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Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.

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Langfristige Vorbereitung auf Gewitter

  • Isabel Scheu
  • 15.06.2025
  • Gewitterangst

Training gegen Gewitterangst beim Hund: So bereitest du deinen Hund langfristig vor

Viele Hunde reagieren auf Gewitter mit deutlicher Unruhe oder Angst. Sie zittern, hecheln, laufen rastlos durch die Wohnung, suchen verstärkt die Nähe ihres Menschen oder verstecken sich in Badezimmern, unter Möbeln oder an anderen geschützten Orten.

Manche Hunde reagieren erst auf den ersten lauten Donner. Andere zeigen bereits deutlich früher Veränderungen, weil sie Wetterumschwünge, Wind, Luftdruckveränderungen, Lichtblitze oder tieffrequente Geräusche wahrnehmen.

Während Gewitterangst beim Hund während eines akuten Gewitters vor allem gutes Management erfordert, beginnt langfristiges Training idealerweise deutlich früher – nämlich in einer Zeit, in der dein Hund entspannt und lernfähig ist.

Genau darin liegt ein wichtiger Unterschied: Ziel ist nicht, deinen Hund während eines Gewitters irgendwie abzulenken oder zum Aushalten zu bringen. Ein sinnvoll aufgebautes Training gegen Gewitterangst setzt deutlich unterhalb seiner Angstgrenze an und hilft ihm, kontrollierte Geräusche und andere Gewitterreize schrittweise neu einzuordnen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, wie du Gewitterangst beim Hund langfristig trainieren kannst, wie Geräuschtraining mit Gewitter-Soundtracks sinnvoll aufgebaut wird, warum zu schnelle Steigerungen kontraproduktiv sein können, welche Rolle ein sicherer Rückzugsort spielt und wann Training allein nicht mehr ausreicht.

Kleinschrittig

Geräusche werden nur so intensiv eingesetzt, dass dein Hund sie wahrnimmt, aber nicht in Angst gerät.

Früh beginnen

Das beste Training findet außerhalb akuter Gewittersituationen statt, wenn dein Hund entspannt und ansprechbar ist.

Individuell

Lautstärke, Abstand, Dauer und Trainingsfortschritt richten sich immer nach der Körpersprache deines Hundes.

Warum ist langfristiges Training bei Gewitterangst so wichtig?

Gewitterangst kann sich im Laufe der Zeit verstärken. Hat ein Hund mehrfach erlebt, dass Donner für ihn extrem unangenehm oder beängstigend ist, können bereits frühe Anzeichen eines Wetterumschwungs eine Erwartungshaltung auslösen.

Manche Hunde reagieren deshalb irgendwann nicht mehr nur auf den eigentlichen Donner. Schon dunkle Wolken, auffrischender Wind, Regen oder ein veränderter Luftdruck können Unruhe auslösen.

Genau deshalb ist es sinnvoll, nicht erst während des nächsten Gewitters zu reagieren. Außerhalb akuter Angst kannst du kontrollierte Trainingsbedingungen schaffen und die Schwierigkeit so dosieren, dass dein Hund noch aufmerksam und ansprechbar bleibt.

Langfristiges Training bedeutet dabei nicht, die Angst einfach „wegzutrainieren“. Ziel ist vielmehr, deinem Hund neue Erfahrungen zu ermöglichen und ihm zu zeigen, dass bestimmte Reize nicht automatisch eine bedrohliche Situation ankündigen.

Wann solltest du mit dem Training gegen Gewitterangst beginnen?

Idealerweise beginnst du mit dem Training in einer ruhigen Zeit ohne akute Gewitter. Dein Hund sollte entspannt sein und sich in seiner gewohnten Umgebung sicher fühlen.

Besonders ungünstig wäre es, erstmals während eines starken Gewitters mit Übungen zu beginnen. Befindet sich dein Hund bereits in deutlicher Angst, ist er nicht in derselben Weise lernfähig wie in einer entspannten Alltagssituation.

Gute Trainingsphasen sind deshalb beispielsweise:

  • ruhige Tage ohne Gewitterwarnung,
  • Momente, in denen dein Hund ohnehin entspannt ist,
  • kurze Einheiten im vertrauten Zuhause,
  • Situationen ohne zusätzliche Belastungen
  • und ausreichend Zeit zwischen den einzelnen Trainingseinheiten.

Ein frühzeitiger Beginn ist besonders sinnvoll, wenn du bereits weißt, dass dein Hund im Sommer regelmäßig auf Gewitter reagiert.

Geräuschtraining mit Gewitter-Soundtracks: So funktioniert es

Ein häufig genutzter Bestandteil des Trainings ist Geräuschtraining mit aufgenommenen Donner- oder Gewittergeräuschen.

Der große Vorteil besteht darin, dass du Lautstärke, Dauer und Zeitpunkt kontrollieren kannst. Ein echtes Gewitter lässt sich nicht steuern – eine Tonaufnahme dagegen schon.

Wichtig ist jedoch: Der Soundtrack darf nicht einfach laut abgespielt werden, damit dein Hund sich „daran gewöhnt“. Genau das kann eine bestehende Angst sogar verstärken.

Sinnvoller ist ein sehr kleinschrittiger Aufbau.

Mit extrem niedriger Lautstärke starten

Beginne so leise, dass dein Hund das Geräusch wahrnimmt, aber keine deutliche Veränderung in seiner Körpersprache zeigt.

Er sollte sich weiterhin normal bewegen, schnüffeln, Kontakt aufnehmen, liegen oder andere vertraute Alltagstätigkeiten zeigen können.

Nur kurze Trainingseinheiten

Mehr ist nicht automatisch besser. Einige wenige Minuten können für eine Trainingseinheit vollkommen ausreichend sein.

Entscheidend ist die Qualität der Erfahrung – nicht die Länge.

Lautstärke nur langsam erhöhen

Bleibt dein Hund über mehrere Einheiten hinweg entspannt, kann die Intensität vorsichtig verändert werden.

Zeigt er dagegen bereits leichte Stresssignale, solltest du nicht weiter steigern. Dann war die aktuelle Stufe möglicherweise bereits zu schwierig.

Woran erkennst du, dass das Geräuschtraining zu schwierig ist?

Gerade beim Training mit Geräuschen ist es wichtig, nicht erst auf offensichtliche Panik zu warten. Viele Hunde zeigen sehr feine Veränderungen lange bevor sie zittern oder flüchten.

Mögliche Stresssignale sind beispielsweise:

  • plötzliches Erstarren,
  • Kopfheben und angespannte Aufmerksamkeit,
  • häufiges Lippenlecken,
  • Gähnen außerhalb einer Müdigkeitssituation,
  • angespannte Muskulatur,
  • Abbruch einer vorherigen Tätigkeit,
  • Unruhe oder Herumlaufen,
  • vermehrtes Hecheln
  • oder das Verlassen des Raumes.

Solche Signale zeigen dir, dass dein Hund den Reiz bereits deutlich wahrnimmt. Training bedeutet dann nicht, noch etwas länger zu warten, sondern die Schwierigkeit wieder zu reduzieren.

Positive Verknüpfung: Muss Donner immer mit Futter belohnt werden?

Häufig wird beim Geräuschtraining empfohlen, Donnergeräusche mit Futter, Spiel oder anderen angenehmen Dingen zu verbinden.

Das kann grundsätzlich ein Bestandteil des Trainings sein – vorausgesetzt, dein Hund bleibt entspannt und kann die jeweilige Ressource tatsächlich annehmen.

Wichtig ist jedoch, nicht nur mechanisch nach jedem Geräusch Futter zu geben. Entscheidend ist die emotionale Situation deines Hundes.

Befindet er sich bereits in deutlicher Anspannung, wird ein Leckerli die Angst nicht automatisch „überschreiben“. Deshalb sollte immer zuerst darauf geachtet werden, dass die Intensität des Trainingsreizes niedrig genug ist.

Orientierung, Sicherheit und eine ruhige Kommunikation mit deinem Hund sind mindestens ebenso wichtig.

Training beim echten Gewitter: Was ist sinnvoll?

Ein echtes Gewitter ist keine kontrollierte Trainingssituation. Deshalb solltest du während eines starken Gewitters nicht versuchen, neue Übungen durchzusetzen oder deinen Hund bewusst mit dem Donner zu konfrontieren.

Bleibt dein Hund noch ansprechbar und sucht freiwillig Kontakt, kannst du ihm Orientierung geben und ruhige Situationen unterstützen.

Nimmt er noch Futter an oder beschäftigt sich freiwillig mit etwas Bekanntem, kann auch das genutzt werden.

Gerät dein Hund jedoch zunehmend in Angst, steht nicht Training, sondern Management im Vordergrund:

  • Reize möglichst reduzieren,
  • Fenster und Rollläden schließen,
  • den sicheren Rückzugsort zugänglich lassen,
  • Fluchtmöglichkeiten sichern,
  • Ruhe bewahren
  • und deinen Hund nicht zu einer bestimmten Reaktion zwingen.

Gewitter besteht nicht nur aus Donner: Weitere Reize trainieren

Eine reine Tonaufnahme bildet ein echtes Gewitter nicht vollständig ab. Viele Hunde reagieren zusätzlich auf andere Veränderungen.

Dazu können gehören:

  • Lichtblitze,
  • tieffrequente Geräusche,
  • Vibrationen,
  • starker Wind,
  • Regen,
  • Veränderungen des Luftdrucks
  • oder die allgemeine Atmosphäre vor einem Gewitter.

Deshalb ist es möglich, dass dein Hund bei einem Soundtrack entspannt bleibt, bei einem echten Gewitter aber trotzdem deutlich reagiert.

Einzelne Reize können sehr vorsichtig und nur unterhalb der Angstgrenze in ein Training einbezogen werden. Bei Lichtreizen oder Vibrationen gilt besonders: Intensität niedrig halten und sofort abbrechen, wenn dein Hund Stress zeigt.

Ruhetraining als Grundlage gegen Gewitterangst

Ein Hund, der im Alltag kaum zur Ruhe kommt, kann in einer belastenden Situation häufig noch schwerer regulieren.

Deshalb gehört auch ein sinnvoll aufgebautes Ruhetraining zur langfristigen Vorbereitung. Dabei geht es nicht darum, deinen Hund auf Kommando „abzuschalten“, sondern echte Entspannung im Alltag zu fördern.

Ein fester Ruheplatz, klare Abläufe und ruhige gemeinsame Situationen können deinem Hund helfen, besser zwischen Aktivität und Entspannung zu wechseln.

Unterstützende Maßnahmen wie Pheromone oder Aromatherapie können bei einzelnen Hunden ergänzend eingesetzt werden. Sie ersetzen jedoch weder Ruhetraining noch den eigentlichen Trainingsaufbau gegen Gewitterangst.

Ein sicherer Rückzugsort gehört zum Gewittertraining

Ein sicherer Rückzugsort ist für viele geräuschempfindliche Hunde besonders wichtig.

Das kann eine offene Hundebox, eine geschützte Ecke, ein Platz unter einem Tisch oder ein anderer Bereich sein, den dein Hund freiwillig auswählt.

Entscheidend ist, dass dieser Ort nicht nur während eines Gewitters existiert. Dein Hund sollte ihn bereits im normalen Alltag als sicheren Ruheplatz kennen.

Der Rückzugsort darf außerdem niemals zu einem Zwangsort werden. Wenn dein Hund lieber einen anderen Platz aufsucht, solltest du diese Kommunikation ernst nehmen.

Wie oft sollte man gegen Gewitterangst trainieren?

Regelmäßigkeit ist wichtiger als lange Trainingseinheiten. Mehrere kurze Einheiten pro Woche sind meist sinnvoller als seltene, sehr intensive Übungen.

Entscheidend ist aber nicht eine feste Zahl von Trainingstagen. Beobachte vielmehr, wie gut dein Hund die letzte Einheit verarbeitet hat.

War dein Hund anschließend entspannt, kann nach einer angemessenen Pause weitergearbeitet werden. Hat er dagegen noch längere Zeit Anspannung gezeigt, sollte der nächste Trainingsschritt leichter aufgebaut werden.

Wie lange dauert Training gegen Gewitterangst?

Für diese Frage gibt es keine feste Zeitangabe. Manche Hunde zeigen nach einigen Wochen erste Veränderungen, während andere mehrere Monate benötigen.

Einfluss haben unter anderem:

  • die Stärke der bestehenden Angst,
  • die Lerngeschichte des Hundes,
  • frühere negative Erfahrungen,
  • Alter und Gesundheitszustand,
  • allgemeines Stressniveau,
  • Trainingshäufigkeit
  • und die Genauigkeit des Trainingsaufbaus.

Deshalb sollte nicht nach einem festen Zeitplan trainiert werden. Dein Hund bestimmt mit seiner Körpersprache das Tempo.

Warum du bei Panik nicht einfach weitertrainieren solltest

Gerät dein Hund während einer Übung in deutliche Angst oder Panik, ist der Trainingsreiz zu stark.

In dieser Situation ist es nicht sinnvoll, die Übung fortzusetzen, damit der Hund „merkt, dass nichts passiert“.

Eine solche Überforderung kann vielmehr dazu führen, dass sich die negative emotionale Verknüpfung mit dem Geräusch weiter festigt.

Deshalb gilt: Training gegen Angst findet unterhalb der Angstgrenze statt. Sicherheit und Lernerfolg entstehen nicht dadurch, dass der Hund einen Reiz möglichst lange aushalten muss.

Was tun, wenn Geräuschtraining keine Fortschritte bringt?

Bleiben Fortschritte trotz sehr sorgfältigem Aufbau aus, sollte geprüft werden, ob tatsächlich der richtige Auslöser trainiert wird.

Vielleicht reagiert dein Hund weniger auf den eigentlichen Donner als auf Vibrationen, Wetterumschwünge oder andere Begleiterscheinungen.

Ebenso können gesundheitliche Faktoren oder ein insgesamt sehr hohes Stressniveau die Trainingsfähigkeit beeinflussen.

Bei starker oder zunehmender Angst kann deshalb eine Kombination aus Training, tierärztlicher Untersuchung und gegebenenfalls zusätzlicher Unterstützung sinnvoll sein.

Kann eine Anti-Angst-Weste das Training unterstützen?

Manche Hundehalter nutzen ergänzend Anti-Angst-Westen wie ein Thundershirt.

Der gleichmäßige Körperdruck kann von einzelnen Hunden als angenehm empfunden werden. Andere Hunde zeigen kaum eine Veränderung oder empfinden das enge Kleidungsstück als belastend.

Eine solche Weste kann deshalb nur ergänzend eingesetzt werden und sollte bereits in ruhigen Alltagssituationen positiv kennengelernt worden sein.

Sie ersetzt kein systematisch aufgebautes Training.

Wann reichen Training und Management nicht mehr aus?

Bei leichter oder mittlerer Angst können Management, Rückzugsort und Training häufig wichtige Veränderungen bewirken.

Zeigt dein Hund jedoch massive Panik, gefährliches Fluchtverhalten, Selbstverletzungen oder ist während eines Gewitters kaum noch ansprechbar, sollte tierärztlich abgeklärt werden, ob eine zusätzliche Behandlung sinnvoll ist.

Eine medikamentöse Unterstützung ist kein Scheitern des Trainings. Bei stark belasteten Hunden kann sie dazu beitragen, das Angstniveau zu reduzieren und dadurch überhaupt wieder Lernfähigkeit zu ermöglichen.

Training gegen Gewitterangst beim Hund in Stuttgart

Gerade in Stuttgart und der Region Baden-Württemberg treten während der Sommermonate regelmäßig Gewitter auf. Hundehalter aus Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen, Sindelfingen und Leonberg erleben häufig, dass ihre Hunde bereits vor dem ersten Donner erste Stresssignale zeigen. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

In unserer Hundeschule in Stuttgart zeigt sich immer wieder, wie unterschiedlich Hunde auf dieselben Geräusche reagieren. Manche können bereits mit sehr leisen Gewitteraufnahmen sinnvoll arbeiten, während andere noch deutlich kleinschrittiger vorbereitet werden müssen.

Deshalb betrachten wir nicht nur das Geräusch selbst. Wichtig sind Körpersprache, Erregungslage, Orientierung am Menschen, bisherige Erfahrungen und die Frage, ab welchem Punkt der Hund nicht mehr entspannt lernen kann.

Besonders sinnvoll ist ein Trainingsbeginn außerhalb der eigentlichen Gewittersituation. Dann können Geräusche, Ruhe, Rückzug und Orientierung kontrolliert aufgebaut werden, ohne dass der Hund gleichzeitig mit einem echten Gewitter umgehen muss.

Wir unterstützen Hundehalter aus Stuttgart und der gesamten Region dabei, ein individuelles Training gegen Gewitterangst und Geräuschangst aufzubauen, das sich am jeweiligen Hund und nicht an einem starren Trainingsschema orientiert.

Häufige Fragen zum Training gegen Gewitterangst beim Hund

Wann sollte ich mit dem Training gegen Gewitterangst beginnen?

Idealerweise beginnst du lange vor der eigentlichen Gewittersaison und an einem Tag, an dem dein Hund entspannt ist. Training funktioniert deutlich besser, wenn dein Hund nicht bereits unter akutem Stress steht.

Wie trainiere ich Gewitterangst beim Hund?

Ein sinnvoller Aufbau kombiniert sehr leises Geräuschtraining, sichere Erfahrungen, Ruhe, Orientierung und einen freiwillig nutzbaren Rückzugsort. Die Intensität wird nur erhöht, solange dein Hund entspannt bleibt.

Wie oft sollte ich Gewittergeräusche mit meinem Hund trainieren?

Kurze und regelmäßige Einheiten sind meist sinnvoller als lange Trainingsphasen. Entscheidend ist jedoch nicht eine feste Zahl, sondern wie gut dein Hund die jeweilige Einheit verarbeitet.

Wie laut dürfen Gewittergeräusche beim Training sein?

Nur so laut, dass dein Hund sie wahrnimmt und trotzdem entspannt bleibt. Zeigt er Anspannung, Erstarren, Hecheln oder andere Stresssignale, sollte die Lautstärke wieder reduziert werden.

Sind Gewitter-Soundtracks für Hunde sinnvoll?

Sie können ein hilfreiches Trainingswerkzeug sein, weil Lautstärke und Dauer kontrolliert werden können. Ein Soundtrack bildet ein echtes Gewitter allerdings nicht vollständig ab, da weitere Umweltreize fehlen.

Kann ich Gewittergeräusche einfach immer lauter machen?

Nein. Die Lautstärke sollte nur gesteigert werden, wenn dein Hund auf der aktuellen Stufe wirklich entspannt bleibt. Zu schnelle Steigerungen können die Angst verstärken.

Kann ich meinen Hund während eines echten Gewitters trainieren?

Ein echtes Gewitter ist nicht kontrollierbar. Bleibt dein Hund entspannt, kannst du bekannte Strategien nutzen. Bei deutlicher Angst sollte dagegen Sicherheit und Management Vorrang vor neuen Trainingsübungen haben.

Was mache ich, wenn mein Hund beim Geräuschtraining Angst bekommt?

Reduziere die Schwierigkeit unmittelbar – beispielsweise Lautstärke, Dauer oder Nähe zur Geräuschquelle. Dein Hund sollte im Training nicht dazu gebracht werden, Angst auszuhalten.

Kann Gewitterangst beim Hund vollständig verschwinden?

Manche Hunde entwickeln durch sorgfältiges Training deutlich gelassenere Reaktionen. Ob die Angst vollständig verschwindet, hängt von der individuellen Vorgeschichte, Stärke der Angst und weiteren Faktoren ab.

Warum hat mein Hund Angst vor echtem Donner, aber nicht vor Gewitter-Soundtracks?

Ein echtes Gewitter besteht aus mehr als einem Geräusch. Lichtblitze, Vibrationen, Wind, Luftdruckveränderungen und tiefe Frequenzen können zusätzliche Auslöser sein, die eine Aufnahme nicht vollständig wiedergibt.

Hilft eine Hundebox bei Gewitterangst?

Eine positiv aufgebaute, freiwillig nutzbare Hundebox kann für manche Hunde ein sicherer Rückzugsort sein. Sie sollte niemals während eines Gewitters gegen den Willen des Hundes geschlossen oder als Zwangsort verwendet werden.

Kann mein Hund Angst vor Donner haben, aber nicht vor Blitz?

Ja. Manche Hunde reagieren hauptsächlich auf Geräusche oder Vibrationen, andere zusätzlich auf Lichtreize oder atmosphärische Veränderungen. Die relevanten Auslöser unterscheiden sich individuell.

Kann Gewitterangst beim Hund im Alter plötzlich auftreten?

Ja. Schmerzen, Hörveränderungen, neurologische oder altersbedingte Veränderungen können Einfluss auf Geräuschangst haben. Plötzlich neu auftretende Angst sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden.

Sollte ich bei Gewitterangst Pheromone einsetzen?

Pheromone können bei einzelnen Hunden unterstützend wirken. Sie sollten jedoch als Ergänzung betrachtet werden und ersetzen weder einen guten Trainingsaufbau noch Managementmaßnahmen.

Wann brauche ich professionelle Hilfe bei Gewitterangst?

Wenn dein Hund starke Panik, Fluchtverhalten, Selbstgefährdung oder sehr deutliche Stressreaktionen zeigt oder dein eigener Trainingsaufbau keine Fortschritte bringt, ist individuelle fachliche Unterstützung sinnvoll.

Wann sollte ich wegen Gewitterangst zum Tierarzt?

Bei plötzlich neu auftretender Angst, deutlicher Verschlechterung, massiver Panik, Selbstverletzungsgefahr oder sehr starken körperlichen Stressreaktionen sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.

Fazit: Gewitterangst lässt sich nur kleinschrittig trainieren

Langfristiges Training gegen Gewitterangst beginnt nicht beim nächsten Gewitter, sondern in entspannten Alltagssituationen. Kontrollierte Geräuschaufnahmen können dabei helfen, einzelne Reize in einer Intensität zu trainieren, die dein Hund bewältigen kann.

Entscheidend sind kleine Schritte, genaues Beobachten der Körpersprache und die Bereitschaft, jederzeit wieder einen Schritt zurückzugehen, wenn dein Hund Anspannung zeigt.

Ein gutes Training zwingt deinen Hund nicht dazu, Donner auszuhalten. Es schafft Situationen, in denen dein Hund neue Erfahrungen machen kann, ohne von Angst überwältigt zu werden. Rückzugsort, Ruhe, Orientierung und individuell angepasste Trainingsschritte bilden dabei die Grundlage.

Bei ausgeprägter Panik oder plötzlich auftretender Geräuschangst sollte zusätzlich tierärztlich geprüft werden, ob gesundheitliche Faktoren oder eine weitere therapeutische Unterstützung berücksichtigt werden müssen.

Du möchtest die Gewitterangst deines Hundes langfristig trainieren?

Wenn dein Hund bereits bei leisen Geräuschen unsicher wird oder du nicht weißt, wie klein die ersten Trainingsschritte sein müssen, lohnt sich ein individueller Blick auf Körpersprache, Auslöser und Belastungsgrenze.

In unserer Hundeschule in Stuttgart unterstützen wir Hundehalter aus Stuttgart und der gesamten Region dabei, ein individuell abgestimmtes Training gegen Gewitterangst und Geräuschangst aufzubauen.

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Praktische Helfer für mehr Ruhe & Sicherheit bei Gewitter

Gewitter können für geräuschempfindliche Hunde eine große Herausforderung sein. Neben einem geschützten Rückzugsort, Ruhe und einem vorausschauenden Umgang mit der Situation können einige praktische Hilfsmittel dabei unterstützen, deinen Hund während eines Gewitters bestmöglich zu begleiten.

Gehörschutz für Hunde

Ein Gehörschutz kann für manche Hunde eine zusätzliche Möglichkeit sein, Geräusche von außen etwas abzuschirmen. Wichtig ist, dass dein Hund den Gehörschutz bereits in entspannten Situationen kennenlernen kann. Er sollte niemals erst während akuter Angst oder gegen den Willen des Hundes angelegt werden.

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GPS-Tracker für zusätzliche Sicherheit

Manche Hunde reagieren auf Gewitter mit ausgeprägtem Fluchtverhalten. Ein GPS-Tracker kann deshalb eine zusätzliche Absicherung sein, falls dein Hund trotz aller Vorsichtsmaßnahmen entlaufen sollte. Er ersetzt natürlich weder Leine noch eine sichere Ausrüstung.

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Ein Adressanhänger mit deiner aktuellen Telefonnummer ist eine einfache zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Sollte dein Hund während eines Gewitters entlaufen und gefunden werden, kann die Kontaktaufnahme dadurch schnell und unkompliziert erfolgen.

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Schleckmatte für ruhige Beschäftigung

Eine Schleckmatte kann deinem Hund während eines Gewitters eine ruhige Beschäftigung anbieten, sofern er in dieser Situation noch Futter annehmen kann. Sie sollte deinem Hund bereits bekannt sein und kann beispielsweise in seinem geschützten Rückzugsbereich angeboten werden.

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Wichtig: Diese Hilfsmittel ersetzen kein individuell angepasstes Training. Zeigt dein Hund bei Gewitter starke Angst oder Panik, sollte die Situation fachkundig und gegebenenfalls tierärztlich begleitet werden.

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