Hundetraining Blog Stuttgart – Tipps für Alltag, Welpen & Erziehung
In meinem Blog rund um Hundetraining in Stuttgart findest du praktische Tipps für den Alltag mit deinem Hund – von der Welpenerziehung über Leinenführigkeit bis zum sicheren Rückruf.
Alle Inhalte basieren auf meiner täglichen Arbeit als Hundetrainerin und helfen dir dabei, deinen Hund besser zu verstehen und entspannt durch den Alltag zu führen.
Themen im Blog
Wissen rund um Hundetraining, Alltag und Gesundheit
Hier findest du hilfreiche Artikel zu Welpen, Junghunden, Leinenführigkeit, Rückruf, Gesundheit, Ernährung und einem entspannten Alltag mit Hund.
BLOG DURCHSUCHEN
Wonach suchst du?
Durchsuche den Pfotenliebe Blog nach Themen rund um Hundetraining, Welpen, Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Alltag mit Hund.
Die Suche zeigt passende Beiträge aus dem Pfotenliebe Blog.
Wie oft kauen?
- Isabel Scheu
- 21.08.2026
- Kauartikel
Wie oft darf mein Hund kauen? – Kauartikel richtig dosieren
Dein Hund liegt zufrieden auf seinem Platz und beschäftigt sich ausdauernd mit einem Kauartikel. Vielleicht bekommt er einen Ochsenziemer, Rinderkopfhaut oder einen anderen Kausnack – und irgendwann stellst du dir die Frage: Wie oft darf mein Hund eigentlich kauen? Darf ein Hund jeden Tag einen Kauartikel bekommen? Wie lange sollte eine Kausession dauern? Und können zu viele Kauartikel möglicherweise sogar ungesund sein?
Diese Fragen sind berechtigt, denn Kauen gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Hundes und kann eine schöne Form der Beschäftigung sein. Gleichzeitig sind essbare Kauartikel zusätzliches Futter. Je nach Produkt können dabei innerhalb kurzer Zeit erhebliche Mengen an Energie, Fett oder Protein aufgenommen werden.
Auch für die Zahngesundheit gilt: Mehr und härter ist nicht automatisch besser. Sehr harte Kauartikel können die Zähne stark beanspruchen, während große abgeschluckte Stücke zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen können.
Deshalb gibt es auf die Frage „Wie oft darf mein Hund Kauartikel bekommen?“ keine sinnvolle pauschale Antwort wie einmal täglich oder dreimal pro Woche. In diesem ausführlichen Ratgeber von Pfotenliebe Stuttgart erfährst du, wovon die richtige Kau-Dosis tatsächlich abhängt, wie du Kauartikel sinnvoll in die Fütterung einrechnest und woran du erkennst, dass es für deinen Hund möglicherweise zu viel wird.
Kurz zusammengefasst: Ein gesunder Hund kann regelmäßig etwas zum Kauen bekommen – auch tägliches Kauen kann je nach Kauartikel grundsätzlich möglich sein. Entscheidend ist jedoch, ob der Artikel essbar oder nicht essbar ist, welche Menge tatsächlich aufgenommen wird und wie dein Hund darauf reagiert. Essbare Kauartikel gehören zur täglichen Futtermenge. Sehr harte Kauobjekte sollten unabhängig von der Häufigkeit kritisch betrachtet werden. Beim Kauen solltest du deinen Hund außerdem immer im Blick behalten.
Warum Hunde überhaupt so gerne kauen
Kauen ist für Hunde kein ungewöhnliches Verhalten. Bereits junge Hunde erkunden viele Dinge mit dem Maul, und auch erwachsene Hunde beschäftigen sich häufig gerne mit geeigneten Kauobjekten.
Dabei kann Kauen verschiedene Funktionen erfüllen:
- Beschäftigung im Alltag
- Ausleben eines natürlichen Verhaltens
- ruhige Aktivität zu Hause
- mechanischer Kontakt mit Zähnen und Zahnoberflächen
- Beschäftigung mit einem interessanten Geruch und Geschmack
- selbstständige Tätigkeit in einer ruhigen Umgebung
Viele Hunde wirken während des Kauens entspannt. Trotzdem sollte ein Kauartikel nicht automatisch als universelles Mittel gegen Stress, Langeweile oder fehlende Ruhe eingesetzt werden.
Besonders wichtig ist mir als Hundetrainerin: Ein Kauartikel kann Beschäftigung anbieten – er ersetzt aber weder Ruhetraining noch Beziehung, Kommunikation oder eine sinnvoll gestaltete Tagesstruktur.
Darf mein Hund jeden Tag kauen?
Diese Frage gehört zu den häufigsten rund um Kauartikel. Eine allgemeine Regel wie „Hunde dürfen nur dreimal pro Woche kauen“ gibt es nicht.
Grundsätzlich kann ein Hund auch regelmäßig beziehungsweise täglich eine geeignete Kaumöglichkeit bekommen. Ob das sinnvoll ist, hängt jedoch stark vom verwendeten Produkt ab.
Bei einem essbaren Kauartikel muss die tatsächlich gefressene Menge berücksichtigt werden. Ein großer Ochsenziemer oder eine größere Portion Rinderkopfhaut ist ernährungsphysiologisch etwas anderes als ein nicht essbares Kauspielzeug.
Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:
„Wie oft darf mein Hund kauen?“
Sinnvoller ist:
„Was kaut mein Hund, wie viel davon frisst er und wie gut verträgt er es?“
Wie oft darf ein Hund einen Kauartikel bekommen?
Bei essbaren Kauartikeln lässt sich die Häufigkeit nicht unabhängig von der Portionsgröße beurteilen.
Ein Hund, der täglich nur eine kleine Menge eines Kauartikels frisst, nimmt möglicherweise weniger zusätzliche Energie auf als ein Hund, der zweimal pro Woche einen sehr großen und energiereichen Kauartikel vollständig frisst.
Für die richtige Kau-Dosis solltest du deshalb folgende Punkte gemeinsam betrachten:
- Art des Kauartikels: essbar oder nicht essbar?
- Größe: Wie viel kann dein Hund tatsächlich davon fressen?
- Kalorien: Wie energiereich ist das Produkt?
- Härte: Wie stark werden die Zähne beansprucht?
- Kauverhalten: Nagt dein Hund langsam oder bricht er große Stücke heraus?
- Verdauung: Verträgt dein Hund den Kauartikel?
- Zahnstatus: Sind Zähne und Zahnfleisch gesund?
Wie lange darf ein Hund auf einem Kauartikel kauen?
Auch für die Dauer einer Kausession gibt es keine allgemeingültige Minutenangabe.
Die häufig genannten Empfehlungen von beispielsweise 15, 30 oder 60 Minuten vermitteln eine Genauigkeit, die es in der Praxis so nicht gibt.
Ein Hund kann 30 Minuten lang sehr langsam an einem zähen Kauartikel nagen und dabei nur eine kleine Menge aufnehmen. Ein anderer Hund kann innerhalb von zehn Minuten große Stücke herausbrechen und vollständig fressen.
Die reine Zeit sagt deshalb wenig darüber aus, ob eine Kausession angemessen ist.
Beobachte stattdessen:
- Wie intensiv kaut dein Hund?
- Wie viel Material wird tatsächlich gefressen?
- Entstehen große oder scharfkantige Stücke?
- Wird der Kauartikel so klein, dass er verschluckt werden könnte?
- Bleibt dein Hund beim Kauen ruhig?
- Wie reagiert seine Verdauung anschließend?
Wie oft darf mein Hund Ochsenziemer bekommen?
Gerade bei klassischen Naturkauartikeln wie Ochsenziemern wird häufig nach einer festen Wochenmenge gesucht.
Eine pauschale Empfehlung wie „ein Ochsenziemer pro Tag“ oder „zwei Ochsenziemer pro Woche“ ist jedoch wenig hilfreich, weil Ochsenziemer in sehr unterschiedlichen Größen und Gewichten angeboten werden.
Für einen kleinen Hund kann bereits ein Teilstück eine relevante zusätzliche Futtermenge darstellen. Ein großer Hund benötigt wiederum aus Sicherheitsgründen einen ausreichend dimensionierten Kauartikel.
Deshalb gilt auch hier: Portionsgröße und Gesamtration sind wichtiger als die reine Anzahl.
Wie oft darf mein Hund Rinderkopfhaut kauen?
Rinderkopfhaut gehört zu den beliebten länger beschäftigenden Naturkauartikeln. Je nach Dicke, Größe und Kauverhalten kann ein Hund damit unterschiedlich lange beschäftigt sein.
Auch Rinderkopfhaut ist jedoch ein essbares tierisches Produkt und sollte deshalb nicht einfach unbegrenzt zusätzlich zur normalen Futterration angeboten werden.
Besonders bei Hunden, die schnell große Stücke abbeißen, solltest du außerdem darauf achten, wie sich der Kauartikel während der Nutzung verändert.
Wird das verbleibende Stück so klein, dass dein Hund es vollständig schlucken könnte, solltest du es rechtzeitig entfernen.
Kauartikel und Kalorien – ein oft unterschätzter Punkt
Ein häufiger Fehler besteht darin, Kauartikel gedanklich von der eigentlichen Fütterung zu trennen.
Doch ein essbarer Kauartikel ist Futter.
Er liefert Energie und Nährstoffe und gehört deshalb grundsätzlich zur gesamten täglichen beziehungsweise wöchentlichen Futtermenge.
Besonders relevant wird das bei:
- kleinen Hunden mit niedrigem Energiebedarf
- Hunden mit Neigung zu Übergewicht
- wenig aktiven Hunden
- sehr großen Kauartikeln
- zusätzlichen Leckerlis während des Trainings
- mehreren Snacks über den Tag verteilt
Bekommt dein Hund regelmäßig Kauartikel, solltest du diese deshalb bei der Futterplanung berücksichtigen.
Kann zu viel Kauen zu Verdauungsproblemen führen?
Bei essbaren Kauartikeln kann nicht nur die Energieaufnahme relevant sein. Auch die Menge und Zusammensetzung können sich auf die Verdauung auswirken.
Mögliche Hinweise darauf, dass ein bestimmter Kauartikel oder die gefressene Menge nicht gut vertragen wird, können beispielsweise sein:
- weicher Kot
- Durchfall
- Verstopfung
- Blähungen
- Erbrechen
- Bauchbeschwerden
Treten nach bestimmten Kauartikeln wiederholt Beschwerden auf, solltest du das Produkt nicht einfach weitergeben, sondern die Ursache abklären.
Weitere Informationen findest du in unserem Ratgeber über Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund .
Ist tägliches Kauen schlecht für die Zähne?
Nicht die tägliche Beschäftigung mit einem geeigneten Kauobjekt ist automatisch problematisch. Entscheidend ist vor allem dessen Beschaffenheit und die Art, wie dein Hund darauf kaut.
Besonders harte Materialien können bei kräftigem Zubeißen erhebliche Kräfte auf einzelne Zähne übertragen.
Deshalb gilt: Ein Kauartikel ist nicht automatisch besser, je härter und langlebiger er ist.
Auch ein großer, kräftiger Hund benötigt nicht automatisch den härtesten verfügbaren Kauartikel.
Zeigt dein Hund plötzlich Probleme beim Kauen, lässt Futter fallen, kaut nur auf einer Seite oder möchte einen bisher beliebten Kauartikel nicht mehr nehmen, können Schmerzen beim Kauen dahinterstecken.
Kauartikel und Zahnpflege – was Kauen wirklich leisten kann
Häufig werden Kauartikel mit Zahnpflege gleichgesetzt. Beim Kauen kann tatsächlich mechanischer Kontakt mit den Zahnoberflächen entstehen. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Kauartikel automatisch Zahnstein verhindert oder entfernt.
Bereits vorhandener Zahnstein lässt sich nicht zuverlässig dadurch lösen, dass ein Hund besonders lange oder auf besonders harten Gegenständen kaut.
Kauartikel können deshalb Teil der Beschäftigung und je nach Produkt ergänzend Teil der Zahnpflege sein – eine regelmäßige Kontrolle der Zähne ersetzen sie jedoch nicht.
Was ist mit Knochen?
Knochen werden häufig als besonders natürliche Kaumöglichkeit angesehen. Natürlich bedeutet jedoch nicht automatisch risikofrei.
Knochen können unter anderem die Zähne stark belasten. Je nach Beschaffenheit und Fütterung können außerdem größere Stücke abgeschluckt werden oder Probleme im Verdauungstrakt entstehen.
Besonders gekochte Knochen sollten Hunden nicht angeboten werden. Auch rohe Knochen sind nicht automatisch für jeden Hund geeignet.
Wenn du Knochen füttern möchtest, solltest du dich deshalb ausführlich mit den jeweiligen Risiken beschäftigen. Einen Überblick findest du im Beitrag Knochen als Gefahr für Hunde .
Weitere Informationen zur Rohfütterung findest du außerdem in unserem Beitrag über BARF beim Hund .
Natürliche Kauartikel oder künstliche Kauobjekte?
Für die Frage nach der richtigen Kau-Dosis ist ein Unterschied besonders wichtig: Kann dein Hund den Kauartikel fressen oder handelt es sich um ein nicht essbares Kauobjekt?
Essbare Kauartikel
Ochsenziemer, Rinderkopfhaut und andere Naturkauartikel werden gefressen. Ihre Menge muss deshalb bei der gesamten Fütterung berücksichtigt werden.
Nicht essbare Kauobjekte
Geeignete Kauspielzeuge dienen vor allem der Beschäftigung. Auch sie müssen zur Größe und Kaukraft des Hundes passen und regelmäßig auf Schäden kontrolliert werden.
Nicht essbar bedeutet dabei nicht automatisch ungefährlich. Werden Teile abgebissen oder verschluckt, kann auch ein Kauspielzeug zum Risiko werden.
Wie erkenne ich, dass mein Hund zu viele Kauartikel bekommt?
Dein Hund kann dir nicht sagen, dass sein Kauartikel-Budget für diese Woche bereits ausgeschöpft ist. Deshalb solltest du auf Veränderungen achten.
Mögliche Hinweise können sein:
- ungewollte Gewichtszunahme
- weniger Interesse am normalen Futter
- weicher Kot oder Durchfall
- Verstopfung
- Blähungen oder Bauchbeschwerden
- Erbrechen nach Kauartikeln
- auffälliges oder einseitiges Kauen
- empfindliche oder beschädigte Zähne
- Herunterschlucken großer Stücke
Treten solche Veränderungen auf, solltest du Häufigkeit, Menge und Art der Kauartikel überprüfen.
Wann solltest du einen Kauartikel wegnehmen?
Ein Kauartikel muss nicht zwingend vollständig aufgefressen werden.
Wegnehmen solltest du ihn insbesondere dann, wenn:
- das Reststück so klein wird, dass es vollständig verschluckt werden könnte,
- scharfe Kanten entstehen,
- dein Hund große Stücke herausbricht,
- der Kauartikel beschädigt oder verunreinigt ist,
- dein Hund hektisch statt kontrolliert kaut,
- du den Hund nicht mehr beaufsichtigen kannst.
Kommt es beim Kauen zu Atemnot, starkem Würgen oder besteht der Verdacht, dass ein problematisches Stück verschluckt wurde, sollte die Situation sofort ernst genommen werden. Hinweise dazu findest du unter Wann muss mein Hund zum Tierarzt? .
Kauen als Ruhe-Ritual im Alltag
Kauartikel werden gerne nach Spaziergängen, Trainingseinheiten oder aufregenden Alltagssituationen angeboten. Für manche Hunde kann das eine ruhige Beschäftigung sein.
Trotzdem sollte daraus nicht automatisch ein festes Schema entstehen: Aufregung = Kauartikel.
Ein Hund sollte auch lernen können, ohne Futterbeschäftigung zur Ruhe zu kommen.
Gerade in unserer Arbeit bei Pfotenliebe Stuttgart spielt echte Ruhe eine wichtige Rolle. Ruhe bedeutet nicht, einen Hund permanent zu beschäftigen, bis er müde wird. Sie bedeutet auch, dass der Hund lernt, nichts tun zu müssen.
Kauartikel im Hundealltag in Stuttgart
Nach einem Spaziergang durch den Rotwildpark, rund um den Bärensee, auf der Waldebene Ost, im Kräherwald oder entlang der Stuttgarter Weinberge möchten viele Hundehalter ihrem Hund zu Hause noch etwas Gutes tun.
Ein geeigneter Kauartikel kann dann eine ruhige Beschäftigung sein. Entscheidend ist jedoch nicht, wie viele Kilometer ihr vorher unterwegs wart. Auch nach einem langen Spaziergang bleibt ein großer essbarer Kauartikel zusätzliche Nahrung.
Deshalb lohnt es sich auch im Alltag, nicht nach dem Prinzip „viel Bewegung = viele Kauartikel“ zu füttern, sondern die Gesamtmenge im Blick zu behalten.
Checkliste: Passt die Kau-Dosis für meinen Hund?
- Ist der Kauartikel für Größe und Maul meines Hundes geeignet?
- Ist die Härte passend zu seinem Zahnstatus?
- Kann mein Hund den Kauartikel kontrolliert bearbeiten?
- Neigt er dazu, große Stücke herunterzuschlucken?
- Wie viel davon frisst er tatsächlich?
- Habe ich die zusätzliche Futtermenge berücksichtigt?
- Bleibt sein Gewicht stabil?
- Bleibt seine Verdauung unauffällig?
- Sind Zähne und Zahnfleisch gesund?
- Kann ich meinen Hund während des Kauens beaufsichtigen?
- Kann mein Hund auch ohne Kauartikel entspannt zur Ruhe kommen?
FAQ – häufige Fragen zur richtigen Kau-Dosis
Wie oft darf mein Hund Kauartikel bekommen?
Dafür gibt es keine feste Anzahl. Entscheidend sind Art und Größe des Kauartikels, die tatsächlich gefressene Menge, Kalorien, Verträglichkeit, Zahnstatus und Kauverhalten. Regelmäßiges Kauen kann möglich sein, wenn der Kauartikel individuell geeignet und die Futtermenge entsprechend angepasst ist.
Darf mein Hund jeden Tag einen Kauartikel bekommen?
Das kann je nach Produkt und Hund möglich sein. Bei essbaren Kauartikeln muss die zusätzliche Futter- und Energiemenge berücksichtigt werden. Ein täglicher großer Kauartikel zusätzlich zur normalen Futterration ist deshalb nicht automatisch sinnvoll.
Wie lange darf ein Hund am Stück kauen?
Eine feste Minutenangabe gibt es nicht. Wichtiger ist, wie intensiv dein Hund kaut, wie viel er frisst, ob sich der Kauartikel gefährlich verändert und ob Zähne und Verdauung unauffällig bleiben.
Wie oft darf mein Hund Ochsenziemer bekommen?
Das hängt von Größe und Gewicht des Ochsenziemers sowie vom Energiebedarf deines Hundes ab. Statt eine feste Stückzahl pro Woche vorzugeben, sollte die gefressene Menge in die gesamte Futterration eingerechnet werden.
Wie oft darf mein Hund Rinderkopfhaut bekommen?
Auch hier gibt es keine allgemeingültige Wochenzahl. Größe des Stücks, tatsächlich gefressene Menge, Verträglichkeit und gesamte Fütterung sind entscheidender als die reine Häufigkeit.
Sind Kauartikel jeden Tag schlecht für die Zähne?
Nicht die tägliche Nutzung allein entscheidet darüber. Problematisch können insbesondere sehr harte Materialien und kräftiges Zubeißen sein. Die Härte sollte deshalb immer zum Zahnstatus und Kauverhalten passen.
Können zu viele Kauartikel Durchfall verursachen?
Zu große Mengen oder individuell schlecht verträgliche Kauartikel können Verdauungsbeschwerden verursachen. Treten wiederholt Durchfall, Erbrechen oder andere Beschwerden auf, sollte das Produkt abgesetzt und die Ursache abgeklärt werden.
Muss ich Kauartikel von der Futtermenge abziehen?
Essbare Kauartikel liefern Energie und Nährstoffe und sollten deshalb bei der gesamten Futtermenge berücksichtigt werden. Wie stark die Hauptfuttermenge angepasst werden muss, hängt vom jeweiligen Produkt und der aufgenommenen Menge ab.
Kann mein Hund zu viel kauen?
Ja, insbesondere wenn große Mengen essbarer Kauartikel aufgenommen werden oder ungeeignete beziehungsweise sehr harte Produkte verwendet werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Dauer, sondern auch was und wie dein Hund kaut.
Sollte ein Hund nach jedem Spaziergang einen Kauartikel bekommen?
Nein, das ist nicht notwendig. Ein Kauartikel kann gelegentlich eine ruhige Beschäftigung sein, sollte aber nicht automatisch nach jedem Spaziergang erwartet werden. Hunde sollten auch ohne Futterbeschäftigung zur Ruhe kommen können.
Wann sollte ich einen Kauartikel wegnehmen?
Spätestens wenn das Reststück verschluckbar klein wird, scharfe Kanten entstehen, große Stücke herausbrechen oder dein Hund den Artikel nicht mehr kontrolliert bearbeitet, solltest du ihn entfernen.
Fazit: Wie oft dein Hund kauen darf, entscheidet nicht der Kalender
Auf die Frage „Wie oft darf mein Hund kauen?“ gibt es keine seriöse Antwort wie einmal täglich, dreimal pro Woche oder exakt 30 Minuten.
Entscheidend ist immer das Gesamtbild: Was kaut dein Hund? Wie groß ist der Kauartikel? Wie hart ist er? Wie viel davon wird tatsächlich gefressen? Wie sehen Zähne, Gewicht und Verdauung aus? Und wie geht dein Hund mit dem Kauartikel um?
Ein geeigneter Kauartikel kann regelmäßig eine schöne Beschäftigung sein. Essbare Kauartikel müssen jedoch als Bestandteil der Fütterung betrachtet werden. Gleichzeitig ist der härteste Kauartikel nicht automatisch der beste – und die längste Kauzeit nicht automatisch besonders wertvoll.
Beobachte deshalb deinen Hund statt nur die Uhr. Passe Größe, Menge und Häufigkeit individuell an und nimm Kauartikel rechtzeitig weg, wenn sie zu klein oder problematisch werden.
So bleibt Kauen das, was es sein sollte: eine passende und sichere Beschäftigung, die sich sinnvoll in euren gemeinsamen Alltag integrieren lässt.
Praktische Empfehlungen
Meine Kauartikel-Empfehlungen für deinen Hund
Kauartikel können Hunde je nach Produkt unterschiedlich lange beschäftigen und werden von vielen Hunden gerne angenommen. Welcher Kauartikel zu deinem Hund passt, hängt unter anderem von Größe, Kauverhalten, Alter und individuellen Verträglichkeiten ab. Wähle die Größe immer passend zu deinem Hund und lasse ihn beim Kauen nicht unbeaufsichtigt.
Getrockneter Ochsenziemer
Ochsenziemer gehören zu den klassischen Kauartikeln für Hunde und können eine länger anhaltende Beschäftigung bieten. Achte darauf, die Größe des Kauartikels passend zu deinem Hund auszuwählen und kleinere Reststücke rechtzeitig wegzunehmen.
Ochsenziemer bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Rinderkopfhautplatten
Rinderkopfhaut ist ein fester Kauartikel und kann sich besonders für Hunde eignen, die gerne länger und ausdauernd kauen. Auch hier sollte die Größe zum Hund passen und der Kauartikel immer unter Aufsicht angeboten werden.
Rinderkopfhaut bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Rinderdörrfleisch
Rinderdörrfleisch ist eine weitere Möglichkeit für Hunde, die gerne kauen. Je nach Größe und Beschaffenheit eignet es sich eher als Kau-Snack für zwischendurch. Prüfe auch hier, ob Größe und Festigkeit zu deinem Hund passen.
Rinderdörrfleisch bei Amazon ansehen →Werbung | Affiliate-Link · Bei einem Kauf über diesen Link erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.
Auch beim Thema Ernährung setzen wir auf Qualität und Vertrauen
Auf unserer Website findest du eine Übersicht unserer sorgfältig ausgewählten Kooperationspartner für hochwertiges Hundefutter sowie Leckerlis und Kauartikel. Diese Empfehlungen basieren auf Erfahrung und Überzeugung und sollen dich dabei unterstützen, passende Entscheidungen für deinen Hund zu treffen.
Kategorien
Hundetraining Wissen aus Stuttgart
Im Pfotenliebe Blog findest du praktische Tipps rund um Hundetraining, Welpenzeit, Junghunde, Gesundheit und Alltag mit Hund.
Viele Themen entstehen direkt aus meiner Arbeit mit Mensch-Hund-Teams in Stuttgart. So bekommst du verständliche Impulse, die du im Alltag mit deinem Hund leichter umsetzen kannst.
Wenn du nicht nur lesen, sondern mit deinem Hund praktisch trainieren möchtest, findest du hier meine Kurse in Stuttgart, das Einzeltraining und die Welpenschule.