Pfotenliebe Blog

Hundetraining Tipps & Wissen aus Stuttgart

In meinem Blog teile ich Wissen rund um Hundetraining, Alltag mit Hund, Welpen, Gesundheit, Verhalten und ein entspanntes Zusammenleben zwischen Mensch und Hund.

Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung

In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.

Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit

Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.

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Diese Fragen sollest du stellen, vor Anschaffung Hund

  • Isabel Scheu
  • 28.01.2026
  • Welpenkauf & Züchter

Diese Fragen solltest du dir stellen, bevor du einen Hund anschaffst

Du überlegst, einen Hund bei dir aufzunehmen? Bevor du dich für einen Welpen, einen erwachsenen Hund oder einen Hund aus dem Tierschutz entscheidest, solltest du deinen Alltag, deine Zeit, deine finanziellen Möglichkeiten und deine Lebensplanung ehrlich hinterfragen.

Ein Hund kann das eigene Leben unglaublich bereichern. Er begleitet dich durch deinen Alltag, wartet morgens auf den ersten Spaziergang, ist bei gemeinsamen Ausflügen dabei und wird für viele Menschen zu einem festen Familienmitglied. Gerade deshalb ist die Entscheidung für einen Hund wesentlich größer als die Frage, welche Rasse dir gefällt oder welcher Welpe auf einem Foto besonders niedlich aussieht.

Mit einem Hund übernimmst du Verantwortung für ein Lebewesen – möglicherweise für die nächsten 10, 12, 15 Jahre oder sogar länger. Dein zukünftiger Hund wird nicht nur dann bei dir sein, wenn du Zeit, Urlaub und gute Laune hast. Er braucht dich ebenso an stressigen Arbeitstagen, bei schlechtem Wetter, während schwieriger Lebensphasen und möglicherweise irgendwann dann, wenn er alt oder krank wird.

In unserer Hundeschule in Stuttgart erleben wir immer wieder, wie wertvoll es ist, sich vor der Anschaffung ausführlich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Nicht, um dir den Wunsch nach einem Hund auszureden – sondern damit du eine Entscheidung treffen kannst, die langfristig zu dir und vor allem zu deinem zukünftigen Hund passt.

Kurze Antwort: Bevor ein Hund einzieht, solltest du nicht nur überlegen, ob du einen Hund möchtest. Frage dich, ob du Zeit, Geld, Geduld, Flexibilität und die Bereitschaft hast, deinen Alltag über viele Jahre an ein anderes Lebewesen anzupassen. Besonders wichtig ist dabei, nicht mit deinem idealen Alltag zu rechnen, sondern mit deinem tatsächlichen Leben.

Habe ich wirklich genügend Zeit für einen Hund?

Zeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Leben mit Hund – und gleichzeitig einer der Punkte, die vor der Anschaffung häufig unterschätzt werden.

Ein Hund braucht nicht den gesamten Tag deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ruhe und Schlaf gehören genauso zu einem gesunden Hundealltag wie Bewegung und gemeinsame Aktivitäten. Trotzdem muss dein Hund täglich zuverlässig versorgt werden.

Zu deinem zukünftigen Alltag gehören unter anderem

  • mehrere Möglichkeiten am Tag, sich zu lösen
  • Spaziergänge und gemeinsame Umweltkontakte
  • Fütterung und Pflege
  • Erziehung und Alltagstraining
  • Ruhe und gemeinsames Zusammensein
  • Tierarzt- und Pflegetermine
  • individuell passende Beschäftigung
  • ungeplante Situationen und zusätzliche Betreuung

Und diese Verantwortung besteht jeden Tag. Auch sonntags. Auch bei Regen. Auch wenn du krank bist, schlecht geschlafen hast oder eigentlich einen anderen Plan hattest.

Deshalb solltest du dir nicht nur die Frage stellen: „Habe ich momentan Zeit für einen Hund?“ Viel wichtiger ist: „Bin ich bereit, meinem Hund dauerhaft einen festen Platz in meinem Alltag einzuräumen?“

Wie sieht mein tatsächlicher Tagesablauf aus?

Nimm einmal einen ganz normalen Dienstag – keinen Urlaubstag und kein entspanntes Wochenende. Wann stehst du auf? Wann verlässt du das Haus? Wie lange arbeitest du? Wie lang ist dein Arbeitsweg? Wann kommst du nach Hause? Was machst du danach?

Gerade in Stuttgart kann beispielsweise ein längerer Arbeitsweg dafür sorgen, dass aus acht Stunden Arbeit schnell neun oder zehn Stunden Abwesenheit werden.

Wenn dein Tagesablauf bereits jetzt sehr eng getaktet ist, solltest du überlegen, wo die Zeit für deinen Hund tatsächlich herkommen soll. Denn ein Hund lässt sich nicht dauerhaft in die wenigen freien Minuten zwischen Arbeit, Sport, Einkaufen und Abendprogramm schieben.

Schreib für einige Tage ehrlich auf

  • Wann verlasse ich morgens das Haus?
  • Wie lange bin ich tatsächlich außer Haus?
  • Wie häufig arbeite ich länger?
  • Wie viel Freizeit habe ich unter der Woche?
  • Wie oft bin ich abends unterwegs?
  • Wie sehen meine Wochenenden aus?
  • Welche Aktivitäten müsste ich mit Hund verändern?

Passt ein Hund zu meinem Berufsleben?

Berufstätigkeit und Hundehaltung schließen sich nicht aus. Entscheidend ist jedoch, wie deine Arbeit organisiert ist.

Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, ein hundefreundlicher Arbeitsplatz oder eine verlässliche Betreuung können vieles erleichtern. Problematisch wird es dagegen, wenn dein Hund regelmäßig lange allein bleiben müsste und keine Alternative vorhanden ist.

Klär vor der Anschaffung

  • Wie lange wäre mein Hund tatsächlich allein?
  • Kann ich im Homeoffice arbeiten?
  • Darf mein Hund mit ins Büro?
  • Wer übernimmt ihn während langer Arbeitstage?
  • Was passiert bei Überstunden?
  • Was mache ich bei Dienstreisen?
  • Habe ich eine zuverlässige Ersatzbetreuung?

Mehr dazu findest du in unserem ausführlichen Beitrag „Berufstätig mit Hund in Stuttgart – geht das überhaupt?“.

Was passiert mit meinem Hund, wenn ich nicht da bin?

Kein Hundehalter kann 24 Stunden am Tag bei seinem Hund sein. Deshalb gehört zu einer realistischen Planung auch die Frage, wie dein Hund betreut wird, wenn du nicht verfügbar bist.

Alleinbleiben ist keine Fähigkeit, die jeder Hund automatisch mitbringt. Sie muss individuell und schrittweise aufgebaut werden. Manche Hunde kommen später gut mit einer gewissen Zeit ohne ihre Bezugsperson zurecht, andere haben damit größere Schwierigkeiten.

Deshalb solltest du bereits vor der Anschaffung einen Plan haben, der nicht davon abhängt, dass dein zukünftiger Hund problemlos mehrere Stunden allein bleibt.

Passt ein Hund wirklich zu meinem Lebensstil?

Nicht nur deine Arbeitszeit entscheidet darüber, welcher Hund zu dir passt. Auch deine Freizeit spielt eine große Rolle.

Bist du gerne draußen? Verbringst du deine Wochenenden beim Wandern? Oder liebst du spontane Städtereisen, lange Restaurantabende und Flugreisen? Bist du häufig bei Freunden, auf Veranstaltungen oder beruflich unterwegs?

Keine dieser Lebensweisen ist grundsätzlich falsch. Aber sie beeinflusst, ob und welcher Hund zu deinem Leben passt.

Ein Hund verändert Spontaneität. Aus „Wir fahren morgen übers Wochenende weg“ wird möglicherweise zuerst die Frage: Kann der Hund mit? Ist die Unterkunft hundefreundlich? Wer betreut ihn sonst?

Wie wichtig sind Reisen und spontane Unternehmungen für mich?

Wenn du häufig reist, solltest du diesen Punkt besonders ernst nehmen. Manche Hunde begleiten ihre Menschen entspannt auf Reisen. Andere fühlen sich in einer vertrauten Betreuung wesentlich wohler.

Auch die Art deiner Reisen spielt eine Rolle. Ein Wochenende mit dem Auto in den Schwarzwald ist etwas anderes als regelmäßige Flugreisen oder mehrwöchige Fernreisen.

Überlege deshalb

  • Wie häufig verreise ich?
  • Kann und möchte ich meinen Hund mitnehmen?
  • Wer betreut ihn, wenn das nicht möglich ist?
  • Kann ich Betreuung und Hundepension finanziell einplanen?
  • Bin ich bereit, Reiseziele aufgrund meines Hundes zu verändern?

Kann ich mir einen Hund dauerhaft leisten?

Der Kaufpreis oder die Schutzgebühr ist nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kosten eines Hundelebens.

Schon im normalen Alltag entstehen regelmäßig Ausgaben. Hinzu kommen Kosten, die nicht planbar sind.

Regelmäßige und mögliche Kosten sind beispielsweise

  • hochwertiges Futter
  • Hundesteuer
  • Hundehaftpflicht
  • Tierarztkosten
  • Impfungen und Vorsorge
  • Medikamente
  • Hundeschule und Training
  • Leinen, Geschirre, Halsbänder und Schlafplätze
  • Pflege
  • Hundesitter oder Tagesbetreuung
  • Hundepension während des Urlaubs
  • eventuell eine Kranken- oder OP-Versicherung

Besonders wichtig ist ein finanzieller Puffer. Eine Operation, Diagnostik oder chronische Erkrankung kann erhebliche Kosten verursachen.

Frage dich deshalb nicht nur: „Kann ich den Hund kaufen?“, sondern: „Kann ich diesen Hund auch versorgen, wenn es teuer wird?“

Ist meine Wohnsituation wirklich für einen Hund geeignet?

Ein Haus mit Garten ist keine Voraussetzung für ein gutes Hundeleben. Ebenso bedeutet eine Wohnung in Stuttgart nicht automatisch, dass Hundehaltung schwierig sein muss.

Viel entscheidender ist, ob die gesamte Wohnsituation zum individuellen Hund passt.

Relevant sind unter anderem

  • Ist Hundehaltung in meiner Wohnung möglich?
  • Wie viele Treppen gibt es?
  • Gibt es einen Aufzug?
  • Wie hellhörig ist das Haus?
  • Wie belebt ist die direkte Umgebung?
  • Gibt es geeignete Möglichkeiten für Spaziergänge?
  • Kann mein Hund zu Hause einen ruhigen Rückzugsort bekommen?

Gerade in Stuttgart können Innenstadtlage, Straßenverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, viele Menschen und enge Wohnsituationen für manche Hunde anspruchsvoll sein. Andere Hunde kommen damit hervorragend zurecht.

Wollen wirklich alle Menschen im Haushalt einen Hund?

Ein Hund sollte keine Überraschung und kein Geschenk sein. Wenn mehrere Menschen zusammenleben, betrifft die Entscheidung den gesamten Haushalt.

Das gilt für Partner genauso wie für Familien mit Kindern oder Wohngemeinschaften.

Klärt vorher gemeinsam

  • Wer übernimmt morgens den Hund?
  • Wer geht abends spazieren?
  • Wer übernimmt Tierarzttermine?
  • Wer trainiert mit dem Hund?
  • Wer betreut ihn bei Krankheit?
  • Wie werden Kosten verteilt?
  • Welche Regeln gelten im gemeinsamen Zuhause?

Besonders wichtig: Auch wenn Kinder sich einen Hund wünschen, liegt die Verantwortung letztlich immer bei den Erwachsenen.

Bin ich bereit, mich wirklich mit meinem Hund auseinanderzusetzen?

Kein Hund kommt fertig erzogen in dein Zuhause. Selbst ein erwachsener Hund muss sich zunächst in deinen Alltag einfinden und lernen, was du von ihm erwartest.

Gerade bei einem Welpen gehören Stubenreinheit, Ruhe, Leinenführung, Rückruf, Umweltgewöhnung und viele kleine Alltagssituationen zur gemeinsamen Entwicklung.

Dabei wird nicht immer alles linear funktionieren. Hunde entwickeln sich, durchlaufen unterschiedliche Phasen und reagieren auf Veränderungen.

Du brauchst deshalb nicht nur Zeit, sondern auch Geduld, Beobachtungsgabe und die Bereitschaft, dein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

Nach der Fichtlmeier-Methode: Beziehung beginnt mit Verstehen

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir als lizenzierte Hundeschule nach der Methode von Anton Fichtlmeier. Für uns beginnt Hundeerziehung deshalb nicht mit einer möglichst langen Liste von Kommandos.

Entscheidend ist zunächst, den Hund als individuelles Wesen wahrzunehmen, seine Körpersprache zu verstehen und eine vertrauensvolle Kommunikation aufzubauen.

Das bedeutet auch: Ein Hund muss nicht einfach in einen bestehenden Alltag „hineinpassen“. Mensch und Hund entwickeln gemeinsam Strukturen, Orientierung und Regeln.

Kommunikation statt Konditionierung, Beziehung statt Bestechung und Führung statt Kontrolle bedeutet dabei auch, Verantwortung für die Bedürfnisse des Hundes zu übernehmen.

Woher soll mein zukünftiger Hund kommen?

Wenn du dich grundsätzlich für einen Hund entschieden hast, folgt eine weitere wichtige Frage: Woher soll dein Hund kommen?

Ein verantwortungsvoller Züchter, ein Tierheim oder eine seriöse Tierschutzorganisation können unterschiedliche Wege zum eigenen Hund sein. Keine Entscheidung sollte ausschließlich danach getroffen werden, welcher Hund gerade verfügbar ist oder welches Foto dich emotional besonders anspricht.

Wenn du dich für einen Welpen vom Züchter interessierst, solltest du dir ausreichend Zeit für die Auswahl nehmen. Unser Beitrag „Was macht einen guten Züchter wirklich aus?“ zeigt dir ausführlich, worauf du dabei achten solltest.

Wenn du zwischen Tierschutz und Züchter schwankst, findest du weitere Entscheidungshilfen in unserem Beitrag „Tierschutz oder Züchter?“.

Welcher Hund passt tatsächlich zu meinem Leben?

Vielleicht hast du bereits eine bestimmte Rasse im Kopf. Vielleicht möchtest du unbedingt einen kleinen Hund, einen großen Hund oder einen Welpen.

Trotzdem lohnt es sich, einen Schritt weiterzugehen. Nicht der Hund, der dir optisch am besten gefällt, ist automatisch der Hund, der am besten zu deinem Leben passt.

Bei der Auswahl spielen unter anderem eine Rolle

  • Wesen und Temperament
  • Alter
  • Größe und körperliche Voraussetzungen
  • Bewegungsbedürfnis
  • Ruhefähigkeit
  • Jagdverhalten
  • Umweltsicherheit
  • Pflegeaufwand
  • gesundheitliche Besonderheiten
  • deine Wohn- und Arbeitssituation

Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag „Welche Hunderasse passt zu mir?“.

Habe ich ein zuverlässiges Netzwerk für meinen Hund?

Auch mit der besten Planung wird es Situationen geben, in denen du Unterstützung brauchst.

Vielleicht wirst du krank. Vielleicht musst du unerwartet länger arbeiten oder ins Krankenhaus. Vielleicht steht eine Reise an, bei der dein Hund nicht mitkommen kann.

Deshalb ist es sinnvoll, bereits vor der Anschaffung darüber nachzudenken, wer deinen Hund im Ernstfall übernehmen könnte.

Ein gutes Netzwerk kann bestehen aus

  • Familienmitgliedern
  • Freunden
  • vertrauten Nachbarn
  • einem zuverlässigen Hundesitter
  • einer geeigneten Hundebetreuung
  • einer guten Hundepension für längere Abwesenheiten

Ein Plan B ist keine Nebensache. Er gehört zu verantwortungsvoller Hundehaltung.

Was passiert, wenn sich mein Leben verändert?

Diese Frage gehört zu den wichtigsten – und wird gleichzeitig besonders häufig vergessen.

Ein Hund begleitet dich möglicherweise über einen sehr langen Zeitraum. Niemand kann vorhersehen, wie das eigene Leben in zehn Jahren aussieht.

Denk auch über schwierige Szenarien nach

  • Was passiert bei einem Jobwechsel?
  • Was passiert bei einem Umzug?
  • Was passiert bei einer Trennung?
  • Was passiert, wenn Kinder dazukommen?
  • Was passiert bei finanziellen Schwierigkeiten?
  • Was passiert, wenn ich länger krank werde?
  • Wer übernimmt den Hund im absoluten Notfall?

Natürlich kannst du nicht jede Entwicklung vorhersehen. Aber du kannst dir bewusst machen, dass dein Hund auch dann Verantwortung bleibt, wenn sich deine Lebensumstände verändern.

Was ist, wenn mein Hund anders wird als erwartet?

Vielleicht ist dies eine der ehrlichsten Fragen überhaupt.

Was passiert, wenn dein Hund nicht der unkomplizierte Begleiter wird, den du dir vorgestellt hast?

Vielleicht zieht er an der Leine. Vielleicht kann er nicht problemlos allein bleiben. Vielleicht entwickelt er Jagdverhalten, Schwierigkeiten bei Hundebegegnungen oder Unsicherheiten im Stadtalltag.

Kein verantwortungsvoller Züchter, kein Tierheim und keine noch so sorgfältige Auswahl kann dir garantieren, wie sich ein Hund über viele Jahre entwickeln wird.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Bin ich auch bereit für diesen Hund, wenn unser gemeinsames Leben schwieriger wird als geplant?

Bin ich auch für Krankheit und das Älterwerden meines Hundes bereit?

Bei der Anschaffung denken wir meist an Spaziergänge, Abenteuer und schöne gemeinsame Jahre. Doch zu einem Hundeleben gehören ebenso Krankheit und Alter.

Vielleicht benötigt dein Hund irgendwann Medikamente, häufigere Tierarzttermine oder besondere Betreuung. Spaziergänge können kürzer werden, Treppen schwieriger und Urlaubsplanungen komplizierter.

Verantwortung endet nicht, wenn das Leben mit Hund weniger unkompliziert wird.

Wer einen Hund aufnimmt, entscheidet sich deshalb im besten Fall nicht nur für seine jungen und gesunden Jahre – sondern für sein gesamtes Leben.

Hundehaltung in Stuttgart – passt die Stadt zu meinem zukünftigen Hund?

Stuttgart bietet viele schöne Möglichkeiten für ein Leben mit Hund. Waldgebiete, die Waldebene Ost, der Rotwildpark, Weinberge und zahlreiche Spazierwege ermöglichen viel gemeinsame Zeit draußen.

Gleichzeitig gehört zu einem Stadtleben auch eine Vielzahl von Umweltreizen: Straßenverkehr, Busse und Bahnen, Fahrräder, Menschen, andere Hunde und teilweise wenig Abstand im Alltag.

Wenn du mitten in Stuttgart wohnst, sollte deshalb auch die Frage eine Rolle spielen, welcher Hund mit dieser Umgebung gut zurechtkommen könnte.

Nicht jeder Hund muss Innenstadttrubel lieben. Entscheidend ist, dass du die Bedürfnisse deines Hundes wahrnimmst und seinen Alltag entsprechend gestaltest.

Der große Selbstcheck vor der Hundeanschaffung

Bevor du dich endgültig entscheidest, beantworte dir diese Fragen möglichst ehrlich:

Kann ich diese Fragen mit einem guten Gefühl beantworten?

  • Habe ich jeden Tag ausreichend Zeit für einen Hund?
  • Passt ein Hund zu meinem tatsächlichen Berufsalltag?
  • Habe ich eine Lösung für das Alleinbleiben?
  • Kann ich einen Hund langfristig finanzieren?
  • Habe ich Rücklagen für unerwartete Kosten?
  • Ist meine Wohnsituation geeignet?
  • Sind alle Menschen im Haushalt einverstanden?
  • Bin ich bereit, meinen Alltag anzupassen?
  • Kann ich meine Urlaubsplanung verändern?
  • Habe ich eine zuverlässige Betreuung?
  • Bin ich bereit, mich mit Hundeerziehung auseinanderzusetzen?
  • Kann ich mit Rückschritten umgehen?
  • Passt mein Wunschhund tatsächlich zu meinem Leben?
  • Bin ich auch für einen schwierigen Hund bereit?
  • Kann ich Verantwortung übernehmen, wenn mein Hund krank wird?
  • Bin ich bereit, meinen Hund bis ins Alter zu begleiten?

Du musst nicht jede Eventualität perfekt lösen können. Aber je ehrlicher du dich vor der Anschaffung mit diesen Punkten beschäftigst, desto besser kannst du einschätzen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Hund ist.

FAQ – häufige Fragen vor der Anschaffung eines Hundes

Wie viel Zeit sollte ich täglich für einen Hund haben?

Das lässt sich nicht sinnvoll auf eine feste Stundenzahl reduzieren. Alter, Persönlichkeit, Gesundheit und Bedürfnisse des Hundes spielen eine große Rolle. Wichtig ist, dass Versorgung, Spaziergänge, gemeinsame Zeit, Ruhe, Pflege und Erziehung zuverlässig in deinen Alltag passen.

Kann ich einen Hund halten, wenn ich Vollzeit arbeite?

Ja, Berufstätigkeit schließt Hundehaltung nicht grundsätzlich aus. Entscheidend sind deine tatsächliche Abwesenheitsdauer, der individuelle Hund und eine verlässliche Betreuung, wenn längeres Alleinbleiben nicht möglich ist.

Brauche ich ein Haus mit Garten für einen Hund?

Nein. Auch in einer Wohnung kann ein Hund sehr gut leben. Ein Garten ersetzt zudem keine Spaziergänge und gemeinsamen Umweltkontakte. Entscheidend ist, ob Wohnsituation und Alltag zum jeweiligen Hund passen.

Wie viel kostet ein Hund?

Neben Anschaffung oder Schutzgebühr entstehen laufende Kosten für Futter, Steuer, Versicherung, Tierarzt, Ausstattung, Training und gegebenenfalls Betreuung. Zusätzlich solltest du finanzielle Rücklagen für unerwartete Tierarztkosten einplanen.

Welpe oder erwachsener Hund – was ist einfacher?

Beides hat unterschiedliche Anforderungen. Ein Welpe benötigt besonders viel Begleitung beim Aufbau des Alltags. Bei einem erwachsenen Hund sind Wesen und Bedürfnisse häufig bereits besser erkennbar, dafür können bestehende Erfahrungen oder Verhaltensweisen eine Rolle spielen.

Wie finde ich heraus, welcher Hund zu mir passt?

Betrachte nicht nur Aussehen oder Rasse. Arbeitszeiten, Wohnsituation, Freizeit, Erfahrung, Aktivitätsniveau und deine Erwartungen sollten zu Wesen und Bedürfnissen des individuellen Hundes passen.

Fazit: Die wichtigste Vorbereitung beginnt lange vor dem Einzug

Die Entscheidung für einen Hund gehört zu den schönsten Entscheidungen, die du treffen kannst. Aber gerade weil ein Hund so schnell einen festen Platz in unserem Herzen bekommt, verdient diese Entscheidung mehr als einen spontanen Impuls.

Es geht nicht darum, perfekte Voraussetzungen zu schaffen. Die gibt es kaum. Es geht darum, ehrlich zu prüfen, ob dein tatsächliches Leben genügend Raum für einen Hund bietet – heute und möglichst auch in Zukunft.

Zeit, Beruf, Finanzen, Wohnsituation, Reisen, Familie und Betreuung sind dabei ebenso wichtig wie die Frage, welcher Hund überhaupt zu dir passt.

Und vielleicht ist die wichtigste Frage von allen nicht: „Was wünsche ich mir von meinem Hund?“ Sondern: „Kann ich diesem Hund das Leben bieten, das zu seinen Bedürfnissen passt?“

Wenn du diese Frage ehrlich beantworten kannst, hast du bereits einen der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer vertrauensvollen Mensch-Hund-Beziehung gemacht.

Du möchtest einen Hund aufnehmen und bist dir noch unsicher, welcher Hund wirklich zu deinem Leben passt? Die individuelle Kaufberatung von Pfotenliebe Stuttgart unterstützt dich dabei, deine Lebenssituation, Wünsche und Möglichkeiten realistisch einzuordnen und eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen.

Für die Vorbereitung auf einen Welpen empfehlen wir dir außerdem die Welpenfibel von Anton Fichtlmeier auf unserer Website. Sie gibt dir wertvolle Impulse dazu, deinen Welpen von Anfang an als individuelles Wesen wahrzunehmen, seine Kommunikation zu verstehen und Vertrauen aufzubauen.

Noch unsicher, welcher Hund zu dir passt?

Du möchtest einen Hund aufnehmen, weißt aber noch nicht, welche Rasse, welches Alter oder welche Herkunft zu deinem Alltag passt?

Bei Pfotenliebe Stuttgart schauen wir gemeinsam auf deinen tatsächlichen Alltag, deine Wohnsituation, deine Erwartungen und deine Möglichkeiten – bevor die Entscheidung für einen Hund fällt.

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Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.