Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Ruhe auf Welpen übertragen
- Isabel Scheu
- 08.04.2026
- Welpenalltag & Entwicklung
Warum dein Welpe deine Ruhe mehr braucht als Spielzeug
Kuscheltiere, Kauspielzeug, Schnüffelmatte, Bälle und Beschäftigungsspielzeug – und trotzdem kommt dein Welpe nicht zur Ruhe. Er läuft dir hinterher, wird unruhig, beginnt zu fiepen, beißt in deine Kleidung oder scheint ständig auf der Suche nach der nächsten Beschäftigung zu sein.
Schnell entsteht der Eindruck: „Mein Welpe braucht mehr Beschäftigung.“ Doch genau das ist nicht immer der Fall. Manche jungen Hunde brauchen in solchen Momenten nicht die nächste Aufgabe, sondern weniger Reize, mehr Orientierung und einen Menschen, der selbst Ruhe ausstrahlt und Verantwortung für die Situation übernimmt.
Gerade im Alltag in Stuttgart treffen Welpen schnell auf zahlreiche Eindrücke: Straßenverkehr, Menschen, Fahrräder, andere Hunde, Geräusche, Besuch, neue Wege und wechselnde Umgebungen. Umso wichtiger ist es, neben all diesen Erfahrungen auch Ruhe und Verarbeitung bewusst zu ermöglichen.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum Welpen nicht ständig beschäftigt werden müssen, weshalb deine eigene Haltung eine wichtige Rolle spielt, wie Ruhe beim Welpen entsteht und wie du deinem jungen Hund Sicherheit und Orientierung gibst, ohne ihn permanent zu bespaßen.
Warum braucht mein Welpe meine Ruhe mehr als Spielzeug? Welpen müssen erst lernen, mit Aufregung, neuen Eindrücken und Ruhephasen umzugehen. Spielzeug kann beschäftigen und bestimmte ruhige Beschäftigungen können auch entspannend wirken. Es ersetzt jedoch keine verlässliche Bezugsperson, ausreichend Schlaf, klare Abläufe und einen Alltag, in dem nicht ständig etwas passiert. Ein ruhiger und klar handelnder Mensch kann dem Welpen Orientierung geben und ihm helfen, neue Situationen besser zu bewältigen.
Was emotionale Regulation beim Welpen bedeutet
Ein Welpe befindet sich körperlich und emotional noch mitten in seiner Entwicklung. Auch seine Fähigkeit, mit Aufregung, Frustration und neuen Situationen umzugehen, entwickelt sich erst nach und nach.
Deshalb kann dein Welpe nicht in jeder Situation einfach selbst entscheiden: „Jetzt war genug los – ich lege mich hin und schlafe.“
Manche Welpen tun genau das. Andere werden mit zunehmender Müdigkeit immer aktiver, laufen herum, beißen, springen, suchen Beschäftigung oder folgen ihren Menschen durch die gesamte Wohnung.
In dieser Phase spielt der Mensch eine wichtige Rolle. Dein Welpe orientiert sich an dir und erlebt, wie du mit Situationen umgehst.
Deine Körpersprache, deine Bewegungen, dein Verhalten und die Entscheidungen, die du für ihn triffst, können dazu beitragen, eine Situation verständlicher und überschaubarer zu machen.
Warum deine eigene Ruhe für deinen Welpen wichtig ist
Hunde nehmen unsere Körpersprache sehr genau wahr. Schnelle Bewegungen, hektisches Hin- und Herlaufen, häufiges Ansprechen oder ständige Interaktion können einen ohnehin aufgeregten Welpen zusätzlich beschäftigen.
Das bedeutet nicht, dass du niemals gestresst oder unruhig sein darfst. Dein Welpe wird auch nicht automatisch ruhig, nur weil du dich ruhig auf das Sofa setzt.
Aber ein Mensch, der ruhig handelt, verständliche Entscheidungen trifft und nicht auf jede Unruhe sofort mit neuer Aktivität reagiert, kann für einen jungen Hund wesentlich leichter einzuschätzen sein.
Genau deshalb ist Ruhe auf den Welpen übertragen weniger eine Frage von „Energie“ als von Körpersprache, Verhalten und verlässlicher Führung.
Muss ein Welpe Ruhe lernen?
Schlafen kann dein Welpe selbstverständlich von selbst. Trotzdem bedeutet das nicht, dass jeder Welpe in jeder Umgebung problemlos abschalten kann.
Ruhe im Alltag entsteht durch viele Erfahrungen: Es passiert nicht ständig etwas. Nicht jede Bewegung des Menschen kündigt Action an. Nicht jede Unruhe führt zu Beschäftigung. Und ein vertrauter Ruheplatz bedeutet tatsächlich, dass jetzt nichts von deinem Welpen erwartet wird.
Diese Erfahrungen können dazu beitragen, dass Ruhe für deinen Welpen mit zunehmender Zeit selbstverständlicher wird.
Warum Spielzeug allein keine Ruhe schafft
Spielzeug gehört selbstverständlich zu einem schönen Welpenalltag. Gemeinsames Spielen kann Freude machen, Beziehung fördern und deinem Hund Möglichkeiten zum Erkunden und Ausprobieren geben.
Entscheidend ist jedoch, was du mit dem Spielzeug erreichen möchtest.
Wird dein Welpe jedes Mal beschäftigt, sobald er unruhig wird, entsteht schnell ein Alltag, in dem ständig etwas angeboten wird: ein Spielzeug, ein Kauartikel, ein Suchspiel, ein Snack oder die nächste gemeinsame Aktivität.
Dadurch bekommt dein Welpe wenig Gelegenheit zu erleben, dass auch einmal nichts passiert.
Kann Spielzeug einen Welpen trotzdem beruhigen?
Ja – deshalb sollte man hier unterscheiden.
Ruhiges Kauen, Schlecken oder bestimmte Beschäftigungen können bei manchen Hunden durchaus dazu beitragen, Erregung zu reduzieren und anschließend leichter zur Ruhe zu finden.
Das bedeutet aber nicht, dass dein Welpe bei jeder Unruhe sofort etwas zum Kauen, Schlecken oder Spielen benötigt.
Entscheidend ist, Beschäftigung gezielt einzusetzen und nicht zum automatischen Dauerprogramm werden zu lassen.
Braucht mein Welpe gerade Spiel oder Ruhe?
| Beobachtung | Mögliche Einordnung | Was kann sinnvoll sein? |
|---|---|---|
| Welpe ist wach, aufmerksam und ansprechbar | normale aktive Phase | kurze gemeinsame Aktivität, Erkunden oder Spiel |
| Welpe wird nach längerer Aktivität hektisch | möglicherweise Müdigkeit oder hohe Erregung | Aktivität reduzieren und Ruhe ermöglichen |
| Welpe läuft ständig hinterher | kann Nähe, Orientierung, Erwartung oder Unsicherheit bedeuten | Situation beobachten und nicht automatisch beschäftigen |
| Welpe beißt immer stärker | kann unter anderem mit Erregung, Müdigkeit oder Spiel zusammenhängen | Gesamtbelastung prüfen und Situation vereinfachen |
| Welpe legt sich entspannt ab | beginnende Ruhephase | möglichst nicht erneut aktivieren |
Warum läuft mein Welpe mir ständig hinterher?
Viele Welpen folgen ihren Bezugspersonen in den ersten Wochen auf Schritt und Tritt. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich.
Dein Zuhause ist für deinen Welpen neu. Du bist eine wichtige Bezugsperson und gibst ihm Orientierung in einer Umgebung, die er erst kennenlernen muss.
Hinterherlaufen bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dein Welpe beschäftigt werden möchte.
Es kann Nähe, Orientierung, Neugier, Erwartung oder auch Unsicherheit ausdrücken. Entscheidend ist immer der Zusammenhang.
Nicht jedes Hinterherlaufen muss beantwortet werden
Stehst du auf und dein Welpe folgt dir, musst du daraus nicht automatisch eine Interaktion machen.
Du kannst dich durch die Wohnung bewegen, etwas erledigen und anschließend wieder zur Ruhe kommen, ohne deinen Welpen jedes Mal anzusprechen oder zu beschäftigen.
So erlebt er nach und nach: Nicht jede Bewegung meines Menschen bedeutet, dass jetzt etwas Spannendes passiert.
Woran erkenne ich, dass mein Welpe Ruhe braucht?
Müdigkeit sieht bei Welpen nicht immer nach Müdigkeit aus. Manche Hunde werden gerade dann besonders aktiv, wenn sie eigentlich eine Pause benötigen.
Mögliche Hinweise können sein:
- zunehmend hektisches Verhalten
- verstärktes Beißen in Hände oder Kleidung
- Beißen in die Leine
- scheinbar zielloses Umherlaufen
- ständiges Wechseln zwischen verschiedenen Dingen
- Schwierigkeiten, sich hinzulegen
- deutlich schlechtere Ansprechbarkeit
- plötzlich stärkere Reaktionen auf Umweltreize
- Fiepen oder Unruhe
- kurzes Hinlegen und sofortiges Wiederaufstehen
Diese Verhaltensweisen können unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb solltest du immer betrachten, was dein Welpe vorher erlebt hat und wie sein gesamter Tag aussah.
Mehr dazu findest du im Beitrag Aufgedreht oder übermüdet? .
Wie viel Schlaf und Ruhe braucht ein Welpe?
Viele Welpen verbringen einen sehr großen Teil des Tages mit Schlafen und Ruhen. Häufig werden ungefähr 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe pro Tag als grobe Orientierung genannt.
Diese Zahl ist kein starres Soll. Alter, Temperament, Entwicklungsstand und Tagesablauf beeinflussen den individuellen Bedarf.
Entscheidend ist, dass dein Welpe ausreichend Möglichkeiten bekommt, ungestört zu schlafen und Erlebtes zu verarbeiten.
Mehr dazu findest du unter Wie viel Schlaf braucht ein Welpe? .
So gibst du deinem Welpen Sicherheit und Ruhe
- gestalte den Tagesablauf überschaubar
- plane ausreichend Schlaf- und Ruhezeiten ein
- reduziere unnötige Reize
- sprich einen aufgeregten Welpen nicht permanent an
- bewege dich selbst ruhig und selbstverständlich
- beende Aktivitäten rechtzeitig
- biete einen vertrauten Ruhebereich an
- vermeide dauernde Animation
- beobachte die Körpersprache deines Welpen
- triff Entscheidungen, wenn dein Welpe überfordert wirkt
Ein sicherer Rückzugsort unterstützt deinen Welpen
Ein fester Ruheplatz kann deinem Welpen dabei helfen, wiederkehrende Abläufe zu verstehen.
Dieser Platz sollte möglichst ruhig liegen, aber gerade bei einem jungen Welpen nicht zwangsläufig weit entfernt von seinen Bezugspersonen sein.
Viele Welpen können leichter entspannen, wenn sie ihren Menschen wahrnehmen können, ohne gleichzeitig mitten im Geschehen zu liegen.
Mehr dazu erfährst du im Beitrag Sicherer Rückzugsort für deinen Hund .
Ruhe begleiten bedeutet nicht, Ruhe zu erzwingen
Ruhe sollte nicht dadurch entstehen, dass ein Welpe körperlich festgehalten, ständig korrigiert oder unter Druck gesetzt wird.
Viel hilfreicher ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Entspannung überhaupt möglich wird.
Dazu gehören weniger Reize, ein überschaubarer Tagesablauf, ausreichender Schlaf und ein Mensch, der nicht ständig neue Erwartungen an seinen Welpen stellt.
Ruhe nach Fichtlmeier – Orientierung statt Dauerbespaßung
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Dabei steht nicht die permanente Beschäftigung des Hundes im Mittelpunkt, sondern eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund.
Dein Welpe soll lernen, sich an dir zu orientieren und deine Körpersprache wahrzunehmen. Gleichzeitig übernimmst du Verantwortung für Situationen, die dein Welpe selbst noch nicht einschätzen kann.
Wenn genug gespielt wurde, darfst du das Spiel beenden. Wenn ein Spaziergang ausreichend Eindrücke geliefert hat, musst du nicht noch eine weitere Runde anhängen. Und wenn dein Welpe müde wird, braucht er nicht automatisch die nächste Beschäftigung.
Führung bedeutet nicht, ständig etwas vom Welpen zu verlangen. Führung bedeutet auch, Ruhe zu ermöglichen und Verantwortung dafür zu übernehmen, wann genug wirklich genug ist.
Warum Beziehung nicht durch Dauerbeschäftigung entsteht
Gemeinsame Aktivitäten können eure Beziehung stärken. Beziehung entsteht aber nicht nur dann, wenn ihr etwas miteinander macht.
Auch ruhige gemeinsame Zeit gehört dazu: zusammen im Garten sitzen, nebeneinander ruhen, einen Spaziergang langsam erleben oder einfach im selben Raum sein, ohne dass dein Welpe etwas leisten muss.
Genau diese unspektakulären Momente können für einen jungen Hund sehr wertvoll sein.
Mehr dazu findest du unter Bindung statt Dressur .
Typische Fehler, wenn der Welpe nicht zur Ruhe kommt
- bei jeder Unruhe sofort neues Spielzeug anbieten
- den Welpen ständig ansprechen
- Aufdrehen automatisch als Bewegungsmangel interpretieren
- noch einen Spaziergang machen, damit der Welpe „müde wird“
- zu viele neue Erfahrungen an einem Tag planen
- Ruhephasen immer wieder unterbrechen
- den schlafenden Welpen unnötig wecken
- ständig zwischen verschiedenen Beschäftigungen wechseln
- vom Welpen erwarten, dass er jederzeit selbst abschalten kann
Ruhe lernen im Alltag in Stuttgart
Gerade ein städtischer Alltag bietet einem Welpen eine große Menge unterschiedlicher Eindrücke.
Straßenverkehr, Bus und Bahn, Fahrräder, Menschen, andere Hunde, Baustellen, Restaurants und unterschiedliche Geräusche können später ganz selbstverständlich zum Leben deines Hundes gehören.
Dein Welpe muss all das jedoch nicht gleichzeitig kennenlernen.
Ein ruhiger Tag zu Hause ist deshalb kein verlorener Trainingstag. Er kann genauso wichtig für die Entwicklung sein wie eine neue Erfahrung außerhalb.
Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass Halter:innen ihren jungen Hund sehr gut beschäftigen möchten und deshalb viele Aktivitäten anbieten.
Gleichzeitig sehen wir immer wieder Welpen, die nicht noch mehr Beschäftigung, sondern einen klareren Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe benötigen.
Häufig verändert sich bereits viel, wenn Aktivitäten reduziert, Ruhephasen besser geschützt und die Reaktionen des Menschen ruhiger und eindeutiger werden.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart schauen wir deshalb nicht nur darauf, was ein Welpe bereits „kann“, sondern vor allem darauf, wie Mensch und Hund miteinander kommunizieren, wie der Welpe sich orientiert und wie viel Belastung er aktuell gut verarbeiten kann.
Mein Welpe kommt gar nicht zur Ruhe – wann zum Tierarzt?
Wenn dein Welpe plötzlich deutlich unruhiger ist als sonst, über längere Zeit kaum schlafen kann oder sein Verhalten sich stark verändert, solltest du auch körperliche Ursachen berücksichtigen.
Eine tierärztliche Untersuchung ist insbesondere sinnvoll, wenn zusätzlich beispielsweise folgende Beschwerden auftreten:
- Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung
- wiederholtes Erbrechen
- anhaltender Durchfall
- auffälliges Kratzen oder Juckreiz
- Schmerzreaktionen
- starke körperliche Schwäche
- ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit
- plötzliche deutliche Verhaltensveränderungen
Checkliste: So hilfst du deinem Welpen, zur Ruhe zu kommen
- ausreichend Schlaf ermöglichen
- Ruhephasen nicht unnötig unterbrechen
- Aktivitäten rechtzeitig beenden
- nicht jede Unruhe mit Beschäftigung beantworten
- Spielzeug gezielt statt dauerhaft anbieten
- einen vertrauten Ruheplatz schaffen
- Reize nach aufregenden Erlebnissen reduzieren
- Besuch und Termine bewusst dosieren
- selbst ruhig und eindeutig handeln
- den Welpen nicht permanent ansprechen
- vertraute Abläufe schaffen
- Körpersprache beobachten
- den gesamten Tagesablauf berücksichtigen
- Ruhe nicht erzwingen
- Orientierung statt Dauerbespaßung fördern
FAQ – häufige Fragen zu Ruhe und Orientierung beim Welpen
Warum kommt mein Welpe nicht zur Ruhe?
Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Manche Welpen sind übermüdet, haben zu viele Eindrücke erlebt, erwarten ständig Beschäftigung oder finden in ihrer Umgebung nur schwer einen ruhigen Platz. Auch körperliche Beschwerden können Unruhe verursachen.
Warum folgt mir mein Welpe überallhin?
Gerade nach dem Einzug orientieren sich viele Welpen stark an ihren Bezugspersonen. Hinterherlaufen kann Nähe, Orientierung, Neugier, Erwartung oder Unsicherheit ausdrücken. Es bedeutet nicht automatisch, dass dein Welpe beschäftigt werden möchte.
Muss ich meinen Welpen ständig beschäftigen?
Nein. Spielen, Erkunden und gemeinsames Lernen gehören zum Welpenalltag, ebenso wichtig sind jedoch Schlaf, Ruhe und Phasen, in denen nichts Besonderes passiert.
Kann zu viel Spielen meinen Welpen überfordern?
Sehr lange oder besonders aufregende Spielphasen können die Erregung eines Welpen erhöhen. Deshalb sind kurze, zum individuellen Hund passende Spielphasen und anschließende Ruhezeiten sinnvoll.
Wie viel Ruhe braucht ein Welpe?
Viele Welpen verbringen ungefähr 18 bis 20 Stunden des Tages mit Schlafen und Ruhen. Diese Zahl ist jedoch nur eine Orientierung. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Alter, Temperament und Tagesablauf ab.
Woran erkenne ich einen übermüdeten Welpen?
Übermüdete Welpen wirken nicht immer schläfrig. Manche werden besonders hektisch, beißen stärker, laufen unruhig herum oder können sich kaum noch konzentrieren. Entscheidend ist immer der Zusammenhang mit den vorherigen Aktivitäten.
Soll ich meinem unruhigen Welpen Spielzeug geben?
Das hängt von der Situation ab. Ruhiges Kauen oder Schlecken kann manchen Hunden helfen, Erregung zu reduzieren. Ist dein Welpe jedoch bereits sehr müde oder stark aufgedreht, kann zusätzliche Beschäftigung auch unnötig aktivieren.
Kann ich meine Ruhe auf meinen Welpen übertragen?
Dein Welpe wird nicht automatisch ruhig, nur weil du ruhig bist. Deine Körpersprache, dein Verhalten und deine Entscheidungen können ihm jedoch Orientierung geben und dazu beitragen, Situationen überschaubarer zu machen.
Soll ich meinen Welpen ignorieren, damit er Ruhe lernt?
Pauschales Ignorieren ist nicht notwendig. Dein Welpe darf Nähe und Unterstützung bekommen. Gleichzeitig musst du nicht auf jede Bewegung, jedes Fiepen oder jede kleine Unruhe mit neuer Beschäftigung reagieren.
Wann sollte ich wegen der Unruhe meines Welpen zum Tierarzt?
Bei plötzlich starker oder anhaltender Unruhe, deutlichen Verhaltensveränderungen oder zusätzlichen Beschwerden wie Schmerzen, Erbrechen, Durchfall, Futterverweigerung oder Schwäche sollte dein Welpe tierärztlich untersucht werden.
Fazit: Dein Welpe braucht keine Daueraction – er braucht Orientierung
Dein Welpe braucht Spiel, Bewegung, Erkundung und gemeinsame Erfahrungen. Aber er braucht nicht rund um die Uhr Beschäftigung.
Mindestens genauso wichtig sind die unspektakulären Momente: zusammen im Raum sein, nichts tun, schlafen, beobachten und erleben, dass nicht jede Minute etwas Neues passiert.
Deine Ruhe spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht als magische Fähigkeit, mit der du deinen Welpen automatisch entspannst, sondern durch das, was daraus entsteht: ruhigere Bewegungen, verständlichere Körpersprache, weniger hektische Reaktionen und klarere Entscheidungen.
Dein Welpe braucht deshalb nicht bei jeder Unruhe das nächste Spielzeug. Manchmal braucht er einen Menschen, der erkennt, dass für heute genug passiert ist.
Genau diese Orientierung kann ihm helfen, Schritt für Schritt einen Alltag kennenzulernen, in dem Aktivität und Ruhe gleichermaßen selbstverständlich sind.
Dein Welpe kommt nur schwer zur Ruhe?
Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, die Körpersprache deines Welpen besser zu verstehen, Aktivität und Ruhe sinnvoll auszubalancieren und deinem jungen Hund durch deine eigene Kommunikation mehr Orientierung im Alltag zu geben.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart stehen für uns verständliche Kommunikation, Körpersprache, Ruhe und freiwillige Orientierung am Menschen im Mittelpunkt.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
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Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.
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