Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
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Was braucht Welpe gerade
- Isabel Scheu
- 01.05.2026
- Welpenalltag & Entwicklung
So erklärst du Freunden, was dein Welpe gerade braucht – Ruhe, Orientierung & klare Grenzen
„Oh wie süß – darf ich ihn mal auf den Arm nehmen?“ „Der muss doch auch mal lernen, was los ist.“ „Wir bringen die Kinder mit, die freuen sich schon!“ Wenn ein Welpe einzieht, möchten Familie, Freunde und Nachbarn häufig sofort dabei sein. Die Begeisterung ist verständlich – doch gerade in den ersten Tagen und Wochen braucht dein junger Hund nicht möglichst viele Kontakte, sondern vor allem Ruhe, Sicherheit, Orientierung und einen verlässlichen Menschen.
Im Welpenkurs Stuttgart erleben wir regelmäßig, dass Außenstehende die Bedürfnisse eines jungen Hundes unterschätzen. Sie meinen es gut, möchten helfen, spielen, streicheln oder den Welpen kennenlernen – und erzeugen dadurch manchmal genau den Trubel, den der Hund in diesem Moment nicht braucht.
Dein Welpe befindet sich in einer besonders wichtigen Entwicklungsphase . Neue Menschen, Stimmen, Bewegungen, Berührungen und Erwartungen müssen verarbeitet werden. Gleichzeitig baut dein Hund gerade erst Vertrauen zu dir auf und beginnt zu verstehen, wie sein neues Leben funktioniert.
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei stehen verständliche Kommunikation, Orientierung, Vertrauen, Ruhe und klare Führung im Mittelpunkt. Genau deshalb ist es nicht deine Aufgabe, deinen Welpen möglichst vielen Menschen „vorzustellen“. Deine Aufgabe ist vielmehr, Situationen so zu gestalten, dass dein Hund sich an dir orientieren kann.
In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie du Freunden und Familie verständlich erklärst, was dein Welpe gerade braucht, welche Regeln beim Besuch sinnvoll sind, wie du Grenzen freundlich und klar setzt, warum weniger Kontakt manchmal mehr ist und wie du deinem Welpen auch in sozialen Situationen Sicherheit gibst.
Kurze Antwort: Erkläre Freunden und Familie frühzeitig, dass dein Welpe gerade keine dauernde Beschäftigung, sondern Ruhe, Sicherheit und Orientierung braucht. Bitte darum, ihn nicht sofort anzufassen, hochzuheben, zu rufen oder mit Futter zu locken. Dein Welpe darf neue Menschen wahrnehmen, ohne mit ihnen interagieren zu müssen. Du entscheidest, wann Kontakt sinnvoll ist und wann dein Hund Ruhe braucht.
Warum dein Welpe kein Spielzeug für Besuch ist
Welpen sind niedlich, klein und lösen bei vielen Menschen sofort den Wunsch aus, sie anzufassen, hochzuheben oder mit ihnen zu spielen.
Trotzdem ist dein Hund kein Spielzeug .
Er ist ein junger Hund, dessen Nervensystem sich entwickelt und der jeden Tag unzählige neue Informationen verarbeitet.
Jede fremde Stimme, jede Berührung und jede neue Situation kann eine weitere Erfahrung darstellen. Das bedeutet nicht, dass Begegnungen grundsätzlich vermieden werden sollen. Es bedeutet jedoch, dass du darauf achten solltest, wie viel dein Welpe in diesem Moment tatsächlich verarbeiten kann.
Was dein Welpe nach Fichtlmeier wirklich braucht
In der Welpenerziehung nach Anton Fichtlmeier steht nicht die möglichst schnelle Gewöhnung an alles und jeden im Vordergrund.
Dein Hund soll vielmehr lernen, sich an seinem Menschen zu orientieren, dessen Kommunikation wahrzunehmen und darauf zu vertrauen, dass dieser Situationen übernimmt.
Gerade bei Besuch bedeutet das: Dein Welpe muss die Situation nicht selbst regeln.
Du bestimmst, wer Kontakt aufnimmt, wie lange eine Begegnung dauert, wann Ruhe notwendig ist und wann genug ist.
Führung bedeutet dabei nicht Härte oder Kontrolle. Führung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und deinem Hund einen verlässlichen Rahmen zu geben.
Ruhe und Sicherheit sind wichtiger als möglichst viele Kontakte
Gerade nach dem Einzug verändert sich für einen Welpen innerhalb kürzester Zeit fast alles. Neue Wohnung, neue Menschen, neue Geräusche, neue Gerüche und neue Tagesabläufe müssen erst eingeordnet werden.
Deshalb braucht dein Hund zunächst Sicherheit und Orientierung .
Wenn zusätzlich täglich neue Menschen kommen, kann daraus schnell eine Reizüberflutung entstehen.
Dabei muss Überforderung nicht immer so aussehen, dass dein Welpe sich versteckt. Manche junge Hunde werden gerade bei zu vielen Eindrücken besonders wild, beißen stärker oder kommen anschließend nur schwer zur Ruhe.
Dein Welpe muss beim Besuch nicht im Mittelpunkt stehen
Eine hilfreiche Veränderung besteht oft darin, den Welpen nicht automatisch zum Hauptprogramm jedes Besuchs zu machen.
Besucher dürfen hereinkommen, sich setzen und sich zunächst ganz normal mit dir unterhalten.
Dein Welpe darf beobachten, schnüffeln, Abstand halten oder sich zurückziehen.
Dadurch kann er lernen: Neue Menschen können da sein, ohne dass ich mich ständig mit ihnen beschäftigen muss.
Diese Fähigkeit ist langfristig deutlich wertvoller, als wenn jeder Besucher automatisch Action, Futter und Aufmerksamkeit bedeutet.
Darf jeder deinen Welpen anfassen?
Nein. Dein Welpe muss sich nicht von jedem Menschen anfassen lassen.
Besonders ungünstig kann es sein, wenn mehrere Menschen gleichzeitig die Hände ausstrecken, sich über den Hund beugen, ihn festhalten oder sogar hochheben.
Gleichzeitig sollte dein Hund nicht vollständig selbst dafür verantwortlich sein, jede Begegnung zu steuern.
Du kannst Kontakt zulassen, begrenzen oder beenden.
Freiwilliger Kontakt und klare Führung schließen sich nicht aus.
Warum Besucher deinen Welpen nicht einfach hochheben sollten
Gerade kleine Welpen werden von Besuchern schnell hochgenommen. Häufig geschieht das aus Zuneigung.
Für den Hund bedeutet Hochheben jedoch, dass er seine Bewegungsmöglichkeit verliert und nicht selbst Abstand herstellen kann.
Deshalb solltest du entscheiden, wann und von wem dein Welpe hochgehoben wird.
Ein fremder Mensch muss deinen Hund nicht auf den Arm nehmen, um eine gute Beziehung zu ihm aufzubauen.
Müssen Freunde deinen Welpen mit Leckerlis gewinnen?
Nein. Es ist nicht notwendig, dass jeder neue Mensch deinen Welpen mit Futter begrüßt.
Gerade nach Fichtlmeier möchten wir nicht, dass Orientierung und Kontakt ausschließlich über die Futtertasche entstehen.
Eine ruhige, respektvolle und verständliche Begegnung kann ebenso wertvoll sein.
Belohnung darf im Training selbstverständlich eingesetzt werden. Sie sollte jedoch nicht die einzige Grundlage dafür sein, dass dein Hund Menschen akzeptiert oder sich an seinem eigenen Menschen orientiert.
Regeln vor dem Besuch erklären – bevor es schwierig wird
Es ist wesentlich einfacher, Erwartungen vor einer Begegnung zu erklären, als erst einzugreifen, wenn dein Welpe bereits überfordert ist.
Du kannst deinen Freunden bereits vorher kurz sagen, wie du die Situation gestalten möchtest.
Zum Beispiel:
- „Kommt bitte ruhig herein.“
- „Lasst ihn zunächst einfach beobachten.“
- „Bitte ruft ihn nicht ständig zu euch.“
- „Bitte hebt ihn nicht hoch.“
- „Gebt ihm bitte keine Leckerlis, ohne mich zu fragen.“
- „Wenn er auf seiner Decke liegt, lassen wir ihn dort in Ruhe.“
- „Wenn es ihm zu viel wird, beende ich den Kontakt.“
Was kannst du Freunden und Familie konkret sagen?
Manchmal ist nicht die Entscheidung schwierig, sondern sie gegenüber anderen Menschen auszusprechen.
Dabei musst du keine lange Erklärung abgeben. Kurze und klare Aussagen reichen völlig aus.
Freundliche Formulierungen können sein:
- „Er ist noch in der Eingewöhnung und braucht heute einen ruhigen Tag.“
- „Bitte lass ihn erst einmal einfach beobachten.“
- „Wir möchten gerade nicht, dass er hochgehoben wird.“
- „Er muss nicht jeden Menschen begrüßen.“
- „Sein Ruheplatz ist für ihn tabu für Besuch.“
- „Heute hatte er schon viele Eindrücke – wir lassen es deshalb ruhig angehen.“
- „Ich möchte, dass er sich in solchen Situationen an mir orientiert.“
„Er muss sich doch an Menschen gewöhnen“ – warum diese Aussage zu kurz greift
Natürlich gehört es zur Entwicklung eines jungen Hundes, unterschiedliche Menschen kennenzulernen.
Daraus folgt aber nicht, dass dein Welpe mit möglichst vielen Menschen engen körperlichen Kontakt haben muss.
Gewöhnung kann auch bedeuten: Menschen sind anwesend, gehen vorbei, sitzen im Raum oder sprechen miteinander – ohne dass dein Hund ständig Teil der Interaktion sein muss.
Gerade das kann langfristig zu einem entspannten Umgang mit Menschen beitragen.
In der Eingewöhnung dürfen Kontakte besonders überschaubar bleiben
Direkt nach dem Einzug muss dein Welpe zunächst sein neues Zuhause kennenlernen.
Mehr darüber, warum diese erste Zeit bewusst ruhig gestaltet werden kann, findest du in unserem Beitrag Die ersten 72 Stunden mit einem Welpen .
Auch hier gilt jedoch: Nicht eine starre Anzahl an Tagen entscheidet, sondern dein individueller Hund.
Beobachte, ob dein Welpe bereits etwas angekommen ist, schläft, frisst, Kontakt zu dir aufnimmt und sich nach neuen Erfahrungen wieder entspannen kann.
Wie viel ist heute schon passiert? – Besuch immer im Gesamtkontext betrachten
Ein Besuch ist nicht isoliert vom restlichen Tag zu betrachten.
Vielleicht war dein Welpe morgens bereits beim Tierarzt, hat danach einen neuen Spazierweg kennengelernt und ist später im Auto mitgefahren.
Dann kann ein weiterer Besuch am Abend schlicht zu viel sein.
Genau deshalb ist die Reizverarbeitung so wichtig.
Frage dich nicht nur: „Kann mein Welpe Besuch kennenlernen?“
Sondern auch: „Was musste mein Welpe heute bereits verarbeiten?“
Wie erkennst du, dass dein Welpe mit Besuch überfordert ist?
Überforderung sieht nicht bei jedem Welpen gleich aus.
Manche ziehen sich zurück, andere werden besonders aufgeregt.
Mögliche Anzeichen können sein:
- starkes Hecheln ohne körperliche Anstrengung,
- ständiges Hin- und Herlaufen,
- Winseln,
- Verstecken oder Abstand suchen,
- sehr starkes Anspringen,
- zunehmendes Beißen in Hände oder Kleidung,
- schwer ansprechbar sein,
- nicht mehr zur Ruhe kommen,
- nach dem Besuch lange überdreht bleiben.
Ein einzelnes Verhalten bedeutet nicht automatisch Stress. Achte deshalb immer auf das Gesamtbild und den Kontext.
Der Rückzugsort deines Welpen gehört nicht dem Besuch
Ein sicherer Rückzugsbereich ist besonders dann wertvoll, wenn andere Menschen im Haus sind.
Liegt dein Welpe dort, sollte niemand zu ihm gehen, ihn herauslocken oder dort streicheln.
Dein Hund darf lernen: Wenn ich Ruhe brauche, sorgt mein Mensch dafür, dass mein Raum respektiert wird.
Wenn Freunde ihre Kinder mitbringen möchten
Kinder freuen sich häufig besonders auf einen Welpen. Gleichzeitig bewegen sie sich oft schneller, sprechen lauter und möchten den Hund gern anfassen oder mit ihm spielen.
Deshalb solltest du Begegnungen zwischen Kindern und Welpen besonders klar strukturieren.
Wichtig ist:
- kein Hinterherlaufen,
- kein Festhalten,
- kein spontanes Hochheben,
- kein Stören beim Schlafen oder Fressen,
- kein wildes Rennen direkt um den Hund herum,
- kein unbeaufsichtigter Kontakt.
Warum du bei deinen Regeln bleiben darfst
Manchmal reagieren Freunde mit Sätzen wie: „Das haben wir früher auch nicht so gemacht.“ „Der muss da durch.“ oder „Du machst dir viel zu viele Gedanken.“
Du musst daraus keine Diskussion entstehen lassen.
Du kennst deinen Hund, beobachtest seine Entwicklung und trägst die Verantwortung für seinen Alltag.
Deshalb darfst du klare Grenzen setzen .
Klarheit ist dabei keine Unfreundlichkeit. Sie schafft einen verlässlichen Rahmen – für deinen Besuch genauso wie für deinen Welpen.
Schützen bedeutet nicht, deinen Welpen vor allem fernzuhalten
Ebenso wichtig ist eine gute Balance.
Deinen Welpen zu schützen bedeutet nicht, sämtliche Menschen, Geräusche und neuen Erfahrungen von ihm fernzuhalten.
Ein Hund soll die Welt kennenlernen dürfen. Der Unterschied liegt darin, wie diese Erfahrungen stattfinden.
Du begleitest, beobachtest, entscheidest und übernimmst Verantwortung.
So entsteht keine Isolation, sondern eine verständliche und kontrollierte Umweltgewöhnung.
Beziehung entsteht, wenn dein Welpe sich auf dich verlassen kann
Gerade in sozialen Situationen entwickelt dein Welpe ein Gefühl dafür, welche Rolle du einnimmst.
Wenn du Situationen wahrnimmst, angemessen eingreifst und Grenzen nach außen setzt, erlebt dein Hund, dass er nicht alles selbst lösen muss.
Genau darin liegt ein wichtiger Bestandteil von Beziehung und Vertrauen .
Nicht: „Mein Hund darf alles entscheiden.“
Sondern: „Mein Hund darf sich auf meine Entscheidungen verlassen.“
Welpe in Stuttgart – wenn der Alltag ohnehin voller neuer Eindrücke ist
Gerade ein Welpe in Stuttgart begegnet häufig schon im normalen Alltag vielen neuen Eindrücken.
Straßenverkehr, Busse und Bahnen, Fahrräder, Kinder, Baustellen, fremde Menschen, Geräusche und unterschiedliche Untergründe müssen erst kennengelernt werden.
Deshalb ist zusätzlicher Besuch nicht automatisch notwendig, nur damit dein Welpe „genug erlebt“.
Im Welpentraining Stuttgart betrachten wir immer den gesamten Alltag: Welche Reize gab es bereits? Wie gut kann dein Welpe danach zur Ruhe kommen? Und braucht er heute wirklich noch eine weitere neue Erfahrung?
Welpenkurs Stuttgart – Orientierung im Alltag statt nur Kommandotraining
Themen wie Besuch, Familienmitglieder, Ruhe, Umweltreize und Grenzen gegenüber anderen Menschen gehören genauso zur Welpenerziehung wie Leinenführung oder Rückruf.
In unserem Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir deshalb nicht nur, was dein Hund tun soll, sondern auch, wie du Situationen für ihn verständlich gestalten kannst.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier stehen Körpersprache, Orientierung, Ruhe, Führung, Vertrauen und Kommunikation im Mittelpunkt.
Die häufigsten Fehler im Umgang von Freunden mit einem Welpen
Sofort anfassen
Der Welpe bekommt keine Gelegenheit, die Person zunächst ruhig wahrzunehmen.
Hochheben
Der Hund verliert die Möglichkeit, selbst Abstand herzustellen.
Permanent rufen
Der Welpe wird ständig aus seiner Orientierung herausgeholt.
Ungefragt füttern
Besucher werden unnötig über Futter besonders interessant gemacht.
Ruhe ignorieren
Selbst ein müder Welpe wird weiter bespielt oder gestreichelt.
„Der muss da durch“
Überforderung wird mit sinnvoller Gewöhnung verwechselt.
Checkliste: Das kannst du Freunden vor dem Besuch mitteilen
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick:
- Bitte ruhig hereinkommen.
- Den Welpen zunächst nicht rufen oder anfassen.
- Nicht ungefragt hochheben.
- Keine Leckerlis ohne Rücksprache geben.
- Seinen Ruheplatz respektieren.
- Kein wildes Spiel starten.
- Bei Kindern klare Regeln vereinbaren.
- Akzeptieren, wenn du die Situation beendest.
- Dem Welpen nach dem Besuch Ruhe ermöglichen.
FAQ – häufige Fragen zu Freunden, Familie und Welpen
Was braucht ein Welpe in den ersten Wochen am meisten?
Vor allem Ruhe, Sicherheit, einen überschaubaren Alltag, verständliche Kommunikation und Orientierung an seinem Menschen. Neue Erfahrungen sind wichtig, sollten aber passend dosiert werden.
Muss mein Welpe viele neue Menschen kennenlernen?
Er sollte unterschiedliche Menschen kennenlernen können, aber nicht möglichst viele in möglichst kurzer Zeit. Qualität und Verarbeitbarkeit der Begegnungen sind wichtiger als die reine Anzahl.
Darf jeder meinen Welpen anfassen?
Nein. Dein Welpe muss sich nicht von jedem Menschen anfassen lassen. Du kannst entscheiden, wann Kontakt sinnvoll ist und wann Abstand oder Ruhe besser passen.
Darf Besuch meinen Welpen hochheben?
Das sollte nicht ungefragt passieren. Beim Hochheben verliert der Welpe die Möglichkeit, selbst Abstand herzustellen. Entscheide deshalb selbst, wann und von wem dein Hund hochgehoben wird.
Sollten Freunde meinem Welpen Leckerlis geben?
Das ist nicht notwendig. Dein Welpe muss fremde Menschen nicht über Futter kennenlernen. Eine ruhige Begegnung ohne Druck kann genauso wertvoll sein.
Wie sage ich Freunden, dass sie meinen Welpen in Ruhe lassen sollen?
Eine kurze und klare Erklärung reicht: „Er verarbeitet gerade sehr viele neue Eindrücke. Bitte lass ihn zunächst einfach beobachten und sprich ihn nicht ständig an.“
Was tun, wenn Freunde meine Regeln beim Welpen nicht respektieren?
Wiederhole deine Regeln freundlich, aber klar. Werden sie weiterhin ignoriert, darfst du Kontakt begrenzen oder den Besuch beenden. Du trägst die Verantwortung für deinen Hund.
Ist mein Welpe unsozial, wenn er Besucher nicht begrüßt?
Nein. Ein Hund muss nicht jeden Menschen aktiv begrüßen. Ruhige Anwesenheit und neutrales Verhalten können ebenfalls vollkommen angemessene soziale Reaktionen sein.
Was mache ich, wenn mein Welpe bei Besuch überdreht?
Reduziere die Intensität der Situation, begrenze Interaktion und ermögliche deinem Welpen Ruhe. Prüfe außerdem, wie viele Eindrücke dein Hund an diesem Tag bereits erlebt hat.
Was bedeutet Führung bei Besuch nach Fichtlmeier?
Führung bedeutet, die Verantwortung für die Situation zu übernehmen. Dein Welpe muss Besucher nicht selbst einordnen oder kontrollieren. Du gestaltest Kontakt, Abstand, Regeln und Ruhe und gibst deinem Hund dadurch Orientierung.
Muss ein Welpe einfach „da durch“, damit er später entspannt wird?
Nein. Gewöhnung entsteht nicht automatisch dadurch, dass ein Welpe einer intensiven Situation möglichst lange ausgesetzt wird. Erfahrungen sollten so gestaltet sein, dass dein Hund sie noch verarbeiten kann.
Fazit: Dein Welpe braucht nicht alle Menschen – sondern deine klare Orientierung
Freunde und Familie meinen es mit deinem Welpen meist gut. Trotzdem wissen sie nicht automatisch, was ein junger Hund gerade braucht.
Deshalb darfst du erklären, Grenzen setzen und auch einmal Nein sagen.
Dein Welpe muss nicht von jedem hochgehoben, gestreichelt, gerufen oder gefüttert werden.
Viel wichtiger ist, dass er neue Menschen in einem Rahmen erleben kann, den er noch verarbeiten kann.
Nach der Fichtlmeier-Methode bedeutet das auch: Du übernimmst Verantwortung für die Situation.
Dein Hund muss nicht selbst dafür sorgen, dass ihm jemand zu nahe kommt oder dass eine Situation beendet wird. Du kannst diese Aufgabe übernehmen.
Genau dadurch entsteht langfristig etwas sehr Wertvolles: Dein Welpe erlebt, dass er sich an dir orientieren und auf deine Führung verlassen kann.
Du möchtest deinen Welpen sicher durch die ersten Wochen begleiten?
Ruhe, Orientierung, Körpersprache und klare Kommunikation gehören für uns von Anfang an zur Welpenerziehung.
Im Welpenkurs von Pfotenliebe Stuttgart lernst du, deinen Welpen besser zu verstehen, Situationen für ihn zu führen und ihm Sicherheit in einem abwechslungsreichen Alltag zu geben.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier arbeiten wir mit Kommunikation statt bloßer Konditionierung und legen besonderen Wert auf Vertrauen, Orientierung und eine klare Mensch-Hund-Beziehung.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
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Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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