Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Welpe, Junghund oder Senior
- Isabel Scheu
- 01.02.2026
- Welpenkauf & Züchter
Welpe, Junghund oder Senior? – Welche Altersstufe passt wirklich zu deinem Leben?
Welpe, Junghund oder Senior – welche Wahl passt wirklich zu dir? Nicht das Alter allein entscheidet darüber, ob ein Hund zu deinem Leben passt. Entscheidend sind dein Alltag, deine Erfahrung, deine Erwartungen und vor allem die individuelle Persönlichkeit des Hundes.
Du möchtest dein Leben mit einem Hund teilen und hast vielleicht schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie euer gemeinsamer Alltag aussehen könnte. Doch eine wichtige Frage bleibt: Soll ein Welpe bei dir einziehen? Passt ein Junghund besser? Oder wäre vielleicht gerade ein erwachsener oder älterer Hund die richtige Wahl?
Viele Menschen entscheiden zunächst aus dem Bauch heraus. Welpen wirken niedlich und formbar, Junghunde bereits etwas selbstständiger und Senioren häufig ruhig und unkompliziert. Doch genau diese Vorstellungen können täuschen. Denn jede Lebensphase bringt eigene Bedürfnisse und Herausforderungen mit sich – und innerhalb derselben Altersgruppe können Hunde vollkommen unterschiedlich sein.
In unserer Hundeschule in Stuttgart erleben wir immer wieder, wie wichtig es ist, diese Entscheidung nicht ausschließlich vom Alter abhängig zu machen. In diesem Beitrag schauen wir deshalb ausführlich darauf, was Welpen, Junghunde, erwachsene und ältere Hunde tatsächlich brauchen und welche Lebensphase zu deinem Alltag passen könnte.
Kurze Antwort: Ein Welpe passt zu dir, wenn du sehr viel Zeit, Geduld und Flexibilität für Aufbau und Entwicklung mitbringst. Ein Junghund kann passen, wenn du bereit bist, einen Hund durch eine intensive Entwicklungsphase zu begleiten. Ein erwachsener Hund kann interessant sein, wenn du bestimmte Eigenschaften bereits besser einschätzen möchtest. Ein Senior kann wunderbar zu einem ruhigeren Alltag passen – braucht aber nicht automatisch weniger Zeit oder Verantwortung.
Warum das Alter allein nicht entscheidet
Die Frage „Welpe, Junghund oder Senior?“ klingt zunächst einfach. Tatsächlich verbirgt sich dahinter jedoch viel mehr als eine Altersentscheidung.
Zwei Hunde im gleichen Alter können vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse haben. Rasse beziehungsweise genetische Anlagen, bisherige Erfahrungen, Gesundheitszustand, Temperament, Aufzucht und Persönlichkeit beeinflussen den Alltag mindestens genauso stark.
Ein ruhiger zweijähriger Hund kann beispielsweise deutlich besser zu einem entspannten Haushalt passen als ein sehr aktiver siebenjähriger Hund. Ebenso kann ein gut begleiteter Junghund für einen Hundeanfänger einfacher sein als ein Welpe, während ein älterer Hund mit besonderen Bedürfnissen wiederum viel Erfahrung verlangen kann.
Deshalb solltest du nicht zuerst fragen: „Welches Alter möchte ich?“, sondern: „Welche Bedürfnisse kann und möchte ich langfristig erfüllen?“
Der Welpe – gemeinsam ganz von vorne beginnen
Für viele Menschen ist der Welpe die klassische Vorstellung vom ersten eigenen Hund. Man erlebt seine Entwicklung von Anfang an, begleitet erste Lernerfahrungen und wächst gemeinsam in den neuen Alltag hinein.
Genau darin liegt ein besonderer Reiz – gleichzeitig aber auch eine enorme Verantwortung.
Ein Welpe kommt nicht als unbeschriebenes Blatt zu dir. Bereits Genetik, Erfahrungen während der Trächtigkeit, Aufzuchtbedingungen, Mutterhündin, Geschwister und die ersten Lebenswochen haben seine Entwicklung beeinflusst.
Trotzdem liegt nach seinem Einzug sehr viel vor euch. Der kleine Hund muss erst verstehen, wie das gemeinsame Leben mit dir funktioniert.
Was ein Welpe in den ersten Monaten wirklich braucht
Die erste Zeit besteht nicht hauptsächlich aus Sitz, Platz und möglichst vielen Kommandos. Viel wichtiger sind Sicherheit, Vertrauen, Orientierung und ausreichend Ruhe.
Zu den wichtigen Themen der ersten Monate gehören unter anderem
- Stubenreinheit
- Ruhe und Schlaf
- Orientierung am Menschen
- Aufbau von Vertrauen
- Beißverhalten angemessen begleiten
- erste Erfahrungen mit Leine und Halsband
- behutsame Umweltgewöhnung
- Autofahren
- Tierarztbesuche und Körperpflege
- erste kurze Trennungsmomente
- angemessene Hundekontakte
- Frustration aushalten lernen
- Grenzen und Orientierung kennenlernen
Ein häufiger Fehler besteht darin, möglichst viel möglichst früh mit einem Welpen unternehmen zu wollen. Dabei benötigen junge Hunde sehr viel Schlaf und Zeit, um neue Eindrücke zu verarbeiten.
Gerade in einer Stadt wie Stuttgart ist weniger manchmal mehr. Straßenverkehr, Stadtbahn, Menschen, Fahrräder, andere Hunde und zahlreiche Geräusche können einen jungen Hund schnell überfordern, wenn Umweltgewöhnung mit möglichst vielen Erlebnissen verwechselt wird.
Welche Vorteile kann ein Welpe haben?
Wenn deine Lebenssituation ausreichend Zeit und Flexibilität bietet, kann es wunderschön sein, einen Hund von Beginn an zu begleiten.
- Du erlebst seine Entwicklung von Anfang an.
- Gemeinsame Rituale können früh aufgebaut werden.
- Du kannst viele Alltagserfahrungen selbst begleiten.
- Bei einem verantwortungsvollen Züchter ist die bisherige Entwicklung häufig gut nachvollziehbar.
- Du kannst eure Kommunikation von Beginn an gemeinsam entwickeln.
Gleichzeitig solltest du einen Welpen nicht deshalb wählen, weil du glaubst, ihn dadurch vollständig nach deinen Vorstellungen „formen“ zu können.
Jeder Welpe bringt seine eigene Persönlichkeit und genetische Ausstattung mit.
Was beim Welpen häufig unterschätzt wird
Besonders die ersten Wochen können anstrengend sein. Schlafmangel, häufige Gänge nach draußen, angeknabberte Gegenstände und die permanente Verantwortung gehören für viele Welpenhalter zunächst zum Alltag.
Auch das Alleinbleiben funktioniert nicht automatisch. Ein Welpe kann nicht einfach nach wenigen Tagen mehrere Stunden allein bleiben, nur weil der normale Arbeitsalltag wieder beginnt.
Wenn du überlegst, ob ein Hund grundsätzlich in dein Leben passt, solltest du deshalb besonders bei einem Welpen ehrlich prüfen, wie viel Zeit du in den ersten Monaten tatsächlich zur Verfügung hast.
Der Junghund – wenn Entwicklung plötzlich spannend wird
Junghunde werden häufig als einfachere Alternative zum Welpen angesehen. Sie sind möglicherweise bereits stubenrein, körperlich belastbarer und kennen vielleicht schon erste Abläufe.
Doch gerade die Junghundezeit kann eine ausgesprochen intensive Entwicklungsphase sein.
Je nach Hund und Rasse beginnt die Pubertät zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Hormonelle Veränderungen und Reifungsprozesse können dazu führen, dass bereits sicher geglaubte Verhaltensweisen plötzlich weniger zuverlässig erscheinen.
Der Hund nimmt seine Umwelt anders wahr, interessiert sich stärker für Artgenossen oder Gerüche, reagiert möglicherweise sensibler und beginnt, seinen Radius zunehmend zu erweitern.
Das bedeutet nicht, dass er plötzlich „dominant“, „stur“ oder absichtlich ungehorsam geworden ist. Entwicklung verläuft nicht geradlinig.
Warum Junghunde besonders klare Orientierung brauchen
In dieser Phase zeigt sich häufig, wie stabil die bisherige Beziehung und Kommunikation tatsächlich sind.
Ein Junghund braucht deshalb nicht einfach „mehr Auslastung“, sondern vor allem verständliche Orientierung, verlässliche Grenzen und ausreichend Ruhe.
Typische Themen können sein
- zunehmendes Interesse an anderen Hunden
- stärkeres Jagdinteresse
- Unsicherheiten in bestimmten Situationen
- Leinenführigkeit unter stärkerer Ablenkung
- Rückruf trotz interessanter Umweltreize
- Frustration und Impulskontrolle
- Ruhe trotz wachsender Aktivität
- Grenzen akzeptieren
- größer werdender Bewegungsradius
Besonders wichtig ist es, nicht jeden Entwicklungsschritt als Erziehungsproblem zu interpretieren. Manche vermeintlichen „Rückschritte“ gehören zur Reifung dazu.
Für wen kann ein Junghund gut passen?
Ein Junghund kann gut zu dir passen, wenn du keinen sehr jungen Welpen aufnehmen möchtest, gleichzeitig aber Freude daran hast, einen Hund intensiv durch seine weitere Entwicklung zu begleiten.
Besonders bei einem Junghund aus einer Pflegestelle oder einem Tierheim können möglicherweise bereits einige Eigenschaften eingeschätzt werden. Trotzdem solltest du damit rechnen, dass sich Verhalten nach einem Umzug noch verändert.
Ein Junghund ist deshalb keineswegs automatisch die „leichte Mitte“ zwischen Welpe und erwachsenem Hund.
Der erwachsene Hund – eine oft unterschätzte Möglichkeit
Zwischen Junghund und Senior liegt eine Altersgruppe, die bei der Entscheidung erstaunlich häufig übersehen wird: der erwachsene Hund.
Dabei kann gerade ein erwachsener Hund hervorragend zu Menschen passen, die keinen Welpen großziehen und nicht unbedingt die intensive Pubertätsphase begleiten möchten.
Körpergröße, Temperament und Aktivitätsniveau sind bei einem erwachsenen Hund häufig besser erkennbar. Wenn er bereits längere Zeit in einer Familie, einer guten Pflegestelle oder einem Tierheim beobachtet wurde, können möglicherweise auch viele Alltagseigenschaften besser eingeschätzt werden.
Trotzdem bedeutet „erwachsen“ nicht automatisch „fertig erzogen“. Auch ein erwachsener Hund muss sich an dich, deine Kommunikation, neue Regeln und einen neuen Alltag gewöhnen.
Der Senior – ein älterer Hund ist nicht automatisch ein ruhiger Hund
Ab wann ein Hund als Senior gilt, lässt sich nicht pauschal mit einem bestimmten Lebensjahr beantworten. Körpergröße, Rasse, Genetik und Gesundheitszustand beeinflussen den Alterungsprozess erheblich.
Kleine Hunde können häufig deutlich später typische Alterserscheinungen zeigen als sehr große Hunde.
Auch die Vorstellung, ein Senior wolle nur noch schlafen und kurze Spaziergänge machen, stimmt längst nicht für jeden älteren Hund. Viele Senioren sind neugierig, bewegungsfreudig und möchten weiterhin aktiv am Alltag teilnehmen.
Andere benötigen aufgrund körperlicher Einschränkungen tatsächlich mehr Ruhe, kürzere Spaziergänge oder besondere Unterstützung.
Was für einen älteren Hund sprechen kann
Bei einem älteren Hund ist die Persönlichkeit häufig deutlich besser erkennbar als bei einem Welpen.
Je nach Vorgeschichte kannst du möglicherweise bereits einschätzen
- wie aktiv der Hund ist
- wie er auf andere Hunde reagiert
- wie er sich gegenüber Menschen verhält
- ob er Stadtleben kennt
- wie gut er zur Ruhe kommt
- ob er Autofahren kennt
- welche Beschäftigungen ihm Freude machen
Gerade für Menschen, die nicht unbedingt die komplette Welpen- und Junghundeentwicklung erleben möchten, kann ein erwachsener oder älterer Hund deshalb eine wunderbare Alternative sein.
Welche Herausforderungen ein Senior mitbringen kann
Mit zunehmendem Alter können gesundheitliche Themen wichtiger werden. Erkrankungen des Bewegungsapparates, nachlassende Sinnesleistungen oder andere altersbedingte Veränderungen können zusätzliche Betreuung erforderlich machen.
Auch Tierarztkosten können steigen. Medikamente, Diagnostik, Physiotherapie oder angepasste Ernährung können Bestandteil des Alltags werden.
Gleichzeitig sollte man nicht davon ausgehen, dass ein älterer Hund automatisch bereits alles gelernt hat.
Ein Senior aus dem Tierschutz kann beispielsweise bestimmte Alltagssituationen noch nie erlebt haben. Auch ältere Hunde können Neues lernen – möglicherweise braucht es lediglich eine andere Geschwindigkeit und eine individuellere Begleitung.
Ein älterer Hund schuldet dir keine Dankbarkeit
Gerade bei älteren Tierschutzhunden hört man häufig den Satz, sie seien besonders „dankbar“, wenn man ihnen noch ein Zuhause schenkt.
So liebevoll diese Vorstellung gemeint ist, sie kann falsche Erwartungen erzeugen.
Ein Hund muss nicht verstehen, dass du ihm eine „zweite Chance“ gibst. Für ihn verändert sich zunächst sein gesamtes bisheriges Leben. Neue Menschen, neue Gerüche, andere Regeln und eine fremde Umgebung können auch für einen älteren Hund zunächst herausfordernd sein.
Ein Senior braucht deshalb nicht unsere Erwartung an Dankbarkeit, sondern Sicherheit, Verständnis und die Möglichkeit, in seinem eigenen Tempo anzukommen.
Welpe, Junghund, erwachsener Hund oder Senior im Vergleich
| Kriterium | Welpe | Junghund | Erwachsener Hund | Senior |
|---|---|---|---|---|
| Zeitaufwand zu Beginn | Sehr hoch | Hoch | Individuell | Individuell |
| Stubenreinheit | Muss meist aufgebaut werden | Häufig vorhanden | Häufig vorhanden | Häufig vorhanden, gesundheitliche Ausnahmen möglich |
| Persönlichkeit einschätzbar | Nur begrenzt | Zunehmend | Meist deutlich besser | Meist deutlich besser |
| Entwicklungsphase | Sehr intensiv | Pubertät und Reifung | Meist stabiler | Altersbedingte Veränderungen möglich |
| Gesundheit | Entwicklung noch nicht vollständig absehbar | Entwicklung läuft weiter | Aktueller Zustand häufig besser einschätzbar | Altersbedingte Erkrankungen wahrscheinlicher |
| Erziehungsbedarf | Grundlagen vollständig aufbauen | Grundlagen festigen und weiterentwickeln | Abhängig von Vorgeschichte | Abhängig von Vorgeschichte und Gesundheit |
Welches Alter passt zu Berufstätigen?
Wenn du berufstätig bist, solltest du besonders genau hinschauen. Ein Welpe benötigt in den ersten Wochen und Monaten sehr viel Betreuung und kann nicht einfach an einen normalen Acht-Stunden-Arbeitstag angepasst werden.
Aber auch ein erwachsener oder älterer Hund kann nicht automatisch problemlos mehrere Stunden allein bleiben. Alleinbleiben ist keine Frage des Alters, sondern hängt von Erfahrung, Persönlichkeit, Gewöhnung und Sicherheit ab.
Wenn dein Beruf einen großen Teil deines Tages bestimmt, solltest du deshalb nicht nach dem vermeintlich „pflegeleichtesten Alter“ suchen, sondern vorher eine realistische Betreuungslösung entwickeln.
Welches Hundealter passt zum Leben in Stuttgart?
Stuttgart bietet für Hunde sehr unterschiedliche Lebenswelten. Zwischen dichtem Stadtgebiet, Wohnvierteln, Weinbergen, Parks und großen Waldflächen können die Anforderungen erheblich variieren.
Ein Welpe muss städtische Umweltreize zunächst behutsam kennenlernen. Ein Junghund kann in einer reizreichen Umgebung plötzlich deutlich stärker auf andere Hunde, Wildgerüche oder Bewegungsreize reagieren. Ein erwachsener Hund aus einer ländlichen Umgebung muss sich möglicherweise erst an Stadtbahn, Verkehr und enge Begegnungen gewöhnen.
Bei einem Senior wiederum solltest du berücksichtigen, ob beispielsweise viele Treppen zur Wohnung, lange Wege oder steile Strecken langfristig zu bewältigen sind.
Gleichzeitig bieten die Waldebene Ost, der Rotwildpark, die Stuttgarter Weinberge und viele weitere Grünflächen zahlreiche Möglichkeiten, den Alltag passend zum jeweiligen Hund zu gestalten.
Nach der Fichtlmeier-Methode: Erst den Hund sehen, dann das Alter
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Ein wesentlicher Gedanke unserer Arbeit ist, zunächst das Wesen des einzelnen Hundes wahrzunehmen.
Ein Welpe braucht verständliche Kommunikation genauso wie ein Junghund, ein erwachsener Hund oder ein Senior. Was sich verändert, sind Entwicklung, Erfahrungen und individuelle Möglichkeiten.
Kommunikation statt Konditionierung, Beziehung statt Bestechung und Führung statt Kontrolle bedeutet deshalb auch, nicht mit starren Vorstellungen an einen Hund heranzugehen.
Nicht sein Geburtsdatum entscheidet darüber, wie eure Beziehung aussehen wird. Entscheidend ist, ob du bereit bist, den Hund wahrzunehmen, der tatsächlich vor dir steht.
Welches Hundealter passt zu mir? Der ehrliche Selbstcheck
Bevor du dich entscheidest, solltest du weniger darüber nachdenken, welches Alter dich emotional am meisten anspricht – und stärker darauf schauen, was du tatsächlich leisten kannst und möchtest.
Frag dich ehrlich
- Wie viel Zeit habe ich in den ersten Wochen nach dem Einzug?
- Wie flexibel ist mein Arbeitsalltag?
- Möchte ich Stubenreinheit und alle Grundlagen selbst aufbauen?
- Bin ich bereit für die Entwicklungsphase eines Junghundes?
- Muss mein zukünftiger Hund bestimmte Alltagssituationen bereits kennen?
- Wie aktiv bin ich tatsächlich – nicht nur am Wochenende?
- Wie viel Hundeerfahrung bringe ich mit?
- Kann ich mit gesundheitlichen Einschränkungen eines älteren Hundes umgehen?
- Kann ich höhere Tierarztkosten finanziell tragen?
- Wie sieht meine Wohnsituation aus?
- Gibt es viele Treppen oder keinen Aufzug?
- Wie viel Ruhe kann ich einem Hund zuhause ermöglichen?
- Bin ich offen für einen Hund, der anders ist als ursprünglich vorgestellt?
FAQ – häufige Fragen zu Welpe, Junghund und Senior
Ist ein Welpe für Hundeanfänger am besten geeignet?
Nicht automatisch. Ein Welpe bedeutet besonders viel Verantwortung und benötigt intensive Begleitung. Ein gut eingeschätzter erwachsener Hund kann für einen Anfänger unter Umständen sogar besser passen.
Ist ein Junghund einfacher als ein Welpe?
Nicht unbedingt. Zwar können bestimmte Grundlagen bereits vorhanden sein, gleichzeitig befinden sich Junghunde in einer intensiven Entwicklungs- und Reifungsphase. Pubertät, zunehmende Selbstständigkeit und neue Interessen können den Alltag anspruchsvoll machen.
Kann ein Senior noch neue Dinge lernen?
Ja. Auch ältere Hunde können lernen. Geschwindigkeit und körperliche Möglichkeiten müssen lediglich individuell berücksichtigt werden.
Ist ein Senior automatisch ruhig?
Nein. Alter allein bestimmt weder Temperament noch Aktivitätsniveau. Es gibt sehr aktive ältere Hunde ebenso wie ausgesprochen ruhige junge Hunde.
Kann ein erwachsener Hund noch eine enge Bindung zu mir aufbauen?
Ja. Eine enge Beziehung ist nicht davon abhängig, dass ein Hund bereits als Welpe bei dir eingezogen ist. Vertrauen und Bindung entstehen durch gemeinsame Erfahrungen, verlässliche Kommunikation und Sicherheit.
Fazit: Nicht das Alter muss zu deinem Wunsch passen – der Hund muss zu deinem Leben passen
Welpe, Junghund, erwachsener Hund oder Senior – jede Lebensphase kann etwas Besonderes mitbringen. Keine davon ist grundsätzlich besser, einfacher oder schwieriger.
Ein Welpe bietet dir die Möglichkeit, einen Hund von Anfang an zu begleiten, verlangt aber sehr viel Zeit und Flexibilität. Ein Junghund befindet sich mitten in einer spannenden Entwicklungsphase und braucht verlässliche Orientierung. Bei einem erwachsenen Hund lassen sich viele Eigenschaften möglicherweise bereits besser einschätzen. Und ein Senior kann ein wunderbarer Begleiter sein, ohne deshalb automatisch anspruchslos oder ruhig zu sein.
Deshalb solltest du dich nicht von der Vorstellung leiten lassen, dass ein Welpe formbarer, ein Junghund unkomplizierter oder ein Senior automatisch pflegeleichter sei.
Die wichtigste Frage lautet vielmehr: Welcher konkrete Hund passt mit seinem Wesen, seinen Bedürfnissen und seiner Lebensphase wirklich zu meinem Alltag?
Wenn du darauf eine ehrliche Antwort findest, bist du der richtigen Entscheidung bereits sehr viel näher.
Noch unsicher, welcher Hund wirklich zu dir passt?
Du möchtest einen Hund aufnehmen, bist dir aber noch unsicher, ob ein Welpe, Junghund, erwachsener Hund oder Senior zu deinem Leben passt?
Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir gemeinsam auf deinen Alltag, deine Erfahrung, deine Erwartungen und deine Möglichkeiten. Unsere Kaufberatung unterstützt dich dabei, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur heute gut klingt, sondern langfristig zu dir und deinem zukünftigen Hund passt.
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Wenn du dich für einen Welpen entscheidest und ihn von Anfang an auf Basis von Vertrauen, Orientierung und klarer Kommunikation begleiten möchtest, ist dieses Buch von Anton Fichtlmeier eine passende Ergänzung für die erste gemeinsame Zeit.
Der Ratgeber beschäftigt sich mit wichtigen Grundlagen der Welpenerziehung und zeigt, wie eine verständliche Kommunikation und eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung aufgebaut werden können.
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