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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

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Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Bindung statt Dressur

  • Isabel Scheu
  • 06.04.2026
  • Welpenerziehung & Training

Bindung statt Dressur – wie dein Welpe dir vertrauen und sich an dir orientieren lernt

Sitz. Platz. Aus. Hier. Bleib. Wenn ein Welpe einzieht, entsteht schnell das Gefühl, dass der kleine Hund möglichst früh möglichst viele Signale lernen muss. Schließlich soll er später zuverlässig durch den Alltag gehen. Doch gerade in den ersten Tagen und Wochen mit einem Welpen geht es um weit mehr als Sitz, Platz und Rückruf.

Dein Welpe muss zunächst verstehen, wer du bist, wie du kommunizierst, ob er sich auf dich verlassen kann und welche Orientierung du ihm in einer für ihn völlig neuen Welt gibst. Gerade in einer abwechslungsreichen Umgebung wie Stuttgart treffen täglich zahlreiche neue Reize auf einen jungen Hund. Umso wichtiger ist ein Mensch, der nicht nur Signale verlangt, sondern Sicherheit und einen verständlichen Rahmen bietet.

Genau darum geht es bei Bindung statt Dressur : nicht um ein Leben ohne Regeln oder Erziehung, sondern um eine Beziehung, in der Kommunikation vor bloßem Funktionieren steht.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie Bindung beim Welpen entsteht, woran du Vertrauen erkennst, welche Rolle Führung und Grenzen spielen und warum Beziehung und Erziehung keine Gegensätze sind.

Warum ist Bindung beim Welpen wichtiger als reine Dressur? Eine stabile Beziehung bildet die Grundlage dafür, dass dein Welpe dir vertraut, sich an dir orientiert und mit dir zusammenarbeitet. Signale wie Sitz, Platz oder Rückruf können sinnvoll aufgebaut werden, ersetzen jedoch keine verständliche Kommunikation. Ein Welpe braucht deshalb nicht nur Training, sondern vor allem Sicherheit, klare Führung, gemeinsame Erfahrungen und einen Menschen, auf den er sich verlassen kann.

Was bedeutet Bindung zwischen Mensch und Welpe?

Bindung beschreibt eine emotionale Beziehung, in der dein Welpe dich zunehmend als verlässliche Bezugsperson wahrnimmt.

Er erlebt, dass du Sicherheit gibst, Situationen einschätzt, verständlich kommunizierst und auch dann verlässlich bleibst, wenn etwas schwierig wird.

Diese Beziehung entsteht nicht innerhalb weniger Tage und auch nicht durch eine bestimmte Übung. Sie wächst durch viele kleine Erfahrungen im gemeinsamen Alltag.

  • gemeinsame Ruhe
  • verlässliche Tagesabläufe
  • verständliche Kommunikation
  • Schutz in schwierigen Situationen
  • gemeinsame Bewegung
  • angemessene Grenzen
  • positive gemeinsame Erfahrungen
  • verlässliche Reaktionen des Menschen

Bindung statt Dressur – was bedeutet das eigentlich?

Mit „Dressur“ ist hier nicht gemeint, dass Signale grundsätzlich falsch wären. Natürlich darf dein Welpe lernen, sich hinzusetzen, zu warten, zu kommen oder später zuverlässig liegen zu bleiben.

Problematisch wird es erst, wenn Erziehung ausschließlich darüber definiert wird, wie viele Kommandos ein Hund ausführen kann.

Beziehungsorientierte Erziehung Reines Funktionieren
Kommunikation verstehen Kommandos ausführen
freiwillige Orientierung fördern Verhalten permanent abrufen
Sicherheit vermitteln Leistung erwarten
Entwicklung berücksichtigen möglichst schnell Ergebnisse verlangen
Grenzen verständlich kommunizieren Verhalten nur korrigieren
Zusammenarbeit entwickeln Gehorsam zum alleinigen Maßstab machen

Warum Bindung die Grundlage für Erziehung ist

Dein Welpe kommt in eine Welt, deren Regeln er nicht kennt. Er kennt weder deine Erwartungen noch deine Gewohnheiten und kann zunächst nicht wissen, welches Verhalten du von ihm erwartest.

Soll er sich später zuverlässig an dir orientieren , muss er dich zunächst kennenlernen.

Er muss erleben: Dieser Mensch ist verständlich. Dieser Mensch bleibt verlässlich. Dieser Mensch hilft mir, wenn ich eine Situation noch nicht bewältigen kann.

Genau daraus entwickelt sich nach und nach Vertrauen.

Sicherheit ist ein wichtiger Baustein für Vertrauen

Ein Welpe muss seine neue Umwelt erst kennenlernen. Menschen, Geräusche, Fahrzeuge, andere Hunde und unbekannte Orte können zunächst verunsichern.

In solchen Situationen braucht er nicht zwangsläufig jemanden, der ihn mit einem Kommando beschäftigt. Viel wichtiger ist häufig, dass sein Mensch die Situation wahrnimmt und angemessen darauf reagiert.

Mehr dazu findest du im Beitrag Sicherheit schenken – warum dein Welpe Nähe und Orientierung braucht .

Wie entsteht Vertrauen beim Welpen?

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass immer alles angenehm ist. Dein Welpe wird im Alltag auch Situationen erleben, die er nicht mag, Grenzen kennenlernen und mit Frustration umgehen müssen.

Entscheidend ist, wie du ihn durch diese Situationen führst.

  • Du reagierst möglichst vorhersehbar.
  • Du nimmst Unsicherheit wahr.
  • Du schützt deinen Welpen vor unnötiger Überforderung.
  • Du setzt Grenzen verständlich.
  • Du bleibst auch bei unerwünschtem Verhalten klar.
  • Du gibst ihm ausreichend Zeit zum Lernen.
  • Du verlangst nicht mehr, als er aktuell bewältigen kann.
  • Du übernimmst Verantwortung für schwierige Situationen.

Woran erkenne ich eine gute Bindung zu meinem Welpen?

Eine gute Bindung zeigt sich nicht daran, dass dein Welpe jede Sekunde an dir klebt.

Sie zeigt sich vielmehr in vielen kleinen Alltagssituationen.

  • Dein Welpe sucht freiwillig Kontakt zu dir.
  • Er orientiert sich immer häufiger an deiner Bewegung.
  • Er sucht bei Unsicherheit deine Nähe oder Information.
  • Er kann in deiner Nähe zunehmend entspannen.
  • Er interessiert sich für gemeinsame Interaktion.
  • Er nimmt deine Körpersprache immer besser wahr.
  • Er kann sich nach Ablenkung wieder dir zuwenden.
  • Er beginnt, deinen Entscheidungen zu folgen.

Kein einzelnes Verhalten beweist eine „gute“ oder „schlechte“ Bindung. Entscheidend ist immer das Gesamtbild und die Entwicklung eures gemeinsamen Alltags.

Bindung bedeutet nicht, dass dein Welpe ständig bei dir sein muss

Gerade in den ersten Wochen folgen viele Welpen ihren Bezugspersonen nahezu überallhin. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich.

Eine stabile Beziehung bedeutet jedoch nicht, dass dein Hund dauerhaft Körperkontakt benötigt oder niemals selbstständig etwas erkunden darf.

Im Gegenteil: Sicherheit kann deinem Welpen dabei helfen, zunehmend selbstständiger zu werden.

Er darf lernen: Ich kann die Welt erkunden – und mein Mensch bleibt trotzdem mein verlässlicher Orientierungspunkt.

Welche Rolle spielt körperliche Nähe?

Viele Welpen suchen Körperkontakt, schlafen gern in der Nähe ihrer Menschen oder kommen in ruhigen Momenten zum Kuscheln.

Solche gemeinsamen Ruhephasen können wertvolle Beziehungsmomente sein.

Dabei sollte Nähe nicht erzwungen werden. Dein Welpe darf selbst entscheiden, ob und wie viel Körperkontakt er gerade möchte.

Mehr über gemeinsame Nähe erfährst du im Beitrag Kuschelzeit mit dem Hund – mehr als nur Nähe .

Bindung braucht auch Führung

Beziehung bedeutet nicht, dass dein Welpe jede Entscheidung selbst treffen muss.

Ein junger Hund kann viele Situationen noch gar nicht einschätzen. Deshalb gehört es zu deiner Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen.

Du entscheidest beispielsweise, ob eine Hundebegegnung sinnvoll ist, wann eine Situation zu schwierig wird, wann Ruhe notwendig ist oder ob dein Welpe gerade Abstand zu einem Reiz braucht.

Gute Führung bedeutet nicht Kontrolle um jeden Preis. Sie bedeutet, Verantwortung dort zu übernehmen, wo dein Welpe sie noch nicht übernehmen kann.

Schaden Grenzen der Bindung?

Nein. Verständliche und angemessene Grenzen gehören zu einem verlässlichen Alltag.

Dein Welpe muss beispielsweise lernen, dass er nicht auf die Straße laufen, nicht alles aufnehmen oder jeden Menschen und jeden Hund ungefragt begrüßen kann.

Entscheidend ist nicht, ob Grenzen existieren, sondern wie sie vermittelt werden.

Eine Grenze darf klar sein, ohne dass dein Welpe eingeschüchtert werden muss.

Bindung nach Fichtlmeier – erst kommunizieren, dann konditionieren

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier.

Ein wichtiger Grundgedanke lautet: erst kommunizieren, dann konditionieren.

Bevor ein Hund möglichst viele Signale ausführt, soll zwischen Mensch und Hund eine verständliche Kommunikation entstehen.

Dazu gehören Körpersprache, Bewegung, Orientierung, Grenzen, Ruhe und die Fähigkeit des Menschen, Situationen für seinen Hund verständlich zu gestalten.

Signale und Konditionierung können später selbstverständlich sinnvoll sein. Sie bauen jedoch auf einer Kommunikation auf, die nicht ausschließlich von Kommandos abhängig ist.

Deine Körpersprache spricht ständig mit deinem Welpen

Hunde nehmen nicht nur Wörter wahr. Sie beobachten Bewegungen, Körperhaltung, Richtung, Geschwindigkeit und Stimmung ihres Menschen.

Deshalb kannst du deinem Welpen auch ohne permanente Ansprache viele Informationen geben.

  • Bewege dich bewusst und ruhig.
  • Sei eindeutig in deiner Richtung.
  • Vermeide hektische, widersprüchliche Signale.
  • Beobachte die Reaktion deines Welpen.
  • Gib ihm Zeit, deine Kommunikation zu verstehen.
  • Nutze Worte bewusst statt dauerhaft.

Bindung zeigt sich auch in freiwilliger Orientierung

Besonders draußen wird sichtbar, ob dein Welpe beginnt, dich in seine Entscheidungen einzubeziehen.

Er schaut kurz zurück, bemerkt deinen Richtungswechsel, kommt freiwillig wieder näher oder sucht bei einer unbekannten Situation deine Information.

Diese kleinen Momente sind wertvoll, weil sie zeigen, dass dein Hund dich nicht nur als Leinenhalter wahrnimmt, sondern als Teil seiner Orientierung.

Wie du diese Fähigkeit gezielt fördern kannst, erfährst du im Ratgeber Orientierung beim Welpen .

Braucht ein Welpe überhaupt Training?

Natürlich darf und soll dein Welpe lernen. Die Frage ist nicht, ob du trainierst, sondern was du unter Training verstehst.

Lernen findet vom ersten Tag an statt: beim gemeinsamen Warten an einer Tür, beim Anleinen, während eines Spaziergangs, beim Füttern, beim Zur-Ruhe-Kommen oder bei einer Begegnung mit einem anderen Hund.

Dein Welpe lernt dabei nicht nur einzelne Signale. Er lernt vor allem, wie ihr miteinander kommuniziert.

Sind Sitz, Platz und andere Signale deshalb unwichtig?

Nein. Gut aufgebaute Signale können den Alltag erheblich erleichtern und zur Sicherheit beitragen.

Ein zuverlässiger Rückruf, ein ruhiges Warten oder ein später gut aufgebautes Bleib können sehr wertvoll sein.

Entscheidend ist jedoch, dass Erziehung nicht ausschließlich aus einer Sammlung konditionierter Signale besteht.

Ein Hund kann zehn Kommandos beherrschen und sich trotzdem kaum an seinem Menschen orientieren.

Deshalb gilt: Signale ergänzen Beziehung und Kommunikation – sie ersetzen sie nicht.

Entsteht Bindung durch Leckerlis?

Futter kann im Training ein hilfreicher Verstärker sein. Es kann Motivation schaffen und erwünschtes Verhalten verständlich markieren.

Eine stabile Beziehung entsteht jedoch nicht allein dadurch, dass dein Welpe für jedes Verhalten Futter bekommt.

Vertrauen entwickelt sich im gesamten Alltag: durch deine Reaktionen, gemeinsame Erfahrungen, Schutz, Kommunikation, Verlässlichkeit und Führung.

Dein Ziel sollte deshalb nicht sein, für deinen Welpen ausschließlich wegen des Futters interessant zu sein.

Warum gemeinsame Ruhe eure Beziehung stärkt

Beziehung entsteht nicht nur beim Spielen, Trainieren oder Spazierengehen.

Gerade ruhige gemeinsame Momente sind für viele Welpen wertvoll. Dein Hund erlebt, dass er in deiner Nähe nichts leisten muss.

Er darf schlafen, beobachten oder einfach nur anwesend sein.

Genau deshalb ist weniger im Welpenalter manchmal deutlich mehr .

7 häufige Fehler beim Bindungsaufbau mit Welpen

  • Zu viel zu schnell erwarten: Dein Welpe braucht Zeit, dich und seine neue Umgebung kennenzulernen.
  • Jede Situation trainieren wollen: Nicht jeder Moment muss zu einer Übung werden.
  • Grenzen vermeiden: Verlässliche Grenzen können Sicherheit und Orientierung geben.
  • Den Welpen ständig beschäftigen: Beziehung entsteht auch in Ruhe und im gemeinsamen Nichtstun.
  • Unsicherheit ignorieren: Dein Welpe braucht Unterstützung, wenn eine Situation noch zu schwierig ist.
  • Nur über Futter kommunizieren: Belohnungen können sinnvoll sein, sollten aber nicht eure einzige Form der Verständigung darstellen.
  • Bindung mit Abhängigkeit verwechseln: Eine sichere Beziehung darf zunehmend auch Selbstständigkeit ermöglichen.

Was dein Welpe für eine stabile Beziehung wirklich braucht

  • ausreichend Schlaf und Ruhe
  • verlässliche Bezugspersonen
  • überschaubare Tagesabläufe
  • verständliche Körpersprache
  • altersgerechte Grenzen
  • gemeinsame positive Erfahrungen
  • Schutz vor unnötiger Überforderung
  • Zeit zum Erkunden
  • altersgerechte Selbstständigkeit
  • gemeinsame Bewegung
  • Ruhe statt Dauerbespaßung
  • einen Menschen, der Verantwortung übernimmt

Bindung und Vertrauen im Welpenalltag in Stuttgart

Gerade in einer Stadt wie Stuttgart erleben junge Hunde schnell sehr unterschiedliche Situationen.

Straßenverkehr, andere Hunde, Menschen, Fahrräder, Bus und Bahn, belebte Wege oder neue Geräusche können einen Welpen stark beschäftigen.

Dabei muss dein Welpe nicht möglichst schnell lernen, all diese Situationen perfekt zu bewältigen.

Viel wichtiger ist, dass er sie schrittweise kennenlernen darf und dabei erlebt: Mein Mensch gibt mir Orientierung.

Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart geht es deshalb nicht darum, möglichst viele Übungen in kurzer Zeit abzuhaken, sondern gemeinsam eine tragfähige Basis für den Alltag aufzubauen.

Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart

In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass viele Hundehalter:innen zu Beginn vor allem wissen möchten, wann ihr Welpe Sitz, Platz, Rückruf oder Leinenführigkeit beherrschen sollte.

Häufig verändert sich der Blick auf den jungen Hund, sobald deutlich wird, dass viele wichtige Lernprozesse viel unscheinbarer stattfinden.

Ein Welpe, der seinen Menschen bei Unsicherheit wahrnimmt, freiwillig Kontakt aufnimmt, dessen Körpersprache zunehmend versteht oder in seiner Nähe entspannen kann, lernt bereits sehr viel.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart stehen für uns deshalb Kommunikation statt Konditionierung, Beziehung statt Bestechung und Führung statt Kontrolle im Mittelpunkt.

Checkliste: So stärkst du Vertrauen und Bindung im Alltag

  • Gib deinem Welpen Zeit zum Ankommen.
  • Sei in deinen Reaktionen möglichst verlässlich.
  • Beobachte seine Körpersprache.
  • Überfordere ihn nicht mit zu vielen Reizen.
  • Schütze gemeinsame Ruhephasen.
  • Nutze klare und verständliche Körpersprache.
  • Übernimm Verantwortung in schwierigen Situationen.
  • Setze Grenzen ruhig und nachvollziehbar.
  • Freue dich über freiwillige Orientierung.
  • Lass deinen Welpen seine Umwelt erkunden.
  • Verwechsle Selbstständigkeit nicht mit schlechter Bindung.
  • Verwende Signale bewusst statt permanent.
  • Nutze Futter als mögliches Hilfsmittel, nicht als einzige Kommunikation.
  • Plane gemeinsame Zeit ohne Trainingsziel ein.
  • Erwarte Entwicklung statt Perfektion.

FAQ – häufige Fragen zu Bindung und Vertrauen beim Welpen

Wie baue ich eine gute Bindung zu meinem Welpen auf?

Bindung entsteht durch viele gemeinsame Erfahrungen. Sei verlässlich, gib deinem Welpen Sicherheit, kommuniziere verständlich, respektiere seine Bedürfnisse und übernimm Verantwortung in Situationen, die er noch nicht selbst bewältigen kann. Vertrauen wächst mit der Zeit und lässt sich nicht erzwingen.

Wie lange dauert es, bis ein Welpe eine Bindung aufbaut?

Dafür gibt es keinen festen Zeitraum. Manche Welpen suchen sehr schnell Nähe, andere benötigen deutlich länger, bis sie Vertrauen zeigen. Auch frühes Anhängen bedeutet nicht automatisch, dass bereits eine vollständig gefestigte Beziehung entstanden ist. Bindung entwickelt sich über gemeinsame Erfahrungen.

Woran erkenne ich, dass mein Welpe mir vertraut?

Vertrauen kann sich beispielsweise darin zeigen, dass dein Welpe freiwillig Kontakt sucht, in deiner Nähe entspannen kann, deine Orientierung bei Unsicherheit nutzt oder sich nach Ablenkungen wieder dir zuwendet. Entscheidend ist immer das Gesamtbild.

Kann ein Welpe ohne Training Vertrauen lernen?

Ja. Vertrauen entsteht nicht durch das Beherrschen bestimmter Kommandos. Allerdings lernt dein Welpe im gemeinsamen Alltag ständig. Auch Ruhe, Grenzen, gemeinsame Bewegung und deine Reaktionen sind Lernprozesse und prägen eure Beziehung.

Ab wann sollte ich mit meinem Welpen trainieren?

Dein Welpe lernt vom ersten Tag an. Kurze, altersgerechte Übungen können früh beginnen. Entscheidend ist, dass ausreichend Ruhe, Sicherheit und gemeinsamer Alltag erhalten bleiben und der Welpe nicht durch ein zu großes Trainingsprogramm überfordert wird.

Schaden Grenzen der Bindung zu meinem Welpen?

Nein. Ruhig und verständlich vermittelte Grenzen können Orientierung geben. Ein Welpe benötigt einen sicheren Rahmen und kann noch nicht jede Entscheidung selbst treffen. Entscheidend ist, Grenzen nicht mit Einschüchterung oder unnötigem Druck zu vermitteln.

Bedeutet eine gute Bindung, dass mein Welpe immer bei mir bleibt?

Nein. Ein sicher gebundener Welpe darf neugierig sein, seine Umwelt erkunden und zunehmend selbstständiger werden. Entscheidend ist nicht permanente Nähe, sondern dass du für deinen Hund ein verlässlicher Bezugspunkt bleibst.

Warum orientiert sich mein Welpe draußen noch nicht an mir?

Draußen konkurrieren zahlreiche Reize um die Aufmerksamkeit deines Welpen. Gerade junge Hunde können ihre Aufmerksamkeit noch nicht zuverlässig aufteilen. Beginne deshalb in einfacheren Situationen und steigere die Ablenkung schrittweise. Fehlende Orientierung bei hoher Ablenkung bedeutet nicht automatisch eine schlechte Bindung.

Entsteht Bindung durch Leckerlis?

Leckerlis können im Training sinnvoll eingesetzt werden und positive Lernerfahrungen unterstützen. Bindung entsteht jedoch wesentlich umfassender: durch Verlässlichkeit, gemeinsame Erfahrungen, Sicherheit, Kommunikation und Vertrauen.

Was ist wichtiger – Bindung oder Gehorsam?

Diese beiden Bereiche müssen kein Gegensatz sein. Eine stabile Beziehung und verständliche Kommunikation bilden eine wichtige Grundlage, auf der zuverlässige Signale aufgebaut werden können. Ziel sollte nicht blinder Gehorsam, sondern eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund sein.

Fazit: Bindung bedeutet Vertrauen, Kommunikation und verlässliche Führung

Dein Welpe muss nicht innerhalb weniger Wochen möglichst viele Kommandos beherrschen.

Viel wichtiger ist, dass er lernt, dich zu verstehen, dir zu vertrauen und dich zunehmend als verlässlichen Orientierungspunkt wahrzunehmen.

Dafür braucht es Nähe und gemeinsame schöne Erfahrungen – aber ebenso Klarheit, Grenzen, Kommunikation und einen Menschen, der Verantwortung übernimmt.

Bindung statt Dressur bedeutet deshalb nicht weniger Erziehung. Es bedeutet eine andere Grundlage für Erziehung.

Dein Welpe soll nicht einfach funktionieren, weil er gelernt hat, auf bestimmte Signale zu reagieren. Er soll verstehen, dass es sich lohnt, dich wahrzunehmen, sich an dir zu orientieren und mit dir gemeinsam durch den Alltag zu gehen.

Genau daraus kann mit der Zeit echte Partnerschaft entstehen: nicht Kontrolle über den Hund, sondern Verständigung zwischen Mensch und Hund.

Du möchtest von Anfang an mehr als Sitz, Platz und Kommandos?

Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, deinen Welpen besser zu verstehen, verständlich mit ihm zu kommunizieren und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die euch durch den gemeinsamen Alltag trägt.

Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart stehen für uns Kommunikation statt Konditionierung, Beziehung statt Bestechung und Führung statt Kontrolle im Mittelpunkt.

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Meine Empfehlung für die Welpenzeit

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Der Ratgeber beschäftigt sich mit den ersten Schritten der Welpenerziehung und legt den Schwerpunkt auf eine verständliche Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung.

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