Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
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Greifvögel auf den Feldern
- Isabel Scheu
- 01.09.2026
- Herbst
Greifvögel auf den Feldern in Stuttgart: Was Hundehalter beim Spaziergang wissen sollten
Du läufst mit deinem Hund über einen Feldweg rund um Stuttgart, über euch kreist plötzlich ein großer Vogel und wenige Meter weiter sitzt ein weiterer auf einem Pfosten am Feldrand. Vielleicht bleibt dein Hund stehen und schaut nach oben. Vielleicht interessiert ihn der Vogel überhaupt nicht. Oder du fragst dich sofort: Kann ein Greifvogel meinem Hund eigentlich gefährlich werden?
Greifvögel auf Feldern mit Hund zu beobachten, ist rund um Stuttgart keine ungewöhnliche Situation. Wo sich offene Landschaft, Äcker, Wiesen, Feldwege und Waldränder abwechseln, finden verschiedene Vogelarten geeignete Bereiche zur Nahrungssuche. Gerade für Hundehalter sind solche Begegnungen spannend, denn sie werfen schnell Fragen auf: Warum sitzen Greifvögel so häufig auf Pfosten? Warum kreisen sie über frisch bearbeiteten Feldern? Können sie kleine Hunde angreifen? Und was solltest du tun, wenn dein Hund einen Vogel entdeckt oder sogar hinterherlaufen möchte?
Für die meisten Hunde besteht durch einen Greifvogel, der über einem Feld kreist oder auf einem Ansitz sitzt, kein Anlass zur Panik. Trotzdem lohnt es sich, das Verhalten dieser Tiere besser zu verstehen. Besonders bei sehr kleinen Hunden, jagdlich motivierten Vierbeinern oder einem Greifvogel, der sich ungewöhnlich nah am Boden befindet, ist ein aufmerksamer Umgang sinnvoll.
Dieser Ratgeber zeigt dir, was hinter den beeindruckenden Begegnungen steckt, welche Situationen tatsächlich relevant werden können und wie du deinen Hund auf Feldwegen in Stuttgart und der Region ruhig und sicher begleiten kannst. Dabei geht es nicht nur um die mögliche Gefahr durch Greifvögel, sondern auch um Jagdverhalten, Rückruf, Orientierung und den respektvollen Umgang mit Wildtieren.
Greifvögel und Hunde auf dem Feld – kurz erklärt
Kurze Antwort: Ein Greifvogel, der über einem Feld kreist oder auf einem Pfosten sitzt, stellt für einen normalen Hund in der Regel keinen unmittelbaren Grund zur Sorge dar. Wichtiger ist, dass dein Hund die Wildtiere nicht verfolgt oder bedrängt. Bei sehr kleinen Hunden und ungewöhnlich nahen Begegnungen ist zusätzliche Aufmerksamkeit sinnvoll.
Wenn ein Greifvogel auffällig niedrig fliegt, direkt am Boden sitzt oder dein Hund stark auf den Vogel reagiert, solltest du Abstand schaffen und deinen Hund ruhig zu dir holen. Für einen entspannten Spaziergang in Stuttgart und Umgebung sind ein guter Rückruf, freiwillige Orientierung und ein angemessenes Management besonders hilfreich.
Greifvögel auf Feldern rund um Stuttgart: Warum Hundehalter ihnen begegnen
Stuttgart verbindet dicht bebautes Stadtgebiet mit überraschend vielen Übergängen zu Wiesen, Wald, Weinbergen und landwirtschaftlich geprägten Bereichen. Wer mit seinem Hund regelmäßig Richtung Stadtrand oder in die Region Stuttgart fährt, wechselt deshalb schnell von urbanen Spazierwegen auf Feld- und Wirtschaftswege.
Gerade rund um Stuttgart können solche Spazierwege durch unterschiedliche Landschaftsräume führen. Für Hundehalter bedeutet das abwechslungsreiche Gassirunden mit vielen Gerüchen und natürlichen Reizen. Gleichzeitig treffen hier Spaziergänger, Landwirtschaft, Wildtiere, Radfahrer und Hunde aufeinander.
Für deinen Hund verändert sich damit die gesamte Umwelt. Statt Straßenverkehr und vielen Menschen bestimmen plötzlich Gerüche von Wildtieren, Mäusen, Vögeln und anderen Tieren den Spaziergang. Gleichzeitig werden Greifvögel in der offenen Landschaft für uns Menschen deutlich sichtbarer als zwischen Häusern oder dichtem Baumbestand.
Besonders auffällig sind Vögel, die über Äckern kreisen oder von erhöhten Punkten aus die Umgebung beobachten. Für viele Hundehalter wirkt ein großer Greifvogel aus der Nähe beeindruckend – und manchmal auch etwas beunruhigend.
Die wichtigste Voraussetzung für einen entspannten Feldspaziergang mit Hund in Stuttgart ist deshalb nicht, jeden Greifvogel als mögliche Gefahr zu betrachten. Viel hilfreicher ist es, deinen eigenen Hund gut einschätzen zu können und Wildtiere grundsätzlich in Ruhe zu lassen.
Warum Greifvögel so häufig über Feldern zu sehen sind
Offene Flächen erleichtern die Nahrungssuche
Offene Landschaft ermöglicht Greifvögeln einen guten Überblick. Wiesen und landwirtschaftliche Flächen können Lebensraum für kleine Beutetiere bieten. Deshalb gehören Felder für verschiedene Greifvogelarten zu den Bereichen, in denen sie nach Nahrung suchen.
Wenn du einen Vogel längere Zeit über einem Feld kreisen siehst, bedeutet das also nicht automatisch, dass er sich für deinen Hund interessiert. Seine Aufmerksamkeit kann vollständig auf die Umgebung unter ihm gerichtet sein.
Pfosten und Bäume dienen als Aussichtspunkte
Ein einzelner Greifvogel auf einem Zaunpfosten, Baum oder anderen erhöhten Punkt fällt beim Spaziergang besonders auf. Solche Plätze ermöglichen dem Vogel einen guten Überblick über die Umgebung, ohne ständig fliegen zu müssen.
Für deinen Hund kann der ruhig sitzende Vogel allerdings ausgesprochen spannend sein. Besonders bewegungsorientierte oder jagdlich motivierte Hunde fixieren solche Tiere manchmal bereits aus größerer Entfernung.
Bearbeitete Felder können besonders interessant sein
Bei bestimmten landwirtschaftlichen Arbeiten werden Bereiche für Vögel kurzfristig besonders attraktiv, weil mögliche Nahrung leichter erreichbar wird. Deshalb kann es vorkommen, dass du rund um frisch bearbeitete Flächen mehrere Vögel gleichzeitig beobachtest.
Für Hundehalter ist das ein guter Grund, den eigenen Hund besonders aufmerksam zu führen. Wo viele Vögel am Boden oder knapp darüber unterwegs sind, kann der Bewegungsreiz für jagdlich motivierte Hunde deutlich steigen.
Welche Greifvögel kannst du über Feldern und Wiesen beobachten?
Für einen entspannten Spaziergang musst du keinen Greifvogel sicher bestimmen können. Trotzdem ist es interessant zu wissen, dass nicht jeder große Vogel über einem Feld dieselbe Art ist. Je nach Landschaft, Jahreszeit und Nahrungsangebot können unterschiedliche Greifvögel beobachtet werden.
Mäusebussarde
Mäusebussarde gehören zu den Greifvögeln, die in offenen und halboffenen Landschaften beobachtet werden können. Typisch ist beispielsweise ein Vogel, der von einem erhöhten Ansitz die Umgebung beobachtet oder über einer offenen Fläche kreist.
Milane
Auch Milane können über offenen Landschaften auffallen. Besonders im Flug wirken sie durch ihre Größe und ihr ruhiges Kreisen beeindruckend. Aus menschlicher Perspektive erscheinen solche Vögel oft näher und größer, als man es aus dem normalen Stadtalltag gewohnt ist.
Falken
Auch Falken nutzen geeignete offene Bereiche zur Nahrungssuche. Manche Arten fallen durch charakteristische Flugweisen oder das Beobachten einer Fläche aus erhöhter Position auf.
Für deinen Hund spielt die genaue Art meistens keine entscheidende Rolle. Wichtig ist vielmehr, dass der Vogel nicht verfolgt oder bedrängt wird und dein Hund auch in einer spannenden Wildtiersituation ansprechbar bleibt.
Können Greifvögel Hunde angreifen?
Diese Frage beschäftigt besonders Halter kleiner Hunde. Sie sehen einen großen Vogel über dem Feld und fragen sich, ob ihr Hund aus der Luft als mögliche Beute wahrgenommen werden könnte.
Ein Greifvogel, der in größerer Höhe über einem Feld kreist, sollte nicht automatisch als Bedrohung für deinen Hund interpretiert werden. Normale Begegnungen zwischen Spaziergängern mit Hund und Greifvögeln verlaufen meist schlicht dadurch, dass beide Seiten ihren eigenen Weg gehen.
Trotzdem ist es sinnvoll, bei sehr kleinen Hunden aufmerksam zu bleiben. Das gilt besonders dann, wenn ein großer Vogel ungewöhnlich niedrig fliegt, sich mehrfach sehr nah nähert oder dein Hund weit entfernt von dir frei über eine offene Fläche läuft.
Oft ist nicht der Greifvogel das Problem – sondern der jagende Hund
Beim gemeinsamen Spaziergang richtet sich die Sorge häufig darauf, was der große Vogel mit dem Hund machen könnte. In der Praxis lohnt sich jedoch mindestens genauso sehr der Blick in die andere Richtung: Was macht dein Hund, wenn ein großer Vogel plötzlich vom Feldrand auffliegt?
Bewegung kann Jagdverhalten auslösen
Ein ruhig sitzender Vogel wird von manchen Hunden kaum beachtet. Sobald er jedoch auffliegt, verändert sich die Situation. Die schnelle Bewegung kann einen starken Reiz auslösen und einen Hund zum Hinterherlaufen motivieren.
Das betrifft nicht nur klassische Jagdhunderassen. Auch andere Hunde können auf plötzlich flüchtende Tiere reagieren.
Ein Feld bietet viel Raum zum Beschleunigen
Auf offenen Flächen können Hunde innerhalb weniger Sekunden große Distanzen zurücklegen. Ein Hund, der einem Vogel hinterherstartet, befindet sich deshalb schnell deutlich weiter von seinem Menschen entfernt als erwartet.
Genau deshalb ist ein zuverlässiger Rückruf auf Feldwegen besonders wertvoll. Funktioniert dieser bei Wildreizen noch nicht sicher, ist eine geeignete Absicherung sinnvoller als darauf zu hoffen, dass gerade nichts Interessantes auftaucht.
Wildtiere brauchen Rückzugsmöglichkeiten
Ein Spaziergang soll deinem Hund Freiheit ermöglichen, aber nicht auf Kosten anderer Tiere. Greifvögel und andere Wildtiere sollten nicht absichtlich aufgescheucht, verfolgt oder bedrängt werden.
Das gilt auch dann, wenn dein Hund „nur spielen“ möchte. Für ein Wildtier ist die Motivation des Hundes nicht entscheidend – entscheidend ist, dass es fliehen muss.
Greifvögel auf dem Feld als Alltagstraining nutzen
Solche Begegnungen sind ein gutes Beispiel dafür, warum Hundetraining nicht nur auf einem Trainingsplatz stattfindet. Dein Hund sieht einen Vogel, wird aufmerksam und muss anschließend eine Entscheidung treffen: weiter beobachten, losrennen oder sich wieder an dir orientieren.
Freiwillige Orientierung früh belohnen
Warte nicht immer, bis dein Hund bereits vollständig auf den Vogel fixiert ist. Schaut dein Hund zum Greifvogel und orientiert sich anschließend von selbst wieder zu dir, ist das ein wertvoller Moment.
Genau dieses Verhalten kannst du bestätigen. Dein Hund lernt dadurch, dass die Umwelt spannend sein darf und es sich trotzdem lohnt, mit dir in Verbindung zu bleiben.
Distanz ist ein hilfreiches Trainingswerkzeug
Je näher ihr an einem spannenden Reiz seid, desto schwieriger kann die Situation für deinen Hund werden. Training muss deshalb nicht bedeuten, möglichst nah an einen Vogel heranzugehen.
Wenn dein Hund aus größerer Entfernung noch ruhig schauen und anschließend reagieren kann, ist diese Distanz für das Training oft wesentlich wertvoller.
Rückruf nicht permanent testen
Ein Rückruf soll ein verlässliches Signal sein und kein Experiment. Wenn du bereits weißt, dass dein Hund bei auffliegenden Vögeln kaum ansprechbar ist, solltest du ihn in solchen Situationen nicht ungesichert laufen lassen, nur um herauszufinden, ob es diesmal vielleicht funktioniert.
Management und Training gehören zusammen. Eine geeignete Sicherung verhindert unerwünschtes Jagdverhalten, während ihr parallel an Orientierung und Rückruf arbeiten könnt.
Sehr kleine Hunde auf offenen Feldern: So bleibst du entspannt aufmerksam
Mit einem sehr kleinen Hund kann der Anblick eines großen Greifvogels verständlicherweise ein ungutes Gefühl auslösen. Du musst deshalb jedoch nicht jeden Feldspaziergang vermeiden.
Halte deinen Hund bei einer auffällig nahen Begegnung einfach in deiner Nähe. Lasse ihn nicht weit entfernt allein über eine offene Fläche laufen, wenn du die Situation nicht einschätzen kannst. Einen kleinen Hund ruhig heranzurufen oder vorübergehend anzuleinen, ist eine einfache Vorsichtsmaßnahme.
Hektisches Rufen, wildes Gestikulieren oder der Versuch, einen Greifvogel zu vertreiben, ist dagegen normalerweise nicht notwendig. Ruhe hilft deinem Hund ebenfalls dabei, die Situation als normalen Teil seiner Umwelt kennenzulernen.
Was tun, wenn ein Greifvogel direkt am Boden sitzt?
Ein Vogel am Boden muss nicht automatisch verletzt sein. Trotzdem solltest du mit deinem Hund Abstand halten. Gerade wenn ein Greifvogel nicht ausweicht, solltest du deinen Hund keinesfalls zum Schnüffeln hinlassen.
1. Hund sichern
Hole deinen Hund zu dir und leine ihn gegebenenfalls an. Verhindere, dass er direkt auf den Vogel zuläuft.
2. Abstand halten
Gehe nicht unnötig nah heran. Ein Wildvogel benötigt die Möglichkeit, Abstand zu Menschen und Hunden zu halten.
3. Nicht selbst greifen
Ein Greifvogel besitzt kräftige Fänge und einen Schnabel. Ein geschwächtes oder verletztes Tier kann sich verteidigen. Versuche deshalb nicht unvorbereitet, den Vogel mit bloßen Händen aufzunehmen.
4. Bei offensichtlich verletzten Tieren fachkundige Hilfe suchen
Wirkt der Vogel offensichtlich verletzt oder befindet er sich in einer unmittelbar gefährlichen Situation, halte deinen Hund fern und wende dich an eine geeignete Wildvogel-, Tierrettungs- oder fachkundige Anlaufstelle in deiner Region.
Wenn dein Hund Beutereste auf dem Feld findet
Wo Wildtiere leben und jagen, können Hunde auch Federn, Knochen, Fell oder andere tierische Überreste entdecken. Für viele Hunde ist genau das deutlich interessanter als der Greifvogel selbst.
Lass deinen Hund unbekannte Tierkörper oder Reste nicht fressen. Neben hygienischen Gründen können Knochen, unverdauliche Bestandteile oder der unbekannte Zustand des Materials problematisch sein.
Besonders Hunde, die Fundstücke sofort herunterschlucken, profitieren von einem zuverlässig aufgebauten Ausgabesignal und einem vorausschauenden Management.
Feldspaziergänge mit Hund in Stuttgart: Natur erleben und trotzdem Rücksicht nehmen
Für viele Mensch-Hund-Teams aus Stuttgart sind Feldwege ein wichtiger Gegenpol zum Stadtalltag. Weniger Verkehr, mehr Platz und zahlreiche Gerüche machen solche Runden für Hunde besonders abwechslungsreich.
Gleichzeitig sind Feldwege keine reizfreien Trainingsplätze. Landwirtschaft, Wildtiere, Spaziergänger, Radfahrer und andere Hunde können dort aufeinandertreffen. Ein Hund benötigt deshalb auch außerhalb der Stadt Orientierung und klare, verständliche Grenzen.
Bei Pfotenliebe Stuttgart steht alltagstaugliches Hundetraining im Mittelpunkt. Eine Begegnung mit einem Greifvogel zeigt sehr schön, worum es dabei gehen kann: Dein Hund darf seine Umwelt wahrnehmen, beobachten und neugierig sein – gleichzeitig soll er lernen, sich auch bei spannenden Reizen wieder an seinem Menschen zu orientieren.
Das Ziel ist nicht, dass dein Hund Wildtiere ignoriert, als wären sie nicht vorhanden. Viel hilfreicher ist ein Verhalten, bei dem er einen Reiz wahrnehmen kann, ohne sofort unkontrolliert hinterherzulaufen.
Checkliste: Greifvögel und Hund auf dem Feld
Darauf solltest du beim Spaziergang achten:
- Bleibe ruhig, wenn ein Greifvogel über euch kreist.
- Lass deinen Hund Wildvögel nicht verfolgen.
- Belohne freiwillige Orientierung zu dir.
- Halte ausreichend Abstand zu Vögeln am Boden.
- Sichere jagdlich motivierte Hunde angemessen.
- Hole sehr kleine Hunde bei ungewöhnlich nahen Begegnungen zu dir.
- Lass deinen Hund keine Federn, Knochen oder Tierkörper fressen.
- Bedränge oder verscheuche Wildvögel nicht absichtlich.
- Beachte örtliche Regeln und sensible Naturbereiche.
- Hole bei offensichtlich verletzten Wildvögeln fachkundige Hilfe.
FAQ – Greifvögel auf Feldern mit Hund
Kann ein Greifvogel meinen Hund angreifen?
Ein über einem Feld kreisender Greifvogel ist nicht automatisch eine Bedrohung für deinen Hund. Normale Begegnungen verlaufen in der Regel ohne direkten Kontakt. Bei sehr kleinen Hunden ist es trotzdem vernünftig, bei ungewöhnlich nahen Begegnungen aufmerksam zu bleiben und den Hund zu sich zu holen. Besonders wichtig ist gleichzeitig, dass der Hund den Vogel nicht verfolgt oder bedrängt.
Warum kreist ein Greifvogel über meinem Hund?
Nur weil ein Greifvogel über euch fliegt, bedeutet das nicht, dass dein Hund sein Ziel ist. Greifvögel nutzen offene Landschaften zur Nahrungssuche und können dabei längere Zeit über einem Bereich kreisen. Beobachte die Situation ruhig. Bei einem sehr kleinen Hund kannst du ihn vorsichtshalber näher bei dir führen, ohne aus einem normalen Flugverhalten automatisch einen bevorstehenden Angriff abzuleiten.
Sind kleine Hunde durch Greifvögel stärker gefährdet?
Bei sehr kleinen Hunden ist zusätzliche Aufmerksamkeit auf offenen Flächen sinnvoll, weil Größe und Gewicht grundsätzlich einen Unterschied bei möglichen Interaktionen mit Wildtieren machen können. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Greifvogel einen kleinen Hund als Beute betrachtet. Halte deinen Hund bei ungewöhnlich nahen Begegnungen einfach in deiner Nähe und beobachte die Situation ruhig.
Warum sitzen Greifvögel so oft auf Pfosten am Feld?
Ein erhöhter Platz bietet einem Greifvogel einen guten Überblick über die offene Umgebung. Für deinen Hund kann ein solcher Vogel allerdings ein starker visueller Reiz sein. Wenn dein Hund zum Fixieren oder Hinterherlaufen neigt, nutze ausreichend Abstand und belohne ihn, wenn er sich vom Vogel lösen und wieder zu dir orientieren kann.
Was mache ich, wenn mein Hund einen Greifvogel jagen möchte?
Verhindere zunächst, dass dein Hund tatsächlich hinterherläuft. Funktioniert der Rückruf unter Wildreizen noch nicht zuverlässig, sollte dein Hund entsprechend gesichert werden. Trainiere Orientierung und Rückruf zunächst bei einer Distanz, in der dein Hund den Vogel zwar wahrnimmt, aber noch ansprechbar bleibt. Das ist meist sinnvoller, als den Hund immer wieder in Situationen zu bringen, die ihn bereits vollständig überfordern.
Was soll ich tun, wenn ein Greifvogel direkt vor uns auf dem Boden sitzt?
Hole deinen Hund zu dir und halte Abstand. Lass ihn nicht zum Vogel laufen oder daran schnüffeln. Ein Greifvogel am Boden muss nicht zwangsläufig verletzt sein. Wirkt er jedoch offensichtlich verletzt oder befindet sich in unmittelbarer Gefahr, solltest du eine geeignete fachkundige Stelle kontaktieren. Versuche nicht unvorbereitet, einen Greifvogel mit bloßen Händen einzufangen.
Kann ein Greifvogel meinen Hund mit seinen Krallen verletzen?
Greifvögel besitzen kräftige Fänge, die ihrer Nahrungssuche und Verteidigung dienen. Deshalb sollte ein Hund niemals zu einem Greifvogel am Boden oder zu einem verletzten Tier gelassen werden. Direkter Kontakt ist für beide Tiere unnötig riskant. Halte Abstand und sichere deinen Hund, statt eine Annäherung zuzulassen.
Soll ich meinen kleinen Hund auf dem Feld hochnehmen, wenn ein Greifvogel kommt?
Bei einem Greifvogel, der weit entfernt oder hoch über dem Feld fliegt, ist hektisches Hochnehmen normalerweise nicht erforderlich. Wenn ein sehr kleiner Hund weit von dir entfernt ist und ein großer Vogel ungewöhnlich niedrig oder nah erscheint, kannst du deinen Hund ruhig zu dir holen und gegebenenfalls kurz sichern. Wichtig ist vor allem, selbst ruhig zu bleiben.
Warum sehe ich auf Feldern manchmal mehrere Greifvögel gleichzeitig?
Offene oder frisch bearbeitete Flächen können für Vögel zeitweise besonders interessante Nahrungssuchgebiete sein. Deshalb können mehrere Tiere in demselben größeren Bereich auftauchen. Für deinen Hund bedeutet das vor allem mehr Bewegungsreize. Bei ausgeprägtem Jagdinteresse solltest du ihn entsprechend sichern und besonders auf frühe Orientierung zu dir achten.
Darf mein Hund Federn oder Beutereste eines Greifvogels aufnehmen?
Du solltest deinen Hund unbekannte Tierkörper, Knochen oder andere Beutereste nicht fressen lassen. Neben möglichen unverdaulichen Bestandteilen kennst du weder Herkunft noch Zustand des Materials. Ein gut aufgebautes Ausgabesignal ist deshalb auch bei Feldspaziergängen hilfreich, besonders wenn dein Hund gefundene Dinge gerne sofort aufnimmt.
Fazit: Greifvögel auf Feldern mit Hund ruhig und respektvoll beobachten
Greifvögel auf Feldern mit Hund gehören zu den beeindruckenden Naturbeobachtungen, die einen Spaziergang rund um Stuttgart besonders machen können. Ein großer Vogel, der über einem Acker kreist oder auf einem Pfosten sitzt, ist nicht automatisch eine Gefahr für deinen Vierbeiner.
Viel wichtiger ist ein respektvoller Umgang mit den Wildtieren. Dein Hund sollte Greifvögel nicht verfolgen, bedrängen oder zu einem Vogel am Boden laufen. Besonders jagdlich motivierte Hunde profitieren von einem guten Rückruf, freiwilliger Orientierung und einer geeigneten Absicherung auf offenen Feldwegen.
Bei sehr kleinen Hunden darfst du bei ungewöhnlich nahen Begegnungen etwas aufmerksamer sein und deinen Hund ruhig zu dir holen. Panik ist jedoch keine gute Grundlage für einen entspannten Spaziergang.
Gerade in Stuttgart und der Region, wo Stadt, Wald, Wiesen und landwirtschaftlich geprägte Landschaft vergleichsweise eng aufeinandertreffen können, sind solche Begegnungen eine schöne Gelegenheit für alltagstaugliches Hundetraining: Dein Hund darf die Natur wahrnehmen – und lernt gleichzeitig, dass spannende Wildtiere nicht automatisch verfolgt werden müssen.
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