Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
Kauen, Beißen und Toben
- Isabel Scheu
- 27.03.2026
- Die ersten Tage mit einem Welpen
Kauen, Beißen, Toben beim Welpen – wie viel ist normal?
Du freust dich auf Kuscheln und Nähe – doch dein Welpe denkt erst mal an Beißen, Zerren, Kauen und wildes Toben. Kleine spitze Zähnchen graben sich in Finger, Füße oder Kleidung. Gerade im Alltag mit einem Welpen in Stuttgart fragen sich viele Halter: Ist das noch normal – oder schon zu viel? Die Antwort: Vieles ist ganz natürlich. Aber es braucht deine liebevolle Begleitung, damit aus Spiel kein Stress wird. In diesem Beitrag erfährst du, warum dein Welpe so viel kaut und beißt, wie du Zahnung und Spielverhalten richtig einordnest – und wie du ihm sanft eine gesunde Beißhemmung beibringst.
Wie viel Kauen und Beißen ist bei einem Welpen normal?
Kauen, Beißen und Toben gehören zur normalen Entwicklung eines Welpen. Besonders während des Zahnwechsels und in aufregenden Situationen nutzen viele Welpen ihr Maul, um ihre Umwelt zu erkunden, Stress abzubauen oder Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, zwischen normalem Entwicklungsverhalten und Überforderung zu unterscheiden.
Warum Welpen so viel kauen – vor allem in den ersten Wochen
Ab etwa der 3. bis 4. Lebenswoche beginnen Welpen, mit ihren Zähnchen zu experimentieren – beim Spiel mit den Geschwistern, beim Fressen und beim Erkunden ihrer Umwelt. Nach dem Umzug in dein Zuhause setzt dann meist die Zahnung richtig ein. Zwischen der 12. und 20. Woche werden die Milchzähne gegen das bleibende Gebiss ausgetauscht. Das juckt, zwickt, drückt – und führt zu einem starken Bedürfnis, auf etwas herumzukauen. Dein Welpe sucht also nicht nur Spiel – er sucht auch Erleichterung.
Was beim Spielen normal ist – und was zu viel wird
Welpen spielen mit dem Maul – das ist ihre wichtigste Interaktionsmethode. Wenn dein Welpe dich „anzwackt“, heißt das nicht, dass er dich dominiert oder ärgert. Er will in Kontakt treten, dich einordnen, vielleicht auch Stress abbauen. Normal sind:
- Kurzes „Anbeißen“ im Spiel.
- Ziehspiele mit Tuch oder Spielzeug.
- Kauen an Gegenständen, wenn die Umgebung zu reizvoll ist.
Hinweis: Einzelne kurze Beißmomente sind meist unproblematisch. Wichtig ist, auf die Intensität, die Situation und den allgemeinen Erregungszustand des Welpen zu achten.
Beißt mein Welpe aus Aggression?
Viele Hundehalter sorgen sich, dass häufiges Beißen ein Zeichen von Aggression sein könnte. Bei jungen Welpen steckt jedoch meist normales Entwicklungsverhalten, Spiel, Aufregung, Zahnwechsel oder Übermüdung dahinter. Echte Aggression ist in diesem Alter deutlich seltener als vermutet.
So unterstützt du deinen Welpen in der Zahnungsphase
- ✓ Kauartikel anbieten: Die Auswahl geeigneter Kauartikel sollte immer an Alter, Größe und Kauverhalten des Welpen angepasst werden.
- ✓ Kaubedarf nicht umlenken auf Hände: Hände sind keine Spielzeuge. Wenn dein Welpe hineinbeißt, beende ruhig das Spiel oder biete ein Spielzeug an.
- ✓ Ruhephasen schaffen: Kauen ist auch Stressabbau. Bekommt dein Welpe keine Pausen, verstärken sich unkontrollierte Beißimpulse.
Du bist unsicher, ob das Verhalten deines Welpen noch normal ist oder ob du bereits gegensteuern solltest?
In unseren Welpenkursen in Stuttgart helfen wir dir dabei, Spielverhalten, Zahnwechsel und Beißhemmung besser zu verstehen.
Beißhemmung entwickeln – liebevoll und konsequent
Beißhemmung bedeutet: Dein Welpe lernt, die Kraft seines Bisses zu dosieren – oder ihn ganz zu unterlassen.
- Kein Schreien, kein Schimpfen: Das erhöht oft den Erregungspegel.
- Kontakt kurz unterbrechen: Viele Welpen profitieren von einer ruhigen Unterbrechung der Interaktion. Anschließend kann eine kurze Pause helfen, die Situation zu verarbeiten.
- Alternative anbieten: Kauspielzeug oder Zerrspiele – aber immer mit deiner Begleitung und klaren Regeln.
Wann sollte professionelle Hilfe sinnvoll sein?
Wenn das Beißverhalten ungewöhnlich intensiv wirkt, sich deutlich verschlechtert oder Unsicherheit im Umgang entsteht, kann die Begleitung durch eine qualifizierte Hundeschule sinnvoll sein.
Unsere Erfahrung aus dem Welpenalltag
In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass viele Halter das normale Beißverhalten ihres Welpen zunächst als Problem wahrnehmen. Häufig stecken jedoch Zahnwechsel, Müdigkeit oder Aufregung dahinter. Die größten Fortschritte sehen wir meist dann, wenn Welpen ausreichend Schlaf, passende Kaualternativen und eine ruhige Begleitung erhalten.
Fazit: Kauen & Beißen sind normal – aber brauchen Orientierung
Dein Welpe ist kein Rabauke – er ist ein kleiner Entdecker im Umbau. Seine Zähne, seine Emotionen, seine Impulse: All das ist neu, wild und oft schwer zu kontrollieren. Du hilfst ihm am meisten, wenn du ihn nicht bewertest – sondern begleitest. Mit Klarheit, Ruhe und liebevoller Konsequenz. So lernt er Schritt für Schritt: Nähe geht auch sanft. Und Spiel muss niemandem wehtun.
Du möchtest deinen Welpen von Anfang an entspannt begleiten und suchst Unterstützung durch eine erfahrene Hundeschule in Stuttgart? Die individuelle Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart begleitet dich Schritt für Schritt – mit Erfahrung, Feingefühl und einem Blick für die wirklich wichtigen Details.
Und für noch mehr Orientierung empfehlen wir dir die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Homepage – mit wertvollen Tipps rund um Vorbereitung, Transport und Eingewöhnung.
Häufige Fragen zu Kauen und Beißen beim Welpen
Warum beißt mein Welpe ständig in Hände und Kleidung?
Welpen erkunden ihre Welt primär mit dem Maul, da ihnen die Hände fehlen. Das Beißen ist ein natürlicher Bestandteil ihres Erkundungs- und Spielverhaltens. Besonders während des Zahnwechsels oder bei hoher Aufregung und Müdigkeit nehmen diese Impulse oft zu, da das Beißen auch eine Art Ventil für den Welpen darstellt.
Ist Beißen beim Welpen Aggression?
In den allermeisten Fällen lautet die Antwort nein. Das Beißen ist bei Welpen in der Regel ein Ausdruck von Neugier, Spieltrieb, Stressabbau während des Zahnwechsels oder schlichtweg Übermüdung. Echte Aggression zeigt sich durch eine ganz andere Körpersprache und ist in diesem frühen Lebensstadium sehr selten.
Wann hört das Beißen auf?
Das Beißen lässt spürbar nach, sobald der Zahnwechsel abgeschlossen ist und dein Welpe gelernt hat, seine Erregung besser zu kontrollieren. Mit einer konsequenten, aber liebevollen Anleitung zur Beißhemmung und genügend Ruhepausen wird dieses Verhalten mit der Zeit immer seltener.
Warum beißt mein Welpe abends besonders viel?
Das ist ein häufiges Phänomen: Am Abend sind Welpen oft „drüber“. Die vielen Reize des Tages und die zunehmende Müdigkeit führen dazu, dass sie nicht mehr zur Ruhe kommen können. Dieses Verhalten ist meist ein klares Zeichen von Übermüdung – der Welpe braucht dann dringend Unterstützung, um in den Schlaf zu finden.
Was hilft beim Zahnwechsel?
Dein Welpe braucht in dieser Zeit Erleichterung für sein juckendes Zahnfleisch. Biete ihm geeignete Kauartikel wie Rinderhaut, weiche Spielzeuge oder auch mal ein gefrorenes Spielzeug an. Achte zudem darauf, dass er trotz des Kau-Drangs genügend Schlaf und Ruhe bekommt, um die stressige Phase des Zahnwechsels gut zu überstehen.
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