist, hängt jedoch von der individuellen Situation und dem gewählten Fütterungskonzept ab.

Wie erkenne ich eine Getreideallergie beim Hund?

Anhand von Symptomen allein lässt sich eine Getreideallergie nicht zuverlässig erkennen. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie wird eine geeignete Eliminationsdiät mit anschließender kontrollierter Provokation eingesetzt.

Sollte ich bei Juckreiz sofort auf getreidefreies Futter wechseln?

Nein. Juckreiz kann zahlreiche Ursachen haben. Ein spontaner Wechsel auf getreidefreies Futter beantwortet nicht die Frage, ob überhaupt eine Futtermittelallergie vorliegt und welcher Bestandteil verantwortlich ist.

Was darf mein Hund während einer Ausschlussdiät als Leckerli bekommen?

Nur Belohnungen, die mit der ausgewählten Diät vereinbar sind. Zusätzliche Protein- oder Futterquellen können das Ergebnis einer diagnostischen Ausschlussdiät verfälschen.

Wo bekomme ich Unterstützung bei Futterproblemen meines Hundes in Stuttgart?

Medizinische Beschwerden und die Diagnostik einer Futtermittelallergie gehören in tierärztliche Hände. Bei Pfotenliebe Stuttgart berücksichtigen wir bestehende Fütterungsvorgaben im Training und helfen dir dabei, eine Ausschlussdiät auch bei Trainingsbelohnungen konsequent einzuhalten.

Fazit: Getreide ist nicht automatisch der Bösewicht im Hundefutter

Der Satz „Getreide ist schlecht für Hunde“ ist zu pauschal. Viele Hunde können Getreide problemlos verdauen und vertragen. Ob ein Hundefutter zu deinem Hund passt, lässt sich nicht allein daran erkennen, ob Weizen, Reis, Mais oder eine andere Getreidesorte enthalten ist.

Genauso wenig bedeutet „getreidefrei“ automatisch hochwertig, gesund oder hypoallergen. In getreidefreien Futtermitteln werden andere pflanzliche Zutaten eingesetzt, die ebenfalls Teil der Gesamtbewertung sein müssen.

Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie, sollte nicht vorsorglich immer mehr gestrichen werden. Entscheidend ist eine strukturierte Ursachenklärung mit einer geeigneten Ausschlussdiät und gegebenenfalls anschließender kontrollierter Provokation.

Auch ein Hund, der auf Weizen reagiert, muss nicht zwangsläufig jedes andere Getreide meiden. Ebenso kann ein getreidefrei gefütterter Hund weiterhin Beschwerden haben, wenn der tatsächliche Auslöser ein völlig anderer Futterbestandteil ist.

Lass dich deshalb weder vom Wort „getreidefrei“ noch von der Behauptung „Getreide ist schlecht“ leiten. Entscheidend ist nicht der Ernährungstrend, sondern die individuelle Verträglichkeit deines Hundes und eine ausgewogene, zu ihm passende Ernährung.

Dein Hund braucht im Training eine spezielle Ernährung?

Auch eine Ausschlussdiät muss im Hundetraining konsequent berücksichtigt werden.

Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir auf den gesamten Hund und berücksichtigen bestehende tierärztliche Fütterungsvorgaben selbstverständlich auch im Training.

Medizinische Diagnostik und Ernährungsentscheidungen gehören in tierärztliche Hände. Im Training unterstützen wir dich dabei, Vorgaben alltagstauglich umzusetzen und versehentliche zusätzliche Futterquellen zu vermeiden.

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