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Futterplan vom Züchter übernehmen

  • Isabel Scheu
  • 02.03.2026
  • Welpe zieht ein

Futterplan vom Züchter übernehmen? Warum Kontinuität beim Welpeneinzug so wichtig ist

Ein Welpe zieht ein – und mit ihm oft der Wunsch, von Anfang an alles besonders gut zu machen. Das Körbchen ist vorbereitet, die Näpfe stehen bereit und natürlich hast du dir auch Gedanken darüber gemacht, welches Futter dein Welpe künftig bekommen soll. Vielleicht möchtest du hochwertiger füttern, von Trockenfutter auf Nassfutter wechseln oder dich langfristig mit BARF beschäftigen.

Doch gerade in den ersten Tagen nach dem Einzug ist nicht die möglichst schnelle Optimierung des Futters entscheidend. Dein Welpe erlebt ohnehin eine enorme Veränderung: Er verlässt seine Mutter und Wurfgeschwister, zieht in eine fremde Umgebung, lernt neue Menschen kennen und muss sich an völlig neue Geräusche, Gerüche und Tagesabläufe gewöhnen.

Deshalb kann es sinnvoll sein, zunächst genau den Futterplan vom Züchter zu übernehmen. Das betrifft nicht nur die Futtersorte, sondern möglichst auch Futtermenge, Anzahl der Mahlzeiten und den bisherigen Rhythmus. So bleibt wenigstens ein wichtiger Teil seines Alltags zunächst vertraut.

Gerade wenn dein Welpe nach Stuttgart zieht und neben seinem neuen Zuhause gleichzeitig Straßenverkehr, Straßenbahnen, Mehrfamilienhäuser und zahlreiche unbekannte Umweltreize kennenlernt, kann diese Kontinuität besonders sinnvoll sein. In diesem Ratgeber erfährst du, warum du beim Welpeneinzug das gewohnte Futter zunächst beibehalten solltest, welche Informationen du vom Züchter brauchst, wann eine Futterumstellung sinnvoll sein kann und woran du erkennst, dass dein Welpe das Futter möglicherweise nicht gut verträgt.

Kurze Antwort: In vielen Fällen ist es sinnvoll, das gewohnte Welpenfutter und den bisherigen Fütterungsrhythmus nach dem Einzug zunächst beizubehalten. Der Umzug ins neue Zuhause bedeutet bereits zahlreiche Veränderungen. Ein zusätzlicher abrupter Futterwechsel kann den Verdauungstrakt zusätzlich fordern und erschwert es, mögliche Beschwerden eindeutig einzuordnen. Möchtest du später das Futter wechseln, sollte die Umstellung passend zum individuellen Welpen und zur bisherigen sowie neuen Fütterungsform erfolgen.

Futterplan vom Züchter übernehmen – das Wichtigste im Überblick

Gewohntes Futter zunächst beibehalten

Geruch, Geschmack und Zusammensetzung des bisherigen Futters sind deinem Welpen bereits bekannt und bringen ein Stück Kontinuität in die ersten Tage.

Fütterungsrhythmus kennen

Frage den Züchter nicht nur nach der Futtersorte, sondern auch nach Tagesmenge, Anzahl der Mahlzeiten und bisherigen Fütterungszeiten.

Nicht alles gleichzeitig verändern

Neues Zuhause, neue Menschen, neues Futter und zahlreiche neue Snacks gleichzeitig machen es schwieriger, die Reaktionen deines Welpen einzuordnen.

Spätere Umstellung ist möglich

Der Futterplan des Züchters ist keine dauerhafte Verpflichtung. Wenn dein Welpe angekommen ist, kann die Ernährung bei Bedarf sinnvoll angepasst werden.

Verdauung beobachten

Kotkonsistenz, Appetit, Erbrechen, Blähungen und Allgemeinbefinden helfen dir einzuschätzen, wie dein Welpe seine Ernährung verträgt.

Wachstum berücksichtigen

Welpen benötigen eine Fütterung, die Energie und Nährstoffe passend für Wachstum, Körperentwicklung und erwartete Endgröße bereitstellt.

Warum du den Futterplan vom Züchter zunächst übernehmen solltest

Stell dir den ersten Tag aus Sicht deines Welpen vor: Noch am Morgen war er möglicherweise mit seinen Geschwistern zusammen. Wenige Stunden später sitzt er im Auto, hört fremde Stimmen und landet schließlich an einem Ort, an dem zunächst nichts so riecht oder klingt wie bisher.

Diese Veränderungen muss ein junger Hund erst verarbeiten. Der Einzug kann deshalb mit Stress verbunden sein – selbst dann, wenn du alles ruhig, freundlich und gut vorbereitet gestaltest.

Genau hier wird das bisherige Futter zu einem kleinen Stück Kontinuität. Geruch, Geschmack und Fütterungsablauf sind deinem Welpen bereits bekannt. Es ist einer der wenigen Bereiche seines bisherigen Tages, die sich nicht zwingend sofort verändern müssen.

Das entspricht auch dem Grundgedanken, in der ersten Zeit Verlässlichkeit, Sicherheit und Kontinuität zu schaffen, anstatt möglichst viele Dinge gleichzeitig verändern und optimieren zu wollen.

Welpenfutter und Verdauung: Warum ein abrupter Futterwechsel problematisch sein kann

Auch der Verdauungstrakt deines Welpen ist an seine bisherige Ernährung gewöhnt. Wird das bekannte Futter von einem Tag auf den anderen vollständig durch ein anderes ersetzt, können manche Hunde empfindlich darauf reagieren.

Gleichzeitig ist der Einzug selbst bereits eine Veränderung, die sich auf Appetit und Verdauung auswirken kann. Wenn nun mehrere Faktoren gleichzeitig wechseln, lässt sich später schwerer erkennen, wodurch eine Auffälligkeit tatsächlich entstanden ist.

Mögliche Auffälligkeiten nach einer zu schnellen Futterumstellung

  • weicher Kot oder Durchfall
  • Blähungen
  • Bauchgeräusche
  • vermehrter Kotabsatz
  • veränderter Appetit
  • Unwohlsein

Gleichzeitig können Magen-Darm-Beschwerden nach einem Welpeneinzug viele unterschiedliche Ursachen haben. Nicht jeder weiche Kot bedeutet automatisch, dass das Futter ungeeignet ist.

Auch Aufregung, Stress, ungewohnte Snacks, Kauartikel, eine veränderte Futtermenge oder gesundheitliche Ursachen können eine Rolle spielen. Gerade deshalb ist es hilfreich, die Fütterung in den ersten Tagen möglichst übersichtlich zu halten.

Diese Informationen zum Futter solltest du vom Züchter bekommen

Die Frage „Welches Futter bekommt mein Welpe?“ reicht für eine möglichst unkomplizierte Fortführung der bisherigen Ernährung nicht ganz aus. Lass dir die wichtigsten Details am besten schriftlich geben oder notiere sie bei der Übergabe.

Das solltest du über die bisherige Welpenfütterung wissen

  • Hersteller und genaue Futtersorte
  • bisherige Fütterungsform
  • aktuelle Tagesmenge
  • Aufteilung der Tagesration auf die einzelnen Mahlzeiten
  • bisherige Fütterungszeiten
  • ob Trockenfutter eingeweicht wird
  • welche Snacks oder Kauartikel der Welpe bereits kennt
  • ob Unverträglichkeiten oder Verdauungsprobleme aufgefallen sind
  • wann der Welpe am Abholtag zuletzt gefüttert wurde

Idealerweise bekommst du ausreichend vom gewohnten Futter mit oder kaufst es bereits vor der Abholung selbst. So musst du nicht am ersten Abend feststellen, dass das bisherige Futter nicht verfügbar ist.

So übernimmst du den Futterplan deines Welpen richtig

In den ersten Tagen geht es nicht darum, jede Minute exakt nach dem bisherigen Züchteralltag zu kopieren. Das wäre in einem neuen Zuhause ohnehin kaum möglich. Dennoch kannst du einige wichtige Eckpunkte zunächst ähnlich gestalten.

Diese Punkte kannst du zunächst beibehalten

  • das bekannte Futter
  • eine vergleichbare Tagesmenge
  • die bisherige Anzahl der Mahlzeiten
  • einen möglichst ähnlichen Fütterungsrhythmus
  • bereits bekannte Snacks und Kauartikel

Die konkrete Futtermenge sollte dabei immer zum verwendeten Futter und zum individuellen Welpen passen. Wachstum, Alter, erwartete Endgröße, Aktivität und körperliche Entwicklung spielen ebenfalls eine Rolle.

Stelle deinem Welpen außerdem jederzeit frisches Wasser zur Verfügung. Die Wasseraufnahme sollte nicht künstlich eingeschränkt werden.

Zu viele neue Snacks direkt nach dem Einzug vermeiden

Nicht nur das Hauptfutter kann sich plötzlich verändern. Gerade in den ersten Tagen möchten viele neue Hundehalter ihren Welpen verwöhnen – und plötzlich kommen Trainingsleckerlis, Kaustangen, Schleckmatten und verschiedene Snacks hinzu.

Für den Verdauungstrakt bedeutet das unter Umständen mehrere neue Futtermittel gleichzeitig. Treten anschließend Durchfall, Blähungen oder andere Auffälligkeiten auf, lässt sich kaum noch nachvollziehen, welcher Bestandteil eine Rolle gespielt haben könnte.

Halte deshalb auch bei zusätzlichen Futtermitteln zunächst Maß. Wenn möglich, kannst du einen Teil der gewohnten Tagesration für erste kleine Übungen verwenden, anstatt sofort zahlreiche neue Leckerlis einzuführen.

Musst du die Futtermenge des Züchters exakt beibehalten?

Der bisherige Futterplan ist eine wichtige Orientierung – aber keine unveränderliche Vorgabe für die nächsten Monate.

Welpen wachsen schnell. Dadurch verändert sich auch ihr Energie- und Nährstoffbedarf. Außerdem unterscheiden sich Futtermittel erheblich in Energiedichte und Zusammensetzung. Eine Grammzahl lässt sich deshalb nicht unabhängig vom konkreten Futter beurteilen.

Übernimm zunächst den bekannten Plan, kontrolliere anschließend aber regelmäßig die körperliche Entwicklung deines Welpen und passe die Ration bei Bedarf fachkundig an.

Einfach immer mehr Futter zu geben, weil der Welpe wächst oder häufig hungrig erscheint, ist nicht automatisch richtig. Gerade während des Wachstums sollte eine angemessene körperliche Entwicklung wichtiger sein als möglichst schnelles Größen- oder Gewichtswachstum.

Wann kannst du das Welpenfutter nach dem Einzug umstellen?

Dafür gibt es keine feste Regel wie „nach sieben Tagen“ oder „erst nach drei Wochen“. Entscheidend ist der individuelle Welpe und nicht ein starrer Kalender.

Wenn dein Welpe im neuen Zuhause angekommen ist, zuverlässig frisst, seine Verdauung stabil ist und kein gesundheitlicher Grund gegen eine Umstellung spricht, kann ein geeigneter Zeitpunkt gekommen sein.

Möchtest du das Futter lediglich aufgrund persönlicher Vorlieben sofort wechseln, besteht normalerweise kein Grund zur Eile. Bei gesundheitlichen Problemen oder wenn das bisherige Futter für deinen Welpen nicht geeignet erscheint, sollte dagegen nicht allein aus Prinzip wochenlang daran festgehalten werden.

Wie stellt man einen Welpen auf ein neues Futter um?

Eine Futterumstellung wird häufig schrittweise durchgeführt. Dabei wird über mehrere Tage zunehmend mehr vom neuen und weniger vom bisherigen Futter gegeben.

Wie schnell diese Umstellung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Welpen, seiner bisherigen Verdauung sowie von der alten und neuen Fütterungsform ab. Ein starres Schema passt deshalb nicht zu jedem Hund.

Darauf solltest du während einer Futterumstellung achten

  • Appetit
  • Kotkonsistenz
  • Häufigkeit des Kotabsatzes
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • Bauchbeschwerden
  • Allgemeinbefinden
  • langfristige körperliche Entwicklung

Zeigt dein Welpe deutliche oder anhaltende Beschwerden, sollte nicht einfach immer weiter mit verschiedenen Futtersorten experimentiert werden.

Trockenfutter, Nassfutter oder BARF für Welpen?

Ob du deinen Hund langfristig mit Trockenfutter, Nassfutter, einer selbst zusammengestellten Ration oder BARF ernähren möchtest, ist eine separate Entscheidung.

Beim Welpen ist besonders wichtig, dass die Ernährung den Bedarf während des Wachstums zuverlässig deckt. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob das Futter trocken, nass oder roh angeboten wird, sondern ob die gesamte Ration bedarfsgerecht zusammengesetzt ist.

Gerade selbst zusammengestellte oder rohe Rationen sollten während des Wachstums nicht nach Gefühl zusammengestellt werden. Energieversorgung, Protein, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen in einem geeigneten Verhältnis zur Entwicklung des Hundes stehen.

Möchtest du von einem kommerziellen Welpenfutter auf eine selbst zusammengestellte Fütterung wechseln, ist deshalb eine fachkundige Rationsberechnung besonders sinnvoll.

Was tun, wenn dein Welpe das Futter vom Züchter nicht verträgt?

Kontinuität ist sinnvoll – aber nicht um jeden Preis. Wenn dein Welpe bereits beim Züchter wiederkehrende Verdauungsprobleme hatte oder nach dem Einzug deutliche Beschwerden zeigt, sollte die Ursache abgeklärt werden.

Wiederkehrender Durchfall, häufiges Erbrechen, deutliche Bauchschmerzen, auffällige Mattigkeit, eine schlechte Gewichtsentwicklung oder andere gesundheitliche Auffälligkeiten gehören nicht einfach zur normalen Eingewöhnung.

Auch bei einem Verdacht auf Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten solltest du nicht wahllos verschiedene Futtersorten ausprobieren. Häufige Wechsel erschweren es zusätzlich, mögliche Zusammenhänge zu erkennen.

Verlässlichkeit statt Futter-Aktionismus

Gerade beim ersten eigenen Welpen entsteht schnell das Gefühl, ständig etwas optimieren zu müssen. Doch dein Welpe braucht nach dem Einzug nicht jeden Tag eine neue Idee.

In den ersten Tagen hilft häufig mehr

  • Ruhe statt ständig neuer Reize
  • bekannte Abläufe statt permanenter Veränderungen
  • Beobachtung statt vorschneller Reaktion
  • Verlässlichkeit statt Aktionismus

Das gilt nicht nur für die Fütterung, sondern für viele Bereiche des Welpeneinzugs. Den bisherigen Futterplan zunächst zu respektieren bedeutet deshalb nicht, dass du keine eigenen Entscheidungen treffen darfst. Es bedeutet lediglich, dass nicht jede Veränderung am ersten Tag stattfinden muss.

Welpenfütterung in Stuttgart: Neue Umgebung und neuer Alltag

Gerade wenn dein Welpe nach Stuttgart zieht, kann sich sein neuer Alltag deutlich von dem beim Züchter unterscheiden. Vielleicht ist er in einer ruhigen ländlichen Umgebung aufgewachsen und lebt nun in einer Wohnung in Stuttgart. Straßenverkehr, Straßenbahnen, Treppenhäuser, Aufzüge, fremde Hunde und zahlreiche neue Geräusche können zusätzlich zu den Veränderungen im Zuhause auf ihn einwirken.

Umso weniger sinnvoll ist es häufig, gleichzeitig sämtliche vertrauten Abläufe zu verändern. Wenn Futter und Fütterungsrhythmus zunächst bekannt bleiben, hast du außerdem einen Faktor weniger, der sich gleichzeitig mit der neuen Umgebung verändert.

In unserer Welpenbegleitung und Hundeschule in Stuttgart empfehlen wir deshalb, den Einzug nicht als Wettlauf zu betrachten. Dein Welpe muss nicht innerhalb weniger Tage ein neues Futter kennenlernen, den ganzen Stadtteil erkunden und bereits einen perfekten Tagesablauf beherrschen.

Ein ruhiger Aufbau gibt dir außerdem die Möglichkeit, Veränderungen besser einzuordnen: Was ist möglicherweise eine Reaktion auf den Einzug? Was hängt mit der Fütterung zusammen? Und was gehört schlicht zur individuellen Entwicklung deines Welpen?

Nach der Fichtlmeier-Methode: Beobachten, verstehen und nicht vorschnell verändern

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Im Mittelpunkt steht dabei, den Hund zunächst wahrzunehmen und sein Verhalten zu verstehen, bevor ständig auf ihn eingewirkt wird.

Dieser Gedanke lässt sich auch auf die ersten Tage mit einem Welpen übertragen. Beobachte deinen Welpen: Wie frisst er? Wann wird er müde? Wie sieht seine Verdauung aus? Wann löst er sich? Wie reagiert er auf Veränderungen?

Je genauer du deinen Hund kennenlernst, desto besser kannst du später einschätzen, welche Veränderungen wirklich sinnvoll sind. Das gilt auch für seine Ernährung.

Beziehung und Orientierung entstehen nicht dadurch, dass vom ersten Tag an alles perfektioniert wird. Sie entstehen durch Verlässlichkeit, klare Abläufe und eine feine Wahrnehmung des Hundes.

In der Welpenberatung erleben wir immer wieder, dass zukünftige Hundehalter bereits vor dem Einzug ein anderes Futter gekauft haben, weil sie das bisherige Futter des Züchters nicht dauerhaft geben möchten. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar. Trotzdem lohnt es sich, zwischen der unmittelbaren Zeit nach dem Einzug und der langfristigen Ernährung zu unterscheiden. Beides muss nicht am selben Tag entschieden und umgesetzt werden.

Diese Fehler solltest du bei der Welpenfütterung nach dem Einzug vermeiden

Das Futter sofort komplett wechseln

Wenn kein gesundheitlicher oder ernährungsmedizinischer Grund für einen sofortigen Wechsel besteht, bringt eine abrupte Umstellung eine weitere Veränderung in eine ohnehin neue Lebenssituation.

Viele neue Snacks gleichzeitig ausprobieren

Neue Leckerlis, Kauartikel und Hauptfutter gleichzeitig machen es schwierig, mögliche Verdauungsreaktionen einem bestimmten Futtermittel zuzuordnen.

Die Futtermenge ungeprüft dauerhaft übernehmen

Der Plan des Züchters ist eine gute Ausgangsbasis, muss aber mit dem Wachstum und der körperlichen Entwicklung deines Welpen weiter überprüft werden.

Jeden weichen Kot sofort dem Futter zuschreiben

Stress, Aufregung, neue Snacks und gesundheitliche Ursachen können ebenfalls eine Rolle spielen. Betrachte deshalb immer den gesamten Welpen und nicht nur seine Futtersorte.

Bei Beschwerden ständig neue Futtersorten testen

Häufige Wechsel können die Verdauung zusätzlich belasten und erschweren die Ursachenfindung. Deutliche oder anhaltende Beschwerden sollten fachlich abgeklärt werden.

Selbst zusammengestellte Rationen nach Gefühl füttern

Gerade während des Wachstums ist eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung besonders wichtig. Selbst zusammengestellte Rationen sollten deshalb fachkundig berechnet werden.

Häufige Fragen zum Futterplan vom Züchter und zur Welpenfütterung

Wie lange sollte man das Futter vom Züchter weiterfüttern?

Eine feste Anzahl von Tagen oder Wochen gibt es nicht. Wenn dein Welpe das bisherige Futter gut verträgt und es seinen Bedürfnissen im Wachstum entspricht, besteht unmittelbar nach dem Einzug meist kein Grund für einen schnellen Wechsel. Möchtest du langfristig ein anderes Welpenfutter geben, kannst du die Futterumstellung planen, sobald dein Welpe im neuen Zuhause etwas angekommen ist und seine Verdauung stabil ist.

Sollte ich das gleiche Welpenfutter wie der Züchter kaufen?

Für die ersten Tage nach dem Welpeneinzug ist es häufig sinnvoll, das gleiche Welpenfutter wie beim Züchter bereitzuhalten. So vermeidest du einen zusätzlichen abrupten Futterwechsel in einer ohnehin neuen Situation. Frage deshalb rechtzeitig nach Hersteller, genauer Futtersorte, Tagesmenge und Fütterungsrhythmus.

Kann ich das Futter meines Welpen direkt nach dem Einzug wechseln?

Wenn dein Welpe das bisherige Futter gut verträgt und kein gesundheitlicher oder ernährungsmedizinischer Grund für einen sofortigen Wechsel besteht, ist eine direkte Futterumstellung meist nicht notwendig. Der Welpeneinzug bringt bereits viele Veränderungen mit sich. Das bekannte Futter kann zunächst ein Stück Kontinuität schaffen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Futterumstellung beim Welpen?

Einen allgemeingültigen Zeitpunkt gibt es nicht. Sinnvoll kann eine Futterumstellung sein, wenn dein Welpe im neuen Zuhause angekommen ist, zuverlässig frisst und seine Verdauung stabil ist. Besteht dagegen ein gesundheitlicher Grund oder ist das bisherige Futter für den Welpen nicht bedarfsgerecht, sollte die weitere Fütterung fachkundig beurteilt werden.

Wie stelle ich einen Welpen auf ein anderes Futter um?

Viele Futterumstellungen erfolgen schrittweise, indem über mehrere Tage zunehmend mehr vom neuen und weniger vom bisherigen Futter gegeben wird. Wie schnell die Umstellung sinnvoll ist, hängt jedoch vom individuellen Welpen, seiner Verdauung sowie von der bisherigen und der neuen Fütterungsform ab. Beobachte währenddessen besonders Appetit, Kotkonsistenz, Blähungen und Allgemeinbefinden.

Wie oft sollte ein Welpe am Tag gefüttert werden?

Wie viele Mahlzeiten ein Welpe benötigt, hängt unter anderem von seinem Alter, seiner Entwicklung und seiner bisherigen Fütterung ab. Direkt nach dem Einzug ist es häufig sinnvoll, zunächst die Anzahl der Mahlzeiten und den Fütterungsrhythmus des Züchters zu übernehmen. Später kann der Rhythmus passend zur Entwicklung des Welpen angepasst werden.

Wie viel Futter braucht ein Welpe am Tag?

Eine allgemeingültige Futtermenge für Welpen gibt es nicht. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Alter, Gewicht, Wachstum, erwarteter Endgröße, Aktivität sowie von der Energiedichte und Zusammensetzung des jeweiligen Futters ab. Die bisherige Futtermenge des Züchters kann zunächst eine Orientierung sein, sollte mit der weiteren Entwicklung aber regelmäßig überprüft werden.

Was tun, wenn mein Welpe nach dem Einzug nicht frisst?

Aufregung und die neue Umgebung können den Appetit eines Welpen vorübergehend beeinflussen. Frisst dein Welpe jedoch gar nicht, wirkt er zusätzlich krank oder treten Erbrechen, Durchfall, Schmerzen oder deutliche Mattigkeit auf, sollte dies gerade bei einem jungen Welpen zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Warum hat mein Welpe nach dem Futterwechsel Durchfall?

Eine Futterumstellung kann die Verdauung beeinflussen, allerdings ist neues Futter nur eine von mehreren möglichen Ursachen für Durchfall beim Welpen. Auch Stress, Aufregung, neue Snacks, Infektionen oder andere gesundheitliche Ursachen kommen infrage. Starker, wiederkehrender oder anhaltender Durchfall sowie Durchfall zusammen mit Erbrechen oder einem beeinträchtigten Allgemeinzustand sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Darf mein Welpe direkt nach dem Einzug neue Leckerlis bekommen?

Gerade in den ersten Tagen ist es sinnvoll, nicht gleichzeitig zahlreiche neue Leckerlis, Kauartikel und andere Futtermittel einzuführen. Je übersichtlicher die Ernährung zunächst bleibt, desto leichter kannst du mögliche Verdauungsreaktionen einordnen. Für erste kleine Übungen kann sich gegebenenfalls auch ein Teil der bereits bekannten Tagesration eignen.

Muss ich den Futterplan des Züchters genau übernehmen?

Nein. Der Futterplan des Züchters ist vor allem eine hilfreiche Ausgangsbasis für die ersten Tage. Futtermenge, Anzahl der Mahlzeiten und später auch die Futtersorte dürfen an Alter, Wachstum und individuellen Bedarf deines Welpen angepasst werden. Kontinuität beim Einzug bedeutet nicht, dass die bisherige Fütterung dauerhaft unverändert bleiben muss.

Was ist für Welpen besser: Trockenfutter, Nassfutter oder BARF?

Entscheidend ist nicht allein, ob ein Welpe Trockenfutter, Nassfutter oder eine rohe beziehungsweise selbst zusammengestellte Ration bekommt. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffversorgung während des Wachstums. Besonders selbst zusammengestellte und rohe Rationen sollten deshalb fachkundig berechnet werden.

Fazit: Den Futterplan vom Züchter zunächst als vertraute Grundlage nutzen

Wenn dein Welpe einzieht, möchtest du verständlicherweise alles richtig machen. Doch richtig bedeutet nicht automatisch, sofort alles zu verändern. Gerade in den ersten Tagen kann der Futterplan des Züchters ein Stück Kontinuität in einer ansonsten vollkommen neuen Lebenssituation schaffen.

Übernimm deshalb zunächst möglichst das bekannte Futter und den bisherigen Fütterungsrhythmus, sofern dein Welpe damit gut zurechtkommt und keine gesundheitlichen oder ernährungsmedizinischen Gründe dagegensprechen.

Gleichzeitig ist der Futterplan des Züchters keine unveränderliche Ernährungsvorgabe für das gesamte Welpenalter. Dein Hund wächst, sein Bedarf verändert sich und möglicherweise möchtest du später bewusst eine andere Fütterungsform wählen. Dann darfst du die Ernährung geplant und mit Blick auf deinen individuellen Hund anpassen.

Besonders beim Welpeneinzug in Stuttgart, bei dem häufig gleichzeitig viele neue Umweltreize hinzukommen, kann ein ruhiger und übersichtlicher Start wertvoll sein. So verbindest du Kontinuität beim Ankommen mit einer langfristig bedarfsgerechten Ernährung und unterstützt gleichzeitig die emotionale Sicherheit deines Welpen.

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