Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
BLOG DURCHSUCHEN
Wonach suchst du?
Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.
Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.
Zecken gibt es noch im Herbst
- Isabel Scheu
- 01.09.2026
- Herbst
Zecken im Herbst: Warum Hunde auch jetzt noch Schutz brauchen
Viele Hundehalter verbinden Zecken vor allem mit Frühling und Sommer. Sobald die Temperaturen sinken und die ersten Blätter von den Bäumen fallen, entsteht schnell der Eindruck, dass die Zeckensaison vorbei ist. Doch darauf solltest du dich nicht verlassen: Zecken können auch im Herbst aktiv sein und Hunde weiterhin stechen.
Gerade in Stuttgart und Umgebung verbringen viele Mensch-Hund-Teams ihre Spaziergänge in Parks, Wäldern, auf Wiesen und an Waldrändern. Rotwildpark, Schönbuch, Bärensee, Kräherwald, Schlossgarten oder Wege rund um den Max-Eyth-See bieten wunderschöne Möglichkeiten für Herbstspaziergänge – gleichzeitig gehören Gras, Unterholz, Laub und bodennahe Vegetation zu Lebensräumen, in denen Hunde mit Zecken in Kontakt kommen können.
Entscheidend ist dabei weniger der Monat im Kalender als die tatsächliche Witterung. Milde Temperaturen und geeignete Feuchtigkeitsbedingungen können dazu führen, dass Zecken auch an Herbsttagen noch auf Wirtssuche gehen. Selbst außerhalb der klassischen Hauptsaison ist das Thema deshalb nicht automatisch erledigt.
Das bedeutet nicht, dass du Wald und Wiesen im Herbst meiden musst. Sinnvoll sind vielmehr ein zum individuellen Risiko passender Zeckenschutz, regelmäßige Kontrollen nach dem Spaziergang und das schnelle, fachgerechte Entfernen festgesaugter Zecken.
Einen Überblick über weitere saisonale Themen findest du zusätzlich in unserem Guide zur Herbstzeit mit Hund.
Kurze Antwort: Ja, Zecken können auch im Herbst noch aktiv sein. Deshalb solltest du den Zeckenschutz nicht allein aufgrund des Kalenderdatums beenden. Kontrolliere deinen Hund nach Spaziergängen durch Gras, Laub, Unterholz und Waldränder gründlich und entferne festgesaugte Zecken möglichst zeitnah mit einem geeigneten Werkzeug.
Sind Zecken im Herbst wirklich noch aktiv?
Ja. Der Beginn des Herbstes bedeutet nicht automatisch das Ende der Zeckenaktivität. Zecken reagieren auf Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit und nicht auf ein bestimmtes Datum.
Deshalb kann es auch im Oktober oder November noch Tage geben, an denen Zecken aktiv sind. In milden Perioden ist selbst während der kühleren Jahreszeit weiterhin mit einzelnen Zecken zu rechnen.
Eine starre Regel wie „ab September gibt es keine Zecken mehr“ ist deshalb keine zuverlässige Grundlage für die Entscheidung über den Zeckenschutz deines Hundes.
Warum der Herbst für Zecken weiterhin geeignete Bedingungen bieten kann
Zecken benötigen für ihr Überleben geeignete mikroklimatische Bedingungen. Besonders bodennahe Vegetation, Laubschichten und geschützte Bereiche können Feuchtigkeit halten und dadurch günstige Rückzugsorte bieten.
Gerade ein milder und feuchter Herbst kann deshalb Bedingungen schaffen, unter denen Zecken weiterhin aktiv bleiben. Trockenheit und starke Hitze können für manche Arten dagegen ebenfalls belastend sein.
Für Hundehalter bedeutet das: Kühlere Luft allein ist kein zuverlässiges Zeichen dafür, dass das Zeckenrisiko verschwunden ist.
Zecken in Stuttgart: Wo dein Hund ihnen begegnen kann
Stuttgart ist eine ausgesprochen grüne Stadt. Wälder, Parks, Wiesen, Weinberge und zahlreiche naturnahe Flächen gehören für viele Hundehalter zum täglichen Spaziergang.
Ob Rotwildpark, Kräherwald, Pfaffenwald, Schlossgarten, Rosensteinpark, Bärensee, Feuerbacher Tal, Max-Eyth-See oder Ausflüge in den Schönbuch: Überall dort, wo dein Hund durch Gras, Unterholz, Waldränder oder andere geeignete Vegetation läuft, kann grundsätzlich Kontakt mit Zecken entstehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass diese Orte automatisch besonders stark mit Zecken belastet sind. Das tatsächliche Vorkommen kann lokal und zeitlich schwanken.
Auch der eigene Garten sollte nicht vergessen werden. Ein Hund muss nicht erst einen ausgedehnten Waldspaziergang unternehmen, um eine Zecke mit nach Hause zu bringen.
Wie gelangen Zecken eigentlich auf den Hund?
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, Zecken würden sich von Bäumen auf ihre Wirte fallen lassen. Typischerweise warten viele Zecken jedoch in bodennaher Vegetation auf einen geeigneten Wirt.
Streift dein Hund beim Schnüffeln oder Laufen an Gräsern und Pflanzen entlang, kann die Zecke auf das Fell gelangen. Anschließend bewegt sie sich über den Körper und sucht eine geeignete Stelle zum Stechen.
Deshalb findest du eine Zecke nicht zwangsläufig dort, wo sie ursprünglich auf deinen Hund gelangt ist.
Welche Zeckenarten können für Hunde relevant sein?
Nicht jede Zecke gehört derselben Art an. In Deutschland und Mitteleuropa können Hunde mit unterschiedlichen Zeckenarten in Kontakt kommen. Diese unterscheiden sich unter anderem in ihrer Lebensweise, ihrer saisonalen Aktivität und den Krankheitserregern, die sie übertragen können.
Gemeiner Holzbock
Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) gehört zu den bekanntesten Zeckenarten in Deutschland und kann unter anderem Erreger der Borreliose und Anaplasmose übertragen.
Auwaldzecke
Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist für Hunde besonders relevant, weil sie unter anderem den Erreger der Babesiose übertragen kann. Ihre Aktivitätszeiten unterscheiden sich teilweise von denen anderer Zeckenarten.
Braune Hundezecke
Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) ist vor allem im Zusammenhang mit wärmeren Regionen und Reisen relevant. Unter geeigneten Bedingungen kann sie sich auch in Innenräumen halten und vermehren.
Wo sitzen Zecken beim Hund besonders häufig?
Nachdem eine Zecke auf das Fell gelangt ist, kann sie zunächst eine Zeit lang über den Körper krabbeln. Deshalb lohnt sich nach dem Spaziergang eine Kontrolle des gesamten Hundes.
Besonders gründlich solltest du kontrollieren:
- Kopf und Schnauzenbereich
- Ohren und Bereich hinter den Ohren
- Hals und Brust
- Achselbereiche
- Bauch
- Leistenregion
- Beine
- Pfoten und Zwischenzehenbereiche
- Bereich rund um die Rute
Bei dichtem oder langem Fell können kleine Zecken leicht übersehen werden. Regelmäßiges Durchsehen und Abtasten lässt sich deshalb gut mit der normalen Fellpflege verbinden.
Zecken zwischen den Zehen nicht übersehen
Auch Pfoten und Zwischenzehenbereiche solltest du bei der Kontrolle berücksichtigen. Gerade wenn dein Hund durch hohes Gras, niedrige Vegetation oder dichtes Unterholz läuft, lohnt sich nach der Rückkehr ein kurzer Blick.
Gleichzeitig kannst du dabei kleine Fremdkörper, Verletzungen oder Hautreizungen entdecken. Weitere Hinweise findest du in unserem Beitrag zur Pfotenpflege beim Hund.
Welche Krankheiten können Zecken auf Hunde übertragen?
Die eigentliche gesundheitliche Bedeutung von Zecken liegt nicht nur im Stich selbst. Bestimmte Zecken können Krankheitserreger übertragen. Welche Erkrankungen relevant sind, hängt unter anderem von Zeckenart und Region ab.
Borreliose
Borrelien sind Bakterien, die durch bestimmte Zecken übertragen werden können. Eine Infektion führt beim Hund nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung. Treten Beschwerden auf, können unter anderem Fieber, Mattigkeit oder Lahmheit vorkommen.
Anaplasmose
Auch Anaplasmen können durch Zecken übertragen werden. Mögliche Krankheitszeichen sind unter anderem Fieber, Mattigkeit, verminderter Appetit oder Bewegungsunlust. Die Symptome sind jedoch nicht spezifisch.
Babesiose
Babesien befallen rote Blutkörperchen und können eine ernsthafte Erkrankung verursachen. Unter anderem können Fieber, Schwäche, blasse Schleimhäute oder dunkel verfärbter Urin auftreten. Bei entsprechendem Verdacht ist eine schnelle tierärztliche Untersuchung wichtig.
Wichtig ist: Solche Symptome können zahlreiche andere Ursachen haben. Sie beweisen deshalb keine durch Zecken übertragene Erkrankung. Wenn dein Hund deutlich krank wirkt, solltest du die Ursache tierärztlich abklären lassen. Weitere Orientierung findest du in unserem Beitrag Wann zum Tierarzt?.
Warum regelmäßige Zeckenkontrollen sinnvoll sind
Selbst bei einem verwendeten Zeckenschutz ist die Kontrolle deines Hundes eine sinnvolle zusätzliche Routine. Dabei kannst du Zecken entdecken, die noch über das Fell laufen, oder bereits festgesaugte Exemplare frühzeitig entfernen.
Bei manchen durch Zecken übertragenen Erregern spielt die Dauer des Saugaktes für das Übertragungsrisiko eine Rolle. Deshalb solltest du eine gefundene Zecke nicht absichtlich länger am Hund belassen.
Besonders nach Spaziergängen durch hohes Gras, Unterholz, Wiesen und Waldränder lohnt sich eine gründliche Kontrolle.
Zecke beim Hund richtig entfernen
Findest du eine festgesaugte Zecke, sollte sie möglichst zeitnah und vollständig entfernt werden. Dafür gibt es unterschiedliche geeignete Hilfsmittel wie Zeckenzangen, Zeckenhaken oder Zeckenkarten.
1. Fell zur Seite legen
Lege das Fell rund um die Zecke vorsichtig auseinander, damit du den Parasiten und die Einstichstelle gut sehen kannst.
2. Zecke hautnah erfassen
Setze das jeweilige Werkzeug möglichst nah an der Haut an. Vermeide es, den vollgesogenen Hinterleib unnötig zu quetschen.
3. Nach Anleitung des Werkzeugs entfernen
Entferne die Zecke kontrolliert und entsprechend der Funktionsweise des verwendeten Hilfsmittels. Unterschiedliche Zeckenwerkzeuge werden teilweise unterschiedlich angewendet.
4. Einstichstelle kontrollieren
Schau dir die Haut anschließend an und beobachte die Stelle in den nächsten Tagen auf auffällige Veränderungen.
Diese Hausmittel solltest du beim Entfernen einer Zecke vermeiden
Eine festgesaugte Zecke solltest du nicht mit Öl, Klebstoff, Alkohol, Nagellack, ätherischen Ölen oder ähnlichen Mitteln behandeln, um sie zum Loslassen zu bringen.
Solche Methoden sind unnötig und können die Zecke reizen. Verwende stattdessen ein geeignetes Werkzeug und entferne sie mechanisch.
Was tun, wenn ein Teil der Zecke in der Haut bleibt?
Manchmal bleibt nach dem Entfernen ein kleiner dunkler Rest in der Haut zurück. Häufig handelt es sich dabei um Teile des Stechapparates und nicht um den gesamten „Kopf“ der Zecke.
Versuche nicht, tief in der Haut herumzustochern und dadurch eine zusätzliche Verletzung zu verursachen. Beobachte die Stelle stattdessen aufmerksam.
Entwickeln sich eine deutliche Schwellung, starke Rötung, Schmerzen, Eiter oder andere auffällige Veränderungen, solltest du die Stelle tierärztlich beurteilen lassen.
Die Einstichstelle nach einem Zeckenstich beobachten
Eine kleine lokale Reaktion unmittelbar nach dem Entfernen einer Zecke kann vorkommen. Wichtig ist, dass du die Stelle im Blick behältst.
Bei einer zunehmenden Entzündung, deutlicher Schwellung, Schmerzen oder nässenden Veränderungen solltest du tierärztlichen Rat einholen.
Auch allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, ausgeprägte Mattigkeit, auffällige Lahmheit, Appetitverlust oder andere deutliche Veränderungen sollten unabhängig von der Einstichstelle abgeklärt werden.
Welcher Zeckenschutz ist für Hunde sinnvoll?
Für Hunde stehen verschiedene Möglichkeiten zur Zeckenprophylaxe zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Spot-on-Präparate, Halsbänder oder oral verabreichte Präparate.
Die Produkte unterscheiden sich in Wirkstoff, Wirkungsweise, Wirkungsdauer und Anwendung. Deshalb gibt es nicht automatisch ein einziges Präparat, das für jeden Hund gleichermaßen geeignet ist.
Bei der Auswahl spielen beispielsweise Gewicht, Alter, Gesundheitszustand, Lebensweise, Aufenthaltsort, Reiseziele und individuelle Risiken eine Rolle. Besprich deshalb mit deiner Tierarztpraxis, welcher Schutz für deinen Hund sinnvoll ist.
Warum Hausmittel keinen zuverlässigen Zeckenschutz ersetzen
Im Internet werden zahlreiche natürliche Mittel gegen Zecken empfohlen. Dazu gehören beispielsweise Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Knoblauch, Bernstein oder verschiedene ätherische Öle.
Solche Empfehlungen solltest du kritisch betrachten. Nicht jedes vermeintlich natürliche Mittel besitzt eine ausreichend nachgewiesene Schutzwirkung, und „natürlich“ bedeutet nicht automatisch ungefährlich.
Einige ätherische Öle können für Tiere problematisch sein, und Knoblauch gehört zu den Lebensmitteln, die Hunde nicht in ungeeigneten Mengen erhalten sollten.
Wenn du deinen Hund zuverlässig vor Zecken schützen möchtest, solltest du dich deshalb nicht ausschließlich auf Hausmittel verlassen.
Sollte der Zeckenschutz im Herbst fortgesetzt werden?
Den Zeckenschutz pauschal am 1. September oder mit dem kalendarischen Herbstbeginn zu beenden, ist nicht sinnvoll. Entscheidend ist das tatsächliche Expositionsrisiko deines Hundes.
Ein Hund, der täglich durch Wald, Wiesen und Unterholz läuft, hat beispielsweise ein anderes Risiko als ein Hund, der sich überwiegend in dicht bebauter Umgebung bewegt.
Auch Reisen spielen eine Rolle. Je nach Zielregion können andere Zeckenarten und durch Zecken übertragene Erkrankungen relevant werden.
Ob ein saisonaler oder ganzjähriger Schutz für deinen Hund sinnvoll ist, solltest du deshalb individuell mit deiner Tierarztpraxis besprechen.
Zecken im Herbst und der Klimawandel
Veränderungen von Temperatur und Witterung können die Verbreitung, Aktivitätszeiten und Lebensräume verschiedener Zeckenarten beeinflussen. Mildere Perioden können beispielsweise dazu führen, dass Zecken länger im Jahr aktiv bleiben.
Gleichzeitig ist die Entwicklung komplex und unterscheidet sich zwischen Arten und Regionen. Deshalb wäre es zu einfach, jede einzelne Zeckenbeobachtung unmittelbar auf den Klimawandel zurückzuführen.
Für Hundehalter ist vor allem die praktische Konsequenz wichtig: Verlasse dich nicht ausschließlich auf traditionelle Vorstellungen einer klar begrenzten „Zeckensaison“.
Zeckenkontrolle nach Herbstspaziergängen in Stuttgart
Gerade nach einer Runde durch Wald, Wiese oder dichtes Grün kannst du die Zeckenkontrolle zu einer festen Routine machen.
Nach dem Spaziergang:
- Fell zunächst mit den Händen absuchen
- Kopf und Ohren kontrollieren
- Hals und Brust abtasten
- Achseln überprüfen
- Bauch und Leistenregion ansehen
- Beine und Pfoten kontrollieren
- Zwischen den Zehen nachsehen
- bei langem Fell gründlicher scheiteln
- gefundene Zecken zeitnah entfernen
Besonders praktisch ist es, das Zeckenwerkzeug zu Hause immer am gleichen Ort aufzubewahren. So musst du nicht erst danach suchen, wenn du eine Zecke entdeckst.
Wann solltest du nach einem Zeckenstich zum Tierarzt?
Nicht jeder Zeckenstich erfordert automatisch einen Tierarztbesuch. Eine normal entfernte Zecke bei einem ansonsten unauffälligen Hund ist zunächst kein Notfall.
Tierärztliche Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn dein Hund nach einem Zeckenstich deutlich krank wirkt oder auffällige Beschwerden entwickelt.
Abklären lassen solltest du beispielsweise:
- Fieber
- ausgeprägte Mattigkeit oder Schwäche
- ungeklärte Lahmheit
- deutlich verminderten Appetit
- blasse Schleimhäute
- auffällig dunkel verfärbten Urin
- starke lokale Entzündung an der Einstichstelle
- andere deutliche Veränderungen des Allgemeinzustands
Diese Beschwerden können zahlreiche Ursachen haben und bedeuten nicht automatisch, dass eine durch Zecken übertragene Erkrankung vorliegt. Sie sollten aber fachlich abgeklärt werden.
Diese Fehler solltest du beim Thema Zecken vermeiden
Zeckenschutz nach dem Sommer automatisch beenden
Auch im Herbst können Zecken aktiv sein. Orientiere dich deshalb nicht ausschließlich am Kalender.
Nur im Wald nach Zecken suchen
Zeckenkontakt ist auch auf Wiesen, in Parks, Gärten und anderen begrünten Bereichen möglich.
Die Zecke mit Öl behandeln
Öl, Klebstoff und ähnliche Hausmittel sind zur Entfernung nicht notwendig. Nutze stattdessen ein geeignetes Zeckenwerkzeug.
Nur oberflächlich über das Fell schauen
Besonders bei dichtem Fell können kleine Zecken leicht übersehen werden. Abtasten und Scheiteln des Fells sind deshalb hilfreich.
Sich ausschließlich auf Hausmittel verlassen
Nicht jedes im Internet empfohlene Mittel bietet einen zuverlässig belegten Schutz. Besprich geeignete Präventionsmaßnahmen mit deiner Tierarztpraxis.
FAQ – Zecken im Herbst beim Hund
Sind Zecken im Oktober noch aktiv?
Ja. Auch im Oktober können Zecken aktiv sein. Ihre Aktivität hängt stärker von den tatsächlichen Umweltbedingungen als vom Kalendermonat ab.
Gibt es im November noch Zecken?
Ja, auch im November können bei geeigneter Witterung noch Zecken vorkommen. Deshalb solltest du deinen Hund nach entsprechenden Spaziergängen weiterhin kontrollieren.
Ab welcher Temperatur sind Zecken nicht mehr aktiv?
Eine einzige Temperaturgrenze, ab der sämtliche Zeckenarten zuverlässig inaktiv sind, lässt sich für den Alltag nicht sinnvoll festlegen. Art, Mikroklima, Feuchtigkeit und weitere Umweltbedingungen beeinflussen die Aktivität.
Muss ich meinen Hund im Herbst noch gegen Zecken schützen?
Das kann je nach individuellem Risiko sinnvoll sein. Beende einen bestehenden Schutz nicht allein deshalb, weil der Sommer vorbei ist. Besprich die passende Schutzstrategie mit deiner Tierarztpraxis.
Wo bekommt mein Hund im Herbst Zecken?
Kontakt ist unter anderem in Gras, Wiesen, Unterholz, an Waldrändern, in Parks und Gärten möglich. Ein Waldspaziergang ist dafür nicht zwingend erforderlich.
Fallen Zecken von Bäumen auf Hunde?
Typischerweise nicht. Viele Zecken gelangen aus bodennaher Vegetation auf ihren Wirt, wenn Hund oder Mensch an Gräsern und Pflanzen vorbeistreifen.
Wie schnell sollte ich eine Zecke beim Hund entfernen?
Eine festgesaugte Zecke solltest du möglichst zeitnah mit einem geeigneten Werkzeug entfernen. Lass sie nicht absichtlich länger am Hund sitzen.
Muss man eine Zecke drehen oder ziehen?
Das hängt auch vom verwendeten Zeckenwerkzeug ab. Wichtig ist, die Zecke hautnah zu erfassen, den Körper nicht unnötig zu quetschen und das jeweilige Werkzeug entsprechend seiner Anleitung anzuwenden.
Was passiert, wenn ein Teil der Zecke stecken bleibt?
Häufig handelt es sich um Teile des Stechapparates. Vermeide es, tief in der Haut herumzustochern. Beobachte die Stelle und lass sie bei deutlicher Entzündung, Schmerzen oder anderen Auffälligkeiten tierärztlich kontrollieren.
Kann mein Hund trotz Zeckenschutz eine Zecke bekommen?
Je nach verwendetem Präparat und Wirkprinzip ist ein Kontakt oder sogar Anheften einer Zecke nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Deshalb bleibt die regelmäßige Kontrolle eine sinnvolle zusätzliche Maßnahme.
Welche Krankheiten können Zecken auf Hunde übertragen?
Zu den möglichen durch Zecken übertragenen Erkrankungen bei Hunden gehören unter anderem Borreliose, Anaplasmose und Babesiose. Welche Erreger relevant sind, hängt von Zeckenart, Region und weiteren Faktoren ab.
Helfen Kokosöl und andere Hausmittel gegen Zecken?
Auf Hausmittel solltest du dich für einen zuverlässigen Zeckenschutz nicht ausschließlich verlassen. Lass dich bei der Auswahl einer geeigneten Prophylaxe tierärztlich beraten.
Fazit: Zecken bleiben auch im Herbst ein Thema
Zecken im Herbst beim Hund sind kein Ausnahmefall. Auch wenn die heißen Sommertage vorbei sind, können geeignete Temperaturen und Feuchtigkeit dafür sorgen, dass Zecken weiterhin aktiv sind.
Gerade bei Spaziergängen durch die grünen Bereiche rund um Stuttgart solltest du deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass mit dem Herbstbeginn keine Zeckengefahr mehr besteht. Wald, Wiesen, Parks, Waldränder und selbst der eigene Garten können geeignete Lebensräume bieten.
Eine gute Routine besteht aus mehreren Bausteinen: einem individuell passenden Zeckenschutz, regelmäßiger Kontrolle des Hundes und der zeitnahen Entfernung festgesaugter Zecken. Gleichzeitig solltest du deinen Hund nach einem Zeckenstich beobachten und bei auffälligen Krankheitssymptomen tierärztlichen Rat einholen.
So musst du auf herbstliche Spaziergänge im Rotwildpark, am Bärensee, durch den Kräherwald oder im Schönbuch keineswegs verzichten. Aufmerksamkeit und eine passende Vorsorge sorgen dafür, dass ihr die Herbstzeit gemeinsam genießen könnt.
Mehr Infos zu weiteren saisonalen Risiken findest du in unserem Beitrag über Gefahren im Herbst.
Sicher unterwegs – auch wenn draußen viele Reize warten
Dein Hund verschwindet beim Spaziergang am liebsten im hohen Gras oder Unterholz und lässt sich bei spannenden Gerüchen nur schwer an dir orientieren?
Bei Pfotenliebe Stuttgart arbeiten wir daran, dass dein Hund seine Umwelt erkunden darf und trotzdem mit dir in Verbindung bleibt. Orientierung, klare Kommunikation und ein sinnvoller Bewegungsradius können den gemeinsamen Alltag draußen deutlich entspannter machen.
Praktisch für nasse und dunkle Tage
Meine Empfehlungen für den Herbst mit Hund
Kürzere Tage, Regen, Nässe und schlechte Sicht gehören im Herbst schnell zum Hundealltag. Mit ein paar praktischen Helfern kannst du Spaziergänge bei Dunkelheit und Schmuddelwetter angenehmer gestalten und deinen Hund anschließend schneller wieder trocken bekommen.
Leuchthalsband für bessere Sichtbarkeit
Wenn es morgens später hell und abends früher dunkel wird, ist eine gute Sichtbarkeit besonders wichtig. Ein Leuchthalsband kann dabei helfen, deinen Hund bei Spaziergängen in der Dämmerung und Dunkelheit besser sichtbar zu machen.
Leuchthalsband bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Hunderegenmantel für nasse Herbsttage
Bei ausgedehnten Spaziergängen im Regen kann ein gut sitzender Regenmantel vor allem für Hunde sinnvoll sein, die schnell auskühlen oder Nässe unangenehm finden. Wichtig ist, dass der Mantel gut sitzt, die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und zur Größe und Statur deines Hundes passt.
Hunderegenmantel bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Mikrofaser-Handtuch für nasse und schlammige Hunde
Nach einem Spaziergang durch Regen, nasses Laub oder matschige Wege ist ein eigenes Hundehandtuch praktisch. Damit lassen sich Pfoten, Beine und Fell direkt nach dem Spaziergang abtrocknen, bevor sich Wasser und Schmutz in der Wohnung verteilen.
Hundehandtuch bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Kategorien
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.