Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
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Welpe spielt verrückt
- Isabel Scheu
- 04.04.2026
- Welpenalltag & Entwicklung
Welpe bellt, beißt und rennt wie verrückt – ist das normal?
Eben lag dein Welpe noch friedlich auf seiner Decke – und plötzlich schießt er durch die Wohnung, springt aufs Sofa, schnappt nach deinem Hosenbein, bellt und scheint innerhalb weniger Sekunden völlig außer Rand und Band zu sein.
Gerade für frischgebackene Hundehalter:innen können solche Momente ziemlich irritierend sein. Vielleicht fragst du dich sogar, ob du bereits etwas falsch gemacht hast oder ob dein Welpe besonders schwierig ist.
In vielen Fällen gehören solche Phasen jedoch ganz normal zur Entwicklung eines Welpen . Junge Hunde erkunden ihre Umwelt mit dem Maul, erleben kurze Phasen intensiver Aktivität und können ihre Erregung noch nicht so gut regulieren wie ein erwachsener Hund.
Gleichzeitig lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Ist dein Welpe einfach ausgelassen – oder bereits übermüdet? War der Tag vielleicht zu aufregend? Braucht er Bewegung, eine klare Grenze oder eigentlich dringend Schlaf?
In diesem Ratgeber erfährst du, warum Welpen plötzlich durchdrehen, was Zoomies sind, warum Welpen beißen und bellen und wie du erkennst, wann aus normalem Welpenverhalten Überforderung wird.
Ist es normal, wenn mein Welpe bellt, beißt und plötzlich wie verrückt durch die Wohnung rennt? Ja. Viele Welpen zeigen zeitweise sehr lebhafte Phasen mit Rennen, Springen, Bellen oder Schnappen. Dahinter können Spiel, Aufregung, Reizverarbeitung oder Übermüdung stecken. Entscheidend ist deshalb nicht nur das Verhalten selbst, sondern auch, wann es auftritt, was zuvor passiert ist und wie schnell dein Welpe anschließend wieder zur Ruhe findet.
Warum dreht mein Welpe plötzlich völlig durch?
Ein Welpe verfügt noch nicht über die gleiche Selbstregulation wie ein erwachsener Hund. Sein Nervensystem entwickelt sich, gleichzeitig muss er jeden Tag unzählige neue Informationen verarbeiten.
Ein vorbeifahrender Bus, ein fremder Hund, ein neuer Untergrund, Besucher, unbekannte Geräusche oder ein aufregender Spaziergang: Für uns wirken solche Dinge häufig alltäglich. Für einen jungen Hund können sie dagegen intensive Erfahrungen sein.
Gerade in einem abwechslungsreichen Alltag in Stuttgart kann innerhalb kurzer Zeit einiges zusammenkommen.
Deshalb ist es wichtig, nicht nur zu fragen: „Wie bekomme ich dieses Verhalten weg?“ Viel hilfreicher ist zunächst die Frage: „Warum zeigt mein Welpe dieses Verhalten gerade?“
6 mögliche Gründe, warum dein Welpe plötzlich so wild wird
- Normales Spielverhalten: Rennen, Springen, Schnappen und wilde Bewegungen gehören bei jungen Hunden zum Spielrepertoire.
- Hohe Erregung: Nach einem aufregenden Erlebnis kann dein Welpe zunächst noch sehr aktiviert sein.
- Übermüdung: Manche Welpen werden nicht sichtbar ruhiger, wenn sie müde sind – sondern immer wilder.
- Zu viele Reize: Ein ereignisreicher Tag kann dazu führen, dass dein Welpe Schwierigkeiten bekommt, wieder herunterzufahren.
- Frustration: Wenn etwas nicht funktioniert oder dein Welpe etwas nicht bekommt, kann sich Frust beispielsweise durch Bellen, Anspringen oder Schnappen zeigen.
- Bedürfnis nach Bewegung und Interaktion: Natürlich benötigen Welpen neben viel Ruhe auch altersgerechte Bewegung, Spiel und gemeinsame Aktivität.
Zoomies beim Welpen – was bedeutet das?
Plötzlich rast dein Welpe los. Durch das Wohnzimmer, um den Tisch, über den Teppich und wieder zurück. Vielleicht zieht er dabei den Po etwas ein, wechselt blitzschnell die Richtung und wirkt für einige Augenblicke wie ein kleiner Wirbelwind.
Umgangssprachlich werden solche kurzen Aktivitätsphasen häufig als „Zoomies“ bezeichnet.
Bei Hunden wird dafür auch der Begriff Frenetic Random Activity Periods – FRAPs verwendet.
Solche kurzen Phasen können bei Welpen und erwachsenen Hunden vorkommen und sind für sich genommen zunächst kein Grund zur Sorge.
Wann bekommen Welpen besonders häufig Zoomies?
Viele Hundehalter beobachten diese wilden Rennphasen zu bestimmten Zeitpunkten besonders häufig.
- abends
- nach einem Spaziergang
- nach aufregenden Erlebnissen
- nach dem Baden oder Abtrocknen
- nach längeren Ruhephasen
- beim ausgelassenen Spiel
- in Situationen mit hoher Erregung
Der Zeitpunkt allein verrät allerdings noch nicht, ob dein Welpe fröhlich ausgelassen, aufgeregt oder bereits übermüdet ist. Deshalb solltest du immer die gesamte Situation betrachten.
Zoomies oder Übermüdung – woran erkenne ich den Unterschied?
Genau diese Unterscheidung fällt vielen Welpenhalter:innen schwer. Denn ein müder Welpe legt sich nicht zwangsläufig einfach schlafen.
Manche jungen Hunde werden bei Übermüdung zunehmend fahrig, hektisch und körperlich.
| Eher ausgelassene Aktivität | Eher Übermüdung / Überforderung |
|---|---|
| kurze wilde Rennphase | anhaltende Unruhe |
| lockere Körpersprache | zunehmend hektische Körpersprache |
| Spiel wirkt ausgelassen | Schnappen wird immer intensiver |
| Welpe findet anschließend wieder Ruhe | Welpe kann kaum noch abschalten |
| Kontakt ist weiterhin möglich | Welpe wirkt kaum noch ansprechbar |
| tritt kurzzeitig auf | tritt häufig nach vielen Reizen auf |
Mehr dazu erfährst du im ausführlichen Ratgeber Welpe aufgedreht oder übermüdet? So erkennst du den Unterschied .
Warum beißt mein Welpe plötzlich in Hände und Kleidung?
Das Maul ist für einen Welpen ein wichtiges Werkzeug. Junge Hunde erkunden Gegenstände damit, spielen mit ihren Geschwistern über das Maul und nutzen es bei sozialen Interaktionen.
Deshalb bedeutet Schnappen oder Beißen beim Welpen nicht automatisch Aggression.
Besonders bei hoher Erregung oder Müdigkeit kann das Maulverhalten allerdings deutlich intensiver werden. Plötzlich werden Hände, Ärmel, Hosenbeine oder die Leine interessant.
Auch der Zahnwechsel kann das Bedürfnis verstärken, auf geeigneten Gegenständen zu kauen.
Was tun, wenn der Welpe in Hände oder Hosenbeine beißt?
Wildes Wegziehen, hektisches Schimpfen oder ein körperliches Gerangel können die Situation zusätzlich aufregend machen.
Versuche deshalb zunächst, selbst ruhig und eindeutig zu bleiben.
- Beende wildes Spiel, bevor dein Welpe völlig überdreht.
- Vermeide hektische Bewegungen mit Händen und Kleidung.
- Unterbrich die Interaktion ruhig, wenn sie zu grob wird.
- Biete bei echtem Kaubedürfnis einen geeigneten Kauartikel oder ein passendes Spielzeug an.
- Prüfe, ob dein Welpe eigentlich müde ist.
- Reduziere Reize, wenn der Tag bereits sehr aufregend war.
- Plane anschließend ausreichend Ruhe ein.
Muss ein Welpe Beißhemmung erst lernen?
Ja. Ein Welpe muss im Laufe seiner Entwicklung lernen, sein Maul zunehmend kontrolliert einzusetzen.
Erste Erfahrungen sammelt er bereits im Kontakt mit Mutter und Wurfgeschwistern. Nach dem Einzug setzt sich dieser Lernprozess im Zusammenleben mit Menschen und anderen Hunden fort.
Dabei geht es nicht darum, jede Nutzung des Mauls zu verbieten. Dein Welpe soll vielmehr lernen, welche Intensität in welcher Situation angemessen ist und wann eine Interaktion beendet wird.
Warum bellt mein Welpe plötzlich?
Bellen ist zunächst eine Form der Kommunikation und kann sehr unterschiedliche Ursachen haben.
- Aufregung
- Unsicherheit
- Frustration
- Spiel
- Aufmerksamkeit
- Reaktion auf Geräusche oder Bewegungen
- hohe Erregung
Statt ausschließlich das Bellen stoppen zu wollen, lohnt es sich deshalb, die Situation davor zu betrachten.
Was ist unmittelbar vor dem Bellen passiert? Was möchte dein Welpe gerade? Ist er aufgeregt, unsicher, frustriert oder müde?
Die Ursache entscheidet darüber, welche Reaktion sinnvoll ist.
Warum dreht mein Welpe besonders abends durch?
Dieses Phänomen kennen viele Welpenhalter: Tagsüber lief eigentlich alles gut – und am Abend scheint der kleine Hund plötzlich sämtliche guten Manieren vergessen zu haben.
Ein möglicher Grund ist, dass sich über den Tag zahlreiche Eindrücke angesammelt haben. Gleichzeitig ist der Welpe müde und kann sich immer schlechter regulieren.
Dann kann genau das Gegenteil von dem passieren, was wir bei Müdigkeit erwarten: Statt sich hinzulegen, wird der Welpe immer wilder.
Deshalb lohnt sich gerade bei regelmäßigen abendlichen „Ausrastern“ ein Blick auf den gesamten Tagesablauf.
Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?
Viele Welpen verbringen einen sehr großen Teil des Tages mit Schlafen und Ruhen. Häufig werden ungefähr 18 bis 20 Stunden Schlaf und Ruhe innerhalb von 24 Stunden als Orientierung genannt, wobei der individuelle Bedarf variieren kann.
Schlaf ist für einen Welpen keine verlorene Zeit. Er benötigt diese Phasen unter anderem, um neue Erfahrungen zu verarbeiten und sich körperlich zu erholen.
Mehr dazu findest du im Beitrag Warum Welpen so viel Schlaf brauchen .
Kann mein Welpe durch zu viele Erlebnisse überdrehen?
Ja. Gerade gut gemeinte Beschäftigung kann im Welpenalter schnell zu viel werden.
Welpengruppe, Spaziergang, Besuch bei Freunden, Einkaufsstraße, Hundebegegnungen und anschließend noch Spielen: Für einen jungen Hund kann ein solcher Tag eine enorme Menge an Informationen bedeuten.
Dabei geht es nicht darum, deinen Welpen von der Umwelt abzuschirmen. Er soll Erfahrungen sammeln – aber in einem Tempo, in dem er sie auch verarbeiten kann.
Warum dabei weniger häufig mehr ist, erfährst du im Ratgeber Reizüberflutung beim Welpen vermeiden .
Was tun, wenn mein Welpe völlig überdreht?
Wenn dein Welpe bereits stark aufgedreht ist, ist häufig nicht der richtige Zeitpunkt für zusätzliche Beschäftigung oder komplizierte Übungen.
Versuche stattdessen, die Situation einfacher zu machen.
- Bleib selbst ruhig: Hektik bringt zusätzliche Erregung in die Situation.
- Reduziere Reize: Fernseher, Spiel, Besuch oder weitere Aktivitäten können warten.
- Beende wildes Spiel: Gerade wenn dein Welpe immer grober wird.
- Schaffe einen ruhigen Rahmen: Ein vertrauter Ruheplatz kann beim Herunterfahren helfen.
- Beobachte statt ständig einzugreifen: Nicht jede Bewegung muss kommentiert oder korrigiert werden.
- Prüfe den Tagesablauf: Vielleicht war heute schlicht zu viel los.
- Plane Schlaf ein: Manche Welpen benötigen Unterstützung dabei, tatsächlich zur Ruhe zu kommen.
Warum noch mehr Action häufig nicht die Lösung ist
Wenn ein Welpe wild durch die Wohnung rennt, entsteht schnell der Gedanke: „Der ist noch nicht ausgelastet.“
Dann folgt vielleicht noch ein Spiel, eine weitere Runde draußen oder eine zusätzliche Beschäftigungsaufgabe.
Ist dein Welpe jedoch bereits übermüdet oder überreizt, kann genau das die Situation verschärfen.
Deshalb ist die Fähigkeit, Ruhe statt immer mehr Beschäftigung anzubieten , im Welpenalter besonders wertvoll.
Braucht ein wilder Welpe trotzdem Grenzen?
Ja. Verständnis für Welpenverhalten bedeutet nicht, dass alles erlaubt sein muss.
Wenn dein Welpe beispielsweise immer wieder schmerzhaft in deine Hände beißt oder dich im Spiel anspringt, darfst du die Interaktion ruhig und eindeutig beenden.
Entscheidend ist, dass du Verhalten nicht persönlich nimmst und daraus keinen Machtkampf machst.
Eine Grenze darf klar sein, ohne laut, hektisch oder einschüchternd zu werden.
Welpenverhalten verstehen – Kommunikation statt Konditionierung
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier.
Dabei spielt die Kommunikation zwischen Mensch und Hund eine zentrale Rolle. Bevor wir ein Verhalten lediglich unterbrechen oder korrigieren, schauen wir darauf, was der Hund gerade ausdrückt und welche Information er von seinem Menschen benötigt.
Gerade bei Welpen ist das besonders wichtig. Ein junger Hund verfügt noch nicht über die Reife und Selbstregulation eines erwachsenen Hundes.
Erst verstehen, dann angemessen reagieren. Das bedeutet nicht, dass es keine Grenzen gibt – sondern dass Grenzen in eine verständliche Kommunikation eingebettet werden.
Beobachte die Körpersprache deines Welpen
Häufig beginnt Überforderung nicht erst in dem Moment, in dem dein Welpe durch die Wohnung rast.
Wenn du lernst, die feineren Signale vorher wahrzunehmen, kannst du viele Situationen früher erkennen.
- zunehmende Unruhe
- häufiger Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitäten
- intensiveres Schnappen
- hektische Bewegungen
- Schwierigkeiten, sich hinzulegen
- stärkeres Anspringen
- zunehmendes Bellen oder Fiepen
- kaum noch ansprechbares Verhalten
Wie du solche Signale besser lesen kannst, erfährst du im Beitrag Körpersprache beim Welpen verstehen .
Wann ist wildes Welpenverhalten nicht mehr einfach nur normal?
Einzelne wilde Phasen sind bei Welpen zunächst nichts Ungewöhnliches. Trotzdem sollte Verhalten immer im Zusammenhang betrachtet werden.
Genauer hinschauen solltest du beispielsweise, wenn dein Welpe:
- über längere Zeit kaum zur Ruhe kommt,
- extrem wenig schläft,
- sehr häufig und scheinbar dauerhaft hoch erregt ist,
- plötzlich ein völlig anderes Verhalten zeigt,
- bei Berührungen ungewöhnlich empfindlich reagiert,
- Schmerzen vermuten lässt,
- ungewöhnlich apathisch oder erschöpft wirkt,
- zusätzliche körperliche Beschwerden zeigt.
Bei plötzlich auftretenden oder körperlich auffälligen Veränderungen sollte zunächst eine Tierarztpraxis mögliche medizinische Ursachen abklären.
Überdrehte Welpen im Alltag in Stuttgart
Gerade ein städtischer Alltag kann für einen jungen Hund schnell sehr ereignisreich werden.
Straßenverkehr, Fahrräder, andere Hunde, Menschen, Baustellen, Busse und Bahnen oder ein kurzer Besuch in einer belebten Umgebung liefern deinem Welpen zahlreiche neue Eindrücke.
Das bedeutet nicht, dass dein Welpe all diese Dinge meiden sollte. Entscheidend ist die Dosierung.
Ein kurzer, gut begleiteter Ausflug mit anschließender Ruhephase kann für einen jungen Hund wesentlich sinnvoller sein als ein vollgepackter Tag mit möglichst vielen Erfahrungen.
Unsere Erfahrung aus dem Welpentraining in Stuttgart
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass Halter:innen erschrecken, wenn ihr Welpe am Abend plötzlich beißt, durch die Wohnung rast oder scheinbar nicht mehr ansprechbar ist.
Schnell entsteht die Sorge, der junge Hund sei besonders schwierig oder benötige noch mehr Beschäftigung.
Häufig lohnt sich jedoch zunächst ein Blick auf Schlaf, Ruhephasen, die Menge der täglichen Reize und den gesamten Tagesablauf.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart ist uns wichtig, Welpenverhalten nicht vorschnell als Ungehorsam zu bewerten, sondern den jungen Hund in seiner jeweiligen Entwicklungsphase zu verstehen.
Checkliste: Dein Welpe dreht durch – was solltest du prüfen?
- Wie viel hat dein Welpe heute geschlafen?
- Wie viele neue Situationen hat er erlebt?
- Gab es viele Hundebegegnungen?
- War Besuch da?
- War der Spaziergang besonders aufregend?
- Hat dein Welpe gerade wild gespielt?
- Ist er möglicherweise hungrig oder durstig?
- Muss er sich vielleicht lösen?
- Steckt er im Zahnwechsel?
- Kann er an seinem Ruheplatz wirklich ungestört schlafen?
- Wird er gerade immer wieder angesprochen oder beschäftigt?
- Zeigt er Anzeichen von Schmerzen oder Unwohlsein?
Oft wird bereits durch diese Fragen deutlich, was hinter dem Verhalten stecken könnte.
FAQ – häufige Fragen zu wildem Verhalten beim Welpen
Warum rennt mein Welpe plötzlich wie verrückt durch die Wohnung?
Kurze wilde Rennphasen werden häufig als Zoomies bezeichnet. Sie können bei hoher Erregung, beim ausgelassenen Spiel oder in verschiedenen Alltagssituationen auftreten. Solange dein Welpe dabei nicht gefährdet ist und anschließend wieder zur Ruhe findet, sind solche kurzen Aktivitätsphasen meist unproblematisch.
Sind Zoomies beim Welpen normal?
Ja. Viele Welpen und auch erwachsene Hunde zeigen gelegentlich kurze Phasen sehr intensiver Bewegung. Wichtig ist der Gesamtzusammenhang: Sehr häufige wilde Phasen zusammen mit dauerhafter Unruhe können beispielsweise auch darauf hinweisen, dass Ruhe und Reizniveau genauer betrachtet werden sollten.
Warum beißt mein Welpe ständig in Hände und Kleidung?
Welpen nutzen ihr Maul intensiv beim Erkunden und Spielen. Bei hoher Erregung, Übermüdung oder während des Zahnwechsels kann dieses Verhalten stärker werden. Ruhiges Unterbrechen, geeignete Kaualternativen und ausreichend Ruhe können dabei helfen.
Warum wird mein Welpe abends so wild?
Bei manchen Welpen zeigt sich Übermüdung nicht durch ruhiges Hinlegen, sondern durch zunehmende Aktivität. Wenn sich über den Tag viele Eindrücke angesammelt haben, können Rennen, Schnappen, Anspringen und Bellen am Abend deshalb besonders ausgeprägt sein.
Soll ich meinen Welpen bei Zoomies stoppen?
Nicht zwangsläufig. Bei einer kurzen, ungefährlichen Rennphase muss nicht jedes Verhalten unterbrochen werden. Sorge jedoch dafür, dass dein Welpe nicht auf glattem Boden ausrutscht, gegen Möbel rennt oder sich anderweitig verletzt. Wird er zunehmend hektisch und findet keine Ruhe mehr, solltest du die Situation beruhigen.
Muss ich einen überdrehten Welpen mehr auslasten?
Nicht automatisch. Überdrehtes Verhalten kann gerade bei Welpen auch durch Übermüdung oder zu viele Reize entstehen. Zusätzliche Beschäftigung kann die Erregung dann weiter erhöhen. Deshalb sollte zunächst geprüft werden, ob dein Welpe ausreichend Ruhe und Schlaf bekommt.
Ist mein Welpe aggressiv, wenn er mich beißt?
Schnappen und Beißen im Welpenalter bedeuten nicht automatisch Aggression. Maulspiel, Erkundungsverhalten, hohe Erregung und Übermüdung sind häufige Ursachen. Ist das Verhalten jedoch ungewöhnlich intensiv, tritt plötzlich auf oder geht mit deutlichen Drohsignalen, Schmerzen oder starken Verhaltensveränderungen einher, sollte die Situation fachlich beurteilt werden.
Wie bekomme ich meinen überdrehten Welpen zur Ruhe?
Reduziere zunächst Reize und beende aufregende Aktivitäten. Ein ruhiger, vertrauter Platz, wenig Ansprache und ein insgesamt überschaubarer Rahmen können deinem Welpen helfen, wieder herunterzufahren. Langfristig lohnt es sich, Ruhephasen fest in den Tagesablauf zu integrieren.
Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?
Viele Welpen benötigen sehr viel Schlaf und Ruhe. Häufig werden etwa 18 bis 20 Stunden innerhalb von 24 Stunden als Orientierung genannt. Der tatsächliche Bedarf ist jedoch individuell und kann unter anderem von Alter, Aktivität und Temperament abhängen.
Wann sollte ich mir wegen des wilden Verhaltens Sorgen machen?
Eine tierärztliche Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn sich das Verhalten plötzlich deutlich verändert, dein Welpe Schmerzen zeigt, ungewöhnlich berührungsempfindlich ist, kaum noch zur Ruhe kommt oder zusätzliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall oder starke Abgeschlagenheit auftreten.
Fazit: Dein Welpe ist nicht verrückt – er muss Regulation erst lernen
Ein Welpe, der gelegentlich bellt, in deine Hose schnappt oder plötzlich wie ein kleiner Wirbelwind durch die Wohnung rast, ist nicht automatisch schlecht erzogen.
Vieles davon gehört zur normalen Entwicklung eines jungen Hundes.
Gleichzeitig gibt dir dieses Verhalten wichtige Informationen. Vielleicht war der Tag besonders aufregend. Vielleicht braucht dein Welpe gerade eine Grenze. Vielleicht steckt er mitten im Zahnwechsel. Und sehr häufig lohnt sich die Frage: Ist mein Welpe eigentlich einfach müde?
Statt jedes wilde Verhalten sofort unterbinden zu wollen, hilft es deshalb, deinen Welpen genauer zu beobachten und die Ursache zu verstehen.
Ruhe, klare Kommunikation, angemessene Grenzen und ein verlässlicher Mensch helfen deinem Welpen dabei, Schritt für Schritt mit seiner eigenen Erregung umzugehen.
Er muss das noch nicht perfekt können. Schließlich ist Welpenzeit Kinderzeit.
Dein Welpe dreht regelmäßig völlig auf und du bist unsicher, was dahintersteckt?
Im Welpenkurs bei Pfotenliebe Stuttgart lernst du, das Verhalten deines Welpen besser einzuschätzen, seine Körpersprache zu verstehen und ihm mit Ruhe, Klarheit und verständlicher Kommunikation Orientierung im Alltag zu geben.
Als lizenzierte Hundeschule nach Fichtlmeier in Stuttgart begleiten wir euch mit dem Schwerpunkt auf Kommunikation, Beziehung, Orientierung und einem alltagstauglichen gemeinsamen Miteinander.
Meine Empfehlung für die Welpenzeit
Grunderziehung für Welpen
Grunderziehung für Welpen – Die erfolgreiche Fichtlmeier-Methode
Gerade wenn dein Welpe bellt, schnappt, wild spielt oder scheinbar völlig überdreht, hilft es, Welpenverhalten nicht nur korrigieren, sondern zunächst verstehen zu lernen.
Das Buch von Anton Fichtlmeier begleitet dich durch wichtige Grundlagen der Welpenerziehung und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Kommunikation, Orientierung und das gemeinsame Miteinander.
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