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Wurmrisiko: Hund frisst Kot

  • Isabel Scheu
  • 28.09.2025
  • Würmer

Kotfressen beim Hund: Wie groß ist das Wurmrisiko wirklich?

Kaum bist du mit deinem Hund draußen, passiert es: Er entdeckt einen fremden Kothaufen, schnüffelt kurz daran – und bevor du reagieren kannst, hat er bereits davon gefressen. Für viele Hundehalter ist Kotfressen beim Hund ausgesprochen unangenehm. Gleichzeitig stellt sich schnell die Frage: Kann sich mein Hund dadurch mit Würmern oder anderen Darmparasiten anstecken?

Das Fressen von Kot wird als Koprophagie bezeichnet. Tatsächlich kann der Kontakt mit Kot Bestandteil verschiedener Übertragungswege von Parasiten sein. Allerdings ist die häufige Aussage „Hund frisst Kot und bekommt dadurch automatisch Würmer“ zu pauschal. Nicht jede Wurmart wird auf dieselbe Weise übertragen, nicht jedes ausgeschiedene Parasitenstadium ist unmittelbar infektiös und nicht jeder Kothaufen stellt dasselbe Risiko dar.

Entscheidend ist unter anderem, wessen Kot dein Hund frisst, welche Parasiten darin vorkommen können, wie lange der Kot bereits in der Umwelt liegt und welchem individuellen Infektionsrisiko dein Hund ohnehin ausgesetzt ist. Auch andere Infektionswege wie das Fressen von Beutetieren, Aas oder bestimmten Zwischenwirten können bei einzelnen Wurmarten wesentlich wichtiger sein. Einen ausführlichen Überblick findest du auch in unserem Beitrag über die Ansteckung mit Würmern beim Hund.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum Hunde Kot fressen, welche Würmer und anderen Parasiten dabei tatsächlich eine Rolle spielen können, wie du das individuelle Risiko einschätzen kannst und was du tun solltest, wenn dein Hund regelmäßig fremden Kot aufnimmt.

Kann sich ein Hund durch Kotfressen mit Würmern anstecken?

Ja, Kotfressen kann das Risiko einer Parasiteninfektion erhöhen, aber nicht jede Wurmart wird direkt durch das Fressen von Kot übertragen. Bei einigen Parasiten können infektiöse Eier oder Larven über eine kontaminierte Umgebung aufgenommen werden. Andere Würmer benötigen dagegen Zwischenwirte wie Flöhe oder Beutetiere. Außerdem müssen manche mit dem Kot ausgeschiedenen Wurmeier zunächst eine gewisse Zeit in der Umwelt reifen, bevor sie infektiös werden. Das tatsächliche Risiko hängt deshalb von Parasitenart, Umgebung und Lebensweise des Hundes ab.

Warum fressen Hunde Kot?

Für Menschen ist Koprophagie schwer nachvollziehbar. Bei Hunden kann das Verhalten jedoch ganz unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur das Parasitenrisiko zu betrachten, sondern auch herauszufinden, warum der eigene Hund Kot frisst.

Besonders bei jungen Hunden kann das Aufnehmen und Erkunden unterschiedlichster Dinge zur normalen Umweltuntersuchung gehören. Auch Kot kann dabei interessant sein. Bei erwachsenen Hunden können sich dagegen Gewohnheiten entwickeln oder bestimmte Situationen das Verhalten begünstigen.

  • Erkundungsverhalten: Vor allem junge Hunde untersuchen ihre Umwelt intensiv mit Nase und Maul.
  • Attraktivität bestimmter Kotsorten: Manche Hunde interessieren sich besonders für den Kot anderer Tierarten.
  • Erlerntes Verhalten: Hat sich das Kotfressen für den Hund wiederholt „gelohnt“, kann es sich festigen.
  • Langeweile oder fehlende Beschäftigung: Bei manchen Hunden können solche Faktoren unerwünschtes Such- und Aufnahmeverhalten begünstigen.
  • Stress oder Konflikte: Auch die Situation rund um das Kotfressen kann Einfluss auf das Verhalten haben.
  • Medizinische Ursachen: Bei plötzlich auftretender oder ausgeprägter Koprophagie sollte tierärztlich abgeklärt werden, ob eine körperliche Ursache beteiligt sein könnte.

Die verbreitete Erklärung, Kotfressen sei automatisch ein Zeichen für einen Vitamin-, Mineralstoff- oder Enzymmangel, greift zu kurz. Ein solcher Zusammenhang sollte nicht ohne Untersuchung angenommen werden. Besonders wenn dein Hund plötzlich deutlich mehr Kot frisst, ungewöhnlich hungrig wirkt, Gewicht verliert, Durchfall hat oder andere Veränderungen zeigt, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Warum kann Kotfressen das Risiko für Würmer erhöhen?

Viele Darmparasiten durchlaufen Entwicklungsstadien, die mit dem Kot eines infizierten Tieres in die Umwelt gelangen können. Dadurch können nicht nur sichtbare Kothaufen, sondern auch kontaminierte Erde, Gras oder andere Oberflächen Bestandteil eines Übertragungsweges sein.

Wichtig ist jedoch eine Unterscheidung: Ein ausgeschiedenes Wurmei ist nicht bei jeder Wurmart sofort infektiös. Manche Eier oder Larven müssen sich zunächst außerhalb des Wirtes weiterentwickeln. Deshalb kann älterer, bereits in der Umwelt liegender Kot beziehungsweise die dadurch kontaminierte Umgebung bei bestimmten Parasiten relevant sein.

Hinzu kommt, dass Wurmeier mikroskopisch klein sein können. Du kannst einem Kothaufen daher nicht ansehen, ob er mit Parasitenstadien belastet ist. Ebenso kann ein infizierter Hund äußerlich völlig gesund wirken.

Umgekehrt bedeutet das nicht, dass jeder Hund, der einmal fremden Kot gefressen hat, anschließend Würmer bekommt. Für eine Infektion müssen unter anderem die passende Parasitenart und ein infektiöses Entwicklungsstadium vorhanden sein.

Welche Würmer können beim Kotkontakt eine Rolle spielen?

Welche Bedeutung Kotfressen für eine Wurminfektion hat, hängt stark von der jeweiligen Wurmart ab. Einen allgemeinen Überblick über wichtige Parasiten findest du in unserem Ratgeber Würmer beim Hund: Arten, Übertragung und Risiken.

Spulwürmer

Spulwürmer beim Hund gehören zu den relevanten Darmparasiten. Ihre Eier können mit dem Kot ausgeschieden werden und in der Umwelt über längere Zeit überleben. Allerdings sind frisch ausgeschiedene Spulwurmeier in der Regel nicht sofort infektiös. Sie müssen sich zunächst in der Umwelt weiterentwickeln.

Ein Hund kann infektiöse Eier beispielsweise über kontaminierte Erde, Pflanzen oder andere verschmutzte Materialien aufnehmen. Deshalb ist nicht nur das direkte Kotfressen relevant. Auch intensives Schnüffeln, Graben und anschließendes Ablecken der Pfoten können zur Aufnahme kontaminierten Materials beitragen.

Hakenwürmer

Auch Hakenwürmer beim Hund können über den Kot infizierter Tiere Entwicklungsstadien in die Umwelt abgeben. Aus den ausgeschiedenen Eiern entwickeln sich unter geeigneten Bedingungen Larven. Je nach Hakenwurmart kann eine Infektion unter anderem durch orale Aufnahme infektiöser Larven erfolgen; bei bestimmten Arten können Larven auch über die Haut eindringen.

Auch hier gilt deshalb: Nicht allein der sichtbare Kothaufen ist entscheidend. Eine mit infektiösen Larven kontaminierte Umgebung kann ebenfalls relevant sein.

Bandwürmer

Bei Bandwürmern unterscheiden sich die Infektionswege deutlich. Deshalb wäre es falsch, Bandwurminfektionen generell auf das Fressen von Hundekot zurückzuführen. Beim Gurkenkernbandwurm beispielsweise spielen infizierte Flöhe als Zwischenwirte eine entscheidende Rolle. Ein Hund infiziert sich, wenn er einen entsprechend infizierten Floh verschluckt.

Bei anderen Bandwurmarten können Beutetiere, Innereien oder andere Zwischenwirte entscheidend sein. Deshalb gehören auch Flohbefall, Jagdverhalten, Mäusefressen, Aasaufnahme und bestimmte Fütterungsgewohnheiten zur individuellen Risikobeurteilung.

Giardien durch Kotfressen – ebenfalls möglich?

Giardien sind keine Würmer. Sie sind einzellige Darmparasiten und müssen deshalb fachlich von Wurminfektionen unterschieden werden. Trotzdem ist das Thema im Zusammenhang mit Kotkontakt relevant, weil infektiöse Giardia-Zysten über den Kot ausgeschieden und anschließend über den fäkal-oralen Weg aufgenommen werden können.

Eine Aufnahme kann beispielsweise über mit Kot verunreinigte Materialien oder Oberflächen erfolgen. Direkter Kotkontakt kann daher ein möglicher Übertragungsweg sein. Ob bei deinem Hund eine Untersuchung auf Giardien sinnvoll ist, hängt von Symptomen, Vorgeschichte und individuellem Risiko ab und sollte bei Bedarf mit der Tierarztpraxis besprochen werden.

Wie hoch ist das Wurmrisiko bei einem Hund, der Kot frisst?

Eine pauschale Aussage wie „Das Wurmrisiko ist sehr hoch“ lässt sich nicht für jeden Hund treffen. Das individuelle Risiko hängt davon ab, wie häufig dein Hund Kot aufnimmt, von welchen Tierarten dieser stammt und welchen weiteren Risikofaktoren er ausgesetzt ist.

Ein höheres Parasitenrisiko kann beispielsweise bestehen, wenn dein Hund regelmäßig fremden Kot oder andere potenziell kontaminierte Materialien aufnimmt und zusätzlich weitere Risikofaktoren vorliegen.

  • häufiges Fressen von fremdem Kot
  • intensives Jagdverhalten
  • Fressen von Mäusen oder anderen Beutetieren
  • Aufnahme von Aas
  • Flohbefall
  • regelmäßiger Kontakt zu stark frequentierten Hundearealen
  • Aufenthalt in Regionen mit bestimmten Parasitenrisiken
  • Fütterung von rohem Fleisch oder Innereien, abhängig von Herkunft und hygienischer Handhabung

Für die Entscheidung, wie häufig Kotuntersuchungen oder Entwurmungen sinnvoll sind, sollte deshalb das individuelle Risikoprofil betrachtet werden. Eine pauschale Strategie ist nicht für jeden Hund gleichermaßen passend.

Woran erkenne ich Würmer nach dem Kotfressen?

Ein wichtiger Punkt wird häufig unterschätzt: Ein Hund kann Würmer haben, ohne erkennbare Symptome zu zeigen. Umgekehrt sind Durchfall oder Erbrechen keineswegs automatisch ein Hinweis auf Würmer, denn Magen-Darm-Beschwerden können zahlreiche andere Ursachen haben.

Je nach Parasitenart und Stärke des Befalls können unter anderem folgende Veränderungen auftreten:

  • Durchfall oder wechselnde Kotkonsistenz
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust trotz normaler Futteraufnahme
  • verminderter Allgemeinzustand
  • auffälliger oder aufgeblähter Bauch, insbesondere bei jungen Tieren
  • Veränderungen von Appetit und Fressverhalten
  • sichtbare Wurmstadien oder Bandwurmglieder im Kot bei bestimmten Infektionen

Allerdings sind nicht alle Würmer mit bloßem Auge im Kot sichtbar. Auch das sogenannte Schlittenfahren ist kein eindeutiges Wurmsymptom. Juckreiz im Analbereich kann zahlreiche andere Ursachen haben.

Mein Hund hat Kot gefressen – was soll ich jetzt tun?

Hat dein Hund einmalig fremden Kot gefressen, besteht normalerweise kein Grund zur Panik. Versuche zunächst zu verhindern, dass er weitere Mengen aufnimmt. Beobachte anschließend seinen Allgemeinzustand und überlege, ob besondere Risikofaktoren bekannt sind.

Eine vorsorgliche Wurmkur unmittelbar nach jedem einzelnen Kotkontakt ist nicht automatisch erforderlich. Entwurmungsmittel wirken gegen bestimmte vorhandene Parasitenstadien, bieten aber keinen dauerhaften Schutz vor einer erneuten Infektion. Außerdem wirkt nicht jedes Präparat gegen jede Wurmart.

Wenn dein Hund regelmäßig Kot frisst, bereits Beschwerden zeigt oder aufgrund seiner Lebensweise ein erhöhtes Parasitenrisiko hat, solltest du mit deiner Tierarztpraxis besprechen, ob und wann eine Kotuntersuchung beziehungsweise eine gezielte Entwurmung sinnvoll ist.

Kotuntersuchung oder Wurmkur nach dem Kotfressen?

Ob eine Kotuntersuchung oder Wurmkur sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Alter, Gesundheitszustand, Haltungsform, Fütterung, Jagdverhalten, Kotfressen, Flohbefall, Reisen und weitere Faktoren beeinflussen die Entscheidung.

Bei einer Kotuntersuchung wird eine Probe auf bestimmte Parasiten beziehungsweise deren Entwicklungsstadien untersucht. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Parasitenstadien nicht zwingend kontinuierlich ausgeschieden werden. Eine einzelne negative Kotprobe kann einen Wurmbefall deshalb nicht in jeder Situation sicher ausschließen. Je nach Fragestellung können Sammelkotproben über mehrere Tage oder weitere diagnostische Verfahren sinnvoll sein.

Eine Entwurmung behandelt dagegen bestimmte zum Behandlungszeitpunkt vorhandene Wurmstadien, sofern das verwendete Präparat gegen die betreffende Wurmart wirksam ist. Sie funktioniert nicht wie eine Impfung und verhindert keine spätere Neuinfektion.

Gerade bei einem Hund, der häufig Kot frisst, ist deshalb eine risikobasierte Parasitenstrategie sinnvoller als eine starre Empfehlung nach einem für alle Hunde identischen Zeitplan.

Wie kann ich verhindern, dass mein Hund Kot frisst?

Neben dem Parasitenmanagement ist Training ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung. Ziel sollte sein, dass dein Hund sich auch bei interessanten Fundstücken an dir orientiert und du ihn zuverlässig aus der Situation führen kannst.

  • Vorausschauend spazieren: Beobachte den Weg und erkenne Kothaufen möglichst vor deinem Hund.
  • Orientierung fördern: Belohne freiwillige Kontaktaufnahme und Aufmerksamkeit im Alltag.
  • Abbruchsignal sauber aufbauen: Der Hund sollte lernen, etwas auf Signal liegenzulassen beziehungsweise die Aufnahme zu unterbrechen.
  • Rückruf trainieren: Ein zuverlässiger Rückruf kann verhindern, dass dein Hund überhaupt zum Kothaufen gelangt.
  • Management einsetzen: In Bereichen mit vielen Kothaufen kann eine Leine vorübergehend sinnvoll sein.
  • Nicht hektisch hinterherjagen: Dadurch kann bei manchen Hunden ein unerwünschtes Spiel oder schnelles Herunterschlucken entstehen.
  • Ursachen überprüfen: Tritt Koprophagie plötzlich oder ungewöhnlich stark auf, sollte auch eine medizinische Abklärung erfolgen.

Bei ausgeprägtem Kotfressen kann vorübergehend zusätzliches Management erforderlich sein. Welche Lösung geeignet ist, hängt vom einzelnen Hund und der Situation ab.

Hygiene bei Kotfressern – was ist wirklich sinnvoll?

Konsequente Hygiene kann dazu beitragen, die Belastung der Umgebung mit Parasitenstadien zu reduzieren. Dabei geht es nicht darum, den gesamten Alltag zu desinfizieren, sondern potenzielle Infektionsquellen sinnvoll zu begrenzen.

  • Hundekot möglichst zeitnah aufnehmen und ordnungsgemäß entsorgen.
  • Den eigenen Garten regelmäßig auf Kot kontrollieren.
  • Bei mehreren Hunden im Haushalt besonders auf konsequente Kotbeseitigung achten.
  • Futterreste nicht unnötig draußen liegen lassen.
  • Flohbefall konsequent tierärztlich beziehungsweise mit geeigneten Maßnahmen kontrollieren.
  • Nach Kontakt mit Hundekot Hände gründlich waschen.
  • Kinder besonders zu guter Handhygiene nach dem Spielen im Freien anhalten.

Auch bei möglichen Zoonosen ist eine differenzierte Betrachtung wichtig. Einige Würmer des Hundes können unter bestimmten Bedingungen auf Menschen beziehungsweise über gemeinsame Umweltkontamination relevant werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Wurmbefall eines Hundes automatisch eine Gefahr für seine Halter darstellt.

Kotfressen beim Hund in Stuttgart – worauf Hundehalter achten sollten

Auch im Alltag mit Hund in Stuttgart lässt sich der Kontakt mit fremdem Kot nicht vollständig vermeiden. Auf Grünflächen, Waldwegen, Spazierwegen und stärker frequentierten Hundearealen begegnen Hunde zwangsläufig den Hinterlassenschaften anderer Tiere. Zusätzlich kann in naturnahen Gebieten Wildtierkot vorkommen.

Für einen Hund, der gezielt nach Kot sucht, ist deshalb vor allem gutes Management wichtig. Beobachte deinen Hund auf Spaziergängen aufmerksam und trainiere Orientierung, Rückruf und das zuverlässige Unterbrechen unerwünschter Futteraufnahme.

In der Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart betrachten wir Kotfressen nicht als medizinisches Problem, das durch Hundetraining diagnostiziert oder behandelt werden könnte. Bei Fragen zu Würmern, Kotuntersuchungen, Entwurmungsmitteln oder gesundheitlichen Ursachen ist deine Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Im Hundetraining können wir dagegen daran arbeiten, dass dein Hund sich draußen besser an dir orientiert und interessante Fundstücke nicht unkontrolliert aufnimmt.

Checkliste: Dein Hund frisst Kot – daran solltest du denken

  • Ruhe bewahren, wenn dein Hund einmalig Kot gefressen hat.
  • Weitere Kotaufnahme möglichst verhindern.
  • Beobachten, ob Durchfall, Erbrechen oder andere Beschwerden auftreten.
  • Bei regelmäßigem Kotfressen die Ursache genauer betrachten.
  • Plötzlich stark verändertes Fressverhalten tierärztlich abklären lassen.
  • Das individuelle Parasitenrisiko mit der Tierarztpraxis besprechen.
  • Kotuntersuchungen und Entwurmungen risikobasiert planen.
  • Nicht davon ausgehen, dass eine negative Einzelprobe jeden Wurmbefall ausschließt.
  • Flohbefall als möglichen Risikofaktor für bestimmte Bandwürmer berücksichtigen.
  • Eigenen Hundekot konsequent aufnehmen und entsorgen.
  • Orientierung, Rückruf und Abbruchsignal trainieren.

FAQ – häufige Fragen zu Kotfressen und Würmern beim Hund

Kann mein Hund durch Kotfressen Würmer bekommen?

Ja, Kotkontakt beziehungsweise eine mit Kot kontaminierte Umgebung kann bei bestimmten Wurmarten Bestandteil des Infektionsweges sein. Nicht jede Wurmart wird jedoch direkt durch das Fressen von Kot übertragen.

Bekommt ein Hund automatisch Würmer, wenn er fremden Kot frisst?

Nein. Für eine Infektion müssen infektiöse Parasitenstadien vorhanden sein und aufgenommen werden. Ein einmaliger Vorfall bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dein Hund anschließend Würmer hat.

Sind Wurmeier in frischem Hundekot sofort ansteckend?

Nicht grundsätzlich. Bei verschiedenen Wurmarten müssen ausgeschiedene Eier oder Larven zunächst eine Entwicklung in der Umwelt durchlaufen, bevor sie infektiös werden. Der genaue Infektionsweg hängt von der jeweiligen Parasitenart ab.

Soll ich meinen Hund sofort entwurmen, wenn er Kot gefressen hat?

Eine sofortige Entwurmung ist nach einem einzelnen Kotkontakt nicht automatisch erforderlich. Bei häufigem Kotfressen oder erhöhtem Parasitenrisiko solltest du mit deiner Tierarztpraxis eine passende Strategie für Kotuntersuchungen beziehungsweise Entwurmungen festlegen.

Wie schnell bekommt ein Hund nach dem Kotfressen Würmer?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entwicklungszyklen und Präpatenzzeiten unterscheiden sich je nach Wurmart. Deshalb sind auch Zeitpunkt und Art einer sinnvollen Untersuchung vom vermuteten Parasiten abhängig.

Kann ein Hund Würmer haben, obwohl er keine Symptome zeigt?

Ja. Ein Wurmbefall kann insbesondere bei erwachsenen Hunden ohne deutlich erkennbare Beschwerden verlaufen. Fehlende Symptome schließen eine Infektion daher nicht aus.

Kann mein Hund durch Kotfressen Giardien bekommen?

Eine Aufnahme infektiöser Giardia-Zysten über fäkal verunreinigtes Material ist möglich. Giardien sind allerdings keine Würmer, sondern einzellige Darmparasiten.

Kann Kotfressen Bandwürmer verursachen?

Das hängt von der Bandwurmart ab. Beim Gurkenkernbandwurm erfolgt die Infektion beispielsweise durch das Verschlucken eines infizierten Flohs. Bei anderen Bandwürmern können Beutetiere oder andere Zwischenwirte eine entscheidende Rolle spielen.

Kann man Würmer immer im Hundekot sehen?

Nein. Viele Wurmstadien beziehungsweise Eier sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Dass du keine Würmer im Kot erkennst, bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dein Hund wurmfrei ist.

Schließt eine negative Kotprobe Würmer sicher aus?

Nicht immer. Parasitenstadien können unregelmäßig ausgeschieden werden. Je nach Situation können deshalb Sammelkotproben oder weitere Untersuchungen sinnvoll sein.

Warum frisst mein Hund plötzlich Kot?

Hinter plötzlich auftretender Koprophagie können verschiedene verhaltensbezogene oder körperliche Faktoren stehen. Wenn sich das Fressverhalten deines Hundes deutlich verändert, sollte insbesondere eine mögliche medizinische Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Ist Kotfressen bei Welpen normal?

Welpen erkunden ihre Umwelt besonders intensiv und können dabei auch Kot aufnehmen. Trotzdem sollte das Verhalten nicht einfach ignoriert werden. Frühzeitiges Management und Training können verhindern, dass sich regelmäßiges Kotfressen festigt.

Wie kann ich meinem Hund das Kotfressen abgewöhnen?

Sinnvoll sind vorausschauendes Management, eine gute Orientierung am Menschen, ein zuverlässig aufgebauter Rückruf und ein trainiertes Abbruch- beziehungsweise Auslassverhalten. Bei stark ausgeprägtem Verhalten sollte zusätzlich nach möglichen körperlichen oder verhaltensbezogenen Ursachen gesucht werden.

Können Würmer vom Hund auf Menschen übertragen werden?

Bestimmte Hundeparasiten besitzen zoonotisches Potenzial. Die Übertragungswege unterscheiden sich jedoch deutlich. Gute Handhygiene, konsequente Kotbeseitigung und ein risikobasiertes Parasitenmanagement helfen dabei, mögliche Risiken zu reduzieren.

Fazit: Kotfressen erhöht das Parasitenrisiko – aber nicht jeder Kontakt führt zu Würmern

Kotfressen beim Hund sollte ernst genommen, aber nicht dramatisiert werden. Fremder Kot und eine fäkal kontaminierte Umgebung können bei bestimmten Parasiten eine Rolle bei der Übertragung spielen. Trotzdem führt nicht jeder gefressene Kothaufen automatisch zu einer Wurminfektion.

Entscheidend ist, welche Parasiten vorhanden sind, ob deren Entwicklungsstadien bereits infektiös sind und welchem individuellen Risiko dein Hund durch seine Lebensweise ausgesetzt ist. Bei einigen Würmern sind zudem ganz andere Übertragungswege wie Flöhe, Beutetiere oder Aas entscheidend.

Wenn dein Hund regelmäßig Kot frisst, lohnt sich deshalb eine Kombination aus Training, sinnvoller Hygiene und einem individuell abgestimmten Parasitenmanagement. Kotuntersuchungen und Entwurmungen sollten nicht nach einer pauschalen Regel, sondern passend zum Risiko deines Hundes geplant werden.

Praktische Empfehlung

Praktisch unterwegs: Hundekotbeutel

Bei einem Wurmbefall spielt Hygiene eine wichtige Rolle. Hundekot sollte beim Spaziergang konsequent aufgenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden. Praktische Kotbeutel gehören deshalb zur Grundausstattung für jeden Spaziergang.

YORJA Hundekotbeutel

Die YORJA Hundekotbeutel sind eine praktische Möglichkeit für die tägliche Kotaufnahme unterwegs. Sie lassen sich einfach mitführen und helfen dabei, Hundekot unmittelbar aufzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

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Dein Hund frisst draußen immer wieder Kot?

Wenn dein Hund auf Spaziergängen gezielt nach Kot oder anderen Fundstücken sucht, können gutes Management und gezieltes Training helfen. Bei Pfotenliebe Stuttgart können wir mit dir an Orientierung, Rückruf, Kommunikation und einem besseren Umgang mit solchen Alltagssituationen arbeiten.

Geht es dagegen um die Frage, ob dein Hund Würmer oder andere Parasiten hat, welche Kotuntersuchung sinnvoll ist oder ob eine Entwurmung notwendig ist, wende dich bitte an deine Tierarztpraxis.

Kontakt zu Pfotenliebe Stuttgart

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Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.

Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.