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Ohrenpflege

  • Isabel Scheu
  • 03.10.2024
  • Pflege

Ohrenpflege beim Hund: Ohren richtig reinigen, Entzündungen erkennen und Fehler vermeiden

Die Ohren deines Hundes sind empfindliche Sinnesorgane und sollten regelmäßig aufmerksam kontrolliert werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes Hundeohr ständig gereinigt werden muss. Viele gesunde Hunde besitzen Ohren, die sich weitgehend selbst sauber halten und nur wenig zusätzliche Pflege benötigen.

Eine gute Ohrenpflege beim Hund beginnt deshalb nicht mit einem Ohrreiniger, sondern mit Beobachtung. Wie sieht die Ohrmuschel normalerweise aus? Wie viel Ohrenschmalz ist bei deinem Hund üblich? Riecht das Ohr unauffällig? Lässt dein Hund sich dort problemlos berühren oder beginnt er plötzlich häufiger den Kopf zu schütteln beziehungsweise am Ohr zu kratzen?

Veränderungen können wichtige Hinweise liefern. Rötung, unangenehmer Geruch, deutlich vermehrtes Sekret, Schmerzempfindlichkeit oder häufiges Kopfschütteln können beispielsweise mit einer Ohrenentzündung beim Hund, einem Fremdkörper, Parasiten oder anderen Ursachen zusammenhängen.

Besonders nach dem Schwimmen, Baden oder Spaziergängen durch hohes Gras lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf die Ohren. Feuchtigkeit kann bei empfindlichen Hunden eine Rolle spielen, während Grannen in den Gehörgang gelangen und innerhalb kurzer Zeit deutliche Beschwerden verursachen können.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du, wie gesunde Hundeohren aussehen, wann eine Reinigung wirklich sinnvoll ist, wie du einen Ohrreiniger richtig verwendest, woran du Ohrentzündungen, Ohrmilben oder Fremdkörper erkennen kannst und bei welchen Symptomen dein Hund tierärztlich untersucht werden sollte. Außerdem schauen wir uns häufige Fehler wie Wattestäbchen, übermäßige Reinigung und ungeeignete Hausmittel genauer an.

Kontrollieren statt überpflegen

Ein gesundes, sauberes und unauffälliges Ohr muss nicht vorsorglich ständig mit Ohrreiniger behandelt werden.

Geruch ernst nehmen

Ein plötzlich deutlich unangenehmer Ohrgeruch kann zusammen mit Sekret, Rötung oder Juckreiz auf ein Problem hinweisen.

Grannen schnell abklären

Plötzlich heftiges Kopfschütteln nach einem Spaziergang durch hohes Gras kann auf einen Fremdkörper im Ohr hindeuten.

Warum ist Ohrenpflege beim Hund wichtig?

Die Ohren deines Hundes sind nicht nur für das Hörvermögen wichtig. Im Innenohr befinden sich außerdem Strukturen, die wesentlich am Gleichgewicht beteiligt sind.

Gleichzeitig ist insbesondere der äußere Gehörgang ein Bereich, in dem Feuchtigkeit, Ohrenschmalz, Fremdkörper und entzündliche Veränderungen auftreten können.

Gute Ohrenpflege bedeutet deshalb vor allem, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Je besser du weißt, wie die Ohren deines Hundes normalerweise aussehen und riechen, desto schneller erkennst du Abweichungen.

Dabei ist mehr Pflege nicht automatisch bessere Pflege. Zu häufiges oder unnötiges Reinigen kann die empfindliche Haut des Gehörgangs reizen.

Das Ziel ist deshalb nicht, jedes sichtbare bisschen Ohrenschmalz zu entfernen. Eine gewisse Menge Cerumen gehört zur natürlichen Umgebung des Ohres.

Wie ist das Hundeohr aufgebaut?

Das Hundeohr lässt sich grundsätzlich in äußeres Ohr, Mittelohr und Innenohr unterteilen.

Zum äußeren Ohr gehören die sichtbare Ohrmuschel und der äußere Gehörgang. Anders als beim Menschen verläuft der Gehörgang des Hundes nicht einfach geradlinig nach innen. Er besitzt zunächst einen eher vertikalen und anschließend einen horizontalen Abschnitt.

Diese Form ist einer der Gründe, warum du nicht versuchen solltest, mit Wattestäbchen oder anderen Gegenständen tief in das Ohr vorzudringen.

Am Ende des äußeren Gehörgangs liegt das Trommelfell. Dahinter befindet sich das Mittelohr mit den Gehörknöchelchen.

Das Innenohr enthält unter anderem die für das Hören und Gleichgewicht wichtigen Strukturen. Erkrankungen tieferer Ohrbereiche können deshalb neben Schmerzen und Hörproblemen auch eine auffällige Kopfhaltung oder Gleichgewichtsstörungen verursachen.

Welche Funktion hat Ohrenschmalz beim Hund?

Ohrenschmalz beziehungsweise Cerumen ist nicht grundsätzlich Schmutz, der vollständig entfernt werden muss.

Es gehört zur natürlichen Umgebung des äußeren Gehörgangs und besteht unter anderem aus Sekreten und abgestoßenen Hautbestandteilen.

Eine kleine Menge, die bei deinem Hund schon immer vorhanden war und weder unangenehm riecht noch Beschwerden verursacht, ist deshalb nicht automatisch problematisch.

Interessanter wird es, wenn sich Menge, Farbe, Konsistenz oder Geruch deutlich verändern. Dann solltest du genauer hinschauen, anstatt lediglich häufiger zu reinigen.

Wie sehen gesunde Hundeohren aus?

Ein gesundes Ohr sollte für deinen Hund unauffällig sein. Er kratzt nicht ständig daran, schüttelt nicht auffällig häufig den Kopf und reagiert nicht schmerzhaft auf normale Berührungen.

Die sichtbare Haut der Ohrmuschel beziehungsweise des erreichbaren Gehörgangs sollte nicht stark gerötet oder geschwollen sein.

Eine geringe Menge Ohrenschmalz kann normal sein. Auffällig sind dagegen plötzlich große Mengen, stark veränderte Farbe oder Konsistenz sowie ein intensiver unangenehmer Geruch.

Vergleiche im Zweifel beide Ohren miteinander. Ist nur ein Ohr plötzlich deutlich geröteter, schmutziger oder empfindlicher, kann dieser Unterschied bereits einen wichtigen Hinweis liefern.

Wie oft solltest du die Ohren deines Hundes kontrollieren?

Eine kurze Sichtkontrolle lässt sich problemlos in die normale Hundepflege integrieren.

Dafür musst du nicht ständig tief in das Ohr schauen. Hebe beziehungsweise halte die Ohrmuschel gelegentlich vorsichtig so, dass du den sichtbaren Bereich beurteilen kannst.

Achte dabei auf Rötungen, Schwellungen, ungewöhnliches Sekret und Veränderungen des Geruchs.

Besonders nach dem Schwimmen, Baden oder einem Spaziergang durch hohes Gras kann eine zusätzliche Kontrolle sinnvoll sein.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Kontrolle und Reinigung: Nur weil du regelmäßig in die Ohren schaust, musst du sie nicht jedes Mal reinigen.

Wie oft sollte man Hundeohren reinigen?

Für die Ohrenreinigung gibt es kein starres Intervall, das zu jedem Hund passt.

Ein Hund mit sauberen, geruchlosen und gesunden Ohren benötigt möglicherweise nur selten oder gar keine routinemäßige Reinigung.

Andere Hunde produzieren deutlich mehr Ohrenschmalz oder benötigen aufgrund eines bekannten Problems eine regelmäßige Reinigung nach tierärztlicher Empfehlung.

Die pauschale Regel, Hundeohren jede Woche oder alle zwei bis vier Wochen reinigen zu müssen, ist deshalb wenig sinnvoll.

Reinige so häufig wie nötig – aber nicht häufiger als sinnvoll.

Muss ein Ohr plötzlich immer häufiger gereinigt werden, weil sich ständig große Mengen Sekret bilden oder ein unangenehmer Geruch zurückkehrt, sollte nicht nur die Pflegeroutine intensiviert, sondern die Ursache untersucht werden.

Welche Hunde brauchen besonders aufmerksame Ohrenkontrollen?

Einige Hunde benötigen aufgrund ihrer individuellen Voraussetzungen eine besonders aufmerksame Kontrolle.

Dazu gehören beispielsweise Hunde, die regelmäßig schwimmen oder bereits wiederkehrende Ohrentzündungen hatten.

Auch bekannte Allergien, Hauterkrankungen, sehr stark behaarte Ohrbereiche oder bestimmte anatomische Besonderheiten können eine Rolle spielen.

Hunde mit Schlappohren werden häufig pauschal als besonders anfällig bezeichnet. Die Ohrform allein entscheidet jedoch nicht darüber, ob ein Hund regelmäßig eine Otitis entwickelt.

Entscheidend bleibt immer der individuelle Zustand des Ohres und mögliche zugrunde liegende Ursachen.

Hundeohren richtig reinigen

Ist eine Reinigung tatsächlich notwendig, solltest du zunächst einen geeigneten Ohrreiniger verwenden, der ausdrücklich für Hunde vorgesehen ist beziehungsweise von deinem Tierarzt empfohlen wurde.

Bevor du beginnst, schaue dir das Ohr sorgfältig an. Ist es stark gerötet, geschwollen oder offensichtlich schmerzhaft, solltest du nicht einfach eine große Menge Reiniger hineingeben und anschließend abwarten.

Auch bei eitrigem Sekret, starkem Geruch oder einem möglichen Fremdkörper sollte zuerst geklärt werden, was die Beschwerden verursacht.

Soll ein ansonsten unauffälliges Ohr gereinigt werden, hebst du die Ohrmuschel vorsichtig an und verwendest den Ohrreiniger entsprechend seiner Anwendungsempfehlung.

Die Flaschenspitze sollte nicht tief in den Gehörgang eingeführt werden.

Ohrreiniger richtig einmassieren

Nach dem Einbringen eines geeigneten Ohrreinigers kann die Ohrbasis vorsichtig massiert werden.

Dadurch verteilt sich die Flüssigkeit im äußeren Gehörgang und kann dort vorhandene Ablagerungen lösen.

Anschließend darf dein Hund den Kopf schütteln. Das ist ein wichtiger Bestandteil der Reinigung, denn dadurch werden Flüssigkeit und gelöstes Material nach außen transportiert.

Plane die Reinigung deshalb an einem Ort, an dem herausspritzender Ohrreiniger kein Problem darstellt.

Anschließend können die im sichtbaren Bereich angekommenen Ablagerungen vorsichtig entfernt werden.

Nach der Reinigung nur den sichtbaren Bereich auswischen

Nach dem Kopfschütteln kannst du gelösten Schmutz und überschüssigen Ohrreiniger mit einer weichen Kompresse beziehungsweise einem geeigneten Pad aus dem gut erreichbaren Bereich entfernen.

Versuche nicht, möglichst tief in den Gehörgang vorzudringen.

Alles, was du nur erreichen würdest, indem du ein Hilfsmittel tief in das Ohr einführst, gehört nicht zur normalen häuslichen Reinigung.

Das Ziel ist nicht, den Gehörgang mechanisch auszukratzen, sondern gelöste Bestandteile, die nach außen gelangt sind, sanft zu entfernen.

Warum Wattestäbchen im Hundeohr keine gute Idee sind

Wattestäbchen verleiten dazu, tiefer in den Gehörgang einzudringen, als bei einer normalen häuslichen Pflege sinnvoll ist.

Dadurch können Ablagerungen weiter in Richtung Gehörgang geschoben werden.

Hinzu kommt die Verletzungsgefahr. Bewegt dein Hund den Kopf plötzlich, während sich ein Wattestäbchen im Ohr befindet, kann empfindliches Gewebe verletzt werden.

Verwende deshalb keine Wattestäbchen für eine tiefe Reinigung des Hundeohres.

Der äußerlich sichtbare Bereich lässt sich wesentlich sicherer mit einer weichen Kompresse oder einem geeigneten Pad sauber halten.

Welcher Ohrreiniger ist für Hunde geeignet?

Verwende ausschließlich Produkte, die für die Anwendung bei Hunden vorgesehen sind.

Unterschiedliche Ohrreiniger besitzen unterschiedliche Zusammensetzungen und Einsatzbereiche. Ein Produkt, das zur normalen Reinigung geeignet ist, muss nicht automatisch die richtige Wahl bei einem entzündeten oder stark gereizten Ohr sein.

Hat dein Hund bekannte Ohrprobleme, sollte deshalb mit dem Tierarzt besprochen werden, welcher Reiniger geeignet ist und wie häufig er angewendet werden soll.

Frei verkäuflich bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt für jede Form von Ohrproblem sinnvoll ist.

Hausmittel für Hundeohren: besser nicht experimentieren

Im Internet werden unterschiedliche Hausmittel für die Reinigung von Hundeohren empfohlen. Dazu gehören beispielsweise selbst gemischte Essiglösungen, verschiedene Öle oder Kräuterprodukte.

Solche Anwendungen sind keine sinnvolle Standardlösung.

Ein gereizter oder entzündeter Gehörgang kann auf bestimmte Substanzen zusätzlich empfindlich reagieren. Gleichzeitig weißt du ohne Untersuchung nicht, ob möglicherweise eine Verletzung, ein Fremdkörper oder eine andere Erkrankung vorliegt.

Die Ursache sollte deshalb wichtiger sein als das nächstbeste Hausmittel.

Ohrenentzündung beim Hund erkennen

Eine Ohrenentzündung beim Hund kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen.

Häufig schüttelt der Hund vermehrt den Kopf oder kratzt sich am betroffenen Ohr. Die Haut kann gerötet und empfindlich sein.

Auch eine veränderte Menge oder Konsistenz des Ohrsekrets und ein unangenehmer Geruch können auftreten.

Manche Hunde halten das betroffene Ohr anders als gewohnt oder weichen aus, sobald Kopf oder Ohrbasis berührt werden.

Bei deutlichen Beschwerden sollte nicht ausschließlich gereinigt werden. Eine Ohrentzündung benötigt eine Diagnose, denn unterschiedliche Ursachen können ähnliche Symptome verursachen.

Was ist eine Otitis externa beim Hund?

Als Otitis externa wird eine Entzündung des äußeren Gehörgangs bezeichnet.

Sie kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst beziehungsweise begünstigt werden. Dazu gehören beispielsweise Fremdkörper, Parasiten, Allergien und andere Erkrankungen der Haut.

Bakterien und Hefen können sich bei einer gestörten Umgebung im Gehörgang zusätzlich vermehren und die Beschwerden verstärken.

Deshalb reicht es bei wiederkehrenden Entzündungen häufig nicht aus, lediglich die vorhandenen Mikroorganismen zu behandeln. Wichtig ist auch die Frage, warum das Ohr immer wieder erkrankt.

Bakterien und Hefen im Hundeohr

Bakterien und Hefen werden häufig im Zusammenhang mit Ohrentzündungen festgestellt.

Entscheidend ist allerdings der Zusammenhang. Mikroorganismen allein erklären nicht zwangsläufig, warum eine Entzündung überhaupt entstanden ist oder ständig wiederkehrt.

Veränderungen des Hautmilieus, Feuchtigkeit, Allergien oder andere Grunderkrankungen können dazu beitragen, dass sich bestimmte Mikroorganismen stärker vermehren.

Bei wiederkehrenden Ohrentzündungen ist deshalb eine ursächliche Betrachtung besonders wichtig.

Ohrmilben beim Hund erkennen

Ohrmilben können insbesondere bei jungen Hunden beziehungsweise im Kontakt mit infizierten Tieren eine Rolle spielen.

Typisch können starker Juckreiz, häufiges Kratzen und Kopfschütteln sein.

Im Ohr kann sich dunkles, teilweise krümeliges beziehungsweise bröckeliges Sekret zeigen.

Solche Veränderungen beweisen allein allerdings noch keinen Milbenbefall. Andere Ohrprobleme können ähnlich aussehen.

Besteht der Verdacht auf Ohrmilben, sollte die Diagnose bestätigt und anschließend gezielt behandelt werden.

Können Allergien Ohrentzündungen verursachen?

Wiederkehrende Ohrentzündungen können mit zugrunde liegenden Haut- oder Allergieproblemen zusammenhängen.

Besonders wenn beide Ohren wiederholt betroffen sind oder gleichzeitig Juckreiz beziehungsweise Hautprobleme an anderen Körperstellen auftreten, kann eine weitergehende Ursachenabklärung sinnvoll sein.

In solchen Fällen ist es wenig hilfreich, ausschließlich bei jedem neuen Schub das Ohr zu reinigen, ohne die mögliche Grunderkrankung zu betrachten.

Auch eine bedarfsgerechte Ernährung gehört zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Sie verhindert jedoch nicht automatisch Allergien und ersetzt keine medizinische Ursachenabklärung.

Grannen im Hundeohr: besonders im Sommer aufmerksam sein

Grannen können während eines Spaziergangs durch hohes Gras in die Ohrregion beziehungsweise in den Gehörgang gelangen.

Typisch ist häufig ein sehr plötzliches Verhalten. Der Hund beginnt nach dem Spaziergang möglicherweise heftig mit dem Kopf zu schütteln, hält ihn schief oder kratzt stark an einem Ohr.

Solche Symptome solltest du nicht tagelang beobachten.

Eine Granne kann tiefer in den Gehörgang wandern und dort starke Reizungen beziehungsweise Verletzungen verursachen.

Versuche nicht, eine tief sitzende Granne mit einer Pinzette selbst aus dem Gehörgang zu ziehen. Eine unkontrollierte Bewegung des Hundes oder ein schlecht sichtbarer Fremdkörper können die Situation verschlimmern.

Andere Fremdkörper im Hundeohr

Neben Grannen können auch andere kleine Pflanzenteile oder Fremdkörper in die Ohrregion gelangen.

Hinweise können plötzliches Kopfschütteln, Kratzen, Schmerzen oder eine einseitige auffällige Kopfhaltung sein.

Je tiefer ein Fremdkörper sitzt, desto weniger solltest du versuchen, selbst danach zu suchen oder ihn mit Werkzeugen herauszuziehen.

Ein oberflächlich an der Ohrmuschel haftendes Pflanzenteil ist etwas anderes als ein Gegenstand, der bereits im Gehörgang verschwunden ist.

Bei einem vermuteten Fremdkörper im Gehörgang ist eine fachliche Untersuchung die sicherere Lösung.

Warum schüttelt mein Hund ständig den Kopf?

Gelegentliches Kopfschütteln ist bei Hunden normal. Häufiges, starkes oder plötzlich neu auftretendes Kopfschütteln kann dagegen auf Beschwerden hinweisen.

Mögliche Ursachen reichen von Feuchtigkeit im Ohr über Juckreiz und Entzündungen bis hin zu Fremdkörpern.

Besonders auffällig ist plötzlich heftiges Kopfschütteln unmittelbar nach einem Spaziergang durch hohes Gras oder dichtes Gebüsch.

Hält das Verhalten an oder kommt Schmerzempfindlichkeit hinzu, sollte das Ohr untersucht werden.

Weitere Warnzeichen findest du unter Symptome beim Hund, die du nicht ignorieren solltest.

Warum kratzt sich mein Hund ständig am Ohr?

Häufiges Kratzen kann auf Juckreiz, Entzündungen, Parasiten, Fremdkörper oder Hautprobleme hinweisen.

Durch starkes Kratzen kann der Hund die Ohrmuschel zusätzlich verletzen. Kleine Hautverletzungen können die Beschwerden weiter verstärken.

Beobachte deshalb nicht nur, wie häufig dein Hund kratzt, sondern auch, ob sich Geruch, Sekret oder Hautbild des Ohres verändert haben.

Wiederkehrender Juckreiz sollte nicht ausschließlich mit Reinigung beantwortet werden.

Unangenehmer Geruch aus dem Hundeohr

Gesunde Hundeohren besitzen normalerweise keinen plötzlich intensiven unangenehmen Geruch.

Entwickelt ein Ohr einen deutlich stärkeren, süßlich-hefigen oder anderweitig auffälligen Geruch, kann dies mit Veränderungen im Gehörgang zusammenhängen.

Besonders zusammen mit Rötung, Juckreiz oder vermehrtem Sekret sollte der Geruch nicht einfach durch häufigeres Reinigen überdeckt werden.

Entscheidend ist, herauszufinden, was die Veränderung verursacht.

Braunes, schwarzes oder gelbes Ohrsekret beim Hund

Farbe und Konsistenz von Ohrsekret können Hinweise geben, reichen allein aber nicht für eine Diagnose aus.

Dunkles krümeliges Material kann beispielsweise bei Ohrmilben auftreten, kommt aber nicht ausschließlich dort vor.

Deutlich gelbliches, eitriges oder stark übel riechendes Sekret sollte ebenfalls tierärztlich beurteilt werden.

Wichtig ist immer die Kombination aus Aussehen des Sekrets, Geruch, Hautveränderung und Verhalten des Hundes.

Schmerzen am Ohr erkennen

Hunde zeigen Ohrenschmerzen nicht immer durch Jaulen.

Manche ziehen lediglich den Kopf weg, wenn du das Ohr berührst, oder möchten sich plötzlich nicht mehr an einer bestimmten Kopfseite anfassen lassen.

Andere halten das Ohr verändert, wirken unruhig oder kratzen und schütteln sich verstärkt.

Ein Hund, der eine jahrelang problemlos akzeptierte Ohrenkontrolle plötzlich abwehrt, sollte nicht einfach stärker festgehalten werden. Schmerz ist eine mögliche Erklärung für die Veränderung.

Kopfschiefhaltung und Gleichgewichtsstörungen ernst nehmen

Eine ausgeprägte Kopfschiefhaltung kann verschiedene Ursachen haben und sollte nicht automatisch als normales Ohrenproblem betrachtet werden.

Sind tiefere Ohrstrukturen betroffen, können auch das Gleichgewicht und die räumliche Orientierung beeinflusst werden.

Taumeln, ausgeprägte Unsicherheit beim Gehen, ungewöhnliche Augenbewegungen oder andere neurologisch wirkende Veränderungen sind keine Symptome für eine gewöhnliche häusliche Ohrenpflege.

In solchen Situationen sollte dein Hund zeitnah tierärztlich untersucht werden.

Ohren nach dem Schwimmen kontrollieren

Hunde, die gerne schwimmen, können häufiger Feuchtigkeit im Bereich der Ohren haben.

Nach dem Schwimmen kannst du deshalb die Ohrmuschel und den äußerlich erreichbaren Bereich vorsichtig trocknen.

Vermeide es jedoch, mit Wattestäbchen tief im Gehörgang nach Wasser zu suchen.

Ein gesunder Hund muss außerdem nicht automatisch nach jedem Kontakt mit Wasser einen Ohrreiniger bekommen.

Hat dein Hund wiederkehrende Probleme nach dem Schwimmen, solltest du mit dem Tierarzt besprechen, ob für ihn eine individuelle vorbeugende Routine sinnvoll ist.

Ohren beim Baden schützen

Beim Baden solltest du vermeiden, Wasser oder Shampoo gezielt in den Gehörgang laufen zu lassen.

Reinige das Fell rund um die Ohren vorsichtig und spüle Pflegeprodukte gründlich aus.

Nach dem Baden kann die Ohrmuschel mit einem weichen Handtuch beziehungsweise Tuch sanft abgetrocknet werden.

Auch hier gilt: Nicht tief in den Gehörgang eindringen.

Haare im Gehörgang: müssen sie entfernt werden?

Manche Hunde besitzen deutlich mehr Haare im Bereich des Gehörgangs als andere.

Daraus sollte nicht automatisch folgen, dass die Haare regelmäßig vollständig ausgezupft werden müssen.

Wiederholtes Zupfen kann die empfindliche Haut reizen. Ob eine Kürzung oder Entfernung in einem konkreten Fall sinnvoll ist, hängt vom individuellen Ohr und möglichen medizinischen Problemen ab.

Bei einem Hund mit gesunden, beschwerdefreien Ohren sollte nicht allein aus kosmetischen Gründen möglichst viel im Gehörgang manipuliert werden.

Ohrenpflege bei Hunden mit Schlappohren

Cocker Spaniel, Beagle und viele andere Hunde besitzen hängende Ohrmuscheln. Solche Hunde werden häufig pauschal als besonders pflegeintensiv bezeichnet.

Tatsächlich sollte auch hier der individuelle Hund betrachtet werden.

Ein Hund mit Schlappohren und dauerhaft gesunden, unauffälligen Gehörgängen benötigt nicht automatisch eine aggressive oder besonders häufige Reinigung.

Sinnvoll ist dagegen eine regelmäßige Sicht- und Geruchskontrolle, damit Veränderungen früh auffallen.

Ohrenpflege bei Welpen

Bei einem Welpen steht zunächst nicht die intensive Reinigung im Mittelpunkt, sondern die Gewöhnung an normale Pflegehandlungen.

Dein Welpe kann früh lernen, dass du seine Ohrmuschel kurz anfasst und einen Blick hineinwirfst.

Dadurch wird die spätere Kontrolle wesentlich einfacher.

Gleichzeitig solltest du ein gesundes Welpenohr nicht ständig reinigen, nur damit der Hund sich daran „gewöhnt“.

Die Pflegehandlung lässt sich zunächst auch ohne Reiniger über ruhige Berührungen aufbauen.

Ohrenpflege beim Seniorhund

Auch bei älteren Hunden sollten die Ohren regelmäßig kontrolliert werden.

Altersbedingte Veränderungen, bestehende Erkrankungen oder ein nachlassendes Hörvermögen können im Alltag auffallen.

Reagiert ein Senior plötzlich weniger auf Ansprache, sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass er einfach „stur“ geworden ist.

Auch Hörprobleme oder Erkrankungen des Ohres können eine Rolle spielen.

Neu auftretende Veränderungen gehören deshalb auch bei älteren Hunden abgeklärt.

Wie du deinen Hund an die Ohrenkontrolle gewöhnst

Die beste Zeit, Pflegehandlungen zu üben, ist nicht erst dann, wenn ein Ohr bereits schmerzt.

Gewöhne deinen Hund im normalen Alltag daran, dass du seinen Kopf und seine Ohren ruhig berühren kannst.

Beginne mit kurzen Berührungen und einer einfachen Sichtkontrolle. Dein Hund muss nicht minutenlang festgehalten werden.

Entscheidend ist, dass die Situation klar, ruhig und nachvollziehbar bleibt.

Erst wenn eine einfache Kontrolle selbstverständlich geworden ist, lassen sich bei Bedarf weitere Pflegeschritte leichter durchführen.

Medical Training für die Ohrenpflege

Ohrenkontrolle, Augenpflege, Zahnpflege und Krallenkontrolle gehören zu Pflegesituationen, die sich bereits im gesunden Alltag vorbereiten lassen.

Dein Hund lernt dabei, körperliche Nähe und kurze Untersuchungen anzunehmen, ohne dass jede Berührung automatisch mit einer unangenehmen Behandlung verbunden ist.

Klare Kommunikation und eine ruhige Führung sind dabei wichtiger als hektische Ablenkung.

Gerade wenn später tatsächlich Ohrentropfen oder eine medizinische Behandlung notwendig werden, kann eine solche Vorbereitung den Umgang deutlich erleichtern.

Häufige Fehler bei der Ohrenpflege

Einer der häufigsten Fehler besteht darin, gesunde Ohren nach einem starren Zeitplan immer wieder zu reinigen.

Ebenso ungünstig ist es, bei einem bereits entzündeten oder stark schmerzhaften Ohr einfach immer mehr Reiniger zu verwenden, ohne die Ursache untersuchen zu lassen.

Wattestäbchen gehören nicht tief in den Gehörgang. Auch eine Pinzette sollte nicht verwendet werden, um einen schlecht sichtbaren Fremdkörper aus dem Ohr herauszuziehen.

Hausmittel und beliebige Medikamente sind ebenfalls keine sinnvolle Standardbehandlung.

Schließlich sollte die Ohrenpflege nicht zu einem Kampf werden. Wehrt dein Hund eine bisher problemlos akzeptierte Berührung plötzlich vehement ab, sollte immer auch an Schmerzen gedacht werden.

Wann solltest du wegen der Ohren zum Tierarzt?

Nicht jede kleine Menge Ohrenschmalz benötigt eine tierärztliche Untersuchung. Bestimmte Veränderungen solltest du jedoch ernst nehmen.

Dazu gehören anhaltendes starkes Kopfschütteln oder Kratzen, deutliche Rötung beziehungsweise Schwellung, starke Schmerzempfindlichkeit, auffälliger Geruch sowie größere Mengen veränderten oder eitrigen Sekrets.

Auch ein vermuteter Fremdkörper im Gehörgang sollte professionell entfernt werden.

Besonders wichtig sind Kopfschiefhaltung, Gleichgewichtsstörungen oder andere ungewöhnliche neurologisch wirkende Veränderungen.

Eine allgemeine Orientierung findest du unter Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?.

Wie kannst du Ohrproblemen vorbeugen?

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist regelmäßige Aufmerksamkeit. Kontrolliere die Ohren und reagiere auf Veränderungen, statt erst dann hinzusehen, wenn der Hund starke Schmerzen zeigt.

Nach dem Schwimmen oder Baden kannst du die äußerlich erreichbare Ohrregion vorsichtig trocknen.

Nach Spaziergängen durch hohes Gras lohnt sich besonders während der Grannensaison ein kurzer Blick auf Ohrmuscheln und Fell rund um die Ohren.

Hat dein Hund wiederkehrende Ohrentzündungen, sollte nach möglichen Grunderkrankungen gesucht werden, statt dauerhaft ausschließlich mit immer häufigerer Reinigung zu reagieren.

Und vor allem: Ein gesundes Ohr braucht keine möglichst intensive Pflege. Kontrolle, bedarfsgerechte Reinigung und rechtzeitige Abklärung von Auffälligkeiten sind die sinnvollere Strategie.

Häufige Fragen zur Ohrenpflege beim Hund

Wie oft sollte man die Ohren eines Hundes reinigen?

Es gibt kein festes Intervall für jeden Hund. Gesunde und saubere Ohren müssen möglicherweise nur selten oder überhaupt nicht routinemäßig gereinigt werden. Die Häufigkeit sollte sich am individuellen Bedarf beziehungsweise an tierärztlichen Empfehlungen orientieren.

Muss man Hundeohren überhaupt reinigen?

Nicht jedes Hundeohr benötigt regelmäßige Reinigung. Viel wichtiger ist die regelmäßige Kontrolle. Gereinigt wird, wenn tatsächlich Ablagerungen vorhanden sind oder eine entsprechende Empfehlung besteht.

Wie erkenne ich ein gesundes Hundeohr?

Das Ohr sollte nicht stark gerötet oder geschwollen sein, keinen auffällig unangenehmen Geruch entwickeln und für deinen Hund nicht schmerzhaft sein. Eine kleine Menge Ohrenschmalz kann normal sein.

Wie reinige ich Hundeohren richtig?

Verwende bei Bedarf einen geeigneten Hunde-Ohrreiniger entsprechend der Anwendungsempfehlung. Massiere anschließend vorsichtig die Ohrbasis, lass deinen Hund den Kopf schütteln und entferne nur gelöste Ablagerungen aus dem sichtbaren Bereich.

Darf ich Wattestäbchen für Hundeohren benutzen?

Wattestäbchen sollten nicht tief in den Gehörgang eingeführt werden. Sie können Ablagerungen weiter hineinschieben und bei einer plötzlichen Bewegung Verletzungen verursachen.

Darf ich Hundeohren mit Wasser reinigen?

Für die Reinigung des Gehörgangs ist normales Wasser nicht automatisch die beste Wahl. Muss ein Ohr gereinigt werden, sollte ein geeigneter Ohrreiniger verwendet werden. Die äußere Ohrmuschel kann dagegen vorsichtig mit einem geeigneten weichen Tuch sauber gehalten werden.

Darf ich Hausmittel wie Essig oder Öl ins Hundeohr geben?

Solche Hausmittel sollten nicht ohne fachliche Empfehlung verwendet werden. Ein gereiztes oder entzündetes Ohr kann empfindlich reagieren, und ohne Untersuchung ist die Ursache der Beschwerden häufig nicht bekannt.

Warum riechen die Ohren meines Hundes plötzlich unangenehm?

Ein plötzlich stärkerer oder ungewöhnlicher Geruch kann auf Veränderungen im Gehörgang hinweisen. Besonders zusammen mit Rötung, Juckreiz oder Sekret sollte das Ohr untersucht werden.

Warum schüttelt mein Hund ständig den Kopf?

Häufiges Kopfschütteln kann durch Juckreiz, Feuchtigkeit, Entzündungen oder einen Fremdkörper ausgelöst werden. Plötzlich heftiges Schütteln nach einem Spaziergang durch hohes Gras sollte insbesondere an eine mögliche Granne denken lassen.

Warum kratzt mein Hund ständig am Ohr?

Ständiges Kratzen kann auf Juckreiz durch Entzündungen, Parasiten, Fremdkörper oder andere Hautprobleme hinweisen. Wiederkehrende Beschwerden sollten nicht ausschließlich durch häufigeres Reinigen behandelt werden.

Wie sieht eine Ohrenentzündung beim Hund aus?

Mögliche Hinweise sind Rötung, Schwellung, verändertes Sekret, unangenehmer Geruch, Kratzen, Kopfschütteln und Schmerzempfindlichkeit. Die genaue Ursache sollte tierärztlich bestimmt werden.

Wie erkenne ich Ohrmilben beim Hund?

Starker Juckreiz, häufiges Kopfschütteln und dunkles, krümeliges Sekret können Hinweise sein. Da andere Erkrankungen ähnlich aussehen können, ist eine sichere Diagnose wichtig.

Sind Ohrmilben ansteckend?

Ohrmilben können zwischen empfänglichen Tieren übertragen werden. Wird ein Befall festgestellt, sollte deshalb auch berücksichtigt werden, ob weitere Tiere im Haushalt beziehungsweise enge Kontakttiere betroffen sein könnten.

Wie erkenne ich eine Granne im Hundeohr?

Typisch kann plötzlich heftiges Kopfschütteln, Kratzen oder eine einseitige auffällige Kopfhaltung nach einem Spaziergang durch hohes Gras sein. Eine tief sitzende Granne sollte tierärztlich entfernt werden.

Kann ich eine Granne selbst aus dem Hundeohr ziehen?

Sitzt sie bereits im Gehörgang oder ist sie nicht sicher oberflächlich erreichbar, solltest du sie nicht selbst mit einer Pinzette herausziehen. Dabei besteht Verletzungsgefahr und die Granne kann tiefer gelangen.

Sollte ich die Ohren nach dem Schwimmen reinigen?

Kontrolliere und trockne den äußerlich erreichbaren Bereich vorsichtig. Ein gesunder Hund benötigt jedoch nicht automatisch nach jedem Schwimmen einen Ohrreiniger. Bei wiederkehrenden Problemen sollte eine individuelle Routine mit dem Tierarzt besprochen werden.

Muss man Haare aus Hundeohren zupfen?

Nicht grundsätzlich. Regelmäßiges Zupfen kann die Haut reizen. Ob eine Entfernung bei einem bestimmten Hund sinnvoll ist, sollte vom individuellen Zustand des Ohres abhängig gemacht werden.

Brauchen Hunde mit Schlappohren mehr Ohrenpflege?

Nicht automatisch. Schlappohren können ein Faktor sein, aber entscheidend ist der individuelle Zustand. Auch ein Hund mit hängenden Ohren kann dauerhaft gesunde Gehörgänge besitzen.

Können Allergien Ohrentzündungen verursachen?

Wiederkehrende Ohrentzündungen können mit Allergien oder anderen Hautproblemen zusammenhängen. Besonders bei ständig wiederkehrenden Beschwerden sollte deshalb nach einer möglichen Grunderkrankung gesucht werden.

Warum hält mein Hund den Kopf schief?

Eine deutliche Kopfschiefhaltung kann verschiedene Ursachen haben und sollte insbesondere zusammen mit Gleichgewichtsstörungen oder anderen Auffälligkeiten zeitnah tierärztlich untersucht werden.

Wann muss ich mit einem Ohrproblem zum Tierarzt?

Bei starken Schmerzen, ausgeprägter Rötung oder Schwellung, übel riechendem beziehungsweise eitrigem Sekret, anhaltendem Kopfschütteln, möglichem Fremdkörper, Kopfschiefhaltung oder Gleichgewichtsstörungen sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.

Fazit: Gute Ohrenpflege bedeutet beobachten, bedarfsgerecht reinigen und Veränderungen ernst nehmen

Die Ohrenpflege beim Hund muss nicht kompliziert sein. Bei einem gesunden Hund besteht die wichtigste Aufgabe darin, regelmäßig kurz hinzuschauen und das normale Erscheinungsbild seiner Ohren kennenzulernen.

Ein sauberes, geruchloses und beschwerdefreies Ohr muss nicht vorsorglich ständig gereinigt werden. Eine gewisse Menge Ohrenschmalz ist normal und kein Zeichen mangelnder Hygiene.

Wird eine Reinigung notwendig, sollte ein geeigneter Hunde-Ohrreiniger verwendet und nur der erreichbare Bereich vorsichtig ausgewischt werden. Wattestäbchen und andere Gegenstände gehören nicht tief in den Gehörgang.

Besonders aufmerksam solltest du bei plötzlich verändertem Verhalten werden. Häufiges Kopfschütteln, starkes Kratzen, unangenehmer Geruch, vermehrtes Sekret oder Schmerzen sind Hinweise darauf, dass möglicherweise mehr als normale Pflege notwendig ist.

Nach Spaziergängen durch hohes Gras solltest du außerdem an Grannen denken. Plötzlich heftiges Kopfschütteln kann auf einen Fremdkörper hinweisen, der nicht eigenständig tief aus dem Ohr gezogen werden sollte.

Wiederkehrende Ohrentzündungen sollten ebenfalls nicht lediglich mit immer häufigerer Reinigung beantwortet werden. Allergien, Hautprobleme und andere zugrunde liegende Ursachen können eine Rolle spielen.

Die sinnvollste Ohrenpflege besteht deshalb aus regelmäßiger Kontrolle, Reinigung nur bei tatsächlichem Bedarf und einer frühzeitigen fachlichen Abklärung, wenn sich Geruch, Sekret, Hautbild oder Verhalten deines Hundes verändern.

Praktische Empfehlungen

Praktische Helfer für die Hundepflege

Zur regelmäßigen Hundepflege gehören je nach Hund unter anderem Fell- und Hautpflege, die Kontrolle der Krallen und das Abtrocknen nach einem Bad oder einem nassen Spaziergang. Welche Pflege dein Hund tatsächlich benötigt, hängt dabei von seinem Fell, seinen Lebensgewohnheiten und seinen individuellen Bedürfnissen ab.

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Ein geeignetes Hundeshampoo kann für die Fell- und Hautpflege sinnvoll sein, wenn dein Hund gebadet werden muss. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt für Hunde geeignet ist und zu den individuellen Bedürfnissen von Haut und Fell passt.

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Die regelmäßige Kontrolle der Krallen gehört zur Hundepflege. Ob und wie häufig die Krallen gekürzt werden müssen, ist vom individuellen Abrieb und der jeweiligen Krallenlänge abhängig. Eine geeignete Krallenschere kann dafür als Pflegewerkzeug dienen.

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Nach dem Baden oder einem nassen Spaziergang kann ein saugfähiger Hundebademantel dabei helfen, das Fell deines Hundes zu trocknen. Besonders praktisch ist er für Hunde, die viel Wasser ins Fell aufnehmen oder nach dem Spaziergang nicht lange nass bleiben sollen.

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Pflege sollte für deinen Hund zum normalen Alltag gehören

Ohren, Augen, Zähne, Pfoten und Fell lassen sich wesentlich leichter kontrollieren, wenn dein Hund solche Berührungen bereits kennt, bevor eine medizinische Behandlung notwendig wird.

Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir deshalb auch bei Pflegesituationen mit klarer Kommunikation, ruhiger Führung und einem verständlichen Aufbau. Dein Hund soll nicht einfach festgehalten und abgelenkt werden, sondern lernen, was in der jeweiligen Situation von ihm erwartet wird.

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