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Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

Themen im Blog

Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

Die ersten 72 Stunden mit einem Welpen

  • Isabel Scheu
  • 16.03.2026
  • Die ersten Tage mit einem Welpen

Die ersten 72 Stunden mit deinem Welpen – was jetzt wirklich zählt

Du hast deinen Welpen endlich bei dir. Die ersten gemeinsamen Stunden laufen – und du willst alles richtig machen. Du willst ihm zeigen, wo sein Platz ist, was er darf und was nicht. Vielleicht versuchst du, Kommandos zu üben, willst Grenzen setzen oder mit kleinen Übungen starten. Doch halt – atme tief durch. Denn was dein Welpe in den ersten 72 Stunden wirklich braucht, ist nichts von alledem. Kein Sitz. Kein Aus. Kein „Jetzt musst du aber“. Er braucht nur eins: Ankommen dürfen. Und dich. Gerade im Alltag mit einem Welpen in Stuttgart wird dieser wichtige Schritt oft unterschätzt.

Was braucht ein Welpe in den ersten 72 Stunden?

In den ersten 72 Stunden nach dem Einzug braucht ein Welpe vor allem Ruhe, Sicherheit und Orientierung. Neue Regeln, Training oder viele Aktivitäten sind in dieser Phase meist weniger wichtig als Nähe, verlässliche Abläufe und ausreichend Schlaf. Ziel ist es, dem Welpen Zeit zu geben, in seiner neuen Umgebung anzukommen.

Warum die ersten drei Tage so besonders sind

Die ersten 72 Stunden sind eine sensible Übergangsphase. Dein Welpe kommt aus einer komplett anderen Welt. Alles, was ihm bisher Sicherheit gegeben hat – seine Mutter, seine Geschwister, seine gewohnte Umgebung – ist plötzlich weg. Sein Nervensystem läuft auf Hochtouren. Neue Gerüche, neue Stimmen, neue Geräusche. Für ihn bedeutet das Stress – auch wenn er äußerlich ruhig wirkt. Diese Zeit ist keine für Erziehung, sondern für Orientierung. Du bist ab jetzt sein sicherer Hafen.

Was in diesen 72 Stunden nicht wichtig ist

  • Keine Kommandos: Sitz, Platz, Komm – das hat Zeit. Alles, was du jetzt „trainierst“, verknüpft sich bei einem überforderten Welpen oft negativ.
  • Keine Erwartungen: Dein Welpe muss noch nichts können. Nicht stubenrein sein, nicht durchschlafen, nicht „funktionieren“. Lass ihn erst einmal sein.
  • Kein Besuch: Viele Welpen profitieren davon, wenn Besuche in den ersten Tagen auf ein Minimum reduziert werden. Jetzt braucht dein Welpe Rückzug und deine Nähe – nicht neue Eindrücke.

Was wirklich zählt: Nähe, Ruhe, Verlässlichkeit

Dein Welpe braucht jetzt nur dich – in deiner ruhigsten, weichsten Version. Es geht nicht um Aktivität, sondern um Präsenz. Setz dich zu ihm. Sprich sanft. Gib ihm einen Rückzugsort, an dem du in der Nähe bist. Lass ihn schlafen – viel schlafen. Und wenn er Kontakt sucht, sei da. Nähe entsteht nicht durch Aktion, sondern durch Stillwerden.

Warum Bindung keine Erziehung ist

Viele Menschen denken, Bindung entstehe durch Erziehung. Doch es ist umgekehrt: Gute Erziehung funktioniert nur auf Basis von Bindung. Wenn dein Welpe in den ersten Tagen spürt: „Ich bin sicher. Ich darf hier sein“, wird er sich von selbst auf dich einlassen. Mehr dazu hier: Diese Zeit ist keine für Erziehung.

So gestaltest du diese ersten Tage

  • ✓ Rituale statt Regeln: Füttere ihn zur gleichen Zeit, gehe regelmäßig raus, schaffe ruhige Routinen.
  • ✓ Weniger ist mehr: Kein voller Tagesplan, keine Reize. Ein Raum, eine Decke, deine Nähe – das genügt.
  • ✓ Sei einfach da: Lies ein Buch in seiner Nähe, trinke einen Tee, ohne ständig zu interagieren.
  • ✓ Beobachte statt erziehe: Was braucht dein Welpe? Wo fühlt er sich wohl? So lernst du ihn wirklich kennen.

Du bist unsicher, wie du deinem Welpen den Start erleichtern kannst?
In unserer Kaufberatung und Welpenbegleitung in Stuttgart begleiten wir dich bereits vor dem Einzug und helfen dir dabei, die ersten Tage entspannt zu gestalten.

Wie erkenne ich, ob mein Welpe unsicher ist?

Ist mein Welpe in den ersten Tagen traurig? Viele Welpen wirken nach dem Einzug zunächst ruhig, zurückhaltend oder schlafen besonders viel. Das ist häufig normal und bedeutet nicht automatisch, dass sie unglücklich sind. Die Verarbeitung der vielen neuen Eindrücke benötigt Zeit und Energie.

Wann solltest du genauer hinschauen?

Wenn dein Welpe dauerhaft sehr ängstlich wirkt, kaum frisst, nicht zur Ruhe kommt oder gesundheitliche Auffälligkeiten zeigt, sollte die Situation genauer beobachtet und gegebenenfalls tierärztlich abgeklärt werden.

Ist es normal, dass mein Welpe nach dem Einzug ruhig wirkt?

Viele Welpen wirken nach dem Einzug zunächst zurückhaltend, schlafen viel oder beobachten ihre Umgebung aus sicherer Entfernung. Das ist häufig normal und bedeutet nicht automatisch, dass sie unglücklich oder „traurig“ sind. Die Verarbeitung der vielen neuen Eindrücke benötigt schlichtweg Zeit und Energie.

Unsere Erfahrung aus dem Welpenalltag

In unseren Welpenkursen erleben wir regelmäßig, dass viele Menschen in den ersten Tagen möglichst viel „richtig machen“ möchten. Häufig profitieren Welpen jedoch am meisten von Ruhe, klaren Abläufen und einer verlässlichen Bezugsperson. Die entspanntesten Entwicklungen beobachten wir meist dort, wo Welpen ausreichend Zeit zum Ankommen bekommen.

Fazit: Gib euch Zeit – es ist der Anfang eures Weges

Die ersten 72 Stunden sind wie das Einatmen vor dem ersten Schritt. Du musst nichts leisten, nichts beweisen, nichts beschleunigen. Was jetzt zählt, ist Vertrauen. Wenn du deinem Welpen erlaubst, in deinem Tempo bei dir anzukommen, legst du den Grundstein für eine Beziehung, die trägt – durch alle Herausforderungen hindurch.

Du möchtest deinen Welpen entspannt begleiten und suchst Unterstützung in Stuttgart? In unserer Hundeschule in Stuttgart zeigen wir dir, wie du deinem Welpen Sicherheit, Ruhe und eine stabile Bindung aufbaust – alltagstauglich und individuell. Mehr dazu bei Pfotenliebe Stuttgart.

Und für noch mehr Orientierung empfehlen wir dir die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Homepage – mit wertvollen Tipps rund um Vorbereitung, Transport und Eingewöhnung.

Häufige Fragen zu den ersten 72 Stunden mit einem Welpen

Was braucht ein Welpe in den ersten Tagen am meisten?
Vor allem Ruhe, Sicherheit, Schlaf und verlässliche Bezugspersonen. Die ersten Tage dienen dazu, dass dein Welpe Vertrauen fasst und begreift, dass er in seiner neuen Umgebung sicher ist.

Sollte ich in den ersten Tagen mit meinem Welpen trainieren?
Meist ist es sinnvoller, zunächst Bindung und Orientierung aufzubauen. Trainingseinheiten können einen Welpen, der noch mit der neuen Umgebung überfordert ist, unnötig unter Stress setzen.

Ist es normal, dass mein Welpe viel schläft?
Ja, das ist vollkommen normal. Viele Welpen verarbeiten die Flut an neuen Eindrücken durch ausgiebiges Schlafen und Ruhephasen – das ist ein wichtiger Teil ihrer Entwicklung.

Wann darf Besuch kommen?
Viele Welpen profitieren davon, wenn Besuche in den ersten Tagen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Dein Welpe muss erst eine stabile Bindung zu dir aufbauen, bevor er bereit ist, sich auf viele fremde Menschen einzulassen.

Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt stark vom Temperament deines Welpen ab. Während manche Hunde schon nach wenigen Tagen „angekommen“ wirken, benötigen andere mehrere Wochen, bis sie sich im neuen Alltag vollkommen sicher fühlen.

Was bedeutet es, wenn mein Welpe in den ersten Tagen so ruhig ist?
Viele Welpen wirken nach dem Einzug zunächst sehr zurückhaltend oder schlafen besonders viel. Das ist keine Trauer, sondern ein Zeichen dafür, dass der Welpe die vielen neuen Eindrücke und den Umzug erst einmal in Ruhe verarbeiten muss. Gib ihm diese Zeit.

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