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Gewitterangst entwickeln

  • Isabel Scheu
  • 13.06.2025
  • Gewitterangst

Gewitterangst beim Hund: Warum manche Hunde Angst haben und andere entspannt bleiben

Während einige Hunde ein Gewitter scheinbar völlig gelassen verschlafen, reagieren andere bereits auf erste Wetterveränderungen mit Unruhe. Sie hecheln, zittern, laufen rastlos durch die Wohnung, suchen verstärkt die Nähe ihres Menschen oder ziehen sich in geschützte Bereiche zurück. Doch warum haben manche Hunde Gewitterangst, während andere Blitz und Donner kaum beachten?

Die Antwort ist komplexer als die häufige Annahme, ein Hund sei einfach besonders ängstlich oder schlecht an Geräusche gewöhnt. Ob ein Hund Angst vor Gewitter entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab. Genetische Veranlagung, Persönlichkeit, frühe Erfahrungen, Lerngeschichte, Sinneswahrnehmung, allgemeines Stressniveau und gesundheitliche Veränderungen können gemeinsam beeinflussen, wie ein Hund auf ein Unwetter reagiert.

Hinzu kommt: Ein Gewitter besteht für deinen Hund nicht nur aus lautem Donner. Wetterumschwünge, Wind, Regen, Lichtblitze, Vibrationen und entfernte Geräusche können bereits deutlich früher wahrgenommen werden. Deshalb wirken manche Hunde schon angespannt, obwohl für uns Menschen scheinbar noch gar nichts passiert.

Besonders wichtig ist deshalb, nicht nur auf offensichtliche Panik zu achten. Häufig verändert sich die Körpersprache eines Hundes schon lange vorher. Wer diese frühen Signale erkennt, kann wesentlich früher reagieren und den Hund sinnvoll unterstützen.

In diesem Beitrag erfährst du ausführlich, warum manche Hunde Angst vor Gewittern haben und andere nicht, welche Rolle Genetik, Persönlichkeit, Welpenzeit und Sinneswahrnehmung spielen, warum Gewitterangst auch erst im Alter auftreten kann und was du tun kannst, wenn dein Hund bei Blitz und Donner zunehmend unsicher wird.

Individuelle Sensibilität

Manche Hunde reagieren von Natur aus empfindlicher auf Geräusche, Umweltveränderungen und Stress.

Erfahrungen & Lernen

Positive wie negative Erfahrungen können beeinflussen, wie dein Hund Gewitter später bewertet.

Mehr als Donner

Hunde können bereits auf Wetterumschwünge, Wind, Vibrationen und entfernte Geräusche reagieren.

Warum reagieren Hunde so unterschiedlich auf Gewitter?

Zwei Hunde können dasselbe Gewitter erleben und vollkommen unterschiedlich darauf reagieren. Während der eine entspannt auf seinem Liegeplatz bleibt, beginnt der andere bereits bei entferntem Grollen unruhig durch die Wohnung zu laufen.

Der Grund dafür liegt darin, dass Angst nicht ausschließlich vom äußeren Reiz abhängt. Entscheidend ist ebenso, wie der einzelne Hund diesen Reiz wahrnimmt und bewertet.

Dabei können verschiedene Faktoren zusammenspielen:

  • genetische Veranlagung und individuelle Sensibilität,
  • Persönlichkeit und Temperament,
  • Erfahrungen während der Welpen- und Junghundezeit,
  • spätere negative Erlebnisse,
  • allgemeines Stressniveau,
  • Sinneswahrnehmung,
  • körperlicher und gesundheitlicher Zustand
  • und die Intensität des jeweiligen Gewitters.

Deshalb gibt es bei Gewitterangst keine einfache Erklärung, die auf jeden Hund gleichermaßen zutrifft.

Genetische Veranlagung: Ist Gewitterangst beim Hund erblich?

Genetische Faktoren können beeinflussen, wie sensibel ein Hund auf Stress, Geräusche und Veränderungen seiner Umwelt reagiert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Gewitterangst einfach vererbt wird und ein Hund deshalb zwangsläufig Angst entwickeln muss. Vielmehr kann eine genetische Veranlagung beispielsweise dazu beitragen, dass ein Hund schneller auf Umweltreize reagiert oder eine niedrigere individuelle Reizschwelle besitzt.

Ebenso wenig lässt sich Gewitterangst pauschal einer bestimmten Hunderasse zuschreiben. Selbst innerhalb derselben Rasse können die Unterschiede erheblich sein.

Ein genetisch sensibler Hund kann durch gute Erfahrungen und einen passenden Umgang trotzdem sehr stabil werden. Umgekehrt kann auch ein grundsätzlich selbstsicherer Hund nach einem belastenden Erlebnis eine ausgeprägte Geräuschangst entwickeln.

Die Persönlichkeit des Hundes beeinflusst seine Reaktion

Auch die individuelle Persönlichkeit spielt eine wichtige Rolle. Manche Hunde begegnen unbekannten Situationen von Natur aus eher neugierig und gelassen, während andere Veränderungen schneller als belastend wahrnehmen.

Ein sensibler oder generell unsicherer Hund kann deshalb stärker auf ein Gewitter reagieren als ein Hund, der neue Umweltreize leicht verarbeitet.

Mehr dazu findest du im Beitrag Warum Hunde unterschiedlich auf Gewitter reagieren.

Dabei sollte „sensibel“ nicht mit „schwach“ gleichgesetzt werden. Sensibilität beschreibt zunächst nur, dass ein Hund bestimmte Reize besonders intensiv wahrnimmt oder schneller darauf reagiert.

Frühe Erfahrungen in der Welpenzeit

Die frühe Entwicklung eines Hundes kann ebenfalls beeinflussen, wie er später mit ungewohnten Geräuschen und Umweltreizen umgeht.

In der Welpenzeit sammelt ein Hund zahlreiche Erfahrungen, aus denen sich seine spätere Einschätzung der Umwelt mitentwickelt. Dabei geht es nicht darum, einen Welpen wahllos möglichst vielen lauten Reizen auszusetzen.

Entscheidend sind kontrollierte, angemessene und möglichst positive Erfahrungen. Mehr zum Zusammenhang findest du unter Wie Gewitterangst entstehen kann.

Auch ein behutsam aufgebautes Geräuschtraining kann dazu beitragen, dass ein junger Hund unterschiedliche Geräusche kennenlernt, ohne dabei überfordert zu werden.

Eine Garantie dafür, dass ein Hund später niemals Gewitterangst entwickelt, gibt es allerdings nicht.

Negative Erfahrungen können Gewitterangst auslösen

Gewitterangst muss nicht bereits im Welpenalter entstehen. Auch ein Hund, der jahrelang gelassen auf Donner reagiert hat, kann nach einem besonders intensiven oder belastenden Ereignis plötzlich unsicher werden.

Denkbar ist beispielsweise ein sehr lauter Donnerschlag in unmittelbarer Nähe, während der Hund gleichzeitig ohnehin gestresst, allein oder erschrocken war.

Das Gehirn kann solche Erlebnisse miteinander verknüpfen. Bei späteren Gewittern wird dann nicht nur der konkrete Knall, sondern möglicherweise bereits das gesamte Umfeld als Warnsignal wahrgenommen.

Dadurch kann sich die Angst auf immer frühere Anzeichen ausweiten:

  • dunkle Wolken,
  • Wind,
  • Regen,
  • entferntes Grollen
  • oder andere typische Veränderungen vor einem Gewitter.

Warum Hunde Gewitter oft früher wahrnehmen als wir

Hunde besitzen sehr leistungsfähige Sinnesorgane und nehmen ihre Umwelt teilweise anders wahr als Menschen.

Mehr über diese Fähigkeiten findest du im Beitrag Die Sinnesorgane des Hundes.

Bei einem herannahenden Gewitter können verschiedene Veränderungen auftreten, die für einen Hund bereits deutlich wahrnehmbar sind:

  • entfernte und tieffrequente Geräusche,
  • stärker werdender Wind,
  • Regen,
  • Veränderungen der Umgebung,
  • Vibrationen
  • und möglicherweise Veränderungen des Luftdrucks.

Dadurch lässt sich erklären, warum manche Hunde schon nervös werden, obwohl der erste Donner für uns Menschen noch gar nicht hörbar ist.

Ein scheinbar „grundlos“ unruhiger Hund kann also bereits Informationen aus seiner Umwelt wahrnehmen, die wir selbst noch nicht bewusst registriert haben.

Donner ist nicht der einzige Auslöser für Gewitterangst

Häufig wird Gewitterangst ausschließlich mit dem lauten Donner gleichgesetzt. In der Praxis ist das jedoch oft zu kurz gedacht.

Ein Gewitter besteht aus einem ganzen Paket unterschiedlicher Reize:

  • plötzlichen lauten Geräuschen,
  • tiefem Grollen,
  • Lichtblitzen,
  • Vibrationen,
  • Wind,
  • Regen
  • und einer sich verändernden Umgebung.

Deshalb kann ein Hund bei einer abgespielten Donneraufnahme vollkommen entspannt bleiben und bei einem echten Gewitter trotzdem starke Angst zeigen.

Für ein sinnvolles Training ist es deshalb wichtig herauszufinden, welche Reize für deinen Hund tatsächlich relevant sind.

Welche Rolle spielt das allgemeine Stressniveau?

Ein Hund reagiert nicht jeden Tag gleich. Seine Belastbarkeit hängt auch davon ab, was zuvor passiert ist.

Hatte dein Hund bereits einen sehr aufregenden Tag, viele Hundebegegnungen, ungewohnte Situationen oder wenig Ruhe, kann seine Reizschwelle niedriger sein.

Ein Gewitter, das an einem entspannten Tag kaum Probleme verursacht, kann dann deutlich stärker auf ihn wirken.

Deshalb betrachten wir Gewitterangst nicht isoliert. Auch Ruhe, Alltag, Erholung und die allgemeine Fähigkeit des Hundes, sich nach Belastungen wieder zu regulieren, spielen eine wichtige Rolle.

Kann das Verhalten des Menschen Gewitterangst beeinflussen?

Hunde beobachten ihre Bezugspersonen sehr genau. Sie nehmen Veränderungen in Körpersprache, Stimme und Verhalten wahr.

Mehr dazu findest du im Beitrag Wie sich die Stimmung des Besitzers auf Gewitterangst auswirkt.

Wird ein Mensch während eines Gewitters selbst hektisch, läuft ständig zum Fenster, reagiert erschrocken auf jeden Donnerschlag oder verändert sein Verhalten deutlich, kann dies einem unsicheren Hund zusätzliche Informationen liefern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass du deinen Hund bei Angst ignorieren musst. Ruhige Nähe und freundliche Zuwendung sind nicht grundsätzlich problematisch.

Entscheidend ist vielmehr, möglichst ruhig, klar und berechenbar zu bleiben. Sucht dein Hund deine Nähe, darfst du ihm diese geben. Möchte er sich zurückziehen, solltest du auch diesen Wunsch respektieren.

Warum zwei Hunde aus demselben Haushalt völlig unterschiedlich reagieren können

Besonders deutlich wird die Individualität von Gewitterangst, wenn mehrere Hunde im selben Haushalt leben.

Beide Hunde erleben dasselbe Wetter, dieselbe Wohnung und denselben Menschen – trotzdem kann einer vollkommen entspannt bleiben, während der andere deutlich gestresst reagiert.

Das zeigt, dass nicht ein einzelner Umweltfaktor entscheidet. Persönlichkeit, Lerngeschichte, individuelle Wahrnehmung und Stressverarbeitung sind bei jedem Hund unterschiedlich.

Genau deshalb sollte ein Hund nicht mit einem anderen verglichen werden. Aussagen wie „Der andere hat doch auch keine Angst“ helfen einem betroffenen Hund nicht.

Warum Gewitterangst erst im Alter auftreten kann

Manche Hunde entwickeln erst im Erwachsenen- oder Seniorenalter eine deutliche Angst vor Gewittern.

Das kann durch neue negative Erfahrungen entstehen. Ebenso können gesundheitliche oder altersbedingte Veränderungen die Reizverarbeitung beeinflussen.

Mögliche Einflussfaktoren sind beispielsweise:

  • Schmerzen,
  • Veränderungen des Hörvermögens,
  • neurologische Veränderungen,
  • altersbedingte kognitive Veränderungen
  • oder eine allgemein niedrigere Belastbarkeit.

Deshalb sollte plötzlich neu auftretende Gewitterangst insbesondere bei älteren Hunden tierärztlich abgeklärt werden.

Warum manche Hunde keine Angst vor Gewittern haben

Genauso interessant ist die Frage, warum manche Hunde selbst bei starkem Donner vollkommen entspannt bleiben.

Häufig kommen mehrere günstige Faktoren zusammen:

  • ein grundsätzlich stabiles Temperament,
  • eine hohe individuelle Belastbarkeit,
  • gute frühe Erfahrungen,
  • keine belastenden Ereignisse mit Gewitter,
  • ein ruhiges Alltagsumfeld
  • und eine gute Fähigkeit zur Selbstregulation.

Trotzdem bedeutet Gelassenheit nicht, dass dieser Hund weniger hört oder das Gewitter überhaupt nicht wahrnimmt. Er bewertet die wahrgenommenen Reize lediglich anders.

Kann Gewitterangst von anderen Hunden übernommen werden?

Hunde beobachten nicht nur Menschen, sondern auch andere Hunde. Deshalb kann das Verhalten eines sehr angespannten Artgenossen Einfluss auf die Stimmung eines zweiten Hundes haben.

Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Gewitterangst einfach „abgeguckt“ wird. Auch hier spielen die eigene Sensibilität und die bisherigen Erfahrungen des Hundes eine Rolle.

Ein grundsätzlich gelassener Hund kann trotz eines ängstlichen Partners ruhig bleiben. Ein ohnehin sensibler Hund kann dagegen zusätzliche Unruhe entwickeln, wenn ein anderer Hund stark panisch reagiert.

Kann man verhindern, dass ein Welpe Gewitterangst entwickelt?

Eine hundertprozentige Vorbeugung gibt es nicht. Trotzdem kannst du deinem Welpen helfen, verschiedene Umweltreize kontrolliert und positiv kennenzulernen.

Wichtig ist dabei vor allem:

  • neue Geräusche behutsam kennenlernen lassen,
  • den Welpen nicht absichtlich erschrecken,
  • Überforderung vermeiden,
  • Ruhe und Erholung ermöglichen,
  • auf seine Körpersprache achten
  • und Umweltreize nicht nach dem Motto „da muss er durch“ präsentieren.

Ziel einer guten Sozialisation ist nicht, möglichst viele Reize in möglichst kurzer Zeit abzuhaken. Entscheidend ist die Qualität der Erfahrungen.

Kann Training Gewitterangst reduzieren?

Ja, viele Hunde können durch einen gut aufgebauten Trainingsprozess lernen, gelassener mit bestimmten Gewitterreizen umzugehen.

Voraussetzung ist, dass das Training kleinschrittig und unterhalb der individuellen Angstgrenze erfolgt.

Möglich sind beispielsweise:

  • kontrolliertes Geräuschtraining mit sehr niedriger Lautstärke,
  • Aufbau eines sicheren Rückzugsortes,
  • Verbesserung von Ruhe und Orientierung,
  • frühzeitiges Erkennen von Stresssignalen
  • und gutes Management während tatsächlicher Gewitter.

Gerät dein Hund dagegen bereits in Panik, steht nicht Training, sondern Sicherheit und Stressreduktion im Vordergrund.

Wann braucht ein Hund professionelle Unterstützung?

Nicht jede leichte Unsicherheit erfordert sofort professionelle Hilfe. Deutlich ausgeprägte Angst sollte jedoch nicht über längere Zeit einfach hingenommen werden.

Fachliche Unterstützung ist besonders sinnvoll, wenn dein Hund:

  • stark zittert oder extrem hechelt,
  • panische Fluchtversuche zeigt,
  • sich selbst gefährdet,
  • kaum noch ansprechbar ist,
  • bereits lange vor einem Gewitter starke Angst entwickelt,
  • nach dem Gewitter nur sehr langsam zur Ruhe kommt
  • oder seine Angst zunehmend stärker wird.

Bei starker Panik oder plötzlich auftretender Angst sollte zusätzlich eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.

Gewitterangst beim Hund in Stuttgart

Auch in Stuttgart und der Region Baden-Württemberg reagieren Hunde während der Gewittersaison sehr unterschiedlich. Hundehalter aus Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Leonberg berichten von Unruhe, Hecheln, Zittern, Versteckverhalten oder starken Fluchtreaktionen bei ihren Hunden. :contentReference[oaicite:2]{index=2}

In unserer Hundeschule in Stuttgart zeigt sich immer wieder, dass bei Gewitterangst selten nur ein einzelner Auslöser verantwortlich ist. Häufig wirken Persönlichkeit, Erfahrungen, Lerngeschichte, individuelle Wahrnehmung und aktuelle Stressbelastung zusammen.

Besonders wichtig ist uns deshalb, nicht nur auf das sichtbare Zittern oder die Panik zu schauen. Interessant ist bereits, wann sich dein Hund verändert: Wird sein Blick wacher? Kann er schlechter liegen bleiben? Sucht er plötzlich deine Nähe? Beginnt er zu hecheln oder wechselt ständig den Platz?

Diese frühen Veränderungen helfen dabei, die individuelle Belastungsgrenze besser einzuschätzen und Unterstützung früher anzubieten.

Wir unterstützen Hundehalter aus Stuttgart und Umgebung dabei, die Körpersprache ihres Hundes besser zu verstehen und einen individuell passenden Umgang mit Gewitter- und Geräuschangst aufzubauen.

Häufige Fragen: Warum haben manche Hunde Gewitterangst und andere nicht?

Warum haben manche Hunde Angst vor Gewittern und andere nicht?

Die Unterschiede entstehen durch ein Zusammenspiel aus genetischer Sensibilität, Persönlichkeit, Erfahrungen, Lerngeschichte, Sinneswahrnehmung und aktuellem Stressniveau. Deshalb können selbst Hunde derselben Rasse völlig unterschiedlich reagieren.

Ist Gewitterangst beim Hund erblich?

Genetische Faktoren können beeinflussen, wie sensibel ein Hund auf Stress und Umweltreize reagiert. Sie sind aber nur ein Teil der Erklärung. Erfahrungen und Umweltfaktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Sind bestimmte Hunderassen anfälliger für Gewitterangst?

Unterschiede zwischen Hunden lassen sich nicht zuverlässig allein über die Rasse erklären. Persönlichkeit, Erfahrungen, Sensibilität und Gesundheitszustand sind ebenfalls entscheidend.

Warum hat mein Hund plötzlich Angst vor Donner?

Gewitterangst kann nach einem belastenden Erlebnis entstehen oder sich durch gesundheitliche und altersbedingte Veränderungen entwickeln. Plötzlich neu auftretende Angst sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden.

Warum ist mein Hund schon vor dem Gewitter nervös?

Hunde können frühe Umweltveränderungen wahrnehmen, beispielsweise entfernte Geräusche, Wind, Regen, Vibrationen oder Veränderungen der Wetterlage. Deshalb reagieren manche Hunde bereits vor dem ersten hörbaren Donner.

Warum haben manche Hunde überhaupt keine Angst vor Gewitter?

Ein stabiles Temperament, positive Erfahrungen, geringe Geräuschempfindlichkeit und eine gute Fähigkeit zur Stressregulation können dazu beitragen, dass ein Hund Gewitterreize neutral bewertet.

Kann ein einzelnes Gewitter Angst beim Hund auslösen?

Ja. Ein besonders intensives oder erschreckendes Erlebnis kann zu einer negativen Verknüpfung führen. Später können ähnliche Geräusche oder Wetterreize erneut Angst auslösen.

Kann Gewitterangst erst im Alter entstehen?

Ja. Schmerzen, Hörveränderungen, neurologische oder kognitive Veränderungen können die Reizempfindlichkeit älterer Hunde beeinflussen. Neu auftretende Angst sollte deshalb tierärztlich untersucht werden.

Kann mein Verhalten die Gewitterangst meines Hundes beeinflussen?

Hunde nehmen Veränderungen in Körpersprache, Stimme und Verhalten ihres Menschen wahr. Hektik kann zusätzliche Unsicherheit erzeugen. Ruhige Nähe und Orientierung sind dagegen nicht grundsätzlich problematisch.

Soll ich meinen Hund bei Gewitter ignorieren?

Nein, nicht pauschal. Sucht dein Hund freiwillig deine Nähe, darfst du ihm diese geben. Möchte er sich zurückziehen, sollte auch das respektiert werden.

Kann mein Hund Angst haben, obwohl er noch Futter nimmt?

Ja. Manche Hunde können trotz Anspannung noch fressen. Die Futteraufnahme allein reicht deshalb nicht aus, um Angst auszuschließen. Beobachte immer die gesamte Körpersprache.

Können zwei Hunde im selben Haushalt unterschiedlich auf Gewitter reagieren?

Ja. Persönlichkeit, Sensibilität, Lerngeschichte und Stressverarbeitung sind individuell. Deshalb kann ein Hund entspannt bleiben, während der andere starke Angst zeigt.

Kann Gewitterangst von einem anderen Hund übernommen werden?

Die Unruhe eines anderen Hundes kann die Stimmung beeinflussen, Gewitterangst wird jedoch nicht automatisch übernommen. Die eigene Sensibilität und Lerngeschichte bleiben entscheidend.

Kann man Gewitterangst beim Welpen verhindern?

Vollständig verhindern lässt sich Gewitterangst nicht. Eine behutsame, positive Gewöhnung an unterschiedliche Umweltreize kann jedoch dazu beitragen, dass ein Welpe später gelassener mit neuen Geräuschen umgeht.

Kann man Gewitterangst beim Hund trainieren?

Viele Hunde können durch kleinschrittiges Geräuschtraining, Ruhe, Orientierung und einen sicheren Rückzugsort lernen, gelassener auf Gewitterreize zu reagieren.

Wann sollte ich bei Gewitterangst professionelle Hilfe suchen?

Bei Panik, Fluchtversuchen, Selbstgefährdung, stark zunehmender Angst oder fehlenden Fortschritten trotz sorgfältigem Training ist fachliche Unterstützung sinnvoll. Bei starker oder plötzlich neu auftretender Angst sollte zusätzlich tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Gewitterangst entsteht durch ein individuelles Zusammenspiel vieler Faktoren

Warum manche Hunde Gewitter völlig gelassen überstehen und andere bereits vor dem ersten Donner deutliche Angst zeigen, lässt sich nicht mit einer einzigen Ursache erklären.

Genetische Sensibilität, Persönlichkeit, frühe und spätere Erfahrungen, individuelle Sinneswahrnehmung, allgemeines Stressniveau und gesundheitliche Faktoren können gemeinsam beeinflussen, wie dein Hund ein Gewitter bewertet.

Entscheidend ist deshalb nicht, deinen Hund mit anderen zu vergleichen. Beobachte seine individuelle Körpersprache, erkenne frühe Stresssignale und richte Unterstützung und Training an seiner tatsächlichen Belastungsgrenze aus.

Je früher du erkennst, welche Reize deinem Hund Schwierigkeiten bereiten, desto gezielter kannst du ihn langfristig unterstützen.

Du möchtest verstehen, warum dein Hund bei Gewitter so stark reagiert?

Wenn dein Hund bereits bei Wetterumschwüngen unruhig wird, beim Donner zittert oder sich kaum noch entspannen kann, lohnt sich ein genauer Blick auf seine individuellen Auslöser.

In unserer Hundeschule in Stuttgart unterstützen wir Hundehalter aus Stuttgart und der gesamten Region dabei, die Körpersprache ihres Hundes besser zu verstehen und ein individuell angepasstes Training gegen Gewitter- und Geräuschangst aufzubauen.

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Wichtig: Diese Hilfsmittel ersetzen kein individuell angepasstes Training. Zeigt dein Hund bei Gewitter starke Angst oder Panik, sollte die Situation fachkundig und gegebenenfalls tierärztlich begleitet werden.

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